Chinas Goldreserven steigen den 6.Monat in Folge

Auch im Mai 2019 sind Chinas Goldreserven gestiegen, wie die Peoples Bank of China am gestrigen Pfingstmontag verkündete. Damit hat die Volksrepublik im sechsten Monat in Folge die staatlichen Goldreserven deutlich erhöht.

510.000 Unzen Feingold gekauft

Die Peoples Bank of China hat alleine im Monat Mai 2019 510.000 Unzen Feingold den staatlichen Reserven hinzu gefügt, die sich nunmehr auf 61,61 Millionen Unzen Gold belaufen. In US-Dollar wären dies 79,83 Milliarden Dollar per Ende Mai – verglichen mit 78,35 Milliarden US$ Ende April.

China größter Goldproduzent

Wieviel von den 510.000 Unzen Gold aus eigener Förderung stammt und wieviel am Weltmarkt zugekauft worden ist, wurde nicht bekannt. China gilt weltweit als größtes Goldförderland und hat seit Jahren Südafrika und andere Länder überrundet.

Kleiner Teil der Reserven in Gold

Chinas gesamte Währungsreserven (incl. Gold) wiesen Ende Mai einen Wert von 3,1 Billionen US-Dollar auf.

Auch Rumänien holt das Gold nach Hause

Die Anzahl der Länder, die ihr eigenes, staatliches Gold lieber im Heimatland als in USA oder Großbritannien verwahren möchten, nimmt weiter zu: Nunmehr hat auch das rumänische Parlament beschlossen, das Gold der Nationalbank von Rumänien in Rumänien selber verwahren zu wollen.

65% des rumänischen Goldes ist in England

Aktuell befinden sich rund 65% der rumänischen Goldreserven in der Bank of England. Mit 165 zu 90 Stimmen wurde dem Antrag zugestimmt, der von Liviu Dragnea und Senator Serban Nicolae initiiert worden ist. Ende Februar war das Vorhaben in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht worden. 95% der Goldreserven sollen nach Rumänien verbracht werden. Zuletzt wurden die Goldreserven von der Zentralbank mit 103,7 Tonnen Gold angegeben.

Kosten im Inland geringer

Im Antrag heißt es, dass angesichts der wachsenden Wirtschaft und ökonomischen Situation in Rumänien es durch nichts gerechtfertigt sei, das Gold weiterhin im Ausland zu verwahren – auch angesichts der dadurch entstehenden Kosten. Das Projekt muss noch durch den Präsidenten Klaus Iohannis abgesegnet werden.

Auch in Texas will man Gold selber verwahren

In Texas entsteht eine Goldverwahrstätte für das texanische Gold, die Fort Knox in nichts nachsteht. Mit dem Texas Bullion Depository entsteht dort eine Goldlagerstätte für Werte, die 100 Milliarden Dollar überschreiten und die sicherste Verwahrstätte außerhalb Fort Knox darstellen soll, versichert durch Lloyds of London. Auch Texas will sein bisher in New York verwahrtes Gold ‚heimholen‘ und im eigenen Bundesstaat verwahren. Glaubt man US Nachrichtenmagazinen, so verwahre beispielsweise die Universität von Texas/Texas A&M Investment Management Company Gold im Wert von 1 Milliarde Dollar bei der HSBC Bank in New York. Das wolle man ändern. Im neuen Goldbunker können auch Minengesellschaften ihr Gold zwischenlagern – ebenso wie große institutionelle Anleger.

China kauft im vierten Monat Gold

Noch einmal bestätigte die Peoples Bank of China, dass sie nunmehr im vierten Monat in Folge Gold für den Staatsbestand gekauft habe, die Goldreserven betragen nunmehr 60,62 Millionen Goldunzen per Ende März nach 60,26 Millionen Feinunzen Gold per Ende Februar. 11,2 Tonnen Gold wurden alleine im März hinzugekauft (nach Zukauf von 9,95 Tonnen Gold im Februar). China gilt als weltweit größter Goldproduzent und -verbraucher, verzeichnet aktuell eine Abschwächnung des Wirtschaftswachstums

Notenbanken kauften 651 Tonnen Gold in 2018

Insgesamt kauften die Notenbanken dieser Welt im Jahr 2018 Gold im Gewicht von 651,5 Tonnen. Netto wohlgemerkt, bereits saldiert um die wenigen Notenbanken, die Gold abgegeben haben. Die Zeiten, wo man sich auf den Dollar als Reservewährung verlassen hat, scheinen spätestens mit Trumps Präsidentschaftsantritt vorbei zu sein. Besonders China und Russland setzen vermehrt auf Gold als Währungsreserve.

China kauft wieder Gold für den Staat

Die chinesischen Goldreserven wurden seit mehr als einem Jahr Monat für Monat unverändert ausgewiesen und beliefen sich im Zeitraum Oktober 2016 bis November 2018 auf konstant 59.240.000 Unzen Feingold.

Goldreserven Chinas im Dezember aufgestockt

Für Dezember 2018 weist das Land nun erstmals wieder eine Erhöhung der staatlichen Goldreserven auf. Die Reserven seien im Dezember von 59,240 Mio oz auf 59.560.000 Unzen Feingold erhöht worden, teilt die Peoples Bank of China mit. Damit hat die Volksrepublik China den Goldbestand im Dezember um 320.000 Goldunzen oder 9,95 Tonnen erhöht. Aktuell weist China damit Goldreserven in Höhe von 1852,3 Tonnen auf.

Quelle: Peoples Bank of China – Official reserve assets

Diese 10 Länder haben die größten Goldreserven

Immer wieder liest man, dass die eine oder andere Zentralbank große Mengen Gold gekauft hat oder auf einer Menge Goldbarren sitzt. Doch welche Länder besitzen überhaupt wie viel Gold?

Spätestens seit dem Jahr 2010  haben die Zentralbanken nach der Lehman-Krise angefangen, die Goldbestände jedes Jahr kontinuierlich aufzubauen, während man in früheren Jahren auch schon mal Gold verkaufte. Doch damit ist seit Jahren Schluss. In 2017 haben alleine staatliche Goldbesitzer die Bestände um 366 Tonnen aufgebaut.

Hier die Liste der zehn größten staatlichen Goldbesitzer:

Top-Ten der zehn größten Gold-Besitzer

Platz 10 der größten Goldbesitzer: Indien

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Mit 560,3 Tonnen Gold liegt Indien auf Platz 10 der größten staatlichen Goldbesitzer. Bei über 1,2 Milliarden Menschen, die in Indien leben und traditionell am Golde hängen, gar nicht mal so viel. Zu den Festival- und Hochzeits-Zeiten wird traditionell in Indien auch Gold geschenkt.

Platz 9 der größten Goldbesitzer: Niederlande

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In den Niederlanden gibt es nicht nur viele Grachten, Fahrräder und Windmühlen, sondern auch viel Gold. 612,5 Tonnen Gold besitzen die Niederlande, die in Amsterdam verwahrt werden.

Platz 8 der größten Goldbesitzer: Japan

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In Japan gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch viel Gold. Mit 765,2 Tonnen gelingt es Japan den Yen als starke Währung zu halten. Auch die Japaner kaufen viel Gold für sich selber – als Geldanlage. In Japan verkaufen vor allen Dingen Juweliere wie die Kette Tanaka große Mengen Anlagegold.

Platz 7 der größten Goldbesitzer: Schweiz

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Die Schweiz mit ihrem traditionell festen Schweizer Franken setzt seit Jahrzehnten auf Gold: 1040 Tonnen davon hat man in den Tresoren der Nationalbank. Lange Zeit war die Schweiz auch Goldhandelsplatz Nr. 1 in der Welt. Noch heute sitzen viele Gold-Raffinerien in der Schweiz, aber es wird auch noch viel gehandelt, vor allen Dingen mit Asien.

Platz 6 der größten Goldbesitzer: China

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China hat schon lange keine Erhöhung der staatlichen Bestände mehr vermeldet. Einige Analysten vermuten daher, dass China sogar mehr als die ausgewiesenen 1842,6 Tonnen Gold in Staatsbesitz hält. Von den gesamten Währungsreserven sind dies in China jedoch nur 2,4% und damit eher wenig.

Platz 5 der größten Goldbesitzer: Russland

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Russland gehört im letzten Jahr weltweit zu den fleissigsten Goldkäufern, was staatliche Bestände anbelangt. Aktuell besitzt die Bank of Russia Gold im Gewicht von 1909,8 Tonnen, was immerhin 17,6% der Währungsreserven ausmacht. Es ist noch gar nicht so lange her, da hat Russland US Staatsanleihen verkauft, um sich davon Gold zu kaufen. Ob das die Amerikaner gefreut hat?

Platz 4 der größten Goldbesitzer: Frankreich

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Mit 2.436 Tonnen Gold hat die französische Zentralbank schon einen ganz schön großen Goldschatz, davon wurde auch nur wenig in den letzten Jahren verkauft.

Platz 3 der größten Goldbesitzer: Italien

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Gar nicht so viel mehr als Frankreich hat Italien mit 2.451,8 Tonnen Gold.

Platz 2 der größten Goldbesitzer: Deutschland

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Auf Platz 2 der weltweit größten staatlichen Goldbesitzer ist DEUTSCHLAND mit 3.371 Tonnen Gold. Was früher dazu beigetragen hat, dass die DM eine feste und weltweit anerkannte Währung war, soll nun den Euro stützen. Die Deutsche Bundesbank hat in den letzten Jahren einen Teil des Goldes aus dem Ausland nach Deutschland verbracht, will aber immer noch einen Teil im Ausland belassen.

Platz 1 der größten Goldbesitzer: USA

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Wenn das Gold denn noch da ist, was die Amerikaner behaupten zu besitzen, dann sitzen sie auf 8.133,5 Tonnen, die in Fort Knox (Kentucky), in Münzprägestätten und in New York in der FED untergebracht sein sollen. Allerdings gab es seit Jahrzehnten dort keine unabhängig auditierte Vollaufnahme mehr, sondern im Prinzip immer nur ab und zu ein ‚Tür auf, ihr könnt mal gucken, wie das hier glänzt‘ – Einsichtnahmen.

Frage, die sich ein Privatanleger stellen sollte

Wenn so viele Zentralbanken dieser Welt tonnenweise Gold kaufen oder horten, könnte Gold kaufen dann auch vernünftig für mich sein? Wenn Notenbanken auf die Stabilität von Gold setzen, kann dies doch für den Privatanleger so falsch nicht sein.

 

 

 

Zentralbanken kaufen seit Jahren Gold – Weltgoldreserven steigen

Offensichtlich kaufen die Zentralbanken dieser Welt seit Jahren Gold, um für die eigenen Papiergeldwährungen entsprechende Stabilität herzustellen. Die Notenbanken setzen damit auf die Wertstabilität des Edelmetalls Gold.

Russland kauft 22 Tonnen Gold

Während Russland im März offensichtlich rund 22 Tonnen Gold gekauft hat, sah sich Venezuela, welches in Armut und Chaos versinkt, gezwungen, Gold aus den staatlichen Beständen zu verkaufen.

Welt-Goldbestände per 31.3.2018

In u.a. Liste sind die Weltgoldbestände der Zentralbanken per 31.3.2018 aufgelistet, soweit per diesem Datum verfügbar (ansonsten letzte bekannte Zahl):

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Die Liste über die weltweiten Goldbestände wurde erstellt vom WORLD GOLD COUNCIL (WGC)

USA auf Platz 1 der Goldbestandshalter

Die USA stehen unverändert auf Platz 1 der größten Goldbesitzer – mit 8.133,5 Tonnen Gold, – wobei Zweifler infrage stellen, ob dieses Gold, welches zum großen Teil in Fort Knox gelagert sein soll, überhaupt noch da ist. Eine unabhängige Vollaufnahme des Goldes  hat es seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Deutschland steht mit 3.373,6 Tonnen auf Platz 2 der Hitliste. Einen Teil des Goldes hat die Bundesbank nach Deutschland zurückgeholt, allerdings lagen immer noch etliche Tonnen im Ausland – wenn sie auch tatsächlich noch dort sind.

Türkei und Kasachstan kaufen Gold

Auffallend sind die starken Zukäufe der Türkei, die die Goldreserven des Landes um 8,8 Tonnen aufstocken konntem. Auch Kasachstan hat 4 Tonnen mehr Gold als zuletzt.

Chinas Goldreserven seit mehr als einem Jahr unverändert

Experten bezweifeln, dass China seit 17 Monaten kein Gold den staatlichen Beständen zugeführt haben soll. Solange schon sind die Bestandszahlen unverändert auf 1842 Tonnen Gold.

Weltgoldbestand erhöht

Der gesamte Bestand des vom World Gold Council erfassten Goldes der Zentralbanken hat sich in der jüngsten Auswertung um 154 Tonnen erhöht (auf 33817 Tonnen), ein Zeichen, dass die Währungshüter dieser Welt, die Zentralbanken in Sachen Sicherheit vor allen Dingen auf eines setzen: auf GOLD.

 

Goldpreis Rückblick und Ausblick

Der Goldpreis bewegt sich nunmehr seit mehreren Wochen seitwärts, nachdem ein erster Ausbruch im Januar nicht wesentlich über die Hürde von 1358 $/oz hinaus kam. Aktuell bewegt sich der Goldkurs am Dienstagmorgen bei 1318 $/oz. Der Goldpreis in Euro liegt am Dienstag Vormittag bei 1069 €/oz leicht unter den Vortagsnotierungen.

Ausblick für den Goldpreis

Charttechnisch besteht für den Goldpreis nunmehr die Möglichkeit, eine bullische Flaggenformation aus den Vorwochen nach oben aufzulösen. Bewegt sich der Goldpreis dabei über die 1358 $/oz, würden starke Kaufsignale ausgelöst. Doch soweit muss es gar nicht kommen: Bereits bei Preisen oberhalb von 1326 $/oz wäre ein Abwärtstrend durchbrochen und der Weg nach oben wäre wahrscheinlich.
Nur wenn Gold unter 1300 $/oz fällt, was Händler als unwahrscheinlich betrachten, könnte der Preis auch bis 1267 $/oz zurückfallen.

Silberpreis fest

Der Silberpreis konnten sich in den abgelaufenen Wochen mehrfach im Bereich von 16,20 $/oz fangen, – es kam mehrfach zu einem Ausbruch aus einem Abwärtstrend. Die Notierungen, die aktuell wieder fester sind, haben eine Chance, einen festen Boden auszubilden, wenn 16,99 $/oz nachhaltig erreicht und überschritten wird. Am Dienstagvormittag liegt der Silberpreis bei 16,53 $/oz deutlich über den Tiefständen der vergangenen Wochen.

Goldreserven der Vereinigten Emirate steigen

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihre Goldreserven wohl weiter ausgebaut. Mit 326,71 Millionen US$ habe man die Goldreserven um 4,1% erhöht.

Gold-Ausverkauf in den USA?

In den USA wurden alleine im letzten Jahr netto 206 Tonnen Gold exportiert, vor allen Dingen in die Schweiz, Großbritannien und Hongkong. Von 2001 bis 2017 hat die USA netto 2430 Tonnen Gold exportiert. Da in den USA ein Großteil des selbst geschürften Goldes (jährlich 210-225 Tonnen) konsumiert wird, wurde also der Goldbestand in den USA auch unter dem Strich verringert. Durch Verkäufe von wem auch immer.

Bei zunehmendem Verlust der Wahrnehmung des US-Dollars als Weltreservewährung stellt sich die Frage, ob dies dauerhaft klug ist.

Silberschmuckverkauf in den USA zieht an

Die Schmuckeinzelhändler in den USA verzeichnen nach eigenen Angaben eine zunehmende Nachfrage nach Silberschmuck. 59% gaben an, zuletzt mehr Silberschmuck verkauft zu haben. Die vom Instore Magazin durchgeführte Studie finden Sie hier: Studie Silberschmuckverkäufe USA 2017

Platinangebot sinkt, Nachfrage steigt

Geht es nach einer Veröffentlichung des World Platinum Investment Councils, so steigt im Jahr 2018 die Nachfrage nach Platin – während das Angebot um 2% sinkt. Die Platin-Studie finden Sie hier: Platin Bericht 2017/2018

Hier gilt es abzuwarten, wie sich die Automobilindustrie und Politik zu erforderlichen Nachrüstungen von Fahrzeugen und Dieselfahrzeugen generell positioniert.

Die Nachfrage nach Platinmünzen ist aktuell sehr gering, der Focus der Anleger liegt auf Gold und Silber, wobei heute der Gold Maple Leaf neben den Krügerrand-Klassikern zu den Hauptumsatzträgern gehört.

 

 

 

 

Russland hat wieder Gold gekauft – jetzt mehr Gold als China im Bestand

Ob Putin eine Flasche Krim-Sekt geöffnet hat, ist nicht bekannt, aber Russland hat mit seinen im Januar erfolgten Goldkäufen mittlerweile China vom Platz 5 der weltweit grössten Goldbestandshalter verdrängt. Russland steht jetzt auf Platz 5 der größten Gold-Zentralbankbestände und China ist auf Platz 6 abgerutscht.

Wer hat die meisten Goldbarren?

Die Hitliste der größten Goldbestandshalter wird nach wie vor von den USA und Deutschland angeführt:

  1. USA mit 8.133,5 Tonnen Gold
  2. Deutschland mit 3.373,6 Tonnen Gold
  3. Italien mit 2.451,8 Tonnen Gold
  4. Frankreich mit 2.436,0 Tonnen Gold
  5. Russland mit 1.857,0 Tonnen Gold
  6. China mit 1.838,80 Tonnen Gold
  7. Schweiz mit 1.040,0 Tonnen Gold
  8. Japan mit 765,2 Tonnen Gold
  9. Niederlande mit 612,5 Tonnen Gold
  10. Türkei mit 564,8 Tonnen Gold

Einschränkungen zur Gold-Hitliste

  • Skeptiker äußern Zweifel, ob vor allen Dingen die US-Goldbestände überhaupt noch da sind. Diese sind seit Jahrzehnten nicht mehr voll aufgenommen worden, neutrale Kontrollen werden nicht zugelassen
  • Marktteilnehmer bezweifeln, ob Chinas Zahlen stimmen, möglicherweise hat der Staat heimlich größere Goldbestände aufgebaut und publiziert dies nicht, um noch weiter kaufen zu können, – ohne Kurse anzutreiben

Russland kaufte 19,7 Tonnen Gold im Januar

Russland hat seine Goldreserven im Januar um 19,7 Tonnen erhöht. China hingegen hat seit Oktober 2016 angeblich kein Gramm Gold den eigenen Staatsreserven hinzugefügt, was Marktteilnehmer bezweifeln. Da die Bank of Russia im Wesentlichen das Gold aus eigener heimischer Förderung kauft und den Staatsreserven zuführt, könnte es ein langer Weg für Russland werden, auch Frankreich, Italien oder gar Deutschland beim Besitz von Gold zu überrunden.

Gold gibt eigener Währung Stabilität und Unabhängigkeit

China hat es in der Vergangenheit offiziell erklärt: Man möchte Chinas Währung zu einer Weltwährung machen und sich von der Weltherrschaft des US-Dollars unabhängig machen, daher hat man auch große Mengen Gold gekauft, um die Glaubwürdigkeit der eigenen Währung zu erhöhen. Aus diplomatischen Kreisen in China ist zu hören, dass China sich entschlossen habe, den Goldbestand des Landes nur noch im Abstand von mehreren Jahren der Öffentlichkeit Preis zu geben, was die Nichtveröffentlichung von Zukäufen in den letzten 15 Monaten erklären würde.

 

 

Auch Österreich holt Gold zurück nach Wien

Was die Bundesbank in Deutschland ist, ist die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in Österreich. Die OeNB als Zentralbank Österreichs hat die letzten Jahre auch Gold aus Zentralbankbeständen heim nach Wien geholt.

Österreich besitzt 280 Tonnen Gold

Österreichs Goldbestand ist seit dem Jahr 2007 unverändert 280 Tonnen, zumeist in Form von Goldbarren. Im Jahr 2015 hat man bereits 15 Tonnen Gold aus dem Ausland zurück nach Österreich befördert. Im Jahr 2017 hat man bis jetzt weitere 35 Tonnen Gold nach Österreich geholt. Damit hat man ein Zwischenziel von 65 zurückgeholten Tonnen erreicht.

In 2018 nochmal 25 Tonnen Gold

Bis Herbst 2018 will man weitere 25 Tonnen Gold aus dem Ausland zurückholen, sodass man dann insgesamt 90 Tonnen repatriiert hätte. Zusammen mit den 50 Tonnen Gold, die ohnehin schon in Wien gelagert waren, hätte man dann mit 140 Tonnen genau die Hälfte des österreichischen Goldes in Wien und die andere Hälfte im Ausland, vor allen Dingen an den großen Goldhandelsplätzen London und Zürich.

Ursprünglich war vorgesehen, die Hälfte des Goldes bis 2020 zurückzuholen. Bei einer Erreichung des Ziels in 2018 wäre man etwas schneller am Ziel. Von den 140 Tonnen Gold in Österreich sollen nach letzter Planung ca. 90 Tonnen in der Oesterreichischen Nationalbank und ca. 50 Tonnen in der Münze Österreich, der staatlichen Münzprägestätte lagern. Jeweils in Hochsicherheitstresoren.

Kein Gold in den USA

Österreich werde nach der Umlagerung kein Gold in den USA lagern. Nicht in Fort Knox und auch nicht in New York. Die Umverteilung von 2015 bis 2020, respektive 2018 war wie folgt geplant:

Goldbarren der Nationalbank Österreichs wandern zurück ins Land

Rechnungshof übte Kritik

In Österreich hat der Rechnungshof Kritik an einzelnen Bedingungen der Goldlagerung im Ausland geäußert, woraufhin sich die Notenbank zur Rückholung entschlossen habe. Ein Teil des Goldes der europäischen Zentralbanken bildet auch einen Teil der Währungsreserven des Eurosystems und soll der Stabilisierung des Euros dienen. Wörtlich monierte der Rechnungshof in Österreich:

Die OeNB lagerte Ende 2013 rd. 82 % ihrer physischen Goldbestände bei einer Lagerstelle in England und war somit einem hohen Konzentrationsrisiko ausgesetzt. Im aktuellen Lagerstellenkonzept fehlten angemessene Maßnahmen zur Verringerung dieses Risikos. Hinzu kam eine mangelhafte Ausgestaltung des Goldlagerstellen­vertrags mit der Lagerstelle in England sowie fehlende Revisionsmaßnahmen bei den im Ausland gelagerten Goldbeständen.

Offensiver Umgang mit Gold-Rückholung

Die OeNB hat bereits in 2015 ein kurzes Video zur Gold-Rückholung anfertigen lassen. Damals war man davon ausgegangen, dass es bis 2020 dauert, bis die Hälfte des Goldes in Wien ist:

Foto/Graphik: OeNB/Niesner

 

Weltgrößter Goldproduzent China holt weniger Gold aus der Erde

Die Goldfördermengen in China gehen zurück. In den ersten sechs Monaten hat man in China mit 207 Tonnen Gold rund 9,8% weniger Gold als im Vorjahreszeitraum aus der Erde geholt.

Goldnachfrage in China steigt um 10%

Gleichzeitig sei die Goldnachfrage in China um 10% auf 545 Tonnen gestiegen. Daraus ergibt sich ein Nachfrageüberhang, der langfristig den Goldpreis steigen lassen sollte. Der chinesische Goldverband CGA sieht sogar einen Anstieg der Nachfrage nach Goldbarren in China um 50%.

Goldförderung nicht im Plan

Gemäß der Planwirtschaft in China soll die Goldförderung eigentlich jedes Jahr gesteigert werden – bis sie im Jahr 2020 500 Tonnen pro Jahr beträgt, was rund 50 Tonnen mehr wären als aktuell. Im ersten Halbjahr 2017 jedoch konnte man noch mit keiner Steigerung aufwarten und wich schon auf die Erschließung von Minen unter dem Meer aus, weil die Landminen immer unergiebiger werden. Gleichzeitig steigt zudem die Nachfrage nach Gold im Lande an.

Gold kaufen in China immer populärer

Gold wird in China nicht nur in Form von Goldbarren, Goldmünzen und Goldschmuck gekauft, sondern es nimmt auch der Handel an den Börsen mit Gold deutlich zu. Im Jahr 2016 wurden zuletzt immerhin schon rund 70.000 Tonnen Gold in China an den Börsen gehandelt – incl. Futures und OTC-Geschäften der Banken.

12.100 Tonnen Goldreserven in China

Chinas Goldreserven lägen Ende 2016 bei 12.100 Tonnen, gibt die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua an. Damit dürfte das Gold gemeint sein, was man in den Goldminen Chinas noch aus der Erde holen kann oder noch in bekannten Gold-Vorkommen unter der Erde vorhanden ist. Damit dürfte der Vorrat allenfalls noch 24-25 Jahre halten und dann aufgebraucht sein. Dann könnte auch das weltgrößte Goldförderland kein neues Gold mehr fördern.

1236 Tonnen deutsches Gold bleiben in USA – Bundesbank schließt Umverteilung ab

Die Deutsche Bundesbank hat den Teil der deutschen Goldbarren, den sie aus dem Ausland zurückholen wollte, schneller zurückgeholt als ursprünglich geplant. Die Rückholung des Goldes aus Frankreich und eines kleinen Teils aus USA nach Deutschland wurde bereits in 2017 abgeschlossen – statt wie geplant in 2020.

Doch: 1/3 des Goldes soll in USA bleiben

Kritiker haben dennoch Kopfschmerzen, weil auch nach der Umlagerungsaktion immer noch 1236 Tonnen Gold, das sind 36,6% der deutschen Goldreserven in den USA verbleiben sollen und zwar bei der US-Zentralbank FED in New York. Damit lagern die deutschen Goldreserven im Gesamtgewicht von 3.378 Tonnen zukünftig wie folgt:

Lagerstätten deutscher Goldreserven der Bundesbank 2017

Bundesbank lagert nur knapp mehr als 50% des Goldes

Bei der Deutschen Bundesbank in Frankfurt lagert damit nur knapp die Hälfte des deutschen Goldes. Den dortigen Bestand hat man auch zur Vertrauensbildung die letzten Jahre durch Umlagerungen erhöht. Freigewordene Tresorkapazitäten, die durch Umlagerung von Bargeldbeständen entstanden sind, haben Platz gemacht für die Goldbarren der Bundesbank.

Bundesbank-Vorstand zeigt Goldbarren

Warum lagert man Gold weiterhin in USA und London?

Die Bundesbank gibt als Grund für die Lagerung in USA an, dass der US-Dollar die weltweit wichtigste Reservewährung wäre und die Zentralbank der USA höchstes Vertrauen genießt. Dort sei das Gold auch besonders sicher verwahrt.

London hingegen sei weltweit der größte und liquideste Goldhandelsplatz der Welt, weswegen dort auch noch 13% der Goldreserven verblieben. Der Brexit hätte darauf keine Auswirkungen.

Aus Frankreich/Paris habe man sämtliches Gold abgezogen, weil Paris kein Goldhandelsplatz sei und Frankreich überdies keine Fremdwährung, sondern den Euro als Zahlungsmittel habe und daher keine Notwendigkeit einer Goldverwahrung dort bestehe.

Was wurde in den letzten Jahren an Gold verlagert?

In den letzten Jahren hat man 674 Tonnen Gold aus New York und Paris nach Deutschland verlagert, dies waren 53.780 Goldbarren. 4402 Barren aus New York im Gewicht von 55 Tonnen wurden umgeschmolzen, um exakt die Echtheit und Feinheit zu bestimmen, dabei sei es zu keinen Ungereimtheiten beim Feingehalt gekommen. Auch über 100 Jahre alte Goldbarren hätten die notwendige Feinheit gehabt.

Alle Goldbarren wurden natürlich einer Gewichts- und Echtheitskontrolle unterzogen, u.a. mit Röntgen- und Ultraschalltechnik. Dies habe zu keinen Beanstandungen geführt.

So wanderten die Goldbarren der Bundesbank in den letzten Jahren…

Bundesbank besitzt 270.000 Goldbarren

Die Deutsche Bundesbank gilt weltweit (nach den USA) als zweitgrößter Goldbestandshalter, noch vor China. Der Goldbestand der Deutschen Bundesbank im Gesamtgewicht von 3378 Tonnen wird in rund 270.000 Goldbarren gelagert. Rund 136.600 Goldbarren mit einem Gewicht von 1710 Tonnen davon lagern in Frankfurt, das sind 50,6% der Gesamtbestände. Alle diese Barren werden auf Echtheit getestet.

In USA habe man in den letzten Jahren stichprobenhaft einzelne Barren auf Echtheit getestet.

Bundesbank auf Platz 2 der größten Goldbestandshalter der Welt

Bundesbank bemüht sich in Sachen Goldbarren um Transparenz

Die Deutsche Bundesbank bemüht sich in der Causa Goldbarren in den letzten Jahren um Transparenz, hat die Lagerstellen seit 2013 incl. geplanter Umlagerungen veröffentlicht. Seit Oktober 2015 ist auch eine Barrenliste im Internet einsehbar.

Goldbestand der Bundesbank nimmt nur durch Münzprägung ab

Der Goldbestand der Deutschen Bundesbank in Tonnen ist relativ konstant, nimmt die letzten Jahre jedes Jahr nur um die Menge ab, die das Deutsche Bundesfinanzministerium für die Münzprägung der deutschen Euro-Goldmünzen benötigt. Seit 2002 gibt es jährlich eine 100-Euro-Goldmünze, zusätzlich wurden 20 Euro-Goldmünzen und 50 Euro Goldmünzen eingeführt. In 2002 erschien zudem eine 200-Euro-Goldmünze (Währungsunion) und in 2001 die Goldmark (1 DM Gold).

Goldbestand der Bundesbank bleibt die letzten Jahre relativ konstant – bis auf Münzverkäufe

Wie hat der Goldbarren-Bestand der Deutschen Bundesbank sich aufgebaut?

Nachkriegs-Deutschland hatte zunächst keine Goldreserven. Deutschland ist 1952 aber dem Bretton-Woods-Abkommen beigetreten, wo feste Wechselkurse und fixer US-Dollar-Wert zum Gold (35 US$ pro Feinunze) vereinbart worden sind.

Bereits ab 1951 baute die Bank deutscher Länder als Vorgängerinstitut der Bundesbank erste Goldreserven auf. Diese entstanden durch Leistungsbilanzüberschüsse (Deutschlands exportierte mehr als das importiert wurde und erhielt dafür US-Dollar, die gegen Gold getauscht wurden).

Von 1951 bis 1958 flossen Deutschland alleine aus der Europäischen Zahlungsunion (EZU) 1584 Tonnen Gold zu.

1958 besaß Deutschland bereits 2344 Tonnen Gold.

Der Höchststand der deutschen Goldreserven wurde übrigens 1968 mit 4.034 Tonnen Gold erreicht.

Goldbarren

Zusammenbruch Bretton Woods System: USA hat nicht genug Gold

Der Goldbestand Deutschlands pendelte sich in den 70er-Jahren bei ca. 3700 Tonnen ein. 1973 brach das Bretton Woods System allerdings zusammen. Die USA hatten sich zwar vertraglich verpflichtet, die US-Dollar in einem festen Verhältnis auf Wunsch in Gold umzutauschen, – es stellte sich jedoch heraus, dass die USA mangels ausreichender Goldbestände diese Verpflichtung nicht erfüllen konnten. Das System brach zusammen und der Goldpreis wurde frei handelbar, was zur Folge hatte, dass er deutlich anstieg.

1979 brachte die Deutsche Bundesbank 740 Tonnen Gold in den Fonds für währungspolitische Zusammenarbeit (EFWZ) ein, erhielt dafür im Gegenzug ECU-Forderungen. 1998 wurden diese 740 Tonnen jedoch wieder zurück übertragen.

1999 hat die Bundesbank 232 Tonnen Gold auf die EZB übertragen, im Gegenzug erhielt sie eine Forderung in Euro gegen die EZB.

Rückholaktion der Bundesbank ist keine Rückholung

Die umgangssprachlich so bezeichnete Rückholung der deutschen Goldbarren ist natürlich keine Rückholung, weil diese Barren zuvor nie in Deutschland waren. Sie wurden erstmalig nach Deutschland verlagert.

Was Kritiker in Sachen Bundesbank-Goldbarren hinterfragen

Kritiker, die von Bankern auch gerne Verschwörungstheoretiker genannt werden, fragen sich:

  • Wenn Deutschland sowieso nicht mit dem Gold handelt, warum muss es dann überhaupt im Ausland lagern?
  • Warum muss man in den USA über 1200 Tonnen Gold lagern, reichen dort nicht 100 Tonnen?
  • Wenn die USA ein Goldversprechen bereits am Ende des Bretton-Woods-Systems nachweislich nicht gehalten haben, woher kommt dann die Zuversicht, dass das Gold noch da ist?
  • Weder US-Abgeordnete noch Bundesbanker durften in den letzten 20 Jahren eine Vollaufnahme der deutschen Goldreserven in den USA machen. Es wurden immer nur einzelne Barren gezeigt und geprüft. Dies führt selbst in den USA zur Kritik.
  • Der Transport eines 12kg-Goldbarrens zur Bundesbank hat in den letzten Jahren im Schnitt unter 200 Euro pro Barren gekostet. Dies ist im Verhältnis zum Barrenwert (über 400.000 Euro) eine zu vernachlässigende Größe. Warum verlagert man dann nicht alle deutschen Goldbarren nach Deutschland?

12,5 Kilo Goldbarren für Privatanleger

Sind die 12,5 Kilo-Goldbarren der Bundesbank für Privatanleger geeignet? Bei den Goldbarren, die die Deutsche Bundesbank besitzt, handelt es sich zum größten Teil um sogenannte 400-Unzen-Goldbarren im Gewicht von ca. 12,5 kg. Solche großen Goldbarren können natürlich auch von Privatanlegern erworben werden, was sich aber aufgrund des Einzelwertes von über 400.000 Euro nur bei immens großen Vermögen und Geldanlagen anbieten wird. Im Regelfall werden in Deutschland von den Anlegern Goldbarren zwischen 1 Gramm und 1 kg erworben, wobei folgende Goldbarren-Größen besonders häufig gekauft werden:

 

Erklärvideo der Deutschen Bundesbank zu Goldreserven

Die Deutsche Bundesbank hat in 2015 ein Erklärvideo zu den Goldreserven und den deutschen Goldbarren herstellen lassen, was die Situation aus Sicht der Bundesbank darstellt:

Fotos/Grafiken: Deutsche Bundesbank(Fotos: Nils Thies)