Goldpreis wird über 1400$ gehen – sagt ING Edelmetall Spezialist

Geht es nach dem ING Edelmetall-Spezialisten Oliver Nugent, ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann der Goldpreis die 1400$-Marke überschreitet. Nugent betont, dass die REAL-Zinsen auch dieses Jahr niedrig bleiben werden, inflationsbedingt. Das gelte auch dann, wenn die US-Notenbank dieses Jahr noch zweimal die Zinsen erhöhen würde, was sie angekündigt hat. Die Notenbank würde mit der Inflationsentwicklung zu kämpfen haben, was den Goldpreis nach oben treiben wird.

Goldpreis oszilliert um 1350$/oz

Der Goldpreis bewegt sich die letzten Tage rund um das Niveau von 1350$/oz, respektive 1090 €/oz, was der hohen Nachfrage nach Gold zu verdanken ist. In Indien ist aktuell das sogenannte Akshaya Tritiya – Festival, was vor allen Dingen von Hindus begangen wird und Glück im Frühling bringen soll. Traditionell wird dies auch mit Goldkäufen und Goldgeschenken begangen, was für einen Nachfrageschub in Indien sorgt.  Indische Medien berichten von 15% mehr Verkäufen: Economic Times Indien

Am heutigen Morgen notierte der Goldpreis in Euro bei 1088,69 €/oz, Silber notierte in London heute Vormittag bei 16,86 $/oz.

Chinesen fangen auch an, Gold-ETFs zu kaufen

In China fangen die Anleger auch an, Papiergold zu kaufen. Die Nachfrage nach physischem Gold in Form von Goldbarren ging zurück, dafür wurden tonnenweise Papiergold-Zertifikate gekauft. Alleine der Bosera Gold ETF hatte in China dieses Jahr Mittelzuflüsse im Volumen von über 550 Millionen US-Dollar, das ist der höchste Zufluss seit der Erstlistung in 2014.

Das weltweit mehr als 100x soviel Lieferansprüche auf Gold gehandelt werden, als überhaupt Gold existiert und es dadurch zu langen Gesichtern kommen könnte, wenn alle gleichzeitig ihren Lieferanspruch geltend machen würden, scheint auch chinesische Anleger nur begrenzt zu interessieren.

Gold-Charttechnik

Aufsetzend auf einer Unterstützunglinie bei 1301 $ stieg der Goldpreis dieses Jahr steil an, bis er bei 1355$ auf Widerstand stieß, was ihn wieder sinken ließ. Die Zwischenunterstützungslinie bei 1325$ sorgte wieder für einen Goldpreisanstieg. Mittlerweile hat sich der Preis für die Feinunze Gold oberhalb von 1341$ etabliert. Bleibt der Goldpreis über der Linie von 1325$, was aktuell so aussieht, wird es über kurz oder lang wieder zum Angriff auf die 1355$-Linie kommen, um nach deren Überschreiten Richtung 1366$ zu steigen. Hier dürften erst einmal wieder Verkäufe einsetzen. Dann allerdings ist bei nachhaltigem Überschreiten die Richtung klar: Zunächst auf 1385$ und dann auch Richtung 1415$. Dies aus charttechnischer Sicht. Bei einem unwahrscheinlichen Abrutschen unter 1325$ wäre eine Korrektur bis 1301$ denkbar, um dann wieder die Fahrt nach oben aufzunehmen.

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Q1: Chinesen kaufen 8% mehr Goldmünzen, aber weniger Goldbarren

Der chinesische Goldverband (China Gold Association) hat die Absatzzahlen in Sachen Gold im ersten Quartal 2018 veröffentlicht. Demzufolge gab es in China im ersten Quartal 8% mehr Verkäufe von Goldmünzen. Das Gesamtvolumen betrug 2,7 Tonnen.

Weniger Lust auf Goldbarren

Die Chinesen haben zwar mehr Goldmünzen gekauft, aber sich bei Goldbarren zurückgehalten. Der Goldbarrenabsatz ging um 27,58% auf 73,28 Tonnen zurück. Da in China traditionell mehr Goldbarren als Goldmünzen verkauft werden, führt dies dazu, dass der gesamte Goldverbrauch im ersten Quartal in China um 5,44% auf 284,97 Tonnen gefallen ist.

Industrieller Verbrauch stieg ebenfalls

Auch der industrielle Verbrauch (z.B. Elektronik) von Gold stieg um 6,58% auf 28,49 Tonnen im ersten Quartal.

Goldschmuck gefragter als zuvor

Wesentlich hat sich auch die Nachfrage nach Goldschmuck verändert. Die Nachfrage stieg um 5,6% im Jahresvergleich auf 180,5 Tonnen.

Weniger Gold aus Goldminen

In Chinas Goldminen wurde im ersten Quartal weniger Gold als zuvor gefördert, die Förderung ging um 2,95% auf 98,22 Tonnen zurück, was die Abwärtstendenz bei der Goldförderung aus dem Vorjahr fortsetzt. Bereits im letzten Jahr (2017) war die Gesamt-Goldförderung in China um 6% auf 426 Tonnen gefallen. China ist damit aber immer noch weltweit größte Goldfördernation und das im elften Jahr in Folge.

China erhöht Umweltanforderungen an Goldförderung

Zukünftig wird man in China mit steigenden Kosten bei der Goldförderung rechnen müssen. China will den Weg fortsetzen, den man bereits in 2016 eingeschlagen hat: Immer strengere Anforderungen an die Goldminenunternehmen zu stellen, was Umweltschutz und Ökologie betrifft. Das führt zu Kostensteigerungen und Minenschliessungen, da einige Minen dann unrentabel werden. Insgesamt dürfte die Goldförderung in China auch in 2018 zurückgehen.

 

 

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China kauft mehr Gold von Russland

China besinnt sich auf seine alten Freunde und kauft aktuell mehr Gold von Russland als im Jahr zuvor. Das in Russland geförderte Gold verbleibt zum größten Teil in den Bilanzen der Bank of Russia, aber ein Teil wird auch über die russische Sberbank (und deren Schweizer Dependance) nach Indien und China verkauft.

3x soviel Gold in 2018 wie in 2017 nach China verkauft

Die Sberbank habe, so verlautete am Börsenplatz Zürich, in 2018 bereits 14 Tonnen Gold nach China verkauft, dies ist fast dreimal so viel wie im Gesamtjahr 2017 (5 Tonnen). Die Sberbank ist zudem auch im Goldhandel mit Indien aktiv tätig.

Bank of Russia will Goldhandel in Moskau erhöhen

Die Bank of Russia und die Sberbank wollen beide den Goldhandel an der Moskauer Börse ausbauen, bisher handelt die Zentralbank dort nur überschaubare Mengen, was ausgebaut werden soll.

 

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EZB lässt Zinsen unverändert – keine Erhöhung der Anleihenkäufe

Die Europäische Zentralbank hat am Donnerstag darauf verzichtet, die Anleihenkäufe am Markt weiter auszudehnen. In der Vergangenheit hat sie gebetsmühlenartig wiederholt, dass sie dies tun könnte.  Nichts dergleichen wurde gestern verkündet. Es gilt das bisherige Anleihekaufprogramm im Volumen von 30 Milliarden Euro im Monat, welches im September 2018 auslaufen soll.

EZB lässt Leitzins bei NULL Prozent

Die EZB belässt auch den Leitzins bei Null Prozent und nimmt keine Zinserhöhung vor. Banken, die bei der EZB Gelder unterhalten, müssen dafür sogar nach wie vor 0,4% p.a. Strafzinsen zahlen (Negativzinsen), was einige Banken ja bereits veranlasst hat, auch Negativzinsen an Kunden zu berechnen, wenn diese höhere Geldbeträge auf Konten unterhalten.

Euro fällt nach Ankündigung der EZB

Nach der Ankündigung der EZB, die Zinsen niedrig zu lassen und das Anleihekaufprogramm nicht auszudehnen, fiel der Euro gegenüber dem US-Dollar. Am Donnerstagnachmittag wurde Euro mit 1,2336 Dollar gehandelt. Am Freitag Vormittag notierte der Euro bei 1,2301 Dollar.

Goldpreis nahezu unbeeindruckt

Der Goldpreis in Euro blieb nahezu unbeeindruckt von der EZB-Meldung. Gold notiert am Freitag Morgen in Europa bei 1073 Euro/oz, der Goldkurs in USD lag bei 1320 $/oz.

Chinas Wachstum dürfte Goldpreis treiben

China als weltweit größte Goldnachfragenation dürfte auch zukünftig den Goldpreis nach oben treiben. Wie die chinesische Statistikbehörde jüngst für 2017 auswies, gab es in China ein Wirtschaftswachstum von 6,9% (in Yuan), was viele Chinesen in Wohlstandsregionen treibt. Das Analyseunternehmen Metals Focus will in Chinas Goldverkaufsgeschäften im Januar und Februar ein Wachstum bei der Investment-Goldbarren-Nachfrage festgestellt haben. Vor allen Dingen junge Leute würden zunehmend Gold als Geldanlage kaufen.

Während die Goldförderung in China fällt (minus 9% in 2017) steigt die Goldnachfrage. Die hohe Verschuldung Chinas macht der jüngeren Generation Sorge und treibt sie ins Gold. Man darf gespannt, welche Wirkung dies noch auf den Goldpreis hat.

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Goldnachfrage scheint auch 2018 in China groß zu sein

China hat im Jahr 2017 alleine schon Gold in Form von Goldschmuck im Gewicht von 646 Tonnen nachgefragt, was 3% mehr als im Jahr zuvor war. Auch die Goldbarren- und Goldmünzenkäufer in China kaufen massiv Gold: Alleine in 2017 waren es 306 Tonnen, was einem Plus zum Vorjahr von 8% entspricht.

China hat Indien um Längen überholt

Der Wohlstand in China hat dazu geführt, dass auch die Goldnachfrage Chinas weit größer als die in Indien ist, die lange Zeit als weltweit führend galt. In 2017 wurden aber in Indien nur 162 Tonnen Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen nachgefragt, annähernd halb so viel wie in China.

Chinas Goldhändler sind zuversichtlich – +6%

Befragt man die Goldhändler in China, so hört man allenorten, dass die Nachfrage dieses Jahr mindestens so groß sei wie letztes Jahr, wenn nicht mehr. Genaue Zahlen werden noch nicht nach außen gegeben, aber der Nachfragezug aus China scheint weiter zu fahren.  Die Zuversicht nehmen die Goldhändler auch daraus, dass Anlagealternativen in China fehlen: Die Regierung habe in zahlreichen chinesischen Städten den Immobilienkauf mittlerweile streng reglementiert, bzw. sogar eingeschränkt und der chinesische Aktienmarkt ist für viele Investoren mangels Kursanstiegen nicht so interessant, also wird Gold gekauft. Das Beratungsunternehmen Metals Focus erwartet in 2018 eine Steigerung der Goldnachfrage in China um 6%.

Ungarn holt auch Gold zurück

Ähnlich wie Österreich und Deutschland holt nun auch Ungarn Gold aus Staatsbeständen, welches im Ausland gelagert ist, ins Inland zurück. Ungarns Bestände sind allerdings deutlich übersichtlicher als die deutschen Goldreserven. Ungarn hat zunächst angekündigt, rund 3000 Kilogramm Gold aus Londoner Tresoren ins Land zurück zu holen. Zu Beginn der 70er Jahre hatte Ungarn noch Goldreserven im Volumen von 65-70 Tonnen, – Ende der 80er hatte man beschlossen, das Gold größtenteils zu verkaufen. Nunmehr hat man noch rund 3 Tonnen Gold in Londoner Tresoren und die holt man zurück.

Russland fördert etwas mehr Gold

Russlands Goldminen haben im letzten Jahr rund 271 Tonnen Gold gefördert. Insgesamt habe man Gold im Volumen von 317,7 Tonnen produziert, was aber das Gold-Recycling und die Goldgewinnung als Nebenprodukt aus anderen Minen mit einschließt, gab die Goldminenvereinigung bekannt. Stimmen die Zahlen, wären 271 Tonnen 7% mehr als ein Jahr zuvor. Dieses Jahr rechne man mit 285 Tonnen, was einem Plus von 5% entsprechen würde. Ein Großteil des in Russland geförderten Goldes wandert traditionell in die Staatsbestände der Bank of Russia. Der in den USA betriebene Dienst U.S. Geological Survey sieht die Goldförderung in Russland in 2017 eher niedriger bei nur 255 Tonnen Gold. Die Wahrheit liegt vermutlich zwischen diesen Zahlen.

Maplegram 2018 frisch eingetroffen

Aus Kanada kamen neben einigen Sammlermünzen auch wieder frische Maplegram – Sets 2018, die 25 einzelne 1-Gramm-Goldmünzen beinhalten. Das Gros der Goldmünzen-Nachfrage bezog sich heute auf Maple Leaf Gold und Gold-Kängurus.

Bei Sammlern und Investoren begehrt: Maplegram mit 25 einzelnen 1-Gramm-Goldmünzen

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Wie sich die Goldnachfrage die letzten 30 Jahre entwickelt hat …

Gold wird seit Jahrtausenden von Menschen gekauft, geschätzt und gehortet. Doch wie hat sich die Goldnachfrage die letzten 30 Jahre entwickelt und was bedeutet das für den Goldpreis? Welche Entwicklung der Nachfrage in der Zukunft ist wahrscheinlich?

Goldnachfrage in China um 2.500% gewachsen

Wesentlich für die Entwicklung in den letzten 30 Jahren ist die gewaltig gestiegene Goldnachfrage in China und Indien. Während im Jahr 1987 aus China Gold im Volumen von 35 Tonnen nachgefragt wurde, waren es 2016 bereits 915 Tonnen! Ein Vielfaches. Ähnlich verhält es sich in Indien: Dort wurden 1986 bereits erstaunliche 165 Tonnen Gold nachgefragt, was sich bis 2016 auf 666 Tonnen vervielfachte.

Goldnachfrage-Verschiebungen auf der Welt

Die nachfolgende Grafik des World Gold Councils macht die Veränderungen der Welt-Goldnachfrage in den letzten 30 Jahren deutlich:

Goldnachfrage weltweit von 1987 bis 2016 (Quelle: WGC)

Warum ist das für die Goldpreisentwicklung wesentlich?

Während in den Köpfen vieler Deutscher bis vor wenigen Jahren China noch als Entwicklungsland existierte und man sich den typischen Chinesen als Reisbauer mit Strohhut und nackten Füßen im Reisfeld vorstellte, rutschen  in China und Indien jedes Jahr mehr als 100 Millionen Menschen in Wohlstandsregionen und verdienen vergleichbare Gehälter wie in westlichen Ländern, haben I-Phones, Flachbildschirme und verreisen in die ganze Welt. Wer in Neuschwanstein, Titisee oder Heidelberg einmal die Touristenströme analysiert, wird dies bestätigen können. Wesentlich aber ist, dass in diesen Ländern eine starke Affinität zum Gold kaufen zu Geldanlagezwecken besteht: In Indien mehr als Goldschmuck, in China als Goldbarren, Goldmünze oder Goldmedaille. Bei steigender Bevölkerungsanzahl und starkem Zuwachs des Bevölkerungsanteils, der so verdient, dass er sich ein Leben nach westlichem Standard leisten kann, wird auch die Goldnachfrage aus Asien stetig steigen. Dies dürfte sich in einem steigendem Goldpreis wiederspiegeln. Es gilt heute schon als unwahrscheinlich, dass die Goldnachfrage in anderen Ländern überhaupt nur theoretisch so stark zurückgehen könnte, wie sie in Asien steigt.

Wohl können kurzfristige Goldverkäufe, vor allen Dingen institutioneller Anleger den Goldpreis kurzfristig drücken, – langfristig dürfte sich aber der Nachfrageüberhang aus Asien Goldpreis-erhöhend auswirken. So die einhellige Meinung fast aller Gold-Analysten.

Wichtig: junge Leute kaufen Gold

In Asien kaufen vor allen Dingen auch junge Leute Gold. Sie mißtrauen dem Bankensystem und wollen bleibende Werte zum Anfassen. Keine Versprechen des Staates oder einer Bank. Während der Neujahresfestlichkeiten in Asien waren Goldgeschäfte in Asien teilweise ausverkauft, so groß war die Nachfrage nach Gold. Siehe z.B. auch Bericht in einer asiatischen Zeitung: Gold ausverkauft

Goldnachfrage in Deutschland: Goldbarren und Goldmünzen

Der typische Geldanleger in Deutschland, der in Gold investiert, tut dies – wenn er sich nicht von Banken zu Papiergoldinvestments hinreißen lässt – durch den Kauf von Goldmünzen oder Goldbarren. Die Hauptnachfrage bei den Anlagegoldmünzen entfällt dabei auf die folgenden vier Goldmünzentypen:

Bei den Goldbarren werden neben 1 Gramm Goldbarren vor allen Dingen die 100g Goldbarren und die 1oz Goldbarren nachgefragt.

Meistverkaufte Goldmünze: Krügerrand 1oz Gold aus Südafrika
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Russland hat wieder Gold gekauft – jetzt mehr Gold als China im Bestand

Ob Putin eine Flasche Krim-Sekt geöffnet hat, ist nicht bekannt, aber Russland hat mit seinen im Januar erfolgten Goldkäufen mittlerweile China vom Platz 5 der weltweit grössten Goldbestandshalter verdrängt. Russland steht jetzt auf Platz 5 der größten Gold-Zentralbankbestände und China ist auf Platz 6 abgerutscht.

Wer hat die meisten Goldbarren?

Die Hitliste der größten Goldbestandshalter wird nach wie vor von den USA und Deutschland angeführt:

  1. USA mit 8.133,5 Tonnen Gold
  2. Deutschland mit 3.373,6 Tonnen Gold
  3. Italien mit 2.451,8 Tonnen Gold
  4. Frankreich mit 2.436,0 Tonnen Gold
  5. Russland mit 1.857,0 Tonnen Gold
  6. China mit 1.838,80 Tonnen Gold
  7. Schweiz mit 1.040,0 Tonnen Gold
  8. Japan mit 765,2 Tonnen Gold
  9. Niederlande mit 612,5 Tonnen Gold
  10. Türkei mit 564,8 Tonnen Gold

Einschränkungen zur Gold-Hitliste

  • Skeptiker äußern Zweifel, ob vor allen Dingen die US-Goldbestände überhaupt noch da sind. Diese sind seit Jahrzehnten nicht mehr voll aufgenommen worden, neutrale Kontrollen werden nicht zugelassen
  • Marktteilnehmer bezweifeln, ob Chinas Zahlen stimmen, möglicherweise hat der Staat heimlich größere Goldbestände aufgebaut und publiziert dies nicht, um noch weiter kaufen zu können, – ohne Kurse anzutreiben

Russland kaufte 19,7 Tonnen Gold im Januar

Russland hat seine Goldreserven im Januar um 19,7 Tonnen erhöht. China hingegen hat seit Oktober 2016 angeblich kein Gramm Gold den eigenen Staatsreserven hinzugefügt, was Marktteilnehmer bezweifeln. Da die Bank of Russia im Wesentlichen das Gold aus eigener heimischer Förderung kauft und den Staatsreserven zuführt, könnte es ein langer Weg für Russland werden, auch Frankreich, Italien oder gar Deutschland beim Besitz von Gold zu überrunden.

Gold gibt eigener Währung Stabilität und Unabhängigkeit

China hat es in der Vergangenheit offiziell erklärt: Man möchte Chinas Währung zu einer Weltwährung machen und sich von der Weltherrschaft des US-Dollars unabhängig machen, daher hat man auch große Mengen Gold gekauft, um die Glaubwürdigkeit der eigenen Währung zu erhöhen. Aus diplomatischen Kreisen in China ist zu hören, dass China sich entschlossen habe, den Goldbestand des Landes nur noch im Abstand von mehreren Jahren der Öffentlichkeit Preis zu geben, was die Nichtveröffentlichung von Zukäufen in den letzten 15 Monaten erklären würde.

 

 

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Morgen gibt es die roten Umschläge in China – Neujahrsfest und Goldkäufe

In China wird das Neujahrsfest nicht am 1.Januar gefeiert, sondern die Chinesen richten sich nach dem Mondkalender, demzufolge das Neujahrsfest an dem Tag liegt, den wir als den 16.Februar bezeichnen. Damit fängt in China das Jahr des Hundes an. Heute (15.Februar 2018) ist damit in China der letzte Tag des alten Jahres. Doch warum ist dies so bedeutend?

Haupt-Geschenkesaison in China

Mit dem Neujahrstag beginnt in China die Haupt-Geschenkesaison. Häufig wird Geld in roten Umschlägen verschenkt, selbst in Smartphone-Apps haben virtuelle rote Umschläge mit virtuellem Geld Hochkonjunktur, Millionen von Umschlägen wechseln per We-Chat den Besitzer, dem chinesische Pendant zu Whatsapp, was in China verboten wurde.

1/5 der Weltbevölkerung feiert das Neujahr

Ca. ein Fünftel der Weltbevölkerung feiert das – zumeist mit Geschenken, nicht nur in China, sondern auch in Indonesien, Philippinen, Vietnam, Korea, Brunei , Singapur oder Malaysia. Das chinesische Neujahrsfest ist das wichtigste traditionelle Fest und Feiertag in China, welches auch als Frühlingsfest bekannt ist. Es endet mit dem Laternenfest am 15.Tag. Die Chinesen haben zum Frühlingsfest nahezu einheitlich 7 Tage frei und geben in dieser Zeit das Geld, welches sie geschenkt bekommen, aus. Viele Chinesen kaufen davon Gold.

Haupt-Goldkauf-Saison in China

Das häufig in roten Umschlägen geschenkte Geld zu diesem Fest (von Verwandten, aber auch von Arbeitgebern) geben viele Chinesen für Reisen aus, mehr als 200 Millionen Chinesen verreisen in dieser Zeit, – aber eben auch für Goldkäufe.  Gold gilt in China traditionell als gute Geldanlage. Die Chinesen kaufen Goldmünzen, Goldmedaillen und Goldbarren, häufig auch mit Motiven zum neuen Jahr, aktuell dem Jahr des Hundes. Die Goldkäufe rund um das Frühlingsfest machen einen Großteil der chinesischen Goldnachfrage im Gesamtjahr aus.

Golden Week in China

Während des Frühlingsfest ist in China die GOLDEN WEEK, die von starker physischer Goldnachfrage geprägt ist, häufig steigt in der Zeit auch der Goldpreis. In 9 der letzten 10 Jahre ist der Goldpreis in der Golden Week gestiegen, häufig um 1 bis 3%. Insoweit ist statistisch gesehen ein Kauf vor den Neujahrsfest in China nicht unklug – und das, obwohl der Börsenhandel in China in dieser Zeit zumeist wegen der Feiertage ausgesetzt wird.

Das Jahr des Hundes beginnt in China am 16.2.2018 unserer Zeitrechnung.

Goldpreis vor Neujahr in China auf 1084 Euro/oz

Am letzten Tag des alten Jahres in China, – nach europäischer Zeitrechnung am 15.Februar 2018 – ist am Vormittag der Goldpreis in Euro im europäischen Handel bei rund 1084 Euro/Unze, was einem Goldkurs in Dollar von 1354 $/oz entspricht. Wer einen Krügerrand kaufen wollte, musste an diesem Vormittag mit Preisen kurz über 1100 Euro rechnen. Die Goldmünze aus Südafrika gehörte am Vormittag zu den meistbestellten Goldmünzen unter den Bullionmünzen.

Bei den Sammlermünzen machten viele Kunden Gebrauch von der Bestellung der Helmut-Schmidt-2-Euro-Münzen, die in einer Sonderaktion zum Nennwert (2 Euro für 2 Euro) abgegeben wurden.

Bei Münzsammlern beliebt: 2 Euro Helmut Schmidt

Goldchart in der Kurzanalyse

Schaut man sich den Goldpreis-Chart an, so stellt man fest, dass nach einem Rücksetzer an die 1301$-Marke die Goldkäufer erfolgreich die Oberseite einer Flaggenformation tangierten und dabei gestern bereits die 1345$-Marke durchbrachen. Sollte es dem Goldpreis gelingen, auch die Marke bei 1355$/oz nachhaltig zu durchbrechen, ist aus charttechnischer Sicht eine Preisralley bis 1385$ im ersten Schritt möglich.

Wird 1355$/oz nachhaltig gehalten, ist der Weg nach oben weiter frei im Goldchart

 

 

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China braucht immer mehr Silber für Solarzellen – Silberimporte +28%

Geht man nach den offiziellen Importstatistiken Chinas, so hat China im letzten Jahr (2017) 28% mehr Silber importiert als im Jahr zuvor. Knapp 4.300 Tonnen Silber (!) wurden im Jahr 2017 über offizielle Wege nach China verbracht, das markiert ein 7-Jahres-Hoch.

50% mehr Solarzellen mit Silber in China

Zurückgeführt wird dies in einer Commerzbank-Analyse auf den vermehrten Einsatz von Solarzellen mit Silber in China. In 2017 wurden 50% mehr Solar-Panels  in China installiert als in 2016, – ein Hauptgrund für die gestiegene Silber-Nachfrage.

Silberbedarf für Solarindustrie immer größer

Während noch vor 10 Jahren der Verbrauch von Silber für den Solarzellen-Bau nur rund 1% ausmachte, ist man aktuell schon bei rund 7%. Weltweit versucht man zwar, Silber durch andere Materialien in Solarzellen zu ersetzen, z.B. durch Kupfer, aber bisher hat man kein Material gefunden, was die gleichen positiven Eigenschaften wie Silber aufweist: optimale Lichtreflektion, verbunden mit sehr guter Leitfähigkeit für elektrischen Strom. Der Silberanteil in Solar-Anlagen macht häufig 15 bis 25% der Kosten einer Solaranlage aus, weswegen man in der Solarindustrie bereits seit Jahren versucht, den Silberanteil zu reduzieren, z.B. durch dünnere Schichten. Wo früher 0,5 Gramm Silber in einer kleinen Solarzelle verarbeitet waren, sind es heute 0,1 Gramm. Es technisch noch weiter zu reduzieren, gilt als schwierig. Trotz gesunkenem Silbereinsatz pro Solarzelle, ist der Verbrauch insgesamt für die Solarindustrie jedoch gestiegen, weil immer mehr Solarzellen benötigt werden.

25% der Silbernachfrage in 2026 für Solarzellen

Einige Anlalysten gehen davon aus, dass in 2026 rund 25% der weltweiten Silbernachfrage aus der Solarindustrie kommen werde.

Silberpreis am Montag

Der Silberpreis am frühen Montagmorgen notiert bei 13,98 Euro/oz, respektive 17,36$/oz. Die meist nachgefragteste Silberunze am Wochenende war das Silber-Känguru der Perth Mint, gefolgt vom Silber-Maple Leaf aus Kanada.

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Chinesen kaufen wie wild Gold

China als Goldnachfragenation Nr. 1 der Welt wurde auch gestern wieder seinem Ruf gerecht: Alleine in Shanghai an der Goldbörse (Shanghai Gold Exchange) wurden am Dienstag über 39.000 Goldbarren der Gewichtsklasse 1 kg verkauft. 1kg Goldbarren werden in China häufig von Großanlegern bevorzugt. Damit wurde alleine in Shanghai gestern Gold im Wert von über 1,3 Milliarden Euro gekauft.

In USA verkauft man Papiergold

Die in den USA dagegen am gleichen Tag verkauften 7.000 Kilogramm Papiergold in Form von Gold-ETF-Anteilen am SPDR-Fonds wirken dagegen gleich verschwindend gering.

Goldman Sachs avisiert schwächeren Goldpreis

Das Bankhaus Goldman Sachs verkündete gestern, dass es für 2018 einen eher schwächeren Goldpreis sehe, der bis Mitte des Jahres 2018 auch auf 1200$ sinken könne. Die niederländische ABN-Amro sieht den Goldpreis in 2018 in einem Kanal zwischen 1200 und 1250$, weil die FED die Zinsen in 2018 zweimal erhöhen werde.

Kanadische BMO sieht Goldpreis bei 1280$

Die kanadische Investmentbank BMO veröffentlichte gestern ihre Prognose eines Goldpreises, der sich in 2018 bei durchschnittlich 1280$ bewegen werde. Für Silber sieht sie deutlicheres Aufholpotential. Das Verhältnis Silber zu Gold von 1:79 werde sich voraussichtlich durch einen höheren Silberpreis auf 1:72 ändern, weil die industrielle Nachfrage, vor allen Dingen aus der Photovoltaik-Industrie zunehmen werde, so BMO.

Goldpreis am Morgen bei 1068€/oz

Am frühen Mittwochmorgen bewegte sich der Goldpreis im europäischen Handel um 1068 Euro/oz, der Silberpreis bei 13,66€/oz.

Umgerechnet in US$ lag der Goldpreis in Dollar bei 1264$/oz, der Silberpreis bei 16,17$/oz.

Deutschland viertgrößte Goldnation

Gemäß World Gold Council (WGC) ist Deutschland mittlerweile die viertgrößte Goldnachfragernation weltweit. Vor 20 Jahren lag Deutschland noch auf Platz 20.

Neben den zahlreichen Käufern, die Gold anonym gegen Bargeld kaufen, legten auch gestern die Online-Orders wieder kräftig zu. Vor allen Dingen die australischen Känguru Goldmünzen und der kanadische Maple Leaf in Gold erfreuten sich großer Nachfrage.

10.000 Euro Bargeldgrenze soll angegriffen werden

In der EU laufen aktuell Bemühungen, auch Barbestände sowie Goldbesitz unter 10.000 Euro konfiszieren zu können, weil Terroristen häufig Terroraktionen mit Beträgen unterhalb von 10.000 Euro finanzieren würden. Deshalb sei es erforderlich, auch Beträge unterhalb der bisherigen Geldwäschegrenze zu kontrollieren und notfalls konfiszieren zu können, so Mady Delvaux, Mitglied des europäischen Parlaments (Luxemburg, Sozialdemokraten). Bei Grenzübertritten aus oder in die EU ist es bisher nur auf Nachfrage erforderlich, Beträge über 10.000 Euro anzugeben. Die Grenze von 10.000 soll im Gesetz stehen bleiben, aber die Beamten an der Grenze sollen zukünftig auch bei Beträgen darunter bei Verdacht Wertgegenstände konfiszieren, Verdachtsmeldungen schreiben und nach der Mittelherkunft und -verwendung fragen. Bisher war dies ab 10.000 Euro und für Barmittel und Vergleichbares geregelt.

Die aktuellen Bemühungen der EU wollen dies ausdehnen und z.B. auch getragenen Schmuck, der höherwertiger ist, dazu zählen. Ob jetzt zukünftig die Träger teurer Uhren an der Grenze immer vorher rechts rausfahren müssen, um das Mitführen eines höherwertigen Zeitmessers anzuzeigen, ist nicht bekannt.

 

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