EZB lässt Zinsen auf NULL – inflationsbedingt verlieren Sparer Geld

Die Europäische Zentralbank EZB hat heute bekannt gegeben, dass der Leitzins weiter auf NULL Prozent bleibt und Banken auch weiterhin Zinsen ZAHLEN müssen, wenn sie bei der EZB Geld auf dem Konto haben, sogenannte Negativzinsen. Diese bleiben bei 0,4%

EZB finanziert Wirtschaft, Staaten und Banken mit 60 Milliarden im Monat

Weil selbst diese Hilfe dem Finanzmarkt und den Banken offensichtlich noch nicht genug hilft, kauft die EZB auch weiterhin (zusammen mit nationalen Notenbanken) monatlich (!) für rund 60 Milliarden Euro (!) Wertpapiere am Markt auf, zum größten Teil Staatspapiere. Im letzten Dezember hatte man das Volumen von monatlich 80 Milliarden auf monatlich 60 Milliarden gesenkt.

Inflation soll weiter steigen

EZB-Präsident Draghi möchte, dass die Inflation und damit wohl auch die Geldentwertung noch weiter steigt. An einer steigenden Inflation könne man das Anziehen der Wirtschaft ablesen. Die Wirtschaft in der Währungsunion erhole sich, aber es sei noch eine stärkere Inflationsdynamik erforderlich, so Draghi.

Niedrige Energiepreise würden aktuell die Inflation noch niedrig halten, deswegen werde die EZB weiter massiv monetär die Wirtschaft unterstützen müssen, d.h. die Märkte mit billigem Geld fluten.

Kritik an der EZB-Politik

Kritiker bemängeln, dass der von der EZB angedachte Effekt „Die EZB leiht den Banken billig Geld, damit diese es billig der Wirtschaft leihen, damit es denen gut geht und die Konsumenten viel Geld ausgeben können“ nicht funktioniert. Die Banken wären sehr restriktiv mit der Kreditvergabe an Private und Unternehmen und geben auch die niedrigen Zinsen nicht 1:1 weiter. Überdies gibt der deutsche Sparer sein Geld in Nullzinsphasen nicht vermehrt aus, sondern spart noch mehr oder kauft Sachwerte wie Gold, aber fährt deswegen nicht 4 x im Jahr in Urlaub und kauft auch nicht jedes Jahr 2 neue Autos.

Auch Japan lässt die Zinsen niedrig

Zuvor hatte bereits die japanische Zentralbank die Niedrigzinspolitik fortgesetzt. Auch dort gibt es Negativzinsen (Strafzinsen) auf Einlagen. Die Höhe wurde bei 0,1% belassen, teilte die Notenbank von Japan nach Ihrer Sitzung mit. Bei zehnjährigen Staatsanleihen will man in Japan an einer Rendite von 0% festhalten. Das Inflationsziel von 2% will man in Japan im Jahr 2019 erreichen.

Trump will FED-Chefin Janes Yellen ablösen

Aus den USA gibt es Berichte, dass US-Präsident Trump mit der Geld-Politik der FED-Chefin Janet Yellen unzufrieden ist und diese durch seinen Berater Gary Cohn ablösen wolle. Cohn war früher Banker bei Goldman. Cohn und Yellen lehnten Kommentare dazu ab. Im Juni hatte Cohn noch geäußert, er sei glücklich in seinem Job als Wirtschaftsberater für Trump. Yellens reguläre Amtszeit endet im Februar 2018, Trump hatte sie mehrfach kräftig kritisiert und scheint ihre Niedrigzinspolitik nicht für richtig zu halten.

Gary Cohn hatte bei Goldman Sachs als Goldhändler begonnen und ist dann dort in das Management aufgestiegen.

 

Was bedeutet die Nullzins-Politik der EZB für Anleger?

Zunächst einmal ist davon auszugehen, dass die Niedrigzinspolitik noch eine ganze Weile anhält, die EZB und die FED wollen dies offensichtlich in die Länge ziehen. Möglicherweise wird man das Anleihen-Kaufprogramm betraglich reduzieren, aber auch wenn man statt 60 Milliarden Euro nur noch 40 Milliarden Euro im Monat (!) für Anleihen von Staaten und Unternehmen ausgibt, ist das dramatisch zu viel und eine Geldschwemme, die den Euro und den Dollar entwertet. Damit werden auch Sparer und Sparguthaben entwertet.

Aktuell ist die Inflationsrate deutlich höher als die Rate der vereinnahmten Zinsen, was in der Praxis dazu führt, dass klassische Sparer (Festgeld, Sparbuch, Sparbrief etc.) jedes Jahr Geld verlieren. Sie bekommen nicht nur keine oder so gut wie keine Zinsen, sondern das Geld, was da ist, verliert noch an Wert.

Gold kaufen bleibt sinnvolle Alternative

Bei allen Kursschwankungen bleibt das Kaufen von Gold eine sinnvolle Alternative für Sparer. Gold kann durch Regierungen oder die EZB /FED nur schwerlich entwertet werden. Regierungen und Zentralbanken können Gold (im Gegensatz zu Euroscheinen und Dollarscheinen) nicht beliebig drucken, deswegen ist Gold wertstabiler als Papiergeld.

Die Zentralbanken dieser Welt drucken ja mittlerweile noch nicht einmal die Papiergeldscheine, sondern sie schöpfen Geld aus dem Nichts, indem sie es über Nacht auf Konten entstehen lassen und Banken gegen NULL Zinsen zur Verfügung stellen

Goldpreis aktuell günstig

Der Goldpreis in Euro ist mit Goldkursen unter 1100 Euro/Unze aktuell so günstig, dass einige Goldminen wegen Unwirtschaftlichkeit schon schließen mussten. Für den Anleger bieten sich also aktuell günstige Möglichkeiten, sein Vermögen mit Goldkäufen gegen Wertverluste zu versichern. Allem Anschein nach wird die EZB und auch die FED die Niedrigzinspolitik noch eine ganze Weile weiter betreiben müssen.

Es wird für die beiden großen Zentralbanken dieser Welt auch schwierig, das viele dem Markt zur Verfügung gestellte Geld wieder einzusammeln. Das dürfte ähnlich schwer werden wie Zahnpasta zurück in die Tube zu drücken oder einem Drogenabhängigen zu sagen, er möge die Dosis reduzieren. Ein Rezept, wie man dies macht, haben weder FED noch EZB.

Euro schwächer nach EZB-Statement

Der Euro fiel nach der EZB-Bekanntgabe gegenüber dem Dollar etwas ab, was das Gold kaufen in Euro für den Anleger ein paar Euro preiswerter machte. Die USD/EUR-Parität lag am Abend bei 1,1626, der Goldpreis in Euro lag bei 1069,60 €/o und der Goldpreis in Dollar bewegte sich um 1244 $/oz.

Käufer klassischer Goldmünzen der 1-Unzen-Klasse  kauften heute vor allen Dingen Maple Leaf Goldmünzen und Krügerrand Gold, sowie Goldbarren von 100 Gramm bis 1kg

Foto: © European Central Bank 2017

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Credit Suisse sieht Goldpreis auf über 1300$ steigen

Geht es nach der Schweizer Großbank Credit Suisse, sollte die Goldpreisentwicklung in 2017 positiv verlaufen und Gold auf über 1300 Dollar/Unze steigen.

Goldpreis steigt auf 1313 $/oz

Die Analysten der Credit Suisse sehen in der zweiten Jahreshälfte 2017 den Goldpreis auf 1313 Dollar je Unze steigen (von jetzt aktuell 1242 $/oz). Das ist etwas weniger optimistisch, als man in früheren Vorhersagen war (1388 $/oz), aber immer noch deutlich positiv für Gold.

Comex Verkäufe drückten Goldkurs im Juni

Die Credit Suisse führt den aktuell eher weicheren Goldpreis zurück auf 16 Millionen verkaufte Goldunzen an der Comex seit Juni, als die FED Zinserhöhungsmöglichkeiten für die Zukunft avisierte. Mittlerweile hätten aber Wirtschafts- und Inflationsdaten eher enttäuscht. In einer starken asiatischen Goldnachfrage (vor allen Dingen aus China) sieht man den Grund für weiter steigende Goldpreise.

Goldminen würden 3% weniger produzieren

Die Analysten sehen weniger ergiebige Goldquellen im Recycling, aber eine starke Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen in China, die Förderung aus Goldminen würde dort voraussichtlich um 3% dieses Jahr sinken. Die Goldschmucknachfrage sollte dieses Jahr – nach einem schwachen 2016 – wieder stärker werden. All das führe zu steigenden Goldpreisen.

Silberpreis geht auf 17,50$ im zweiten Halbjahr

Auch für Silber ist man optimistisch: Ausgehend von aktuellen Silberpreisen im Bereich von 16,30$/oz sieht die Schweizer Bank im zweiten Jahr einen Silberpreisanstieg auf 17,50 $/oz. Besitzer von Silbermünzen dürften sich dann über steigende Preise freuen.

Goldnachfrage steigt im In- und Ausland

Die Goldnachfrage bei deutschen Edelmetallhändlern ist nach wie vor auf hohem Niveau. Kunden kaufen auch in grösseren Mengen Goldmünzen und Goldbarren. Im benachbarten Großbritannien verzeichnen Händler ebenfalls eine deutlich gestiegene Nachfrage, ein Shopbetreiber nannte nach einem Vorjahresumsatz von 40 Millionen britischen Pfund im vergangenen Jahr das Überschreiten der Marke von 100 Millionen für dieses Jahr als wahrscheinlich. Nicht nur in Deutschland macht man sich also Sorgen um den Brexit, die EU und die Stabilität des Euros oder anderer Währungen.

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Silber hilft gegen Mücken und Malaria – neue Forschungsergebnisse

In vielen afrikanischen Staaten wird noch immer das hochgiftige DDT gegen Malaria eingesetzt – aus Unwissen um andere Bekämpfungsmethoden und weil es konkurrenzlos günstig ist.

Ein Forscherteam der National Taiwan Ocean Universität hat nunmehr in Studien herausgefunden, dass man auch mit Silber die Malariamücke außerordentlich effektiv bekämpfen kann.

Silber antibakteriell und effektiv

Man wusste auch bisher schon, dass Silber antibakteriell ist, deswegen wird es beispielsweise von einigen Pflasterherstellern als Wundauflage benutzt. Die Experten der Universität in Taiwan stellten ein Gemisch aus Krabbenschalen und Silbernitrat her und besprühten damit Moskitolarven-Kolonien im Meerwasser. Im Ergebnis wurden die Moskitolarven getötet, – Fische und andere Meeresbewohner nahmen keinen Schaden und fraßen die Moskitolarven dennoch.

200 Millionen Malariakranke gemäß WHO

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht von aktuell 200 Millionen weltweit an Malaria erkrankten Personen und mehr als 500.000 jährlichen Malaria-Toten aus. Die bisher häufig angewandten Malariamittel wie DDT sind zwar effektiv, schädigen aber andere Lebewesen und auch den Menschen.

Chitin und Silbernitrat

Aus den geriebenen Krabbenschalen gewannen die Forscher Chitin, eine ungiftige Substanz, die auch in Insekten vorkommt. Um Silber Nanopartikel zu erzeugen, wurde das Chitin mit Silbernitrat vermischt. Die entstandene Lösung mit den kleinen Silberteilchen wurde in Indien im National Institute of Communicable Disease Center in sechs Wasser-Reservoirs eingesetzt. Selbst bei niedrig dosierten Lösungen wurde alle Moskito-Larven effektiv getötet. Fische wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Tests fanden unter Labor- und unter Feldbedingungen statt.

Wunderwaffe Silber

Die Chitin-Silber-Nanopartikel-Lösung ist leicht herzustellen, auch über längere Zeit stabil und ist geeignet, die Mosquito-Population drastischst zu reduzieren. Chitin als in der Natur vorkommender Stoff ist überdies billig in der Beschaffung und die benötigten Silbermengen für die Lösung sind so gering, dass sich die Lösung mit relativ niedrigen Kosten herstellen lässt.

Silbernitrat lässt sich relativ leicht gewinnen, indem man Silber (z.B. aus Silberbarren) mit Salpetersäure reagieren lässt. Sibernitrat ist auch Ausgangsstoff zur Darstellung anderer Silbersalze, die in der Fotografie verwendet werden, – wird darüber hinaus auch zur Herstellung von Spiegeln benutzt.

Nebeneffekt: Tötung von Bakterien

Als Nebeneffekt trat noch die antibakterielle Wirkung gegen Erreger der Escherichia coili, der Klebsiella pneumoniae und der Proteus vulgaris auf.

Die Versuche werden ausgeweitet, um die Auswirkung eines breiter angelegten Einsatzes von Silber mit Chitin im Kampf gegen die Malaria zu testen. Denkbar wäre der Einsatz in den Malaria-Verbreitungsgebieten in Wasser-Reservoirs, Brunnen, Lagunen etc., um die Larven der Malariamücke zu dezimieren.

Berichtet wurde über diesen Test auch in der Hydrobiologia, Ausgabe 8/2017

 

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Sprott sieht Goldpreis in 2017 Richtung 1400$ steigen – Aktien dagegen fallen

Der Vermögensverwalter Sprott, der aktuell 9,7 Milliarden Dollar Vermögen managt, sieht gute Chancen dafür, dass sich der Goldpreis bis Jahresende Richtung 1400$/oz bewegt. Sprott begründet dies mit einem voraussichtlichem Rückgang der US-Aktien.

US-Wirtschaft wird weniger stark wachsen – Goldpreis steigt

Sprott sieht die US-Wirtschaft weit weniger wachsen, als die FED oder der US-Präsident dies annehmen. Dies wird dazu führen, dass Aktienkurse zurückgehen und Geld in Goldkäufe fließt, was den Goldpreis steigen lassen wird. Seit Anfang Juni sei der Goldpreis zwar ca. 5% zurück gegangen, die kanadische Zentralbank habe kürzlich den Leitzins erstmals seit 2010 angehoben, die US-Notenbank FED und die EZB hätten auch angekündigt, Zinsen weiter anheben zu können, aber dennoch seien die Wirtschaftsdaten noch nicht so fest, dass man die Zinsen deutlich anziehen könne, ohne die Konjunktur abzuwürgen.

Die in Toronto sitzenden Experten von Sprott sehen daher gute Chancen für den Goldpreis, sich Richtung 1400 US$/oz zu bewegen. Bei gleichen Währungsparitäten entspräche dies einem Goldpreis in Euro von 1209 €/oz.

Aktuell notiert am Dienstagnachmittag Gold in Euro bei rund 1073 Euro/oz, der Goldkurs in US$ liegt  bei 1242 $/oz.

 

Bank of England sieht größere Systemrisiken als 2008

Die englische Zentralbank hat in den letzten Tagen Warnungen verlautbaren lassen, dass aktuell die Systemrisiken im Bankensystem größer als im Krisenjahr 2008 seinen. Bei simulierten Stresstests kam man zum Schluss, dass gerade im europäischen Anleihenmarkt größere systemische Risiken als in 2008 lägen, dies teilt die Bank of England in einer Notiz „Stimulating Stress Across the Financial System“ mit. Auch die britische Regulierungsbehörde „Prudential Regulation Authority“ bezeichnete es jüngst als „dünnes Eis“, auf dem sich die europäischen Finanzmarktteilnehmer aktuell bewegten – insbesondere hinsichtlich der immer noch dünnen Kapitalhinterlegung. Eigenkapitalerfordernisse werden teilweise nur durch „Rechentricks“ erreicht. Sollten die Rückgaben von Finanzmarktpapieren auch nur 1/3 höher sein als üblich, kämen viele Marktteilnehmer schon ins Straucheln.

Goldpreis wieder über der 200-Tage-Linie

Der Goldpreis bewegte sich die letzten Tage wieder nachhaltig über der 200-Tage-Linie (1229 $), aktuell mit über 1240$/oz deutlich darüber. Wenn jetzt die 100-Tage-Linie bei 1248$/oz noch nachhaltig geknackt wird, gilt das bei Chartisten als eine gute Voraussetzung für einen Bullenmarkt mit steigenden Goldkursen.

Papiergold nahezu unverändert – leichte Abgaben

Bei den Freunden von Papiergold-Investments sind aktuell nahezu keine Veränderungen bemerkbar, grössere Abgaben sind nicht auffällig. Der weltgrösste Gold-ETF, der SPDR Gold Trust wies gestern 827,07 Tonnen Gold auf, nach zuletzt 828,84 Tonnen letzte Woche. Damit ist nahezu keine Bestandsveränderung beim Stand des Goldbesitzes gegeben(./. 0,21%), aber dieser Wert stellt den niedrigsten Wert seit ca. 4 Monaten dar.

ING sieht Goldpreis auch steigen

Auch die ING Bankengruppe sieht den Goldpreis steigen, zunächst auf ein Niveau von 1300$/oz im dritten Quartal 2017, als Begründung gibt man die starke indische Goldnachfrage an. Dies werde für eine positive Goldpreisentwicklung sorgen. Experten vermuten, dass Indien dieses Jahr bis zu doppelt so viel Gold kaufen wird wie im vergangenen Jahr. Bis Anfang Juli hat man in Indien jedenfalls schon mehr Gold gekauft als im gesamten Vorjahr.

Trump scheitert erneut

US-Präsident Trump ist es trotz vollmundiger Ankündigungen nicht gelungen, die von Obama eingeführte Krankenversicherung für Millionen von Amerikanern (Obamacare) zu beenden und durch seine, wesentlich weniger umfängliche Trumpcare-Kontruktion zu ersetzen. Die Demokraten und auch ein paar Republikaner konnten sich den Trump-Vorschlägen nicht anschließen. An den Edelmetallmärkten wird dies als ein weiteres Zeichen der Instabilität der USA gewertet, was für gewöhnlich dem Goldpreis zugute kommt.

Känguru Goldmünzen gefragt

Im deutschen Edelmetallhandel waren am Dienstag die Goldmünzen des Typs Känguru der Perth Mint besonders gefragt, überdies gab es grössere Orders für Goldbarren der 1-Unzen-Klasse und 1/10 oz Krügerrand-Goldmünzen. Auf 90 Käufer von Goldbarren oder Goldmünzen kam statistisch ein Verkäufer von Gold.

 

 

 

 

 

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Gold steigt heute 10 Euro und HSBC sieht Goldpreisentwicklung in 2017 und 2018 positiv

Der Goldpreis startet heute Vormittag mit rund 1065 Euro in den Vormittagshandel in Europa und alle Händler warteten gebannt auf 14:30 Uhr MEZ, da man dann die Veröffentlichung von US-Handelsdaten erwartete.

Goldpreis in Euro: +10€/oz

Diese waren allerdings eher enttäuschend, sodass der Goldpreis prompt ca. 10 Euro pro Unze zulegte.  Gegen 15:30 Uhr war er immer noch auf einem Niveau von über 1074 Euro/oz.

Die US-Einzelhandelsumsätze im Juni waren 0,2% niedriger als noch im Mai. Eigentlich hatte man ein Plus von 0,1% erwartet, nachdem Trump von einem Anziehen der Konjunktur gesprochen hatte. Die Fakten widerlegten aber des Präsidenten Äußerung.

Auch der sogenannte Consumer Price Index war von Mai auf Juni unverändert, – Analysten hatten ein Plus von 0,1% erwartet, was nicht erfüllt wurde.

FED hat es dann wohl nicht so eilig mit Zinserhöhungen

Händler in den USA schlossen daraus, dass es dann die US-Notenbank FED auch nicht so eilig mit den Zinserhöhungen haben werde. Vermehrte Goldkäufe waren die Folge, was den Goldpreis anziehen ließ.

Indische Goldnachfrage stark angezogen

Die stark angezogene indische Goldnachfrage sorgte überdies für weitere Käufe. Indien hat im ersten Halbjahr 2017 bereits mehr Gold gekauft, als im ganzen Jahr zuvor.

Argor-Heraeus Übernahme durch Heraeus abgeschlossen

Der deutsche Edelmetall- und Technik-Konzern Heraeus vermeldete zudem heute den vollständigen Abschluss der Übernahme der Schweizer Argor-Heraeus in Mendrisio. Mit Wirkung vom 13.7.2017 ist Argor-Heraeus nunmehr vollständig im Besitz von Heraeus.  Zu den eigenen 33% hat Heraeus zwischenzeitlich die bisher von der Commerzbank, der Münze Österreich und dem Argor-Management gehaltenen Anteile gänzlich übernommen. Damit ist Heraeus nunmehr der weltgrößte Edelmetall-Service-Provider überhaupt.

Argor-Heraeus-Schweiz-Goldproduktion
Argor Heraeus produziert in der Schweiz in Mendrisio u.a. Goldbarren

HSBC sieht Goldpreis steigen

Schlussendlich sorgte noch eine Veröffentlichung der HSBC-Bank, einer der grössten Banken der Welt für gute Laune bei den Goldkäufern: HSBC rechnet mit weiter steigenden Goldpreisen. Die Goldpreisentwicklung in 2018 und 2019 werde positiv eingeschätzt, die in 2017 sowieso.  Ausgehend vom aktuellen Goldpreis von 1230 $/oz  (Goldpreis in Euro: 1074€/oz) sieht man als Durchschnittspreise für:

  • 2017: 1282 $/oz
  • 2018: 1300 $/oz
  • 2019: 1330 $/oz

Das führte in der Gesamtnachrichtenlange vom Freitagnachmittag zu vermehrten Goldkäufen auch in Deutschland. In Sachen Gold kaufen war heute das australische Gold-Känguru besonders beliebt, gefolgt von Maple Leaf Goldmünzen und diversen Goldbarren-Größen bis 100 Gramm.

(Bild: (c) Heraeus)

 

 

 

 

 

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Inder kaufen im ersten Halbjahr 2017 mehr Gold als im ganzen Jahr 2016

Die Goldnachfrage in Indien, einem der Haupt-Goldnachfrageländer, scheint wieder dramatisch anzuziehen: Im ersten Halbjahr 2017 hat Indien 521 Tonnen Gold importiert, das ist mehr als im ganzen Jahr 2016 (510 Tonnen). Im Mai 2017 wurden 220 Tonnen Gold importiert, weil vermutlich Goldkäufe vorgezogen worden sind – in Erwartung einer höheren Goldimportsteuer ab Juli.

Im Juni importierte Indien 75 Tonnen Gold

Auch der Juni war ein sehr starker Monat: In Indien wurden 75 Tonnen Gold importiert, nach 22,7 Tonnen im Jahr zuvor. Experten gehen davon aus, dass Indien nunmehr im Gesamtjahr 2017 mehr als 900 Tonnen Gold importieren wird, was seit 2012 nicht mehr erreicht wurde.

63% der Inder setzen auf Gold

In einer Umfrage in Indien haben 63% der Inder erklärt, dass sie Gold mehr vertrauen als allen anderen Währungen der Welt.

Inder haben Käufe von Gold vorgezogen

In Indien wurden wegen der ab Juli erwarteten Goldsteuererhöhung (die tatsächlich nur gering ausfiel) massiv Käufe auf die Monate Mai und Juni vorgezogen. Dies könnte nach Meinung von Experten dazu führen, dass im Juli und August 2017 indische Nachfrage eher gering ausfällt und der Goldpreis sich in diesen Monaten nur seitwärts bewegt. Ab September müssten dann aber auch indische Großhändler ihre Lager wieder leer haben und seien zu Nachkäufen gezwungen, so ein Marktexperte aus London. Für Goldkäufer bedeutet dies, dass in den Monaten Juli und August günstig Gold eingekauft werden kann.

Saxo Bank sieht Goldpreis bis 1325 US$ steigen

Die dänische Saxo Bank hält den Goldpreis für unterbewertet und geht davon aus, dass der Goldpreis in Dollar bis Jahresende auf 1325 $/oz steigt, was bei gleichen Währungsparitäten einem Goldpreis in Euro von 1162 Euro/Unze entsprechen würde. Bei aktueller Notierung von 1066 €/oz für Gold wäre dies ein Anstieg von knapp 100 Euro pro Unze. Gemäß der Saxo Bank ist also der Kauf von Goldbarren und/oder Goldmünzen aktuell lukraktiv. Die Saxo Bank sieht für die US Wirtschaft mehr Abwärts- als Aufwärtspotential. Das könnte dazu führen, die von der FED in Aussicht gestellten Zinserhöhungen langsamer vollzogen werden oder gar ausfallen.

Russische Sberbank mischt in Shanghai an der Goldbörse mit

Ein Schweizer Ableger der russischen Sberbank hat den physischen Goldhandel an der chinesischen Shanghai Gold Exchange aufgenommen, – einer Goldbörse, die angesichts der starken chinesischen Nachfrage nach Gold immer wichtiger wird. Man wolle noch dieses Jahr mehrere Tonnen Gold nach China liefern.

Silbermünzen der US Mint wieder stark gefragt

Die American Eagle Silbermünzen der US Mint sind im Juli wieder stark gefragt: In der ersten Julihälfte wurden mit 1,29 Millionen Silbereagles im Zeitraum vom 1.7. bis 12.7.2017 bereits mehr Silbermünzen verkauft als im ganzen Juni zuvor, wo nur 986.000 Silberunzen den Besitzer wechselten. Händler in USA und Europa untermauerten dies mit einer anziehenden Nachfrage nach Silbermünzen. Vor allen Dingen die kanadischen Silber-Maples betreffend, aber auch die US-Eagles in Silber haben angezogen.

 

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100kg Goldmünze aus Bode-Museum: Razzia und Festnahme bei Tatverdächtigem in Berlin

Die Ermittler haben nach Veröffentlichung eines Videos von den Tatverdächtigen zum Diebstahl der 100 kg Goldmünze Maple Leaf aus dem Bode-Museum im März diesen Jahres heute morgen eine Razzia bei  Tatverdächtigen in Berlin-Neukölln durchgeführt.

Polizei Berlin Neukölln Festnahme Täter Bode Museum Goldmünze
Polizisten vor einem Objekt, bei dem eine Razzia am Morgen stattfand

Festnahme vermeintlicher Goldmünzen-Dieb in Berlin-Neukölln

Dabei wurden auch mindestens zwei Tatverdächtige festgenommen, die Hausdurchsuchung läuft aktuell noch. Die beiden Festgenommenen sollen mit den auf einem Video in Tatortnähe aufgezeichneten Personen übereinstimmen.

Dem Vernehmen nach handelt es sich um zwei Angehörige einer arabischen Großfamilie, die im Raum Berlin berüchtigt ist und immer wieder in den Focus bei Ermittlungen in Strafsachen rückte.

Das SEK und Beamte der Polizei trugen Kartons beschlagnahmter Gegenstände aus einem Wohngebäude in Berlin-Neukölln. Die Durchsuchungen fanden in Wohngebäuden in der Thomasstrasse und im Mittelweg in Berlin statt. Auch ein Auto der Marke Mercedes wurde durchsucht und beschlagnahmt.

Die Täter wurden vor der Tat auf dem Bahnhof Hackscher Markt in Berlin in mehreren Bildern und Videosequenzen aufgenommen, traten dabei vermummt auf:

Goldmünzen Diebe Bode Museum Maple Leaf
Goldmünzen Diebe Bode Museum Maple Leaf

Juwelier auf der Sonnenallee wegen Goldmünze durchsucht

Ein Juwelier auf der Sonnenallee im Berliner Stadtteil Neukölln wurde in dem Zusammenhang auch durchsucht. Die Polizei bestätigte Hinweise darauf, dass hier zumindestens ein Verwertungsversuch der Goldmünze stattgefunden haben soll.

 

100kg schwere Goldmünze weiter verschollen

Die 100 kg schwere Goldmünze Maple Leaf wurde bei der Durchsuchung naturgemäß nicht gefunden, die Ermittler gehen davon aus, dass diese längst zerkleinert und eingeschmolzen ist. Ob bei der Durchsuchung Beweismittel für diesen Vorgang gefunden worden sind, wird die Auswertung der beschlagnahmten Gegenstände ergeben.

Im März wurde in einer nächtlichen Aktion aus dem Berliner Bode-Museum die 100kg Goldmünze entwendet, was angesichts des Einstiegs über Bahngleise und des Gewichts der Münze sowie der späten Alarmierung der Polizei für Aufsehen gesorgt hatte.

Big Maple Leaf wurde von Düsseldorfer Unternehmen gestellt

Die im Bode Museum ausgestellte Goldmünze war eine Leihgabe eines Düsseldorfer Unternehmers. Die kanadische Münzprägeanstalt Royal Canadian Mint hatte die 100 kg Goldmünze aus Marketinggründen hergestellt, um auf kleinere von ihr hergestellte Maple Leaf Goldmünzen aufmerksam zu machen, die man zur Geldanlage kaufen könne.


Update durch Pressekonferenz der Polizei am 12.7.2017 in Berlin, 14:00 bis 14:30 Uhr:

  1. Um 6 Uhr heute morgen wurden insgesamt zunächst 14 Objekte durchsucht, 300 Einsatzkräfte waren erforderlich. Incl. SEK
  2. Die Durchsuchungen verliefen unblutig, lediglich ein Durchsuchter erlitt eine Platzwunde am Kopf
  3. Aufgefunden wurden u.a. auch 4 geladene Schusswaffen und ein sechsstelliger Bargeldbetrag, aber nicht die Goldmünze
  4. Die Ermittlungen richten sich gegen 13 Personen, die fast alle miteinander verwandt sind und zu einer stadtbekannten arabisch-stämmigen Großfamilie (Clan) gehören, die regelmässig Besuch von der Polizei erhalten und für die Hausdurchsuchungen nichts neues sind
  5. VIER Haftbefehle wurden heute vollstreckt, darunter ein Hinweisgeber (Aushilfe im Museum), eine Kontaktperson und vermutlich 2 an der Tat beteiligte Personen, die wohl auch auf dem Video im Bahnhof zu sehen sein dürften
  6. Derjenige, der der Bande den Tip gegeben hat, arbeitete über eine Drittfirma erst seit März als Aufsicht im Museum und ist bereits früher z.B. durch Kennzeichendiebstahl und Tankbetrug aufgefallen. Er ist arabischen Ursprungs – wie die meisten anderen auch, aber nicht mit dem Clan verwandt, aus dem nahezu alle anderen stammen
  7. Es wurden auch Fahrzeuge beschlagnahmt, u.a. ein Mercedes. Gefunden wurde in einem Fahrzeug auch eine Sturmhaube und ein Messer
  8. Auch gegen einen Wachmann aus der Tatnacht besteht ein Anfangsverdacht, seine Aussagen sind widersprüchlich.
  9. Es gab schon vor dem 27.3. zwei Einbruchversuche: am 7.3. und am 21.3. – dies ist auch auf Videos aus dem Bahnhof Hackscher Markt zu sehen. Diese waren jedoch nicht erfolgreich.
  10. Die Festgenommenen sind zwischen 18 und 20 Jahre alt.
  11. Gegen einen Juwelier aus der Sonnenallee, ebenfalls arabischen Ursprungs, besteht der Anfangsverdacht der Hehlerei im Zusammenhang mit der Goldmünze
  12. Der Hinweisgeber aus dem Museum ist in der Vergangenheit auch bereits dadurch aufgefallen, dass er sich in einem Baumarkt einen Meißel genommen hat und damit versucht hat, einen dort befindlichen Tresor zu öffnen.
  13. Aus den 14 Hausdurchsuchungen heute morgen haben sich weitere Hinweise ergeben, die zu weiteren Durchsuchungen führten, die teilweise noch liefen.
  14. Beschlagnahmte Kleidung und Fahrzeuge aus den Aktionen heute werden auf die Anhaftungen von Goldstaub untersucht.

 

Fotos: Polizei

 

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Jetzt Gold kaufen könnte clever sein – meint die Standard Chartered Bank

Die Analysten der Großbank Standard Chartered halten die jetzigen Goldpreise für gute Kaufgelegenheiten, – jetzt Gold zu kaufen wäre attraktiv. Dies gilt auch unter Berücksichtigung dessen, dass aktuell Druck auf den Goldpreis ausgeübt wird. Langfristig sollte sich Gold jedoch nach oben bewegen.

Goldpreis geht bis Ende des Jahres hoch

Die Banker gehen davon aus, dass spätestens bis Jahresende der Goldpreis wieder anzieht und deshalb das Kaufen von Gold auf aktuellem Niveau interessant sein sollte. Die jetzige Drückung des Goldpreises sei auf das Anziehen von US-Renditen festverzinslicher Wertpapiere und die Einführung einer neuen Steuer auf Gold per 1.7.2017 in Indien zurück zu führen. Spätestens im vierten Quartal sollten sich jedoch wieder starke indische Goldkäufe auf den Goldpreis auswirken, wenn die Schmuckhändler und -hersteller in Indien Großeinkäufe tätigen. Für 2018 und 2019 rechnet die Standard Chartered Bank nicht mit beängstigenden Aktionen der US-Notenbank FED, sodass der Goldpreis anziehen sollte.

Indiens Goldnachfrage im Juli nur temporär schwach

Die Goldnachfrage in Indien, die im Juli eher schwächlich ist, sei nur temporär in dieser niedrigen Dimension aufgrund der neu eingeführten Steuer per 1.7. Indische Goldschmuckhersteller hätten Goldkäufe bereits in den Mai vorgezogen, da man im Vorfeld nicht genau wusste, welche Steuer in welcher Höhe eingeführt würde. Die Goldnachfrage in Indien wird sich jedoch wieder auf ein normal-hohes Niveau bewegen, was dann den Goldpreis wieder positiv beeinflusst. Die Analysten von Standard Chartered rechnen damit, dass der im Vorhinein gekaufte overstock in Indiens Goldlagern sich innerhalb der nächsten 3 Wochen sukzessive abbaut und dann wieder zugekauft werden müsse.

Inder kaufen ab September wieder Gold

Glaubt man einer Untersuchung des World Gold Councils, die über mehrere Jahre die Goldnachfrage in Indien untersucht haben, gibt es in der Tat in Indien starke saisonale Schwankungen der Goldnachfrage mit einem Loch im Sommer. In Indien wird traditionell zur Festivalsaison und zu Hochzeiten viel Gold gekauft. Bricht man den Mehrjahresvergleich auf die einzelnen Monate herunter, ergibt sich folgende Übersicht, die durch grün die Monate mit starker indischer Goldnachfrage kennzeichnet.

Gold kaufen in Indien nach Monaten
Inder kaufen in bestimmten Monaten empirisch betrachtet deutlich mehr Gold als in anderen. (Grün=starke Monate), Quelle: World Gold Council

Indische Goldminenproduktion seit Jahren rückläufig

Die Exploration von Gold aus indischen Goldminen ist seit Jahren rückläufig, sodass Indien zur Deckung der eigenen Nachfrage ständig mehr Gold importieren muss. Das am Weltmarkt zugekaufte Gold erhöht tendenziell den Goldpreis.

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Die Goldminenproduktion ist in Indien seit dem Jahr 2010 rückläufig, sodass Indien zur Deckung der eigenen Nachfrage jedes Jahr Gold am Weltmarkt zukaufen muss. (Quelle: WGC)

Deutsche Anleger kaufen massiv Goldbarren und Goldmünzen

Die letzten Tage mit einem niedrigeren Goldpreis in Euro nutzten deutsche Anleger massiv zum Kaufen von Goldmünzen und zum Kauf von Goldbarren, wobei sich die beiden Produktgruppen in etwa hälftig zueinander verhielten. Bei den Goldmünzen waren die Favoriten die australische Känguru Goldmünze und der südafrikanische Krügerrand.

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Bremer Landesbank weiter positiv für GOLD – Ron Paul sieht +50%

Der Chefvolkswirt der Bremer Landesbank, Folker Hellmeyer, ist auch weiter positiv für Gold gestimmt. Gold hätte zwar aus aktueller Sicht ein mögliches Rückschlagpotenzial in Richtung 1180 bis 1150 Dollar/oz, aber die langfristigen Aufwärtschancen sollten deutlich überwiegen.

Gold als Absicherung gegen geopolitische Risiken

Hellmeyer sieht Gold vor allen Dingen auch als Absicherung gegen geopolitische Risiken. Problemlagen in Syrien, Nordkorea und Ukraine sind nur einige der möglichen Konfliktzonen. Es könnte zu Verkäufen an den Aktienmärkten und Umschichtungen in Gold kommen, wenn auch nur einer der Konfliktherde eskaliert.

Zinserhöhungen werden nur milde sein

Die Bremer Landesbank sieht mögliche Zinserhöhungen nur im kleineren Bereich, bezeichnet diese als milde und weist auf die Betrachtungsnotwendigkeit der Realzinsen hin. Aktuell bedeutet dies für Geldvermögen in Deutschland eine Negativverzinsung, da die Inflation höher ist als die Verzinsung des Kapitals.

Ron Paul sieht Gold bei +50%, Aktien bei -25%

Der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat Ron Paul sieht die Möglichkeit eines Crashes/Rückgangs an den US-Aktienmärkten und eines parallelen Goldpreisanstiegs um bis zu 50%, wie er in einem Interview mit CNBC erklärte. Er glaubt nicht daran, dass alles wunderbar in USA sei und die Wirtschaft stabil sei, das Gegenteil sei der Fall und die FED verhalte sich momentan falsch. Das Fluten mit Geld in der Vergangenheit durch die US-Notenbank hält Paul für einen der grössten Fehler der FED.

Im hier eingeblendeten Video erwähnt er ca. bei Minute 2.00, dass er nicht überrascht wäre, wenn Aktien um 25% fallen und Gold um 50% steigen würde, weil die US Wirtschaft eben nicht so stabil sei, wie andere sie sich schönreden.

 

 

(Foto: (c) Bremer Landesbank)

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Goldpreis – Wochenrückblick

In der letzten Woche kam der Goldpreis deutlich unter Druck, – nachdem die US Arbeitsmarktdaten besser als erwartet waren. Der Goldpreis in US-Dollar fiel dann folgerichtig heute morgen auf ein 4-Wochen-Tief auf 1205 $/oz, notiert aktuell bei 1208 $/oz, respektive 1059 Euro/oz. Alles, weil in den USA angeblich 222.000 neue Jobs im Juni entstanden sein sollen. Die Arbeitslosenrate bleibt allerdings bei nahezu konstanten 4,4%.

Goldpreis in Euro – Tiefstand seit Monaten

Als der Goldpreis in Euro die 1060 Euro/oz touchierte, hat er damit einen 17-Monats-Tiefststand erreicht. Zahlreiche Käufer nutzten in Deutschland die historische Gelegenheit, um auf dieser tiefen Basis den Kauf von Goldmünzen oder Goldbarren umzusetzen. Das Kaufen von Goldbarren in Euro war Ende letzter Woche und heute Vormittag so preiswert wie seit über einem Jahr nicht mehr.

FED könnte in den USA Zinsen erhöhen

Die Gold-Pessimisten betonten, dass die US-Notenbank FED sich nunmehr in ihrer Einschätzung, dass der US Arbeitsmarkt anziehe und die US Wirtschaft stabil wachse, bestätigt sehen könnte und die Geldpolitik wieder in den normalen Bereich bewegt, was höhere Zinsen und weniger Liquidität bedeuten würde.

Goldverkäufe: ETFs drückten den Goldpreis

In erster Linie waren es Goldverkäufe aus Papiergold, die letzte Woche den Goldpreis drückten. Alleine am Freitag reduzierten sich die Gold-ETF-Bestände um 6 Tonnen, in der gesamten Vorwoche flossen 22,6 Tonnen Gold aus ETFs ab. Das ist der grösste Abfluss in Gold-ETFs, den es seit Dezember des Vorjahres gegeben hat. Die letzte Woche war auch die vierte Woche in Folge, wo Netto-Long-Positionen in Gold und Silber reduziert wurden und zwar auf 33.700 (Gold) und 1.200 (Silber) Kontrakte. Das ist das niedrigste Niveau seit Februar 2016 für Gold.

Insgesamt wurden die Goldbestände in ETFs gegenüber den letzten Jahr ohnehin reduziert.

Goldpreis-ETF-2017-2016
Rückgang von Gold in ETFs (Papiergold) gegenüber Vorjahr (Grafik: WGC)

Société Générale und Goldman Sachs bullish für Gold

Die beiden Großbanken Soc.Gen. und Goldman Sachs sind weiterhin bullish für Gold und glauben, dass Gold im Laufe des Jahres noch kräftig zulegen kann. Die jetzigen Kurse halten beide Institute für Kaufkurse. Die französische Großbank hatte zuvor den Goldpreis im Schnitt des dritten Quartals bei 1175$/oz gesehen und diese Prognose nunmehr auf 1225$, mithin um 50$ erhöht. Goldman Sachs hat sich von einem Gold-Bären zu einem Gold-Bullen entwickelt und sieht den Goldpreis bis auf 1260$/oz steigen.

 

 

 

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