Was ist der Fußball-WM-Pokal aus Gold eigentlich wert?

Ob die deutsche Fußball-Nationalmannschaft dieses Jahr in Russland die Fußball-WM gewinnt, steht ja noch in den Sternen. Nach dem ersten Spiel werden einige Fans froh sein, wenn die Mannschaft nicht in der ersten Runde schon ausscheidet.

Doch was ist der goldene Fußball-Pokal, den der Sieger (leihweise) bekommt, überhaupt wert und wie kann man daran die positive Goldpreisentwicklung ablesen?

Gold im Fußball-WM-Pokal

Der Pokal, den der Sieger des Turniers bekommt, wird seit 1974 unverändert weitergereicht. Bis 1970 galt, dass, wenn man ihn 3x gewinnt, darf man ihn auch behalten. Dies ist im Jahr 1970 Brasilien gelungen. Anschliessend wurde der jetzige Pokal gestaltet, der auch bei einem dreimaligem Gewinn im Eigentum der FIFA bleibt.

Der jetzige Pokal wurde in Mailand durch die Werkstatt GDE S.r.l. (Bertoni Milano) hergestellt, in 2005 wurde der Cup generalüberholt. Der 36,8 cm hohe Pokal wiegt 6175 Gramm, davon sind ca. 4,9 kg Gold und zwar 750er Gold. Ein paar Malachit-Edelsteine verzieren den Gold-Pokal.

4,9 kg 750er Gold entsprechen 3,675 kg reinem Gold

Materialpreis Gold des Fußball WM Pokals

Schaut man sich an, was heute z.B. ein 1 kg Goldbarren kostet, kommt man alleine auf einen Materialwert von rund 130.000 Euro für den Fußball WM Pokal. Hier sieht man die positive Entwicklung des Goldpreises, denn bei der Herstellung im Jahr 1973 lagen die Materialkosten nur bei knapp 5.000 US-Dollar. Der Goldwert im Pokal hat sich also seit Beginn der 70er vervielfacht.

Gewinner-Mannschaft bekommt nur Kopie mit

Seit dem Jahr 2006 ist übrigens eingeführt, dass die Gewinnermannschaft gar nicht mehr den Original-Pokal aus purem Gold mitnehmen darf, sondern diese bei Abreise nur eine preiswerte Kopie aus Bronze erhält, die vergoldet ist. Und selbst diese Nachbildung bleibt Eigentum der FIFA und muss auf Verlangen zurückgegeben werden. Der Original-WM-Pokal wird im FIFA Museum in der Schweiz (Zürich) verwahrt.

 

7 Gründe, warum es gar nicht so schlecht ist, wenn der Goldpreis auch mal fällt

Ende letzter Woche ist der Goldpreis an einem Tag deutlich abgefallen, um ca. zwei Prozent. Warum das weder schlimm, noch besorgniserregend ist, lesen Sie hier:

  1. Schon grundsätzlich ist eine zweiprozentige Veränderung zwar bemerkenswert, aber als einmaliger Vorgang nicht besorgniserregend. Sorgen müsste man sich machen, wenn dies mehrere Tage nacheinander passieren würde. Ist es aber nicht. Und: Kurz zuvor ist der Goldpreis auch kurzfristig um 2% gestiegen. Der Rücksetzer ist also nichts anderes als ein Ausgleich der zuvor zu hektischen Bewegung nach oben, nun wieder nach unten:
    goldpreis-in-euro 2018
    Der Goldpreis in Euro ging erst 2% rauf, dann wieder 2% runter – Mitte Juni 2018

    2.  Der Goldpreis in Dollar kann schon mal fallen, wenn der Dollar an Außenwert gewinnt,– wenn der US-Dollar z.B. stärker gegenüber dem Euro wird. Für in Euro anlegende Investoren ist das jedoch halb so schlimm. Meist bekommt man parallel für seine Euros weniger US-Dollar, aber mittelfristig für sein Gold mehr Euros und darauf kommt es an: In der Vergangenheit hat das Gold i.d.R. den Kaufkraftverlust der eigenen Währung ausgeglichen, wenn Gold statt Papiergeld gehortet hat.

    3. In der Vergangenheit war es häufig so, dass der Goldpreis nur dann nachhaltig gefallen ist, wenn Aktienmärkte haussierten, also sehr stark angestiegen sind. Betrachtet man z.B. den Zeitraum zwischen 1980 und dem Jahr 2000, dort hat sich der Goldpreis (nach einer Überhitzung zuvor) fast gedrittelt, während der US-Aktienindex S&P sich mehr als  verzehnfacht hat. Aktuell warnen mehrere Analysten eher vor zu hohen Aktienkursen und gehen von einer Beruhigung aus. Das wäre dann gut für Gold

4. In Krisenzeiten war es bisher immer gut, wenn man Gold hatte. Was sonst, als eine Krisenzeit soll jetzt sein: Mit Großbritannien schert ein Land aus der EU aus, der Brexit ist teuer und noch immer nicht abschließend geregelt. Griechenland verlangt nach Milliardenhilfen schon wieder den Schuldenerlass und Italien hatte diese Idee für sich auch schon reklamiert. Die Flüchtlingsfrage ist innerhalb der EU nicht geklärt und die deutsche Bundesregierung streitet sich schon intern um die richtigen Lösungen rund um diese Frage. Wer während der Lehman-Krise Ende der 2008/2009 Gold besaß und nichts verkauft hat, ist gut durch die Krise gekommen. Ohne Verluste und mit einem Gewinn. Viele andere Kapitalanlagen haben da weniger Freude bereitet.

5. Die EZB hat letzte Woche angekündigt, dass die Zinsen im Euroraum mindestens bis Juni 2019 so niedrig wie jetzt bleiben sollen. Mit nennenswerten Sparzinsen ist also nicht zu rechnen. Warum sollte man sein Geld dann einer Bank oder einer Versicherungsgesellschaft anvertrauen und dort anlegen? Im Schnitt der letzten 10 Jahre ist der Goldbesitzer deutlich besser weggekommen als der Sparer: er hat ein Vielfaches der Rendite in Form von Wertsteigerungen eingestrichen

6. Ein bisschen Auf und Ab beim Goldpreis ist auch wichtig für internationale und institutionelle Investoren (Pensionsfonds, Hedgefonds, Vermögensverwaltungen etc.). Nur, wenn der Preis schwankt und mal rauf und mal runter geht, wird es große Investoren geben, die auch mit großen Summen in Gold und Silber einsteigen und so die Goldpreise indirekt steigen lassen.  Für den Privatanleger kommt es auf den langfristigen Trend an: Langfristig ging es die letzten 18 Jahre im Schnitt nach oben. Die Chancen stehen gut, dass es auch so weiter geht. Nullzinsen bei politischer Problemlagen bieten ein gesundes Umfeld für steigende Goldpreise

7. Und last but not least: Wenn der Goldpreis mal etwas runtergeht, bietet das exzellente Chancen, nochmal Gold nachzudecken, den Bestand zu vergrößern und nochmal das eine oder andere Ünzchen dazu zu kaufen. Dabei ist es sekundär, ob man einen Goldbarren oder eine Goldmünze kauft. Wichtig ist die Entscheidung, dass man Gold kauft. Gold bleibt Gold. Auch dann, wenn Regierungen Währungen außer Verkehr setzen oder durch falsche Politik wertloser machen. Gold bleibt wertvoll. Eine Unze bleibt eine Unze.

PS. Am vergangenen Wochenende haben viele deutsche Anleger das günstige Kaufniveau genutzt und verstärkt Krügerrand Goldunzen und Goldbarren gekauft.

 

Südafrikas Goldminen-Arbeiter verdienen immer mehr – das wird Gold teurer machen

Vorbei die Zeiten, als ein Arbeiter in Südafrikas Goldminen für ein paar Hundert Euro im Monat 4 km unter der Erde schuftete und wegen unzureichender Schutzmaßnahmen frühzeitig an einer Staublunge verstarb.

Die Zeiten haben sich Gott sei Dank gebessert, die Umweltauflagen werden ebenso wie die Sicherheitsauflagen ständig erhöht. Gewerkschaften fordern nahezu im Jahrestakt höhere Löhne. Doch was verdient ein Minenarbeiter in Südafrika eigentlich heute?

Das verdient ein Arbeiter in einer Goldmine in Südafrika

Gemäß einer Statistik des Goldminenverbands Südafrika verdient ein Arbeiter in einer Goldmine in Südafrika im Schnitt im Monat 22.200 Rand, was ca. 1424 Euro im Monat entspricht. Aufgrund der körperlich schweren und gesundheitlich nicht zuträglichen Arbeit immer noch deutlich unter westeuropäischem Niveau, aber schon drastisch über den Bezügen von vor 10 Jahren, wo sich Arbeiter mit einem Bruchteil dessen zufrieden geben mussten.

Goldminenproduktion geht dramatisch zurück

Auch in Südafrika wird es immer schwieriger, noch Gold aus der Erde zu holen, die Goldminenproduktion geht deutlich zurück. Im letzten Jahr wurden nur noch rund 138 Tonnen Gold aus der Erde geholt. 10 Jahre vorher waren es noch fast doppelt so viel:

Goldminen-produktion-suedafrika-2017

1970 hat man noch 1000 Tonnen Gold im Jahr aus der Erde Südafrikas geholt. Diese Zeiten sind lange vorbei. Damals war Südafrika der weltweit größte Goldproduzent. Auch das ist vorbei.

4 km unter der Erde bei 50 Grad Celsius

Nachdem man Afrika mittlerweile in Sachen Gold rund 120 Jahre lang intensiv ausgebeutet hat, muss man mittlerweile 4 km tief graben, um noch nennenswerte Goldvorräte zu finden. Dort ist es allerdings ca. 50 Grad Celsius warm. Eine besondere Belastung für die Goldminen-Arbeiter. Wer einmal im Urlaub 40 Grad im Schatten erlebt hat, kann sich lebhaft vorstellen, wie 50 Grad im Schatten sind, wenn man dann noch dazu körperlich arbeiten muss.

Auswirkungen auf den Goldpreis

Nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage, müsste ein jährlich sinkendes Angebot über kurz oder lang den Preis der Ware steigern, wenn die Nachfrage gleich bleibt oder gar größer wird.

Übersetzt heißt dies: Wenn eine immer größer werdende Menschheit auf eine kleiner werdende Goldfördermenge trifft, ist absehbar, dass der Preis des Goldes am Weltmarkt steigen wird. Sicherlich auch ein Grund für die Goldpreisverdreifachung seit dem Jahr 2000.

Besitzer von Goldbarren und Goldmünzen dürfte dies freuen: diese werden immer wertvoller.

JP Morgan sieht Goldpreis auf über 1400$ steigen

Das Bankhaus JP Morgan hat seine Einschätzung zu Gold überarbeitet und die aktuell für wahrscheinlich gehaltene Einschätzung veröffentlicht. Demnach soll der Goldpreis in Dollar (per 15.6.2018 bei 1298 $/oz) im dritten Quartal 2018 auf 1400$/oz steigen. Die zuletzt enge Handelsspanne werde kurzfristig verlassen werden. JP Morgan ist optimistisch für Kupfer, Gold und Silber.

Sommer-Goldpreis von 1390$/oz

Bereits im Sommer 2018 werde der Goldpreis 1390 Dollar pro Unze erreichen, teilt das Bankhaus in seiner Einschätzung mit. Im Jahr 2019 werde dann die 1400$ pro Unze nachhaltig überschritten. Man rechne mit Preisen um 1412$/oz. Die aktuelle Prognose ist sehr positiv für Gold. Die Prognose beinhaltet bereits das Risiko eines Dollar-Aufschwungs gegenüber dem Euro, deswegen sei sie leicht unter früheren Prognosen.

Goldpreis in Euro nach EZB-Entscheid höher

Am heutigen Freitag Morgen (15.6.2018) ist der Goldpreis ca. 2% höher als am Vortag vor dem EZB-Entscheid. Mario Draghi hatte in Riga verkündet, dass die Zinsen im Euroraum mindestens bis Juni 2019 so niedrig bleiben werden wie jetzt und – was noch wichtiger ist -, dass die EZB das Anleihekaufprogramm einstellen wird. Von aktuell 30 Milliarden Euro Anleihen, die man im Monat kauft, wolle man ab Oktober auf 15 Milliarden pro Monat und nach Möglichkeit auf NULL ab Januar 2019 kommen.

Die EZB hatte in den letzten Jahren 2,4 Billionen Euro in Anleihekäufe gesteckt, davon 2 Billionen alleine in den Kauf von Staatsanleihen. Man darf gespannt sein, was der Wegfall dieser Staatsfinanzierung für Staaten wie Italien oder Griechenland bedeutet. Anlegern scheint das eher Angst zu machen, da verstärkt Goldkäufe einsetzten. Goldmünzen wie der Krügerrand und Goldbarren zwischen 100 Gramm und 1 kg gingen vermehrt über die Tresen deutscher Edelmetallhändler.

EZB lässt Zinsen auf Null, Bankzinsen bei MINUS 0,4% – Gold steigt auf, Euro steigt ab

Nachdem gestern die US-Notenbank FED die Leitzinsen in den USA um 0,25% erhöht hat, hat heute die EZB ihre Entscheidungen zum Zinsniveau bekannt gegeben. Ausnahmsweise hatte man in Riga getagt.

Zinsen bleiben niedrig – Anleihekäufe werden reduziert

Der Leitzins der EZB bleibt unverändert bei NULL Prozent. Dies werde auch bis mindestens Sommer 2019 so bleiben, äußerte sich Mario Draghi, EZB-Präsident. Der Einlagezins für Banken bleibt ebenfalls bei MINUS 0,4%. Banken, die Geld auf dem EZB-Konto haben, werden dafür mit 0,4% Strafzinsen belastet. Sogenannte Negativ-Zinsen.

Anleihekaufprogramm wird zurückgefahren

Das Anleihekaufprogramm der EZB, welches viele Kritiker als rechtswidrige Staatsfinanzierung bezeichnet haben, wird auf Null zurückgefahren. Aktuell kaufe man monatlich für 30 Milliarden Euro (!) Anleihen an den Märkten auf. Dies solle ab Oktober auf 15 Milliarden monatlich halbiert werden, um dann ab 1.1.2019 auf Null zurückgefahren zu werden. Letzteres ist allerdings eher eine Option oder ein Wunschdenken, ob dies tatsächlich geschieht, bleibt abzuwarten. Die Halbierung ab Oktober gilt aber als gesetzt.

2,4 Billionen Euro in Papier investiert

Die EZB hat seit Beginn des Anleihekaufprogramms 2,4 Billionen (!) Euro in den Kauf von Wertpapieren investiert, um Banken und Ländern Liquidität zuzuführen. Damit wollte man die Konjunktur in den 19 Euroländern stärken

Euro fällt gegenüber Dollar ab

Nach der Bekanngabe der EZB-Entscheidung fiel der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich ab. Der Euro verlor an Wert. Am Donnerstag Nachmittag erhielt man für einen Euro nur noch 1,1642 Dollar.

Goldpreis in Euro deutlich gestiegen

Der Goldpreis in Euro, der nach gestrigen FED-Zinsbekanntgabe noch bei 1101 Euro/oz lag, stieg kurz nach dem EZB-Entscheid deutlich auf über 1121 €/oz an, fast um 2%. Besitzer von Goldbarren oder Goldmünzen dürften sich freuen, steigt doch der Wert des Goldschatzes.

Krügerrand Gold Umsatzrenner

Am heutigen Nachmittag war wieder einmal der Krügerrand Gold in der Größe eine Unze der Umsatzrenner unter den am meisten nachgefragten Goldmünzen und Goldbarren.

FED und EZB bekämpfen sich

Wenn die US-Notenbank FED die Zinsen für den Dollar-Raum erhöht und die EZB die Zinsen auch bis Sommer nächstes Jahr niedrig lässt, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass mehr Gelder aus dem Euro in den Dollarraum abwandern, was den Dollar stärkt und den Euro schwächt. Vor dem schwächeren Euro haben Euro-Anleger offensichtlich Angst und kaufen vermehrt Gold.

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FED-Chef Jerome Powell hat gestern die Zinsen für die USA erhöht – das schwächt prinzipiell den Euro. Anleher fliehen ins Gold

 

 

Neue 10 Euro Münze IN DER LUFT mit Kunststoffring für Deutschland

Nach der Ausgabe mehrerer 5-Euro-Münzen mit Kunststoffring (z.B. Planet Erde, Tropische Zone, Subtropische Zone) wird Deutschland im Jahr 2019 eine neue 10-Euro-Münze erhalten, die ebenfalls einen Kunststoffring trägt. Dieser soll farblos sein (nicht blau, rot oder orange).

10 Euro In der Luft erste Münze einer Serie LUFT BEWEGT

Die Münze IN DER LUFT (10 Euro) soll im Rahmen einer dreiteiligen Serie, die sich LUFT BEWEGT nennt, erscheinen. Die Serie läuft von 2019 bis 2021, sodass jedes Jahr eine Münze in der Serie erscheint. Thematisch schließt man damit an die Ausgabe der 5-Euro-Münzen an (Planet Erde, Klimazonen der Erde), die in den vergangenen Jahren erfolgreich vom Bund herausgegeben worden sind.

In der Luft aus Kupfer-Nickel und in 2 Qualitäten

Die neuen 10-Euro-Münzen sollen in zwei Qualitäten hergestellt werden: In Stempelglanz und in Spiegelglanz (ugs.: PP).

Gleitschirm vor Gebirge als Thema

Auf der Bildseite ist ein Gleitschirm zu sehen, der im Zentrum der Darstellung in einer Gebirgslandschaft zu sehen ist. Auf der Wertseite ist ein Adler zu sehen, dazu die Wertangabe und die Bezeichnung des Ausgabelandes. Die Münze mit den 12 Europasternen soll zu gleichen Teilen in den fünf deutschen Münzprägestätten Berlin, München, Stuttgart, Karlsruhe und Hamburg geprägt werden und damit je nach Prägestätte die Prägebuchstaben A, D, F, G oder J aufweisen.

In dem glatten Münzrand ist die Inschrift LUFT BEWEGT vertieft vorhanden.

Künstlerisch zeichnen Natalie Tekampe (Bildseite) und Andre Witting (Wertseite) hier die Verantwortung.

Ausgabe über Bundesbank

Die Ausgabe der 10-Euro-Münzen IN DER LUFT in Stempelglanz soll über die Bundesbank erfolgen (Erstausgabe zum Nennwert), die Ausgabe der Spiegelglanz-Version wird mit einem über dem Nennwert liegenden Verkaufspreis über eine Verkaufsstelle abgewickelt. Der genaue Abgabepreis liegt noch nicht fest.

FED erhöht Zinsen erwartungsgemäß um 0,25% – Goldpreis unverändert

Die US Notenbank FED hat den Leitzins in der heutigen Mittwochsitzung erwartungsgemäß um 0,25% auf ein Niveau zwischen 1,75 % und 2,0% angehoben. Dies ist die zweite Erhöhung in diesem Jahr. Bis Jahresende besteht die Möglichkeit weiterer Erhöhungen hieß es. Es wurde signalisiert, dass zwei weitere Erhöhungen dieses Jahr folgen können. Zuletzt lag die Rate im Spätsommer 2008 bei über 2%, als die Wirtschaft schrumpfte und die FED anschließend die Zinsen auf Null senkte.

Goldpreis unverändert

Kurz nach der Leitzinserhöhung (MEZ 20 Uhr) blieb der Goldpreis im europäischen Handel und im US-Handel unverändert bei 1103 €/oz, respektive bei 1299 US$/oz. Er stieg eher leicht an. Marktteilnehmer begründeten dies damit, dass diese Erhöhung wie auch ggf. eine weitere in dem derzeitigen Goldpreis bereits eingepreist ist.

Jerome Powell überraschte den Goldmarkt damit nicht

Notenbank-Chef Jerome Powell überraschte den Goldmarkt mit der Erhöhung also nicht, sondern reagierte erwartungsgemäß. Gemäß Powell sei die Wirtschaft auf einem soliden Kurs, die FED erwarte für 2018 ein Wachstum von 2,8%, die Zahl der Arbeitslosen erwarte man bei 3,6%. Die Inflationsrate für das laufende Jahr erwarte man bei 2,1% (nach bisher 1,9%).

Abriss-Team findet in französischem Haus 600 historische Goldmünzen

Da staunten die Bauarbeiter nicht schlecht, die mit dem Abriss eines Hauses in Westfrankreich beschäftigt waren. Die Arbeiter dachten zunächst, sie hätten eine Artilleriegranate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, aber es war ein Bleibehälter mit Dutzenden Goldmünzen. Eine Kiste, wie sie früher von der Artillerie benutzt worden war.

Goldmünzen von 1870

Die Arbeiten fanden nach einer gründlichen Untersuchung rund 600 belgische Goldmünzen, u.a. aus den 1870er Jahren. Auf allen Münzen war König Leopold II. zu sehen. Leopold II. regierte von 1865 44 Jahre lang. In der kleinen Stadt in der Bretagne, in der noch keine 3000 Leute leben,  sorgte der Fund natürlich für Aufsehen. So viele belgische 20-Francs-Goldmünzen dürfte noch keiner der Einwohner auf einem Haufen gesehen haben.

Arbeiter dürfen 50% des Goldes behalten

Sofern keine Besonderheiten auftreten, dürften sich die Arbeiter des Abbruchteams über einen Zusatz-Obulus freuen. Das französische Gesetz sieht vor, dass ein solcher Fund hälftig zwischen Finder und Landbesitzer geteilt wird. 50% für das Abbruch-Team, 50% für denjenigen, dem das Grundstück gehört, auf dem das Haus stand.

Früherer Hausbesitzer war Münzsammler

Die Goldmünzen sind aktuell unter Verwahrung bei der französischen Polizei, der bekannt ist, dass einer der früheren Hausbesitzer wohl Münzsammler gewesen war. Insoweit ist der Fund nicht völlig überraschend. Ob der frühere Hauseigentümer die Goldmünzen versteckt und vergessen hat, ist nicht bekannt. Der jetzige Hauseigentümer wusste auf jeden Fall nichts von dem Schatz und ist auch erfreut. Der Wert wird auf über 100.000 Euro geschätzt.

 

Milliardär Eric Sprott sieht Zinserhöhung und Gold-Sommer-Rally

Der Milliardär und Edelmetall-Investor Eric Sprott sieht die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung in den USA für Mittwoch dieser Woche.

Zinserhöhung bereits beim Gold eingepreist

Die Zinserhöhung der FED am Mittwoch sei bereits in den aktuellen Goldpreisen eingepreist und würde dann niemanden mehr überraschen, äußerte sich Sprott.  Deswegen würde er sich freuen, wenn die FED endlich wieder mal die Zinsen erhöhe. Die Inflation werde sich auf viele Bereiche auswirken, er sieht anschließend die Möglichkeit einer Sommer-Rally beim Goldpreis.

Bei 5 von 6 Zinserhöhungen kam es zum Goldpreisanstieg

Auch empirisch/statistisch gesehen ist Sprott nahe an der Wirklichkeit: Betrachtet man sich die letzten 6 Zinserhöhungen, kam es in fünf von sechs Fällen zu positiven Goldpreisentwicklungen zwischen 10 und 30%. Goldanleger dürfte dies beruhigen und animieren, noch in das Edelmetall zu investieren.

Makroökonomische Gründe führen zum Goldkauf

Es seien gar nicht so sehr die Zinsen, die die Leute für oder gegen einen Goldkauf bewegen, sondern makroökonomische Fundamentaldaten. Was in der Türkei und Italien passiere, wirke in Europa beunruhigend, was zu Goldkäufen führt. Auch die Auswertung von Exportdaten und die Ausdehnung von Handelszöllen werden die Weltwirtschaft verlangsamen. Alles Gründe für ein Investment in Gold. Dazu muss man nicht nach Venezuela oder Brasilien schauen, wo exorbitante Inflationsraten wöchentlich das Geld entwerten und die Menschen in die Sachwerte treiben. In USA und Europa gibt es ebenfalls genug politische Krisen, die ein Goldinvestment rechtfertigen.

Eric Sprott

Eric Sprott ist ein kanadischer Bürger, der durch geschickte Investments zum Milliardär geworden ist. Zuletzt gab er bekannt, dass er 90% seines Vermögens (außer Sprott Inc. Aktien) in Gold und Silber hält, weil er das für das Investment der Zukunft hält. Seine Karriere hat er beim Bankhaus Merrill Lynch als Analyst begonnen, später wurde er Fonds-Manager. Sprott hat bereits kurz vor Ausbruch der Finanzkrise in 2008 seinen Anlegern geraten, ihr Geld durch Investments in Gold und Silber in Sicherheit zu bringen. Wer ihm gefolgt ist und statt Aktien und Zertifikaten auf Goldbarren gesetzt hat, hat die Finanzkrise statt mit Verlusten mit Gewinnen im Portfolio überstanden.  Sein Vermögen wird auf 1,12 Milliarden US-Dollar geschätzt.

 

 

3/4 der Schweizer stimmen gegen Vollgeldsystem – Geldmenge wird weiter wachsen

In der Schweiz wollte eine Vollgeldinitiative das Geldsystem revolutionieren, – in einer Volksabstimmung stimmten aber 3/4 der Schweizer gegen eine Vollgeld-Reform.

Um was geht es bei der Vollgeld-Initiative?

Die Schweizer Zentralbank, dort Nationalbank genannt, sollte zukünftig alleine Geld schöpfen können. Zwar ist sie auch bisher schon für den Banknotendruck verantwortlich, doch rund 90% des geschöpften Geldes kommt in der Schweiz zustande, weil Geschäftsbanken  z.B. Kredite vergeben. Dies wollte die Initiative verändern: Zukünftig sollte nur noch die Zentralbank Geld schöpfen können, damit wäre das Buchgeld, also das Geld auf Konten genauso sicher wie Papiergeld.

Kritiker sahen die Wirtschaft in Not

Kritiker haben moniert, dass man damit ggf. die Ausdehnung der Geldmenge und damit vielleicht auch Inflation bekämpfen könne, aber der Wirtschaft damit stark schade, weil diese dann schwerer oder gar nicht mehr an Kredite komme.

Vollgeld-System gibt es bisher nirgendwo

In keinem Staat der Welt gibt es bisher ein Vollgeld-System, die Schweiz wäre das erste Land gewesen. Auf solche Experimente wollte sich die Bevölkerung in der Schweiz wohl nicht einlassen und lehnte in allen Kantonen das neue System ab.

Initiatoren enttäuscht

Die Initiatoren der Vollgeld-Initiative sind enttäuscht und sehen sich von einer massiven Gegenkampagne von Politik und Banken zurückgedrängt. Eine niedrige Wahlbeteiligung von nur 34% habe zudem geschadet. Aber immerhin hat man einen Achtungserfolg erzielt: Rund ein Viertel der Schweizer Bevölkerung war dafür.

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Auch in der Schweiz wächst seit 2017 die Geldmenge wieder kräftig.
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Vor allen Dingen die Geldmenge auf Konten wächst in der Schweiz seit 2009 stetig an – wie in vielen Staaten – über Nacht auf Konten geschöpft. Aus dem Nichts.