Dieb klaut Krügerrand-Goldmünzen für mehr als 100.000 Euro und wird festgenommen

Pech für einen Dieb im Zentrum Iserlohns. Als er am 15.7. gegen 17:20 Uhr bei einem Wohnungseinbruch aus einem wenig geeigneten Tresor Krügerrand Goldmünzen im Wert von über 100.000 Euro erbeutete, wurde er beim Verlassen der Wohnung im Flur des Mehrfamilienhauses von einer Nachbarin gesehen, die den ihr Unbekannten geistesgegenwärtig fotografierte.

Die zur Miete wohnende Nachbarin informierte daraufhin die Polizei, die bei einer Begehung im Haus einen Einbruch feststellte. Die geschädigten Wohnungsinhaber stellten kurz darauf den Diebstahl von Goldmünzen des Typs Krügerrand im sechsstelligen Wert fest.

Polizei erkannte den Flüchtenden auf dem Bild

Die Polizei erkannte allerdings auf dem gemachten Foto den Flüchtenden und stellte diesen bereits zwei Tage später in der Mendener Innenstadt. Bei der Festnahme führte er noch einen Teil der Beute mit sich, einen anderen Teil hatte er schon verkauft. Der Richter erließ Haftbefehl gegen den polizeibekannten 33-jährigen Mendener. Nunmehr sitzt er ohne Goldmünzen in Untersuchungshaft. Die Goldmünzen wurden sichergestellt.

Tresor-Tipp

Wer Goldmünzen zu Hause verwahrt, sollte diese so verwahren, dass diese nicht so schnell von möglichen Einbrechern gefunden werden. Ein einfacher Möbeltresor, den es häufig in Baumärkten oder Supermärkten für unter 100 Euro zu kaufen gibt, ist dafür nicht geeignet. Potentielle Diebe haben einen solchen ‚Minitresor‘ innerhalb von Sekunden aus der Verankerung gerissen und geöffnet. Wenn eine Unterbringung im Tresor erfolgt, dann sollte dieser mindestens 300 Kilogramm schwer sein und in Wand und Boden verankert sein. Selbst ein Verstecken der Goldmünzen in Keller oder Speicher ist manchmal noch sicherer als die Unterbringung in Billig-Blech-‚Tresoren‘ aus dem Baumarkt.

Wohin geht der Goldpreis, wenn er nicht mehr manipuliert wird?

Die Manipulation des Goldpreises wurde früher als fixe Idee linker Spinner abgetan. Nachdem mehrere Großbanken aber in ordentlichen Gerichtsverfahren u.a. auch der Goldpreis-Manipulation für schuldig gesprochen worden sind, lässt sich der Fakt kaum noch leugnen. Nur über die Dimension gibt es noch unterschiedliche Auffassungen.

Im aktuellen Focus Money Heft (22.7.2019) ist auch ein Artikel zu der Thematik, den wir für lesenswert halten, wenngleich natürlich manche Zusammenhänge nur verkürzt dargestellt werden konnten.

Wie wird der Goldpreis manipuliert?

In den bisher nachgewiesenen Fällen von Manipulation in großen Banken wurden einfach gar nicht existente Aufträge ‚in den Markt gelegt‘, um eine bestimmte Wirkung zu existieren. Durch das Platzieren großer Verkaufsaufträge erreicht man z.B. ein Sinken des Goldpreises. Die Aufträge wurden dann i.d.R. kurze Zeit später schon wieder aus dem Markt genommen, wenn die entsprechende Wirkung (d.h. andere verkaufen dann ihre Bestände, weil sie sinkende Kurse befürchten) erzielt worden ist. Solche Verhalten wurden bei mehreren großen Banken nachgewiesen. Die Banken räumten das Verhalten ein und akzeptierten hohe Strafzahlungen. Hier eine Auswahl der Berichterstattung zu diesem Thema der letzten Jahre:

Goldpreis-Manipulation ist also nicht länger eine fixe Idee linker Spinner, sondern Realität im Bankensystem. Zumindest in der jüngsten Vergangenheit.

Stimmt es, dass die US Notenbank FED privaten Banken gehört?

Im oben angegebenen Focus-Artikel wird erwähnt, dass die US Notenbank FED privaten Banken gehören würde. Stimmt das überhaupt?

Ja, das ist im Prinzip richtig. Die FED oder das Federal Reserve System gilt zwar als staatliche Institution, aber wird im Wesentlichen von den 12 regionalen FED-Banken bestimmt, die wiederum private Banken als Eigentümer haben. Wohl gibt es bei der FED ein sogenanntes ‚Board of Governors‘, welches 7 Mitglieder hat, die vom Präsidenten nominiert und vom US-Senat ernannt werden, aber z.B. im sitzen im Federal Open Market Committe (FOMC) neben den 7 Mitgliedern des Boards auch eine Auswahl der Präsidenten der regionalen FED-Banken. Das FOMC bestimmt eigenverantwortlich und selbstständig die Zinspolitik der US-Notenbank. Der Kongressabgeordnete Ron Paul bemängelte mehrfach und tut dies bis heute, dass der privatwirtschaftliche Einfluss auf die Geld- und Zinspolitik der USA zu groß ist und die Eigentümer der FED private Banken seien, die ihre Interessen durchsetzen wollen

Warum haben Notenbanken eigentlich kein Interesse an Gold?

Notenbanken haben schon Interesse an Gold. Allerdings im Wesentlichen für Eigenbestände, weil sie Gold offenbar für sicher halten. Im Jahr 2018 haben Notenbanken dieser Welt für Eigenbestände beispielsweise über 600 Tonnen Gold gekauft. Allerdings basiert das Papiergeldsystem dieser Welt darauf, dass die Menschen mit bunt bedruckten Papiergeldscheinen bezahlen und bezahlt werden, hinter denen kein Sachwert mehr steht, sondern der bloße Glaube daran, dass man dafür immer etwas kaufen kann und der Glaube, dass dies auch noch lange so sein wird. Würden die Menschen an die Geldscheine wie Dollar oder Euro nicht mehr glauben, würde das ganze System der Banken zusammen brechen und Banken könnten auch kein Geld mehr daran verdienen, dass sie Geld gegen Zinsen verleihen. Eine der wesentlichen Einnahmequellen der Banken.

Daher versuchen viele Zentralbanken die Bedeutung von Gold für die Bevölkerung herunter zu spielen, damit die Bevölkerung nicht an Gold, sondern an Papiergeld glaubt. In einigen Ländern wird sogar eine Strafsteuer für Gold eingeführt, z.B. in Indien. Dennoch kaufen die Inder lieber Gold als Papiergeld zu stapeln.

Was passiert, wenn die US Notenbank nun die Zinsen noch weiter senkt?

Grundsätzlich kaufen mehr Menschen Gold, wenn die Zinsen sinken, was zu steigenden Goldpreisen führt. Für Ende Juli erwarten viele Analysten, dass die FED die Zinsen senken wird. Möglicherweise ist diese Erwartung mit den letzten Preissteigerungen beim Goldkurs schon eingepreist, das bleibt abzuwarten. Wenn die US Notenbank FED allerdings dazu übergehen sollte, Minuszinsen einzuführen, wie dies z.B. im Euro-Raum und in der Schweiz schon passiert ist, dann könnte dem Goldpreis ein neuer Boom bevorstehen – mit Kurssteigerungen, die auch mit Manipulationen kaum noch dauerhaft zu bremsen sein könnten.

Um den Goldpreis nachhaltig zu bremsen, muss man auch nachhaltig physische Ware auf den Markt werfen können. Das könnten Notenbanken natürlich eine Zeitlang tun, aber irgendwann sind deren Vorräte erschöpft und dann gehen die Kurse wieder nach oben.

Gold kann nicht nachgedruckt werden

Insoweit betrachten viele Anleger ein Goldinvestment langfristig als gute Anlage, weil sich das beständig hohe Kaufinteresse auf lange Sicht gegen Manipulationen nach unten durchsetzen wird. Der Vorteil bei Gold ist, dass es – im Gegensatz zu Papiergeld – nicht beliebig nachgedruckt werden kann.

Private Anleger in Deutschland kaufen massiv Gold

Auch nach Auswertungen des World Gold Councils gehören die Deutschen weltweit mit zu den führenden Käufern von Anlagegold. Egal ob Goldmünzen oder Goldbarren: In kaum einem anderen Land wird pro Kopf soviel Gold gekauft wie in Deutschland. Auch die Perth Mint hat bereits vor Jahren mitgeteilt, dass ein Großteil der weltweit verkauften australischen Gold- und Silbermünzen in Deutschland landet.

Goldpreis zu Wochenbeginn

Am Montagmorgen startet der Goldpreis im europäischen Handel mit Kursen um 1272 Euro pro Feinunze, respektive 1427 $/oz. Mit Spannung beobachten Händler die Entwicklungen rum um einen offensichtlich von Iranern gekaperten britischen Tanker und die weltweiten Spannungen, die sich dadurch ergeben. Der deutsche Außenminister Maas warnte bereits vor einem Ausbruch eines neuen Krieges.

Milliardär Ray Dalio: Verkauft Aktien und KAUFT GOLD!

Der amerikanische Multi-Milliardär und Hedgefondsmanager Ray Dalio hat dazu aufgerufen, vom Aktienmarkt in Gold zu schwenken. Man solle Aktien verkaufen und auf Gold setzen, so das Credo des Managers und Gründers des Hedgefonds Bridgewater Associates. Ray Dalio gehört nach dem Forbes Magazin zu den reichsten Amerikanern überhaupt.

In Zeiten, in denen die Zinsen bei Null Prozent lagen, haben Notenbanken häufig die Geldmenge ausgedehnt, was auch aktuell passiert sei. Sowohl in den USA als auch in Europa. Das bringt eine Reihe Probleme mit sich. Ray Dalio ordnet die vergangenen Jahrzehnte in verschiedene Phasen ein, die durch unterschiedliche wirtschaftlich Konstellationen geprägt waren. In jeder Phase gäbe es optimale und weniger optimale Investments. Für die nächste Zeit sei Gold für ihn das Investment, was sowohl Risiken abdecke, aber auch aus Ertragssicht am aussichtsreichsten sei. Die meisten Menschen seien damit noch zu wenig eingedeckt. In einem sehr ausführlichen Beitrag auf der Plattform Linkedin hat er dies auch ausführlich dargelegt. Ray Dalio gilt als Feind der typischen US Kapitalismus Idee und lag in der Vergangenheit überdurchschnittlich häufig richtig mit seinen Einschätzungen zu Börsenentwicklungen.

Sein Hedgefonds Bridgewater Associates verwaltet aktuell rund 125 Milliarden Dollar und gilt damit als der größte Hedgefonds der Welt.

Goldpreis touchierte die 1450$-Linie

Der Goldpreis touchierte in seiner jüngsten Entwicklung auch die 1450$-Linie – das erste Mal seit 2013. Zuvor waren die Bemerkungen von führenden FED-Mitgliedern bekannt geworden, die eine Zinssenkung in Kürze für wahrscheinlich hielten. Neue Spannungen im Mittleren Osten, zuletzt genährt durch einen von US-Präsidenten Trump verkündeten Drohnen-Abschuss, sorgten für ein Übriges. Anleger flohen in das Edelmetall Gold. Alleine diese Woche stieg der Goldpreis um rund 2%. Eine Wertsteigerung, die Sparbuchbesitzer in Deutschland im ganzen Jahr schon lange nicht mehr gesehen haben.

Goldkurs am Freitagmorgen

Im frühen europäischen Handel am Freitag (19.7.2019) notierte der Goldpreis in Euro um die 1280 €/oz, während der Goldkurs in Dollar um die 1440 Dollar pro Feinunze oszillierte. Auch Silber notierte mit 16,41 $/oz, respektive 14,59 €/oz relativ fest.

Zentralbank-Konferenz gibt neue Impulse

Auf einer Zentralbank-Konferenz äußerte der Präsident der New Yorker FED am Donnerstag, dass die politischen Entscheidungsträger rechtzeitig neue Impulse setzten müssen, um mit einer niedrigen Inflation fertig zu werden, wenn die Zinssätze nahe Null sind und man nicht auf eine wirtschaftliche Katastrophe warten wolle. Analysten zogen aus den Bemerkungen des New Yorker Fed-Chefs die Gewissheit, dass die US-Notenbank auf ihrer nächsten Sitzung Ende Juli (30.-31.7.) die Zinsen um mindestens 0,25 Prozent senken werde, wenn nicht sogar um 0,5%. Der US-Dollar fiel nach Bekanntwerden der Bemerkung auf ein Zweiwochen-Tief, was Gold für Besitzer anderer Währungen interessant machte.

Starke Goldkäufe auch in Deutschland

Auch gestern und heute sind von deutschen Anlegern starke Edelmetallkäufe festzustellen. Besonders Goldbarren und die klassischen Goldunzen wie Maple Leaf, Krügerrand und Känguru erfreuten sich außerordentlich großer Nachfrage und wurden häufig in fünf- und sechsstelligen Euro-Größenordnungen geordert.

Bei den Silbermünzen konzentrierte sich die Nachfrage auf das Silber-Känguru aus Australien.

Goldpreis klettert nach oben, nachdem IWF Dollar für überbewertet hält

Kaum verlautete aus dem Internationalen Währungsfonds (IWF), dass man den US-Dollar für überbewertet hält, setzten an den internationalen Märkten verstärkte Goldkäufe ein und der Goldpreis zog an.

Goldpreis über 1260 Euro/Unze

Am Donnerstag Morgen bewegte sich der Goldpreis bereits auf einem Niveau von 1266 €/oz im frühen europäischen Handel. In Dollar notierte die Feinunze Gold bei 1423 $/oz.

Dollar sei 6 bis 12% überbewertet

Folgt man den Aussagen des IWF, so ist der US-Dollar aktuell mit 6 bis 12% überbewertet, – legt man die ökonomischen Fundamentaldaten zugrunde.

Senkt die FED die Zinsen um 0,5%?

Charles Evans, Vorsitzender der FED in Chicago hielt eine Reduktion des Zinssatzes um 0,5% für angemessen, um die Inflaltionsziele der Notenbank zu erreichen. Auch Robert Kaplan, Präsident der FED in Dallas hat seine Einstellung nunmehr geändert: Nachdem er in der Vergangenheit gegen eine Zinssenkung war, äußerte er diese Woche, dass eine Zinssenkung um 0,25% wohl angemessen sein könnte.

Sinkende Zinsen = steigender Goldpreis

In der Vergangenheit bedeutete ein sinkendes Zinsniveau häufig steigende Goldpreis. Im Vorgriff darauf kauften am Mittwoch auch zahlreiche deutsche Anleger wieder massiv Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen.

Deutsche Bank empfiehlt Goldkauf

Aus Sicht der Deutschen Bank ist es im Moment klug, Gold zu kaufen, wenn man die Risiken, die sich aus den Währungsunsicherheiten bei USD/Yuan und Euro/USD ergeben, minimieren möchte. Die Analysten empfehlen ausdrücklich ‚bei Gold long zu gehen‘, was das Setzen auf steigende Kurse und den Kauf von Gold bedeutet. Das Bankhaus sieht ansonsten einen ‚Währungskrieg‘ aus den USA herbeiziehen, der alle Währungen schwächen könnte.

Hier das Originalzitat der Deutschen Bank Analysten:

With a currency war most likely to be fought on USD/CNY and EUR/USD terrain, one approach would be to steer clear of the direct conflict.

By far the most direct and simple way to trade the complexities of a currency war is by going long gold.

The U.S. attempt to weaken the dollar and the response from other nations was to combat such intervention … sparking a „true currency war.

Deutsche Bank Analystenteam 7/2019

Trotz Personalabbau: Deutsche Bank engagiert neuen Edelmetall Chefhändler

Das die Deutsche Bank auch zukünftig auf Edelmetalle setzt, erkennt man auch daran, dass sie trotz der Weisung zum massiven Personalabbau, die der Vorstand kürzlich ausgegeben hat, einen neuen ‚Head of Precious Metals Trading‘, einen Chefhändler für Edelmetalle engagiert hat. Mit Dan Timošenko hat man einen neuen Edelmetallexperten für Europa ins Bankhaus geholt, der vorher 7 Jahre für HSBC als Edelmetallhändler gearbeitet hat. Offensichtlich hält man das Goldbusiness für zukunftsträchtig. Erst kurz zuvor hatte Christian Sewing der Deutschen Bank eine extreme Schrumpfkur verordnet, bei der 18.000 Jobs wegfallen sollen und eine Bad Bank zur Auslagerung fragwürdiger Investments im Volumen von 75 Milliarden Euro vorgesehen ist.

Weiterer Bundesstaat in USA nimmt Gold von der Steuer aus

Ein weiterer Bundesstaat in den USA, Kansas hat Gold und Silbermünzen (Anlagemünzen) von der Besteuerung ausgenommen, teilte das entsprechende US Ministerium mit. Geregelt durch das Inkrafttreten der House Bill 2140. Die Befreiung gilt ab 1.7.2019. In Deutschland sind Anlagegoldmünzen seit 1993 von der Mehrwertsteuer befreit, Silbermünzen unterliegen jedoch noch der Besteuerung, wenngleich diese häufig unter der günstigen Differenzbesteuerung abgegeben werden können.

Größte Goldmünze der Welt in New York

Die australische Perth Mint hat der größten Goldmünze der Welt, einem 1000 Kilogramm schweren Känguru, einen Ausflug nach New York gegönnt. Dort stand die 1-Tonnen-Goldmünze mit dem Känguru-Motiv für einen Tag vor der New Yorker Börse und sorgte für einen Menschenauflauf, da viele New Yorker die große Ausgabe der Känguru Goldmünze fotografieren wollten. Die Münze diente dort zur Begleitung einer Werbeaktion für einen Gold-ETF der Perth Mint, der an der New Yorker Stock Exchange eingeführt wurde.

größte Goldmünze der Welt: Känguru der Perth Mint 1000 Kilogramm
Auf einem Podest stand die 1-Tonnen-Känguru-Goldmünze der Perth Mint in New York vor der NYSE

Jetzt offiziell: Die USA heben die Schuldenobergrenze wieder an

Jedes Jahr das gleiche Spiel: Die USA vereinbaren eine ‚absolute Schuldenobergrenze‚, die nicht überschritten werden darf, weil ansonsten alle Staatsausgaben gestoppt werden müssen und die Verschuldung der USA zu hoch wird…. und dann wird die Schuldenobergrenze doch wieder erreicht…und dann angehoben, damit man noch mehr Schulden machen kann.

Finanzminister bestätigt Anheben der Schuldenobergrenze

Am gestrigen Montag (15.7.2019) hat US Finanzminister Steven Mnuchin die Bemühungen um ein erneutes Anheben der US-Schuldenobergrenze bekannt gegeben. Die Trump-Administration und der Kongress bereiten ein Abkommen zur Anhebung der Schuldenobergrenze vor und stoßen Gesetzgebungsmaßnahmen an, die noch vor der Sommerpause im August umgesetzt werden sollen. Besprochen wurde auch eine Vereinbarung für die nächsten 2 Jahre (2020/2021), in der die kommenden Gesamtausgaben festgelegt werden, teilte Mnuchin im Weißen Haus mit.

Schließung könne so umgangen werden

So könne eine Schließung der Regierung zuvorgekommen werden, zudem werden ein Haushaltspakt mit der Anhebung der Schuldenobergrenze verbunden. Der Finanzminister bezeichnete den bevorstehenden Deal incl. des erneuten Anhebens der Schuldenobergrenze als ‚erste Wahl‘. Ohne diesen Deal werde das Kreditlimit wohl im September 2019 erreicht – statt wie bisher angenommen im Oktober oder November.

22 Billionen Staatsschulden

Durch die rechtzeitige Vereinbarung erreiche man, dass die Kreditgeber auch zukünftig bereit seien, die USA mit über 22 Billionen Dollar Kredit zu versorgen. Auch werde ein Einfrieren der Verteidigungsausgaben so verhindert.

Ausgaben steigen stärker als Einnahmen im US Haushalt

US Präsident Trump hatte großzügige Steuergeschenke verteilt, so die Körperschaftssteuer von 35 auf 21% gesenkt und die Steuer für Unternehmen, die aus dem Ausland in die USA zurückkehrten sogar von 35 auf 8% gesenkt. Auch die Einkommensteuer für natürliche Personen wurde gesenkt und bei der Erbschaftssteuer kam es zu Reduzierungen. Die Ausgaben im letzten Haushalt sind um 208 Milliarden Dollar ggü. Vorjahr gestiegen, während die Einnahmen nur um 69 Milliarden Dollar gestiegen sind. Das Budget Defizit in den USA steigt seit 2015 kontinuierlich an.

Das Budgetdefizit in den USA wird von Jahr zu Jahr größer – seit 2015 (Quelle: US Finanzministerium)
USA Verschuldung 2018
Die USA haben viel mehr Schulden als Vermögen (Stand 30.9.2018 – Quelle US Finanzministerium)

Kein Wunder, dass angesichts der ausufernden Verschuldung einer der größten Volkswirtschaften der Welt immer mehr Menschen Gold kaufen und ihr Erspartes in Goldbarren und Goldmünzen investieren – statt auf die nicht gegebene Stabilität von Papiergeld zu vertrauen.

Wer sich den Fortschritt der USA-Staatsverschuldung live anschauen möchte, kann dies hier tun: USA Schuldenuhr fortlaufend

Trump versprach, die Schulden in 8 Jahren zu tilgen

Trump ist seine Präsidentschaft unter dem Versprechen angetreten, die Schulden in acht Jahren zu tilgen. Im September 2017 lag die Staatsverschuldung noch bei 20 Billionen Dollar. Während des Wahlkampfs hatte er erklärt, dass, wenn die Schulden der USA unter Obama die Grenze von 21 Billionen Dollar überschreiten würden, die USA pleite wären. Jetzt ist er über 22 Billionen Dollar. In 2 Jahren Trump-Präsidentschaft sind die Schulden um 2 Billionen Dollar gestiegen. In 2019 werden die USA voraussichtlich alleine 380 Milliarden Dollar für Zinsen aufwenden müssen.

Historische Schuldenobergrenzen der USA

Die absoluten Schuldenobergrenzen der USA lagen in der Vergangenheit bei:

  • Sommer 2008: 10,6 Billionen US-Dollar
  • Winter 2009: 12,1 Billionen US-Dollar
  • Frühjahr 2011: 14,2 Billionen US Dollar
  • Herbst 2013: 16,4 Billionen US-Dollar
  • Sommer 2015: 18,1 Billionen US-Dollar
  • November 2015: Barack Obama setzt Schuldenobergrenze aus
  • März 2017: Schuldengrenze setzt bei 19,86 Billionen Dollar wieder ein

Die USA haben seit dem Jahr 1960 die Schuldenobergrenze mehr als 80x nach oben angepasst. Kritiker stellen zu Recht die Sinnfrage einer Schuldenobergrenze, die ohnehin regelmäßig überschritten und dann angepasst wird.

Tatsächliche Verschuldung der USA

Die tatsächliche Verschuldung der USA ist auch schon unter Präsident Obama gestiegen, hier die US-Staatsverschuldung seit 2008:

  • 2008: 10,8 Billionen US-Dollar
  • 2009: 12,5 Billionen US-Dollar
  • 2010: 14,3 Billionen US-Dollar
  • 2011: 15,5 Billionen US-Dollar
  • 2012: 16,7 Billionen US-Dollar
  • 2013: 17,5 Billionen US-Dollar
  • 2014: 18,3 Billionen US-Dollar
  • 2015: 19,0 Billionen US-Dollar
  • 2016: 19,9 Billionen US-Dollar
  • 2017: 20,9 Billionen US-Dollar
  • 2018: 22,0 Billionen US-Dollar

In zehn Jahren haben die USA die Staatsverschuldung nahezu verdoppelt.

Größte Gläubiger der USA

Der größte Gläubiger der USA ist übrigens China mit mehr als einer Billion US-Dollar, gefolgt von Japan, die ebenfalls den USA mehr als 1 Billion US-Dollar geliehen haben. Danch kommen mit Werten von über 200 Milliarden US-Dollar: Brasilien, Großbritannien, Irland, Schweiz und Luxemburg.

Die weltweit größte Diamantenmine schließt

Auch die größte Diamantenmine der Welt kommt einmal an ihr Ende: Der Konzern Rio Tinte wird die weltweit größte Diamantenmine schließen, weil die Vorräte ausgeschöpft sind und weitere Diamanten dort nur noch zu nicht mehr vertretbaren Kosten herausgeholt werden können. Die Argyle-Mine, die in Westaustralien liegt, wird noch vor Jahresende 2020 ihren Betrieb einstellen und die Minengesellschaft mit der Renaturierung des Gebiets beginnen.

4 Jahrzehnte Diamanten aus der Mine geholt

Seit 4 Jahrzehnten wurden in der Argyle-Mine Diamanten gefördert, nicht zuletzt auch rosa und rote Diamanten. Aus der Mine kamen teilweise 90% der Diamanten mit der Farbe Rosa, die überhaupt auf der Welt gefördert wurden. Die Argyle Mine galt aber auch als größte Diamanten-Produzent überhaupt, wenn es nach Volumen geht. Zuletzt wurden aber vielfach nur noch minderwertige Diamanten gefördert, weil die Mine schlichtweg erschöpft ist.

Ziehen dann die Diamantenpreise an?

Analysten rechnen bei einer Verknappung des Angebots mit einem Anziehen der Diamantenpreise. Einige Analysten sehen bis zum Jahr 2023 eine jährliche Verknappung des Angebots um 21 Millionen Karat.

Man darf gespannt sein, wie sich das auf die Preise der Anlage-Diamanten auswirkt.

Diamanten kaufen in Deutschland einfach möglich
Ziehen die Diamanten-Preise nach Einstellung der größten Diamanten-Mine an?

FED-Chef Powell will keinen Gold-Standard und sieht Erhöhung der US-Schuldengrenze

Die USA haben eine Schuldenobergrenze, die wohl in Kürze wieder erreicht wird. Wie so oft in der Vergangenheit, wird man das Problem nicht etwa dadurch lösen, dass man weniger Geld ausgibt oder sich weniger stark verschuldet, sondern setzt einfach die Schuldenobergrenze weiter nach oben. FED-Chef Jerome Powell sprach sich in einer Befragung dafür aus, die Schuldenobergrenze weiter nach oben zu setzen, weil ansonsten die USA ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen könnten – und das sähe schlecht aus. Er sei sich sicher, dass die Schuldenobergrenze wieder weiter erhöht wird und dies der richtige Weg sei.

Jerome Powell: Goldstandard sei keine gute Idee

Man könnte zwar leicht einen Goldstandard einführen und die Notenbank könnte dann auch dafür sorgen, dass eine stabile Dollar-Gold-Relation bestehen bleibt, aber man könne dann als Zentralbank nicht mehr dafür sorgen, dass es maximale Beschäftigung und stabile Preise gäbe. Kein anderes Land würde mehr seine Währung an Gold binden, dies sei Jahrzehnte her. Gold hätte in der Vergangenheit negative Auswirkungen auf die Stabilität der Preise und die Beschäftigung gehabt. An Beispielen hat er diese Behauptung allerdings nicht festgemacht. Ob er bei seiner Äußerung ‚Gold‘ mit (Papier-)-‚Geld‘ verwechselt hat, fragten sich Analysten.

US Präsident nominierte Judy Shelton, die für Gold ist

Der US-Präsident Donald Trump nominierte mit Judy Shelton eine bekennende Goldfreundin, die sich durchaus einen Goldstandard, also die Bindung des US-Dollars an Gold vorstellen könnte. Dies wollte Jerome Powell nicht kommentieren, – bis auf die Bemerkung, dass er ihre Auffassung nicht teile. Es sei aber das alleinige Recht des Präsidenten, leitende FED-Mitarbeiter vorzuschlagen, – da wolle er nichts kommentieren.

Das Interview des FED-Chefs wurde von CNBC aufgezeichnet und ist hier nachzusehen, natürlich in Englisch: FED POWELL in Befragung

Die Hälfte des Goldes braucht der Schmuckhandel

Das World Gold Council hat einmal ermittelt, wohin eigentlich das jedes Jahr gehandelte Gold abfließt und einen Betrachtungszeitraum über 10 Jahre (2009-2018) zugrunde gelegt:

51% geht in den Goldschmuck

Demnach gilt immer noch die alte Weisheit, dass rund die Hälfte des Goldes im Schmuckbereich benötigt wird, wo man aus dem Gold Goldschmuck macht. Im Zehnjahreszeitraum waren es 51%. Goldbarren und Goldmünzen machen mit 27%, also rund einem Viertel der Nachfrage den nächst größeren Bereich aus.

Goldverwendung im 10-Jahres-Schnitt (Quelle: WGC 2019)

Indien und China absorbieren die Hälfte allen Goldes

Auch keine Überraschung, sondern bekannt ist die Tatsache, dass Indien und China zusammen rund die Hälfte allen Goldes weltweit absorbieren, z.B. als Goldschmuck, Goldbarren oder auch Goldmünzen. Die Bevölkerung in diesen Ländern ist einmal besonders goldhungrig und zum anderen einer sehr großen Anzahl vorhanden. Die europäische Goldnachfrage macht nur 12% aus, die aus USA nur 9%.

Gold Absatz nach Ländern
Goldabsatz nach Ländern 2009-2018 (Quelle: WGC 2019)

Was bedeutet das für den Goldpreis?

Zunächst einmal bedeutet das, dass es für den Goldmarkt und damit für den Goldpreis sehr entscheidend ist, wie sich die Goldschmucknachfrage entwickelt und wie sich die Goldnachfrage in China und Indien entwickelt. Wenn die Chinesen oder Inder 10% mehr Gold kaufen, hat das eine deutlich größere Auswirkung auf den Goldpreis als wenn die deutschen Geldanleger doppelt so viele Goldbarren kaufen.

Wie ist aktuell die Goldnachfrage in China und Indien?

Aktuell ist die Goldnachfrage in beiden Ländern massiv und auf hohem Niveau. In Indien gibt es immer wieder kleine Nachfragedellen, wenn die Regierung versucht, die Goldnachfrage zu bremsen, z.B. neue Zölle einführt oder Handelserschwernisse, aber im Prinzip kaufen die Inder und Chinesen nach wie vor auf sehr hohem Niveau Gold und immer mehr Inder und Chinesen werden vermögend und können sich daher immer mehr Gold leisten. Als Schmuck, Barren oder auch auch Münzen.

Die Zeiten, in denen China ein Entwicklungsland war, sind längst vorbei. In vielen Techniken ist China schon lange aus dem Nachmacher-Status heraus und selber führend in der Technologie. In chinesischen Schnellzügen gibt es funktionierendes WLAN und funktionierende Klimaanlagen. Elektroautos und Elektromofas haben schon lange in China Einzug gehalten. In manche chinesische Innenstädte darf man mit anderen Antrieben gar nicht mehr hinein.

Dazu kaufen nicht nur chinesische Bürger massiv Gold, sondern auch Chinas Nationalbank, die Peoples Bank of China auch. Sie hat nunmehr im siebten Monat in Folge tonnenweise Gold für den Eigenbestand gekauft.

Die Zeichen stehen also gut für weiter steigende Goldpreise, wenn es um die asiatische Nachfrage geht.

Aussicht auf Zinssenkungen lässt Goldpreis steigen

Der Goldpreis ist auch heute wieder gestiegen. Im frühen Nachmittagshandel in Europa notierte eine Feinunze Gold bei 1254 Euro, der Goldkurs in Dollar lag bei 1410$/oz. Damit liegt der Goldpreis rund 7 Euro über dem Vortagsniveau und ist auf Jahressicht in Euro schon rund 15% gestiegen. Eine Rendite, von der so mancher Sparbuchbesitzer träumt.

Die Aussicht auf weiter sinkende Zinsen in Euro und Dollar

Sowohl in USA als auch Europa werden weiterhin niedrige und sogar sinkende Zinsen erwartet, was den Goldpreis weiter steigen lässt. Die Aussicht auf niedrigere Zinsen in den USA hat den Goldpreis mittlerweile auf ein 6-Jahreshoch befördert. Gold gilt international auch weiter als Krisenwährung und kann damit sowohl von einer abschwächenden Wirtschaft in USA und China, als auch von Handelskonflikten profitieren.

DEKA-Bank erwartet Zinssenkungen

Analysten der Deka-Bank erwarten daher für 2019 in der Tat Zinssenkungen sowohl bei der US-Notenbank FED als auch bei der EZB. Um die Inflation auszugleichen, kaufen viele Anleger Gold, was sich in den vergangenen Jahren auch als richtig erwiesen hat.

FED-Chef hält Rede

Der US Notenbankchef Powell wird heute und morgen zu Reden in den USA erwartet. Dort werden Analysten ganz genau zuhören, ob sie daraus etwaige Zinsänderungstendenzen ablesen können. Zuletzt hatte sich US Präsident Trump für Zinssenkungen in den USA stark gemacht. Zu Beginn einer Rede vor dem Finanzausschuss im US Repräsentantenhaus wies der FED-Chef darauf hin, dass viele FED-Mitglieder im Moment Zinssenkungen befürworten, weil der Handelsstreit der USA mit China und eine sich beruhigende Weltwirtschaft ein Konjunkturrisiko darstellten. Nach diesen Sätzen in den USA setzten an den Weltbörsen massive Goldkäufe ein, die den Goldpreis nach oben trieben.