Dimitri Donskoii: Razzia bei Schiffswrack-Berge-Firma in Korea – Shinil Group

Die Nachricht von der bevorstehenden Bergung eines Schiffswracks (Dimitri Donskoi) mit tausenden Goldmünzen an Bord hatte Mitte Juli die ganze Welt in Erstaunen versetzt,- auch wir hatten darüber berichtet (5500 Kisten Goldmünzen in Schiffswrack gefunden?)

Razzia bei Bergefirma Shinil in Korea

Die Polizei in Seoul teilt nunmehr mit, man habe eine Razzia bei der Firma gemacht, die für die Bergung verantwortlich zeichnet und Informationen an die Presse gegeben hat, der Shinil Gruppe. Die Gruppe hatte behauptet, das 5.800 Tonnen schwere Schiff Dmitri Donskoii auf dem Meeresboden entdeckt zu haben, welches in der Schlacht von Tsushima 1905 in den Gewässern zwischen Japan und dem heutigen Südkorea gesunken war.

Nachdem man zunächst behauptete, das Gold im Wrack sei nach früheren Aufzeichnungen 125 Milliarden Dollar wert, stufte Shinil bei einer späteren Pressekonferenz am 26.7.2018 den Betrag bereits auf 8,9 Milliarden US-Dollar herab – allerdings ohne auch nur eine Goldmünze im Schiff gesehen zu haben.

Mittlerweile mehren sich die Berichte, dass gegen die Firma Betrugsermittlungen im Gange sind, möglicherweise steht die Meldung über den Fund auch in Zusammenhang mit anschliessenden Aktienkursveränderungen verschiedener Firmen, in den koreanischen Medien finden sich Berichte über auffallende Aktienkursveränderungen bei der Jeil Steel Manufacturing Co. , die allerdings vermeldeten, dass sie nichts mit dem Fund zu tun hätten. Manager der Shinil Group hatten nach Auskunft der Finanzaufsicht jedoch größere Mengen dieser Aktien in zeitlichem Zusammenhang mit der Pressemeldung über den Wrackfund gekauft, was die Ermittler auf den Plan rief.

Dimitri Donkoii – schwerfälliges Schiff für 14.000 Tonnen Gold?

Marine-Experten aus Russland bezweifelten nach der Meldung, dass Russland ausgerechnet auf das alte und schwerfällige Schiff Dimitri Donskoii bis zu 14.000 Tonnen Gold geladen hätten, um die russischen Kriegsausgaben zu finanzieren. Dies hätte man nicht auf so ein altes und langsames Schiff geladen, zumal für den vorgesehenen Transport von St.Petersburg nach Wladiwostock auch die Transsibirische Eisenbahn zur Verfügung gestanden hätte.

Keine Beweise für Gold an Bord

Auch der ehemalige Leiter der wissenschaftlichen Forschung im Marinemuseum in St.Petersburg, Sergei Klimovsky, äußerte sich dahingehend, dass es keine wissenschaftlichen Belege dafür gibt, dass soviel Gold an Bord gewesen sei. Die Bemühungen der Koreaner wären daher vergebens.

Richtig sei die Information, dass das Wrack im angegebenen Zeitraum gesunken sei, der angebliche Fundort können zutreffen. Völlig unbewiesen sei jedoch die Information über die an Bord vorhandenen riesigen Goldmünzenmengen.

 

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Schiff Dmitrii Donskoii mit 5500 Kisten Goldmünzen auf Meeresboden gefunden?

Ein Bergungsteam will vor Südkoreas Küste das russische Schiff Dmitrii Donskoii auf dem Meeresgrund gefunden haben. Um das Schiff ranken sich Gerüchte, dass sich dort Gold im heutigen Wert von über 130 Milliarden Dollar befinden soll. Gelagert in 5.500 Kisten. Das Schiff sei vom russischen Kapitän 1905 versenkt worden, nachdem es von der japanischen Flotte angegriffen worden war.

Doch kann dies überhaupt sein?

Faktencheck zum angeblichen Gold-Schiffswrack:

Ist das Schiff Dmitri Donskoi überhaupt dort gesunken? 

Das darf als wahrscheinlich gelten, es ist auch seit Jahrzehnten in Schiffswrack-Karten eingezeichnet, so z.B. auch hier: Schiffswrackkarte Asien – der aktuelle angebliche Fundort ist in der Nähe des vermuteten Sinkorts, der auch in japanischen Archiven zum Krieg damals angegeben ist. Das Wrack liegt vor der Küste Südkoreas, ca. 1,3 Kilometer vor der Insel Jeodong-ri (Ulleung), östlich vom eigentlichen Südkorea.

Die Schlacht von Tsushima, die zum Sinken des Schiffes geführt hat, ist an mehreren Stellen dokumentiert, auch in Japan. Im Internet findet sich eine Zusammenfassung z.B. auch hier: Schlacht von Tsushima

Der Panzerkreuzer Dimitri Donskoi wurde nach einheitlichen Schilderungen in der Schlacht am 27.5. und 28.5.1905 so schwer getroffen, dass er nach weiteren Treffern am 29.5.1905 zu der Insel fuhr und Besatzung und Verwundete an Land setzte (ausschiffte) und anschliessend die Selbstversenkung einleitete.

dimitri-donskoi-schiff-1897
Hier ein Bild der Dimitri Donskoi aus dem Jahr 1897 – bevor sie mit der baltischen Flotte 1904 dem bedrängten Port Arthur Hilfe bringen wollte, 1905 trifft sie auf dem Weg nach Wladiwostock in der Region von Korea/Japan auf die japanische Flotte unter Admiral Togo

Sind die Taucher sicher, dass es das richtige Schiff ist?

Ja, man habe auch die Beschriftung des Schiffes entziffern können, die auf Videoaufnahmen erstaunlich gut erhalten ist, – dafür, dass das Schiff schon hundert Jahre unter Wasser liegt. Dies erstaunt allerdings, hier das Video der Bergungscrew:

Wer hat das Wrack mit den Goldmünzen entdeckt?

Den Rumpf des Schiffswracks haben Taucher der südkoreanischen Firma Shinil Group entdeckt, die seit Jahren nach dem Wrack suchen. Bisher wurde das Schiff nur mit bemannten Mini-U-Booten inspiziert und scheint von der Form her mit dem vermissten und vermeintlich gesunkenen Schiff übereinzustimmen. Das Schiff liegt in ca. 400m Tiefe.

Ist der Wert der Goldmünzen plausibel?

Angegeben wird eine Ladung, die allerdings noch niemand gesehen hat, von 5.500 Kisten mit Gold, die 133,4 Milliarden Dollar wert wären. Per 18.7.2018 kostete eine Feinunze Gold 1224 US$, was einem Kilo-Goldpreis von 39.351 US-Dollar entspricht. Wenn das Gold im Schiff 133,4 Milliarden Dollar wert sein soll, müssten im Schiff 3,39 Millionen Kilo oder 3.390 Tonnen Gold gewesen sein. Bei 5500 Kisten im Schiff, wiegt jede Kiste dann mehr als 600 Kilogramm – nur der Inhalt wohlgemerkt. Man darf sich fragen, wer vor mehr als 100 Jahren 5.500 Kisten mit je über 600 Kilogramm Inhalt in den Schiffsrumpf verbracht hat? Und wofür das Gold gewesen sein soll. Angeblich zur Kriegsfinanzierung.

Obige Berechnung basiert darauf, dass das Gold zum Materialwert/Schmelzwert angesetzt wird. Sind im Schiff seltene Goldmünzen enthalten, für die ein deutliches Aufgeld auf den reinen Materialwert erzielt werden kann, reicht natürlich ein geringeres Goldgewicht, um den Gegenwert zu erzielen.

Die Tonnage des Schiffes wird mit 5.976 t in russischen Geschichtsbüchern angegeben, die Motoren hatten wohl um die 7000 PS, 5200 kW, was eine Goldbeförderung im genannten Volumen möglich macht. Allerdings dürfte das Schiff dann sehr tief gelegen haben.

Berichten auch lokale Medien von dem Fund?

Ja, auch mehrere koreanische Zeitungen berichten über den Fund, greifen dabei aber natürlich auf die von dem Bergungsunternehmen zur Verfügung gestellten Bilder und Informationen zurück, Berichte finden sich z.B. auch in der Koreatimes.

Wann wird das Schiff geborgen?

Die Shinil Group beabsichtigt, das Schiff im Zeitraum von Oktober bis November diesen Jahres zu bergen.

Wer bekommt das Gold aus dem Schiff?

Sofern im Schiff überhaupt Gold gefunden wird, so sei mit der russischen Regierung ein Übereinkommen getroffen worden, dass Russland die Hälfte des Goldes erhält, bzw. dessen Gegenwert. 10% des Goldes sei für Tourismusprojekte auf der Insel Ulleungdo vorgesehen, wo das Wrack gefunden worden ist. Unter anderem ist ein Museum geplant, welches dem Wrack und seiner Besatzung gewidmet wird. Einen Teil des Goldes wolle man auch in Projekte zur Förderung Nordostasiens stecken, wie eine Eisenbahnlinie, die Russland mit Südkorea verbindet. Den Rest des Geldes erhält das Explorationsunternehmen – so der Plan.

Gold auch nach 100 Jahren wertvoll

Unabhängig davon, ob und wieviel Gold man in dem Schiffswrack findet: Wenn Gold im Wrack ist, ist dies auch 113 Jahre nach dem Sinken des Schiffes noch wertvoll und werthaltig. Was man von allen Banknoten, die damals existierten ebenso wenig behaupten kann, wie von etwaigen Schuldverschreibungen oder Zertifikaten. Es bleibt abzuwarten, wieviel Goldmünzen und Goldbarren tatsächlich im Schiff gefunden werden.

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USA haben 4,6 Millionen ausländische Goldmünzen im Bestand

Glaubt man jüngst veröffentlichten Berichten in den USA, die auf Inventuren in den staatlichen US-Tresoren zurückgehen sollen, so haben die USA insgesamt 4,6 Millionen Goldmünzen ausländischer Herkunft im Bestand.

Auch Goldmark aus dem Kaiserreich in den USA

Unter den Goldmünzen im US-Bestand sind neben Sovereigns, französischen 20-Francs-Stücken und anderen Goldmünzen auch 20-Mark-Goldmünzen aus dem Kaiserreich. Statt die Münzen zu schmelzen, hat man sie in den USA in Säcken aufbewahrt.

Kaiserreich Goldmünzen 20 Mark
Auch deutsche 20 Mark Kaiserreich Goldmünzen lagern zu Tausenden in den USA in der US Mint

Herkunft der Goldmünzen

Die Goldmünzen stammten u.a. aus dem Abfangen eines Schiffes, welches Richtung Polen unterwegs war. Die USA zahlten der Bank, für die das Gold bestimmt war, das Gold in Barren aus und behielten die Münzen. Überdies wurden Goldmünzen z.B. auch von Argentinien und Griechenland erworben.

Berichtet hatte als eines der ersten Medien in den USA das Magazin Motherboard.vice.com

Die Informationen basieren auf einer Anfrage nach dem neuen Informationsrecht in den USA, nachdem Behörden auf bestimmte Anfragen Auskunft geben müssen. Die komplette Antwort der US-Regierung/Finanzministerium findet sich zum Nachlesen hier:

Aufstellung Goldmünzen USA

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Auszug aus der Bestandsliste ausländischer Goldmünzen in staatlichen US-Beständen, Quelle: Governmenttattic

Wo lagern die Goldmünzen jetzt?

Die Goldmünzen sollen auch heute noch in der US Münzprägestätte US Mint in West Point lagern, dem sogenannten West Point Bullion Depository, wo auch die von Amerika produzierten Bullionmünzen wie American Eagle in Silber und American Eagle in Gold hergestellt und gelagert werden.

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Kaufen Saudis im Iran alle Goldmünzen auf?

In diversen iranischen Medien existieren Berichte, dass Personen aus Saudi Arabien im Iran alle Goldmünzen auf den Märkten aufkaufen, um den Iran auszutrocknen.

3,5 Millionen Goldmünzen aufgekauft ?

Javad Karimi Qoddosui, ein Mitglied des iranischen Parlaments und der Kommission  für nationale Sicherheit und Außenpolitik, erhebt diese Vorwürfe. Demnach wurden in den letzten Monaten 3,5 Millionen Goldmünzen im ganzen Land von Agenten eingesammelt, die die Saudis ins Land geschickt hätten. Die Goldmünzen seien anschliessend in den Irak, nach Sulaimaniya transportiert worden. Die Saudis hätten 13 Personen beauftragt, alle auf dem Teheraner Markt verfügbaren Goldmünzen (und auch Dollars) aufzukaufen.

Preise von 20% über Marktpreis

Dabei werden teilweise Preise bezahlt, die 20% über dem Marktpreis liegen, um möglichst viele Goldmünzen und Dollars einzusammeln. 3 solcher Aufkäufer konnten verhaftet werden – durch das Garde-Korps der Islamischen Revolution (IRGC).

Ungewöhnlich aber möglich

Was sich für einen Mitteleuropäer ungewöhnlich anhört, ist durchaus nicht ausgeschlossen. Auf freien Märkten würde dies natürlich dazu führen, dass sich zumindestens Schwarzhändler Gold im Ausland besorgen und in Teheran auf den Markt stellen, um dies zu verkaufen, weil man so bis zu 20% schnell verdienen kann. Allerdings unterliegt der Iran zahlreichen US-Sanktionen und hat in der Tat ein Problem mit Geld und Zahlungsmitteln.

300 Millionen Euro aus Deutschland in bar

In den letzten Tagen wurde der Wunsch laut, dass die Europäisch-Iranische Handelsbank 300 Millionen Euro in bar per Flugzeug in den Iran schaffe, da man dort Geld benötige und dies im Iran wegen der Sanktionen und eines Überweisungsverbots knapp geworden ist. Wenn man dem Iran schaden wollte, wäre in der Tat eine weitere Verknappung durch den Aufkauf von Zahlungsmitteln oder Ersatzzahlungsmitteln im Land eine geeignete Methode.

Goldmünzen im Iran

Iran, bzw. das frühere Persien hat eine lange Goldmünzengeschichte, – es existieren und kursieren zahlreiche Goldmünzen im Land, z.B.:

  • iranische Gold Pahlavi und Azadi von 1941 bis 1996
  • iranische Gold Rials aus 1971

…jeweils in unterschiedlichen Größen von 2,03 g bis 40,68 g

Münzen wie die von der Zentralbank im Iran ausgebenen Bahar-Azadi-Goldmünzen dienen im Iran oft als Hochzeitsgeschenk, z.B. die 8,13 Gramm schwere 1 Azadi-Goldmünze aus 900er Feingold.

Goldmünzen statt Goldschmuck

Da im Iran vor kurzem eine 9%ige Steuer auf Goldschmuck eingeführt wurde, greifen viele Iraner bevorzugt zu Goldmünzen. Die Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren ist Anfang diesen Jahres nach den Angaben des World Gold Councils um das 2,5-fache gestiegen.

 

Weiterführende Links zu Iran, Gold und Geld:

1,6 Tonnen Bargeld per Luftfracht in den Iran

Saudis collected 3,5 Millionen gold coins

 

 

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Abriss-Team findet in französischem Haus 600 historische Goldmünzen

Da staunten die Bauarbeiter nicht schlecht, die mit dem Abriss eines Hauses in Westfrankreich beschäftigt waren. Die Arbeiter dachten zunächst, sie hätten eine Artilleriegranate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, aber es war ein Bleibehälter mit Dutzenden Goldmünzen. Eine Kiste, wie sie früher von der Artillerie benutzt worden war.

Goldmünzen von 1870

Die Arbeiten fanden nach einer gründlichen Untersuchung rund 600 belgische Goldmünzen, u.a. aus den 1870er Jahren. Auf allen Münzen war König Leopold II. zu sehen. Leopold II. regierte von 1865 44 Jahre lang. In der kleinen Stadt in der Bretagne, in der noch keine 3000 Leute leben,  sorgte der Fund natürlich für Aufsehen. So viele belgische 20-Francs-Goldmünzen dürfte noch keiner der Einwohner auf einem Haufen gesehen haben.

Arbeiter dürfen 50% des Goldes behalten

Sofern keine Besonderheiten auftreten, dürften sich die Arbeiter des Abbruchteams über einen Zusatz-Obulus freuen. Das französische Gesetz sieht vor, dass ein solcher Fund hälftig zwischen Finder und Landbesitzer geteilt wird. 50% für das Abbruch-Team, 50% für denjenigen, dem das Grundstück gehört, auf dem das Haus stand.

Früherer Hausbesitzer war Münzsammler

Die Goldmünzen sind aktuell unter Verwahrung bei der französischen Polizei, der bekannt ist, dass einer der früheren Hausbesitzer wohl Münzsammler gewesen war. Insoweit ist der Fund nicht völlig überraschend. Ob der frühere Hauseigentümer die Goldmünzen versteckt und vergessen hat, ist nicht bekannt. Der jetzige Hauseigentümer wusste auf jeden Fall nichts von dem Schatz und ist auch erfreut. Der Wert wird auf über 100.000 Euro geschätzt.

 

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Verkäufe von US Goldmünzen Eagle steigen um 433% in den USA

Die amerikanische Münzprägestätte US Mint kann sich freuen, zumindestens über die Ausgabe und den Absatz der Goldmünzen US Eagle: Im Mai ist der Absatz um 433% gegenüber dem April gestiegen. Seit Mai 2015 gab es keinen so starken Mai mehr wie dieses Jahr.

24.000 Goldunzen verkauft

Allerdings war die Basis im April auch sehr niedrig, man verkaufte im Vormonat lediglich 4.500 Goldunzen, – während der Mai 24.000 Unzen Gold auswies. Die Amerikaner führen die starken Verkäufe im Mai auf die Diskussionen rund um den Gipfel zwischen Nordkorea und USA zurück, – ein Treffen, welches erst vereinbart, dann abgesagt und dann wieder vereinbart wurde. Im Mai 2017 hatte man auch nur 15.500 Goldunzen verkauft, -damit ist der Mai 2018 auch im Vergleich zum Vorjahresmonat ein guter Monat für die US Mint gewesen.

US Silbereagles finden nur noch schleppend Absatz

Die US Silbereagles wurden jedoch im Mai nur noch schleppend verkauft: Im Mai 2018 wurden mit 380.000 Silberunzen rund 58,5% weniger verkauft als im April. Der Mai 2018 ist auch 85% schwächer als der Mai 2017, da verkaufte man noch 2,5 Millionen Silbermünzen US Eagle in einem Monat.

10.000 Platineagles

Im Mai hat die US Mint auch 10.000 Platin-Eagles verkauft, halb soviel wie im Februar 2018, wo sie zuletzt 20.000 Stück auswies. Auch in Europa werden immer wieder Platinmünzen verkauft, – aber die Verkaufszahlen erreichen natürlich nicht die Mengen von Gold- oder Silbermünzen.

Platin Eagle USA 2018 1oz
Platin-Eagles wurden im Mai 2018 auch verkauft: 10.000 Stück

Gründe für schwächelnden US Silbermünzenabsatz

Bereits ab Münzprägestätte kostet die Silbermünzen US Eagle deutlich mehr als die Wettbewerberprodukte Maple Leaf, Känguru oder Wiener Philharmoniker, weswegen weltweit Silber-Anleger verstärkt die preiswerteren Wettbewerber kaufen, – enthalten diese doch auch je 1 Unze Feinsilber.

Überdies ist es Präsident Trump gelungen, einen Teil der Amerikaner zu überzeugen, dass alles gut ist. Der Präsident ist gut für die Amerikaner und deswegen kann man sich sicher fühlen. Selbst ein Rückgängigmachen strengerer Bankenregeln beunruhigt die Masse der Amerikaner nicht mehr. Den Dollar hält ein Großteil der Amerikaner für eine tolle Erfindung. Eine Absicherung des Vermögens in Sachwerte tritt bei vielen wieder  in den Hintergrund, Trump wird es schon richten. Es bleibt abzuwarten, ob diese Hoffnung erfüllt wird.

usa eagle silbermünze 2018 1oz
US Silbereagles werden von Sammlern noch gekauft, aber nicht mehr in Mengen wie früher. Anleger in Europa bevorzugen: Maple Leaf, Känguru, Wiener Philharmoniker

 

 

 

 

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Zentralbank von Japan entschuldigt sich für Golddieb im eigenen Haus

Die Bank of Japan, die Zentralbank Japans hat sich in einer offiziellen Mitteilung dafür entschuldigt, dass anzunehmen ist, dass einer ihrer Mitarbeiter lange Finger in Sachen Gold bekommen hat. Die Bank hat den Verdacht, dass einer ihrer Angestellten Goldmünzen im Wert von ca. 1,55 Millionen Yen (ca. 12.000 Euro)  im Hauptsitz der Zentralbank in Tokyo gestohlen hat.

Strafanzeige erstattet

Die Zentralbank habe den Mitarbeiter inzwischen aus dem sicherheitsrelevanten Bereich entfernt und Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Bei einer routinemäßigen Kontrolle am 10.4. fiel bereits auf, dass mindestens zwei Goldmünzen (50.000 Yen Nennwert) fehlten. Bei näherer Kontrolle kam erhaus, dass mindestens 16 Münzen entwendet worden sind darunter einige 100.000 Yen-Goldmünzen, die 1990 zur Thronbesteigung des Kaisers Akihito im Jahr zuvor ausgegeben worden waren.

Recherchen lenken Verdacht auf einen Mitarbeiter

Die angestellten Recherchen und Befragungen der Mitarbeiter haben ergeben, dass es als wahrscheinlich gelten darf, dass die Münzen von einem bestimmten Mitarbeiter der Währungsausgabe-Abteilung (Nihonbashi Currency Issue Division) gestohlen wurden. Wie in Japan üblich, entschuldigte sich die Bank als Arbeitgeber für das Fehlverhalten des Angestellten gegenüber der Öffentlichkeit und wird den Angestellten entsprechend disziplinieren, sobald auch die unabhängige Untersuchung der Polizei zum selben Ergebnis kommt.

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Q1: Chinesen kaufen 8% mehr Goldmünzen, aber weniger Goldbarren

Der chinesische Goldverband (China Gold Association) hat die Absatzzahlen in Sachen Gold im ersten Quartal 2018 veröffentlicht. Demzufolge gab es in China im ersten Quartal 8% mehr Verkäufe von Goldmünzen. Das Gesamtvolumen betrug 2,7 Tonnen.

Weniger Lust auf Goldbarren

Die Chinesen haben zwar mehr Goldmünzen gekauft, aber sich bei Goldbarren zurückgehalten. Der Goldbarrenabsatz ging um 27,58% auf 73,28 Tonnen zurück. Da in China traditionell mehr Goldbarren als Goldmünzen verkauft werden, führt dies dazu, dass der gesamte Goldverbrauch im ersten Quartal in China um 5,44% auf 284,97 Tonnen gefallen ist.

Industrieller Verbrauch stieg ebenfalls

Auch der industrielle Verbrauch (z.B. Elektronik) von Gold stieg um 6,58% auf 28,49 Tonnen im ersten Quartal.

Goldschmuck gefragter als zuvor

Wesentlich hat sich auch die Nachfrage nach Goldschmuck verändert. Die Nachfrage stieg um 5,6% im Jahresvergleich auf 180,5 Tonnen.

Weniger Gold aus Goldminen

In Chinas Goldminen wurde im ersten Quartal weniger Gold als zuvor gefördert, die Förderung ging um 2,95% auf 98,22 Tonnen zurück, was die Abwärtstendenz bei der Goldförderung aus dem Vorjahr fortsetzt. Bereits im letzten Jahr (2017) war die Gesamt-Goldförderung in China um 6% auf 426 Tonnen gefallen. China ist damit aber immer noch weltweit größte Goldfördernation und das im elften Jahr in Folge.

China erhöht Umweltanforderungen an Goldförderung

Zukünftig wird man in China mit steigenden Kosten bei der Goldförderung rechnen müssen. China will den Weg fortsetzen, den man bereits in 2016 eingeschlagen hat: Immer strengere Anforderungen an die Goldminenunternehmen zu stellen, was Umweltschutz und Ökologie betrifft. Das führt zu Kostensteigerungen und Minenschliessungen, da einige Minen dann unrentabel werden. Insgesamt dürfte die Goldförderung in China auch in 2018 zurückgehen.

 

 

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Goldpreis in US$ auf 3-Wochen-Tief – Amerikaner kaufen eigene Münzen nicht mehr

Der Goldpreis in US-Dollar fiel am Donnerstagmorgen auf ein 3-Wochen-Tief, notierte im europäischen Vormittagshandel mit 1310 $/oz aber immer noch über der psychologisch wichtigen Marke von 1300$. Amerikanische Anleger und Händler sehen gespannt den Aussagen des neuen FED-Chefs Jerome Powell entgegen, die nach seiner zweiten Sitzung im Bankenausschuss zu erwarten ist.

Dollar fester – Goldpreis in Euro stabil

Für einen Euro bekommt man mittlerweile nur noch 1,2190 Dollar, der Dollar wurde also fester gehandelt. Der Goldpreis in Euro ist mit 1075 €/oz relativ stabil im Verhältnis zum Vortag. Amerikaner erwarten von Powell Hinweise auf eine nächste Zinsanhebung im Dollarraum, was den Dollar stärken würde. Höhere Zinsen könnten jedoch die US-Wirtschaft bremsen.

Amerikaner kaufen kein US Gold und Silber mehr

Die amerikanische US Mint vermeldet zurückgehende Verkäufe eigener Gold- und Silbermünzen, die traditionell überwiegend in USA abgesetzt werden. Im Februar verkaufte die US Mint ganze 5.500* Goldunzen American Eagle, ein Jahr zuvor waren es noch 27.500, – im Monat zuvor noch 58.500. US Goldhändler führen dies darauf zurück, dass die Mehrheit der US Bevölkerung mittlerweile glaubt, dass die von Trump-Politik die US-Wirtschaft ankurbele und das Bankensystem festige. Ob sich dies bewahrheitet, bleibt abzuwarten. (*=Verkauf US Mint im Februar: 5000x 1 oz, 5000x 1/10 oz)

 

Auch die US Silbereagles wurden im Februar nur zurückhaltender verkauft: 942.500 Silberunzen im Februar sind 22% weniger als ein Jahr zuvor, wo noch 1,2 Millionen verkauft wurden und 70% weniger als im Vormonat, wo 3,2 Millionen verkauft worden sind. Traditionell werden im Januar allerdings starke Vorratskäufe amerikanischer Großhändler getätigt, die im Februar dann nicht mehr zum Tragen kommen.

Maples und Känguru Silbermünzen international gefragter

International und auch in Deutschland sind immer schon die folgenden Silbermünzen gefragter als die US Eagles:

Das liegt unter anderem auch an der flexibleren Verkaufspolitik der entsprechenden Münzprägestätten und ein einem günstigeren Abgabepreis auf den reinen Silberpreis.

In Deutschland gefragter als die US-Eagles: Der Maple Leaf in Silber 2018 mit Mintshield-Schutz

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Indien vervierfacht Goldbarren-Importe im Januar 2018

Stimmen die Zahlen  der indischen Edelstein- und Schmuck-Agentur GJEPC, so hat Indien im Monat Januar rund 4x soviel Goldbarren importiert als noch im Vorjahresjanuar. Zumindestens auf Dollarbasis.

Goldimporte vervierfacht

Während im Januar 2018 Goldbarren im Wert von 456,8 Millionen US-Dollar importiert wurden, waren es im Januar 2017 nur Goldbarren im Wert von 101,38 Millionen US$. Rund 10% dieses Anstiegs mag auf einen Goldpreisanstieg zurück zu führen sein, ansonsten wurde schlichtweg einfach mehr importiert.

Goldschmuck-Importe nur um 5% gestiegen

Die Importe an fertigem Goldschmuck nach Indien sind im Januar nur um 5% gestiegen, von 13,37 Millionen USD in 2017  auf 14,96 Millionen USD in 2018. Dies zeigt eindrucksvoll, dass die Inder wenig Goldschmuck fertig importieren, sondern diesen aus importiertem Barrengold selber herstellen.

Europäische Großbank verbucht Milliardenverlust

Die italienische Großbank Monte dei Paschi di Siena hat nunmehr den Gesamtverlust für 2017 ausgewiesen: 3,5 Milliarden Euro, was nochmals 300 Millionen höher als im Jahr zuvor ist. Auch im letzten Quartal 2017 wurde noch ein Verlust von 502 Millionen Euro ausgewiesen. Der italienische Staat hatte in 2017 bereits 5,6 Milliarden Euro in das marode Bankhaus gepumpt. Ein Rekordwert, der offensichtlich immer noch ausreichte, um in die Gewinnzone zu kommen. Die Bank hat rund 2000 Filialen in Italien, über 400 wurden seit Beginn 2017 bereits geschlossen, was aber den Milliardenverlust nicht verhindern konnte.

Vermögensverwalter Zulauf rechnet mit Goldpreisanstieg

Der Vermögensverwalter Fexis Zulauf rechnet mit einem Goldpreisanstieg gegen Ende des Jahres 2018 oder Anfang 2019, – kurzfristig rechne er mit Goldhöchstständen bis 1350$/oz. An der Wallstreet sind nach einer Umfrage in der letzten Woche 50% der Marktteilnehmer optimistisch hinsichtlich einer positiven kurzfristigen Goldpreisentwicklung, nur 30% sind eher vorsichtig, 20% neutral.

Goldpreis tatsächlich zu Wochenbeginn

Zum Wochenstart am Montagnachmittag notierte Gold im europäischen Handel bei 1087 €/oz und damit fest. Auch die US$-Notierung für eine Feinunze Gold von 1347 $/oz deutet auf einen robusten Goldpreis hin.

Starke physische Nachfrage nach Gold in Deutschland

Es herrschte eine starke Nachfrage nach 1-Unzen-Goldmünzen. Spitzenreiter der Nachfrage-Hitliste war heute der 1-Unzen Gold Maple Leaf, gefolgt vom südafrikanischen Krügerrand. Bei den Silbermünzen war heute die stärkste Nachfrage bei den 1-Unzen-Känguru-Münzen zu verzeichnen, die i.d.R. masterboxenweise (250 Stück) geordert wurden.

Rückgaben an Gold und Silber gegen Null

Die Rückgaben von Kunden in Sachen Gold und Silber tendierten heute gegen Null, weniger als 1% aller Handelsgeschäfte waren Rücknahmen. Fast alle Kunden waren auf der Käuferseite.

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