Goldpreis-Rücksetzer sorgt für anziehende Goldnachfrage

Die in den letzten Tagen leicht zurückgehenden Goldpreise sorgen für anziehende Nachfrage, – vor allen Dingen auch bei indischen Goldkäufern. Wegen der schnell gestiegenen Goldpreise haben einige institutionelle Goldbesitzer Gold auf gestiegenem Niveau wieder verkauft, um Gewinne mitzunehmen. Sofort zog die Nachfrage z.B. in der indischen Goldschmuckbranche an, berichten Marktteilnehmer aus Indien, wo Gold zu Weltmarktpreisen plus ca. 10% gehandelt wird, was der lokalen Steuer auf Gold zu verdanken ist.

Türkei baut Goldreserven aus

Wie der türkische Finanzminister gestern (28.2.2019) bekannt gab, hat die Türkei im Januar ihre Goldreserven u 2,7% erhöhen können.

Usbekistan will seine Goldreserven um 474 Tonnen ausbauen

In Usbekistan hat man sich staatlicherseits als Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2024 die staatlichen Goldreserven um 474 Tonnen zu erhöhen, – man darf gespannt sein, ob das gelingt.

Zunächst möchte man allerdings mit kleinen Schritten beginnen und dieses Jahr den Bestand auf 89,7 Tonnen Gold aufbauen.

US Mint verkauft doppelt so viele Gold-Eagles

Die staatliche amerikanische Münzprägestätte US Mint hat im Februar 2019 mehr als doppelt so viele Goldmünzen Eagle verkauft wie im Vorjahr. Statt wie in 2018 5500 Goldunzen abzusetzen, verkaufte man im Februar 2019 12.500 Unzen Goldeagles. Im Gesamtjahr 2019 ist man damit dank des starken Januars schon bei 78.500 verkauften Goldeagle-Unzen (Vorjahresperiode nur 64.000 oz Gold). Auch in den USA ist die Goldnachfrage also dieses Jahr deutlich höher als letztes Jahr.

6,1 Mio Silbereagles verkauft

Die US Mint hat von Januar bis Februar 2019 bereits 6,1 Millionen Silber-Eagles verkauft (Vorjahresperiode: 4,1 Mio), ein drastischer Anstieg im Vergleich zum letzten Jahr.

silbereagle Silber Eagle Liberty USA 2019
Silber Eagle Liberty USA 2019

Die in USA und Kanada sehr beliebte Silber-Anlagemünze Eagle wird in Europa zwischenzeitlich in Sachen Beliebtheit von Maple Leaf und Känguru-Silbermünzen überholt, die zumeist preiswerter angeboten werden können.

Silber Eagle 2019 stark nachgefragt

Die staatliche amerikanische Münzprägeanstalt US MINT darf sich über eine große Nachfrage nach deren Silber- und Goldmünzen freuen, besonders der US Silber Eagle 2019 ist wieder stark nachgefragt.

3,9 Millionen Silber Eagles verkauft

Während im ganzen Januar 2018 nur 3,23 Millionen Silbereagles verkauft wurden, läuft der Januar 2019 außerordentlich erfolgreich an: Alleine bis zum 22.1.2019 wurden in den ersten drei Wochen schon mehr als 3,9 Millionen Silber Eagles verkauft – also mehr als im ganzen Monat im Jahr zuvor.

42.000 Gold Eagles abgesetzt

Neben den silbernen Eagles hat die US Mint im Januar auch schon erfolgreich die Gold Eagles verkaufen können. Bereits 42.000 goldene Adler der Größe 1 Unze verließen die Prägestätte im Januar (bis 22.1.2019) zuzüglich tausender Fractionals-Münzen der kleineren Einheiten (1/10 bis 1/2 oz). Im ganzen Januar 2018 hatte man nicht so viel verkauft, sondern landete bei 36.000 Goldunzen mit dem Eagle-Motiv. 22.500 Gold-Büffel des Jahres 2019 wechselten ebenfalls bis 22.Januar schon den Besitzer.

Die Gold- und Silbernachfrage in USA zieht also wieder an.

Auch der Gold-Eagle 2019 erfreut sich großer Nachfrage. In den ersten 3 Januar-Wochen 2019 wurden schon mehr verkauft als im ganzen Januar 2018

US Mint nicht vom Shutdown betroffen

Die amerikanische Münzprägestätte US Mint ist vom Shutdown in den USA nicht betroffen. Zahlreiche andere Behörden und staatliche Einrichtungen müssen schließen, weil die Finanzierung wegen einer Haushaltssperre nicht gesichert ist. Dies betrifft jedoch nicht die Münzprägestätte, da diese sich selber durch die Münzausgaben finanziert. Die US-Münzprägestätten in Denver und Philadelphia können also auch bei weiteren Haushaltsstreitigkeiten in den USA weiter Gold- und Silbermünzen sowie auch das Umlaufgeld der Amerikaner produzieren.

Gold- und Silbermünzennachfrage in USA zieht wieder an

Einige Marktbeobachter hatten sich im Dezember schon erschrocken, als sie die niedrigen Absatzzahlen der amerikanischen Münzprägestätte US Mint gelesen hatten. Im Dezember 2018 verkaufte die US-Mint ganze 3000 Stück der beliebten Gold-Anlagemünzen American Eagle und auch nur 490.000 Silbereagles.

Januar 2019 fängt mit starken Gold- und Silberkäufen an

In den ersten 8 Januartagen 2019 hat die USA allerdings bereits ein Vielfaches des Dezemberumsatzes abgesetzt: Statt 3.000 Goldeagles im ganzen Dezember wurden in der ersten Handelswoche bereits 30.000 Goldeagles, mithin das Zehnfache, gehandelt. Dazu einige Fractionals in Gold. Bei den Silberunzen hat die US Mint auch in 8 Tagen fünfmal soviele Silbermünzen verkauft wie im ganzen Dezember. Per 8.1.2019 standen schon 2,67 Millionen verkaufte Silbereagles in den Verkaufsbüchern der US Mint. Hintergrund ist die Prägung der neuen Jahrgänge: Ab Januar werden Eagles 2019 ausgeliefert. Die meisten Händler kaufen gegen Jahresende nicht mehr viel ein, um zur Inventur am Jahreswechsel möglichst wenig zählen zu müssen und um nicht im neuen Jahr noch alte Jahrgänge verkaufen zu müssen.

17.000 Gold-Büffel verkauft

Die US Mint hat im Januar 2019 auch bereits 17.000 Goldbüffel-Unzen verkauft, davon gingen im Dezember 2018 nur 1.500 Stück über die Ladentheke.

Känguru in Silber in Europa beliebter

Bei den deutschen Edelmetallkäufern und Münzkäufern ist die Känguru Silbermünze der Perth Mint deutlich beliebter als die American Eagle Silbermünzen, was am etwas geringeren Aufgeld auf den reinen Silberpreis liegen dürfte. Die Känguru Silberunzen sind schon ab Münzprägestätte für den Edelmetallhändler preiswerter einzukaufen als die Eagle Silbermünzen. Sammler und Anleger, die möglichst viel Silber für das Geld bekommen wollen, setzten daher oft auf die Kängurus.

Goldpreis überschreitet nach Fed-Sitzung wichtige Marken

Die Luft für US-Präsident Trump wird langsam immer dünner: Ein Mitarbeiter nach dem anderen kündigt die Zusammenarbeit mit ihm, zuletzt der Verteidigungsminister. Sein größtes Wahlkampfversprechen, den Bau einer Mauer zu Mexiko bekommt er nicht finanziert und nun hat auch der Vorsitzende der US-Notenbank FED entgegen des Rates des Präsidenten noch einmal die Zinsen erhöht, – was die US-Wirtschaft tendenziell bremst und die Finanzierung der Staatsschulden teurer macht. Wegen des Streits um die Finanzierung der Mauer zu Mexico droht in den USA zum wiederholten Male ein sogenannter Shutdown: Staatliche Ausgaben dürfen nicht mehr getätigt werden: Öffentliche Einrichtungen müssen geschlossen werden, einige Beschäftigte des Staates erhalten kein Geld mehr. In der Periode 1995/1996 dauerte ein solcher shutdown einmal 21 Tage – bis man sich dann doch einigte.

Goldpreis profitiert von Unsicherheit und lahmender Wirtschaft

Nach der FED-Entscheidung setzten massive Goldkäufe ein, die dazu führten, dass sowohl in US-Dollar als auch in Euro der Goldkurs wichtige Marken übersprang: Gold notiert am Freitag morgen deutlich über der wichtigen Marke von 1250 Dollar, nämlich bei 1259$/oz und auch der Goldpreis in Euro konnte nachhaltig die 1100-Euro-Marke nehmen, notiert am Freitag Morgen bereits bei 1102€/oz. Damit wurde auch der 200-Tage-Durchschnitt beim Gold überschritten, was Analysten als den möglichen Beginn eines Goldpreis-Ausbruchs nach oben deuten.

Weil Notenbank-Chef Powell in seiner Rede zur Zinserhöhung dieses Jahr ankündigte, das nächste Jahr nur 2x statt wie bisher vorgesehen 3x die Zinsen zu erhöhen und darauf hinwies, dass die US Wirtschaft langsamer wachsen würde, kam es an den Aktienmärkten zu massiven Verkäufen und am Goldmarkt zu starken Käufen.

Putin weist auf 7% mehr Gold hin

Währenddessen weist Russlands Präsident Putin in einer Pressekonferenz darauf hin, dass sein Land im abgelaufenen Jahr die Gold- und Währungsreseven um 7% erhöht habe. Gleichzeitig führt er ein Wirtschaftswachstum von 1,7% in Russland (Jan-Okt 2018) auf. Ob Russland seine Goldreserven tatsächlich in der angegebenen Höhe nach oben anpassen konnte, ist für Außenstehende nur schwer überprüfbar, da das meiste Gold aus russischen Minen – vorbei am Weltmarkt – in die Tresore der Bank of Russia gewandert ist. Der Hinweis auf die Steigerung um 7% bezieht sich auf die gesamten Währungsreserven, zu denen neben Gold auch andere Währungen gehören. Russland hat – nach Goldkäufen von 37 Tonnen im November – dieses Jahr seinen Goldbestand nach eigenen Angaben um 264 Tonnen erhöht und besitzt jetzt über 2100 Tonnen Gold, – damit fällt die Golderhöhung sogar noch deutlich höher als 7% aus.

Zentralbanken sind immer noch Netto-Gold-Käufer

Die russischen Goldkäufe würden aber international ins Bild passen, da das World Gold Council (WGC) weltweit für die Zentralbanken dieser Welt festgestellt hat, dass diese im Schnitt deutlich mehr Gold gekauft haben als sie verkauften. In 2018 dürften die Notenbanken dieser Welt ca. 400-500 Tonnen Gold zu ihren Beständen addiert haben, was die Menge in 2017 (375 Tonnen) deutlich übersteigt. Es gibt also weltweit eine Tendenz, dass Zentralbanken ihre Goldbestände aufbauen. Zuletzt wurde von Goldkäufen der Türkei (18 Tonnen) und Kasachstans (4,4 Tonnen) berichtet.

Credit Suisse sieht positive Goldpreisentwicklung

Auch die Schweizer Großbank Credit Suisse sieht den Goldpreis weiter steigen. Die Analysten der Bank sehen für 2020 einen durchschnittlichen Goldpreis von 1300$/oz. Damit gehören die Analysten der Schweizer Bank aber eher noch zu den vorsichtigen Goldprognose-Erstellern: Die meisten Banken sind noch optimistischer für die weitere Goldpreisentwicklung. Für 2019 sieht Credit Suisse übrigens einen leicht gestiegenen Goldpreis von 1275$/oz – im Jahresschnitt.

US Mint verliert Marktanteile

Die staatliche amerikanische Münzprägestätte US Mint dürfte das Jahr 2018 nicht zu den erfolgreichsten Jahren zählen: Die Absätze der American Eagle Goldmünzen und American Eagle Silbermünzen sind im Jahresvergleich relativ niedrig.

Bis 20.12.2018 wurden im Gesamtjahr nur 190.000 Goldeagles der Größe 1 oz verkauft. Dazu 15,5 Millionen Silbereagles. Im Jahr 2016 wurden beispielsweise viermal so viele Goldeagles verkauft (817.500) und mehr als doppelt so viele Silbereagles: 37,7 Millionen Silberunzen.

Über große Bullionmünzabsätze freuen sich derweil die australische Perth Mint mit ihren Känguru Silbermünzen und Goldmünzen wie auch die kanadische Royal Canadian Mint mit ihren Maple Leaf Gold und Silbermünzen. Beide Wettbewerber verlangen vom Edelmetall-Großhandel auch geringere Aufgelder aus die amerikanische Münzprägestätte. Geldanleger greifen daher weltweit häufig eher zu den kanadischen und australischen Edelmetallangeboten.

Känguru Goldmünze 2019
Känguru Goldmünze 2019: In der Gunst vieler Anleger steht es höher als die US Eagles

Der US Mint gehen die Silver Eagles aus – Nachfrage zieht an

Das hatte man in den letzten Monaten selten: Der amerikanischen Münzprägestätte US MINT gingen die Silbermünzen American Eagle aus. Die US Mint teilte dies den Großkunden kürzlich mit. Die US-Münzprägestätte hatte aufgrund der großen Nachfrage alle Silbermünzbestände an US Eagles abverkauft und keinen Bestand mehr.

Keine sofortige Belieferung mit Silbermünzen möglich

Die US Mint kann also aktuelle Aufträge nicht sofort beliefern, weil schlichtweg keine Münzen mehr da sind. Man versprach allerdings, mit Hochdruck alles daran zu setzen, ausreichend Silbermünzen neu zu produzieren. Um keine Stornierungen bestehender Orders von Großkunden zu riskieren, versicherte man auch, dass alle eingegangenen Orders erfüllt werden – nur eben später als gewöhnlich.

1,5 Millionen Silbermünzen alleine im August

Nachdem man dieses Jahr in jedem Monat – mit Ausnahme des Januars – unter 1 Millionen Silbereagles verkauft hatte, schnellte der Absatz an Silber-Eagles bereits im August auf 1,5 Millionen Exemplare hoch. Auch in den ersten September-Tagen 2018 wurden bereits 1.037.500 Silbereagles geordert. Den Anstieg der Nachfrage hat man offensichtlich nicht vorhergesehen und hat das Lager komplett leerverkauft. Nunmehr müssen erst wieder neue Silbermünzen produziert werden.

10,2 Millionen Silbermünzen dieses Jahr

Bis Anfang September hat die US Mint bislang dieses Jahr 10,275 Millionen Silbermünzen Eagle verkauft. Im ganzen letzten Jahr 2017 waren es rund 18 Millionen Silbermünzen.

In Deutschland sind Maples, Kängurus und Philharmoniker beliebter

In Deutschland sind bei Anlegern die Silbermünzen Maple Leaf, Känguru und Wiener Philharmoniker beliebter als die US Eagles, da diese ab Werk bereits ein wenig teurer sind als die Maples, Phils und Kängurus.

Einer der Hauptumsatzträger der Perth Mint: Känguru Silbermünze 2018 1oz Silber
In Deutschland ist das Silber Känguru der Perth Mint beliebter als der amerikanische Silber Eagle

USA haben 4,6 Millionen ausländische Goldmünzen im Bestand

Glaubt man jüngst veröffentlichten Berichten in den USA, die auf Inventuren in den staatlichen US-Tresoren zurückgehen sollen, so haben die USA insgesamt 4,6 Millionen Goldmünzen ausländischer Herkunft im Bestand.

Auch Goldmark aus dem Kaiserreich in den USA

Unter den Goldmünzen im US-Bestand sind neben Sovereigns, französischen 20-Francs-Stücken und anderen Goldmünzen auch 20-Mark-Goldmünzen aus dem Kaiserreich. Statt die Münzen zu schmelzen, hat man sie in den USA in Säcken aufbewahrt.

Kaiserreich Goldmünzen 20 Mark
Auch deutsche 20 Mark Kaiserreich Goldmünzen lagern zu Tausenden in den USA in der US Mint

Herkunft der Goldmünzen

Die Goldmünzen stammten u.a. aus dem Abfangen eines Schiffes, welches Richtung Polen unterwegs war. Die USA zahlten der Bank, für die das Gold bestimmt war, das Gold in Barren aus und behielten die Münzen. Überdies wurden Goldmünzen z.B. auch von Argentinien und Griechenland erworben.

Berichtet hatte als eines der ersten Medien in den USA das Magazin Motherboard.vice.com

Die Informationen basieren auf einer Anfrage nach dem neuen Informationsrecht in den USA, nachdem Behörden auf bestimmte Anfragen Auskunft geben müssen. Die komplette Antwort der US-Regierung/Finanzministerium findet sich zum Nachlesen hier:

Aufstellung Goldmünzen USA

goldmuenzen-ausland-in-usa-liste
Auszug aus der Bestandsliste ausländischer Goldmünzen in staatlichen US-Beständen, Quelle: Governmenttattic

Wo lagern die Goldmünzen jetzt?

Die Goldmünzen sollen auch heute noch in der US Münzprägestätte US Mint in West Point lagern, dem sogenannten West Point Bullion Depository, wo auch die von Amerika produzierten Bullionmünzen wie American Eagle in Silber und American Eagle in Gold hergestellt und gelagert werden.

Verkäufe von US Goldmünzen Eagle steigen um 433% in den USA

Die amerikanische Münzprägestätte US Mint kann sich freuen, zumindestens über die Ausgabe und den Absatz der Goldmünzen US Eagle: Im Mai ist der Absatz um 433% gegenüber dem April gestiegen. Seit Mai 2015 gab es keinen so starken Mai mehr wie dieses Jahr.

24.000 Goldunzen verkauft

Allerdings war die Basis im April auch sehr niedrig, man verkaufte im Vormonat lediglich 4.500 Goldunzen, – während der Mai 24.000 Unzen Gold auswies. Die Amerikaner führen die starken Verkäufe im Mai auf die Diskussionen rund um den Gipfel zwischen Nordkorea und USA zurück, – ein Treffen, welches erst vereinbart, dann abgesagt und dann wieder vereinbart wurde. Im Mai 2017 hatte man auch nur 15.500 Goldunzen verkauft, -damit ist der Mai 2018 auch im Vergleich zum Vorjahresmonat ein guter Monat für die US Mint gewesen.

US Silbereagles finden nur noch schleppend Absatz

Die US Silbereagles wurden jedoch im Mai nur noch schleppend verkauft: Im Mai 2018 wurden mit 380.000 Silberunzen rund 58,5% weniger verkauft als im April. Der Mai 2018 ist auch 85% schwächer als der Mai 2017, da verkaufte man noch 2,5 Millionen Silbermünzen US Eagle in einem Monat.

10.000 Platineagles

Im Mai hat die US Mint auch 10.000 Platin-Eagles verkauft, halb soviel wie im Februar 2018, wo sie zuletzt 20.000 Stück auswies. Auch in Europa werden immer wieder Platinmünzen verkauft, – aber die Verkaufszahlen erreichen natürlich nicht die Mengen von Gold- oder Silbermünzen.

Platin Eagle USA 2018 1oz
Platin-Eagles wurden im Mai 2018 auch verkauft: 10.000 Stück

Gründe für schwächelnden US Silbermünzenabsatz

Bereits ab Münzprägestätte kostet die Silbermünzen US Eagle deutlich mehr als die Wettbewerberprodukte Maple Leaf, Känguru oder Wiener Philharmoniker, weswegen weltweit Silber-Anleger verstärkt die preiswerteren Wettbewerber kaufen, – enthalten diese doch auch je 1 Unze Feinsilber.

Überdies ist es Präsident Trump gelungen, einen Teil der Amerikaner zu überzeugen, dass alles gut ist. Der Präsident ist gut für die Amerikaner und deswegen kann man sich sicher fühlen. Selbst ein Rückgängigmachen strengerer Bankenregeln beunruhigt die Masse der Amerikaner nicht mehr. Den Dollar hält ein Großteil der Amerikaner für eine tolle Erfindung. Eine Absicherung des Vermögens in Sachwerte tritt bei vielen wieder  in den Hintergrund, Trump wird es schon richten. Es bleibt abzuwarten, ob diese Hoffnung erfüllt wird.

usa eagle silbermünze 2018 1oz
US Silbereagles werden von Sammlern noch gekauft, aber nicht mehr in Mengen wie früher. Anleger in Europa bevorzugen: Maple Leaf, Känguru, Wiener Philharmoniker

 

 

 

 

Silbereagles der US-Mint: Nachfrage sinkt weiter

Europäische Anleger haben ohnehin den Fokus auf andere Silber-Anlagemünzen und kaufen lieber Philharmoniker, Maple Leaf oder Känguru Silbermünzen und nur wenig US Silber-Eagles, – jetzt scheinen auch die US-Anleger die eigene Münze nicht mehr zu wollen.

US Mint beklagt niedrige Nachfrage

Die US Mint konstatiert eine niedrige Nachfrage nach den Eagle-Anlagemünzen in Gold und in Silber. Während man noch im Januar 3,2 Millionen Silbereagles verkauft hat, waren es im März nur 915.000 Stück. Das ist drastisch weniger als im Vorjahr. In 2017 hatte man im März 1,6 Millionen Silbereagles verkauft und auch der Januar 2017 war mit 5,1 Millionen fast 2 Millionen Silbereagles besser als der 2018er Januar.

Ganz erschreckend ist der Nachfragerückgang allerdings bei der US-Mint, was die Eagle-Goldmünzen anbelangt:

Während man im Januar 2017 noch 86.5000 Stück und im März 2017 immerhin noch 16.000 Stück verkauft hat, haben sich die Absatzzahlen in 2018 mehr als halbiert: Im Januar 2018 verkaufte man nur 36.000 Goldeagles und im März waren es nur traurige 2.500 Goldeagle-Münzen der Größe 1 Unze.

Grund für den Rückgang bei der US-Mint

Da in Deutschland und Europa nach wie vor eine starke Nachfrage nach Goldmünzen und Silbermünzen vorliegt, die sich aber auf Konkurrenzprodukte aus Österreich, Kanada und Australien konzentriert, haben wir US-Händler gefragt, wie der Nachfragerückgang zu erklären ist. Angegeben wurden zwei Gründe:

  1. Die staatliche amerikanische Münzprägestätte US Mint nimmt bereits ab Werk zu hohe Aufgelder – im Vergleich zum Wettbewerb. Münzhändler und Münzgroßhändler können also eine Unze Silber günstiger bei der Royal Canadian Mint, der Perth Mint oder der Münze Österreich einkaufen als bei der US Mint. Amerikanische Verbraucher werden immer preissensibler und kaufen nunmehr auch lieber kanadische Maple Leaf Münzen als US Eagles.
  2. Vertrauen in die Trump-Präsidentschaft: Viele Amerikaner glauben tatsächlich, dass US Präsident Trump alles zum Guten wendet und die Wirtschaft auf Hochtouren bringt und es bald allen Amerikanern besser geht. Selbst das Misstrauen in die Währung oder in das Bankensystem wird durch dieses Vertrauen in Trump gestärkt und weniger Anleger in Amerika kaufen Gold als Krisenmetall.

Deutsche sehen Trump eher kritisch

Deutsche Anleger sehen Trump eher kritisch und hinterfragen seine Politik. Trump wird voraussichtlich auch in 2018 die US Staatsverschuldung um eine Billion (!) US-Dollar erhöhen, will die Spielregeln für Finanzinstitute wieder lockern und könnte mit der Einführung neuer Zölle der US-Wirtschaft ebenso wie der Weltwirtschaft schaden. Von Kriegsdrohungen (Nordkorea / Syrien) einmal ganz abgesehen. Deutsche Anleger setzen daher nach wie vor auf das Krisenmetall Gold und auch Silber.

Meist nachfragte Goldunzen in Deutschland

Die meist nachgefragten Goldunzen (Goldmünzen) in Deutschland sind in 2018:

Krügerrand 2018 Goldmünze 1oz stark nachgefragt
Eine der meist nachgefragten Goldmünzen in Deutschland: Der Krügerrand in GOLD

Meist nachgefragte Silberunzen in Deutschland

Die meist nachgefragten 1-Unzen-Silbermünzen in Deutschland sind in 2018:

Wie man sieht, spielt auch die Nachfrage nach American Eagle-Münzen in Deutschland weder im Silberbereich noch im Goldbereich eine übergeordnete Rolle. Die Münzen werden gekauft, gehören aber nicht zu den drei oder vier meistgekauften Münztypen.

 

 

Goldpreis in US$ auf 3-Wochen-Tief – Amerikaner kaufen eigene Münzen nicht mehr

Der Goldpreis in US-Dollar fiel am Donnerstagmorgen auf ein 3-Wochen-Tief, notierte im europäischen Vormittagshandel mit 1310 $/oz aber immer noch über der psychologisch wichtigen Marke von 1300$. Amerikanische Anleger und Händler sehen gespannt den Aussagen des neuen FED-Chefs Jerome Powell entgegen, die nach seiner zweiten Sitzung im Bankenausschuss zu erwarten ist.

Dollar fester – Goldpreis in Euro stabil

Für einen Euro bekommt man mittlerweile nur noch 1,2190 Dollar, der Dollar wurde also fester gehandelt. Der Goldpreis in Euro ist mit 1075 €/oz relativ stabil im Verhältnis zum Vortag. Amerikaner erwarten von Powell Hinweise auf eine nächste Zinsanhebung im Dollarraum, was den Dollar stärken würde. Höhere Zinsen könnten jedoch die US-Wirtschaft bremsen.

Amerikaner kaufen kein US Gold und Silber mehr

Die amerikanische US Mint vermeldet zurückgehende Verkäufe eigener Gold- und Silbermünzen, die traditionell überwiegend in USA abgesetzt werden. Im Februar verkaufte die US Mint ganze 5.500* Goldunzen American Eagle, ein Jahr zuvor waren es noch 27.500, – im Monat zuvor noch 58.500. US Goldhändler führen dies darauf zurück, dass die Mehrheit der US Bevölkerung mittlerweile glaubt, dass die von Trump-Politik die US-Wirtschaft ankurbele und das Bankensystem festige. Ob sich dies bewahrheitet, bleibt abzuwarten. (*=Verkauf US Mint im Februar: 5000x 1 oz, 5000x 1/10 oz)

 

Auch die US Silbereagles wurden im Februar nur zurückhaltender verkauft: 942.500 Silberunzen im Februar sind 22% weniger als ein Jahr zuvor, wo noch 1,2 Millionen verkauft wurden und 70% weniger als im Vormonat, wo 3,2 Millionen verkauft worden sind. Traditionell werden im Januar allerdings starke Vorratskäufe amerikanischer Großhändler getätigt, die im Februar dann nicht mehr zum Tragen kommen.

Maples und Känguru Silbermünzen international gefragter

International und auch in Deutschland sind immer schon die folgenden Silbermünzen gefragter als die US Eagles:

Das liegt unter anderem auch an der flexibleren Verkaufspolitik der entsprechenden Münzprägestätten und ein einem günstigeren Abgabepreis auf den reinen Silberpreis.

In Deutschland gefragter als die US-Eagles: Der Maple Leaf in Silber 2018 mit Mintshield-Schutz

Silbermünzen: US Mint verdoppelt Absatz von Silber-Eagles im Juli 2017

Silbermünzen zu kaufen ist aktuell weltweit populär. Kein Wunder, dass die staatliche amerikanische Münzprägestätte US MINT für den abgelaufenen Monat Juli eine Verdoppelung der Umsätze an American Eagle Silbermünzen vermelden konnte:

Mehr als 2 Millionen Silbermünzen im Juli verkauft

Statt 986.000 Münzen wie im Vormonat Juni verkaufte die US Mint im Sommermonat Juli 2017  2.270.000 Silbermünzen American Eagle. 2,2 Millionen Unzen Silber a 31,1 Gramm. Das sind alleine über 70 Tonnen Silber in Form dieser Anlagemünzen.

Stark nachgefragt in USA: Silber Eagles der US Mint

Andere Silbermünzen in Europa mehr gefragt

Die meisten dieser Eagles werden in den USA und Kanada verkauft. In Europa fragen Anleger häufiger nach den Silbermünzen der folgenden Typen nach:

Besonders die Maple Leaf Silbermünzen aus Kanada werden häufig in Deutschland gleich masterboxenweise, d.h. zu 500 Stück oder einem Vielfachen gekauft:

 

Österreich gibt Auflage der Silber Philharmoniker für 2016 bekannt

Die Münze Österreich hat die Anzahl der in 2016 verkauften Silbermünzen WIENER PHILHARMONIKER bekannt gegeben. Im Jahr 2016 wurden 3,4 Millionen Exemplare mit je 31,1 Gramm Silber verkauft. Dies ist für ein kleines Land wie Österreich ein großer Erfolg, – liegt aber natürlich unter den Absätzen der amerikanischen US Mint. Hierbei muss man aber auch berücksichtigen, dass die USA 300 Millionen Einwohner haben und Österreich ca. 8 Millionen.

Im für Österreich starken Markt Deutschland werden aus steuerlichen Gründen außereuropäische Silbermünzen häufig bevorzugt, da diese leichter unter der günstigen Differenzbesteuerungsregelung verkauft werden können.

Neue Masterboxen für Silber-Philharmoniker

Seitdem die Münze Österreich die Masterboxen-Verpackung für die silbernen Wiener Philharmoniker umgestellt hat (von grauer Papp-Verpackung auf rote Plastik-Masterboxen), werden die Silber-Philharmoniker auch wieder häufiger von Anlegern in Deutschland gekauft:

Masterbox Silber Philharmoniker