Erdogan will IWF-Kredite in Gold statt in Dollar zurückzahlen

Jetzt wird klar, warum die Türkei in den letzten Jahren Goldbestände aufgebaut hat: Der türkische Staatspräsident forderte am heutigen Montag, dass Kredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) zukünftig in Gold statt in US-Dollar zurückgezahlt werden sollen.

Gold sei besser als der US-Dollar

Mit einer Rückzahlung in US-Dollar bringe man die Türkei nur unnötig unter Druck, indem man an den Märkten so agiere, dass die türkische Lire gegenüber dem Dollar abgewertet werde und die Türkei so immer mehr Lire aufbringen müsse, um die Schuld in Dollar zu begleichen. Ohne darauf Einfluss nehmen zu können.

180 Milliarden Dollar flossen ins Land

Erdogan betonte, dass zwischen 2006 und 2017 über 180 Milliarden US-Dollar an Investitionen in die Türkei geflossen seien, – trotz Finanzkrise und Syrien-Konflikt. Zwischenzeitlich wurde auch noch ein Putschversuch abgewehrt worden.

Erdogan habe 23,5 Milliarden an den IWF gezahlt

Präsident Erdogan will zwischenzeitlich 23,5 Milliarden US$ an den IWF gezahlt haben, der danach um einen Kredit von 5 Milliarden Euro gebeten habe.

Gold-Vorschlag auf G-20-Treffen

Erdogan betonte, den Vorschlag einer Umwandlung von IWF-Dollarschulden in Gold-Verbindlichkeiten bei einem G20-Treffen getätigt zu haben.

Türkische Lire auf Tiefstand

Aktuell befindet sich die türkische Lire auf einem Tiefstand gegenüber dem Dollar und auch dem Euro, was es für deutsche Touristen sehr billig macht, den Urlaub in der Türkei zu verbringen, aber es für die Türkei sehr teuer macht, Dollar-Schulden zurück zu zahlen.

Türkei will an das Gold der Bevölkerung

Die jüngste Äußerung Präsident Erdogans lässt auch die jüngsten Aktionen türkischer Banken in einem anderen Licht erscheinen: In landesweiten Kampagnen hatte man versucht, die türkische Bevölkerung dazu zu bewegen, das zuhause gehortete Gold zur Bank zu bringen, um dort eine Kontogutschrift zu erhalten. Davon machten aber nur wenige Türken Gebrauch. Der weit überwiegende Teil der Bevölkerung behielt Goldschmuck, Goldmünzen und Goldbarren einfach zuhause und brachte gar nichts zur Bank.

Türkei hatte vor ein paar Jahren alle Schulden beim IWF getilgt

Die Türkei gehört zu den wenigen Staaten, die vor ein paar Jahren alle Schulden beim IWF getilgt hatten.

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Q1: Chinesen kaufen 8% mehr Goldmünzen, aber weniger Goldbarren

Der chinesische Goldverband (China Gold Association) hat die Absatzzahlen in Sachen Gold im ersten Quartal 2018 veröffentlicht. Demzufolge gab es in China im ersten Quartal 8% mehr Verkäufe von Goldmünzen. Das Gesamtvolumen betrug 2,7 Tonnen.

Weniger Lust auf Goldbarren

Die Chinesen haben zwar mehr Goldmünzen gekauft, aber sich bei Goldbarren zurückgehalten. Der Goldbarrenabsatz ging um 27,58% auf 73,28 Tonnen zurück. Da in China traditionell mehr Goldbarren als Goldmünzen verkauft werden, führt dies dazu, dass der gesamte Goldverbrauch im ersten Quartal in China um 5,44% auf 284,97 Tonnen gefallen ist.

Industrieller Verbrauch stieg ebenfalls

Auch der industrielle Verbrauch (z.B. Elektronik) von Gold stieg um 6,58% auf 28,49 Tonnen im ersten Quartal.

Goldschmuck gefragter als zuvor

Wesentlich hat sich auch die Nachfrage nach Goldschmuck verändert. Die Nachfrage stieg um 5,6% im Jahresvergleich auf 180,5 Tonnen.

Weniger Gold aus Goldminen

In Chinas Goldminen wurde im ersten Quartal weniger Gold als zuvor gefördert, die Förderung ging um 2,95% auf 98,22 Tonnen zurück, was die Abwärtstendenz bei der Goldförderung aus dem Vorjahr fortsetzt. Bereits im letzten Jahr (2017) war die Gesamt-Goldförderung in China um 6% auf 426 Tonnen gefallen. China ist damit aber immer noch weltweit größte Goldfördernation und das im elften Jahr in Folge.

China erhöht Umweltanforderungen an Goldförderung

Zukünftig wird man in China mit steigenden Kosten bei der Goldförderung rechnen müssen. China will den Weg fortsetzen, den man bereits in 2016 eingeschlagen hat: Immer strengere Anforderungen an die Goldminenunternehmen zu stellen, was Umweltschutz und Ökologie betrifft. Das führt zu Kostensteigerungen und Minenschliessungen, da einige Minen dann unrentabel werden. Insgesamt dürfte die Goldförderung in China auch in 2018 zurückgehen.

 

 

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Silbereagles der US-Mint: Nachfrage sinkt weiter

Europäische Anleger haben ohnehin den Fokus auf andere Silber-Anlagemünzen und kaufen lieber Philharmoniker, Maple Leaf oder Känguru Silbermünzen und nur wenig US Silber-Eagles, – jetzt scheinen auch die US-Anleger die eigene Münze nicht mehr zu wollen.

US Mint beklagt niedrige Nachfrage

Die US Mint konstatiert eine niedrige Nachfrage nach den Eagle-Anlagemünzen in Gold und in Silber. Während man noch im Januar 3,2 Millionen Silbereagles verkauft hat, waren es im März nur 915.000 Stück. Das ist drastisch weniger als im Vorjahr. In 2017 hatte man im März 1,6 Millionen Silbereagles verkauft und auch der Januar 2017 war mit 5,1 Millionen fast 2 Millionen Silbereagles besser als der 2018er Januar.

Ganz erschreckend ist der Nachfragerückgang allerdings bei der US-Mint, was die Eagle-Goldmünzen anbelangt:

Während man im Januar 2017 noch 86.5000 Stück und im März 2017 immerhin noch 16.000 Stück verkauft hat, haben sich die Absatzzahlen in 2018 mehr als halbiert: Im Januar 2018 verkaufte man nur 36.000 Goldeagles und im März waren es nur traurige 2.500 Goldeagle-Münzen der Größe 1 Unze.

Grund für den Rückgang bei der US-Mint

Da in Deutschland und Europa nach wie vor eine starke Nachfrage nach Goldmünzen und Silbermünzen vorliegt, die sich aber auf Konkurrenzprodukte aus Österreich, Kanada und Australien konzentriert, haben wir US-Händler gefragt, wie der Nachfragerückgang zu erklären ist. Angegeben wurden zwei Gründe:

  1. Die staatliche amerikanische Münzprägestätte US Mint nimmt bereits ab Werk zu hohe Aufgelder – im Vergleich zum Wettbewerb. Münzhändler und Münzgroßhändler können also eine Unze Silber günstiger bei der Royal Canadian Mint, der Perth Mint oder der Münze Österreich einkaufen als bei der US Mint. Amerikanische Verbraucher werden immer preissensibler und kaufen nunmehr auch lieber kanadische Maple Leaf Münzen als US Eagles.
  2. Vertrauen in die Trump-Präsidentschaft: Viele Amerikaner glauben tatsächlich, dass US Präsident Trump alles zum Guten wendet und die Wirtschaft auf Hochtouren bringt und es bald allen Amerikanern besser geht. Selbst das Misstrauen in die Währung oder in das Bankensystem wird durch dieses Vertrauen in Trump gestärkt und weniger Anleger in Amerika kaufen Gold als Krisenmetall.

Deutsche sehen Trump eher kritisch

Deutsche Anleger sehen Trump eher kritisch und hinterfragen seine Politik. Trump wird voraussichtlich auch in 2018 die US Staatsverschuldung um eine Billion (!) US-Dollar erhöhen, will die Spielregeln für Finanzinstitute wieder lockern und könnte mit der Einführung neuer Zölle der US-Wirtschaft ebenso wie der Weltwirtschaft schaden. Von Kriegsdrohungen (Nordkorea / Syrien) einmal ganz abgesehen. Deutsche Anleger setzen daher nach wie vor auf das Krisenmetall Gold und auch Silber.

Meist nachfragte Goldunzen in Deutschland

Die meist nachgefragten Goldunzen (Goldmünzen) in Deutschland sind in 2018:

Krügerrand 2018 Goldmünze 1oz stark nachgefragt
Eine der meist nachgefragten Goldmünzen in Deutschland: Der Krügerrand in GOLD

Meist nachgefragte Silberunzen in Deutschland

Die meist nachgefragten 1-Unzen-Silbermünzen in Deutschland sind in 2018:

Wie man sieht, spielt auch die Nachfrage nach American Eagle-Münzen in Deutschland weder im Silberbereich noch im Goldbereich eine übergeordnete Rolle. Die Münzen werden gekauft, gehören aber nicht zu den drei oder vier meistgekauften Münztypen.

 

 

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Goldpreis steigt nach Syrien-Konflikt-Verschärfung / FED sieht Risiken in Trumps Zoll-Politik

Die drohende Eskalation des Syrien-Konflikts führte gestern zu zahlreichen Goldkäufen, die den Goldpreis steigen ließen. In Euro stieg der Goldpreis wieder auf Niveau oberhalb von 1090€/oz. US-Präsident Trump hatte nach dem Aufstehen per Twitter Russland gedroht, Raketen Richtung Syrien abzufeuern. Auch wenn er am Nachmittag nicht mehr darauf Bezug nahm, waren Anleger in Sorge. In Grenznähe zu Syrien wurden Aufklärungsflüge verzeichnet, Trump sagte zudem eine am Wochenende geplante Reise nach Südamerika ab, was für zusätzliche Sorge verantwortlich war.

Goldpreis am Morgen

Am Donnerstagmorgen notierte der Goldpreis in Euro bei 1093 €/oz, respektive in Dollar bei 1351 $/oz und damit rund 1% höher als noch 2 Tage zuvor. Silber notierte mit 16,69 $/oz und 13,49 €/oz ebenfalls deutlich fester als noch zwei Tage zuvor. Zahlreiche Gold- und Silber-Kaufaufträge lagen und liegen im Markt. Anleger scheinen sich zu sorgen, dass die USA tatsächlich Raketen auf Syrien abfeuern, was Russland provozieren dürfte.

FED sieht Handelszölle mit Sorge

In den USA wurden gestern die sogenannten FED-Protokolle veröffentlicht, die bekannt machen, was innerhalb der US-Notenbank während der letzten Sitzung diskutiert und angedacht worden ist. Die FED macht sich zudem zunehmend Sorgen um die US-Handelspolitik, insbesondere um das gegenseitige Hochschaukeln von Handelszöllen. Eine solche Politik werde die Wirtschaft in USA schwächen und könne das Wirtschaftswachstum verringern, weil Vergeltungsaktionen anderer Länder den Absatz von US-Produkten schwächen könnten.

Die US-Notenbank hatte auf der letzten Sitzung den Zins für Banken auf die jetzige Spanne von 1,5 bis 1,75% angehoben und avisiert, dass man dies noch 2-3x dieses Jahr tun könne, wenn die Wirtschaft entsprechend wachse und stabil sei. Eben dies sieht man mit den avisierten Handelszöllen allerdings gefährdet.

In den USA hätte man aktuell nahezu Vollbeschäftigung erreicht und auch die Inflation befinde sich im Zielkorridor von zwei Prozent. Zuletzt verzeichneten die USA eine Preissteigerungsrate von 1,6%. Dies sei der FED aber zuwenig. Man möchte zwei Prozent Inflation, betonte Jerome Powell, der neue Chef der US Notenbank FED.

Nach Bekanntgabe der FED-Protokolle kam es am Markt zu verstärkten Bewegungen auf dem Goldmarkt, letztendlich bewegte sich der Goldpreis aber oberhalb der wichtigen Marke von 1350$/oz.

 

Charttest bei 1360$/oz

Charttechnisch muss der Goldpreis zunächst die Marke von 1360$/oz überschreiten, die seit 2014 nicht nachhaltig überschritten worden ist. Langfristig ist der Syrienkonflikt für den Goldpreis nicht ausschlaggebend, sondern dieser wird von der 21 Billionen-Dollar-Verschuldung der USA wesentlich beeinflusst werden. Eine solche Inflationierung der Staatsverschuldung wird langfristig zur Dollar-Entwertung und zur Gold-Aufwertung führen, ist die Meinung der meisten Edelmetallanalysten.

 

 

 

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Zentralbanken kaufen seit Jahren Gold – Weltgoldreserven steigen

Offensichtlich kaufen die Zentralbanken dieser Welt seit Jahren Gold, um für die eigenen Papiergeldwährungen entsprechende Stabilität herzustellen. Die Notenbanken setzen damit auf die Wertstabilität des Edelmetalls Gold.

Russland kauft 22 Tonnen Gold

Während Russland im März offensichtlich rund 22 Tonnen Gold gekauft hat, sah sich Venezuela, welches in Armut und Chaos versinkt, gezwungen, Gold aus den staatlichen Beständen zu verkaufen.

Welt-Goldbestände per 31.3.2018

In u.a. Liste sind die Weltgoldbestände der Zentralbanken per 31.3.2018 aufgelistet, soweit per diesem Datum verfügbar (ansonsten letzte bekannte Zahl):

Weltgold-bestaende-wgc-04-2018-zentralbanken
Die Liste über die weltweiten Goldbestände wurde erstellt vom WORLD GOLD COUNCIL (WGC)

USA auf Platz 1 der Goldbestandshalter

Die USA stehen unverändert auf Platz 1 der größten Goldbesitzer – mit 8.133,5 Tonnen Gold, – wobei Zweifler infrage stellen, ob dieses Gold, welches zum großen Teil in Fort Knox gelagert sein soll, überhaupt noch da ist. Eine unabhängige Vollaufnahme des Goldes  hat es seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Deutschland steht mit 3.373,6 Tonnen auf Platz 2 der Hitliste. Einen Teil des Goldes hat die Bundesbank nach Deutschland zurückgeholt, allerdings lagen immer noch etliche Tonnen im Ausland – wenn sie auch tatsächlich noch dort sind.

Türkei und Kasachstan kaufen Gold

Auffallend sind die starken Zukäufe der Türkei, die die Goldreserven des Landes um 8,8 Tonnen aufstocken konntem. Auch Kasachstan hat 4 Tonnen mehr Gold als zuletzt.

Chinas Goldreserven seit mehr als einem Jahr unverändert

Experten bezweifeln, dass China seit 17 Monaten kein Gold den staatlichen Beständen zugeführt haben soll. Solange schon sind die Bestandszahlen unverändert auf 1842 Tonnen Gold.

Weltgoldbestand erhöht

Der gesamte Bestand des vom World Gold Council erfassten Goldes der Zentralbanken hat sich in der jüngsten Auswertung um 154 Tonnen erhöht (auf 33817 Tonnen), ein Zeichen, dass die Währungshüter dieser Welt, die Zentralbanken in Sachen Sicherheit vor allen Dingen auf eines setzen: auf GOLD.

 

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Goldpreis dreht wieder ins Plus

Der Dollar ist schwach und die geopolitische Lage ist nicht besser geworden: Syrien, Russland und ein Zoll-Handelskrieg schweben über den Märkten der Welt. Als rettender Hafen wurde heute wieder verstärkt Gold gekauft, was den Goldpreis im Laufe des Tages nach oben klettern ließ.

Goldpreis bei 1339$/oz

Der Goldpreis bewegte sich im europäischen Nachmittagshandel bei 1339 $/oz, respektive bei 1083 €/oz. Juni-Futures an den Terminbörsen wurden bereits mit über 1340 $/oz gehandelt, – der Markt scheint also von steigenden Notierungen auszugehen.

FED und EZB vor der Tür

Einige Anleger scheinen auch bewusst vor FED- und EZB-Entscheidungen gekauft zu haben: Am Mittwochabend (morgen) soll das FED-Protokoll bekannt gegeben werden, am Donnerstagnachmittag das der Europäischen Zentralbank EZB. Eine konkrete Bekanntgabe von Zinshöhungen erwartet allerdings kaum ein Analyst. Vielmehr wird erwartet, dass die FED bekannt gibt, dass auch zukünftig die Zinsen gesenkt werden könnten und die EZB am bisherigen Kurs festhält, – dem der Flutung der Märkte mit Geld, – wenn auch auf niedrigerem Niveau als im letzten Jahr.

Mehrwertsteuer auf Gold kostet in Dubai Umsatz

In Dubai hat eine am 1.Januar eingeführte Mehrwertsteuer auf Gold den Umsatz im ersten Quartal um 50% gegenüber dem Vorjahr sinken lassen. Schon im Jahr 2017 hatte man in Dubai eine schwache Goldnachfrage verzeichnet (20-Jahres-Tief). Dubaier Goldhändler kämpfen aktuell mit der Regierung um einfachere Steuererstattungsmöglichkeiten bei Kauf und anschließender Ausfuhr des Goldes. Früher gab es auch in Deutschland Mehrwertsteuer auf Goldbarren und Anlage-Goldmünzen, was den Umsatz nur ins Ausland verlagerte. Der deutsche Bundesfinanzminister hat die Besteuerung dann in Absprache mit allen EU-Mitgliedern wieder abgeschafft, – seitdem können deutsche Anleger Krügerrand Goldmünzen und Goldbarren OHNE Mehrwertsteuer kaufen.

Commerzbank sieht starke Nachfrage nach Gold

Die Commerzbank sieht eine starke Nachfrage nach Gold, die auch dafür sorgen würde, dass der Goldpreis auch an schwachen Tagen kaum unter 1300 $/oz fallen dürfe, da dann soviel Nachfrage am Markt auftritt, dass der Preis wieder steigt. Das Risiko für Anleger, jetzt Gold zu kaufen, sei also überschaubar. In den letzten Monaten habe regelmäßig ein sehr grosses Kaufinteresse bei Gold eingesetzt, wenn die Preise auch nur etwas zurückgegangen seien.

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Was den Goldpreis und den Silberpreis dieser Tage beflügeln könnte…

Am Montagmittag notiert der Goldpreis im europäischen Handel mit 1333 US$, respektive 1082 €/oz nahezu unverändert. Allerdings könnten die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen den Goldpreis in Kürze weiter nach oben treiben:

Eskalierender Handelsstreit mit China

Die USA wollen offensichtlich den Handelskrieg mit dem Rest der Welt, vor allen Dingen China, eskalieren lassen. Das Weiße Haus hatte zunächst eine Liste von Artikeln veröffentlicht, auf welche man bei der Einfuhr Zölle erheben werde, die Liste beinhaltete ca. 1300 Einzelpositionen und umfasste ein Volumen von ca. 50 Milliarden US$. China reagierte mit einer Liste von 106 Artikeln, auf die 25% Zoll bei Einfuhr aus den USA erhoben werden solle. Die USA reagierten anschließend mit der Ankündigung, Zölle im Volumen weiterer 100 Milliarden Dollar auszuarbeiten.

Politischer Streit mit Russland

Ein politischer Streit mit Russland spaltet aktuell einen Großteil der Welt von Russland ab: Diplomaten werden abgezogen und gegenseitige Schuldvorwürfe rund um einen Anschlag mit Gift auf einen Exilrussen in Großbritannien werden laut. Nach der Ausweisung russischer Diplomaten weist nun auch Russland Diplomaten des Auslands aus. Zudem frieren einige Länder Bankkonten einer Reihe russischer Privatleute und Institutionen ein.

Aktienmärkte fallen

In den USA ist die letzten drei Wochen der NASDAQ-Index um über 7% gefallen, auch der Standard&Poors 500 fiel um über 5%. Hier könnte sich zukünftig die Tendenz weg von Aktien hin zu Rohstoffen/Gold verstärken.

Silber gewinnt in Solarindustrie an Bedeutung

Trotz aller Bemühungen, Silber im Solarzellen-Bau durch andere Metalle zu ersetzen, ist noch kein Stoff gefunden worden, der die technischen Eigenschaften von Silber (hohe elektrische Leitfähigkeit gepaart mit hoher Lichtreflektion) übertrifft. Auch bei neuen Solarprojekten ist so stets das Edelmetall Silber mit an Bord.

So auch in dem jüngsten Großprojekt: Eine 200 Gigawatt Solaranlage, die als Joint Venture zwischen Saudi Arabien und der SoftBank-Gruppe entwickelt wurde. Das Projekt ist größer als alles bisher dagewesene und würde, wenn es wie projektiert umgesetzt werden würde, doppelt so viel Solarstrom produzieren wie die bisher weltweit installierten Solaranlagen. Allerdings kostet das Projekt auch rund 200 Milliarden Dollar, bis es ganz fertig ist. In der letzten Märzwoche wurden die entsprechenden Vorverträge unterschrieben, – in den nächsten 3-4 Jahren sind bereits erste Investitionen von bis zu 25 Milliarden Dollar angesetzt. Sollte das Projekt tatsächlich umgesetzt werden oder sogar Nachahmer finden, wäre endlich ein Schritt unternommen worden, die gratis zur Verfügung stehende Sonnenenergie in den Wüstenländern effizient und in großem Ausmaß zu nutzen. Silber würde in großem Umfang für diese Anlagen gebraucht werden.

Kurzinformationen zum SoftBank-Solarprojekt (englisch):

Silberpreis fest um 13,30 €/oz

Der Silberpreis am Montagmittag ist fest mit Werten um 16,40 $/oz, respektive 13,30 €/oz. Analysten warten auf das Übersteigen der 16,60$-Marke, dann wäre der Weg charttechnisch bis 16,96$/oz frei.

Platinpreis abhängig von Diesellösung

Der zukünftige Platinpreis wird ganz wesentlich davon abhängig sein, wie die Politik in Deutschland die Dieselfahrzeuge zukünftig behandeln wird. Davon und von der Geschwindigkeit des E-Mobilität-Ausbaus wird abhängig sein, wieviel Platin und Palladium in Katalysatoren zur Abgasreinigung zukünftig gebraucht wird. Aktuell ist ein Fonds im Gespräch, aus dem Abgasreinigungssysteme finanziert werden sollen, gleichzeitig gibt es große Rückkaufprogramme z.B. von VW und BMW, die den Rückkauf älterer Dieselmodelle mit starken Kaufanreizen bei Neuwagen verbinden. Aktuell üben sich deutsche Autokäufer aber in starker Kaufzurückhaltung bei Dieselfahrzeugen: Der Absatz ging in Deutschland im ersten Quartal 2018 um 20% zurück, obwohl insgesamt (über alle Kraftstoffarten) die Zulassungen um 4% gestiegen sind. Der Platinpreis notiert am Montag bei 927 $/oz, respektive 762 €/oz.

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21 Billionen Gründe warum es clever sein könnte, Gold zu besitzen

Der größte Teil der Menschheit bezahlt mit Geld in Form von Kontenguthaben oder Banknoten. Z.B. in Euro oder US-Dollar. Doch was ist, wenn Regierungen den Wert dieser Währung z.B. dadurch verwässern, indem sie unentwegt einfach ohne Gegenwert diese Geldscheine drucken? Das im Umlauf befindliche Geld wird immer weniger wert.

Zunehmende Staatsverschuldung = Geld drucken

Nichts anderes passiert, wenn sich Staaten in überbordender Weise immer mehr Geld leihen. Geld, was eigentlich gar nicht da, sondern erst geschöpft (gedruckt) werden muss, damit man es sich leihen kann. Staaten leihen sich von Banken Geld. Diese können sich das Geld wiederum von der Zentralbank leihen. Aktuell zu Null Prozent Zinsen. Und das Geld, was die Zentralbank an Banken verleiht, wird über Nacht auf Konten erschaffen oder einfach gedruckt. Auf buntes Papier.

US-Staatsverschuldung 21 Billionen Dollar

Die US Staatsverschuldung, die in jeder Sekunde weiter steigt, kann sich jeder unter http://www.usdebtclock.org/ selber anschauen. Sie beträgt aktuell über 21 Billionen US-Dollar (was die Amerikaner als 21 trillion bezeichnen). Auch Deutschland hat eine Staatsverschuldung, sie beträgt aktuell über 2 Billionen US-Dollar.

Interessant ist die Geschwindigkeit der Zunahme der Staatsverschuldung. Noch im Herbst 2017 hatte die US Staatsverschuldung erst die 20 Billionen-Grenze überschritten, Anfang 2018 ist man nun schon bei über 21 Billionen. US-Präsident Trump will die Staatsverschuldung aber noch schneller wachsen lassen, – er streicht Steuereinnahmen und finanziert Konsumprogramme über noch mehr Schulden. Alleine in Trumps erstem Präsidentschaftsjahr hatten die USA ein Staatsdefizit (Überschuss Ausgaben über Einnahmen) von 665 Milliarden US-Dollar.

Zusammenhang Goldpreis mit US-Staatsverschuldung

Betrachtet man allerdings den historischen Zusammenhang zwischen US-Staatsverschuldung und Goldpreis in US-Dollar, stellt man schnell fest, dass sich eine zunehmende US-Staatsverschuldung fast parallel im Goldpreis abbildet: Steigt die US-Staatsverschuldung, steigt auch der Goldpreis. Eigentlich fällt nur der Wert der Papiergeldwährung, aber das macht sich darin bemerkbar, dass man mehr Papiergeld für sein Gold bekommt. Wer also bei zunehmender Staatsverschuldung sein Vermögen in die Zukunft retten will, war in der Vergangenheit zumindestens immer gut beraten, sein Vermögen in Gold statt in Papiergeld zu halten. Dies trifft zumindestens auf Papiergeldwährungen mit steigender Staatsverschuldung zu.

Dies kann man beispielhaft an der Entwicklung in den letzten Jahrzehnten ablesen, siehe:

1988:

US Staatsverschuldung: 2,5 Billionen US Dollar

Goldpreis in US$: 400 $/oz

2008:

US Staatsverschuldung : 9 Billionen US Dollar

Goldpreis in US$: 900$/oz

2018:

US Staatsverschuldung: 21 Billionen US Dollar

Goldpreis in US$: 1300$/oz

Goldpreis: Verdreifachung in 30 Jahren

Wer also 1988 sein Geld in Gold angelegt hat, hat 30 Jahre später immer noch genauso viel Gold, aber würde bei einem Verkauf DREIMAL so viel Geld dafür bekommen (1300 Dollar statt 400 Dollar pro Unze).

Wer hingegen seine Dollars von 1988 bis 2018 zu 3% anlegen konnte (was die ganzen letzten Jahre nicht möglich war), hätte selbst mit Zinsen und Zinseszinsen nicht mehr als 970,90 Dollar am Ende auf seinem Konto. Gold schlägt also Geld. Dies gilt erst Recht in Zeiten galoppierender Staatsverschuldung bei gleichzeitgen Nullzinsen oder Minizinsen.

Veranschaulichung 21 Billionen Staatsverschuldung

Auch in USA mehren sich kritische Stimmen, die eine solche Staatsverschuldungszunahme sehr kritisch sehen. Um die Menge an Geld zu veranschaulichen, wie viel alleine schon 20 Billionen Dollar Staatsverschuldung sind, haben Kritiker ein Video geschaffen. Zu berücksichtigen ist, dass der deutschen BILLION die amerikanische trillion entspricht:

Interessiert uns überhaupt der Dollar?

Man könnte argumentieren, dass die US-Staatsverschuldung weit weg ist und uns nicht interessiert. Das ist aber zu kurz gedacht. Spätestens die Pleite der Lehman Brothers in den USA hat gezeigt, dass durch die Globalisierung und die Vernetzung der Bankensysteme und Währungen die ganze Welt unter einem Zusammenbruch des US Finanzsystems leiden würde. Abgesehen davon betreibt auch die europäische Zentralbank EZB eine Politik des expansiven Geldes. Das ist der Grund, warum viele Deutsche auch lieber auf Goldbarren und Goldmünzen setzen als auf bunt bedrucktes Papier, welches Geld genannt wird und einfach über Nacht gedruckt werden kann.

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Weitere Zölle durch Trump angekündigt – führt dies zu mehr Goldkäufen?

US Präsident Trump hat gestern angekündigt, weitere Zölle im Volumen von 100 Milliarden US-Dollar gegen China einzuführen. Dies machte die Ängste zunächst größer, dass der Handelskrieg zwischen USA und dem Rest der Welt weiter eskaliert. Zölle und Gegenzölle würden sich dann abwechseln und letztendlich allen Handelsnationen schaden. Fast zeitgleich gab Trump bekannt, dass er den Grenzschutz zu Mexiko durch die Nationalgarde verstärken lassen wird.

Goldpreis ging kurz 0,4 Prozent nach oben

Im späten Handel gestern Abend ging der Goldpreis kurz 0,4% nach oben – auf 1330 US$/oz, was sich aber bis zum heutigen Freitagmorgen wieder beruhigte. Im europäischen Handel notierte die Feinunze Gold am frühen Freitag bei 1323 $/oz, respektive 1081 €/oz. Der Goldpreis in Euro bietet damit wieder günstige Einstiegsmöglichkeiten für die, denen ein Preis von über 1090 zu teuer zum Kaufen war.

Starke Krügerrand-Käufe

Gestern und heute wurden vermehrt größere Anlagekäufe von Krügerrand-Goldmünzen festgestellt, – Anleger nutzten den leichten Preisrücksetzer offensichtlich sofort für Nachdeckungen.

Indische Goldnachfrage geht nach oben

Vor den Festivalaktiväten rund um das indische Fest Akshaya Tritiya ging in Indien die Goldnachfrage deutlich nach oben, berichteten einhellig indische Goldhändler. Schmuckhersteller kauften für die Feiertage verstärkt Gold hinzu. In China hingegen ist diese Woche ein relativ ruhiger Goldhandel festzustellen, da wegen der bevorstehenden Qingming Feiertage der Handel einige Tage pausiert.

Numismatische Nachfragen

Die Münznachfragen aus dem Bereich der Numismatik waren diese Woche stark geprägt von Käufen der neuen 5 Euro Münze Subtropische Zone aus Deutschland (2018), die sich Anleger und Sammler in st und PP, vorzugsweise gleich satzweise (ADFGJ) sicherten. Wohl noch im Nachgang zu Ostern waren ebenfalls Euromünzen aus dem Vatikan in vielen Orders enthalten.

Goldpreis hat bereits 3x 1350$/oz überschritten

Der Goldpreis pro Feinunze hat dieses Jahr bereits dreimal die Marke von 1350 Dollar pro Unze überschritten, ging danach durch Gewinnmitnahmen jedes Mal wieder zurück. Mittelfristig ist allerdings davon auszugehen, dass bei einem der nächsten Anläufe die Marke auch nachhaltig überschritten werden kann, weil die Anzahl der Zauderer, die dann vorsichtshalber verkaufen, von Mal zu Mal kleiner werden dürfte. Das Goldjahr 2018 bleibt spannend.

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Welche Länder förderten 2017 das meiste Gold?

Früher wurde in Südafrika das meiste Gold weltweit gefördert. Doch diese Zeiten sind schon lange vorbei. Längst haben China und Australien die Südafrikaner überholt, aber auch dort gehen die Fördermengen zurück. In China ist beispielsweise trotz größer Bemühungen die Goldfördermenge in 2017 um 7,9% gesunken.

Größte Goldproduzenten der Welt:

In 2017 haben die unten stehenden Länder wie folgt Gold aus der Erde geholt:

  1. China: 429 Tonnen
  2. Australien: 289 Tonnen
  3. Russland: 272 Tonnen
  4. USA: 244 Tonnen
  5. Kanada: 171 Tonnen
  6. Peru: 167 Tonnen
  7. Südafrika: 157 Tonnen
  8. Ghana: 130 Tonnen
  9. Mexiko: 122 Tonnen
  10. Indonesien: 114 Tonnen
  11. Brasilien: 92 Tonnen
  12. Usbekistan: 89 Tonnen
  13. Argentinien: 65 Tonnen
  14. Papua Neu-Guinea: 63 Tonnen
  15. Kasachstan: 56 Tonnen
  16. Mali: 51 Tonnen
  17. Tansania 53,2 Tonnen
  18. Kolumbien: 49,2 Tonnen
  19. Philippinen: 40 Tonnen
  20. Sudan: 40 Tonnen
  21. alle anderen zusammen: 607 Tonnen

Die Gesamt-Goldfördermenge dürfte sich damit in 2017 auf rund 3.292 Tonnen belaufen haben, wenn die Eigenangaben aller Staaten und Unternehmen stimmen.

Große Rückgänge bei der Goldförderung in China und Mexiko

In China ging die Goldförderung von 2016 auf 2017 um 35 Tonnen (7,9%) zurück. Auch in Mexiko fiel die Goldfördermenge um 4,7%. Steigerungen der Goldförderung gab es überwiegend in kleineren Ländern und in Russland, wo aber der Großteil des Goldes sofort in den Tresoren der Staatsbank verschwindet. In Südafrika ging die Produktion in 2017 um weitere 3,6% zurück, die Minen sind weitgehend ausgebeutet. Weitere Fördermengen werden teurer und teurer.

Experten gehen davon aus, dass das Gold in den Goldminen nur noch für rund 20 Jahre reicht. Anschliessend können Goldbarren und Goldmünzen nur noch aus Recyclinggold oder bei Verkäufen aus Goldbeständen gefertigt werden. Spannende Zeiten für Goldbesitzer.

 

 

 

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