50 Pfennig 1950 Bank Deutscher Länder noch in der Krimskrams-Schublade?

Viele Deutsche haben immer noch Restgeld aus DM-Zeiten in Schränken und Schubladen. Bei einer letzten Erhebung kam die Bundesbank Ende 2016 zum Schluss, dass die Deutschen noch DM-Bargeld in Münzen im Volumen von fast 13 Milliarden DM, ca. 6,5 Milliarden Euro in Schränken, Kellern und Spardosen horten.

Münzraritäten darunter können wertvoll sein

Wenn Sie auch denjenigen gehören, die noch irgendwo ein Glas oder eine Dose mit alten DM-Münzen haben, lohnt sich u.U. das Durchschauen, denn eine Münze, die gar nicht so selten ist, könnte deutlich wertvoller sein als der aufgeprägte Nennwert:

50 Pfennig Bank Deutscher Länder 1950 G

Eine Münze mit dem Nennwert 50 Pfennig (50 Pf) ist dann besonders wertvoll, wenn sie ALLE der nachfolgenden Bedingungen erfüllt:

  • Jahreszahl 1950
  • Aufschrift BANK DEUTSCHER LÄNDER
  • Prägestätten-Buchstabe G

Echtheit der Münze vorausgesetzt, darf man sich auf einen dreistelligen Wert der Münze freuen.

Um Fragen gleich vorwegzunehmen:

Nur die oben genannte Kombination ist so wertvoll. Münzen mit 1950 und der Aufschrift „Bundesrepublik Deutschland“ oder Münzen mit BANK DEUTSCHER LÄNDER-Aufschrift, aber anderem Jahrgang sind ebenfalls nicht besonders wertvoll, sondern nur: 50 Pf Bank Deutscher Länder 1950 G

Was kostet so eine 50 Pfennig Münze 1950 BdL G?

Der Wert der Münze ist auf jeden Fall im dreistelligen Bereich. Wie bei Sammlermünzen üblich, kommt es auf den Erhaltungszustand an, als Anhaltspunkt können Sie unter folgendem Link nachschauen:

Aktueller Preis 50 Pfennig Bank deutscher Länder 1950 G

Warum ist dieses 50-Pfennig-Stück so wertvoll?

In 1950 sollten eigentlich die 50 Pfennig-Münzen bereits mit der Umschrift BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND geprägt werden. In der Münzprägestätte Karlsruhe, die man an dem kleinen Prägebuchstaben G auf der Münze erkennt, hat jedoch ein Mitarbeiter einen Prägestempel verwechselt und vermutlich aus Versehen 30.000 Münzen mit der an sich nicht mehr vorgesehenen Umschrift BANK DEUTSCHER LÄNDER geprägt. Genau diese 30.000 Stück sind heute gesucht und wertvoll.

Warum sind die anderen Bank deutscher Länder – Prägungen nicht wertvoll?

Die anderen 50 Pfennig-Stücke mit Bank deutscher Länder (BdL) Umschrift haben schlichtweg eine zu hohe Auflage, siehe folgende Auflistung:

  • 50 Pf BdL 1949 D: Auflage 39 Millionen
  • 50 Pf BdL 1949 F: Auflage 45 Millionen
  • 50 Pf BdL 1949 G: Auflage 25 Millionen
  • 50 Pf BdL 1949 J: Auflage 42 Millionen
  • 50 Pf BdL 1950 G: Auflage 30.000

(D=München, F=Stuttgart, G=Karlsruhe, J=Hamburg)

50 Pfennig Münze 1950
50 Pfennig 1950: Nur mit Prägebuchstabe G und Aufschrift BANK DEUTSCHER LÄNDER wertvoll

 

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Jamaika hin oder her: Citibank sieht Goldpreis über 1400$/oz wachsen

Nachdem der Goldpreis zunächst nach dem Aus der Sondierungsgespräche einer möglichen Jamaika-Kollektion auf über 1100 Euro/oz gestiegen ist, ging er bis Mittag wieder 4 bis 5 Euro die Unze zurück, notierte gegen 15 Uhr deutscher Zeit bei ca. 1095 €/oz.

Präsident Steinmeier ermahnt noch einmal alle Parteien

Bundespräsident Steinmeier ermahnte  alle Parteien, noch einmal in sich zu gehen und zu überlegen, ob man nicht Verantwortung tragen wolle. Aktuell erscheint es schwierig und es könnte auch auf Neuwahlen hinauslaufen, die gemäß  Jürgen Trittin dann vermutlich vor Ostern 2018 stattfinden würden.

Citibank sieht Goldpreis steigen

Aufgrund der vielen geopolitischen Risiken und auch Wahlen, die in den nächsten 2-3 Jahren anstehen, sieht die Citibank eine steigende Kaufbereitschaft der Anleger für Gold und geht von Goldpreisen oberhalb von 1400$/oz bis 2020 aus. In Zeiten politischer Unsicherheit würden Anleger vermehrt in vermeintlich sichere Anlage wie Schweizer Franken, Gold oder Yen investieren, während Aktienmärkte und Anleihen als zu volatil und riskant empfunden werden.

Die Citibank sieht als untere Grenze, die getestet werden könnte, 1270$/oz und dann bereits im nächsten Jahr eine Überschreitung der Marke von 1350$/oz, teilte sie heute mit. Am Montagnachmittag stand Gold dabei im europäischen Handel bei 1288$/oz.

Commerzbank sieht Safe-Haven-Buying bei Gold

Die Commerzbank sieht angesichts der politischen Unsicherheiten in Deutschland, der Mitte Europas Goldkäufe, die auch zunächst zum Anstieg auf 1100€/oz geführt haben. Solche politischen Unsicherheiten nach einer Bundestagswahl habe es seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland noch nicht gegeben. Zum ersten Mal nach dem zweiten Weltkrieg gäbe es solche Unwägbarkeiten in Deutschland. Gold wird in solche Zeichen als sicherer Hafen vermehrt gekauft.

Weltweite Silbernachfrage doppelt so hoch wie 2007

Das Silver Institute prognostiziert für diese Jahr eine weltweite Nachfrage nach Silbermünzen und Silberbarren im Volumen von 130 Millionen Unzen. Dies wäre zwar weniger als ein Jahr zuvor, aber immer noch mehr als doppelt so hoch wie vor Ausbruch der Finanzkrise. Im Jahr 2007 lag die weltweite Silbernachfrage nach Silberbarren und Silbermünzen nur bei 62 Millionen Unzen, weniger als halb so viel. In Deutschland sind die beliebtesten Silbermünzen zur Geldanlage in dem Edelmetall:

Bei vielen Anlegern sind Silbermünzen wegen ihrer praktischen Stückelung und Fälschungssicherheit beliebter als Silberbarren. Einige Anleger bevorzugen aber auch die Münzbarren aus Silber, die es in verschiedenen Größen bis 15 kg gibt.

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FDP erklärt Jamaika-Sondierung als gescheitert – Gold steigt

Gegen Mitternacht trat FDP-Chef Lindner vor die Presse und erklärte die Jamaika-Sondierungsgespräche für gescheitert. Die anderen beteiligten Parteien erklärten anschließend ihr Unverständnis, da man nach 4 Wochen ganz nah an einer Einigung gewesen sei. Fakt ist, dass damit Deutschland keine handlungsfähige Mehrheitsregierung mehr hat und entweder Neuwahlen angesetzt werden müssen oder eine Minderheitsregierung geschaffen werden muss, die sich für jede Entscheidung ihre Mehrheiten erkämpfen muss.

Gold steigt nach Bekanntgabe Lindners

Kaum hatte sich der Rückzug der FDP nach der Presseerklärung Lindners über die Nachrichtenticker verbreitet, stieg der Goldpreis an den asiatischen Börsen. Man macht sich Sorgen um Europa. Deutschland als Exportweltmeister und führende Wirtschaftsnation in Europa hat keine Mehrheitsregierung mehr. Ein bis dato führendes Land, welches in der EU eine Vermittler- und Führungsrolle gespielt hat, bekommt keine Regierung aufgestellt. Diese Vorstellung führte international zu Goldkäufen. Auch online setzten kurz nach Bekanntgabe der FDP in Deutschland vermehrt Goldkäufe ein.

Gold als Krisenmetall gefragt

Wegen der einsetzenden Goldkäufe stieg der Goldpreis in Euro auf über 1100 Euro, notierte am frühen Montagmorgen in Deutschland bei 1100,73 €/oz. Der Euro veränderte sich zum US-Dollar auf 1,1728. Besonders gefragt waren in Deutschland Goldbarren bis 100 Gramm und 1-Unzen-Goldmünzen.

Russland & China setzen Milliarden-Goldfonds auf

Russland und China wollen einen Goldfonds mit einer Kapitalausstattung von 1 Milliarde US-Dollar aufsetzen, der Gold kauft und Goldprojekte wie Goldminen unterstützt. Der russische Far East Development Funds und China´s National Gold Group, ein staatliches Unternehmen, wollen dabei federführend tätig werden. Aleksey Chekunov erklärte für die russische Beteiligung, dass auch Privatanleger sich beteiligen  und so in Gold investieren können. Die Anfangskapitalausstattung solle bereits 500 Millionen Dollar betragen und dann auf 1 Milliarde gesteigert werden. Russland und China haben beide ein Interesse, die eigene Währung durch Gold stabil zu halten und den US-Dollar von seiner Rolle als Weltleitwährung zu verdrängen. Für den Goldpreis dürfte dies eine positive Entwicklung bedeuten.

 

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Goldpreis: Wann geht die Jahresendrallye los?

Händler und Anleger schauen dieser Tage gespannt auf die Goldpreisentwicklung. War es doch in den vergangenen Jahren oft so, dass gegen Jahresende der Goldpreis noch einmal richtig zugelegt hat.

Goldpreis zum Jahreswechsel 2016/2017 + 10%

Betrachtet man in der Retrospektive die Goldpreisentwicklung Ende letzten Jahres, so lässt sich feststellen, dass sich der Goldpreis in Euro von Mitte Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 um über 100 Euro nach oben entwickelt hat (pro Unze Feingold). Dies entsprach damals ca. +10% Wertentwicklung um den Jahreswechsel herum.

Goldpreis in Euro klettert zum Wochenschluss über 1090€/oz

Am Freitag nachmittag kletterte der Goldpreis in Euro zum Wochenschluss im europäischen Handel über die Grenze von 1090 €/oz und notierte am frühen Abend bei 1092,59 Euro pro Feinunze Gold. In US-Dollar notierte Gold gegen Wochenschluss bei 1288,50 $/oz.

Charttechnik für Goldpreis

In den letzten Monaten stieg der Goldpreis zunächst auf ein Jahreshoch von 1355$/oz, ließ dann aber Anfang September nach. Der Goldpreis fiel dabei aber nicht unter die charttechnische Unterstützunglinie von 1265$/oz. Gold pendelte seitwärts und schwankte immer wieder zwischen 1265 und 1296$. Wichtig war das Überschreiten der Marke von 1285$. Sollte sich Gold länger darüber halten, sollte man davon ausgehen, dass Gold zunächst die 1301$/oz-Marke überschreitet, um dann auf 1325$ und 1355$/oz steigen zu können. Der Wochenschluss von 1288 diese Woche könnte ein Signal sein, dass ein Überschreiten der 1301$-Markierung ggf. nächste Woche bevorsteht, was aber auch von fundamentalen Daten abhängig ist.

Was bedeutet die Jamaika-Koalition für Gold?

Falls die Jamaika-Koalition zustande kommt, muss mit mehr oder weniger strengen Umweltauflagen für den Individualverkehr gerechnet werden. Mittelfristig werden deutlich mehr Elektrofahrzeuge zugelassen werden und auf dem Weg zu einem hohen Elektrofahrzeuganteil werden strengere Abgasvorschriften für Benzin und vor allen Dingen Diesel-Fahrzeuge kommen.

Dies dürfte bedeuten, dass kurzfristig deutlich mehr Platin und Palladium für Abgaskatalysatoren benötigt werden wird, später dann aber für Fahrzeugelektronik Gold und Silber stärker nachgefragt sein dürfte, wenn der Anteil der Elektrofahrzeuge stark zunimmt. In der Diskussion ist ein Elektrofahrzeuganteil von 60% im Jahr 2040.

Allerdings muss man auch sehen, dass in vielen Ländern der Welt auch weiterhin Benzin- und Dieselfahrzeuge unterwegs sein werden.

Langfristig ist hinsichtlich Gold und Silber mit einem vermehrten Verbrauch in der Automobilindustrie zu rechnen, der nur in den nächsten Jahren durch höheren Absatz von Platin und Palladium begleitet wird. Die Palladium-Preise sind entsprechend auch schon deutlich gestiegen. Aktuell gibt es einen Nachfrageüberhang. Palladiumbarren finden Sie im Anlagegold24-Angebot ebenso wie Palladium-Münzen.

Palladium Münze EMU
Palladium Münze EMU

 

 

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Zentralbanken kaufen 25% mehr Gold

Die Notenbanken dieser Welt haben im letzten Quartal 25% mehr Gold gekauft. Insgesamt wurden netto 111 Tonnen Gold durch Zentralbanken im dritten Quartal 2017 gekauft. Besonders kräftig haben dabei übrigens die Zentralbanken aus Russland, der Türkei und Kasachstan zugelangt, stellte das World Gold Council (WGC) fest.

In 2017 bisher 289 Tonnen Gold gekauft

Die Notenbanken dieser Welt scheinen an Gold als Wertaufbewahrungsmittel zu glauben, sonst hätten sie dieses Jahr nicht schon insgesamt 289,6 Tonnen Gold gekauft (Jan.-Sept. 2017). Russland hat davon alleine im letzten Quartal 63 Tonnen zugesteuert, die Türkei 30,4 Tonnen.

Türken verkaufen Dollar und kaufen Gold

Die Türken folgen einem Aufruf ihres Präsidenten Erdogan, der die Türken aufgefordert hatte, US-Dollar zu verkaufen und sich dafür lieber Gold zuzulegen. Im Gesamtjahr 2017 haben die Türken bisher alleine 47 Tonnen Goldbarren und Goldmünzen gekauft, verglichen mit einem Vorjahreswert von 14,8 Tonnen eine erhebliche Steigerung.

US-Banken kaufen massiv Gold

Bemerkenswerterweise kaufen US-Banken massiv Gold für sich selber. In den USA müssen 6 Wochen nach Quartalsende die großen ETFs ihre größten Anteilseigner bekannt geben und bei der Gelegenheit wurde nunmehr öffentlich, wer z.B. beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares die meisten Anteile hält. Bemerkenswerterweise sind unter den zehn größten Anteilseignern dort gleich VIER US-Banken, die ihre Bestände deutlich aufgestockt haben:

  • Morgan Stanley (+ 73,4%)
  • Bank of America (+31,5%)
  • JP Morgan Chase (+28,5%)
  • Wells Fargo & Comp. (+8,4%)

Die amerikanischen Banken scheinen also selber nicht vollends von ihrem Papiergeldsystem überzeugt zu sein, sondern setzen auch auf GOLD.

Goldpreis geht seitwärts

Der Goldpreis bewegt sich die letzten Tage eher seitwärts, einige Marktteilnehmer erwarten aber eine kräftige Jahresendrallye. Das Unterstützungslevel von 1275$ hat auf jeden Fall gehalten, am Donnerstag nachmittag bewegten sich die Kurse in Dollar um 1280$/oz und der Goldpreis in Euro oszillierte um 1088€/oz.

Chinas Goldnachfrage ungebrochen

In China wird nach wie vor massiv Gold gekauft, im dritten Quartal haben sich die Zahlen wie folgt verändert:

  • Goldnachfrage allgemein in China: +15,49%
  • Goldbarren-Nachfrage in China: + 44,45%
  • Goldschmuck-Nachfrage in China +7,44%

Die Goldförderung in China fiel im gleichen Zeitrum um 10%.

China Goldpanda 2018 in Europa und China stark gefragt

Die Pandamünzen aus China mit der Jahreszahl 2018 wurden von der chinesischen Nationalbank bereits ausgegeben und sind in Deutschland, Europa und auch in China bereits stark gefragt. Die neuen 2018er Panda Goldmünzen und Silbermünzen tragen einen großen Pandakopf als Motiv.

Goldpanda 2018 China
Goldpanda 2018 China der Grösse 100 Yuan/8g
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Gold kaufen: 5 Totschlagargumente, warum dies böse ist

Von Leuten, die andere Interessen verfolgen (z.B. Bankern, die lieber Investmentfonds mit Aufgeld verkaufen) kommen immer wieder Stammtischparolen, die unreflektiert wiederholt werden, aber durch Wiederholung nicht besser werden.

Was wird gegen das Gold kaufen eingewendet?

  1. Gold bringt keine Zinsen
  2. Der Goldpreis kann schwanken
  3. Goldaufbewahrung kostet ein Vermögen
  4. Gold kann man nicht essen
  5. Gold könne verboten werden

In der Folge wollen wir uns im Einzelnen den Totschlagargumenten widmen:

Gold bringt keine Zinsen

Absolut richtig. Gold bekommt keine Kinder und wirft kein Papiergeld als Zinsen ab. 1kg Gold bleibt 1kg Gold. Auch wenn Sie es ein Jahr oder zehn Jahre im Keller aufbewahren: Es bekommt keinen Nachwuchs.

Aber: Abgesehen davon, dass ihr Geld aktuell bei den Banken auch keine oder so gut wie keine Zinsen abwirft, wird Gold im Laufe der Zeit gegenüber Papiergeldwährungen wertvoller: Wer Anfang der 2000er-Jahre für eine Unze Gold ca. 300 Euro bezahlt hat, kann diese jetzt für über 1000 Euro verkaufen. Da stört es auch nicht, wenn zwischendurch keine Zinsen ausgezahlt worden sind. Wer die 300 Euro auf ein Sparbuch angelegt hätte, hat am Ende noch keine 400 Euro incl. Zinsen auf seinem Sparbuch. Da dürfte vielen das Gold lieber sein.

In Währungsreformen und Inflationen verschwindet übrigens der Wert von Zinsen schlagartig auf Null, der Wert von Gold bleibt.

Der Wert des Goldes ist nicht etwa eine jährliche Zinszahlung, sondern der Erhalt des Vermögens und des Kapitals. Zinsen müssen Banken nur als Ausgleich für etwas zahlen,was immer wertloser wird: Papiergeld.

Der Goldpreis kann schwanken

Ja, das ist richtig. Der Goldpreis in Euro oder der Goldkurs gegen Dollar kann schwanken, aber langfristig ist der Goldpreis gegen die meisten Papiergeldwährungen gestiegen, sowohl in Dollar als auch in Euro. Anfang der 70er-Jahre kostete eine Unze Feingold ca. 35 Dollar, heute über 1200 Dollar. Dazwischen ist sie unter Schwankungen gestiegen. Damit kann der langfristig orientierte Anleger sehr gut leben.

Übrigens: Auch der Preis für Euros (als Papiergeld) schwankt: Wer sich anschaut, wieviel Yen oder US-Dollar man für Euros im Laufe der Zeit bekommen hat, wird feststellen, dass das ganz schön schwankt. Ein Einwand also, dass der Goldpreis schwankt und man deshalb lieber Euros horten sollte, ist also widersinnig.

Das Gegenteil ist richtig: Langfristig ist der Euro immer wertloser geworden, werden man langfristig immer mehr Euros für das Gold bekommen hat. Richtiger wäre also eine Beschreibung mit „Der Goldpreis steigt unter Schwankungen“

Einzig richtig daran ist, dass Gold nicht unbedingt das geeignetste Anlagemedium für sehr kurze Zeiträume ist. Wer 500.000 Euro für einen Monat anlegen möchte, weil er das Geld dann für einen Hauskauf braucht, sollte nicht unbedingt Goldbarren mit dem Ziel kaufen, diese in einem Monat wieder zu verkaufen. Hier könnten kurzfristige Schwankungen kontraproduktiv wirken.

Wer jedoch das Familienvermögen, was ohnehin immer nur auf Sparverträgen oder Festgeldern vor sich hin geschoben wird, langfristig sichern will, ist mit Gold voraussichtlich wesentlich besser bedient: Etwaige Wertsteigerungen sind nach einem Jahr im Privatvermögen überdies steuerfrei.

Das Aufbewahren von Gold ist teuer

Das Aufbewahren von Gold ist nicht teuer, sondern preiswert. Es kostet zumeist deutlich weniger, als Investmentfonds zumeist an Depotgebühren und Verwaltungsgebühren einstreichen. Ein Schließfach bei einer Bank gibt es zumeist für Beträge unter 100 Euro pro Jahr incl. Versicherung.  Gold ist überdies so handlich, dass es auch im eigenen Haushalt leicht und gut versteckt werden kann. Das kostet gar nichts. 1kg Gold nimmt weniger Platz weg als eine Tafel Schokolade. Und die sollte jeder in seinem Haushalt so verstecken können, dass ein etwaiger Einbrecher diese nicht auf Anhieb findet. Ein schwerer, über 300kg wiegener Tresor incl. Verankerung ist eine einmalige Anschaffung für das ganze Leben und schlägt mit kaum mehr als 1000 Euro zu Buche. Bei einer Goldanlage über 100.000 wäre dies 1% an Kosten. Wird der Tresor 10 Jahre genutzt, sind es 0,1% pro Jahr. Ein eher zu vernachlässigender Faktor. Selbst, wenn der Tresor per Alarmschaltung an einen Wachdienst angeschlossen werden würde, kostet dies in den seltensten Fällen über 50 Euro pro Monat. Das bedeutet, dass selbst das Schaffen einer hohen Sicherheit zu Hause nur mit zu vernachlässigenden Kosten zu Buche schlägt.

Zum Vergleich: Führende Aktienfonds in Deutschland kostet in der Regel neben einem 5%igen Ausgabeaufschlag jährliche Verwaltungsgebühren von 1,4 Prozent. Ein Satz, der bei Gold nicht anfällt.

Insoweit ist auch dieses Totschlagargument gegen Gold realitätsfern und hält einer Überprüfung nicht stand.

Gold kann man nicht essen

Abgesehen davon, dass man Gold schon essen kann, – es gibt sogar im Lebensmittelhandel extra Blattgold zum Verzieren von Kuchen o.ä. – wird auch der Verzehr eines Sparbuchs, eines Bausparvertrags oder eines Bündels mit 500-Euro-Scheinen wenig schmackhaft sein. Da ist das Blattgold auf einer Currywurst eher noch zu bevorzugen.

Dieses Totschlagargument ist also nicht nur sachlich falsch, sondern auch noch dumm.

Gold kann verboten werden

Theoretisch wäre dies natürlich konstruierbar, wobei das oft zitierte Goldverbot in den USA schon Generationen zurückliegt und vor dem zweiten Weltkrieg ausgesprochen wurde. Im zweiten Weltkrieg war so einiges verboten. Davor jetzt Angst zu machen, ist schlichtweg unseriös.

Selbst wenn eine Bundesregierung oder Zentralbank den Goldbesitz verbieten würde, stellt sich die Frage: Wer will dies wie überprüfen?

Abgesehen davon, dass in der heutigen Zeit die Bürger auf die Barrikaden gehen würden, ist dann davon auszugehen, dass die Betroffenen das Gold verstecken oder in nicht betroffenes Ausland verbringen würden. Das ist der wesentliche Vorteil von Gold gegenüber anderen Anlageklassen. Es ist (im Gegensatz zur Immobilie) mobil: Man kann es in die Tasche stecken und verreisen. Goldbesitz zu Hause ist auch nicht registriert und entzieht damit in der Regel eine Besitzbesteuerung oder einem Einzug.

Ein Goldverbot im 21.Jahrhundert dürfte in westlichen Ländern als extrem unwahrscheinlich gelten und wenn es wider Erwarten kommen sollte, ist die Durchsetzbarkeit extrem zweifelhaft.

Selbst in Indien, wo die starken Goldkäufe der Bevölkerung ein Handelsbilanzproblem für das Land bedeuten, ist Gold nicht verboten. Man versucht allerdings, neue Goldkäufe durch höhere Steuern auf den Kauf zu reduzieren. Dies ist aber ein Grund, jetzt in steuerlosen Zeiten in Europa noch mehr Gold zu kaufen.

Insoweit hält auch dieses Totschlagargument einer Überprüfung an der Realität nicht stand.

Fazit:

Die fünf häufigsten vorgebrachten Argumente, warum man kein Gold kaufen sollte, halten allesamt einer Überprüfung auf sachliche Richtigkeit nicht stand. Sie sind schlichtweg falsch.

Sie werden entweder von Unwissenden ohne eigenes Nachdenken nachgeplappert oder aber wider besseren Wissens von Leuten wiederholt, die andere Interessen haben, z.B. das Geld, was man in Gold investiert, lieber nutzen würden, um einen Fonds zu kaufen, wo dann einmalig und jährlich Gebühren anfallen.

Wer das Geld hat, um Gold zu kaufen und über einen entsprechenden Anlagehorizont verfügt, sollte auch Gold kaufen. Ob man dabei Goldbarren oder Goldmünzen kauft, ist eher sekundär.

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20 Franken Goldmünze für 46.360 Franken versteigert – Durussel Probe

Schweizer Franken Goldmünzen sind auch heute noch sehr  begehrt, aber diese 20 Franken Goldmünze hat die Preise, die für gewöhnlich für Vreneli Goldmünzen gezahlt werden, bei weitem übertroffen:

46.360 Franken für eine 20 Franken Goldmünze 1871

Bei einer Versteigerung in einem Schweizer Auktionshaus (Rapp) wurde eine 20 Franken Goldmünze der Schweizer Eidgenossenschaft aus dem Jahr 1871 für 46.360 Franken einem neuen Besitzer zugeschlagen. Umgerechnet sind dies ca. 40.000 Euro. Handelsübliche Vreneli-Goldmünzen im Nennwert von 20 Franken notierten an diesem Tag bei ca. 210 Euro.

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Schweiz 20 Franken Gold 1871 – Durussel-Probe

Edouard Durussel Probe 20 Franken 1871

Die Probe, die von Edouard Durussel gemacht wurde, gilt als Vorläufer des Vrenelis und wurde nicht in größeren Stückzahlen geprägt. Im Auktionshaus hatte man zunächst einen Erlös von ca. 30.000 Franken geschätzt, der aber dann in der Praxis durch Höhergebote deutlich erhöht wurde. Incl. bei Verauktionierungen üblichem Aufgeld musste der Käufer (ohne MwSt) 46.360 Franken zahlen.

Für die Schweizer Goldmünzen im Nennwert von 20 Franken wurden im Vorfeld mehrere unterschiedliche Proben angefertigt, die gelegentlich im Handel auftauchen. Allen ist gemeinsam, dass sie in vernünftiger Erhaltung stets fünfstellige Erlöse in Auktionen erzielen.  Von der Durussel-Probe dürften maximal 30 Stück existieren.

Gondogold ähnlich wertvoll

20 Franken Goldmünzen aus sogenanntem Gondogold sind ähnlich wertvoll, so wurden z.B. folgende Preise für Münzen in Stempelglanz  gezahlt:

  • 20 Franken 1893 aus Gondogold: 90.000 Franken
  • 20 Franken 1895 aus Gondogold: 80.000 Franken

Das Gold für diese Münzen kam aus dem Schweizer Goldbergwerk Gondo (Kanton Wallis). Die Münzen erkennt man an der helleren Goldfarbe, da etwas Silber beigemischt wurde. Zudem ist ein kleines Kreuz in der Mitte des Schweizer Kreuzes eingepunzt.

Als Spitzenreiter unter den 20 Franken Goldmünzen der Schweiz gilt eine 20 Franken Goldmünze aus 1897, bei dem das auf der Münze abgebildete Mädchen eine Stirnlocke trägt. Für diese Helvetia-Prägung wurden schon 110.000 Franken bezahlt.

Bilder: Auktionshaus Rapp

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UBS verweist auf Palladium-Chancen

Die UBS hat in jüngsten Interviews und Analysen auf das besondere Umfeld für Palladium hingewiesen, was laut UBS möglicherweise noch interessanter ist als Gold.

Palladium könnte wegen Katalysatoren kräftig steigen

Palladium befindet sich seit 2016 in einer Aufwärtsbewegung und hat vor kurzem die 1000$-Linie durchbrochen. Heute morgen notiert es aktuell bei 998 $/oz. Eine rege Nachfrage aus dem Automobilmarkt könne bei gleichzeitig vorliegendem Rückgang der Palladium-Förderung für steigende Preise sorgen. Fundamental seien steigende Preise durch die steigende Nachfrage bei sinkendem Angebot gestützt. Palladium wird vor allen Dingen bei Autokatalysatoren hinter Benzinmotoren benötigt, während Platin vor allen Dingen bei Dieselmotoren zum Einsatz kommt. Wegen der weltweiten Kritik an Dieselmotoren steigen die Absätze an benzinbetriebenen Fahrzeugen, was zu vermehrtem Palladiumbedarf führt. Seit dem VW-Dieselskandal vor 2 Jahren ist der Absatz an Dieselfahrzeugen weltweit eingebrochen.

Palladium auch in Münzform erhältlich

In Deutschland kaufen Anleger häufig Palladium in Form von Palladium-Anlagemünzen. Die Nachfrage konzentriert sich dabei auf wenige Anlagemünzen aus Palladium:

Da die Münzen regelmäßig nur kleine Auflagen haben, hat sich bei einigen bereits ein Sammlermarkt entwickelt. Vor allen Dingen für EMU-Münzen aus Palladium werden deutliche Aufgelder bezahlt. Großer Nachfrage erfreut sich auch die neue Palladium-Münze aus den USA mit dem Eagle-Motiv.

Palladium Maple Leaf Münze
Klassiker unter den Palladium-Münzen: Maple Leaf aus Kanada

Palladium-Preis dieses Jahr bereits +50%

Der Palladiumpreis ist dieses Jahr bereits um rund 50% gestiegen, Analysten sehen aber noch kein Ende eines Anstiegs, insoweit besteht für Anleger die Chance, noch weitere Wertsteigerungen mitzunehmen. Mehrere Analysten wollen errechnet haben, dass alleine dieses Jahr die Palladium-Nachfrage das Angebot um rund 8 Millionen Unzen übersteigt und es für einige Katalysatoren-Hersteller in der Tat schwierig werden dürfte, ausreichend Palladium für die Produktion zu erhalten. Während der Palladium-Preis bei Ausbruch des VW-Dieselskandals noch bei 490$/oz lag, notiert er heute bei rund dem Doppelten.

Palladium-Minen größtenteils schon ausgebeutet

Die Palladium-Minen, die es weltweit gibt, gelten als nahezu komplett ausgebeutet, was die Gewinnung immer schwieriger macht. 41% der Produktion stamm aus Russland, 37,5% aus Südafrika, erst danach folgen mit Abstand USA und Kanada mit kleineren Vorkommen. Palladium wird zumeist als Nebenprodukt beim Abbau von Kupfer oder Nickel-Erzen gewonnen.

 

 

 

 

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4 Millionen Goldunzen in 15 Minuten verkauft – weniger als 1% Preisrücksetzer

Am Freitag letzter Woche hat jemand an der amerikanischen Edelmetallbörse COMEX 4 Millionen Goldunzen innerhalb von 15 Minuten auf den Markt geworfen. Selbst diese große Menge an Gold führte nur dazu, dass sich der Goldpreis um  weniger als 1% nach unten bewegte.

40.000 Gold-Kontrakte an der Comex

Rund 40.000 Goldkontrakte über je 100 Goldunzen wurden in New York kurz nach 11.10 Uhr amerikanischer Zeit (New York) auf den Markt geworfen. Innerhalb von etwas mehr als 10 Minuten macht dies üblicherweise nur jemand, der ein Interesse daran hat, dass der Kurs sofort messbar zurückgeht. Die ist auch passiert, siehe Goldpreischart:

goldpreis-comex-november-2017
(Goldpreis-Chart incl. 10.11.2017)

Der Goldpreis in US-Dollar fiel von fast 1286 auf 1274,20$/oz, allerdings erholte er sich zu Beginn dieser Woche gleich wieder auf ein Niveau von ca. 1279$/oz.

Goldpreisdrückung?

Solche Goldpreisdrückungen funktionieren immer nur kurz. Derjenige, der große Mengen Gold auf einmal auf den Markt wirft, drückt zwar kurzfristig den Goldpreis, ist aber auch seine Ware los. Gold, welches man besitzt,kann man immer nur einmal verkaufen, dann ist es weg. Manche Spekulanten verkaufen auch bewusst große Mengen zu einem Preis x, weil sie wissen, dass das weitere Verkäufe auslöst, die den Goldpreis drücken, um dann wieder etwas tiefer einzukaufen. Eines haben solche Spekulationen gemein: sie beeinflussen den Goldpreis nicht langfristig, sondern sorgen nur für vorrübergehende Bewegungen.

UBS sieht Goldpreis in 2018 stabil

So sieht auch die Schweizer Großbank UBS den Goldpreis in 2018 nicht etwa fallen, sondern eher stabil und geht von einem Durchschnittsgoldpreis von 1285$/oz in 2018 aus, was etwas über den jetzigen Notierungen wäre. Ob die UBS Recht hat, wird man letztendlich erst Ende 2018 wissen. Banken sind traditionell mit positiven Goldpreisprogrosen vorsichtig.

17% höhere Goldnachfrage nach WGC

Die internationale Goldnachfrage nach Anlagegold (Goldmünzen und Goldbarren) ist nach wie vor hoch, sonst hätte das World Gold Council für das dritte Quartal 2017 jüngst nicht einen Anstieg der Nachfrage um 17% errechnen können. 222,3 Tonnen Gold wurden weltweit in Form von Goldmünzen und Goldbarren in Q3 gekauft, wobei Deutschland und China wesentliche Anteile daran hatten.

Krügerrand in Gold und Silber: große Nachfrage

Auch zu Wochenbeginn gab es starke Nachfrage vor allen Dingen nach Goldmünzen Krügerrand und den Krügerrands in Silber, gefolgt von australischen Silber-Känguru-Münzen 2018, die die Perth Mint schon in 2017 ausliefert. Bei den numismatischen Besonderheiten war der Kookaburra 2018 mit dem Privymark HUND stark gefragt.

Goldpreis in Euro hat sich gefangen

Auch der Goldpreis in Euro ist nach seinem kleinen Freitags-Rücksetzer wieder auf dem Weg nach oben. Am Montagnachmittag notierte er bereits wieder 4,40 Euro fester bei 1097,22€/oz. Deutsche Anleger nutzten die Goldkurse knapp unter 1100 Euro für Nachkäufe.

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BAFIN: Warnung – bei Bitcoins droht Totalverlust

Das Bundesaufsichtsamt für das Finanzwesen (BAFIN) hat in Sachen BITCOIN eine eindeutige Warnung ausgegeben: Kryptowährungen im Allgemeinen stehen bei der BAFIN unter besonderer Beobachtung. Die starken Kursschwankungen bei solchen Digitalwährungen werden von der Finanzmarktaufsicht mit Sorge betrachtet.

Kursschwankungen von 10% am Tag normal

Kursschwankungen von über 10% am Tag sind keine Seltenheit. Wenn allerdings die Beliebtheit einer solchen virtuellen Währung abnimmt, kann der Kurs massiv und dauerhaft einbrechen.

Totalverlust auch bei Bitcoins möglich

BaFin Pressesprecher Mario Kyriasoglou erklärte in einem Interview, dass dies bei Kryptowährungen auch zum Totalverlust führen kann. Die aktuelle Gesetzeslage bietet allerdings keine Grundlage für ein Verbot solch virtueller Währungen. Nachdem Bitcoins kürzlich mit fast 7000 Euro gehandelt wurden, werden per Handelstag 10.11.2017 beispielsweise regelmässig nur noch Kurse von um 5.900 Euro geboten, mithin ein Verlust von mehr als 15% in wenigen Tagen.

Ausdrückliche Warnung vor ICOs – Initinal Coin Offerings

Die BAFIN warnte ausdrücklich vor neuen Ausgaben sogenannter Initial Coin Offerings, sogenannten ICOs, – hier sei das Verlustrisiko außerordentlich hoch. Nichtsdestotrotz haben in 2017 diverse Ausgeber dreistellige Millionenbeträge mit solchen Neuausgaben im Bereich Kryptowährungen eingenommen:

Infografik: Die größten Initial Coin Offerings 2017 | Statista Aufstellung von Statista

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