Goldpreis steigt nach Syrien-Konflikt-Verschärfung / FED sieht Risiken in Trumps Zoll-Politik

Die drohende Eskalation des Syrien-Konflikts führte gestern zu zahlreichen Goldkäufen, die den Goldpreis steigen ließen. In Euro stieg der Goldpreis wieder auf Niveau oberhalb von 1090€/oz. US-Präsident Trump hatte nach dem Aufstehen per Twitter Russland gedroht, Raketen Richtung Syrien abzufeuern. Auch wenn er am Nachmittag nicht mehr darauf Bezug nahm, waren Anleger in Sorge. In Grenznähe zu Syrien wurden Aufklärungsflüge verzeichnet, Trump sagte zudem eine am Wochenende geplante Reise nach Südamerika ab, was für zusätzliche Sorge verantwortlich war.

Goldpreis am Morgen

Am Donnerstagmorgen notierte der Goldpreis in Euro bei 1093 €/oz, respektive in Dollar bei 1351 $/oz und damit rund 1% höher als noch 2 Tage zuvor. Silber notierte mit 16,69 $/oz und 13,49 €/oz ebenfalls deutlich fester als noch zwei Tage zuvor. Zahlreiche Gold- und Silber-Kaufaufträge lagen und liegen im Markt. Anleger scheinen sich zu sorgen, dass die USA tatsächlich Raketen auf Syrien abfeuern, was Russland provozieren dürfte.

FED sieht Handelszölle mit Sorge

In den USA wurden gestern die sogenannten FED-Protokolle veröffentlicht, die bekannt machen, was innerhalb der US-Notenbank während der letzten Sitzung diskutiert und angedacht worden ist. Die FED macht sich zudem zunehmend Sorgen um die US-Handelspolitik, insbesondere um das gegenseitige Hochschaukeln von Handelszöllen. Eine solche Politik werde die Wirtschaft in USA schwächen und könne das Wirtschaftswachstum verringern, weil Vergeltungsaktionen anderer Länder den Absatz von US-Produkten schwächen könnten.

Die US-Notenbank hatte auf der letzten Sitzung den Zins für Banken auf die jetzige Spanne von 1,5 bis 1,75% angehoben und avisiert, dass man dies noch 2-3x dieses Jahr tun könne, wenn die Wirtschaft entsprechend wachse und stabil sei. Eben dies sieht man mit den avisierten Handelszöllen allerdings gefährdet.

In den USA hätte man aktuell nahezu Vollbeschäftigung erreicht und auch die Inflation befinde sich im Zielkorridor von zwei Prozent. Zuletzt verzeichneten die USA eine Preissteigerungsrate von 1,6%. Dies sei der FED aber zuwenig. Man möchte zwei Prozent Inflation, betonte Jerome Powell, der neue Chef der US Notenbank FED.

Nach Bekanntgabe der FED-Protokolle kam es am Markt zu verstärkten Bewegungen auf dem Goldmarkt, letztendlich bewegte sich der Goldpreis aber oberhalb der wichtigen Marke von 1350$/oz.

 

Charttest bei 1360$/oz

Charttechnisch muss der Goldpreis zunächst die Marke von 1360$/oz überschreiten, die seit 2014 nicht nachhaltig überschritten worden ist. Langfristig ist der Syrienkonflikt für den Goldpreis nicht ausschlaggebend, sondern dieser wird von der 21 Billionen-Dollar-Verschuldung der USA wesentlich beeinflusst werden. Eine solche Inflationierung der Staatsverschuldung wird langfristig zur Dollar-Entwertung und zur Gold-Aufwertung führen, ist die Meinung der meisten Edelmetallanalysten.

 

 

 

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Weitere Zölle durch Trump angekündigt – führt dies zu mehr Goldkäufen?

US Präsident Trump hat gestern angekündigt, weitere Zölle im Volumen von 100 Milliarden US-Dollar gegen China einzuführen. Dies machte die Ängste zunächst größer, dass der Handelskrieg zwischen USA und dem Rest der Welt weiter eskaliert. Zölle und Gegenzölle würden sich dann abwechseln und letztendlich allen Handelsnationen schaden. Fast zeitgleich gab Trump bekannt, dass er den Grenzschutz zu Mexiko durch die Nationalgarde verstärken lassen wird.

Goldpreis ging kurz 0,4 Prozent nach oben

Im späten Handel gestern Abend ging der Goldpreis kurz 0,4% nach oben – auf 1330 US$/oz, was sich aber bis zum heutigen Freitagmorgen wieder beruhigte. Im europäischen Handel notierte die Feinunze Gold am frühen Freitag bei 1323 $/oz, respektive 1081 €/oz. Der Goldpreis in Euro bietet damit wieder günstige Einstiegsmöglichkeiten für die, denen ein Preis von über 1090 zu teuer zum Kaufen war.

Starke Krügerrand-Käufe

Gestern und heute wurden vermehrt größere Anlagekäufe von Krügerrand-Goldmünzen festgestellt, – Anleger nutzten den leichten Preisrücksetzer offensichtlich sofort für Nachdeckungen.

Indische Goldnachfrage geht nach oben

Vor den Festivalaktiväten rund um das indische Fest Akshaya Tritiya ging in Indien die Goldnachfrage deutlich nach oben, berichteten einhellig indische Goldhändler. Schmuckhersteller kauften für die Feiertage verstärkt Gold hinzu. In China hingegen ist diese Woche ein relativ ruhiger Goldhandel festzustellen, da wegen der bevorstehenden Qingming Feiertage der Handel einige Tage pausiert.

Numismatische Nachfragen

Die Münznachfragen aus dem Bereich der Numismatik waren diese Woche stark geprägt von Käufen der neuen 5 Euro Münze Subtropische Zone aus Deutschland (2018), die sich Anleger und Sammler in st und PP, vorzugsweise gleich satzweise (ADFGJ) sicherten. Wohl noch im Nachgang zu Ostern waren ebenfalls Euromünzen aus dem Vatikan in vielen Orders enthalten.

Goldpreis hat bereits 3x 1350$/oz überschritten

Der Goldpreis pro Feinunze hat dieses Jahr bereits dreimal die Marke von 1350 Dollar pro Unze überschritten, ging danach durch Gewinnmitnahmen jedes Mal wieder zurück. Mittelfristig ist allerdings davon auszugehen, dass bei einem der nächsten Anläufe die Marke auch nachhaltig überschritten werden kann, weil die Anzahl der Zauderer, die dann vorsichtshalber verkaufen, von Mal zu Mal kleiner werden dürfte. Das Goldjahr 2018 bleibt spannend.

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Russland rettet mit 800 Millionen Euro eine Bank und Trumps Wirtschaftsberater geht – GET GOLD?

Die Zeiten werden nicht ruhiger. Gestern Abend wurde bekannt, dass die russische Zentralbank eine wankende Bank mit 809 Millionen Euro unterstützen muss. Die B&N Bank soll zudem mit der ebenfalls wankenden Großbank Otkritie fusionieren. Diese hatte die Bank of Russia zuvor bereits mit insgesamt über 14 Milliarden Euro (!) gestützt, um einen Zusammenbruch zu vermeiden.

Russlands Banken leiden unter Sanktionen im Ukraine-Konflikt

Russland will es nur ungern offen einräumen, aber die russischen Großbanken leiden unter den Sanktionen, die wegen des Ukraine-Konflikts ausgesprochen worden sind. Diese haben die Konjunktur in Russland abkühlen lassen, was zu massiven Kreditausfällen führte.

In den USA verlässt der Wirtschafts-Chefberater das Weiße Haus

Nun hat hat auch Gary Cohn, bis dato Chef-Wirtschaftsberater im Weißen Haus die Zusammenarbeit mit Donald Trump aufgekündigt. Er verlässt das Weiße Haus. Cohn, vormals Investmentbanker hatte Präsident Trump dringend davon abgeraten, Zöller auf europäische Produkte wie Stahl einzuführen. Dem Vernehmen nach will sich Trump aber nicht davon abbringen lassen und erwägt sogar einen Einfuhrzoll in Höhe von 25% auf europäische Autos einzuführen. Eine solche Politik wollte Gary Cohn offenbar nicht mittragen und reiht sich daher in den Reigen derer ein, die nicht mehr bereit sind, mit US Präsident Trump zusammen zu arbeiten. Nach außen hin hat er sich höflich verabschiedet und für die großartige Gelegenheit gedankt, Mitglied der Regierungsmannschaft gewesen sein zu dürfen.

UBS sieht das als Chance für Gold

Dominic Schnider, bei der UBS für Edelmetalle zuständig (Wealth Management CIO Office Head, Commodities and APAC) sieht das als Chance für GOLD. Sollte sich Trump tatsächlich bei den Zöllen durchsetzen und eine Art Handelskrieg mit anderen Staaten beginnen, die sich dann gegenseitig mit Zöllen belegen, werde die Wirtschaft leiden, die Industriemetalle werden fallen und Gold werde steigen. Ähnlich äußerte sich auch in einem Bloomberg-Interview (englisch). Gold sei bisher schon recht stabil gewesen, stelle einen wesentlichen Faktor im Portfolio dar. Im Falle von Zöllen etc. werde Gold steigen.

Goldman Sachs sieht auch steigende Goldpreise

Auch Goldman Sachs sieht steigende Goldpreise, wenn die avisierte Zölle auf Stahl und Aluminium sich tatsächlich durchsetzen. Solche Zölle könnten auch zu massiven Verkäufen von US Staatsanleihen und US-Wertpapieren überhaupt führen, was dann den Goldpreis antreibe. Dies sei mit ein Grund für eine positive Einschätzung der zukünftigen Goldpreisentwicklung.

FED-Direktorin sieht nur moderate Zinssteigerungen dieses Jahr

In der Nacht zum heutigen Mittwoch hat Lael Brainard, Direktorin bei der US-Notenbank FED, dieses Jahr nur ein Potential für mäßige Zinserhöhungen gesehen. Die Steuersenkungen in den USA würden das Wachstum in den USA dieses und nächstes Jahr um je 0,5% erhöhen, die Inflation würde gedämpft bleiben. Dies würde nur Spielraum für moderate Zinserhöhungen geben, auf deren Anzahl sie sich auf Nachfrage nicht festlegen wollte. Brainard hatte sich in der Vergangenheit sogar gegen die moderaten Zinserhöhungen der früheren FED-Chefin Janet Yellen ausgesprochen. Was immer die USA auch zukünftig mit ihren Zinsen machen: Nach großen Erhöhungen sieht es nicht aus und dafür hat auch der US-Staatshaushalt in Sachen Kreditfinanzierung gar keine Spielräume.

Silber-Gold-Ratio mit 72 zu hoch

Das renommierte Silver Institute in den USA ist der Auffassung das das Verhältnis Silber zu Gold mit 72 zu 1 zu hoch sei und darin eine deutliche Chance für den Silberpreis liege. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Verhältnis wieder auf den langfristigen Durchschnitt von 64 zu 1 komme, sei groß. Dies werde nicht durch einen Rückgang beim Goldpreis geschehen, sondern werde durch einen Kursanstieg beim Silberpreis verwirklicht. Dies sei nicht nur Wunschdenken, sondern werde auch an Fakten und bereits beginnenden Entwicklungen festgemacht. So werden die Silber-Investments in ETPs (Exchange-traded-products) in 2018 voraussichtlich ca. 3% steigen, – diese hätten in 2017 bereits ein Rekordniveau von 670 Millionen Unzen erreicht.

Die Silberminenproduktion weltweit sei in 2016 das erste Mal um 1% gefallen, nach 14 Jahren des Anstiegs. In 2017 wird der Minenoutput auf etwa 870 Millionen Unzen geschätzt, was die Tendenz fortsetzen würde.

Die Schmucknachfrage wird nach den ersten Schätzungen für 2018 um rund 4% zulegen. Da 20% der weltweiten Silbernachfrage auf den Schmucksektor entfallen, sei auch dies wesentlich.

Deutsche Anleger setzen vor allen Dingen auf Silbermünzen statt Silberbarren

Da der Kauf von reinen Silberbarren in Deutschland i.d.R. mit 19% Mehrwertsteuer belastet ist, setzen deutsche Anleger vor allen Dingen auf die steuerliche günstigeren Silber-Anlagemünzen, bei denen der Händler nur auf die Differenz zwischen seinem Einkaufs- und seinem Verkaufspreis eine Margensteuer abführt und damit die sogenannte Differenzbesteuerung nutzt.

Mit am häufigsten investieren deutsche Anleger dabei in die australische Silbermünze Känguru, die aus 31,1 Gramm reinem Silber (999,9/1000) besteht und von Anlegern häufig in Mengen von 250 oder einem Vielfachen bestellt wird, da dies die Verpackungseinheit für sogenannte Masterboxen ist. Ebenso beliebt sind Masterboxen Maple Leaf, die es für jeweils 500 Silbermünzen gibt.

Bei Anlegern beliebt: Masterbox mit 250x Känguru Silbermünzen mit je 31,1 Gramm Feinsilber
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Geht bald die Goldpreis-Rallye los?

In den letzten Wochen ist der Goldpreis vom Jahreshoch bei 1357$/oz bis auf die Unterstützungslinie bei 1265$ zurückgegangen, um sich dann  wieder bis auf knapp über 1300$/oz zu stabilisieren. Bei 1301$/oz wurde charttechnisch ein Widerstand berührt, wo der Goldpreis wieder leicht nach unten abprallte.

Bodenbildung Goldpreis bei 1265$/oz

Der Goldpreis könnte aber bei 1265$/oz einen Boden gefunden haben, erste Anzeichen einer Kaufwelle sind zu verzeichnen, wodurch der Goldpreis in Dollar wieder die 1301$-Barriere antesten könnte. Aktuell liegt der Preis bereits bei 1284$/oz. Sobald die 1301$/oz durchschritten werden, wäre das Signal für eine weitere Kursrallye Richtung bisheriges Jahreshoch (1357$) und später auf 1400$ wahrscheinlich.

Starke chinesische Goldnachfrage

Die starke Goldnachfrage aus China könnte dem Goldpreis Auftrieb verleihen. Das World Gold Council hatte in seiner gestrigen Veröffentlichung der Quartalszahlen zur Goldnachfrage in China Goldkäufe (Goldbarren und Goldmünzen) von 64,3 Tonnen im Reich der Mitte konstatiert, auch Goldschmuck wurde dort im Volumen von 159,3 Tonnen abgesetzt, was einem Plus von 13% entspricht. Eine derart starke Nachfrage in einem so bevölkerungsreichen Land wie China kann langfristig nicht ohne Auswirkungen auf den Goldpreis bleiben.

Viele junge Goldkäufer in China

Bemerkens ist laut Wang Lixin, dem Manager des World Gold Councils in China, dass besonders die jungen Leute in China gerne und viel Gold kaufen, dies wären zukünftig die marktbestimmenden Kunden.

Schlechte Nachrichten für Gold nur aus Saudi-Arabien

Schlechte Nachrichten für den Goldmarkt gab es nur aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten: Dort soll ab 1.Januar 2018 eine neue Steuer für Luxusartikel in Höhe von 5% auch auf Goldprodukte fällig werden, was den Absatz reduzieren könnte. Die neue Luxussteuer von 5% soll auf alle nicht-notwendigen Luxusgüter (non essential luxury goods tax)  angewendet werden, so z.B. auf Goldschmuck. Der Goldabsatz in Saudi-Arabien spielt aber weltweit betrachtet kaum eine Rolle: Währen in Deutschland in Q3 2017 beispielsweise alleine schon 25 Tonnen Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen verkauft worden sind, wurde in Saudi-Arabien in Q3 nur Goldschmuck im Volumen von 9,8 Tonnen bewegt. Selbst wenn dies durch eine Steuer um 10 oder 20% zurück gehen sollte, wäre dies Auswirkung auf die weltweite Gesamt-Goldnachfrage kaum signifikant. Die Regierung dort rechnet mit 3,3 Milliarden Dollar Steuereinnahmen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob in dem traditionell reichen Land eine solche Steuer überhaupt einen signifikanten Einfluss auf den Schmuckabsatz hat.

Steuerreform in USA könnte Goldpreis antreiben

Die Steuerpläne in den USA, die Steuersätze vor allen Dingen für Reiche und Unternehmen deutlich senken wollen, könnten dem Goldpreis zusätzlich Anschub geben, da viele Geldanleger dann mehr Geld in der Tasche hätten, um Gold als Investment oder als Goldschmuck zu kaufen. Es bleibt abzuwarten, ob Präsident Trump dies tatsächlich durchsetzen und finanzieren kann. Er will die Unternehmenssteuer von 35 auf 20% senken, – zuletzt wurde eine solche Senkung von 2018 auf 2019 verschoben.

Neuer FED-Chef wird Zinsen nicht schnell erhöhen können

Der designierte neue FED-Chef Jerome Powell wird die Zinsen in den USA nicht schnell erhöhen können, denn die US-Staatsschulden sind mittlerweile bei 20,44 Billionen Dollar, was 106% der jährlichen Wirtschaftsleistung entspricht. Dazu kommen Schulden der Unternehmen und Haushalte. Ein zu großer Zinsschritt würde nicht nur Millionen Haushalte belasten, sondern auch den US-Haushalt. US-Präsident Trump hat daher zuletzt mehrfach betont, dass er weiterhin auf Niedrigzinsen setzt, was dem Goldpreis Aufschub verleihen sollte.

Gold kaufen also vermutlich weiter sinnvoll

Gold kaufen dürfte daher voraussichtlich auch weiter für europäische Anleger sinnvoll sein, weil die folgenden Punkte für einen steigenden Goldpreis in Euro sprechen:

  • Zinsen in den USA sollten b.a.w. relativ niedrig bleiben, da der Staat USA einen höheren Zinssatz für seine Schulden gar nicht finanzieren könnte
  • Die FED in USA und die EZB in Europa fluten den Geldmarkt auch weiterhin jeden Monat mit Milliarden neu gedruckten Geldes. Es wurde zwar die Zuflussgeschwindigkeit des neuen Geldes reduziert, aber am System der Liquiditäts-Überversorgung wurde nichts geändert
  • Aktienmärkte sind teilweise auf Rekordniveau, was ein Zeichen einer Überhitzung sein könnte
  • Null- und Negativzinsen in Deutschland werden auch absehbar weiterhin existieren
  • starke asiatische Goldnachfrage könnte den Goldpreis steigen lassen. In Euro und in Dollar
  • 45% stärkere Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen in Deutschland in Q3 sprechen auch tendenziell für steigende Goldpreise

 

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Goldpreis steigt kräftig, nachdem Trump Nordkorea droht

US Präsident Trump hatte die Drohung an Nordkorea kaum ausgesprochen, schon stieg der Goldpreis an den Märkten drastisch an.

US-Präsident droht mit Schlag gegen Nordkorea wie es die Welt noch nicht erlebt hat

Der US Präsident droht mit einem Schlag, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat, siehe Redeausschnitt im Video:

Trump droht mit Feuer, Wut und seiner Macht. Zuvor hatte Nordkorea den USA mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht und damit den Konflikt weiter angeheizt. Kurz zuvor wurden Berichte verbreitet, dass Nordkorea nunmehr auch Nuklear-Sprengköpfe per Raketen über diese Distanzen befördern könne.

Anleger bringen Geld in Sicherheit und kaufen Gold

Angesichts solcher Drohungen zweier eher unberechenbarer Staatsführer kaufen Anleger weltweit vermehrt Gold, was den Goldpreis nach oben schnellen ließ. Nachdem der Goldpreis gestern schon anzog, stieg er heute nochmals um über 1% auf zuletzt 1085€/oz. Vor 3 Tagen notierte der Goldpreis in Euro noch zwischen 1060€ und 1070€. Besonders gefragt waren größere Goldbarren und auch Krügerrand Goldmünzen, dicht gefolgt von Maple Leaf Goldmünzen aus Kanada.

Trump droht auch über Twitter

Damit es auch niemand übersieht, verkündet Präsident Trump die Botschaft auch noch über Twitter:

Der Goldpreis ging nach den Trump-Tweets nochmal hoch

Indien kauft doppelt so viel Gold wie im Vorjahr

Zusätzlich bekam der Goldpreis Inspiration von der starken Nachfrage in Indien. Es wurde bekannt, dass Indien auch im Juli, also NACH der Einführung einer neuen Goldbesteuerung, deutlich mehr Gold als im Vorjahr eingeführt hat. Die Importe Indiens betrugen im Juli mit 53,4 Tonnen mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, wo im Juli 22 Tonnen Gold eingeführt wurde.

Zwar beeilte man sich in Indien mitzuteilen, dass dies voraussichtlich nur verspätete Lieferungen aus Juni- oder Mai-Aufträgen seien, dennoch bleibt festzustellen, dass von Januar bis Juli 2017 mit 625,5 Tonnen Gold mehr als doppelt so viel Gold nach Indien verbracht wurde, wie im Vorjahreszeitraum. Der indischen Regierung sind die Goldimporte wegen des dadurch bestehenden Handelsbilanzdefizits ein Dorn im Auge. Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, versucht man die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass diese weniger Gold kaufen solle und mehr in das Bankensystem (Papiergeld) investiere, doch der indische Anleger strebt traditionell zum Gold.

Commerzbank sieht bei Gold Safe-Haven-Demand

Die Commerzbank sieht auch Safe-Haven-Käufe bei Gold nach den Drohgebärden zwischen Nordkorea und den USA, was auch zu dem Goldpreisanstieg über 1080 Euro pro Unze geführt habe. Anleger wollen ihre Schäfchen ins Trockene bringen.

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Gold kaufen: 4 Gründe, warum Sie es jetzt tun sollten

Vielleicht haben Sie sich  schon einmal damit beschäftigt, ob Sie jetzt erstmalig oder als Ergänzung Ihres Portfolios Gold kaufen sollten. Wir nennen Ihnen 4 Gründe, warum wir glauben, dass Sie dies jetzt tun sollten:

  1. FED
  2. TRUMP
  3. EU/Euro
  4. Goldpreis
  1. Gold kaufen, weil die FED die Realzinsen negativ macht

Die US Notenbank FED hält seit Jahren die Zinsen niedrig, die EZB in Europa macht dasselbe. Die Zinsen sind bei NULL Prozent oder kurz darüber. Auch nach viel diskutierten Zinserhöhungen in USA und auch denen, die noch kommen können, sind die Zinsen niedrig. So niedrig, dass nach Abzug der Inflationsrate eine NEGATIV-Verzinsung übrig bleibt. Der Realzins ist negativ. Die Menschen werden also kalt enteignet, indem ihr Geld immer wertloser wird. Wer da nicht in Sachwerte, wie z.B. Gold investiert, läuft Gefahr, sein Realvermögen zu vermindern.

  1. Gold kaufen, weil TRUMP unberechenbar ist

Eine der scheinbar mächtigsten Nationen der Welt mit einem Verteidigungshaushalt der grösser ist als der von zig anderen Ländern zusammen, hat einen Präsidenten, der unberechenbar ist und dem Entscheidungen vorschweben, die vorher kein US-Präsident getroffen hat. Er will Krankenversicherungen abschaffen, Zäune und Mauern bauern, droht Korea mit Krieg, lässt Bomben in Syrien abwerfen und droht der deutschen Industrie, keine Aufträge mehr zu erteilen: AMERICA FIRST

Hier ist schlichtweg nicht kalkulierbar, ob er irgendwann nicht doch auf ein Knöpfchen drückt und kriegerische Auseinandersetzungen einläutet, die sich dann unvorhersehbar entwickeln. Niemand weiß, ob er nicht doch Handelszölle die EU oder Deutschland betreffend einführt. Auch wenn es ihm letztendlich selber schaden würde, schadet er zunächst einmal auch der deutschen oder europäischen Industrie, wenn er so etwas tut. Er hat vor der Wahl viel versprochen und steht unter dem Druck, davon auch einiges umsetzen zu müssen, um nicht das Gesicht zu verlieren.

  1. Gold kaufen, weil der Euro und EU an Stabilität verlieren

Das 50 Euro nicht mehr so viel wert sind wie früher 100 DM, hat sicher auch der letzte bemerkt. Aber mittlerweile droht auch das Konstrukt EU und der Euro auseinander zu fliegen. Nicht nur, dass sich in vielen Ländern schon Parteien zum Austritt aus dem Euro gebildet haben und zweistellige Wahlergebnisse erzielen: Mit Großbritannien gibt es das erste große EU-Mitgliedsland, was aus der EU austritt. Niemand weiß, wie lange es dauert, bis Nachahmerländer einen ähnlichen Weg gehen. Die Griechenlandfrage ist auch noch nicht gelöst: Man hat Schulden erlassen, Schuldentilgungen gestreckt, neue Kredite bewilligt und die Probleme sind immer noch da. Wenn man aber nicht sicher sein kann, ob der Euro in 5 Jahren noch Bestand hat, sollte man sich durch Sachwerte absichern. Hier ist der Kauf von Gold wegen seiner Fungibilität empfehlenswert: Gold ist jederzeit auf der ganzen Welt wieder zu Geld zu machen. Wenn Sie eine Krügerrand Goldmünze wieder zu Geld machen wollen, gelingt Ihnen das in jedem Land der Erde innerhalb von 24 Stunden. Versuchen Sie das einmal mit einer Immobilie, einem Oldtimer oder eine Sammlung alter Weine. Vom Transportproblem ganz abgesehen.

  1. Der Goldpreis ist aktuell günstig: Gold jetzt kaufen könnte klug sein

Niemand kann den Goldpreis für 1 Jahr vorhersagen. Noch nicht einmal für eine Woche. Auch wir nicht. Wir können jedoch schauen, was war in der Vergangenheit und welche Entwicklungen dürfen als wahrscheinlich gelten. Der Goldpreis ist im Vorfeld der Wahl in Frankreich auf über 1200 Euro/Unze gestiegen, befindet sich aktuell nach der Wahl wieder bei 1158€/oz und bietet damit eine deutlich tiefere Einstiegsmöglichkeit für Investoren. Die grundsätzlichen Probleme in der Welt haben sich nicht geändert. Diese Woche Mittwoch ist auch COMEX-Termin, wo Goldoptionen auslaufen. Kurz vor solchen Terminen kommt es häufig zu Ausschlägen nach oben oder unten, die sich danach wieder umgekehrt bewegen. Den aktuellen Ausschlag nach unten kann man ggf. für Käufe nutzen.

Warum wir auch glauben, dass der Goldpreis mittel- bis langfristig weiter steigt?

  • Gold wird vor allen Dingen aus Minen tief unter der Erde in Südafrika oder China gefördert. Das wurde früher zu Hungerlöhnen von einfachen Arbeitern gemacht – unter Missachtung von Umweltvorschriften. Hier ist man heute schon einen Schritt weiter, aber immer noch nicht auf westlichem Standard. Ein chinesischer Arbeiter wird in 5 Jahren nicht mehr einen Monat unter Tage für 200 Euro im Monat arbeiten. Durch die Steigerung der Lohnkosten werden die Preise für das geförderte Edelmetall steigen
  • Gold wird langsam knapp: Die Ausbeute aus den Goldminen wird immer knapper: Man muss immer tiefer graben, um an Gold zu kommen. In China eröffnet man jetzt die ersten Goldminen im Meer, unter der Wasseroberfläche, um sicherzustellen, dass man auch zukünftig noch Gold fördern kann
  • Die Goldnachfrage wird weltweit im Wesentlichen aus Indien und China bestimmt. Ein Großteil des weltweiten Goldes wird von dort konsumiert. Die Bevölkerungswachstumsraten sind dort immer noch enorm und noch viel wichtiger: Immer grössere Teile der existierenden Bevölkerung dort wachsen in Wohlstandsschichten hinein, die auch Gold als Schmuck oder Investment kaufen
  • US-Dollar und Euro gelten nicht mehr als sicher: Die Zentralbanken dieser Welt gehen daher seit Jahren dazu über, ihr Geld zur Sicherheit in GOLD anzulegen und sind seit mehr als 10 Jahren jedes Jahr NETTO-KÄUFER von Gold, kaufen tonnenweise Gold

Welches Investment in Gold ist zu empfehlen?

Wir empfehlen, folgendes Gold zu kaufen:

Diese Goldmünzen und Goldbarren können Sie jederzeit auf der ganzen Welt wieder zu Geld machen, weil sie weltweit anerkannt sind. Gleichzeitig haben Sie Stückelungen, die klein genug sind, wenn Sie flexibel irgendwann etwas zurückgeben wollen.

Goldbarren, z.B. von Heraeus zur Vermögensabsicherung
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Goldpreis: Trump und World Gold Council treiben ihn nach oben

Die Fans von Goldbarren und Goldmünzen haben im Moment einen besten Freund: Donald Trump. Der neue US-Präsident sorgt mit seiner Unberechenbarkeit weltweit für angstgetriebene Goldkäufe. Der Goldpreis erzielte am Dienstag morgen mit 1152 Euro den höchsten Preis seit 3 Monaten. Der Goldpreis in Dollar stieg bis auf 1235,80 $/oz.

Gold als Krisenmetall funktioniert

Gold hat damit wieder einmal seine Funktion als Krisenmetall unter Beweis gestellt: Donald Trump hat mehrfach geäußert, den US-Dollar schwächen zu wollen, damit die USA besser exportieren können. Als Konsequenz kaufen die Amerikaner aktuell vermehrt Gold gegen Dollar, was den Goldpreis nach oben steigen lässt. Die Europäer hingegen befürchten, die Wirtschaft könnte geschwächt werden, wenn Trump Importzölle erhebt und kaufen deswegen Gold.  Trump kann von den meisten Politikern noch nicht so richtig eingeschätzt werden. Mit seiner We make America great again-Politik scheint er einen Handelskrieg mit zahlreichen Nationen anfangen zu wollen. Weder Mexiko, noch Deutschland oder China können sicher sein, ob nicht doch Handelsbeschränkungen eingeführt werden. Argentinische Zitronenlieferanten mussten bereits erfahren, dass von Obama eingefädelte Exporte in die USA von Trump gestoppt wurden. Per Dekret vernichtet Trump über Nacht jahrelange Praxis oder vorher geschlossene Verträge.

Gold in der Gunst der Anleger – Goldpreis steigt

Gold steht daher in der Gunst der Anleger. Trump kann den Dollar schwächen, er kann Importe und Exporte beeinflussen, aber er kann Gold nicht beliebig vermehren oder herstellen. Auf die Idee, es zu verbieten, ist er bislang noch nicht gekommen, – in früheren Aussagen hat er sich sogar als Freund von Gold geoutet. Gold-ETFs in den USA haben massive Zuflüsse, der grösste Gold-ETF hat mit rund 818 Tonnen ca. 19 Tonnen Gold an Zufluss die letzten Tage erlebt. Geldanleger in den USA fliehen sowohl in den SPDR Gold Shares ETF als auch in physisches Gold in Form von Goldmünzen und Goldbarren.

Goldnachfrage auf 3-Jahres-Hoch

Das World Gold Council hat die Goldtrends des Jahres 2016 soeben veröffentlicht: Die Goldnachfrage ist auf einem 3-Jahres-Hoch: Mit 4309 Tonnen Gold-Nachfrage wurde die Vorjahresnachfrage deutlich übertroffen. Auch die ETFs, die von Freunden physischen Goldes gerne Papiergold genannt werden, hatten Zuflüsse ins Gold in einem Ausmaß wie seit 2009 nicht mehr.

Gold kaufen war in 2016 populär (WGC-Grafik)

LBMA-Analysten sehen Goldpreis positiv

Zum Jahresanfang befragt die Londoner Edelmetallhändlervereinigung LBMA ihre Experten, wo sie denn die Edelmetallkurse im Laufe des Jahres 2017 sehen. Fast einhellig lautet für dieses Jahr die Antwort: Deutlich höher.

Zum Zeitpunkt der Prognoseerstellung hatten die LBMA-Mitglieder im Durchschnitt einen Goldpreisanstieg in 2017 von +5,3% auf 1244$/oz prognostiziert mit Ausschlägen nach oben und unten. Die Prognose wurde allerdings in den ersten zwei Januarwochen abgefragt. Aktuell hat die Wirklichkeit die Prognose schon fast eingeholt: Der Goldpreis in Dollar hat sich schon bis auf 1235 $/oz an dieses Ziel herangerobbt. Die Analysten wussten auch zum Zeitpunkt der Prognose noch nicht, wie unberechenbar der US Präsident Trump ist und welchen Einfluss das auf den Goldpreis haben kann. Wohl haben die Analysten einhellig bedeutende Einflussmöglichkeiten wegen der Brexit-Verhandlungen und des US-Präsidenten vorhergesehen, – eine genaue Einschätzung war Ihnen Anfang des Jahres jedoch noch nicht möglich.

Wichtig ist die Essenz: Keiner der Analysten hat dramatische Goldpreis-Rückschritte (z.B. unter 1000 US$) vorhergesehen. In der Vergangenheit waren die Prognosen der LBMA-Mitglieder regelmäßig eher etwas zu vorsichtig und nicht übermäßig positiv. Insoweit könnte man davon ausgehen, dass der Goldpreis sich auch in 2017 noch deutlich über die durchschnittlichen Vorhersagen der LBMA-Experten bewegen wird.

Goldpreis steigt weiter (Tabelle der LBMA):

Goldpreis geht gem. LBMA weiter nach oben

100 Tage Linie beim Goldpreis überschritten

Auch Chartisten haben Freude am Goldpreis, hat er doch soeben die 100-Tage-Linie überschritten, was als wichtige Voraussetzung für einen Anstieg nach oben gesehen wird.

Trump Trump und nochmals Trump

Ob der US-Präsident tatsächlich möchte, dass Apple seine Iphones nicht mehr in China fertigen lässt, sondern in USA und ob er möchte, dass die US-Automobilindustrie keine Teile mehr aus Deutschland importiert, die sie dringend zum Autobau benötigt, weil die Technik in den USA noch gar nicht vorhanden ist, bleibt abzuwarten. Apple baut derweil Fertigungskapazitäten in Indien auf, um bei einem China-Boykott nicht zu stark betroffen zu werden. 100 IT-Unternehmen in USA haben sich schon bei Trump beschwert, darunter Facebook, Google und Apple, weil nach dem Trump-Einreisedekret keine ausländischen Experten mehr ins Land dürften. Auch Google-Angestellte, die auf Auslandseinsatz waren, hätten nach dem Dekret nicht mehr zurück gedurft. Ein Richter hatte das Dekret zwischenzeitlich gestoppt. Es bleibt spannend in den USA mit ihrem neuen Präsidenten.  Gold kaufen ist für viele Anleger weltweit die Antwort.

Gold kaufen am besten physisch

Wer die Lektion noch nicht gelernt hat, dass Zertifikate nur einen theoretischen Lieferanspruch begründen, aber eben kein physisches Gold sind, kauft Gold-Zertifikate oder Gold-ETFs. In Deutschland kaufen die meisten Anleger jedoch lieber physisches Gold in Form von Goldmünzen und Goldbarren. In der aktuellen Woche sind Krügerrand Goldmünzen und Goldbarren bis 100 Gramm die Spitzenreiter bei der Nachfrage. Steigt der Goldpreis weiter – wonach es aussieht – dürften die Käufer dem US-Präsidenten (zumindestens in dieser Hinsicht) dankbar sein. Ein weiter steigender Goldpreis lässt auch den Wert der goldenen Münzen und Barren weiter steigen.

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Trump makes Gold great again

Für den Goldmarkt und den Goldpreis ist der neue US-Präsident Trump das Beste, was passieren konnte.  Rund um die Präsidentschaftswahl kam es im vierten Quartal zu massiven Goldkäufen durch Geldanleger, die durch den Wahlkampf und provokative Aussagen verunsichert worden sind. Mit der Präsidentwerdung und ersten Dekreten des neuen Präsidenten scheinen Anleger weiter massiv zu Gold zu greifen, weil sie ob der bemerkenswert anderen Vorgehensweise des neuen Präsidenten verunsichert sind.

Trump makes Gold great again

Unter Goldhändlern kursiert daher der Ausspruch Trump makes Gold great again – in Abwandlung des Trump-Wahlspruchs Make America great again. 

Massive Goldkäufe in Deutschland

Ein deutscher Edelmetallhändler outete die letzten Tage den Umsatz aus 2016: 1,9 Milliarden Euro wurden bei ihm in Edelmetalle investiert, davon 42 Tonnen Gold. Auch er führte den Umsatz mit auf den Trump-Effekt zurück. Vor allen Dingen das vierte Quartal rund um die Präsidentschaftswahl war ausschlaggebend.

Weltweite Rekord-Absatzzahlen bei Gold

Auch das World Gold Council, eine Produzentenvereinigung mit Hauptsitz in London berichtet von Rekord-Absatzzahlen bei Gold. Im Jahr 2016 seien insgesamt über 4300 Tonnen Gold verkauft worden, – soviel wie seit 3 Jahren nicht mehr.  Auch institutionelle Anleger setzen vermehrt auf Gold, sogar bei den Papiergold-Produkten ETF & Co sorgte eine Nachfrage von mehr als 500 Tonnen für Aufmerksamkeit – ein Niveau, was man zuletzt während der Lehman-Krise verzeichnen konnte.

Goldmünzen und Goldbarren für Anleger

Deutsche Anleger setzen jedoch vermehrt auf tatsächlich vorhandenes Gold zum Anfassen und sind nach der Lehman-Krise vorsichtig, was den Erwerb von Papiergold und Zertifikaten angeht. Goldmünzen wie Krügerrand, Maple Leaf und Känguru werden ebenso massiv gekauft wie Goldbarren.

Trump-Faktor auch zu Beginn des Jahres 2017

Das schnelle Verfassen von Dekreten wurde dem neuen US-Präsidenten einerseits positiv angerechnet, weil er damit unter Beweis gestellt hat, dass er schnell und wie avisiert handelt, – andererseits wurden Unsicherheiten laut, da die meisten Dekrete wohl mit der heißen Nadel gestrickt waren und mangels Ausführungsbestimmungen viele Fragezeichen offen ließen. Goldkäufer in USA und Deutschland gaben auf Nachfrage an, das Gold auch wegen der politischen Unsicherheit gekauft zu haben. Große US-Unternehmen wie Facebook und google monierten, dass sie nur ungern ihre Mitarbeiter, die im Ausland im Urlaub oder Arbeitseinsatz waren, verlieren würden, nur weil diese wegen einem Trump nicht passenden Pass nicht mehr zurückreisen dürften. Ein Richter kippte zwischenzeitlich das Dekret, was Trump dazu veranlasste, den Richter infrage zu stellen.

Goldpreis steigt unter Trump

Der Goldpreis steigt auf jeden Fall unter der Präsidentschaft von Trump. Aktuell (6.2.2017) notiert die Feinunze Gold bei 1141 Euro/oz und liegt damit fast 4% höher als noch zu Jahresanfang. 4% Wertzuwachs in einem Monat ist ein Plus, was Anleger mit Sparbriefen, Festgeldern oder Festverzinslichen dieses Jahr voraussichtlich nicht im Gesamtjahr erzielen werden. Goldkäufer dürfte es freuen. So macht das Kaufen von Goldmünzen Spaß.

 

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Goldpreis: Unberechenbarkeit von Trump dürfte ihn auch zukünftig stützen

Der Goldpreis startete mit 1215 US$/oz rund 5 US-Dollar fester in die Woche als er die letzte Woche beendet hatte. In Euro notierte der Goldpreis gegen Montagmittag bei 1130,75 Euro/oz, ebenfalls fester als er ins Wochenende ging.

Der neue US-Präsident Trump ist erst 3 Tage im Amt und schon geht es in den USA mächtig rund. Trump behauptet, bei seiner Einsetzungsfeier wären so viele Besucher wie noch nie anwesend gewesen, Medien berichteten mit Luftaufnahmen unterlegt das Gegenteil: Es waren deutlich weniger Menschen als bei Obama zu sehen. Trumps Pressesprecherin lieferte den Medien „alternative Fakten“ zur Berichterstattung, – ein Fernsehsender in den USA wies dies als „Fake-News“ zurück, die man nicht verbreiten wolle.

Trump monierte, er sei hinsichtlich seiner Kritik am CIA von den Medien missverstanden worden, er findet den CIA großartig. Seine eigenen Twitter-Postings unterlegen jedoch eine gegenteilige Auffassung. Außer einem Rückruder-Dekret in Sachen Obamacare, was staatlichen Stellen, wenn sie „über Gebühr belastet werden“ zukünftig freistellt, Leistungen nach Obamacare zu leisten oder nicht, hat Trump noch nichts Wesentliches beschlossen, sodass man seine Wirtschaftspolitik nicht abschliessend einschätzen kann.

Goldpreis wird durch Safe-Haven-Buying gestützt

Als sicher darf jedoch gelten, dass extreme Unsicherheiten an den Märkten über seine zukünftigen Handlungen vorhanden sind. Solche Unsicherheiten waren in der Vergangenheit immer ein Garant für einen stabilen Goldpreis, weil die Anleger Gold als sicheren Hafen betrachten und im Zweifel dann lieber Gold als Staatsanleihen oder Aktien kaufen.

Notenbank FED kann Goldpreis nicht schwächen

Die US-Notenbank-Chefin Janet Yellen hielt letzten Mittwoch wieder eine der gewohnten „Wir-können-auch-die-Zinsen-anheben“-Reden und stellte dar, dass die USA nunmehr fast Vollbeschäftigung und Preisstabilität erreicht hätte, – deswegen könne man in der Zukunft die Zinsen bis auf 3% anheben. Natürlich nur schrittweise und die 3% könne man so bis zum Ende des Jahrzehnts erreichen, – das wäre  je nach Definition in 3 bis 4 Jahren. Der Goldpreis ging nach dieser Bekanntgabe nur kurz ein paar Dollar nach unten, um dann am Wochenende wieder relativ fest zu schließen. Da vermutlich auch die FED nicht weiß, was Trump vorhat, kann die FED auch noch nicht wissen, wie sie auf eventuelle Programme oder Gesetze des neuen Präsidenten reagieren soll.

Unsicherheit führt zum Gold kaufen

Die Investoren in Form von großen institutionellen Anlegern weltweit sind verunsichert und können allenfalls ahnen, was Trump wohl vorhat. Unsicherheit ist traditionell ein gutes Futter für den Goldpreis. In unsicheren Zeiten kaufen Anleger vermehrt Gold, was den Preis beflügeln dürfte.

Goldpreis muss 1220$ durchbrechen

Der Goldpreis (aktuell bereits über 1210 US$/oz) muss nun zunächst aus charttechnischer Sicht die Widerstandslinie bei 1220 US$ nach oben durchbrechen, dann ist der Weg weiter nach oben möglich. Je nach Nachrichtenlage aus dem Trump-Lager könnte dies bereits diese oder nächste Woche möglich sein.

Stabile Goldnachfrage in Deutschland

Die Goldnachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren bei den führenden Händlern in Deutschland ist weiter auf einem stabilen, hohen Niveau. Bei Kursrücksetzern setzt sofort eine verstärkte Neigung zum Gold kaufen ein.

 

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