Europäer kaufen 10% mehr Goldmünzen und Goldbarren

Das World Gold Council hat die Verkaufszahlen für Goldmünzen und Goldbarren in Europa ermittelt und mit den Vorjahren verglichen. Demnach wurden im 3.Quartal 2018 (Q3) 10% mehr Goldmünzen/Goldbarren in Europ nachgefragt als im Vorjahr.

Insgesamt wurden 51,1 Tonnen Goldmünzen und Goldbarren im dritten Quartal in Europa verkauft.

Deutschland kauft mehr als die Hälfte des Goldes

Bemerkenswert: In Deutschland wurde mehr als die Hälfte des in Europa verkauften Goldes verkauft: Von den insgesamt in Europa verkauften 51,1 Tonnen gingen alleine in Deutschland 28,4 Tonnen Gold über die Ladentheke (in Form von Goldbarren und Goldmünzen), was ebenfalls eine Steigerung von rund 10% bedeutet.

Deutschland deckt fast 10% der weltweiten Nachfrage ab

Von den weltweit insgesamt in Q3 verkauften 298,1 Tonnen Gold (in Form von Goldmünzen und Goldbarren), macht die deutsche Nachfrage mit 28,4 Tonnen fast 10% aus.

China wichtigstes Gold-Kaufland

In China wurden in Q3 über 86 Tonnen Gold in Form von Barren und Münzen verkauft, ca. 3x so viel wie in Deutschland. Die Nachfrage im Land des Lächelns nach Goldbarren und -münzen ist um 25% gestiegen.

Die Chinesen lieben nicht nur den Goldpanda, sondern kaufen auch Goldbarren und ausländische Goldmünzen, insgesamt über 86 Tonnen Gold in Q3 2018

 

 

65.100 Kilo Goldbarren und Goldmünzen mehr verkauft – in Q3

Das World Gold Council (WGC) hat die weltweiten Absatzzahlen für Gold im dritten Quartal (Q3) des Jahres 2018 zusammen getragen. Die Absätze werden nach unterschiedlichen Absatzarten, z.B. Goldbarren, Goldmünzen, Gold-ETFs oder auch Goldschmuck differenziert:

Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren +28%

Die Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren stieg im dritten Quartal signifikant an und zwar um 28% auf 298,1 Tonnen Gold. Im dritten Quartal wurden damit 65,1 Tonnen mehr Gold in Form von Goldmünzen und Goldbarren verkauft, als im Jahr zuvor. Besonders stark ist weltweit übrigens die Goldmünzen- und Goldbarren-Nachfrage in China gestiegen, wo eine Anstieg um 25% zu verzeichnen war.

Goldschmuck-Nachfrage in Q3 + 6%

Aber auch Goldschmuck wurde im dritten Quartal 2018 besser verkauft als noch ein Jahr zuvor: Die Nachfrage stieg um 6%. 29,9 Tonnen mehr Gold konnte auf diesem Weg abgesetzt werden.

Zentralbanken kauften auch mehr Gold

Auch die Notenbanken dieser Welt schlugen beim Gold im dritten Quartal kräftig zu. Die Zentralbankkäufe wuchsen um 22% gegenüber Vorjahr. Mit 148,4 Tonnen Gold wurde hier ein bemerkenswertes Wachstum an den Tag gelegt. Offensichtlich haben auch Notenbanken entdeckt, dass Gold eine gute Geldanlage ist.

Gold im Technologie-Bereich stark gefragt

Der Goldbedarf im Technologie-Bereich wuchs nunmehr im achten Quartal in Folge. In Q3 2018 stieg der Bedarf um 1% auf 85,3 Tonnen Gold.

Gold-ETFs werden abgebaut

Der einzige Sektor, wo Goldbestände abgebaut wurden, war der Papiergold-Bereich. Im Bereich der ETFs kam es zu Mittelabflüssen von 103,2 Tonnen in Q3. Die Gold-ETF-Abflüsse waren zu 73% in Nordamerika zu verzeichnen. Dies ist der erste Quartals-Netto-Abfluss von Gold im ETF-Bereich seit Q4 2016.

Insgesamt 6,2 Tonnen mehr Gold gekauft

Saldiert man die einzelnen Gold-Absatzkanäle, so wurde im dritten Quartal 2018 mit 964,3 Tonnen Gold ca. 6,2 Tonnen mehr Gold gekauft als im Vorjahr. Die großen ETF-Abflüsse konnten durch Mehrkäufe von Goldschmuck, Goldmünzen und Goldbarren ausgeglichen und übertroffen werden.

 

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Starke physische Nachfrage nach Gold, aber Abbau von ETF-Gold

 

 

Goldpreis knackt die 1100-Euro-Marke

Deutsche Goldbesitzer freuen sich: Nachdem der Goldpreis die letzten Wochen regelmäßig zwischen 1080 und 1090 Euro pro Feinunze Gold (31,1 Gramm) schwanke, startet der Goldpreis in Euro mit 1100 in die neue Woche. Die Marke von 1100 gilt als psychologisch wichtig. Chartisten gehen davon aus, dass nunmehr auch der Weg weiter nach oben frei ist.

Investmentnachfrage in Q1.2018 stärker als in Q4.2017

Die Investmentnachfrage nach Gold ist im abgelaufenen Quartal Q1.2018 zwar stärker als im vorausgegangenen Quartal 4.2017, aber schwächer als ein Jahr zuvor in Q1.2017. Eine schwächere Nachfrage in Indien und China hat sich hier besonders ausgewirkt:

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Goldnachfrage nach neuen Goldmünzen und Goldbarren in Q1.2018 versus Q1.2017

Bei den vom  World Gold Council gelieferten Zahlen muss man allerdings berücksichtigen, dass es sich immer um einen Vergleich der neu geprägten und verkaufen Goldmünzen und Goldbarren handelt, – Zweitmarktware wie gebrauchte Krügerrands, die z.B. traditionell in Deutschland im Jahr zu zehntausenden gehandelt werden, fließen nicht in die Statistik ein.

Mehr Gold als in den letzten 3 Quartalen verkauft

Betrachtet man z.B. die zurückliegenden Quartale, stellt man fest, dass im wichtigen Markt China z.B. im abgelaufenen Quartal Q1.2018 deutlich mehr Gold als in den drei Quartalen zuvor verkauft worden ist…und auch mehr als im langfristigen Quartalsschnitt. Insoweit ist von einer anziehenden Nachfrage auszugehen.

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Gold kaufen ist auch in China im letzten Jahr populärer als die drei Quartale zuvor.

Zentralbanken kaufen mehr Gold

Die Zentralbanken dieser Welt setzen auch verstärkt auf Gold. Gold kaufen stand bei den Notenbanken im ersten Quartal auf der Agenda. Es wurde soviel Gold im ersten Quartal gekauft, wie seit 2014 nicht mehr, nämlich 116,5 Tonnen. Das sind 42% mehr als im Vorjahres-Vergleichsquartal.

Zentralbanken kaufen seit Jahren Gold – Weltgoldreserven steigen

Offensichtlich kaufen die Zentralbanken dieser Welt seit Jahren Gold, um für die eigenen Papiergeldwährungen entsprechende Stabilität herzustellen. Die Notenbanken setzen damit auf die Wertstabilität des Edelmetalls Gold.

Russland kauft 22 Tonnen Gold

Während Russland im März offensichtlich rund 22 Tonnen Gold gekauft hat, sah sich Venezuela, welches in Armut und Chaos versinkt, gezwungen, Gold aus den staatlichen Beständen zu verkaufen.

Welt-Goldbestände per 31.3.2018

In u.a. Liste sind die Weltgoldbestände der Zentralbanken per 31.3.2018 aufgelistet, soweit per diesem Datum verfügbar (ansonsten letzte bekannte Zahl):

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Die Liste über die weltweiten Goldbestände wurde erstellt vom WORLD GOLD COUNCIL (WGC)

USA auf Platz 1 der Goldbestandshalter

Die USA stehen unverändert auf Platz 1 der größten Goldbesitzer – mit 8.133,5 Tonnen Gold, – wobei Zweifler infrage stellen, ob dieses Gold, welches zum großen Teil in Fort Knox gelagert sein soll, überhaupt noch da ist. Eine unabhängige Vollaufnahme des Goldes  hat es seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Deutschland steht mit 3.373,6 Tonnen auf Platz 2 der Hitliste. Einen Teil des Goldes hat die Bundesbank nach Deutschland zurückgeholt, allerdings lagen immer noch etliche Tonnen im Ausland – wenn sie auch tatsächlich noch dort sind.

Türkei und Kasachstan kaufen Gold

Auffallend sind die starken Zukäufe der Türkei, die die Goldreserven des Landes um 8,8 Tonnen aufstocken konntem. Auch Kasachstan hat 4 Tonnen mehr Gold als zuletzt.

Chinas Goldreserven seit mehr als einem Jahr unverändert

Experten bezweifeln, dass China seit 17 Monaten kein Gold den staatlichen Beständen zugeführt haben soll. Solange schon sind die Bestandszahlen unverändert auf 1842 Tonnen Gold.

Weltgoldbestand erhöht

Der gesamte Bestand des vom World Gold Council erfassten Goldes der Zentralbanken hat sich in der jüngsten Auswertung um 154 Tonnen erhöht (auf 33817 Tonnen), ein Zeichen, dass die Währungshüter dieser Welt, die Zentralbanken in Sachen Sicherheit vor allen Dingen auf eines setzen: auf GOLD.

 

Gold-gedeckte ETFs kaufen im März 22,5 Tonnen Gold

Weltweit haben gold-gedeckte ETFs im März diesen Jahres ihren Gold-Bestand um 22,5 Tonnen erhöht, teilt das World Gold Council (WGC) mit.

Zu-und Abflüsse bei Gold-ETFs in den letzten Monaten:

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(Gold ETFs verzeichneten auch im März 2018 wieder Zuflüsse)

Gold-ETFs legten vor allen Dingen in USA zu

Die Goldkäufe der ETFs fanden vor allen Dingen in USA statt, wo 21,5 Tonnen Gold im März zugelegt wurden.

Erstes Quartal auch im Plus bei Gold

Betrachtet man das gesamte erste Quartal, haben global die Gold-ETFs 47,3 Tonnen zu den Beständen hinzugefügt, wovon 85% auf US-Käufe zurückzuführen ist. In Europa kauften Anleger in 2018 lieber physisches Gold direkt als in Papier-Gold wie ETFs zu investieren.

 

 

Perth Mint verkauft im Februar fast 1 Million Silberunzen – doppelt so viel wie im Vorjahr

Für die australische Perth Mint war der Februar ein erfolgreicher Monat: Insgesamt verkaufte man im Februar 2018 exakt 992.954 Unzen Silber. Vergleicht man dies mit dem Februar im Vorjahr, in dem 502.353 Silberunzen verkauft wurden, stellt man fest, dass sich der Absatz in 2018 nahezu verdoppelt hat.

Da trübt es auch nicht die Stimmung, dass im Januar, in dem traditionell Gold-Großhändler verstärkt Vorräte einkaufen, mit 1.067.361 Unzen Silber noch etwas mehr verkauft worden ist.

26.473 Goldunzen verkauft

Im Februar verkaufte die Perth Mint 26.473 Unzen Gold, dies ist leicht mehr als Februar 2017, wo 25.257 Unzen verkauft wurden. Auch hier war der Januar 2018 durch Großhändlereinkäufe mit 37.174 Unzen Gold stärker als der Februar.

Känguru Silberunzen und Drachen Silberbarren

Hauptumsatzträger bei den Silberabsätzen waren die beiden Silberprodukte 1oz Silber-Känguru und die Dragon-Silber-Münzbarren der Perth Mint, auf die ein Großteil der Nachfrage fiel. Auch die Februarverkäufe der Privymark-Kookaburras trugen zum Absatzerfolg bei.

World Gold Council: USA doesn´t matter

Der Chef der Goldproduzentenvereinigung World Gold Council (WGC), David Harquail, sieht den Goldpreis die nächsten 5 Jahre kräftig steigen. Harquail, der auch Vorstand der Franco-Nevada Corp. ist, äußert dies nicht aus Zweckoptimismus, sondern basierend auf Fakten und begründet dies. Er sei als WGC-Vorsitzender in Gesprächen mit mehreren Pensionsfonds über ein höheres Investment dieser Fonds in Gold. Bislang spielt Gold in deren Anlageüberlegungen nur eine untergeordnete Bedeutung. Wenn diese Fonds auch nur 1/2% ihres Vermögens in Gold investieren, würde der Goldpreis um rund 500$ pro Unze steigen. Aus der Schmuckindustrie habe man die Erfahrung gemacht, dass 300 Tonnen mehr Goldnachfrage den Goldpreis ca. 100$ pro Unze nach oben treiben.  Eine schwächere Nachfrage nach Goldmünzen oder Goldbarren in den USA tat er mit USA DOESN`T MATTER ab. Die Goldnachfrage privater Investoren in den USA sei für den Goldpreis nahezu unwichtig. Entscheidend seien z.B. China und Indien und die starke Investment-Nachfrage nach Gold in Europa.  Nächste entscheidende Gespräche mit Pensionsfonds unterhält das WGC im April diesen Jahres.

Edelmetallkäufer nutzen tiefen Goldpreis

Den Kursrücksetzer letzte Woche beim Goldpreis nutzen zahlreiche Anleger für erneute massive Goldkäufe. Der Goldpreis, der am Montag Morgen im europäischen Handel bei 1326$/oz notiert, war letzte Woche bis knapp über 1303$/oz gefallen, was massive Goldkäufe ausgelöst hatte. Allein der weltgrößte Gold-ETF, der SPDR Gold Trust verzeichnete Zuflüsse in Höhe von 2,9 Tonnen Gold am Donnerstag letzter Woche. Deutsche Anleger setzten eher auf massive Käufe der mehrwertsteuerfreien Goldmünzen Maple Leaf und Krügerrand. Bei den Barren waren die 100 Gramm Goldbarren am gefragtesten.

Goldchart im Aufwärtstrend

Goldchartisten wird es freuen, der Goldchart liegt im Aufwärtstrend. Der gleitende 20-Wochen-Durchschnitt wurde letzte Woche vom Goldpreis getestet und hat gehalten. Mittelfristig befindet sich der Goldpreis im Aufwärtstrend, wenn man die Tiefstände von November 2016 und Juli 2017 verbindet. Der Goldpreis befindet sich im Trendkanal nach oben. Das Aufwärtspotential für den Goldpreis sehen die Chartisten kurzfristig bei 1377,50$/oz, mittel- und langfristig ist der Weg weiter nach oben offen.

 

 

Wie sich die Goldnachfrage die letzten 30 Jahre entwickelt hat …

Gold wird seit Jahrtausenden von Menschen gekauft, geschätzt und gehortet. Doch wie hat sich die Goldnachfrage die letzten 30 Jahre entwickelt und was bedeutet das für den Goldpreis? Welche Entwicklung der Nachfrage in der Zukunft ist wahrscheinlich?

Goldnachfrage in China um 2.500% gewachsen

Wesentlich für die Entwicklung in den letzten 30 Jahren ist die gewaltig gestiegene Goldnachfrage in China und Indien. Während im Jahr 1987 aus China Gold im Volumen von 35 Tonnen nachgefragt wurde, waren es 2016 bereits 915 Tonnen! Ein Vielfaches. Ähnlich verhält es sich in Indien: Dort wurden 1986 bereits erstaunliche 165 Tonnen Gold nachgefragt, was sich bis 2016 auf 666 Tonnen vervielfachte.

Goldnachfrage-Verschiebungen auf der Welt

Die nachfolgende Grafik des World Gold Councils macht die Veränderungen der Welt-Goldnachfrage in den letzten 30 Jahren deutlich:

Goldnachfrage weltweit von 1987 bis 2016 (Quelle: WGC)

Warum ist das für die Goldpreisentwicklung wesentlich?

Während in den Köpfen vieler Deutscher bis vor wenigen Jahren China noch als Entwicklungsland existierte und man sich den typischen Chinesen als Reisbauer mit Strohhut und nackten Füßen im Reisfeld vorstellte, rutschen  in China und Indien jedes Jahr mehr als 100 Millionen Menschen in Wohlstandsregionen und verdienen vergleichbare Gehälter wie in westlichen Ländern, haben I-Phones, Flachbildschirme und verreisen in die ganze Welt. Wer in Neuschwanstein, Titisee oder Heidelberg einmal die Touristenströme analysiert, wird dies bestätigen können. Wesentlich aber ist, dass in diesen Ländern eine starke Affinität zum Gold kaufen zu Geldanlagezwecken besteht: In Indien mehr als Goldschmuck, in China als Goldbarren, Goldmünze oder Goldmedaille. Bei steigender Bevölkerungsanzahl und starkem Zuwachs des Bevölkerungsanteils, der so verdient, dass er sich ein Leben nach westlichem Standard leisten kann, wird auch die Goldnachfrage aus Asien stetig steigen. Dies dürfte sich in einem steigendem Goldpreis wiederspiegeln. Es gilt heute schon als unwahrscheinlich, dass die Goldnachfrage in anderen Ländern überhaupt nur theoretisch so stark zurückgehen könnte, wie sie in Asien steigt.

Wohl können kurzfristige Goldverkäufe, vor allen Dingen institutioneller Anleger den Goldpreis kurzfristig drücken, – langfristig dürfte sich aber der Nachfrageüberhang aus Asien Goldpreis-erhöhend auswirken. So die einhellige Meinung fast aller Gold-Analysten.

Wichtig: junge Leute kaufen Gold

In Asien kaufen vor allen Dingen auch junge Leute Gold. Sie mißtrauen dem Bankensystem und wollen bleibende Werte zum Anfassen. Keine Versprechen des Staates oder einer Bank. Während der Neujahresfestlichkeiten in Asien waren Goldgeschäfte in Asien teilweise ausverkauft, so groß war die Nachfrage nach Gold. Siehe z.B. auch Bericht in einer asiatischen Zeitung: Gold ausverkauft

Goldnachfrage in Deutschland: Goldbarren und Goldmünzen

Der typische Geldanleger in Deutschland, der in Gold investiert, tut dies – wenn er sich nicht von Banken zu Papiergoldinvestments hinreißen lässt – durch den Kauf von Goldmünzen oder Goldbarren. Die Hauptnachfrage bei den Anlagegoldmünzen entfällt dabei auf die folgenden vier Goldmünzentypen:

Bei den Goldbarren werden neben 1 Gramm Goldbarren vor allen Dingen die 100g Goldbarren und die 1oz Goldbarren nachgefragt.

Meistverkaufte Goldmünze: Krügerrand 1oz Gold aus Südafrika

Geht bald die Goldpreis-Rallye los?

In den letzten Wochen ist der Goldpreis vom Jahreshoch bei 1357$/oz bis auf die Unterstützungslinie bei 1265$ zurückgegangen, um sich dann  wieder bis auf knapp über 1300$/oz zu stabilisieren. Bei 1301$/oz wurde charttechnisch ein Widerstand berührt, wo der Goldpreis wieder leicht nach unten abprallte.

Bodenbildung Goldpreis bei 1265$/oz

Der Goldpreis könnte aber bei 1265$/oz einen Boden gefunden haben, erste Anzeichen einer Kaufwelle sind zu verzeichnen, wodurch der Goldpreis in Dollar wieder die 1301$-Barriere antesten könnte. Aktuell liegt der Preis bereits bei 1284$/oz. Sobald die 1301$/oz durchschritten werden, wäre das Signal für eine weitere Kursrallye Richtung bisheriges Jahreshoch (1357$) und später auf 1400$ wahrscheinlich.

Starke chinesische Goldnachfrage

Die starke Goldnachfrage aus China könnte dem Goldpreis Auftrieb verleihen. Das World Gold Council hatte in seiner gestrigen Veröffentlichung der Quartalszahlen zur Goldnachfrage in China Goldkäufe (Goldbarren und Goldmünzen) von 64,3 Tonnen im Reich der Mitte konstatiert, auch Goldschmuck wurde dort im Volumen von 159,3 Tonnen abgesetzt, was einem Plus von 13% entspricht. Eine derart starke Nachfrage in einem so bevölkerungsreichen Land wie China kann langfristig nicht ohne Auswirkungen auf den Goldpreis bleiben.

Viele junge Goldkäufer in China

Bemerkens ist laut Wang Lixin, dem Manager des World Gold Councils in China, dass besonders die jungen Leute in China gerne und viel Gold kaufen, dies wären zukünftig die marktbestimmenden Kunden.

Schlechte Nachrichten für Gold nur aus Saudi-Arabien

Schlechte Nachrichten für den Goldmarkt gab es nur aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten: Dort soll ab 1.Januar 2018 eine neue Steuer für Luxusartikel in Höhe von 5% auch auf Goldprodukte fällig werden, was den Absatz reduzieren könnte. Die neue Luxussteuer von 5% soll auf alle nicht-notwendigen Luxusgüter (non essential luxury goods tax)  angewendet werden, so z.B. auf Goldschmuck. Der Goldabsatz in Saudi-Arabien spielt aber weltweit betrachtet kaum eine Rolle: Währen in Deutschland in Q3 2017 beispielsweise alleine schon 25 Tonnen Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen verkauft worden sind, wurde in Saudi-Arabien in Q3 nur Goldschmuck im Volumen von 9,8 Tonnen bewegt. Selbst wenn dies durch eine Steuer um 10 oder 20% zurück gehen sollte, wäre dies Auswirkung auf die weltweite Gesamt-Goldnachfrage kaum signifikant. Die Regierung dort rechnet mit 3,3 Milliarden Dollar Steuereinnahmen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob in dem traditionell reichen Land eine solche Steuer überhaupt einen signifikanten Einfluss auf den Schmuckabsatz hat.

Steuerreform in USA könnte Goldpreis antreiben

Die Steuerpläne in den USA, die Steuersätze vor allen Dingen für Reiche und Unternehmen deutlich senken wollen, könnten dem Goldpreis zusätzlich Anschub geben, da viele Geldanleger dann mehr Geld in der Tasche hätten, um Gold als Investment oder als Goldschmuck zu kaufen. Es bleibt abzuwarten, ob Präsident Trump dies tatsächlich durchsetzen und finanzieren kann. Er will die Unternehmenssteuer von 35 auf 20% senken, – zuletzt wurde eine solche Senkung von 2018 auf 2019 verschoben.

Neuer FED-Chef wird Zinsen nicht schnell erhöhen können

Der designierte neue FED-Chef Jerome Powell wird die Zinsen in den USA nicht schnell erhöhen können, denn die US-Staatsschulden sind mittlerweile bei 20,44 Billionen Dollar, was 106% der jährlichen Wirtschaftsleistung entspricht. Dazu kommen Schulden der Unternehmen und Haushalte. Ein zu großer Zinsschritt würde nicht nur Millionen Haushalte belasten, sondern auch den US-Haushalt. US-Präsident Trump hat daher zuletzt mehrfach betont, dass er weiterhin auf Niedrigzinsen setzt, was dem Goldpreis Aufschub verleihen sollte.

Gold kaufen also vermutlich weiter sinnvoll

Gold kaufen dürfte daher voraussichtlich auch weiter für europäische Anleger sinnvoll sein, weil die folgenden Punkte für einen steigenden Goldpreis in Euro sprechen:

  • Zinsen in den USA sollten b.a.w. relativ niedrig bleiben, da der Staat USA einen höheren Zinssatz für seine Schulden gar nicht finanzieren könnte
  • Die FED in USA und die EZB in Europa fluten den Geldmarkt auch weiterhin jeden Monat mit Milliarden neu gedruckten Geldes. Es wurde zwar die Zuflussgeschwindigkeit des neuen Geldes reduziert, aber am System der Liquiditäts-Überversorgung wurde nichts geändert
  • Aktienmärkte sind teilweise auf Rekordniveau, was ein Zeichen einer Überhitzung sein könnte
  • Null- und Negativzinsen in Deutschland werden auch absehbar weiterhin existieren
  • starke asiatische Goldnachfrage könnte den Goldpreis steigen lassen. In Euro und in Dollar
  • 45% stärkere Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen in Deutschland in Q3 sprechen auch tendenziell für steigende Goldpreise

 

WGC: Goldbarren- und Goldmünzen-Nachfrage in Q3 um 17% gestiegen

Das World Gold Council (WGC) hat die Absatzzahlen für das dritte Quartal (Q3) 2017 veröffentlicht. Demnach ist die weltweite Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren um 17% gegenüber Vorjahr gestiegen. Bei der weltweiten Nachfrage spielten die starke Nachfrage in China (+57%) und eine zurückgehende Nachfrage in Indien (-23%) eine wesentliche Rolle.

Auch Gold ETFs konnten 18,9 Tonnen zulegen

In Q3 2017 flossen Gold-ETFs insgesamt 18,9 Tonnen mehr Gold zu, aber im Vergleich zum Vorjahr ist dies zwar ein Wachstum, aber eines, welches um 87% geringer ist als im Vorjahr.

Goldmünzen und Goldbarren für 9,1 Milliarden Dollar verkauft

Anleger kauften im abgelaufenen Quartal Goldbarren und Goldmünzen im Wert von 9,1 Milliarden Dollar. 222,3 Tonnen Gold wurden in Form von Goldbarren und Goldmünzen in Q3 verkauft. Davon wurden 64,3 Tonnen Gold in China abgesetzt, dem weltweit wichtigsten Markt. In China macht sich die Angst vor einer anziehenden Inflation breit, – die Anleger fliehen ins Krisenmetall Gold.

Indien hat unter der Außerverkehrsetzung der großen Banknoten und neuen Steuerregularien im Goldmarkt gelitten und konnte nur noch mit 31 Tonnen Goldbarren- und Goldmünzen-Nachfrage aufwarten. Illegale Importe und Schmuggelaktivitäten nach Indien werden überdies die offizielle Absatzstatistik beeinflusst haben.

Goldnachfrage in Deutschland + 45%

Goldbarren und Goldmünzen sind jedoch auch stark in Europa gefragt. Während die Gesamtnachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen in Europa um 36% auf 45,5 Tonnen in Q3 stieg, sind die Nachfragezahlen in Deutschland beachtlich:

25,1 Tonnen Gold in Deutschland verkauft

Die Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen in Deutschland stieg um sagenhafte 45% im dritten Quartal, insgesamt wurden 25.100 Kilogramm Gold in Deutschland in Form von Münzen und Barren verkauft, teilt das World Gold Council mit.

Goldbarren/Goldmünzen: Nachfrage Deutschland

Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen zieht in Deutschland deutlich an

Die Nachfrage nach Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen war in Q3 in Deutschland nicht nur höher als in Q2 2017, sondern auch höher als im Vorjahres-Vergleichsportal und nähert sich wieder dem 5-Jahres-Durchschnitt (gestrichelte Linie).

Goldnachfrage in USA schwächer

In den USA scheinen die Wähler auf Trump zu vertrauen, die Goldnachfrage war mit 7,3 Tonnen in Q3 deutlich schwächer als ein Jahr zuvor (Q3 2016: 17,7t), allerdings war 2016 auch ein Jahr mit Rekordnachfrage nach Gold in den USA. Amerikaner setzen mehr auf Aktien und die US-Börse und glauben daran, dass Präsident Trump die Wirtschaft deutlich beleben kann.

Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen in den USA geht zurück

Goldminen fördern weniger Gold

Das World Gold Council hat auch die Goldminen-Explorationen ausgewertet: Im dritten Quartal sank die Goldminenproduktion weltweit um 1% auf 841 Tonnen Gold, nach 851,8 Tonnen in Q3 2016.

Dies konnte auch nicht durch mehr Gold aus Recycling ausgeglichen werden, hier ging die Goldgewinnung sogar um 6% zurück (315,4 Tonnen nach 335t in Q3 2016).

In China als dem weltweit größten Goldförderland ging die Goldförderung im fünften Quartal nacheinander zurück.

Goldschmuck-Nachfrage sank weltweit

Während die Geldanleger massiv Investment-Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen kaufen, ging die Goldschmuck-Nachfrage weltweit zurück. Die weltweite Goldschmucknachfrage war in Q3 2017 fr 478,7 Tonnen Goldverbrauch verantwortlich, was 3% weniger als in Q3 2016 ist (495,3 Tonnen). Hierfür hauptverantwortlich ist eine zurückgehende Goldschmuck-Nachfrage in Indien, die aktuell auf einem 25% niedrigerem Niveau als im Vorjahr ist (Q3 2017: 114,9 Tonnen nach 152,7t in Q3 2016)

Als Grund werden neue Steueranordnungen und Schwierigkeiten bei der Umsetzung einer neuen Geldwäscherichtlinie genannt.

Goldschmuck-Nachfrage in USA zieht an

In den USA zog jedoch die Goldschmuck-Nachfrage deutlich an, die Nachfrage ist auf einem 7-Jahres-Höchststand, in den ersten drei Quartalen 2017 wurde Goldschmuck im Gewicht von 76,8 Tonnen gekauft.

Amerikaner kaufen Gold in Form von Goldschmuck statt Goldbarren oder Goldmünzen

Zentralbanken setzen weiter auf Gold

Die Notenbanken dieser Welt setzen offensichtlich weiter auf Gold. Die weltweiten Goldreserven von Zentralbanken wurden im dritten Quartal um 111 Tonnen Gold erhöht, wobei Russland, die Türkei und Kasachstan die Nachfrage dominierten. Die weltweite Goldnachfrage durch Notenbanken war im dritten Quartal mit 111 Tonnen um 25% höher als in Q3 2016, wo Notenbanken Gold im Gewicht von 88,8 Tonnen kauften.

Mehr Gold in Elektronik verbraucht

Auch der Goldgebrauch in Elektronik hat zugenommen. Im dritten Quartal wurden mit 67,3 Tonnen Gold 3% mehr als im Vorjahr in elektronischen Schaltungen etc. verbaut. Besonders ist der Goldgebrauch für Chips in hochwertigen Smartphones und bei LED-Elementen gestiegen.

Beliebteste Goldmünze in Deutschland

Bei deutschen Anlegern, die 45% mehr Anlagegold in Form von Goldmünzen und Goldbarren gekauft haben, ware im dritten Quartal wieder der Krügerrand als Goldbullionmünze am beliebtesten.

Bei deutschen Anlegern am beliebtesten: Goldmünze Krügerrand

Goldpreis in Euro zieht an

Am Donnerstag morgen bewegte sich der Goldpreis in Euro um 1107 €/oz herum und war damals abermals fester. Der Goldkurs in Dollar notierte am frühen Morgen im europäischen Handel bei 1284$/oz.

Grafiken/Zahlen: WGC

 

Deutsche kaufen Gold für 6 Milliarden Euro – neuer Rekord

geworden, insbesondere Goldbarren und Goldmünzen finden seit 2008 reißenden Absatz. Im letzten Jahr 2016 wurden von Deutschen insgesamt Goldinvestmentprodukte im Wert von 6,8 Milliarden Euro gekauft, hat das World Gold Council (WGC) ermittelt. Neben den klassischen Anlageprodukten wie Barren und Münzen waren im letzten Jahr die Zuflüsse in Gold-ETFs in Deutschland auch besonders groß.

Gold kaufen in Deutschland populär:

Gold zu kaufen ist in Deutschland seit 2008 besonders populär zeigt auch die WGC-Statistik

Die Investmentnachfrage nach Gold hat sich schon von 2007 zu 2009 vervierfacht: Wurden im Jahr 2007 in Deutschland 36 Tonnen Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen verkauft, waren es in 2009 bereits 134 Tonnen. Einige Deutsche kaufen auch Papiergold: Alleine in Gold-ETFs wurden im dritten Quartal 2017 rund 252 Tonnen Gold gehalten. Der durch den Zusammenbruch des Bankhauses Lehman Brothers ausgelöste Goldboom in 2008 findet kein Ende.

Negativzinsen führt zum Gold kaufen

Seit 2015 werden staatliche Anleihen in Deutschland mit Negativrenditen gehandelt: Man bekommt bei Ablauf weniger Geld zurück als man bei der Geldanlage angelegt hat. Das Wort Geldanlage bekommt bei staatlichen Festverzinslichen einen negativen Touch. Banken zahlen kaum noch Zinsen oder auf Mininiveau. Zudem frisst die Inflation die ohnehin kargen Erträge auf, – deshalb kaufen immer mehr Anleger Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen.

Die Deutschen kaufen am meisten Gold

Rechnet man bei der Goldnachfrage zu den Goldbarren und Goldmünzen noch den Goldschmuck hinzu, kaufen die Deutschen weltweit am meisten Gold pro Einwohner, wie eine Erhebung des WGC ergab:

WGC-Statistik: Die Deutschen kaufen am meisten physisches Gold pro Einwohner

Warum kaufen die Deutschen Gold?

Ermittelt man die Gründe, warum die Deutschen Gold kaufen, werden die Hauptanreize für den Erwerb von Goldbarren und Goldmünzen offenkundig.

  • 59% geben an, dass Gold langfristig niemals seinen Wert verliert
  • 48% gaben an, dass der Besitz von Gold ein Gefühl von Sicherheit verleiht
  • 42% gaben an, dass sie Gold mehr vertrauen als den Papiergeldwährungen der Regierungen
  • 57% der Goldbarren- und Goldmünzenkäufer gaben an, mit dem Kauf von Gold den Bestand ihres Vermögens absichern zu wollen

Immer noch vertrauen viele dem Sparbuch

Viele deutsche Anleger legen ihr Geld immer noch auf dem Sparbuch an, obwohl es NULL oder nur wenige Zinsen abwirft: 68% der Befragten haben in den letzten 12 Monaten Geld auf Sparkonten angelegt, während nur 22% der Befragten Gold gekauft hatten.

(Umfrageergebnisse: Kantar TNS aus 2016, 2000 befragte deutsche Investoren)

Gold kaufen als Altersvorsorge

Immerhin 23% der Befragten gaben an, Gold als Altersvorsorge zu kaufen, – damit nähert man sich an japanische Werte an. Dort wurde Gold nach Ausbruch einer Bankenkrise zur Standard-Altersversorgung. Im Nobel-Einkaufsviertel Ginza in Tokyo verkaufen Juweliere Rentenboxen mit 80 oder 100 Goldunzen Wiener Philharmoniker für die Altersversorgung. Während der Rentenphase können dann monatlich Goldmünzen zu Geld gemacht werden.