Asiatische Goldnachfrage nimmt zu

Die Goldnachfrage aus Asien nimmt zu, vermelden die Schweizer Zollbehörden. Alleine aus der Schweiz wurden im März 33,1 Tonnen Gold nach China (incl. Hongkong) und 24,2 Tonnen Gold nach Indien exportiert. Dies ist soviel wie seit November letzten Jahres nicht mehr.

Indien scheint Gold woanders zu kaufen

Allerdings werden aus Indien teilweise deutlich höhere Goldimportzahlen vermeldet, was darauf hinweist, dass Indien die Bezugskanäle offensichtlich verändert hat und weniger in der Schweiz einkauft. Auch die Commerzbank vermutet in einer jüngsten Analyse, dass Indien deutlich mehr Gold einkauft, aber aus anderen Ländern als der Schweiz bezieht. Indien und China gelten traditionell als stärkste Goldnachfragenationen der Welt.

Goldpreis wird 2019 nach oben ausbrechen

Geht es nach der Einschätzung aus dem Hause der Standard Chartered in USA wird der Goldpreis im Jahr 2019 deutlich nach oben ausbrechen. Als Grund für den Ausbruch nennt Suki Cooper von Standard Chartered die zunehmenden Goldkäufe von Zentralbanken und die große Goldnachfrage aus China und Indien. Bei einer Zinslage, in der die US-Notenbank FED die Füße still hält, gehen die Analysten davon aus, dass der Goldpreis bis spätestens 2020 auf einem Niveau von 1375$ pro Feinunze Gold sein werde.

Russland kauft weiter Gold

Russlands Zentralbank hat auch im März kräftig Gold gekauft: Nach 200.000 Goldunzen im Januar und 1 Mio Goldunzen im Februar hat die Bank of Russia im März wieder 600.000 Unzen Feingold den staatlichen Beständen hinzugefügt, gab die Notenbank bekannt. Damit sitzt Russland mittlerweile auf 2.167,9 Tonnen Gold.

Venezuela schmiss Gold auf den Markt

Das in argen Nöten befindliche Venezuela hat wohl Gold im Volumen von 400 Millionen Dollar auf den Markt geworfen, andere Quellen berichten von 9 Tonnen Gold, die trotz Sanktionen von Präsident Maduro verwertet worden seien. Dies könnte ein Erklärungsansatz für den jüngsten Goldpreisrücksetzer sein. Sein Tafelsilber kann Präsident Maduro aber nur einmal verkaufen, dann ist es weg.

ABN Amro bleibt positiv für Gold

Eine weiterhin positive Goldpreisentwicklung sieht die niederländische ABN Amro Bank: Die Bank erwartet weiterhin einen schwächeren US-Dollar und in dem Zusammenhang einen stärkeren Goldpreis. Der Goldpreis tendiere bei schwächerem Dollar historisch belegt zu einer Goldpreisrally, wenn die US-Realrenditen nicht steigen. Nach einem Anstieg der US-Realrenditen sieht aber aktuell überhaupt nicht aus, sodass von einer positiven Goldpreisentwicklung in 2019 auszugehen sei.

Starke physische Edelmetallnachfrage in Deutschland

Deutsche Anleger kauften auch über die letzten Tage vermehrt Goldanlagen in Form von Goldbarren und Gold-Anlagemünzen. Zu den meist nachgefragtesten Goldmünzen gehörten dabei der südafrikanische Krügerrand und der kanadische Maple Leaf, jeweils in der 1-Unzen-Größe. Über das Osterwochenende verzeichneten wir auch bei Anlagediamanten eine vermehrte Nachfrage.

Goldnachfrage scheint 2019 anzuziehen

Die Analysten von Metals Focus glauben, dass die Gesamtgoldnachfrage in 2019 grösser sein wird als im abgelaufenen Jahr 2018. Geschätzt wird die Gesamtjahresnachfrage auf 4.370 Tonnen, was leicht höher als die 2018er-Nachfrage wäre (4.364 Tonnen Gold).

Indien und China kaufen mehr Gold

In Indien und China wachse vor allen Dingen die Nachfrage nach Goldschmuck, daher geht man davon aus, dass die Nachfrage in Indien um 7% steigen werde, während die Nachfrage in China um 3% zulegen werde. Im Mittleren Osten könne die Nachfrage leicht sinken. Die Investmentnachfrage sieht man weltweit mit ca. 1082 Tonnen nahezu unverändert.

Goldpreisprognose 2019

Metals Focus geht von einem Jahresdurchschnittsgoldpreis in 2019 von 1310$/oz aus. Der Goldpreis in US-Dollar befindet sich zu Wochenstart im europäischen Mittagshandel auf einem Niveau von 1292$/oz, was einem Goldkurs in Euro von 1150 €/oz gleich kommt.

Gold-Eagles 2019

Die US-Mint verkaufte im März 2019 zwar rund dreimal so viele Goldeagles wie im Vorjahr, nämlich 11.500 statt 3.500 Unzen, aber rund 1000 Unzen weniger als im Vormonat Februar (12.500 oz).

Goldeagle 2019 USA
Goldeagle 2019 USA: im März 2019 dreimal so viele verkauft wie im März 2018

Meistverkaufte Goldmünzen in Deutschland

Die meistverkauften Goldmünzen in Deutschland sind jedoch nicht die amerikanischen Eagle-Goldmünzen, sondern die folgenden vier Münztypen:

Goldmünze Wiener Philharmoniker - Klassiker aus Österreich
In Deutschland beliebter als die US-Münzen: Wiener Philharmoniker Goldmünze aus Österreich

Goldpreis-Rücksetzer sorgt für anziehende Goldnachfrage

Die in den letzten Tagen leicht zurückgehenden Goldpreise sorgen für anziehende Nachfrage, – vor allen Dingen auch bei indischen Goldkäufern. Wegen der schnell gestiegenen Goldpreise haben einige institutionelle Goldbesitzer Gold auf gestiegenem Niveau wieder verkauft, um Gewinne mitzunehmen. Sofort zog die Nachfrage z.B. in der indischen Goldschmuckbranche an, berichten Marktteilnehmer aus Indien, wo Gold zu Weltmarktpreisen plus ca. 10% gehandelt wird, was der lokalen Steuer auf Gold zu verdanken ist.

Türkei baut Goldreserven aus

Wie der türkische Finanzminister gestern (28.2.2019) bekannt gab, hat die Türkei im Januar ihre Goldreserven u 2,7% erhöhen können.

Usbekistan will seine Goldreserven um 474 Tonnen ausbauen

In Usbekistan hat man sich staatlicherseits als Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2024 die staatlichen Goldreserven um 474 Tonnen zu erhöhen, – man darf gespannt sein, ob das gelingt.

Zunächst möchte man allerdings mit kleinen Schritten beginnen und dieses Jahr den Bestand auf 89,7 Tonnen Gold aufbauen.

US Mint verkauft doppelt so viele Gold-Eagles

Die staatliche amerikanische Münzprägestätte US Mint hat im Februar 2019 mehr als doppelt so viele Goldmünzen Eagle verkauft wie im Vorjahr. Statt wie in 2018 5500 Goldunzen abzusetzen, verkaufte man im Februar 2019 12.500 Unzen Goldeagles. Im Gesamtjahr 2019 ist man damit dank des starken Januars schon bei 78.500 verkauften Goldeagle-Unzen (Vorjahresperiode nur 64.000 oz Gold). Auch in den USA ist die Goldnachfrage also dieses Jahr deutlich höher als letztes Jahr.

6,1 Mio Silbereagles verkauft

Die US Mint hat von Januar bis Februar 2019 bereits 6,1 Millionen Silber-Eagles verkauft (Vorjahresperiode: 4,1 Mio), ein drastischer Anstieg im Vergleich zum letzten Jahr.

silbereagle Silber Eagle Liberty USA 2019
Silber Eagle Liberty USA 2019

Die in USA und Kanada sehr beliebte Silber-Anlagemünze Eagle wird in Europa zwischenzeitlich in Sachen Beliebtheit von Maple Leaf und Känguru-Silbermünzen überholt, die zumeist preiswerter angeboten werden können.

Goldnachfrage und Goldpreis steigt

Die globale Goldnachfrage ist in 2018 um 4% auf 4345 Tonnen gestiegen, hat das World Gold Council (WGC) ermittelt. Ein Jahr zuvor betrug die Nachfrage ’nur‘ 4159 Tonnen Gold.

1090 Tonnen Goldbarren und Goldmünzen

In den 4345 Tonnen Gold, die im Jahr 2018 weltweit gekauft worden sind, waren 1090 Tonnen in Form von Goldbarren und Goldmünzen als Investment enthalten, eine Steigerung um 4%. Anleger haben also im vergangenen Jahr mehr Gold als Geldanlage gekauft als zuvor. Dies deckt sich mit den Erfahrungen deutscher Edelmetallhändler, die in 2018 eine deutliche Nachfrageausweitung feststellen konnten. In Deutschland waren besonders die Goldmünzen-Typen Krügerrand, Maple Leaf und Känguru sowie die Wiener Philharmoniker in Gold bei den Anlegern beliebt – sowie die Goldbarren von LBMA-zertifizierten Herstellern wie z.B. Heraeus und Umicore. Aber auch Goldbarren der Perth Mint waren in Deutschland stark nachgefragt.

Zentralbanken kaufen selbst massiv Gold

Zentralbanken dieser Welt, die eigentlich für die Stabilität des Papiergeldsystems verantwortlich sein sollen, kaufen selber massiv Gold. In 2018 beispielsweise haben die Zentralbanken dieser Welt 651 Tonnen Gold netto hinzugekauft, der zweithöchste jährliche Zugang, der jemals bei den Zentralbanken dieser Welt verzeichnet wurde. Offensichtlich halten auch Notenbanken Gold für ein gutes Investment.

Goldpreis steigt und steigt

Der Goldpreis befindet ich am Freitag Morgen im deutschen Handel auf einem Niveau um 1152 Euro/Unze und ist damit sehr fest. Auch Dollar-Notierungen für Gold Gold sind sehr fest und oszillieren um 1319$/oz.

Goldman Sachs sieht Goldpreis weiter steigen

Goldman Sachs sieht für das Jahr 2019 eine weiter positive Entwicklung für den Goldpreis und prognostiziert das Erreichen eines 6-Jahres-Höchststandes in 2019. Der Goldpreis werde 1425 bis 1450 $/oz erreichen, gespeist auf starker physischer Nachfrage in mehreren Märkten. Zuletzt hatte der Godpreis im September 2013 die Marke von 1400 $/oz überschritten.

Goldnachfrage in China im Mai + 9% – Goldbörse in Shanghai legt zu

Das Gros der Goldumsätze in China läuft über die Goldbörse in Shanghai. Die Shanghai Gold Exchange, wie die Börse genannt wird, hat nunmehr die Verkaufszahlen für Mai 2018 bekannt gegeben.

9% mehr Gold als im Vorjahr verkauft

Demnach wurden im Mai über die Goldbörse in Shanghai 150,58 Tonnen Gold verkauft, was einem Plus von 9,1% gegenüber Vorjahr (138,08 Tonnen Gold) entspricht. Damit bildet man im Mai ziemlich genau den Jahrestrend ab: In den Monaten Januar bis Mai hat man in Shanghai 8,55% mehr Gold verkauft als in den vergleichbaren Vorjahresmonaten: 899,65 Tonnen statt 828,76 Tonnen.

2200 Tonnen Gold im Jahr

Damit schätzen Analysten den Gesamt-Goldabsatz über die Shanghai Gold Exchange für 2018 auf rund 2200 Tonnen. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 2030 Tonnen Gold über die Börse abgesetzt.

1 kg Goldbarren an der Shanghai Gold Exchange

Im Gegensatz zu vielen anderen internationalen Goldbörsen, an denen üblicherweise 400-Unzen-Goldbarren (ca. 12,5 kg) gehandelt werden, ist die Größe der Goldbarren an der Shanghai Gold Exchange auf 1 kg und eine Feinheit von mindestens 999,9/1000 festgelegt, wenn es zum physical settlement, also zur tatsächlichen Auslieferung der Barren kommt. Marktbeobachter sehen in der Festlegung auf gängige 1kg Goldbarren auch den Erfolg der chinesischen Goldbörse in Shanghai.

Weitere Zölle durch Trump angekündigt – führt dies zu mehr Goldkäufen?

US Präsident Trump hat gestern angekündigt, weitere Zölle im Volumen von 100 Milliarden US-Dollar gegen China einzuführen. Dies machte die Ängste zunächst größer, dass der Handelskrieg zwischen USA und dem Rest der Welt weiter eskaliert. Zölle und Gegenzölle würden sich dann abwechseln und letztendlich allen Handelsnationen schaden. Fast zeitgleich gab Trump bekannt, dass er den Grenzschutz zu Mexiko durch die Nationalgarde verstärken lassen wird.

Goldpreis ging kurz 0,4 Prozent nach oben

Im späten Handel gestern Abend ging der Goldpreis kurz 0,4% nach oben – auf 1330 US$/oz, was sich aber bis zum heutigen Freitagmorgen wieder beruhigte. Im europäischen Handel notierte die Feinunze Gold am frühen Freitag bei 1323 $/oz, respektive 1081 €/oz. Der Goldpreis in Euro bietet damit wieder günstige Einstiegsmöglichkeiten für die, denen ein Preis von über 1090 zu teuer zum Kaufen war.

Starke Krügerrand-Käufe

Gestern und heute wurden vermehrt größere Anlagekäufe von Krügerrand-Goldmünzen festgestellt, – Anleger nutzten den leichten Preisrücksetzer offensichtlich sofort für Nachdeckungen.

Indische Goldnachfrage geht nach oben

Vor den Festivalaktiväten rund um das indische Fest Akshaya Tritiya ging in Indien die Goldnachfrage deutlich nach oben, berichteten einhellig indische Goldhändler. Schmuckhersteller kauften für die Feiertage verstärkt Gold hinzu. In China hingegen ist diese Woche ein relativ ruhiger Goldhandel festzustellen, da wegen der bevorstehenden Qingming Feiertage der Handel einige Tage pausiert.

Numismatische Nachfragen

Die Münznachfragen aus dem Bereich der Numismatik waren diese Woche stark geprägt von Käufen der neuen 5 Euro Münze Subtropische Zone aus Deutschland (2018), die sich Anleger und Sammler in st und PP, vorzugsweise gleich satzweise (ADFGJ) sicherten. Wohl noch im Nachgang zu Ostern waren ebenfalls Euromünzen aus dem Vatikan in vielen Orders enthalten.

Goldpreis hat bereits 3x 1350$/oz überschritten

Der Goldpreis pro Feinunze hat dieses Jahr bereits dreimal die Marke von 1350 Dollar pro Unze überschritten, ging danach durch Gewinnmitnahmen jedes Mal wieder zurück. Mittelfristig ist allerdings davon auszugehen, dass bei einem der nächsten Anläufe die Marke auch nachhaltig überschritten werden kann, weil die Anzahl der Zauderer, die dann vorsichtshalber verkaufen, von Mal zu Mal kleiner werden dürfte. Das Goldjahr 2018 bleibt spannend.

Goldnachfrage scheint auch 2018 in China groß zu sein

China hat im Jahr 2017 alleine schon Gold in Form von Goldschmuck im Gewicht von 646 Tonnen nachgefragt, was 3% mehr als im Jahr zuvor war. Auch die Goldbarren- und Goldmünzenkäufer in China kaufen massiv Gold: Alleine in 2017 waren es 306 Tonnen, was einem Plus zum Vorjahr von 8% entspricht.

China hat Indien um Längen überholt

Der Wohlstand in China hat dazu geführt, dass auch die Goldnachfrage Chinas weit größer als die in Indien ist, die lange Zeit als weltweit führend galt. In 2017 wurden aber in Indien nur 162 Tonnen Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen nachgefragt, annähernd halb so viel wie in China.

Chinas Goldhändler sind zuversichtlich – +6%

Befragt man die Goldhändler in China, so hört man allenorten, dass die Nachfrage dieses Jahr mindestens so groß sei wie letztes Jahr, wenn nicht mehr. Genaue Zahlen werden noch nicht nach außen gegeben, aber der Nachfragezug aus China scheint weiter zu fahren.  Die Zuversicht nehmen die Goldhändler auch daraus, dass Anlagealternativen in China fehlen: Die Regierung habe in zahlreichen chinesischen Städten den Immobilienkauf mittlerweile streng reglementiert, bzw. sogar eingeschränkt und der chinesische Aktienmarkt ist für viele Investoren mangels Kursanstiegen nicht so interessant, also wird Gold gekauft. Das Beratungsunternehmen Metals Focus erwartet in 2018 eine Steigerung der Goldnachfrage in China um 6%.

Ungarn holt auch Gold zurück

Ähnlich wie Österreich und Deutschland holt nun auch Ungarn Gold aus Staatsbeständen, welches im Ausland gelagert ist, ins Inland zurück. Ungarns Bestände sind allerdings deutlich übersichtlicher als die deutschen Goldreserven. Ungarn hat zunächst angekündigt, rund 3000 Kilogramm Gold aus Londoner Tresoren ins Land zurück zu holen. Zu Beginn der 70er Jahre hatte Ungarn noch Goldreserven im Volumen von 65-70 Tonnen, – Ende der 80er hatte man beschlossen, das Gold größtenteils zu verkaufen. Nunmehr hat man noch rund 3 Tonnen Gold in Londoner Tresoren und die holt man zurück.

Russland fördert etwas mehr Gold

Russlands Goldminen haben im letzten Jahr rund 271 Tonnen Gold gefördert. Insgesamt habe man Gold im Volumen von 317,7 Tonnen produziert, was aber das Gold-Recycling und die Goldgewinnung als Nebenprodukt aus anderen Minen mit einschließt, gab die Goldminenvereinigung bekannt. Stimmen die Zahlen, wären 271 Tonnen 7% mehr als ein Jahr zuvor. Dieses Jahr rechne man mit 285 Tonnen, was einem Plus von 5% entsprechen würde. Ein Großteil des in Russland geförderten Goldes wandert traditionell in die Staatsbestände der Bank of Russia. Der in den USA betriebene Dienst U.S. Geological Survey sieht die Goldförderung in Russland in 2017 eher niedriger bei nur 255 Tonnen Gold. Die Wahrheit liegt vermutlich zwischen diesen Zahlen.

Maplegram 2018 frisch eingetroffen

Aus Kanada kamen neben einigen Sammlermünzen auch wieder frische Maplegram – Sets 2018, die 25 einzelne 1-Gramm-Goldmünzen beinhalten. Das Gros der Goldmünzen-Nachfrage bezog sich heute auf Maple Leaf Gold und Gold-Kängurus.

Bei Sammlern und Investoren begehrt: Maplegram mit 25 einzelnen 1-Gramm-Goldmünzen

Wie sich die Goldnachfrage die letzten 30 Jahre entwickelt hat …

Gold wird seit Jahrtausenden von Menschen gekauft, geschätzt und gehortet. Doch wie hat sich die Goldnachfrage die letzten 30 Jahre entwickelt und was bedeutet das für den Goldpreis? Welche Entwicklung der Nachfrage in der Zukunft ist wahrscheinlich?

Goldnachfrage in China um 2.500% gewachsen

Wesentlich für die Entwicklung in den letzten 30 Jahren ist die gewaltig gestiegene Goldnachfrage in China und Indien. Während im Jahr 1987 aus China Gold im Volumen von 35 Tonnen nachgefragt wurde, waren es 2016 bereits 915 Tonnen! Ein Vielfaches. Ähnlich verhält es sich in Indien: Dort wurden 1986 bereits erstaunliche 165 Tonnen Gold nachgefragt, was sich bis 2016 auf 666 Tonnen vervielfachte.

Goldnachfrage-Verschiebungen auf der Welt

Die nachfolgende Grafik des World Gold Councils macht die Veränderungen der Welt-Goldnachfrage in den letzten 30 Jahren deutlich:

Goldnachfrage weltweit von 1987 bis 2016 (Quelle: WGC)

Warum ist das für die Goldpreisentwicklung wesentlich?

Während in den Köpfen vieler Deutscher bis vor wenigen Jahren China noch als Entwicklungsland existierte und man sich den typischen Chinesen als Reisbauer mit Strohhut und nackten Füßen im Reisfeld vorstellte, rutschen  in China und Indien jedes Jahr mehr als 100 Millionen Menschen in Wohlstandsregionen und verdienen vergleichbare Gehälter wie in westlichen Ländern, haben I-Phones, Flachbildschirme und verreisen in die ganze Welt. Wer in Neuschwanstein, Titisee oder Heidelberg einmal die Touristenströme analysiert, wird dies bestätigen können. Wesentlich aber ist, dass in diesen Ländern eine starke Affinität zum Gold kaufen zu Geldanlagezwecken besteht: In Indien mehr als Goldschmuck, in China als Goldbarren, Goldmünze oder Goldmedaille. Bei steigender Bevölkerungsanzahl und starkem Zuwachs des Bevölkerungsanteils, der so verdient, dass er sich ein Leben nach westlichem Standard leisten kann, wird auch die Goldnachfrage aus Asien stetig steigen. Dies dürfte sich in einem steigendem Goldpreis wiederspiegeln. Es gilt heute schon als unwahrscheinlich, dass die Goldnachfrage in anderen Ländern überhaupt nur theoretisch so stark zurückgehen könnte, wie sie in Asien steigt.

Wohl können kurzfristige Goldverkäufe, vor allen Dingen institutioneller Anleger den Goldpreis kurzfristig drücken, – langfristig dürfte sich aber der Nachfrageüberhang aus Asien Goldpreis-erhöhend auswirken. So die einhellige Meinung fast aller Gold-Analysten.

Wichtig: junge Leute kaufen Gold

In Asien kaufen vor allen Dingen auch junge Leute Gold. Sie mißtrauen dem Bankensystem und wollen bleibende Werte zum Anfassen. Keine Versprechen des Staates oder einer Bank. Während der Neujahresfestlichkeiten in Asien waren Goldgeschäfte in Asien teilweise ausverkauft, so groß war die Nachfrage nach Gold. Siehe z.B. auch Bericht in einer asiatischen Zeitung: Gold ausverkauft

Goldnachfrage in Deutschland: Goldbarren und Goldmünzen

Der typische Geldanleger in Deutschland, der in Gold investiert, tut dies – wenn er sich nicht von Banken zu Papiergoldinvestments hinreißen lässt – durch den Kauf von Goldmünzen oder Goldbarren. Die Hauptnachfrage bei den Anlagegoldmünzen entfällt dabei auf die folgenden vier Goldmünzentypen:

Bei den Goldbarren werden neben 1 Gramm Goldbarren vor allen Dingen die 100g Goldbarren und die 1oz Goldbarren nachgefragt.

Meistverkaufte Goldmünze: Krügerrand 1oz Gold aus Südafrika

Indien importiert in 2017 53% mehr Gold als im Vorjahr: 846 Tonnen

Die indischen Goldimporte sind im letzten Jahr dramatisch angestiegen: Von 550 Tonnen im Jahr 2016 musste der Import von Gold in 2017 auf 846 Tonnen gesteigert werden, um der Nachfrage nach Gold im Inland Herr zu werden.

Indien ist nach China zweitgrößter Goldnachfrager

Indien und China sind nach wie vor die größten Goldnachfragernationen, wobei China auf Platz 1 liegt. Während in China mehr Goldbarren, Goldmünzen und Goldmedaillen gekauft werden, kauft der Durchschnittsinder sein Gold in Form von Goldschmuck, der in Indien kurz über dem reinen Materialwert gehandelt wird.

Alleine im Dezember 2017 hat Indien 70 Tonnen Gold importiert (Vorjahres-Dezember: 49 Tonnen), – die Nachfrage war auch während der Festival- und Hochzeitssaison sehr hoch.

Indien wehrt sich gegen Goldimporte

Der Staat Indien versucht, sich mit diversen Methoden gegen den Goldhunger der Bevölkerung zu wehren, so gilt aktuell eine Goldimportsteuer in Höhe von 10% auf das importierte Gold. Beim Verkauf wird zusätzlich eine Steuer in Höhe von 3% erhoben (Goods and Services Tax GST). Aber auch diese Maßnahmen führten nicht zu einer verringerten Goldnachfrage. Allenfalls dazu, dass der Schmuggel mit Gold aufblüht. Nahezu jeden Tag wird in Indien an Flughäfen oder anderen Zollstationen jemand aufgegriffen, der größere Goldmengen ins Land schmuggeln will – unter Umgehung der zehnprozentigen Einfuhrsteuer.

Goldpreis am Donnerstag

Am Donnerstagmorgen notiert der Goldpreis in US-Dollar bei 1328$/oz und der Goldkurs in Euro liegt bei 1087 €/oz. Silber notiert bei 17,07 $/oz, respektive 13,99 €/oz. Meistnachgefragte Silbermünze am Vortag war das australische Känguru 1 oz Silber, bei den Goldunzen der Krügerrand in Gold.

 

 

Geht bald die Goldpreis-Rallye los?

In den letzten Wochen ist der Goldpreis vom Jahreshoch bei 1357$/oz bis auf die Unterstützungslinie bei 1265$ zurückgegangen, um sich dann  wieder bis auf knapp über 1300$/oz zu stabilisieren. Bei 1301$/oz wurde charttechnisch ein Widerstand berührt, wo der Goldpreis wieder leicht nach unten abprallte.

Bodenbildung Goldpreis bei 1265$/oz

Der Goldpreis könnte aber bei 1265$/oz einen Boden gefunden haben, erste Anzeichen einer Kaufwelle sind zu verzeichnen, wodurch der Goldpreis in Dollar wieder die 1301$-Barriere antesten könnte. Aktuell liegt der Preis bereits bei 1284$/oz. Sobald die 1301$/oz durchschritten werden, wäre das Signal für eine weitere Kursrallye Richtung bisheriges Jahreshoch (1357$) und später auf 1400$ wahrscheinlich.

Starke chinesische Goldnachfrage

Die starke Goldnachfrage aus China könnte dem Goldpreis Auftrieb verleihen. Das World Gold Council hatte in seiner gestrigen Veröffentlichung der Quartalszahlen zur Goldnachfrage in China Goldkäufe (Goldbarren und Goldmünzen) von 64,3 Tonnen im Reich der Mitte konstatiert, auch Goldschmuck wurde dort im Volumen von 159,3 Tonnen abgesetzt, was einem Plus von 13% entspricht. Eine derart starke Nachfrage in einem so bevölkerungsreichen Land wie China kann langfristig nicht ohne Auswirkungen auf den Goldpreis bleiben.

Viele junge Goldkäufer in China

Bemerkens ist laut Wang Lixin, dem Manager des World Gold Councils in China, dass besonders die jungen Leute in China gerne und viel Gold kaufen, dies wären zukünftig die marktbestimmenden Kunden.

Schlechte Nachrichten für Gold nur aus Saudi-Arabien

Schlechte Nachrichten für den Goldmarkt gab es nur aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten: Dort soll ab 1.Januar 2018 eine neue Steuer für Luxusartikel in Höhe von 5% auch auf Goldprodukte fällig werden, was den Absatz reduzieren könnte. Die neue Luxussteuer von 5% soll auf alle nicht-notwendigen Luxusgüter (non essential luxury goods tax)  angewendet werden, so z.B. auf Goldschmuck. Der Goldabsatz in Saudi-Arabien spielt aber weltweit betrachtet kaum eine Rolle: Währen in Deutschland in Q3 2017 beispielsweise alleine schon 25 Tonnen Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen verkauft worden sind, wurde in Saudi-Arabien in Q3 nur Goldschmuck im Volumen von 9,8 Tonnen bewegt. Selbst wenn dies durch eine Steuer um 10 oder 20% zurück gehen sollte, wäre dies Auswirkung auf die weltweite Gesamt-Goldnachfrage kaum signifikant. Die Regierung dort rechnet mit 3,3 Milliarden Dollar Steuereinnahmen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob in dem traditionell reichen Land eine solche Steuer überhaupt einen signifikanten Einfluss auf den Schmuckabsatz hat.

Steuerreform in USA könnte Goldpreis antreiben

Die Steuerpläne in den USA, die Steuersätze vor allen Dingen für Reiche und Unternehmen deutlich senken wollen, könnten dem Goldpreis zusätzlich Anschub geben, da viele Geldanleger dann mehr Geld in der Tasche hätten, um Gold als Investment oder als Goldschmuck zu kaufen. Es bleibt abzuwarten, ob Präsident Trump dies tatsächlich durchsetzen und finanzieren kann. Er will die Unternehmenssteuer von 35 auf 20% senken, – zuletzt wurde eine solche Senkung von 2018 auf 2019 verschoben.

Neuer FED-Chef wird Zinsen nicht schnell erhöhen können

Der designierte neue FED-Chef Jerome Powell wird die Zinsen in den USA nicht schnell erhöhen können, denn die US-Staatsschulden sind mittlerweile bei 20,44 Billionen Dollar, was 106% der jährlichen Wirtschaftsleistung entspricht. Dazu kommen Schulden der Unternehmen und Haushalte. Ein zu großer Zinsschritt würde nicht nur Millionen Haushalte belasten, sondern auch den US-Haushalt. US-Präsident Trump hat daher zuletzt mehrfach betont, dass er weiterhin auf Niedrigzinsen setzt, was dem Goldpreis Aufschub verleihen sollte.

Gold kaufen also vermutlich weiter sinnvoll

Gold kaufen dürfte daher voraussichtlich auch weiter für europäische Anleger sinnvoll sein, weil die folgenden Punkte für einen steigenden Goldpreis in Euro sprechen:

  • Zinsen in den USA sollten b.a.w. relativ niedrig bleiben, da der Staat USA einen höheren Zinssatz für seine Schulden gar nicht finanzieren könnte
  • Die FED in USA und die EZB in Europa fluten den Geldmarkt auch weiterhin jeden Monat mit Milliarden neu gedruckten Geldes. Es wurde zwar die Zuflussgeschwindigkeit des neuen Geldes reduziert, aber am System der Liquiditäts-Überversorgung wurde nichts geändert
  • Aktienmärkte sind teilweise auf Rekordniveau, was ein Zeichen einer Überhitzung sein könnte
  • Null- und Negativzinsen in Deutschland werden auch absehbar weiterhin existieren
  • starke asiatische Goldnachfrage könnte den Goldpreis steigen lassen. In Euro und in Dollar
  • 45% stärkere Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen in Deutschland in Q3 sprechen auch tendenziell für steigende Goldpreise