Chinas Goldreserven steigen den 6.Monat in Folge

Auch im Mai 2019 sind Chinas Goldreserven gestiegen, wie die Peoples Bank of China am gestrigen Pfingstmontag verkündete. Damit hat die Volksrepublik im sechsten Monat in Folge die staatlichen Goldreserven deutlich erhöht.

510.000 Unzen Feingold gekauft

Die Peoples Bank of China hat alleine im Monat Mai 2019 510.000 Unzen Feingold den staatlichen Reserven hinzu gefügt, die sich nunmehr auf 61,61 Millionen Unzen Gold belaufen. In US-Dollar wären dies 79,83 Milliarden Dollar per Ende Mai – verglichen mit 78,35 Milliarden US$ Ende April.

China größter Goldproduzent

Wieviel von den 510.000 Unzen Gold aus eigener Förderung stammt und wieviel am Weltmarkt zugekauft worden ist, wurde nicht bekannt. China gilt weltweit als größtes Goldförderland und hat seit Jahren Südafrika und andere Länder überrundet.

Kleiner Teil der Reserven in Gold

Chinas gesamte Währungsreserven (incl. Gold) wiesen Ende Mai einen Wert von 3,1 Billionen US-Dollar auf.

Chinesen kaufen Gold wie wild

Während US-Präsident Trump mit China einen Handelskrieg um Einfuhrzölle führt, kaufen chinesische Anleger Gold wie schon lange nicht mehr.

Auch Zentralbank Chinas kauft Gold

Auch die Notenbank Chinas, die Peoples Bank of China hat ihre Goldkäufe für den Staatsbestand wieder aufgenommen, nachdem man 2 Jahre kein Gold gekauft hatte.In TV-Spots wird auch der Bevölkerung staatlicherseits der Golderwerb empfohlen.

Goldbörse in Shanghai mit starker Nachfrage

An der Shangai Gold Exchange (SGE) wurden alleine im April 152 Tonnen Gold bewegt, die ausgeliefert wurden. Alleine von Januar bis April 2019 wurden 688 Tonnen Gold über die Shanghaier Goldbörse ausgeliefert. Seit 2013 ist damit die Goldnachfrage an der SGE auf einem hohen Niveau von mindestens 687 Tonnen Gold (für die ersten 4 Monate). Rechnet man die bisherige Menge dieses Jahr auf das Gesamtjahr 2019 hoch, würden 2064 Tonnen Gold alleine über Shanghai in China ausgeliefert, was noch knapp mehr als im Vorjahr (2055 Tonnen Gold) wäre und auch die 2017er-Nachfrage (2030 Tonnen) übersteigt.

Goldhunger der Chinesen geht über eigenes Gold hinaus

Längst geht der Goldhunger der Chinesen über das im eigenen Land geschürfte Gold hinaus. In allen Goldminen Chinas wurden im letzten Jahr (2018) nur rund 401 Tonnen Gold gefördert, was China zwar zum weltweit größten Goldproduzenten (Goldförderer) macht, aber eben die eigene nationale Nachfrage nicht decken kann, weswegen China Gold im Ausland zukaufen muss. Diese Nachfrage nach Gold aus China an den internationalen Märkten wird auch zukünftig den Goldpreis wesentlich bestimmen. Da immer mehr Chinesen in Wohlstandsschichten gelangen, rechnen Edelmetallhändler alleine schon aufgrund der chinesischen Nachfrage mit steigenden Goldpreisen in der Zukuft.

Goldkäufe Chinas im Ausland 2018

Wertet man die internationalen Handelsstatistiken aus, so hat China alleine im Jahr 2018 aus folgenden Ländern große Mengen Gold bezogen (Mindestangaben):

  • Schweiz: 650 Tonnen
  • Australien: 250 Tonnen
  • Südafrika: 200 Tonnen
  • Kanada: 100 Tonnen

Darüber hinaus fast 100 Tonnen von den USA und größere Goldmengen aus Singapore und Hong Kong.

Wirtschaftswachstum in China über 6%

Angesichts eines immer noch starken Wirtschaftswachstums in China ist auch zukünftig von ökonomisch potenten Käuferschichten in China auszugehen, die auch weiterhin den Goldpreis auf Trab halten sollten. Hier das Wirtschaftswachstum in China die letzten Jahre (Wachstum reales Bruttoinlandsprodukt BIP ggü. Vorjahr):

  • 2015: 6,9%
  • 2016: 6,73%
  • 2017: 6,76%
  • 2018: 6,57%

Das sind zwar keine exorbitant hohen Wachstumszahlen wie 2010, als Chinas Wirtschaft um über 10% im Jahr wuchs, aber von 6% Wirtschaftswachstum dürften westliche Länder träumen.

Physisches Gold in China beliebt

Während in anderen Ländern der Welt teilweise ‚Papiergold‘ sehr beliebt ist, werden an der Goldbörse in Shanghai anfassbare und auslieferbare 1kg-Goldbarren gehandelt. In den chinesischen Goldhandelsgeschäften wird Goldschmuck, Goldmünzen, Goldbarren und Goldmedaillen gleichermaßen stark nachgefragt.

Goldpreis steigt – nachdem Trump Zölle für Mexiko verkündete

Der Goldpreis zieht aktuell kräftig an, am Montag Morgen liegen die Notierungen im europäischen Handel bei 1176 Euro pro Feinunze Gold, respektive bei 1314 $/oz. Damit wurden wichtige Hürden wie z.B. die 1300$-Linie überschritten.

US Zoll-Streit mit China und Mexiko wohl ausschlaggebend

Unter Edelmetallhändlern werden die Zölle, die US Präsident Trump verhängte und deren internationale Auswirkungen als Ursache genannt. Zuletzt stand der Goldpreis am 27.März mit 1312$/oz ähnlich hoch, was aktuell sogar überschritten wird. Weltweit fliehen Anleger offensichtlich in den sicheren Hafen Gold. US Präsident Trump hatte Ende letzter Woche einen Sonderzoll auf alle Waren aus Mexiko in Höhe von 5% angekündigt. Die Ankündigung zeigte, dass niemand vor Trumps Sonderzöllen sicher sein kann. Trump kündigte überdies an, die Zölle jeden Monat um weitere 5% zu erhöhen, bis diese auf 35% kommen, – wenn Mexiko nicht den Zustrom von Migranten über die mexikanische Grenze zu den USA stoppe.

China droht mit Export-Stop von seltenen Erden

Zuvor hatte China den USA gedroht, den Export von seltenen Erden in die USA zu stoppen. Seltene Erden sind z.B. existenzieller Bestandteil aller modernen Smartphones und Tablets. Aus China kommen nach Expertenschätzungen mindestens 80% des weltweiten Bedarfs, – damit hat das Land eine Art Monopolstellung.

SPDR Gold Trust auch mit Zuflüssen

Auch Papiergold-Anlagen finden Zufluss, so legte am Freitag letzter Woche bereits der SPDR Gold Trust um 0,32% auf 743,21 Tonnen zu.

Andrea Nahles Rücktritt sorgt für zusätzliche Unsicherheit am deutschen Markt

Auch im deutschen Edelmetallmarkt traten bereits am Wochenende deutlich gestiegene Ordereingänge im Onlinehandel auf, nachdem bekannt wurde, dass die SPD-Chefin Andrea Nahles sowohl den Partei- wie auch Fraktionsvorsitz niederlegen werde. Dies führt zu Spekulationen, ob die deutsche Bundesregierung, zusammengesetzt aus der Koalition zwischen SPD und CDU überhaupt weiter Bestand hat. Nach den Erfahrungen aus Österreich scheinen Anleger Skepsis zu haben und flüchten in den sicheren Hafen Gold. Besonders gefragt waren Goldbarren und die klassischen Anlagemünzen wie der Krügerrand.

China kauft im 5.Monat in Folge wieder Gold

Und China hat es wieder getan: Auch im April und damit im fünften Monat in Folge hat China den staatlichen Goldbestand erhöht: Die Bestände der Peoples Bank of China erhöhten sich im April 2019 um satte 480.000 Unzen Feingold und stehen damit aktuell bei 61,1 Millionen Unzen.

Gold im Wert von 78 Milliarden Dollar

China besitzt damit Gold im Wert von 78,35 Milliarden US Dollar zu Ende April 2019. Ende März war es noch etwas mehr, weil der Goldpreis pro Unze noch etwas höher war (78,53 Milliarden USD).

Deutschland und USA immer noch ganz vorne beim Gold

Wenn das Gold denn tatsächlich noch da ist, was in den Büchern stehen, führen immer noch Deutschland und die USA die Hitliste der größten staatlichen Goldbesitzer an, wobei die USA angeben, über 8000 Tonnen Gold zu besitzen und Deutschland rund 3370 Tonnen Gold im Staatsbesitz ausweist. Insbesondere beim US-Gold werden allerdings immer wieder Zweifel laut, ob dies denn auch tatsächlich noch alles vorhanden ist, da eine unabhängige Vollinventur seit Jahrzehnten nicht mehr stattgefunden hat.

Weltbank sieht höhere Goldpreise in 2019

Die Weltbank äußerte sich zur vermutlichen Entwicklung des Goldpreises in 2019: Die Experten der Bank erwarten in 2019 einen ansteigenden Goldpreis, weil eine starke Nachfrage nach Gold vorliege und aus ausgedehnte Pause hinsichtlich Zinserhöhungen durch die US Notenbank FED zu erwarten sei. Auch das Bankhaus Goldman Sachs betonte, dass man nach wie vor ‚bullish‘ für Gold sei, also von steigenden Kursen ausgehe.

Türkei braucht Geld

Die Türkei scheint Devisen zu benötigen und hat Gold verkauft, – zumindestens sind die ausgewiesenen Goldreserven um rund 473 Millionen Dollar die letzten Wochen gefallen, zuletzt (19.4.2019) betrug der Gegenwert der Goldreserven noch 20,4 Milliarden Dollar, was 20% weniger als noch vor einem Jahr ist. Offensichtlich steckt die Erdogan-Regierung in Schwierigkeiten und greift auf die Goldreserven zurück.

China importiert immer mehr Gold

Der Goldhunger der Chinesen wird offensichtlich immer größer. Geht es nach der offiziellen Welthandelsstatistik, die vom Zoll in China veröffentlicht wird, hat China im Jahr 2017 1270 Tonnen Told importiert. Ein Jahr später, im Jahr 2018 waren es bereits 1506 Tonnen Gold. Dazu kommt das in China selber abgebaute Gold, was kaum exportiert wird, sondern fast ausschließlich im Land verbleibt. Aus Chinas Goldminen wurden im letzten Jahr rund 404 Tonnen Gold herausgeholt, wovon nur ein Teil in die Bestände der Peoples Bank of China (staatliche Goldreserven) überging.

Glaubt man den Statistiken des World Gold Councils, so haben die Chinesen im Jahr 2018 672 Tonnen Goldschmuck gekauft und 304 Tonnen Gold in Form von Goldmünzen und Goldbarren. Was in China mit den darüber hinaus importierten Goldbarren geschehen ist, wird wohl bis auf Weiteres ein Rätsel bleiben. In chinesischen Goldverkaufsgeschäften sind jedenfalls regelmäßig lange Schlangen von Käufern zu sehen, die ihr Geld in Goldbarren, Goldmünzen und auch Goldschmuck anlegen wollen.

Chinas Goldreserven beachtliche 1874 Tonnen

Chinas Goldreserven sind zwar noch nicht so groß wie die der USA oder der Bundesrepublik Deutschland, aber betragen doch immerhin schon beachtliche 1874,3 Tonnen. In den letzten 4 Monaten sind sie jeden Monat gewachsen.

China kauft im 4.Monat in Folge Gold

China hat nunmehr im vierten Monat in Folge wieder Gold für den staatlichen Bestand gekauft.

360.000 Unzen Gold für die Zentralbank gekauft

China hat im abgelaufenen Monat (März 2019) 360.000 Unzen Gold hinzugekauft und besitzt nun per Ende März 60,62 Millionen Goldunzen. Dies entspricht einem Gegenwert von ca. 78,5 Milliarden Dollar.

Zentralbanken allgemein setzten stark auf Gold

China ist mit seinen Goldkäufen für die eigene Zentralbank aber nicht allein. Im letzten Jahr (2018) haben alle Zentralbanken dieser Welt netto ihre Bestände um zusammen 651,5 Tonnen erhöht, was eine Steigerung um 74% bedeutet. Einer der stärksten Goldkäufer unter den Notenbanken war im letzten Jahr die Bank of Russia, die in den letzten 3 Jahren ihre Goldreserven verdoppelt haben. In 2018 kaufte die russische Zentralbank alleine 274 Tonnen Gold.

China kauft tonnenweise Gold

Die 360.000 gekauften Goldunzen im März entsprechen 11,2 Tonnen Gold. Doch auch in den Monaten zuvor kaufte China tonnenweise Gold:

  • Februar 2019: +9,95 Tonnen Gold
  • Januar 2019: +11,8 Tonnen Gold
  • Dezember 2018: +9,95 Tonnen Gold

Damit scheint China nunmehr seine Goldkauf-Pause von Oktober 2016 bis zum November 2018 beendet zu haben. Die Peoples Bank of China tritt wieder als massiver Goldkäufer auf den Märkten auf, was den Goldpreis mittelfristig beflügeln sollte.

Goldanlage in China auch beliebt

Die Goldanlage ist auch bei der Bevölkerung in China sehr beliebt. In den (häufig staatlichen) Goldgeschäften der Volksrepublik stehen häufig lange Schlangen von Menschen, die Goldmünzen, Goldmedaillen, Goldbarren oder auch Goldschmuck goldpreisnah kaufen wollen. Immer mehr Chinesen wachsen in die Gruppe der Wohlstands-Chinesen, die über ein ausreichend großes Einkommen verfügen, um sich Gold leisten zu können. Auch die bekannteste chinesische Goldmünze, der Goldpanda wird von vielen Chinesen gesammelt, sodass am Zweitmarkt ältere Ausgaben kaum noch zu bekommen sind, da die chinesischen Sammler ihre Sammlung auch zeitmäßig rückwärts nach Jahrgängen komplettieren wollen.

Panda Gold 2019
Der Goldpanda ist in allen Gewichtseinheiten in China sehr beliebt – aber auch in Europa – hier die 1-Gramm-Goldmünze 2019 mit dem Pandamotiv

Die 10 größten Goldförderländer der Welt

In den 70er und 80er-Jahren gehörte Südafrika zu den Top3-Goldproduzenten. Doch die Zeit ist lange vorbei. Die meisten Goldminen sind schon so weit ausgeschürft, dass es wirtschaftlich kaum noch möglich ist, sinnvoll weitere Goldunzen aus dem Boden zu holen. Der Aufwand wäre größer als der Weltmarktpreis für die Unze Feingold. Doch welche Länder haben aufgeholt? Wer führt die Hitliste der Goldförderländer an? Hier die Liste der 10 größten Goldförderländer in 2018:

Top 10 Goldproduzenten 2018:

(In Klammern die Produktionszahlen in Tonnen aus 2017)

  1. China mit 404 Tonnen Gold (429)
  2. Australien mit 315 Tonnen Gold (293)
  3. Russland mit 297 Tonnen Gold (281)
  4. USA mit 222 Tonnen Gold (236)
  5. Kanada mit 189 Tonnen Gold (171)
  6. Peru mit 158 Tonnen Gold (167)
  7. Indonesien mit 137 Tonnen Gold (114)
  8. Ghana mit 131 Tonnen Gold (130)
  9. Südafrika mit 130 Tonnen Gold (154)
  10. Mexico mit 115 Tonnen Gold (119)

Die Aufstellung zeigt, dass auch im größten Goldförderland China die Goldfördermenge sinkt. Im abgelaufenen Jahr 2018 lag das Ergebnis 25t unter dem Jahr 2017 – trotz großer Bemühungen. Grund ist die immer geringere Ausbeute pro Tonne Erdreich/Erz und der Zwang zur Einhaltung von Umwelt- und Sicherheitsauflagen. Während man früher in Kauf genommen hat, dass bei der Goldförderung schon mal ein Grube einstürzt und dies Menschenleben kostet oder das Gold mittels umweltschädlicher Substanzen getrennt wird, die dann häufig in Flüsse eingeleitet wurden, achtet man heute zunehmend auf die Einhaltung westlicher Standards.

Südafrika nur noch Goldland Nr. 9

Südafrika befindet sich nur noch auf Platz 9 der größten Goldförderländer, Tendenz: rückläufig. Von 2017 auf 2018 sank die Goldförderung um 24 Tonnen auf 130t im Gesamtjahr.

Aus 20 Ländern kommen 3500 Tonnen Gold

Die 20 größten Goldförderländer der Welt fördern ca. 3503 Tonnen Gold pro Jahr aus der Erde (2018), was aber immer noch nicht zur Nachfragedeckung (über 4000 Tonnen p.a.) ausreicht. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Vorhersagen der Minenunternehmen, dass in den nächsten Jahren immer mehr Goldminen schließen müssen, erfüllen werden. Der Goldpreis könnte dann nach oben schießen. Besitzer von Goldbarren und Goldmünzen dürften sich dann freuen.

Deutsche Bank: Gold steigt weiter

Auch die Deutsche Bank reiht sich in den Reigen derer ein, die offensichtlich davon ausgehen, dass der Goldpreis weiter steigt. Nachdem das niederländische Bankhaus ABN Amro 1400 Dollar als Goldpreisprognose für Ende 2019 abgegeben hat, teilte auch der Devisenstratege der Deutschen Bank, Michael Hsueh mit, dass die Deutsche Bank weiterhin positiv für die Goldpreisentwicklung gestimmt sei. Er geht davon aus, dass der Goldpreis weiter steigt. Zuvor hatte er noch geschätzt, dass es unwahrscheinlich ist, dass der Goldpreis deutlich unter die Marke von 1300$/oz fällt.

Goldpreis könnte Push aus China bekommen

Ähnlich wie auch die ABN Amro Bank geht der Analyst der Deutschen Bank davon aus, dass der Goldpreis positive Impulse aus China bekommen könnte. Im letzten Jahr hatte sich die Volksrepublik mit offiziellen Goldkäufen zurückgehalten und erst zum Jahreswechsel wieder tonnenweise Gold gekauft. Mittlerweile mehrere Monate hintereinander. Der Deutsche Bank Experte geht davon aus, dass Gold durchaus in der Lage ist, dieses Jahr das Level von 1360$/oz deutlich zu überschreiten.

Aktueller Goldpreis leicht fester

Aktuell am Freitag Morgen ist der Goldpreis im Vergleich zum Vortag leicht fester. Die Notierungen lagen im europäischen Mittagshandel bei 1305 US$/oz, respektive lag der aktuelle Goldpreis in Euro bei 1153 €/oz. Damit liegt der Goldkurs in Euro deutlich über der 200-Tage Linie, die bei 1085 Euro verläuft, was als gutes Zeichen gesehen wird. Der aktuelle Goldpreis liegt damit auch über den Golddurchschnittspreisen der letzten 4 Jahre:

  • 2015: 945 Euro pro Unze Feingold
  • 2016: 1044 Euro pro Unze Feingold
  • 2017: 1120 Euro pro Unze Feingold
  • 2018: 1116 Euro pro Unze Feingold

…was Analysten als gute Voraussetzung für einen nachhaltigen Anstieg sehen.

Starke physische Nachfrage nach Gold in Deutschland

Nach wie vor greift eine starke physische Nachfrage nach Gold in Deutschland, vor allen Dingen nach Anlage-Goldmünzen wie auch nach Goldbarren. Bei den Goldmünzen hatten die Bullionmünzen Krügerrand und Maple Leaf absatztechnisch die Oberhand, bei den Silbermünzen konzentrierte sich die Nachfrage vor allen Dingen auf Silber-Kängurus und Maple Leaf-Münzen.

China kauft weiter Gold – auch im Februar

Die chinesische Zentralbank hat auch im abgelaufenen Monat Februar ihre Goldbestände weiter erhöht und setzt bei den Währungsreserven weiter auf Gold. Damit hat die Peoples Bank of China im dritten Monat in Folge Gold gekauft.

60,26 Millionen Unzen Gold im Bestand

Die chinesische Notenbank hat per Ende Februar somit 60,26 Millionen Unzen Gold im Bestand. Dies entspricht nach heutigem Goldkurs einem Gegenwert von ca. 69,5 Milliarden Euro. Im Februar hat man 320.000 Unzen Gold gekauft.

Zentralbanken kaufen in starkem Maße Gold

Die chinesische Zentralbank reiht sich damit in die Riege der Zentralbanken ein, die Goldbestände aufbauen. Im letzten Jahr haben Zentralbanken nach einer Studie des World Gold Councils 651,5 Tonnen Gold netto hinzugekauft. Bei einer weltweiten Gesamtgoldnachfrage von 4345,1 Tonnen ist dies schon ein beträchtlicher Anteil. De facto setzen damit die Notenbanken, die Papiergeld ausgeben, in großem Maße auf Gold als Geldanlage.

China kauft weiter Gold für den Staat

China setzt seine staatlichen Goldkäufe fort, die im Dezember 2018 nach langer Pause wieder aufgenommen worden waren.

59,94 Millionen Unzen Gold im Staatsbesitz

Die chinesische Notenbank hat zu Beginn dieser Woche die neuen staatlichen Bestände der Peoples Bank of China ausgewiesen: Demzufolge sind jetzt 59,94 Millionen Goldunzen im Besitz der Notenbank – im Dezember wurden noch 59,56 Millionen Unzen ausgewiesen. Damit hat man bereits im zweiten Monat in Folge die Goldbestände in China erhöht.

China liegt mit den Goldkäufen im Trend

Die Notenbank Chinas liegt mit den Goldkäufen im Trend: In den letzten Jahren haben die Notenbanken dieser Welt im Schnitt jedes Jahr mehr Gold gekauft als sie verkauft haben, d.h. Goldbestände wurden erhöht, um die jeweiligen Währungen zu stabilisieren. China hat auch erklärt, unabhängiger vom US-Dollar werden zu wollen. China hat dazu den Anteil von US-Staatsanleihen im Bestand reduziert – im Gegenzug Gold gekauft.

China hatte 2 Jahre kein Gold gekauft

Schenkt man den offiziellen Statistiken aus China Glauben, so wurde in der Volksrepublik China von Oktober 2016 bis November 2018 kein Gold für den Staatsbestand hinzugekauft. Die Bestände wurden in dieser Zeit mit konstant 59,24 Millionen Unzen Feingold ausgewiesen.

Problematisch für die USA

Für US Präsident Trump könnte Chinas neue Politik ein Problem werden: Bislang galt China als einer der größten Käufer von US-Staatsanleihen: Das von Trump immer wieder kritisierte China hat praktisch die USA finanziert. Kauft China nun zukünftig weniger US-Staatsanleihen und mehr Gold, könnte es schwieriger werden, den US-Staat weiter zu finanzieren. Ggf. nur zu höheren Zinsen, an denen Präsident Trump – wie mehrfach geäußert – kein Interesse hat, weil es die Staatsfinanzierung teurer macht und die Wirtschaft abwürgt. Sollte China seine staatlichen Goldkäufe weiter fortsetzen, dürfte dies mittelfristig auch Auswirkungen auf den Goldpreis haben – dieser wird dadurch massiv gestützt und könnte die steigende Tendenz weiter fortsetzen.

Chinas Notenbank legt Gold in Form von Goldbarren zur Seite – Chinas Bürger und Geldanleger weltweit kaufen lieber Goldmünzen wie diesen Goldpanda 2019