EZB lässt Zinsen unten und sieht Inflation steigen

Die Europäische Zentralbank EZB hat erwartungsgemäß gestern die Zinsen nicht angehoben und für die nächsten Jahre eine höhere Inflation angekündigt. Keine guten Aussichten für Sparer.

Leitzins bei NULL Prozent

Die EZB ließ den Leitzins, zu dem sich Banken bei der EZB Geld leihen können, bei NULL Prozent. Sparer werden also auch weiterhin keine nennenswerten Zinsen für Spareinlagen erwarten können. Erste Banken gingen sogar schon dazu über, auch an Privatkunden Zinsen zu berechnen, wenn Gelder auf den Konten waren oder bestimmte Beträge überschritten wurden. Diese verkehrte Welt will die EZB b.a.w. beibehalten. Mit einem Zinsschritt rechnen Experten nicht vor Ende 2019 oder 2020.

Banken zahlen sogar Strafzinsen

Banken, die bei der EZB Gelder auf den Konten unterhalten, müssen dafür aktuell sogar Strafzinsen zahlen und zwar zwischen 0,25% und 0,4%

Märkte werden jeden Monat mit 30 Milliarden Euro geschwemmt

Auch ab Januar werde man die Märkte monatlich mit 30 Milliarden Euro an Liquidität schwemmen und dafür Anleihen vom Markt kaufen. Dies ist zwar eine Reduzierung zum bisherigen Niveau, aber immer noch eine gewaltige Zahl. Im Dezember 2017 wolle man sogar noch für 60 Milliarden Euro Anleihen vom Markt kaufen.

Inflation bei Nullzinsen führt zu Vermögensverlust

Wer keine Zinsen von der Bank für sein Vermögen bekommt, verliert aufgrund der Inflation jedes Jahr einen Teil seines Vermögens. Während im gesamten Euroraum im November die Inflation bei rund 1,5% lag, ist der Wert in Deutschland im November bei 1,8%. Die Währungshüter der EZB sehen aber auch im Gesamt-Euroraum eine steigende Inflation und rechnen mit einem Anstieg in Euro von bisher 1,5% auf 1,7% bis 2020.

EZB kaufte auch schwächelnde Anleihen

In die Kritik kam die EZB u.a. dadurch, dass bekannt wurde, dass auch Anleihen von schwächelnden Unternehmen, wie z.B. die des Möbelherstellers Steinhoff im EZB-Bestand sind. EZB-Präsident Mario Draghi bezeichnete es allerdings als nicht ungewöhnlich, dass es auch mal Verluste gebe. Die EZB wollte allerdings nicht angeben, wieviel Anteile der Steinhoff-Anleihe im Volumen von 800 Millionen Euro sie besitzt. Aktuell würden keine neuen Anteile mehr gekauft. Die EZB-Regeln schreiben auch vor, dass max. 70% einer Unternehmensanleihe aufgekauft werden dürfen. Gemäß der Ratingagentur Moody´s wird die Kreditwürdigkeit der Möbelkette auf Ramschniveau eingeschätzt. Der Möbelhersteller hatte Unregelmäßigkeiten in seinen Bilanzen eingeräumt, der CEO hatte seinen Rücktritt erklärt.

Goldpreis zieht nach EZB-Entscheid leicht an

Nachdem bekannt wurde, dass die EZB die Zinsen weiter auf NULL-Niveau belässt, zog der Goldpreis in Euro um rund 5 Euro pro Feinunze an. Am Freitagvormittag bewegte sich der Goldkurs bei rund 1065€/oz. Damit konnten Anleger in Deutschland die gängigsten Goldunzen wie Krügerrand, Maple Leaf oder Känguru immer noch für Preise von knapp unter 1100 Euro einsammeln.

Gold kaufen im Dezember = Chance auf 10% PLUS ?

Analysiert man die letzten 10 Jahre, so war ein Goldkauf in der zweiten Dezemberhälfte des Jahres in 8 von 10 Jahren damit verbunden, dass der Goldpreis innerhalb der nächsten 6 Monate einmal mehr als 10% zugelegt hatte. Häufig kam es bereits im Januar zu deutlichen Goldpreissteigerungen. Angesichts einer alternativen Verzinsung des Geldes auf Sparkonten mit Null Prozent Zinsen animieren solche Werte sicher den einen oder anderen Anleger, auch weiter in das Edelmetall Gold zu investieren.

Bild: EZB

 

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Goldpreis steigt, nachdem FED die Zinsen erhöht hat

Die amerikanische Notenbank FED hat – wohl zum letzten Mal in diesem Jahr – die Zinsen marginal um 0,25% erhöht. Nunmehr gilt ein Zielkorridor von 1,25% bis 1,5%. Diese dritte Zinserhöhung dieses Jahr war vom Markt erwartet worden und somit im Goldpreis bereits eingepreist.

Goldpreis steigt um 1%

Der Goldpreis in Dollar ist nach der Bekanntgabe der FED um 1% gestiegen, auch der Goldpreis in Euro bewegte sich nach oben, befindet sich nunmehr wieder über der wichtigen Linie von 1060€/oz.

Arbeitslosenquote etwas verbessert

Die Fed-Chefin begründete die Zinserhöhung mit verbesserten Arbeitsmarktdaten, so wurden im November in den USA angabegemäß 228.000 Stellen geschaffen, was zu einer relativ niedrigen Arbeitslosenquote von 4,1% führte.

In Europa sind die Zinsen noch nahe NULL Prozent

Da in Europa die Zinsen noch im Euroraum bei eher Null Prozent liegen, könnte es in der Zukunft zu Abwanderbewegungen vom Euro in den Dollar kommen, was tendenziell den Euro schwächt und den Dollar stärkt. Am Donnerstag morgen kostete ein Euro 1,1829 Dollar.

Janes Yellens letzte Zinserhöhung

Die Zinserhöhung gilt als die letze, die die noch amtierende FED-Chefin Janet Yellen wohl vorgenommen hat – zum Monatswechsel Januar/Februar 2018 wird sie voraussichtlich das Amt an Jerome Powell übergeben. Es gilt als unwahrscheinlich, dass sie kurz vorher nochmal an der Zinsschraube drehen wird.

Für 2018 drei weitere Zinserhöhungen

In den USA sollen im Jahr 2018 und 2019 die Zinsen jeweils 3x erhöht werden, für 2019 strebt man dann ein Zinsniveau von 2,8% an.

Was sich Janet Yellen nicht hat nehmen lassen, war in ihrem kurzen Statement zur Zinserhöhung noch einmal vor den Risiken der Bitcoins zu warnen, diese seien hochspekulativ und keine stabile Wertanlage.

Die nächste Sitzung des Offenmarktausschusses der FED ist für Ende Januar 2018 angesetzt.

Bitcoin Gold Bafin Warnung
Yellen warnte nochmal vor Bitcoins

Historisch niedrige Realzinsen

Trotz erhöhter Zinsen sind die REAL-Zinsen (Tatsächliche Verzinsung des Kapitals=Zins minus Inflation) immer noch historisch niedrig und dürften es auch bleiben. Vor den letzten Zinserhöhungen der FED wurde auch jeweils der Goldpreis gedrückt, um anschließend wieder zu steigen, weil die Nachfrage in den Goldsektor zurückkehrt. Alleine das kürzlich verabschiedete Steuerreformpaket von US-Präsident Trump wird die Staatsverschuldung um eine Billion(!) Dollar ansteigen lassen. Es gilt als sicher, dass dies inflationsantreibend wirken dürfte. Und bei Inflation haben Anleger bislang noch immer ihren sicheren Hafen in Gold-Investments gefunden.

Goldkäufe legten zu

Bereits am späten gestrigen Abend legten die Käufe deutscher Anleger in das gelbe Edelmetall zu. Gefragt waren vor allen Dingen Goldmünzen wie Krügerrand und Maple Leaf, die man aktuell noch für unter 1100€ einsammeln konnte. Bei den Barren aus Gold waren kleinere Einheiten – weihnachtsbedingt der Renner.

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In Indien wird immer mehr Gold gegen Bargeld gekauft

Der indischen Regierung sind die Goldkäufe der eigenen Bevölkerung ein Dorn im Auge, sorgen sie doch für ein Handelsbilanzdefizit, da Indien die gewaltigen Mengen an Gold, die die Bevölkerung jeden Monat kauft, gegen Dollars importieren muss.

Der Inder schenkt Gold zur Hochzeit und zu Festivals

In Indien ist es in weiten Teilen der Bevölkerung Brauch, zu Hochzeiten und zu Festivals Gold zu schenken – und dies seit Jahrhunderten. Durch Einführung von Steuern, Abgaben oder Registrierungspflichten ließ sich das in der Vergangenheit allenfalls kurzzeitig beeinflussen, aber nicht nachhaltig reduzieren.

Registrierungsgrenze musste geändert werden

Zuletzt musste im Oktober die Registrierungsgrenze, ab der ein Goldkäufer sich mit Ausweis registrieren lassen musste, von 50.000 auf 200.000 Rupien erhöht werden – nach massivem Druck aus der Bevölkerung und dem Goldhandel. Das neue Limit (ca. 2600 Euro) sorgte dafür, dass Inder ohne Registrierung etwas mehr als 70 Gramm Gold kaufen konnten. Das Limit wurde rechtzeitig vor der in Indien für den Goldhandel so wichtigen DIWALI-Festivalsaison angepasst.

3+8% Steuern auf Gold

In Indien gibt es aktuell immer noch eine Steuer auf Gold in Höhe von 3% (GST), zu der sich weitere 5% gesellen, wenn aus dem Gold etwas hergestellt wurde (fabrication fees). Die relativ hohe Besteuerung von Gold führt dazu, dass nahezu täglich an den Grenzen und Flughäfen Indiens Goldschmuggler gefasst werden, die kiloweise Gold nach Indien schmuggeln wollen.

Barzahlungsquote hat sich signifikant erhöht

Wurde Gold in den Vorjahren zu 60 bis 70% unbar oder gegen Festhaltung de Käuferdaten bezahlt, in der Regel durch eine der Banküberweisung gleichgestellte Zahlung, stellten Analysten dieses Jahr nur noch einen Unbar-Anteil von 40-50% fest, was im Umkehrschluss bedeutet, dass mittlerweile 50 bis 60% der indischen Käufer, es vorziehen, Gold anonym zu kaufen. Z.B. indem sie Gold gegen Bargeld unter 200.000 Rupien einkaufen, – im Goldmünzen-Bereich wären dies klassischerweise 2 Goldunzen.

Goldschmuggel lässt offizielle Importe sinken

Wie sehr der Goldschmuggel zur Umgehung der Steuern mittlerweile grassiert, wird an den offiziellen registrierten Goldimporten Indiens deutlich: So wurden im November 2017 55 Tonnen Gold offiziell nach Indien importiert. Auf offiziellem Weg waren es im Vorjahr noch 100,6 Tonnen. Eine 10%ige Gold-Importsteuer animiert zahlreiche Akteure am Goldmarkt, das Gold unversteuert ins Land zu bringen. Der offizielle Goldverbrauch Indiens könnte in 2017 auf ein 8-Jahres-Tief fallen. Der tatsächliche Goldverkauf in Indien dürfte jedoch auf einem Hochstand sein. Bis zum Jahresende werden sich alleine  die offiziellen Goldimporte Indiens wohl auf rund 650 Tonnen für das Jahr 2017 addieren.

200-300 Gramm Gold zur Hochzeit

Nach jüngsten Erhebungen werden zu indischen Hochzeiten im bevölkerungsreichen Land im Schnitt 200 bis 300 Gramm Gold geschenkt. Bisher konnte die Regierung dies nicht nachhaltig verändern. Durch keine Steuer und keine Abgabe.

 

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Commerzbank sieht steigenden Goldpreis in 2018

Was gibt es Schöneres als die Aussicht auf einen steigenden Goldpreis gepaart mit aktuell niedrigen Einstiegskursen? Aktuell sind die Aussichten für eine positive Goldpreisentwicklung in 2018 gut und der Goldpreis lädt nach einem Rücksetzer mit niedrigen Kursen zum Kaufen ein.

Commerzbank sieht Goldpreis in 2018 steigen

Geht es nach der jüngsten Einschätzung der Commerzbank, so dürfte der Goldpreis im Jahr 2018 wieder deutlich steigen. Negative Zinsen und Niedrigzinsen gepaart mit bleibenden politischen Unsicherheiten in USA und Europa sollten für steigende Kurse sorgen.

Ausgehend vom aktuellen Goldpreis (1249$ am 11.12.2017) sieht die Commerzbank einen Durchschnittskurs von 1300$ in den ersten beiden Quartalen 2018. Der Goldpreis 2018 werde sich dann in der zweiten Jahreshälfte auf ein Durchschnittsniveau von 1350$/oz bewegen, was ca. 100$ pro Unze mehr wären als aktuell. Gold notiert in Dollar im aktuell rund 8% höher als zur Jahreswende.

Geldschwemme wird Goldpreis steigen lassen

Die Politik der Geldschwemme durch die EZB und FED, die nur in der Schwemm-Geschwindigkeit abnimmt, aber grundsätzlich immer noch die Märkte mit Liquidität flutet, wird nach Ansicht der Commerzbank für steigende Goldpreise in 2018 sorgen.

Silber könnte noch interessanter werden als Gold

Silber könnte nach Ansicht der Commerzbank wegen der starken industriellen Nachfrage die Kurssteigerungen von Gold im nächsten Jahr noch übertreffen. Für Silber sieht die Commerzbank im Jahr 2018 einen Durchschnittskurs von 17,25$/oz. (Stand 11.12.2017: 15,86$/oz).

Auch Goldpreis in Euro dürfte anziehen

Auch der Goldpreis in Euro dürfte entsprechend anziehen, sollte sich die Parität zum US-Dollar nicht wesentlich verändern.

Arbeitsmarktdaten in USA besser als erwartet

In den USA wurden bessere als erwartete Arbeitsmarktdaten verkündet: So wurden im November in den USA 228.000 neue Jobs geschaffen, was man nicht erwartet hatte. Für Mittwoch dieser Woche erwarten Marktteilnehmer eine kleine Zinsanpassung durch die FED, die im Goldpreis allerdings schon eingepreist sein dürfte. Diese Woche stehen zudem auch Sitzungen der EZB, der Bank of England und der Schweizer Nationalbank an, was den Goldpreis allerdings kaum beeinflussen sollte.

Starke Nachfrage nach 1 oz – Goldmünzen

Zu Wochenbeginn startete der Vormittag mit einer starken Nachfrage nach 1-Unzen-Goldmünzen und 100g Goldbarren. Käufer nutzen den Preisrücksetzer beim Goldpreis für Positionsaufstockungen und Neuinvestments. Wie schon seit Ende November werden vermehrt auch kleinere Goldbarren mit Weihnachtsmotiven gekauft (1 bis 5 Gramm), die wohl ihren Platz unter dem Weihnachtsbaum finden werden.

 

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BMF legt Goldpreis für 2018 fest

Auch das Bundesfinanzministerium kennt natürlich noch nicht den Goldpreis für 2018, hat aber in einem entsprechenden BMF-Schreiben festgelegt, mit welchem Goldpreis Händler zur Vereinfachung in 2018 rechnen dürfen, wenn es darum geht, ob Goldmünzen steuerfrei verkauft werden dürfen. Dieser Kurs ist auch bei der Berechnung für Einfuhrumsatzsteuerzwecke entscheidend.

Goldpreis 2018 bei 34.658 Euro

Das Bundesfinanzministerium hat festgelegt, dass Goldhändler im ganzen Jahr 2018 (unabhängig vom tatsächlichen Goldpreis) bei der Berechnung, ob Goldmünzen steuerpflichtig sind oder nicht, als Rechnungsgrundlage einen Gold-Kilopreis von 34.658 Euro zugrunde legen können. Dieser Grenzwert ergibt umgerechnet auf verschiedene Größen:

  • 1 kg – 34.658,-€
  • 1 g – 34,658€
  • 1 oz – 1077,98€
  • 1/2 oz – 538,99€
  • 1/4 oz – 269,49€
  • 1/10 oz – 107,79€

Das entsprechende BMF-Schreiben zum Goldpreis 2018 findet sich hier:

BMF-Schreiben Goldpreis 2018

Diese Regelung kann im Jahr 2018 unabhängig vom tatsächlich vorliegenden Goldpreis in Euro angewandt werden.

Umsatzsteuergesetz § 25c UStG

Gem. §25c UStG ist u.a. Voraussetzung für den steuerfreien Verkauf von Goldmünzen, dass der Verkaufspreis 180% des Goldwertes nicht übersteigt. Unter Zugrundelegung obigen BMF-Goldpreises für 2018 würde dies beispielsweise bedeuten, dass Händler eine Unze Gold mehrwertsteuerfrei in 2018 verkaufen dürfen, wenn der Verkaufspreis von 1940,36 € nicht überschritten wird. (1077,98 x 180%). Dies hat z.B. eine Bedeutung bei der 200 Euro Goldmünze Währungsunion aus dem Jahr 2002.

200 Euro Währungsunion Goldmünze Deutschland
Darf im Jahr 2018 bis zum Preis von 1940,36€ MwSt-frei verkauft werden: 200 Euro Goldmünze Währungsunion 2002

 

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Weltgoldbestände: Russland und Türkei haben dazugekauft

Das World Gold Council (WGC) hat in seiner Dezemberstatistik die weltweit größten staatlichen Goldbestände aufgelistet, auf den ersten 12 Plätzen stehen dabei:

  1. USA 8.133,5 Tonnen Gold
  2. Deutschland 3.373,6 Tonnen Gold
  3. IWF 2.814,0 Tonnen Gold
  4. Italien 2.451,8 Tonnen Gold
  5. Frankreich 2.435,9 Tonnen Gold
  6. China 1.842,6 Tonnen Gold
  7. Russland 1.801,2 Tonnen Gold
  8. Schweiz 1.040,0 Tonnen Gold
  9. Japan 765,2 Tonnen Gold
  10. Niederlande 612,5 Tonnen Gold
  11. Indien 557,8 Tonnen Gold
  12. Türkei 525,8 Tonnen Gold

Russland und Türkei kaufen Gold

Bemerkenswert ist dabei der Bestand von Russland, die 22,3 Tonnen zugelegt haben, nur noch getoppt von der Türkei, die 30,2 Tonnen Gold gekauft hat.

Insgesamt besitzen die Zentralbanken der World Gold Council Aufstellung zum Erhebungszeitpunkt 33.604 Tonnen Gold.

world-gold-council-goldbestaende-122017
Goldbestände der Zentralbanken gem. World Gold Council (12.2017)

Goldpreis in Euro unter 1070

Der Goldpreis in Euro fiel am Donnerstagnachmittag unter die Marke von 1070, notierte am Abend bei 1062,57 Euro/oz. Als Hintergrund für den Goldpreis-Rücksetzer wurde die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktzahlen genannt. Dort wurden 2.000 (!) weniger Neu-Arbeitslose gezählt, nämlich 236.000 sogenannte jobless people. Auch die Anzahl der Gesamtarbeitslosen habe in den USA um 52.000 abgenommen, woraus Analysten glauben, ein Anziehen der Konjunktur ablesen zu können.

Schuldenobergrenze: Frist läuft Freitag ab

Die Freude über die Steuerreform von Präsident Trump konnte nur kurz die tatsächlich vorhandenen Sorgen überdecken: Am Freitag läuft die Übergangsfinanzierung des US-Staatshaushaltes aus. Die Schuldenobergrenze ist erreicht. Beschliesst der US-Kongress nicht z.B. eine neue Brückenfinanzierung oder eine neuerliche Anhebung der Schuldenobergrenze, müssen nach Freitagnacht Teile des Staatsbetriebs geschlossen werden.

Passiert bis Freitag, Mitternacht amerikanischer Zeit nichts, greift die US-Schuldenobergrenze wieder, darf auch das US-Schatzamt keine neuen Schuldtitel mehr ausgeben. Möglicherweise will man weiter im Krisenmodus mit Überbrückungsfinanzierungen arbeiten, aber auch dann werden die USA spätestens im März oder April zahlungsunfähig. Der Kongress muss sich also etwas einfallen lassen.

Käufer nutzen niedrige Kurse zum Gold kaufen

Deutsche Anleger nutzten heute intensiv die Möglichkeit, Standard-Goldunzen wie den Krügerrand, den Maple Leaf oder auch das Känguru zu Preisen unter 1100 Euro zu kaufen. Bei den Silbermünzen war das Silber-Känguru der Perth Mint mit Preisen von kurz über 16 Euro am begehrtesten. Anleger orderten häufig gleich masterboxenweise (in 250er-Stückelungen).

Bild: Bundesbank

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Venezuela will neue Währung PETRO einführen: Durch Gold und Diamanten gedeckt

Der Staatspräsident Venezuelas hat am Wochenende angekündigt, eine neue Währung, den PETRO einführen zu wollen. Diese Währung soll durch Gold, Diamanten und auch Erdöl gedeckt sein. Alle drei Bodenschätze kommen in Venezuela vor.

Goldgedeckt gegen die Inflation

Mit dem goldgedeckten Petro möchte Venezuelas Präsident Nicolas Maduro gegen die Inflation und drohende Staatspleite vorgehen. In einer kurzen Rede erklärte Maduro, dass er mit dieser neuen Währung gegen den durch die USA angezettelten Finanzkrieg vorgehen wolle.

Bisher 1000% Inflation in Venezuela

Die bisherige Landeswährung Bolivar weist alleine in 2017 bereits eine Inflation von über 1000% auf. Der über die letzten Jahre niedrig gelegene Ölpreis hat zu drastischen Mindereinnahmen des Landes geführt, die nicht über andere Wege ausgeglichen werden konnten. Außenstehende bemängeln die Misswirtschaft der sozialistischen Regierung.

Petro durch natürlich Ressourcen abgesichert

Weil der neue PETRO durch natürlich Ressourcen abgesichert sei, solle er auch im Ausland Akzeptanz finden. Geschäfte im Ausland sollten damit bezahlt werden können. Der Staatspräsident äußerte sich allerdings nicht dazu, wann und wie die neue Währung eingeführt werden soll. Es wird vermutet, dass analog zu Bitcoins die neue Währung zunächst nur virtuell eingeführt werden dürfte. Maduro nannte den Petro eine Kryptowährung.

Erklärung Präsident Maduro im Wortlaut:

Die Erklärung des Präsidenten wurde im TV in Venezuela live ausgestrahlt, hier der Original-Wortlaut:

Venezuela hatte zuletzt Gold verloren

Zuletzt kam Venezuela dadurch in die Schlagzeilen, dass große Mengen Gold, die bei der Deutsche Bank beliehen worden waren, nicht wieder ausgelöst werden konnten, da schlichtweg das Geld dafür fehlte. Anlagegold24 hatte darüber berichtet: Venezuelas Gold

Goldbarren im Gegenwert von 1,7 Milliarden US-Dollar sollen so verwertet worden sein. Einige Marktteilnehmer erklären sich durch diese große Goldmenge auf dem Markt den Kursrückgang von Ende November/Anfang Dezember.

 

 

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Goldpreisentwicklung 2018 geht bis 1340$/oz laut JP Morgan

Das Bankhaus JP Morgan hat seine Glaskugel befragt, bzw. die Analysten arbeiten lassen. Für den Goldpreis im Jahr 2018 kam man dabei zu erstaunlichen Erkenntnissen:

Goldpreisentwicklung 2018 im Plus

Basierend auf dem aktuellen Goldpreis von 1275$/oz sieht man für das Jahr 2018 einen durchschnittlichen Goldpreis von 1295$ pro Unze, also leicht höher. In der Spitze werde der Goldpreis im Jahr 2018 aber bis auf 1340$/oz steigen. Dies sehe man eher in der zweiten Jahreshälfte 2018. Sollte die Wirtschaft in den USA anziehen, könnten die ersten beiden Quartale in 2018 für eine Seitwärtsbewegung/eher niedrige Goldpreise stehen, spätestens Mitte des Jahres werde allerdings der Goldpreis dann steigen, weil steigende Zinsen dann die US-Wirtschaft bremsen werden. JP Morgan geht von fünf Zinserhöhungsschritten der FED zwischen Dezember 2017 und Dezember 2018 aus. Bei gleichen Währunsparitäten dürfte dies auch einen Anstieg beim Goldpreis in Euro bedeuten.

Steigende US-Zinsen werden US-Haushalt belasten

Das tendenziell steigende US-Zinsniveau belastet zunehmend den US-Haushalt. Fünfjährige US-Staatsanleihen werfen mit leicht über zwei Prozent deutlich mehr Zinsen ab als deutsche Bundesanleihen, die aktuell bei fünf Jahren im Minusbereich (minus 0,33%) liegen. Durch die Steuerreform entstehen den USA Kosten in Höhe von über 1 Billion Dollar, die zum Teil über Anleihen finanziert werden müssen. In den USA werden dadurch voraussichtlich die Zinsen deutlich steigen, was zu inflationären Tendenzen führen könnte.

Schuldenobergrenze in USA reicht jetzt schon nicht

Wenn bis Freitag dieser Woche keine Änderung bei der Schuldenobergrenze in den USA beschlossen wird, können ab kommender Woche in den USA jetzt schon einige Gehälter von staatlichen Bediensteten nicht mehr bezahlt werden und öffentliche Einrichtungen müssten schließen. In der Vergangenheit hatten die USA die absolute Schuldenobergrenze einfach immer wieder nach oben verändert. Ob diese Methode der Einhaltung aber auf Dauer tragfähig ist, bezweifeln Ökonomen. Ökonomen bezweifeln auch die Selbstfinanzierung der Steuernachlässe, die Trumps Steuerpläne vorsehen.

Lunarmünzen Australien stark gefragt

Nach der AUSVERKAUFT-Meldung der Perth Mint, die bekannt gab, dass bei der Münzprägestätte die Lunarmünzen zum Jahr des Hundes in Gold und Silber (jeweils 1 oz) ausverkauft sind, setzten vermehrt Käufe im Handel zu diesen beiden Produkten ein. Bei den klassischen Anlagemünzen hatte der Krügerrand Gold und der Maple Leaf die Nase vorne. Jahreszeitlich bedingt kam es bei den Goldbarren vor allen Dingen zu Geschenkkäufen an Weihnachts-Goldbarren zu 5 Gramm und 1 Gramm.

Goldbarren Weihnachten
Klassiker unter dem Weihnachtsbaum: Goldbarren

 

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Australien Lunarmünzen 2018 Hund in Gold und Silber ausverkauft

Die Perth Mint Münzen HUND aus dem Jahr 2018 sind bei der Münzprägestätte in Australien bereits AUSVERKAUFT. Dies gilt für die 1-Unzen-Silbermünzen und die 1-Unzen-Goldmünzen mit dem Motiv Hund und dem Jahrgang 2018.

Hund Lunarmünzen 2018 erst im September ausgegeben

Die Hunde-Münzen kamen erst im September 2018 neu auf den Markt und sind bereits Ende November bei der Münzprägestätte restlos ausverkauft. Die Perth Mint hat damit 30.000 goldene 1-Unzen-Münzen und 300.000 silberne 1-Unzen-Münzen abverkauft.

Seit 2008 Lunarmünzen jedes Jahr ausverkauft

Die Lunarmünzen der aktuellen Serie sind damit in der 1-Unzen-Größe in jedem Jahr sei dem Jahr 2008 nach kurzer Zeit ausverkauft worden. Damit zählt die Lunarmünzenserie Australiens zu den weltweit gefragtesten Tiermotivserien überhaupt.

Bestand im Handel schmilzt ab

Einige Edelmetallhändler, die zu kleine Bestände geordert haben oder nur bei Abverkauf an Endkunden Ware eingedeckt haben, haben schon keine Bestände mehr. Der Bestand bei allen Händlern reduziert sich nach und nach, da diese nicht mehr bei der Münzprägestätte nachkaufen können. Die aktuellen Preise für die Lunarmünzen Hund sehen Sie hier (solange noch vorrätig):

Video der Lunarmünzen Australien 2018

Die Perth Mint hat zu den Silbermünzen und Goldmünzen der Lunarserie 2018 folgendes Video erstellt, welches die Schönheit der Münzen zur Geltung kommen lässt:

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Zentralbank BIZ warnt vor neuem Crash an den Finanzmärkten

Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich BIZ, eine Art Zentralbank der Zentralbanken wart vor einem neuen Crash an den Finanzmärkten.

Über kurz oder lang drohen Turbulenzen, sagte BIZ Chefvolkswirt Claudio Borio als er den jüngsten schriftlichen Vierteljahresbericht der Bank vorlegte.

Aktuelle Situation wie 2007

Die aktuelle Situation erinnere ihn an die Zeit vor der Finanzkrise in 2007. Die Verschuldungsquote sei zu hoch, – in vielen Ländern sogar noch höher als kurz vor Ausbruch der damaligen Finanzkrise. Die Aktienbörsen-Höchststände seien nur der Liquiditätsschwemme zu verdanken, aber fundamental nicht gerechtfertigt.

FED und EZB pusten weiter Geld ins System

Die US-Notenbank FED und die EZB blasen weiter massiv Geld in das System, sie reduzieren allenfalls die Aufblasgeschwindigkeit. So will die EZB die Summe der Anleihekäufe reduzieren, aber immer noch für 30 Milliarden Euro Liquidität in die Märkte schwemmen und zwar jeden Monat.

BIZ sieht darin Risiko

Die BIZ sieht darin ein erhebliches Risiko für die Finanzmärkte. Aktuell vernähme man die Ruhe vor dem Sturm. Der Preis der Ruhe ist aber der mögliche Sturm, der folgen könnte, so der Spreche der BIZ.

Den kompletten Bericht der BIZ gibt es hier zum Download: Quartalsbericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich 12/2017

 

Bild (Claudia Borio, BIZ): (c) by BIZ

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