Edelmetalle behaupten sich

Zuletzt stiegen die Edelmetallwerte angesichts der Krise im Nahen Osten. Schnell war jedoch klar, dass weder die USA – noch der Iran an einem bewaffneten Konflikt interessiert waren. Die Lage bleibt angespannt, verlagerte sich jedoch auf die diplomatische Ebene. Säbelrasseln und verbale Sticheleien werden jeden Tag verbreitet, doch auch Experten rechnen momentan nicht mit einer bewaffneten Auseinandersetzung.

Die Edelmetalle hatten zu Beginn der Krise kräftig an Wert dazugewonnen und scheinen sich, auch nach der Deeskalation, weiter behaupten zu können.

Während die Energiewerte kurz darauf nachgaben, so konnten die Edelmetalle nach einer sehr kurzen Abschwächung anschließend wieder an Wert zulegen.

Schweizer Großbank verweigert die Herausgabe von Gold an Kunden

Aus Medienberichten ist zu entnehmen, dass die Schweizer Großbank UBS die Herausgabe von Gold an einen Kunden verweigerte. Die Bank wollte von ihrem Kunden einen klaren Nachweis, dass das eingelagerte Gold in Deutschland korrekt versteuert wurde. Dieser Aufforderung kam der Mann aus Deutschland nicht nach und so verweigerte die Bank die Herausgabe des Goldes. Es handelte sich um insgesamt 8,5 Kilogramm Gold, mit einem Marktwert von ca. 380.000 Euro.

Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA lassen Edelmetalle ansteigen

Vom 31.12.2019 auf den 1.1.2020 hat es in irakischen Hauptstadt Bagdad einen Angriff auf die US-Botschaft gegeben. Die angreifenden Demonstranten folgten dem Ruf der Volksmobilisierungseinheiten und richteten bei ihren Protesten hohen Sachschaden an.

Der Auslöser der Proteste waren US-Luftangriffe auf schiitische Milizen in der Region.

Während alle Parteien zum Rückzug der Demonstranten aufriefen, folgten diese den deeskalierenden Stimmen.

Die USA machen derweil den Irak für die eskalierten Proteste verantwortlich. Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei reagierte empört über die Anschuldigungen aus den USA und wies alle Anschuldigungen ab.

Aufgrund des Konfliktes in der spannungsgeladenen Region stieg der Preis der Edelmetalle rasant.

Nunmehr hat es einen weiteren US-Angriff im Irak gegeben. Raketen trafen am Flughafen der irakischen Hauptstadt den hochrangigen iranischen General Kassem Soleimani tödlich.

Während der Iran normalerweise zuerst verstimmt reagiert und später dann Maßnahmen ergreift, so hat Ayatollah Ali Chamenei sofort scharfe Töne Richtung der USA eingeschlagen.

Die Lage in der krisengeschüttelten Region ist ernst. Israel habe sein Militär in Alarmbereitschaft versetzt, man befürchte seitens des Iran und der Hisbollah Racheakte.

Zudem belastet der Konflikt die weltweiten Märkte. Der asiatische Markt hatte zuerst mit Sorge reagiert und auch der DAX und Dow Jones geben in Folge nach.

Der Euro ist ebenfalls in Bedrängnis und fällt zurück auf 1,11306.

Die Edelmetalle verteuern sich schlagartig.

Anonyme Tafelgeschäfte nur noch bis 2.000 Euro

Seit dem 1. Januar 2020 ist die Obergrenze für anonyme Tafelgeschäfte von 10.000 Euro (9.999,99 Euro) auf 2.000 Euro (1.999,99 Euro) gesenkt worden. Größere Käufe können nun im Goldgeschäft nicht mehr an einem Tag getätigt werden. Kunden, die dennoch auf Edelmetalle als Anlage setzen möchten, können dies entweder als Kunde registriert via Onlinebestellung ohne eine Begrenzung abwickeln, oder setzen weiter auf den anonymen Kauf im Laden. Dazu müssten die Kunden jedoch öfter im Monat den Laden besuchen, um die entsprechenden Mengen zu erwerben.
Eine Umgehung der Obergrenze soll laut dem Gesetzgeber zudem verhindert werden, indem der Händler verpflichtet wird, Mehrfachkäufe eines einzelnen Kunden an einem Tag zu vermerken.