Russland kauft tonnenweise Gold und verkauft US-Staatsanleihen

Die russische Staatsbank Bank of Russia hat ihre Goldreserven weiter ausgebaut: Im September addierte man weitere 37 Tonnen Gold zu den staatlichen Beständen, – der bislang größte monatliche Zuwachs dieses Jahr. Russlands Notenbank sitzt damit – nach eigenen Angaben – auf 2037 Tonnen Gold, alleine dieses Jahr ist dieser Bestand um fast 200 Tonnen gestiegen.

An den Währungsreserven Russlands hat Gold mittlerweile einen Anteil von über 16%.

US-Staatsanleihen werden abgebaut

Im Gegenzug zu der Verstärkung der Gold-Position hat Russland die amerikanischen Staatsanleihen verkauft und den Bestand an US-Staatsanleihen drastisch reduziert. War Russland im Jahr 2011 mit 180 Milliarden Dollar an Staatsanleihen noch einer der größten Gläubiber der USA, so hält Russland aktuell nur noch rund 14 Milliarden Dollar an Staatsanleihen, mithin weniger als ein Zehntel wie in vergangenen Jahren. Aktuell befindet sich Russland nur noch auf Platz 54 der größten Gläubiger der USA. Damit geht Russland in dieselbe Richtung wie China, die auch nunmehr im vierten Monat nacheinander den Bestand an US-Staatsanleihen reduzierten.

Mehr Gold als Bund-Anleihen gehandelt

Mittlerweile wird weltweit auch mehr Gold als BUND-Anleihen oder Dow-Jones-Aktien gehandelt, wie ein Vergleich des World Gold Councils zeigt. Das tägliche Handelsvolumen für Gold in US$ übersteigt den US-Aktienhandel und den Handel mit deutschen Staatsanleihen um ein Vielfaches:

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(Vergleich Volumen Goldhandel versus Aktien/Bund-Anleihen, Quelle: WGC)

Goldschmuck noch immer wesentlicher Absatzkanal

Der Marktanteil von Goldschmuck beim ‚Verbrauch‘ von Gold ist immer noch signifikant: Mit 47% fast die Hälfte des Gesamtmarktes, dominiert von chinesischer und indischer Goldnachfrage. Bei steigender Population in diesen Ländern und steigendem Wohlstand wird auch zukünftig mit stabiler Nachfrage nach Gold aus Asien zu rechnen sein, was hinsichtlich des Goldpreises eher für weiter steigende Notierungen spricht.

Indische Regierung will Goldmarkt lockern

Die indische Regierung hat signalisiert, die strenge Regulierung des Goldmarks in Indien, wo eine zehnprozentige Gold-Einfuhrsteuer den Goldhandel erschweren soll, zu lockern. Aktuell laufen noch Gespräche mit der indischen Goldindustrie und dem Schmuckhandel. Die starken Goldeinfuhren nach Indien führen in dem Land zu einem Handelsbilanzdefizit. Mit strengeren Gesetzen und höheren Abgaben hat man zwar den Goldimport leicht eindämmen können, aber die indische Bevölkerung glaubt weiter an die Stabilität von Gold und kauft Goldschmuck und Goldmünzen in so großen Mengen, dass weiterhin ein Handelsbilanzdefizit ensteht, weil das Gold aus dem Ausland eingeführt werden muss. 80% der indischen Goldschmuck-Exporte gehen übrigens in die Vereinigten Arabischen Emirate.

100 Tonnen Gold im August eingeführt

Alleine im August 2018 führte Indien über Importe 100 Tonnen Gold ins Land ein. Auch die Juli-Importe waren mit +23% und 75 Tonnen bemerkenswert. Das ist deshalb bemerkenswert, weil in Indien gehandeltes Gold zwischen 13 und 28% teurer ist als im Umland, was an 10% Einfuhrabgaben, 3% zusätzlichen Steuern und häufig bis zu 15% im Rupien-Wechselkurs begründet ist. Dennoch hält die Bevölkerung – besonders zur Festival-Saison – an Goldkäufen fest. In weiten Teilen Indiens ist es auch häufig so, dass bei Hochzeiten die Frau massiv Gold geschenkt bekommt, weil Gold im Falle in einer Scheidung das Einzige ist, was sie behalten darf. Daher bestehen Brautväter in traditionellen indischen Familien i.d.R. auf auskömmlichen Goldgeschenken für die Braut.

 

 

 

 

Goldpreis: 7jährige Bärenphase zu Ende?

Glaubt man den Chartanalysten von ‚The Market Oracle‚, so ist eine siebenjährige Bärenphase des Goldpreises nun zu Ende und nach eher verhaltener Goldpreisentwicklung könne der Goldpreis nun nachhaltig nach oben gehen.

Daraus, dass der Goldpreis letzte Woche trotz Zusammenbruch der Aktienmärkte nach oben gegangen ist, will man eine Marktwende ablesen. Den Chart bezeichnet man als den ‚bullishsten Chart seit 2001‘.

Starke Käufe auf hohem Niveau

Tatsächlich finden auch in Deutschland starke Edelmetallkäufe der Investoren statt. Bei Edelmetallhändlern häufen sich die Aufträge für Goldbarren und die klassischen Gold-Anlageunzen (Krügerrand, Maple Leaf, Philharmoniker, Känguru & Co.). Besonders die Krügerrand Goldmünze steht im Fokus vieler Anleger.

Gold-Ferrari bei Sotheby´s versteigert

Gold übt seit jeher eine Faszination auf die Menschen aus. Die meisten Anleger kaufen Gold und verbergen es vor neugierigen Blicken. Andere legen Wert darauf, dass auch andere sehen, dass man sich Gold leisten kann, – so der Käufer, der bei Sotheby´s einen vergoldeten Ferrari gekauft hat. Für 394.000 britische Pfund (ca. 450.000 Euro) wechselte der Ferrari 512 BB aus 1977 den Besitzer.

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Ferrari Berlinetta Boxter Modell mit Goldauflage hat einen neuen Besitzer

Chinesische Goldminen können Output nicht steigern

Aus China verlautete, dass die Goldminen dieses Jahr die Ausbeute gegenüber Vorjahr wohl nicht steigern können, man stoße trotz großen Einsatzes an Grenzen. Eine der größten Goldminengesellschaften des Landes, die Zijin Mining Group geht davon aus, in 2018 nur rund 37 Tonnen Gold fördern zu können, womit man die Vorjahresergebnisse nicht übertreffe. In 2017 hatte man 37,48 Tonnen Gold aus der Erde holen können. Das meiste Gold holt die Gesellschaft übrigens schon aus Minen in Neu-Guinea und Australien und nicht aus chinesischen Minen.

IWF betont Absicherungsfunktion von Gold

Der Internationale Währungsfonds IWF hat noch einmal die Absicherungsfunktion von Gold in Finanzkrisen betont. Mit Gold könne man sich gegen Verluste an Aktien- oder Anleihemärkten absichern. Tatsächlich zeigt der Vergleich der Wertentwicklung von Aktien-, Anleihen- und Goldchart im Oktober, dass Gold sich bei negativem Umfeld positiv entwickelt hat. (Chart: WGC)

Aktien fallen - Goldpreis steigt
Aktien fallen – Goldpreis steigt

 

 

Zentralbank in Ungarn kauft kräftig Gold – Verzehnfachung der Bestände

Ungarns Zentralbank hat die Verzehnfachung der Goldbestände angekündigt, man sei mittlerweile bei 31,5 Tonnen Gold im Staatsbesitz. Gold macht nun 4,4 % der Währungsreserven Ungarns aus.

Kurz zuvor hatte auch Polen seine Reserven deutlich aufgestockt (auf 117 Tonnen)

28,4 Tonnen Gold im Oktober gekauft

Die ungarische Zentralbank besaß vor der Aktion 3,1 Tonnen Gold und hat in den ersten zwei Oktoberwochen 28,4 Tonnen Gold hinzugekauft. Das ist deshalb bemerkenswert, weil die ungarische Zentralbank zuvor 32 Jahre lang die Goldreserven nicht verändert hatte – weder durch Zukäufe noch durch Verkäufe. Ob die Goldkäufe auch in jüngsten Differenzen mit der EU zu suchen sind, wurde nicht bekannt gegeben.

 

Über 2000 400-Unzen Goldbarren gekauft

Die ungarische Zentralbank gibt an, das Gold überwiegend in 400-Unzen-Goldbarren gekauft zu haben, die im Interbanken-Handel üblich sind. Über 2000 solcher Barren kamen neu zu den staatlichen Beständen hinzu. Die Zentralbank veröffentlichte auch ein Bild eines Teils des Neuzugangs, – vermutlich um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen:

Goldbarren Ungarn Notenbank
Goldbarren  in der  Notenbank Ungarns

Privatanleger bevorzugen kleinere Goldbarren

Während institutionelle Anleger wie Zentralbanken häufig solche 400-Unzen-Goldbarren erwerben, sind bei deutschen Geldanlegern die Goldbarren-Größen von 100 Gramm bis 1kg am beliebtesten.

Ungeordneter Brexit könnte Goldpreis noch weiter anheizen

Aktuell mehren sich die Hinweise, dass es zwischen der EU und Großbritannien nicht zu einem geordneten Brexit kommt. Man verhandelt und verhandelt, findet aber keinen gemeinsamen Nenner: Die Briten würden gerne die Vorteile der EU behalten, aber dafür (aus Sicht der EU) am liebsten nichts oder zu wenig bezahlen. Auch die Frage Irlands, welches in einen Nord- und Südteil geteilt ist, ist noch nicht gelöst.

EU-Ratspräsident: Ungeordneter Brexit wahrscheinlich

Der EU-Ratspräsident Tusk teilte am gestrigen Montag mit, dass ein ungeordneter Brexit aktuell wahrscheinlicher als je zuvor sei. Auch dann, wenn man sich Mittwoch noch einmal zusammen setzen wolle. Der Goldpreis verzeichnete bereits Ende letzter Woche den größten Anstieg seit der Bekanntgabe des Brexits (Juni 2016) selber. Sowohl auf die EU wie auch auf Großbritannien kommen mit einem ungeordneten Brexit hohe Kosten zu und voraussichtlich weniger Wirtschaftswachstum. Beides könnte wieder für verstärkte Goldkäufe und damit einen steigenden Goldpreis sorgen.

Briten geben Kreditkarte aus purem Gold heraus

Die Briten scheinen es zumindestens mit Humor zu nehmen, auch wenn die Brexit-Frage im Land für Uneinigkeit sorgt. Die offizielle britische Münzprägestätte Royal Mint kündigt derweil an, an einer Kreditkarte aus purem Gold zu arbeiten, in die die auf die Rückseite die Unterschrift eingraviert werden soll. Die Gold-Kreditkarte aus 18-karätigem Gold werden bereits zu Preisen von ca. 3000 Pfund an Millionäre angeboten.

247 Tonnen Gold short

Die Commerzbank teilt mit, dass an der New Yorker Edelmetallbörse COMEX die Händler mit über 79000 Kontrakten auf Gold ’short gegangen‘ sind, dies entspräche einem Volumen von 247 Tonnen Gold. Wenn dies später eingedeckt/gekauft werden müsse, könne es zu einem signifikanten Anstieg des Goldpreises kommen, lässt das Geldhaus verlauten.

Goldpreis kurz über 1060 Euro

In der Tat kam es bereits gestern zu massiven Goldkäufen, die den Goldpreis in Euro phasenweise über 1060 €/Unze klettern ließen. Am frühen Dienstag Morgen notiert der Goldkurs bei rund 1060 Euro/oz. Der Goldpreis bewegt sich damit nachhaltig über der 100-Tage-Durchschnittslinie, was von Analysten als Zeichen möglicher weiterer Anstiege interpretiert wird.

Goldkäufe deutscher Edelmetallkunden

Gestern waren die Handelsaktivitäten am deutschen Markt durch starke Goldkäufe der Kunden geprägt, vor allen Dingen 100 Gramm Goldbarren und Krügerrand Goldmünzen erfreuten sich großer Nachfrage. Bei den Silbermünzen lag der Nachfrageschwerpunkt auf den neuen Känguru 2019 Silbermünzen der Perth Mint.

Känguru 2019 Silber 1oz
Beliebt bei Anlegern: Känguru 2019 Silber 1oz

 

Känguru 2019 Silber auf dem Markt – 1 oz Silbermünze seit 2016 erfolgreich

Die Perth Mint hatte die Känguru-Silbermünze mit einer Unze Gewicht (1 oz) 2015 erstmals in einer limitierten Stückzahl von 300.000 auf den Markt gebracht und erfreut sich seit 2016 einer Millionen-Nachfrage. Ab 2016 wird die Känguru Silbermünze der Perth Mint unlimitiert ausgegeben. Sie gilt als eine der beliebtesten Anlagemünze in der 1-Unzen-Gewichtsklasse.

Känguru Silbermünze 2019 ab sofort orderbar

Eigentlich wollte die Perth Mint die Silber-Kängurus mit neuer Jahreszahl 2019 erst im November auf den Markt bringen, doch die große Nachfrage hat so großen Druck ausgeübt, dass die 2019er-Silber-Kängurus ab sofort geordert werden können.

999,9er Silber im Känguru aus Australien

Das Känguru der Perth Mint weist eine Silber-Feinheit von 999,9/1000 auf und wird in tubes und Masterboxen ausgeliefert. In jeder Masterbox sind 250 Silber-Kängurus enthalten.

Aktueller Preis Silber-Känguru 2019

Den aktuellen Preis für eine Unze Silber-Känguru der Perth Mint können Sie nach Klicken hier ersehen:

Känguru 2019 1 oz Silber Preis anzeigen

Wie in den Vorjahren sind die Kängurus in Tubes (Röhrchen) a 25 Münzen abgepackt, – 10 solcher Röhrchen sind in einer Masterbox. Wer also 25 Münzen oder ein Vielfaches bestellt, erhält die Ware in Original-Tubes. Wer 250 Münzen oder ein Vielfaches bestellt, erhält die Ware in Original-Masterboxen der Perth Mint, die sich so schön stapeln lassen.

Känguru 2019 in Gold und Platin erst Anfang November

Die Kängurus in Gold und Platin mit Jahrgang 2019 sollen weiterhin erst ab Anfang November 2018 orderbar sein.

Die Känguru Silbermünzen 2019 gehören zum neuen 2019er-Anlagemünzenprogramm der Perth Mint, welches hier im Video vorgestellt wird:

Unterscheidung Känguru Perth Mint / Royal Australian Mint

In Australien gibt es zwei offizielle Münzprägeanstalten: Die Perth Mint (die die Bullionmünze Känguru (s.o.) herstellt) und die Royal Australian Mint (RAM), die eine Sammlermünze Känguru im Gewicht von einer Unze herstellt.

Die Sammlermünze Känguru der Royal Australian Mint für 2019 sieht so aus:

Känguru 2019 der RAM:

Känguru 2019 Silbermünze der Royal Australian Mint
Känguru 2019 Silbermünze der Royal Australian Mint

Aktien fallen, Bitcoins fallen, aber Goldpreis steigt deutlich

Kaum haben die Regierungen der USA und Deutschlands offiziell eingeräumt, dass das Wirtschaftswachstum dieses und auch nächstes Jahr deutlich niedriger ausfallen werde, fallen weltweit die Aktienkurse – und auch die Bitcoin-Notierungen. Der Goldpreis jedoch ist deutlich gestiegen. Gold als Krisenmetall und Depotabsicherung hat funktioniert.

DAX verliert dramatisch an Wert

Nachdem der deutsche Aktienindex DAX vor einer Woche noch bei über 12.300 notierte, verlor der Index vorgestern und gestern deutlich an Wert, notierte zuletzt nur noch bei 11.506 Punkten. Der Dow-Jones ist an einem Tag um mehr als 3% gefallen.

Bitcoins setzen Talfahrt fort

Wer auf Bitcoins als Geldanlage setzte, hat sein Vermögen von Ende 2017 bis heute gut DRITTELN können. Von über 15.000 Euro pro Bitcoin Ende letzten Jahres rutschten die Notierungen gestern bis auf rund 5.400 Zähler. Ein Drittel soviel wie noch ein Dreivierteljahr zuvor. Im Sommer lagen die Notierungen noch bei über 7.000 Euros pro Bitcoin.

Zölle bremsen die Wirtschaft aus

Die verstärkte Einführung von Handelszöllen durch die USA und im Gegenzug durch deren Handelspartner lähmt die gesamte Weltwirtschaft. Amerikanische Unternehmen, die nunmehr wegen erhöhter Zölle mehr für Komponenten ihrer Produkte bezahlen müssen, verkaufen weniger ihrer Produkte, weil diese teurer werden. Gleich ergeht es auch der Wirtschaft in anderen Ländern. Präsident Trump hat sich also mit der Einführung der Handelszölle ’selbst ins Knie geschossen‘, wird ein Wirtschaftswissenschaftler zitiert.

Bundesregierung senkt Prognose

Die Bundesregierung hat gestern veröffentlicht, dass das Wirtschaftswachstum dieses und nächstes Jahr voraussichtlich nur noch 1,8% betragen werde. Im Frühjahr hatte man noch veröffentlicht, dass es dieses Jahr 2,3% und nächstes Jahr 2,1% betragen werden. Mittlerweile nur noch Makulatur. Trumps Zölle treffen auch Deutschlands Wirtschaft. Es ist noch nicht einen Monat her, dass Wirtschaftsminister Altmaier für die Bundesregierung die Prognose von ca. 2% an die Öffentlichkeit gab.

IWF sieht Weltwirtschaft betroffen

Der Internationale Währungsfonds IWF hatte kurz zuvor die Prognosen für die gesamte Weltwirtschaft nach unten korrigiert, daraufhin hatten zuerst die Börsen in USA und Fernost mit Einbrüchen reagiert. Die globalen Handelskonflikte würden die Weltwirtschaft um mindestens 0,2% weniger wachsen lassen, war die Vorhersage.

Goldpreis steigt massiv

Der Goldpreis in Euro und US-Dollar ist durch starke Goldkäufe die letzten Tage massiv gestiegen. Der Goldkurs in Euro notiert im frühen Freitagshandel in Europa bei rund 1050 Euro/Unze, was rund 30 Euro mehr als noch wenige Tage zuvor ist. In Dollar notiert die Feinunze Gold aktuell um 1220 $/oz.

Anlage-Unzen wie Krügerrand & Co. stark gefragt

Seit 2 Tagen werden die klassischen Anlage-Goldunzen wie Krügerrand, Maple Leaf und das australische Känguru sehr stark nachgefragt. Bei den Goldbarren wurden vor allen Dingen die 100 Gramm Goldbarren häufiger geordert.

Charttechnisch sollte 1215$/oz halten

Charttechniker achten nun mit Argusaugen darauf, ob die Marke von 1215,78$/oz nachhaltig gehalten wird, dann könnte der Goldpreis weiter nach oben ausbrechen, meinen die Analysten, die sich auf Chartanalyse spezialisiert haben. Am heutigen Morgen sind die Notierungen mit Preisen um 1220 $/oz jedenfalls deutlich darüber.

 

100 Euro Goldmünze Augustusburg 2018 erfreut sich starker Nachfrage

Die neuen offiziellen 100 Euro Goldmünzen Deutschlands des Jahres 2018 werden aktuell von Anlegern stark nachgefragt.

100 Euro Augustusburg und Falkenlust in Brühl

Die Goldeuros mit dem eher sperrigen Namen ‚Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl‘ sind in einer Auflage von nur 200.000 Stück erschienen und offizielle Zahlungsmittel in Deutschland. Durch den hohen Goldgehalt von 15,55 Gramm (1/2 Unze) und das jährlich wechselnde Motiv sind sie bei Sammlern sehr beliebt. Die Münze wurde – wie auch die Hunderter der Vorjahre – zu gleichen Teilen in den fünf deutschen Münzprägestätten hergestellt, was man an den kleinen Prägebuchstaben auf der Münze erkennt:

100 euro Augustusburg 2018 Goldeuro A
Bei den Anlegern sehr beliebt: 100 Euro Gold Augustusburg mit Prägebuchstabe A als Zeichen für die Prägung in Berlin

Augustusburg – Goldeuro aus Berlin der Beliebteste

Bei den Sammlern und Anlegern ist auch dieses Jahr die Prägung mit dem Buchstaben A (wie Berlin) die Beliebteste. Ob dies daran liegt, dass A als Erstes im Alphabet kommt oder ein Hauptstadtbonus der Prägung zuteil wird, ist unbekannt.

Unesco-Welterbe als Motiv für 100 Euro Goldmünze

Die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl wurden 1984 in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen und gelten als herausragendes Beispiel für die Schlossbaukunst im 18.Jahrhundert. An ihnen kann man herrlich den in Deutschland beginnenden Rokoko-Stil betrachten.

Welche 100 Euro Goldmünzen gibt es schon in Deutschland?

Seit 2002 erscheinen jährlich 100-Euro-Goldmünzen in Deutschland, die auch gleichbleibend im Halbunzen-Format (15,55 Gramm Gold) ausgegeben wurden. Bisher sind die folgenden Motive erschienen:

  • 2002: Währungsunion
  • 2003: Quedlinburg
  • 2004: Bamberg
  • 2005: Fußball-WM
  • 2006: Weimar
  • 2007: Lübeck
  • 2008: Goslar
  • 2009: Trier
  • 2010: Würzburg
  • 2011: Wartburg
  • 2012: Aachen
  • 2013: Dessau-Wörlitz
  • 2014: Lorsch
  • 2015: Oberes Mittelrheintal
  • 2016: Regensburg
  • 2017: Eisleben-Wittenberg
  • 2018: Brühl-Augustusburg/Falkenlust

100 Euro Augustusburg 2018 mit hoher Gold-Feinheit

Die 100-Euro-Goldmünzen Augustusburg wurde mit sehr hoher Gold-Feinheit hergestellt, der Goldgehalt der 1/2-Unzen-Münzen beträgt: 999,9/1000. Mit 28 mm Durchmesser und 1,65 mm Dicke bekommt man bei 15,55 Gramm Goldgehalt eine große Münze. Das Sammeln der verschiedenen deutschen 100-Euro-Goldmünzen macht vielen Sammlern Spaß, – ist doch die Sammlung durch den hohen Goldgehalt auch werthaltig. Viele Sammler bauen sich so nacheinander einen eigenen Goldschatz auf.

 

UBS sieht Erholung bei den Edelmetallpreisen

Der Chef des Rohstoffhandels der UBS, Dominic Schnider, sieht eine Erholung der Edelmetallpreise, wie ein Interview auf Bloomberg verdeutlicht.

Aktuell stünde man am Beginn einer breiteren Erholungsbewegung. Einen Grund sieht er in China, wo eine breitere Nachfrage nach vielen Metallen sieht.

Vermögensverwalter Tocqueville sieht gute Chancen für Gold

Mit seiner positiven Einschätzung für Rohstoffe steht die UBS nicht alleine da, – auch der Vermögensverwalter Tocqueville sieht gute Chancen für eine positive Goldpreisentwicklung im Rest des Jahres 2018 und nennt dafür die folgenden Gründe:

  1. Das US Bilanzdefizit ist außer Kontrolle, alleine im August hat man das fünfthöchste Defizit aller Zeiten aufgehäuft
  2. Die FED verringert ihre Geldflutung, was zu höheren Zinsen führt und dazu, dass man sich mehr Geld von privat leihen muss
  3. Zinssteigerungen werden die öffentliche Verschuldung noch weiter steigern
  4. 5% der US-Bevölkerung zahlen 60% der Einkommensteuern und haben bald kein Geld mehr, um in Aktienmärkte zu investieren, – niedrigere Aktienpreise würden den Goldpreis beflügeln
  5. Der Goldpreis habe im August seinen Boden gefunden und ein Investment in Gold ist nunmehr eine gute Strategie, um sich vor einem Dollar-Zusammenbruch zu schützen. Steigende Zinsen zusammen mit steigender US-Staatsverschuldung seien ein Risiko für die Finanzmärkte.

Indische Regierung gibt Gold-Anleihen aus

Die indische Regierung will weiterhin verhindern, dass die Bevölkerung (wie bisher) in großem Umfang Gold kauft, weil dies für Indien zu Handelsbilanzproblemen durch die große Menge des eingeführten Goldes führt.

Jüngste Idee des Finanzministers ist die Ausgabe von staatlichen Gold-Bonds.

Von Oktober 2018 bis Februar 2019 gibt die indische Regierung sogenannte Sovereign Gold Bonds aus. Die Zentralbank Indiens gibt diese Gold-Anleihen anstelle bisheriger Staatsanleihen aus. Der Preis der Gold-Anleihen wird in Rupien täglich gefixt und orientiert sich am täglichen Preis für Feingold (999), der von der Indischen Bullion und Goldschmuck Vereinigung (India Bullion and Jewellers Association) veröffentlicht wird. Bei der Erstausgabe legt man den Durchschnittspreis der drei letzten Werktage vor Ausgabe zugrunde. Die Verzinsung liege bei 2,5% p.a. und werde halbjährlich ausgezahlt.

So will man der Bevölkerung das Gefühl geben, in Gold zu investieren, verhindere aber, dass das Geld der Anleger dazu genutzt wird, um gegen Devisen Gold im Ausland zu kaufen. Ob die Anleihen ein Erfolg werden, bleibt abzuwarten. Ebenso bleibt abzuwarten, was die Regierung macht, wenn der Goldpreis stark steigt und dann die Anleihen zu einem deutlich höheren Preis wieder abgegeben werden.

 

 

Was der britische Schatzkanzler Gordon Brown mit Gold falsch machte

Der frühere britische Schatzkanzler (zu vergleichen mit dem deutschen Finanzminister) Gordon Brown hat im Zeitraum von 1999-2002 die Hälfte der britischen Goldreserven verkauft. Dafür hatte er damals im Schnitt 275 Dollar pro Unze bekommen (210 GPB). Aktuell wird Gold zu mehr als dem VIERFACHEN Preis notiert, nämlich zu rund 1200 $/oz.

Hätte der britische Schatzkanzler Brown das Gold also behalten und heute erst verkauft, hätte er viermal so viel Geld dafür bekommen. Aktuell hält die britische Zentralbank noch rund 310 Tonnen Gold. Deutschland hält einen ca. 10x so großen Bestand mit 3373 Tonnen Gold. Ursprünglich saß Großbritannien auf einem Goldschatz von 715 Tonnen, den Gordon Brown mehr als halbierte.

Die Nachfrage nach dem britischen Gold hatte damals das Angebot um das Fünffache überstiegen, Brown hatte das Gold verauktionieren lassen. Zu früh, wie man aus heutiger Sicht feststellen kann.

Goldverkauf der Briten stieß damals schon auf Kritik

Der Goldverkauf durch Gordon Brown stieß damals schon auf scharfe Kritik: Zahlreiche Politiker hatten den Verkauf als zu früh bezeichnet und Kritik wurde laut, dass damit der Goldpreis sinken könnte, was Goldminen unrentabel macht und damit Arbeitsplätze in Südafrika koste. Der Schatzkanzler muss sich nun vorwerfen lassen, die Hälfte des britischen Tafelsilbers viel zu billig verscherbelt zu haben.  Die Bank of England wäre heute vermutlich froh, mehr Gold in den Zentralbankreserven zu haben. Aber verkauft ist verkauft.

 

 

 

Goldsplitter zum Wochenende – Goldminen in Südafrika lohnen nicht mehr

Hier einige Goldsplitter/Goldkurznachrichten zum Wochenende:

Goldminen in Südafrika lohnen nicht mehr

Der CEO der Impala Platinum Gruppe, Nico Muller teilte zum Wochenende mit, dass sich der klassische Goldminen-Abbau im Tiefbau nicht mehr lohne. Es rechne sich schlichtweg nicht mehr, Gold oder Platin aus kilometertief unter der Erde gelegenen Schächten zu fördern, die Kosten sind zu hoch, die Erträge zu niedrig. Es stände im Unternehmen noch nicht einmal zur Diskussion, ob man auch zukünftig Goldminen mit Tiefen von 2km und mehr (wie in der Vergangenheit) neu anlege. Die Kosten unter Einhaltung von Sicherheits- und Umweltauflagen sind schlichtweg zu hoch.

Noch 1970 holte man in Südafrika mehr als 1000 Tonnen Gold im Jahr aus Goldminen. Auch der Chef von Harmony Gold, Peter Steenkamp glaubt, dass der Goldabbau in Südafrika dem Ende zugehe. In 10 Jahren würden nur noch 5 größere Goldvorkommen dort übrig bleiben. Der Goldabbau lohne sich nur noch im Tagebau von oben, die dafür infrage kommenden Abbaugebiete sind aber sehr rar.

Milliardär Eric Sprott weiter zuversichtlich für Gold

Der US-Milliardär Eric Sprott, der bereits im Jahr 2000, als Gold noch bei 260$/oz stand, einen dramatischen Goldpreis-Anstieg für die nächsten 10-20 Jahre vorausgesagt hat, ließ bei einem Kongress in Perth (Precious Metals Investment Symposium) seinem Ärger über aktuell zu niedrige Goldpreis-Prognosen freien Lauf. Er geht davon aus, dass der Goldpreis auch zukünftig weiter stark steigen werde, gleiches werde für Silber gelten. Insbesondere die starke Nachfrage für Silber und Gold aus China und Indien werden die Preise nach oben treiben. Indien habe dieses Jahr statt 15% des weltweit geförderten Silbers bereits 30% konsumiert, gleichzeitig sehe er einen großen Goldverbrauch in China. Daher empfiehlt der Milliardär auch weiterhin Gold zum Kauf. Mit seinen Investments ist Sprott zum Milliardär geworden, weswegen die Branche genau zuhört, wenn er seine Meinung kundtut. Jeden Tag würden weltweit 500 Millionen Silberunzen gehandelt, doch die gesamte Silberminen-Jahresproduktion würde nur 860 Millionen Unzen Silber betragen.

Indiens Goldimporte steigen

Die Edelmetallanalysten der Consultingfirma GFMS sehen die Goldimporte Indiens im vierten Quartal 2018 steigen und halten indische Goldimporte im Volumen von 250 Tonnen in Q4 , dies wäre rund 9% mehr als im Vorjahres-Q4 (229,6 Tonnen). Der Wert der indischen Rupie fällt dermaßen stark, dass viele Inder ihr Heil im Gold suchen, um Vermögensverluste zu vermeiden. Die indischen Goldkauf-Aktivitäten nehmen traditionell zu den Festivalzeiten der Diwali- und Dussehra-Feste zum Jahresende hin deutlich zu. Indien als zweitgrößte Goldkauf-Nation nach China könnte damit für steigende Goldpreise zum Jahresende hin sorgen.

US Mint vermeldet Rekordverkäufe

Nachdem die staatliche amerikanische Münzprägestätte US Mint vor wenigen Wochen bereits die Silber-Eagle-Verkäufe aussetzen musste, weil Händler das Lager leergekauft hatten, vermeldet die US Münzprägestätte für September nun Rekordverkäufe: Man verkaufte nicht nur 60.500 Gold-Eagles, was 41% mehr ist als im August, sondern freute sich über 2,9 Millionen verkaufte US Silbereagles alleine im September 2018. Dies ist der beste Monat seit Januar und rund 47% mehr als noch im August, wo man auch schon beachtliche 1,53 Millionen Silberunzen American Eagle verkaufen konnte.

Indische Goldeinsammel-Agentur kann nur wenige Tonnen Gold einsammeln

Der indische Staat hatte seine Bürger aufgerufen, ihr Gold dem Staat zu übergeben, damit dieser es beleihen oder zu Geld machen könne. Allerdings folgten die meisten Inder diesem Aufruf nicht, sondern betrachteten dies als noch größeren Anreiz, Gold zu kaufen, weil die Währung Rupie schwächelt.

Im Wesentlichen stellten nur einige Trusts, Händler und Juweliere etwas Gold zur Verfügung. Aktuell wurde eine Verauktionierung von 8 Tonnen Gold beendet, die die von der Zentralregierung beauftragte staatseigene Agentur MMTC verauktioniert hatte. Unter dem Begriff GOLD MONETISATION SCHEME (GMS) hatte man versucht, die Bevölkerung zum Goldverkauf zu überreden, damit das Geld, was man den bisherigen Goldbesitzern gibt, in den Wirtschaftskreislauf einfliesst. Der Plan hat allerdings nicht oder nur in bescheidenem Umfang funktioniert. Da bei den Goldauktionen der MMTC teilweise höhere Preise als im Handel erzielt worden waren, haben dies einige Händler zum Goldverkauf genutzt.