Goldpreis startet fester in die neue Woche

Der Goldpreis notiert nach den deutlichen Kurssteigerungen letzte Woche auch zu Wochenbeginn wieder fester. Erste Notierungen im frühen europäischen Handel liegen für den Goldkurs in Euro bei 1233 €/oz, respektive 1403 $/oz. Dies ist rund 10 Euro höher als zum Wochenschluss der vergangenen Woche.

Macquarie sieht Goldpreis weiter bis 1450$/oz steigen

Das Bankhaus Macquarie, die sich mit der Verwaltung großer Vermögen beschäftigen, sieht den Goldpreis noch weiter steigen. Inflation und spekulative Investments könnten den Goldpreis schnell weiter nach oben treiben. Bis zum ersten oder zweiten Quartal nächsten Jahr soll der Goldpreis auf 1450$/oz gestiegen sein, immerhin fast 4% höher als aktuell – eine Verzinsung auf die Sparbuchsparer wohl vergeblich warten. Der US-Dollar werde voraussichtlich schwächer werden, was den Goldpreis zusätzlich antreibt. Mehrere Zentralbanken werden voraussichtlich die Zinsen senken, z.B. Neuseeland und Australien.

All-Time-High beim Goldpreis nicht mehr weit entfernt

Die aktuellen Goldnotierungen sind auch nicht mehr allzu weit von ihren Höchstständen im Jahr 2012, als Gold bis 1382 Euro stieg, entfernt, was auf einen möglichen Ausbruch nach oben hindeuten könnte. In vielen Ländern der Welt wurden die bisherigen Höchststände in nationaler Währung bereits mit den Kursen der letzten Woche überschritten, so z.B. in Australien, Schweden, Südafrika, Kanada oder auch der Türkei. Dennoch oder gerade deshalb kaufen die Anleger in diesen Ländern konstant weiter Gold, wobei in der letzten Woche die Nachfrage rund um den Globus deutlich zugenommen hat. Einige deutsche Goldhändler konnten an einzelnen Tagen in der letzten Woche eine Verdoppelung der Goldnachfrage gegenüber den Vorwochen feststellen.

Drohende Eskalation USA/Iran nur ein Grund für Goldkäufe

Die drohende Eskalation des USA-Iran-Konflikts, in welchem US-Präsident Trump twitterte, dass er einen Angriff in letzter Minute gestoppt habe, wird dabei nur als EIN Grund für zunehmende Goldkäufe gesehen. Auch das langsamere Wirtschaftswachstum in China und die weiterhin schwelenden Handelskonflikte in Zollstreitigkeiten zwischen den USA und dem Rest der Welt treiben Anleger in das Edelmetall Gold. Selbst die Notenbanken dieser Welt, die nach außen ansonsten die Sicherheit des von ihnen ausgegebenen Papiergeldes betonen, setzen in massiver Weise weiterhin auf Gold. Nach Rekordkäufen durch Zentralbanken im letzten Jahr kaufen die Währungshüter dieser Welt auch dieses Jahr weiter massiv Gold, allen voran Russland und China und schwächen dadurch zusätzlich den US-Dollar.

Zinsen sollen weiterhin niedrig bleiben

Allem Anschein nach werden auch die Zinsen in den USA und Europa weiterhin niedrig bleiben, wenn nicht sogar noch weiter sinken. Mario Draghi hat das tiefe Zinsniveau bis mindestens ins nächste Jahr avisiert, die US-Notenbank FED ist von den Ankündigungen weiterer Zinserhöhungen abgerückt und äußerte sich zuletzt eher so, als wenn die Zinsen weiter niedrig bleiben, wenn nicht sogar sinken. Für den Goldpreis bedeutet dies Rückenwind.

Deutsche Anleger setzten auf Krügerrand und Co.

Deutsche Anleger haben in den letzten Tagen massiv Gold-Klassiker wie die Goldmünze Maple Leaf und/oder den Krügerrand gekauft und setzen damit vor allen Dingen auf physisches Gold zur Vermögensabsicherung.

Steht der Goldpreis vor einem Ausbruch nach oben?

Der Goldpreis in Euro notiert auch heute wieder über 1200 €/oz, – oszilliert im frühen europäischen Nachmittagshandel um die Marke von 1206 Euro/Unze. Auch der Goldkurs in Dollar bewegt sich mit 1350 $/oz nahe an den Höchstmarken der letzten drei Jahre.

Goldpreis +5% in einem Monat

Der Goldpreis hat sich in den letzten 30 Tagen um rund 5% nach oben bewegt, eine Verzinsung, von der so manch Sparbuchsparer träumt, während er eine Verzinsung von 0,xy% in der Realität auf seinem Sparbuch hinnimmt.

Seit 2016 bewegt sich der Goldpreis im Wesentlichen im Korridor zwischen 1150 und 1350$/oz. Doch damit könnte bald Schluss sein, glauben verschiedene Analysten, ein Goldpreis-Ausbruch könnte bevorstehen.

Gründe für einen möglichen Goldpreis-Ausbruch:

  • Zinserhöhungen seitens der FED sind erstmal nicht zu erwarten. US-Staatsanleihen dürften auch weiter niedrig verzinslich bleiben, – das ist gut für den Goldpreis. Auch der Dollar hat angesichts der Handels- und Zollstreitigkeiten wohl nur noch sehr begrenztes Potential nach oben.
  • Zentralbanken haben die Geldmengen in den letzten Jahren massiv ausgeweitet, nicht nur in Europa und USA. Damit wird Gold im Verhältnis zur Papiergeldmenge zum knappen Gut, was preissteigernd wirken könnte. Die Goldmenge ist begrenzt und kann von Regierungen nicht erhöht werden. Wenn eine erhöhte Menge Papiergeld auf eine gleichbleibende Menge Gold trifft, steigt die Notierung Papiergeld für Gold und damit der Goldpreis in Euro und der Goldpreis in Dollar.
  • Der US-Vermögensverwalter Wisdom Tree hat jüngst deswegen seine Prognose für den Goldpreis nach oben genommen: Nunmehr sieht man eine Goldpreisentwicklung in den nächsten 12 Monaten hin zu 1450 $/oz (statt bisher 1385$/oz). Niedrige, wenn nicht gar sinkende Zinsen sollen gemäß Wisdom Tree für steigende Goldpreisnotierungen sorgen.
  • Geopolitische Spannungen lassen Anleger weltweit in Gold fliehen, zuletzt ein vermuteter Beschuss oder Minenanschlag auf Tanker im Golf von Oman, aber auch Zollerhöhungen im Konflikt China/USA.
  • Die Wirtschaftsdaten großer Volkswirtschaften lassen rezessive Tendenzen erkennen: In den USA enttäuschten die jüngsten Daten vom Arbeitsmarkt und in China schwächt sich das Industriewachstum ab. Angst vor Rezession hat sich in der Vergangenheit häufig als Goldpreis-Treiber herausgestellt.
  • FED bewertet inverse Zinskurve als wichtigen Indikator für eine Rezession, – damit könnten in den USA sogar Zinssenkungen drohen
  • Der Goldpreis notiert in Euro aktuell bereits auf dem höchsten Stand seit 2 Jahren, was für einen Ausbruch nach oben spricht

Anhaltend hohe Nachfrage nach Gold in Deutschland

Auch in Deutschland ist aktuell eine anhaltend hohe Nachfrage nach steuerfreiem Anlagegold zu verzeichnen. Sowohl Goldbarren als auch klassische Goldanlagemünzen wie der Krügerrand werden von Geldanlegern in großen Mengen geordert. Betrachtet man den Krügerrand Preis vom Beginn der 2000er-Jahre bis heute, haben Anleger immerhin schon ihr Geld mit dieser Goldmünze vervierfachen können.

Gold ist gleich 3x steuerfrei

Auch mehr als 20 Jahre nach der Mehrwertsteuerbefreiung von Gold halten sich immer noch hartnäckig Gerüchte, dass man auf Gold Steuern zahlen muss. Das Gegenteil ist der Fall: Gold ist gleich dreifach steuerfrei, daher hier ein wenig Aufklärung:

  1. Gold ist mehrwertsteuerfrei: Gold, welches man zu Anlagezwecken kauft, also z.B. Goldbarren oder klassische Goldanlagemünzen ist von der Mehrwertsteuer befreit. Man zahlt seit 1993 in Deutschland keine Mehrwertsteuer mehr auf Anlagegold. NULL Prozent. Geregelt ist dies übrigens in §25 Umsatzsteuergesetz (UStG)
  2. Gold ist auch von der Abgeltungssteuer befreit: Während Sie bei anderen Geldanlagen wie z.B. Festverzinslichen Wertpapieren oder Aktien bei Verkäufen unter bestimmten Umständen zur Abgeltungssteuer, einer Art Quellensteuer herangezogen werden, ist Gold von dieser Abgeltungssteuer befreit. Wann immer Sie auch Gold verkaufen, werden sie keine Abgeltungssteuer bezahlen. (Physisches Gold)
  3. Gold ist von der Einkommensteuer befreit: Wenn Sie physisches Gold im Privatbesitz länger als 12 Monate halten und erst dann verkaufen, ist nach deutschem Recht der Zugewinn einkommensteuerfrei.

Drei gute Gründe, Gold zu kaufen

Obige Steuervorteile sind für viele Anleger schon genug Grund, Gold zu kaufen. Gold als greifbarer Gegenwert wird von vielen Anlegern aber auch als Absicherung des Vermögens betrachtet. Häufig konnte Gold im Depot oder Safe Schwankungen an Aktien-, Renten- oder Immobilienmärkten in Krisen ausgleichen. Gold als bleibender Wert ist nunmehr seit Jahrtausenden wertvoll und es ist kein Grund erkennbar, warum sich dies ändern sollte. Der Goldkurs mag schwanken, aber wertvoll bleibt Gold immer. Langfrist-Investoren setzen daher auf die steuerfreie Geldanlage Gold.

Gold übersteigt 1200-Euro Linie

Die weltweiten Krisenherde sorgen für steigende Goldnachfrage, die den Goldpreis in Euro am Freitag Morgen über 1200 €/oz steigen ließ. Auch in Dollar stiegen die Goldkurse deutlich und notierten zuletzt bei 1355 $/oz.

Auslöser Angriff auf Tanker vor Oman

Als Auslöser für eine starke Goldkaufwelle wird ein vermeintlicher Angriff auf einer Tanker vor Oman gesehen. Der amerikanische Geheimdienst glaubt zu wissen, das der Iran den Tanker angegriffen habe und veröffentlicht ein (unscharfes) Video, welches zeigen soll, wie ein Schnellboot am Tanker eine nicht detonierte Haftmine entfernt:

International wird befürchtet, dass nach dem Angriff auf den Tanker (wenn es denn einer war) der Konflikt zwischen USA und Iran eskalieren könnte. Die norwegische Seefahrtsbehörde hat mittlerweile einen Angriff auf den Öltanker ‚Front Altair‘ bestätigt, auch die deutsche Reederei Bernhard Schulte bestätigten eine Beschädigung des mit Methanol beladenen Schiffs.

Ölpreise auch gestiegen

Auch die Ölpreise sind nach dem Bekanntwerden der vermeintlichen Angriffe auf mehrere Tanker gestiegen. Gold überstieg in der Folge die bisherigen 2019er-Höchstpreise

Milliardär Paul Tudor Jones sieht Goldpreis bis auf 1700$ steigen

Der amerikanische Milliardär und Fonds Manager (Tudor Investment Corp.) setzt auch auf Gold, er sieht den Goldpreis in den nächsten 12 bis 24 Monaten auf 1700 $/oz steigen, – nachdem dieser zunächst die 1400$-Marke durchbrechen werde.

Als Grund nennt er die zurückgehende Weltwirtschaft, weil weltweite Spannungen im globalen Handel zu eskalieren drohen. Weitere Zölle der USA gegen China könnten die USA in eine Rezession stürzen. Nach 75 Jahren der Expansion und der Globalisierung könnten die jüngsten Tendenzen dies nunmehr stoppen. Gold gehöre nunmehr in jedes Depot.

Nachfrage nach Krügerrand und Goldbarren

Bereits am Donnerstag Abend setzte im deutschen Edelmetallhandel eine starke Nachfrage nach Goldbarren und Krügerrand Goldmünzen ein, die von starker privater Nachfrage ausgelöst wurde. Auch am Freitag ist ein deutlich vermehrter Ordereingang festzustellen.

Chinas Goldreserven steigen den 6.Monat in Folge

Auch im Mai 2019 sind Chinas Goldreserven gestiegen, wie die Peoples Bank of China am gestrigen Pfingstmontag verkündete. Damit hat die Volksrepublik im sechsten Monat in Folge die staatlichen Goldreserven deutlich erhöht.

510.000 Unzen Feingold gekauft

Die Peoples Bank of China hat alleine im Monat Mai 2019 510.000 Unzen Feingold den staatlichen Reserven hinzu gefügt, die sich nunmehr auf 61,61 Millionen Unzen Gold belaufen. In US-Dollar wären dies 79,83 Milliarden Dollar per Ende Mai – verglichen mit 78,35 Milliarden US$ Ende April.

China größter Goldproduzent

Wieviel von den 510.000 Unzen Gold aus eigener Förderung stammt und wieviel am Weltmarkt zugekauft worden ist, wurde nicht bekannt. China gilt weltweit als größtes Goldförderland und hat seit Jahren Südafrika und andere Länder überrundet.

Kleiner Teil der Reserven in Gold

Chinas gesamte Währungsreserven (incl. Gold) wiesen Ende Mai einen Wert von 3,1 Billionen US-Dollar auf.

Platin Eagles 2019 bei der Münzprägestätte ausverkauft

Die staatliche amerikanische Münzprägestätte US Mint teilt mit, dass alle Platin-Anlagemünzen des Typs EAGLE/Liberty des Jahres 2019 ausverkauft sind.

Platin Eagle 2019
Platineagle mit der Liberty 2019 – AUSVERKAUFT bei der Münzprägestätte

40.000 Platinmünzen abverkauft

Die US Mint hatte 40.000 Platinmünzen Eagle zum Vertrieb im Jahr 2019 vorgesehen und diese sind nunmehr komplett verkauft worden. Die Abverkäufe gestalteten sich wie folgt:

  • Januar: 27.100 Platineagles
  • Februar: 2.400 Platineagles
  • März: 4.000 Platineagles
  • April: 6.500 Platineagles

Die Münzprägestätte in den USA beabsichtigt nicht, die Auflage zu erhöhen, damit könnte der Platineagle 2019 der US-Mint auch für Sammler interessant werden. Da in Deutschland Platinmünzen grundsätzlich der Mehrwertsteuer unterliegen, ist das Interesse an Platinmünzen tendenziell immer kleiner als das an steuerfreien Goldmünzen, aber auch deutsche Anleger kaufen stetig Platin-Anlagemünzen. Stabil ist die Nachfrage vor allen Dingen für Platin-Kängurus aus Australien und die Platinmünzen aus Großbritannien.

EZB kündigt an, Zinsen noch länger bei NULL zu belassen

Die Europäische Zentralbank hat diese Woche bekanntgegeben, dass sie beabsichtigt, die Zinsen noch länger als bisher veröffentlicht niedrig zu lassen. Bis dato hatte die EZB immer verkündet, bis Ende diesen Jahres die Zinsen niedrig zu lassen, – nunmehr hat man diesen Zeitraum auf Mitte nächstes Jahres noch weiter nach hinten gelegt.

Sparbuch-Sparer machen langes Gesicht

Wer also sein Geld auf Sparbuch oder Festgeld parkt, darf auch weiterhin davon ausgehen, dort entweder keine Zinsen oder einen Minizins zu erhalten, der das Wort ‚Zins‘ eigentlich gar nicht verdient hat. Die Wirtschaftswoche sprach gar von einem ‚rabenschwarzen Tag‘ für die Sparer.

Banken können sich weiterhin zu 0 % Geld leihen

Banken können sich weiterhin zu Null Prozent Geld von der EZB leihen und wenn Banken Gelder auf EZB-Konten haben, müssen sie dafür sogar 0,4% Minuszinsen zahlen. Für Einlagen erhalten die Geschäftsbanken also keinen Zins von der EZB, sondern müssen sogar noch 0,4% Strafzinsen zahlen. Überdies wurden weitere Geldleihgeschäfte für Banken aufgelegt – mit einer Laufzeit von 2 Jahren. Die EZB schenkt den Banken, die großzügig Kredite an Unternehmen und Privatleute vergeben, dabei sogar Geld, da die Banken diese Kredite mit aktuell minus 0,3% von der EZB leihen können. D.h. Banken leihen sich Geld und müssen weniger an die EZB zurückzahlen. Damit will die EZB die Märkte weiter mit Liquidität fluten. In früheren Zeiten hätte man vermutlich einfach Banknoten gedruckt und unter das Volk gebracht.

Konjunktur schwächelt

Die Konjunktur in Deutschland (und anderen EU-Ländern) schwächelt. Für das zweite Quartal rechnen Analysten in Deutschland sogar mit einem negativen Wert. Die Banker der EZB hatten deshalb auf Ihrer Seitzung, die diesmal nicht in der EZB in Frankfurt (siehe Bild) stattfand, sondern in der litauischen Hauptstadt Vilnius abgehalten wurde, beschlossen, die Konjunktur durch noch mehr Geld-in-den-Markt-Pumpen zu stützen. Tendenziell entwertet dies allerdings den Euro. Wer auf Papiergeld-Anlagen in Euro setzt, wird damit quasi nach und nach enteignet. Der Euro wird immer weniger wert. Im April war die ausgewiesene Inflation noch bei 1,7%, – für Mai will die europäische Statistikbehörde Eurostat einen Wert von 1,2% ermittelt haben.

Goldnachfrage zieht deutlich an

Die Aussicht auf noch lange Zeit niedrige, bzw. nicht vorhandene Zinsen für Spareinlagen hat die letzten Tage mehr Anleger in das Edelmetall Gold getrieben. Der Goldpreis zog aufgrund der steigenden Nachfrage auch deutlich an. Am heutigen Vormittag (7.6.2019) bewegt sich der Goldpreis in Euro um die 1185 Euro/oz, – der Goldkurs in Dollar notiert bei 1333 $/oz. Der Krügerrand Preis, den Anleger für eine Unze Gold in Form einer Krügerrand Goldmünze zu zahlen haben, notierte je nach Erhaltung zwischen 1194 und 1210 Euro pro Feinunze Gold. Krügerrands waren gestern und heute die am häufigsten georderten Goldunzen bei Anlagegold24.

Krügerrand profitiert vom steigenden Goldpreis
Krügerrand – Goldmünze: Befindet sich dieser Tage häufig im Warenkorb der Edelmetall-Anleger

ABN Amro weiter positiv für Gold

Der Goldpreis ist heute morgen weiter gestiegen, gegen Mittag (5.6.2019) lagen die Notierungen bei 1339 $/oz, respektive in Euro bei 1188 €/oz, was einem Plus von 10 Euro pro Feinunze entspricht.

Nach Zöllen für Mexiko Goldpreisanstieg

Ende letzter Woche fing der Goldpreis das Steigen an, nachdem US Präsident Trump Zölle für Ausfuhren aus Mexiko angekündigt hat, die er am 10.6. einführen möchte. Gold hat die 1300$-Linie überschritten und marschierte schnell auch über 1325$. Unsicherheiten an den Weltmärkten auch wegen des Streits über Zölle zwischen China und den USA sorgten für weitere Zuflüsse in das gelbe Edelmetall.

ABN Amro glaubt an festen Goldpreis

Das niederländische Bankhaus ABN Amro glaubt auch weiterhin an feste Goldnotierungen, teilt man heute mit. Die 200-Tage Linie des Goldpreises sei stabil gehalten worden und Preise notieren deutlich über dieser. Das sieht man als positives Zeichen dafür, dass der Goldpreis bis zum Jahresende noch eine Rally nach oben hinlegen könnte.

Goldpreis von 1400$/oz zum Jahresende 2019

Für Ende 2019 kann sich ABN Amro daher einen Goldpreis von 1400$/oz vorstellen, was deutlich über den heutigen Notierungen von 1339$/oz liegen würde.

Zentralbanken könnten wieder mit Geld um sich schmeissen

Die holländische Bank sieht auch die Möglichkeit, dass die Notenbanken dieser Welt wieder Liquidität in die Märkte pumpen und Zinsen noch niedriger setzen, was dem Goldpreis gut tun würde. Gestern hatte die australische Notenbank bereits die Zinsen gesenkt. ABN Amro geht davon aus, dass die FED die Zinsen im ersten Quartal 2020 nochmal senkt. ABN Amro geht auch weiteren Goldkäufen Chinas aus, was den Goldpreis ebenso nach oben bewegen dürfte.

Chinesen kaufen Gold wie wild

Während US-Präsident Trump mit China einen Handelskrieg um Einfuhrzölle führt, kaufen chinesische Anleger Gold wie schon lange nicht mehr.

Auch Zentralbank Chinas kauft Gold

Auch die Notenbank Chinas, die Peoples Bank of China hat ihre Goldkäufe für den Staatsbestand wieder aufgenommen, nachdem man 2 Jahre kein Gold gekauft hatte.In TV-Spots wird auch der Bevölkerung staatlicherseits der Golderwerb empfohlen.

Goldbörse in Shanghai mit starker Nachfrage

An der Shangai Gold Exchange (SGE) wurden alleine im April 152 Tonnen Gold bewegt, die ausgeliefert wurden. Alleine von Januar bis April 2019 wurden 688 Tonnen Gold über die Shanghaier Goldbörse ausgeliefert. Seit 2013 ist damit die Goldnachfrage an der SGE auf einem hohen Niveau von mindestens 687 Tonnen Gold (für die ersten 4 Monate). Rechnet man die bisherige Menge dieses Jahr auf das Gesamtjahr 2019 hoch, würden 2064 Tonnen Gold alleine über Shanghai in China ausgeliefert, was noch knapp mehr als im Vorjahr (2055 Tonnen Gold) wäre und auch die 2017er-Nachfrage (2030 Tonnen) übersteigt.

Goldhunger der Chinesen geht über eigenes Gold hinaus

Längst geht der Goldhunger der Chinesen über das im eigenen Land geschürfte Gold hinaus. In allen Goldminen Chinas wurden im letzten Jahr (2018) nur rund 401 Tonnen Gold gefördert, was China zwar zum weltweit größten Goldproduzenten (Goldförderer) macht, aber eben die eigene nationale Nachfrage nicht decken kann, weswegen China Gold im Ausland zukaufen muss. Diese Nachfrage nach Gold aus China an den internationalen Märkten wird auch zukünftig den Goldpreis wesentlich bestimmen. Da immer mehr Chinesen in Wohlstandsschichten gelangen, rechnen Edelmetallhändler alleine schon aufgrund der chinesischen Nachfrage mit steigenden Goldpreisen in der Zukuft.

Goldkäufe Chinas im Ausland 2018

Wertet man die internationalen Handelsstatistiken aus, so hat China alleine im Jahr 2018 aus folgenden Ländern große Mengen Gold bezogen (Mindestangaben):

  • Schweiz: 650 Tonnen
  • Australien: 250 Tonnen
  • Südafrika: 200 Tonnen
  • Kanada: 100 Tonnen

Darüber hinaus fast 100 Tonnen von den USA und größere Goldmengen aus Singapore und Hong Kong.

Wirtschaftswachstum in China über 6%

Angesichts eines immer noch starken Wirtschaftswachstums in China ist auch zukünftig von ökonomisch potenten Käuferschichten in China auszugehen, die auch weiterhin den Goldpreis auf Trab halten sollten. Hier das Wirtschaftswachstum in China die letzten Jahre (Wachstum reales Bruttoinlandsprodukt BIP ggü. Vorjahr):

  • 2015: 6,9%
  • 2016: 6,73%
  • 2017: 6,76%
  • 2018: 6,57%

Das sind zwar keine exorbitant hohen Wachstumszahlen wie 2010, als Chinas Wirtschaft um über 10% im Jahr wuchs, aber von 6% Wirtschaftswachstum dürften westliche Länder träumen.

Physisches Gold in China beliebt

Während in anderen Ländern der Welt teilweise ‚Papiergold‘ sehr beliebt ist, werden an der Goldbörse in Shanghai anfassbare und auslieferbare 1kg-Goldbarren gehandelt. In den chinesischen Goldhandelsgeschäften wird Goldschmuck, Goldmünzen, Goldbarren und Goldmedaillen gleichermaßen stark nachgefragt.

Goldpreis steigt – nachdem Trump Zölle für Mexiko verkündete

Der Goldpreis zieht aktuell kräftig an, am Montag Morgen liegen die Notierungen im europäischen Handel bei 1176 Euro pro Feinunze Gold, respektive bei 1314 $/oz. Damit wurden wichtige Hürden wie z.B. die 1300$-Linie überschritten.

US Zoll-Streit mit China und Mexiko wohl ausschlaggebend

Unter Edelmetallhändlern werden die Zölle, die US Präsident Trump verhängte und deren internationale Auswirkungen als Ursache genannt. Zuletzt stand der Goldpreis am 27.März mit 1312$/oz ähnlich hoch, was aktuell sogar überschritten wird. Weltweit fliehen Anleger offensichtlich in den sicheren Hafen Gold. US Präsident Trump hatte Ende letzter Woche einen Sonderzoll auf alle Waren aus Mexiko in Höhe von 5% angekündigt. Die Ankündigung zeigte, dass niemand vor Trumps Sonderzöllen sicher sein kann. Trump kündigte überdies an, die Zölle jeden Monat um weitere 5% zu erhöhen, bis diese auf 35% kommen, – wenn Mexiko nicht den Zustrom von Migranten über die mexikanische Grenze zu den USA stoppe.

China droht mit Export-Stop von seltenen Erden

Zuvor hatte China den USA gedroht, den Export von seltenen Erden in die USA zu stoppen. Seltene Erden sind z.B. existenzieller Bestandteil aller modernen Smartphones und Tablets. Aus China kommen nach Expertenschätzungen mindestens 80% des weltweiten Bedarfs, – damit hat das Land eine Art Monopolstellung.

SPDR Gold Trust auch mit Zuflüssen

Auch Papiergold-Anlagen finden Zufluss, so legte am Freitag letzter Woche bereits der SPDR Gold Trust um 0,32% auf 743,21 Tonnen zu.

Andrea Nahles Rücktritt sorgt für zusätzliche Unsicherheit am deutschen Markt

Auch im deutschen Edelmetallmarkt traten bereits am Wochenende deutlich gestiegene Ordereingänge im Onlinehandel auf, nachdem bekannt wurde, dass die SPD-Chefin Andrea Nahles sowohl den Partei- wie auch Fraktionsvorsitz niederlegen werde. Dies führt zu Spekulationen, ob die deutsche Bundesregierung, zusammengesetzt aus der Koalition zwischen SPD und CDU überhaupt weiter Bestand hat. Nach den Erfahrungen aus Österreich scheinen Anleger Skepsis zu haben und flüchten in den sicheren Hafen Gold. Besonders gefragt waren Goldbarren und die klassischen Anlagemünzen wie der Krügerrand.