China importiert mehr Gold direkt und nicht mehr über Hong Kong

Während in früheren Jahren China viel Gold über die Drehscheibe Hong Kong importiert hat, importieren die Chinesen nunmehr viel mehr Gold direkt, z.B. aus der Schweiz. Dies wiesen die offiziellen Import- und Exportzahlen auf.

400 Tonnen Gold aus der Schweiz nach China

In der Schweizer Exportstatistik tauchen alleine im Zeitraum Januar bis Oktober 2018 rund 400 Tonnen Gold auf, die man direkt nach China ausgeführt hat, dies sind 60% mehr als im Jahr zuvor in diesem Zeitraum.

Gold-Importe über Hong Kong nehmen ab

Im Oktober wurden nur noch 29,6 Tonnen Gold aus Hong Kong nach China verschickt, das sind 36% weniger als im Jahr zuvor. Dennoch fielen von Januar bis Oktober 439 Tonnen Gold an, die von Hong Kong nach China verschickt wurden, das sind 22% weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Chinesen kaufen also viel mehr Gold in China als sie über Hong Kong weniger importieren, der Goldmarkt in China wird immer liberaler und der Hang zum Gold immer größer: Ob Goldschmuck oder Goldmünzen: Die Nachfrage in China nimmt ständig zu.

Zentralbanken kaufen seit Jahren Gold hinzu

Während die Zentralbanken dieser Welt Anfang der 2000er-Jahre noch netto Gold verkauft haben, hat sich das Blatt spätestens seit dem Jahr 2010 gedreht: Die Zentralbanken kaufen seitdem per saldo jedes Jahr mehr Gold als sie verkaufen. Aus der Lektion Lehman Brothers scheinen die Notenbanker gelernt zu haben, dass Papiergeld und Zertifikate im Zweifel nur soviel wert sind, wie das Papier, auf dem sie gedruckt sind, während Gold seit Jahrtausenden einen hohen Wert hat. Der mag schwanken, aber geht nicht auf Null.

Gold-zentralbanken-2018
Zentralbanken kaufen seit Jahren tonnenweise Gold hinzu (Quelle: WGC 11.2018)

 

10% des milliardenschweren Flossbach-Fonds sind in Gold

Auch der Vermögensverwalter Flossbach hält Gold aktuell für ein gutes Investment: im rund 12,6 Milliarden schweren Flossbach von Storch Multiple Opportunities-Fonds sind aktuell rund 10% in Edelmetallen investiert, allen voran in GOLD. Für ein Investment in Gold gebe es zwei Gründe, meint Philipp Vorndran, der Kapitalmarktstratege beim Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch:

  1. Spekulation auf einen steigenden Goldpreis
  2. Goldanlage als Versicherung für das sonstige Vermögen/Depot

Besonders in den Krisenjahren 2007 bis 2011 haben sich der Versicherungscharakter des Goldes gezeigt: Anleger haben damals das Vertrauen in Geld und Banken verloren, was zu einem Goldpreisanstieg bis auf 1800$ pro Feinunze führte.

Aktuelle Goldunzen-Preise

Aktuell ist der Preis für eine Feinunze Gold bei rund 1076 Euro, respektive in Dollar bei 1214 $/oz. Mit Preisen um die 1100 Euro pro Feinunze kann man daher die gängigen Anlage-Goldmünzen wie Krügerrand, Maple Leaf und Co. erwerben.

 

Chinesen kaufen mehr Goldmünzen und mehr Goldschmuck

Die China Gold Association hat die Goldzahlen für die ersten drei Quartale 2018 bekannt gegeben, demnach haben die Chinesen in den ersten neun Monaten des Jahres 5% mehr Gold gekauft, nämlich fast 850 Tonnen.

6% mehr Goldmünzen gekauft

Der Goldmünzen-Absatz hat in China um 6% zugelegt, auf 18 Tonnen in den ersten drei Quartalen. Viel bedeutender ist für China jedoch der Goldschmuck-Absatz, der um rund 7% über dem Vorjahr liegt. In 2018 wurden bis September 540 Tonnen Goldschmuck in China abgesetzt.

+25% beim Goldabsatz in der Elektronik

Aufgrund starken Absatzes an elektronischen Geräten stieg der Verbrauch von Gold in der Elektronik-Industrie um 25% auf 82 Tonnen in den ersten 3 Quartalen 2018 an.

Die Analysten gehen davon aus, dass in China auch im Gesamtjahr 2018 der Goldabsatz im Vergleich zum Vorjahr wieder steigen wird. In 2017 wurde im Gesamtjahr in China 1089 Tonnen Gold verkauft, das meiste in Schmuckform. Von 2016 auf 2017 war der Goldverbrauch Chinas schon um 9,41% gestiegen.

Bitcoins unter 4000 Dollar

Auch zum Wochenbeginn notieren Bitcoins auf einem Niedrigpreis, die meisten Bitcoin-Börsen gaben Notierungen von unter 4000 Dollar pro Bitcoin an, – weit entfernt von den Höchstständen im Vorjahr zwischen 10.000 und 20.000 Dollar. Hier dürften einige Anleger ihr Geld halbiert haben.

Goldpreisentwicklung 2019

Kurz vor Jahresende 2018 kommen die ersten Vorhersagen der Analysten für die Goldpreisentwicklung 2019 auf den Markt. Ungeachtet dessen, dass natürlich niemand exakt einen Goldpreis für die Zukunft vorhersagen kann, schwingt ein Tenor in den meisten Analysen mit:

  • Anfangs könnte ein starker US-Dollar bremsend für den Goldkurs wirken
  • spätestens im Laufe des Jahres 2019 sollte sich das ändern und der Goldkurs die 1300$-Marke knacken
  • charttechnisch werden signifikante Widerstände erst wieder bei 1350$/oz gesehen

Goldpreis zum Wochenstart

Zum Start in die neue Woche notiert der Goldpreis in Euro fest bei 1079 Euro/oz, der Goldkurs in Dollar lag am Morgen bei 1226 $/oz. Goldmünzen wie der südafrikanische Krügerrand oder der kanadische Maple Leaf konnten daher auf einem Preisniveau um die 1100 Euro geordert werden.

Tantiemezeit ist Diamantenzeit

Die Zeit Ende November/Anfang Dezember ist traditionell bei vielen Geschäftsleuten, die Tantiemen-Zahlungen in diesen Tagen erhalten, auch Zeit verstärkter Diamantkäufe. So verzeichneten wir vermehrt Käufe von Anlagediamanten oberhalb der 1-Karat-Klasse.

Diamant kaufen Karat 1
Sonderzahlungen in Form von Tantiemen werden gegen Jahresende häufig zum Diamanten kaufen genutzt

 

Europäer kaufen 10% mehr Goldmünzen und Goldbarren

Das World Gold Council hat die Verkaufszahlen für Goldmünzen und Goldbarren in Europa ermittelt und mit den Vorjahren verglichen. Demnach wurden im 3.Quartal 2018 (Q3) 10% mehr Goldmünzen/Goldbarren in Europ nachgefragt als im Vorjahr.

Insgesamt wurden 51,1 Tonnen Goldmünzen und Goldbarren im dritten Quartal in Europa verkauft.

Deutschland kauft mehr als die Hälfte des Goldes

Bemerkenswert: In Deutschland wurde mehr als die Hälfte des in Europa verkauften Goldes verkauft: Von den insgesamt in Europa verkauften 51,1 Tonnen gingen alleine in Deutschland 28,4 Tonnen Gold über die Ladentheke (in Form von Goldbarren und Goldmünzen), was ebenfalls eine Steigerung von rund 10% bedeutet.

Deutschland deckt fast 10% der weltweiten Nachfrage ab

Von den weltweit insgesamt in Q3 verkauften 298,1 Tonnen Gold (in Form von Goldmünzen und Goldbarren), macht die deutsche Nachfrage mit 28,4 Tonnen fast 10% aus.

China wichtigstes Gold-Kaufland

In China wurden in Q3 über 86 Tonnen Gold in Form von Barren und Münzen verkauft, ca. 3x so viel wie in Deutschland. Die Nachfrage im Land des Lächelns nach Goldbarren und -münzen ist um 25% gestiegen.

Die Chinesen lieben nicht nur den Goldpanda, sondern kaufen auch Goldbarren und ausländische Goldmünzen, insgesamt über 86 Tonnen Gold in Q3 2018

 

 

Auch Chinas Goldminen bringen immer weniger Gold hervor

Was Analysten die letzten Jahre schon gebetsmühlenartig vorhergesagt haben, wird nun Wirklichkeit: Die Goldminen dieser Erde produzieren immer weniger neues Gold. Es wird immer schwieriger, Gold aus der Erde zu holen. Nach stark zurückgehenden Förderungen in Südafrika vermelden jetzt auch die Goldminen Chinas zurückgehende Förderungen:

Goldproduktion im ersten Halbjahr 2018  MINUS 8%

China, ein Land, welches als weltgrösster Goldproduzent gilt, hat für das erste Halbjahr 2018 zurückgehende Gold-Explorationszahlen vermeldet. Im ersten Halbjahr hat man nur noch 190,28 Tonnen Gold produziert, gab die China Gold Association bekannt. Das dabei aus Goldminen geholte Gold ging sogar noch stärker zurück: Um 9,4% sank der Goldminen-Ausstoß auf nur noch 161,62 Tonnen Gold. Gold als Nebenprodukt bei der Verarbeitung anderer Metalle fiel in Höhe von 28,66 Tonnen an, was die Differenz zu 190 Tonnen Gesamt-Goldproduktion erklärt.

Viele Gründe für Rückgang der Goldförderung

Die Gründe für den Rückgang der Goldförderung sind vielfaltig:

  • Minen lassen sich nicht mehr wirtschaftlich ausbeuten, da man immer tiefer graben muss und immer weniger Gramm Gold pro Tonne Gestein vorkommt
  • Umweltauflagen wurden strenger kontrolliert. Unter Einhaltung von Umweltauflagen können einige Minen nicht mehr Gold unter den Weltmarktpreisen fördern, – Förderung unter Verstoß gegen Auflagen wird aber nicht mehr zugelassen
  • Wilder Abbau ohne Schürfrechte wurde eingeschränkt: Wer für Schürfrechte etwas bezahlen muss, kann nicht mehr kostendeckend Gold aus der Erde holen
  • Viele Goldminen sind schon weitgehend ausgebeutet, den Rest abzubauen lohnt sich erst bei deutlich höherem Goldpreis

Bereits im Jahr 2017 war Chinas Goldproduktion gefallen – auf 426 Tonnen im Gesamtjahr. Eine Zahl, die dieses Jahr nicht erreicht werden wird. Der Rückgang von 2016 auf 2017 hatte bereits 6% betragen.

Alleine für Goldschmuck in China 351 Tonnen verbraucht

Im ersten Halbjahr 2018 wurde in China alleine in der Schmuckherstellung schon Gold im Gewicht von 351,84 Tonnen gebraucht, ein Plus von 6,4% ggü. Vorjahr. Gold für industrielle Anwendungen wurde im ersten Halbjahr im Volumen von 51,67 Tonnen gebraucht (+13,8% ggü. Vorjahr), vor allen Dingen in der Elektronikindustrie.

Goldpreis geht wieder nach oben

Der Goldpreis in Euro ist am heutigen Mittwoch wieder deutlich gestiegen, bewegte sich im Mittagshandel um 1054 €/oz und damit wieder über der Grenze von 1050 Euro/Unze, unter der er gestern notierte. Auch in US-Dollar war der Goldkurs fester, notierte mit 1232 $/oz wieder über 1230.

Deutlich gesteigerte Nachfrage nach Goldmünzen und Silbermünzen

Sowohl gestern wie auch heute kam es zu einer deutlich gesteigerten Nachfrage nach Gold- und Silbermünzen. Bei den Silbermünzen hatte das australische Känguru die Nase vorn, gefolgt von den neuen Silber-Krügerrands. Mit Preisen unter 1100 Euro konnten Anleger auch bei den Goldmünzen zuschlagen, was vorzugsweise bei Krügerrand 1oz Gold und dem Maple Leaf aus Kanada geschah.

 

 

Juli, August und September sind gute Monate für den Goldpreis

Statistisch gesehen über die letzten Jahre waren folgende Monate im Schnitt mit einer positiven Goldpreisentwicklung verbunden:

Gute Monate für Goldpreis

  • Januar
  • April
  • Juli
  • August
  • September
  • November

Alleine im August und September ist in der Vergangenheit der Goldpreis im Durchschnitt jeweils über 1,3% gestiegen.

Indische Hochzeitssaison als Ursache

Als Ursache dürfte die Hochzeitssaison in Indien herangezogen werden, für die große Mengen Gold (als Geschenke) benötigt werden. Spätestens ab August eines jeden Jahres steigt dann in Indien die Goldnachfrage drastisch an, was für einen Teil des statistisch erwiesenen Goldpreisanstiegs in den Monaten verantwortlich sein dürfte. Genau lässt sich natürlich nicht timen, wann die Großhändler und Schmuckfabrikanten in Indien das Rohmaterial einkaufen, – dies ist auch abhängig davon, wieviel sie bereits in den Vormonaten vorgekauft haben.

Indische Goldkäufe kommen noch

Indien hat im Juni vorsichtig Gold eingekauft. Mit 44 Tonnen rund 25% weniger als ein Jahr zuvor. Marktbeobachter schließen daraus, dass Indien für die Hochzeitssaison dann in den Monaten Juli und August stärker einkaufen wird. Für Juli wird mit 55 Tonnen Gold gerechnet.

Aktueller Goldpreis Kaufgelegenheit

Da der aktuelle Goldpreis in Euro mit 1073 €/oz deutlich unter den bereits erreichten Höchstkursen diesen Jahres liegt, gelten die jetzigen Goldkurse als Kaufkurse. Zuletzt hatten auch mehrere Banken (u.a. Bank of America, Saxo Bank) deutliche Goldpreisanstiege für die zweite Jahreshälfte vorhergesagt, die sich lediglich in der Höhe unterschieden. Basierend von jetzt 1260 $/oz lagen die niedrigsten Prognosen dieser Banken aber eher bei 1300$ und höher – bis hin zu über 1400$ für das nächste Jahr. Prognosen sind bekanntlich immer schwierig, vor allen Dingen, wenn sie die Zukunft betreffen. Man kann sich nicht darauf verlassen.

Statistikfreunde können beruhigt auf Juli, August und September setzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es auch dieses Jahr in diesen Monaten zu einer positiven Goldpreisentwicklung kommt, dürfte groß sein. Sell in May and go away gilt nur für den Aktienmarkt, nicht für Gold, was sich häufig umgekehrt zu Aktienmärkten verhält.

Goldnachfrage in China legt auch zu

In China wurden im ersten Halbjahr 2018 an der Börse Shanghai 1040 Tonnen (!) Gold bezogen, im Vorjahr wurden im vergleichbaren Zeitraum nur 984 Tonnen Gold dort gekauft. Die Nachfrage in China nach Investmentgold zieht also an. Damit dürfte China im Gesamtjahr über 2000 Tonnen alleine über die Börse in Shanghai an den Mann bringen. Eine gewaltige Menge. In Shanghai wird – abweichend zu anderen großen Goldbörsen – nicht etwa das Gold in 400-Unzen-Goldbarren gehandelt, sondern in handlichen 1kg-Goldbarren, die auch Privatinvestoren kaufen können.

 

Goldnachfrage in China im Mai + 9% – Goldbörse in Shanghai legt zu

Das Gros der Goldumsätze in China läuft über die Goldbörse in Shanghai. Die Shanghai Gold Exchange, wie die Börse genannt wird, hat nunmehr die Verkaufszahlen für Mai 2018 bekannt gegeben.

9% mehr Gold als im Vorjahr verkauft

Demnach wurden im Mai über die Goldbörse in Shanghai 150,58 Tonnen Gold verkauft, was einem Plus von 9,1% gegenüber Vorjahr (138,08 Tonnen Gold) entspricht. Damit bildet man im Mai ziemlich genau den Jahrestrend ab: In den Monaten Januar bis Mai hat man in Shanghai 8,55% mehr Gold verkauft als in den vergleichbaren Vorjahresmonaten: 899,65 Tonnen statt 828,76 Tonnen.

2200 Tonnen Gold im Jahr

Damit schätzen Analysten den Gesamt-Goldabsatz über die Shanghai Gold Exchange für 2018 auf rund 2200 Tonnen. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 2030 Tonnen Gold über die Börse abgesetzt.

1 kg Goldbarren an der Shanghai Gold Exchange

Im Gegensatz zu vielen anderen internationalen Goldbörsen, an denen üblicherweise 400-Unzen-Goldbarren (ca. 12,5 kg) gehandelt werden, ist die Größe der Goldbarren an der Shanghai Gold Exchange auf 1 kg und eine Feinheit von mindestens 999,9/1000 festgelegt, wenn es zum physical settlement, also zur tatsächlichen Auslieferung der Barren kommt. Marktbeobachter sehen in der Festlegung auf gängige 1kg Goldbarren auch den Erfolg der chinesischen Goldbörse in Shanghai.

Goldpreis knackt die 1100-Euro-Marke

Deutsche Goldbesitzer freuen sich: Nachdem der Goldpreis die letzten Wochen regelmäßig zwischen 1080 und 1090 Euro pro Feinunze Gold (31,1 Gramm) schwanke, startet der Goldpreis in Euro mit 1100 in die neue Woche. Die Marke von 1100 gilt als psychologisch wichtig. Chartisten gehen davon aus, dass nunmehr auch der Weg weiter nach oben frei ist.

Investmentnachfrage in Q1.2018 stärker als in Q4.2017

Die Investmentnachfrage nach Gold ist im abgelaufenen Quartal Q1.2018 zwar stärker als im vorausgegangenen Quartal 4.2017, aber schwächer als ein Jahr zuvor in Q1.2017. Eine schwächere Nachfrage in Indien und China hat sich hier besonders ausgewirkt:

Goldnachfrage-q1-2018
Goldnachfrage nach neuen Goldmünzen und Goldbarren in Q1.2018 versus Q1.2017

Bei den vom  World Gold Council gelieferten Zahlen muss man allerdings berücksichtigen, dass es sich immer um einen Vergleich der neu geprägten und verkaufen Goldmünzen und Goldbarren handelt, – Zweitmarktware wie gebrauchte Krügerrands, die z.B. traditionell in Deutschland im Jahr zu zehntausenden gehandelt werden, fließen nicht in die Statistik ein.

Mehr Gold als in den letzten 3 Quartalen verkauft

Betrachtet man z.B. die zurückliegenden Quartale, stellt man fest, dass im wichtigen Markt China z.B. im abgelaufenen Quartal Q1.2018 deutlich mehr Gold als in den drei Quartalen zuvor verkauft worden ist…und auch mehr als im langfristigen Quartalsschnitt. Insoweit ist von einer anziehenden Nachfrage auszugehen.

china-gold-kaufen-quartale-2018
Gold kaufen ist auch in China im letzten Jahr populärer als die drei Quartale zuvor.

Zentralbanken kaufen mehr Gold

Die Zentralbanken dieser Welt setzen auch verstärkt auf Gold. Gold kaufen stand bei den Notenbanken im ersten Quartal auf der Agenda. Es wurde soviel Gold im ersten Quartal gekauft, wie seit 2014 nicht mehr, nämlich 116,5 Tonnen. Das sind 42% mehr als im Vorjahres-Vergleichsquartal.

Indien verdoppelt Silber-Einfuhren aus China

Im Jahr 2017 hat Indien massiv Silber aus China importiert. Nach bisher vorliegenden Zahlen hat China rund 65% der indischen Silber-Importe abgedeckt. Im Jahr 2017 hat Indien insgesamt 5.677 Tonnen Silber importiert, nach 2.794 Tonnen im Jahr zuvor.

3.621 Tonnen Silber aus China

Im Jahr 2017 hat China 3.621 Tonnen Silber nach Indien exportiert, das sind 65% der gesamten Silber-Importe Indiens. Das ist deshalb so bedeutend, weil im Jahr zuvor mit 977 Tonnen Silber nur 35% der indischen Silberimporte aus China kamen. Es hat sich also nicht nur die Menge der nach Indien gebrachten Silbers deutlich erhöht, sondern auch der Marktanteil der chinesischen Lieferanten daran.

Große Silber-Tresore in Sri City

In Sri City in Indien werden mehrere große Silbertresoranlagen betrieben, u.a. durch den Wertelogistiker Brinks. Dort können Edelmetalle auch zollfrei gelagert werden.

China erlaubt 4.500 Tonnen steuerfreies Silber

China hat zu Zwecken des Exports nach Indien die mehrwertsteuerfreie Ausfuhr von bis zu 4.500 Tonnen Silber pro Jahr erlaubt.  In China selber gilt ansonsten ein Mehrwertsteuersatz auf Silber von 17%.

Russland und Großbritannien Silber-Lieferanten

Nach China kommen die größten Silber-Lieferanten für Indien aus Russland und Großbritannien.

Silberschmuck statt Silbermünzen

Während in Deutschland Anleger vor allen Dingen Silbermünzen oder Silberbarren (Münzbarren) zur Geldanlage in Silber kaufen, werden in Indien Schmuckgegenstände aus Silber gerne gekauft, die dort kurz über dem reinen Silber-Materialwert angeboten werden.

 

 

Goldpreis wird über 1400$ gehen – sagt ING Edelmetall Spezialist

Geht es nach dem ING Edelmetall-Spezialisten Oliver Nugent, ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann der Goldpreis die 1400$-Marke überschreitet. Nugent betont, dass die REAL-Zinsen auch dieses Jahr niedrig bleiben werden, inflationsbedingt. Das gelte auch dann, wenn die US-Notenbank dieses Jahr noch zweimal die Zinsen erhöhen würde, was sie angekündigt hat. Die Notenbank würde mit der Inflationsentwicklung zu kämpfen haben, was den Goldpreis nach oben treiben wird.

Goldpreis oszilliert um 1350$/oz

Der Goldpreis bewegt sich die letzten Tage rund um das Niveau von 1350$/oz, respektive 1090 €/oz, was der hohen Nachfrage nach Gold zu verdanken ist. In Indien ist aktuell das sogenannte Akshaya Tritiya – Festival, was vor allen Dingen von Hindus begangen wird und Glück im Frühling bringen soll. Traditionell wird dies auch mit Goldkäufen und Goldgeschenken begangen, was für einen Nachfrageschub in Indien sorgt.  Indische Medien berichten von 15% mehr Verkäufen: Economic Times Indien

Am heutigen Morgen notierte der Goldpreis in Euro bei 1088,69 €/oz, Silber notierte in London heute Vormittag bei 16,86 $/oz.

Chinesen fangen auch an, Gold-ETFs zu kaufen

In China fangen die Anleger auch an, Papiergold zu kaufen. Die Nachfrage nach physischem Gold in Form von Goldbarren ging zurück, dafür wurden tonnenweise Papiergold-Zertifikate gekauft. Alleine der Bosera Gold ETF hatte in China dieses Jahr Mittelzuflüsse im Volumen von über 550 Millionen US-Dollar, das ist der höchste Zufluss seit der Erstlistung in 2014.

Das weltweit mehr als 100x soviel Lieferansprüche auf Gold gehandelt werden, als überhaupt Gold existiert und es dadurch zu langen Gesichtern kommen könnte, wenn alle gleichzeitig ihren Lieferanspruch geltend machen würden, scheint auch chinesische Anleger nur begrenzt zu interessieren.

Gold-Charttechnik

Aufsetzend auf einer Unterstützunglinie bei 1301 $ stieg der Goldpreis dieses Jahr steil an, bis er bei 1355$ auf Widerstand stieß, was ihn wieder sinken ließ. Die Zwischenunterstützungslinie bei 1325$ sorgte wieder für einen Goldpreisanstieg. Mittlerweile hat sich der Preis für die Feinunze Gold oberhalb von 1341$ etabliert. Bleibt der Goldpreis über der Linie von 1325$, was aktuell so aussieht, wird es über kurz oder lang wieder zum Angriff auf die 1355$-Linie kommen, um nach deren Überschreiten Richtung 1366$ zu steigen. Hier dürften erst einmal wieder Verkäufe einsetzen. Dann allerdings ist bei nachhaltigem Überschreiten die Richtung klar: Zunächst auf 1385$ und dann auch Richtung 1415$. Dies aus charttechnischer Sicht. Bei einem unwahrscheinlichen Abrutschen unter 1325$ wäre eine Korrektur bis 1301$ denkbar, um dann wieder die Fahrt nach oben aufzunehmen.

Q1: Chinesen kaufen 8% mehr Goldmünzen, aber weniger Goldbarren

Der chinesische Goldverband (China Gold Association) hat die Absatzzahlen in Sachen Gold im ersten Quartal 2018 veröffentlicht. Demzufolge gab es in China im ersten Quartal 8% mehr Verkäufe von Goldmünzen. Das Gesamtvolumen betrug 2,7 Tonnen.

Weniger Lust auf Goldbarren

Die Chinesen haben zwar mehr Goldmünzen gekauft, aber sich bei Goldbarren zurückgehalten. Der Goldbarrenabsatz ging um 27,58% auf 73,28 Tonnen zurück. Da in China traditionell mehr Goldbarren als Goldmünzen verkauft werden, führt dies dazu, dass der gesamte Goldverbrauch im ersten Quartal in China um 5,44% auf 284,97 Tonnen gefallen ist.

Industrieller Verbrauch stieg ebenfalls

Auch der industrielle Verbrauch (z.B. Elektronik) von Gold stieg um 6,58% auf 28,49 Tonnen im ersten Quartal.

Goldschmuck gefragter als zuvor

Wesentlich hat sich auch die Nachfrage nach Goldschmuck verändert. Die Nachfrage stieg um 5,6% im Jahresvergleich auf 180,5 Tonnen.

Weniger Gold aus Goldminen

In Chinas Goldminen wurde im ersten Quartal weniger Gold als zuvor gefördert, die Förderung ging um 2,95% auf 98,22 Tonnen zurück, was die Abwärtstendenz bei der Goldförderung aus dem Vorjahr fortsetzt. Bereits im letzten Jahr (2017) war die Gesamt-Goldförderung in China um 6% auf 426 Tonnen gefallen. China ist damit aber immer noch weltweit größte Goldfördernation und das im elften Jahr in Folge.

China erhöht Umweltanforderungen an Goldförderung

Zukünftig wird man in China mit steigenden Kosten bei der Goldförderung rechnen müssen. China will den Weg fortsetzen, den man bereits in 2016 eingeschlagen hat: Immer strengere Anforderungen an die Goldminenunternehmen zu stellen, was Umweltschutz und Ökologie betrifft. Das führt zu Kostensteigerungen und Minenschliessungen, da einige Minen dann unrentabel werden. Insgesamt dürfte die Goldförderung in China auch in 2018 zurückgehen.