Trump will Gold-Freund Cain an die FED-Spitze bringen

Bekommt USA wieder eine goldgedeckte Währung? US-Präsident Trump gilt bekanntlich als Goldfreund, hat schon bei der Vermietung von Büros in seinem Trump-Tower Goldbarren als Bezahlung akzeptiert.

Nun möchte er Herman Cain, der selber früher für die Republikaner Präsidentschaftskandidat war und schon lange als Goldfreund gilt, in das Führungsgremium der US-Notenbank FED befördern.

Auch ein US-Nachrichtensender berichtete darüber.

Cain will Goldstandard

Cain gilt als Unterstützer eines Goldstandards, einer Gold-gedeckten Währung. Mehrfach hatte er auch während seiner eigenen Bemühungen, Präsident zu werden, darüber gesprochen. Cain weiß, dass ein Goldstandard nicht leicht durchzusetzen sein wird und vermutlich auch nicht die perfekte Lösung aller Probleme ist, hält ihn aber für die beste Alternative in Sachen Währung. Immer wieder hat er begründet, dass das Wirtschaftswachstum zu Zeiten des Bretton Wood Abkommens viel stärker war.

Mit Videos wie unten angegeben, hat er in 2011 für seine Präsidentschaft geworben:

Zwei freie Sitze bei der FED

Im sogenannten Federal Reserve Board gibt es zwei freie Sitze, nach Berichten in den USA soll einen davon Herman Cain besetzen. Ganz neu wäre der Job für ihn nicht: Von 1992 bis 1996 hat er bereits als Direktor bei der Federal Reserve Bank of Kansas City gearbeitet.

US-Präsident Trump bestätigt Cains Nominierung

Präsident Trump bestätigte zwischenzeitlich die Nominierung Herman Cains für die FED. CNN zeigte einen entsprechenden Ausschnitt (Minute 5.22):

Mit Pizza reicht geworden

Cain ist dadurch bekannt geworden, dass er 1988 in den USA eine marode Pizza-Fastfood Kette (Godfather´s Pizza) übernahm und in die Gewinnzone brachte, – vielen ist er auch aus einer eigenen Radio-Talkshow (The Herman Cain Show) bekannt.

9% Steuern

Cain sprach sich während seines Präsidentschaftswahlkampfs für einheitliche Steuersätze von 9% (!) für Umsatzsteuer, Einkommensteuer und Unternehmenssteuern) aus. Gestoppt wurde er Ende 2011 durch Vorwürfe hinsichtlich einer angeblichen Sex-Affäre, die er zum Anlass nahm, seine Präsidentschaftspläne ruhen zu lassen.

Was passiert bei Einführung eines Goldstandards?

Sollte eine goldgedeckte Währung eingeführt werden, werden deutlich mehr Goldkäufe durch Zentralbanken an den Börsen getätigt, was zu einem Anstieg des Goldpreises führen dürfte. Wer Goldmünzen oder Goldbarren im Besitz hat, dürfte sich dann über steigende Goldpreise freuen. Ob die rekordverdächtigen Zentralbankkäufe von Gold letztes Jahr schon auf eine solche Lösung hindeuten, wird die Zeit zeigen. Im letzten Jahr haben Zentralbanken immerhin mehr als 600 Tonnen Gold gekauft.

Trump und US Shutdown lassen Goldpreis steigen

In den USA kann sich US Präsident Trump nicht mit Abgeordneten auf einen Haushalt einigen, was zu einem sogenannten Shutdown führte. Die Regierung darf bestimmte Ausgaben nicht mehr tätigen, was rund 25% der dort Beschäftigten trifft. Bestimmte Institutionen wie Museen oder andere Einrichtungen müssen geschlossen bleiben, Beschäftigte erhalten kein Gehalt, Staatsgeschäfte müssen ruhen.

Trump will 5 Milliarden für die Mauer zu Mexiko

US Präsident Trump, der im Wahlkampf den Bau einer Mauer zu Mexiko als eines der Hauptthemen genannt hatte und dabei darauf verwies, dass die Mexikaner den Bau der Mauer bezahlen werden, besteht darauf, dass im US Bundeshaushalt 5 Milliarden Dollar für den Bau der Mauer vorgesehen werden. Eine Mehrheit der Abgeordneten ist dagegen, weswegen kein Haushaltsplan durchgesetzt werden konnte. Daher kommt es zum Teil-Stillstand der staatlichen Institutionen.

Aktien runter, Gold rauf

Bereits am Heiligabend, wo an den US Börsen gehandelt wurde, fielen dort die Aktienmärkte deutlich in den Keller, während Gold deutlich stieg. Der Dow Jones fiel fast 3%, der S&P Index fiel um 2,6%, während der Goldpreis deutlich stieg. Auch am Donnerstag nach den Weihnachtstagen notiert Gold noch deutlich höher als vor Weihnachten: Der Goldpreis in Euro liegt im frühen europäischen Handel bereits bei 1116 Euro/oz, der Goldkurs in Dollar bei 1272$/oz.

Trump kritisiert FED-Chef, Finanzminister beruhigt

Nachdem US-Präsident Trump erneut den Chef der amerikanischen Zentralbank für seine Zinserhöhungen kritisiert hat und im privaten Kreis dessen Entlassung thematisiert haben soll, versuchte US-Finanzminister Mnuchin die Vorstände der größten US-Banken in Telefonaten zu beruhigen, dass der Vorstand der FED, Jerome Powell selbstverständlich nicht ausgetauscht werde. Die Wirkung der Beruhigungstelefonate schlug allerdings nicht bis an die Finanzmärkte durch: Es kam zu massiven Aktienverkäufen und Goldkäufen, was den Goldpreis steigen ließ. Für zusätzliche Aktienverkäufe sorgte die Mitteilung des US-Finanzministeriums, dass die US-Banken über ausreichend Liquidität verfügen würden. Eine Antwort auf eine Frage, die zuvor niemand gestellt hatte.

Unangekündigter Abzug der USA aus Syrien sorgt für Goldkäufe

Für Irritationen an den Märkten sorgte die wohl nicht mit den Nato-Partnern abgesprochene Mitteilung des US-Präsidenten, dass sich die USA aus Syrien zurückziehen würden, weil der IS erfolgreich niedergeschlagen worden sei. Aus dem deutschen Verteidigungsministerium war zu hören, dass dieser Rückzug weder abgesprochen, noch angekündigt war. Zudem herrsche bei allen Nato-Partnern Einigkeit, dass der IS noch nicht abschließend erfolgreich niedergeschlagen worden sei. Safe-Heaven-Goldkäufe waren die Folge. Bei einem Anschlag in Afghanistan (Kabul) kam es am Heiligabend zu mindestens 43 Toten, – der nach Trumps Angaben erfolgreich bekämpfte IS bekannte sich zum Anschlag.

Aktienmärkte 2019 mit weniger Kapital

Die Aktienmärkte in den USA haben im Jahr 2018 von zahlreichen Unternehmensaktien-Rückkäufen profitiert. Ein Großteil der Aktienorders ging auf Aktienrückkäufe durch die Unternehmen zurück. Diese verfügten wegen günstiger Finanzierung über ausreichend Kapital. Aufgrund der gestiegenen Zinsen dürfte diese große Gruppe der Aktienkäufer in 2019 wegfallen oder nur gemäßigt auftreten, was für Dow Jones und Standard & Poors Aktienindizes zurückgehende Notierungen bedeuten könnte. Der Goldpreis könnte in 2019 davon profitieren.

Deutsche Anleger kaufen über Weihnachten massiv Gold

Deutsche Anleger kauften über Weihnachten nach den Nachrichten aus USA auch massiv Gold, – vor allen Dingen Goldbarren der Größe 1 Unze waren gefragt. Aber auch Krügerrand Gold und Goldmünzen Maple Leaf fanden sich in zahlreichen Warenkörben der Onlinekäufer wieder.

Wird FED-Chef Powell nach Trump-Kritik doch nicht so schnell die Zinsen erhöhen?

Gestern nachmittag fiel zunächst der Goldkurs in US-Dollar, um dann anschließend um 13 Dollar zu steigen. Hintergrund war wohl eine Äußerung des FED-Chefs Jerome Powell, die darauf hindeutete, dass die FED wohl doch nicht so schnell die Zinsen erhöhen werde – wie ursprünglich angenommen. Im Vorfeld hatte US-Präsident Trump erneut harsche Kritik an FED-Chef Jerome Powell laut werden lassen. Er sei bisher nicht zufrieden mit ihn, obwohl er ihn selber eingesetzt habe.

FED-Chef sei größeres Problem als China

In einem Zeitungsinterview äußerte Trump über die FED wörtlich ‚ich denke, die FED ist ein viel größeres Problem als China‘ und setzte in Richtung des FED-Chefs Jerome Powell nach: ‚Bislang macht mich meine Wahl von Jay noch nicht einmal ein kleines bisschen glücklich‘.

Trump kritisiert das Vorgehen der FED, die dieses Jahr bereits mehrfach die Zinsen erhöht habe, als zu aggressiv. Obwohl Powell noch im September seine Unabhängigkeit betont habe ‚Wir berücksichtigen keine politischen Faktoren‘ verwundert die jüngste Kehrtwende Jerome Powells.

Zinsen haben neutralen Wert erreicht

FED-Chef Jerome Powell äußerte bei einer Rede im Economic Club of New York, dass die Zinsen nunmehr einen neutralen Wert erreicht haben. Die Zinsen seien im Vergleich zu historischen Standards immer noch niedrig und bleiben derzeit nur leicht unter der großen Breite der Erwartungen, die als neutral für die Konjunktur gelten, äußerte sich Powell.

Der Markt deutete dies als Rückschritt von der bisherigen Zinserhöhungspolitik und reagierte mit starken Goldkäufen, was zu einem Anstieg des Goldpreises in US-Dollar führte. Die nächsten offiziellen Mitteilungen aus den Zentralbankgesprächen, die immer in sogenannten FOMC-Minutes zusammen gefasst werden, werden nunmehr mit Spannung an den Märkten erwartet.

Anleger in Deutschland nutzten günstige Goldkurse

Die Anleger in Deutschland nutzten gestern die günstigen Preise für eine Unze Feingold, um die klassischen Anlagemünzen Krügerrand, Maple Leaf oder Känguru günstig einzukaufen. Bei den Barren gehörte der 100 Gramm Goldbarren zu den meistgekauften Barren-Größen. Jahreszeitlich bedingt wurden auch die kleinen Goldmünzen aus der österreichischen Wiener Philharmoniker Serie häufig geordert. Diese werden werden wohl unter dem einen oder anderen Weihnachtsbaum landen.

Wiener Philharmoniker Goldmünze 1/25
Goldmünze Wiener Philharmoniker 1/25 oz – Gold für deutlich unter 100 Euro

 

Russland kauft 600.000 Goldunzen – Trump erhöht die Verschuldung um 6%

Russland hat nach Berichten aus Moskau den staatlichen Goldbestand bei der Bank of Russia im Mai um 600.000 Unzen erhöht, damit verfolgt Russland weiterhin die Politik, den Goldanteil der Staatsreserven zu erhöhen, um den Rubel zu stützen. Da das Gold nahezu vollständig aus russischer Eigenproduktion stammt und ohne internationale Zwischenhändler in den Bestand der Bank of Russia gewandert ist, lässt sich die Zunahme von außen nur schwer überprüfen. Experten gehen allerdings davon aus, dass die Eigenangabe der Bank of Russia, der russischen Zentralbank stimmen, da das in Russland aus der Erde geförderte Gold in der Menge auch nicht am Weltmarkt aufgetaucht ist. Nach Angaben der russischen Notenbank besitzt Russland nun einen Goldschatz im Umfang von 62 Millionen Feinunzen Gold.

US Präsident Trump verschuldet sich immer mehr

Während Russland versucht, die Währung durch Aufbau eines Goldbestands zu stützen, geht US-Präsident Trump den Weg, die Verschuldung der USA deutlich zu erhöhen. Alleine in den letzten 18 Monaten hat er die Staatsverschuldung um gigantische 6% erhöht. Die Verschuldung der USA liegt nunmehr bei 21,1 Billionen Dollar. Als Trump die Präsidentschaft von Obama übernahm, waren die USA mit 19,9 Billionen Dollar verschuldet.

Russland wirft US-Staatsanleihen auf den Markt

Russland hat im April die Hälfte der US-Staatsanleihen, die Russland im Bestand hatte, auf den Markt geworfen, – vermutlich, um den USA zu schaden. Krieg ganz ohne Schusswaffen. Nur über die Börse. Russland habe zuletzt alleine US-Anleihen im Volumen von 47 Milliarden US-Dollar auf den Markt geworfen und im Gegenzug verstärkt Gold gekauft.

UBS empfiehlt Gold bei Preisen unter 1300$ zum Kauf

Die Schweizer UBS empfiehlt das Kaufen von Gold, wenn das Goldpreis-Level bei 1300$ oder tiefer ist. Am Freitag Mittag notierte Gold im europäischen Handel bei 1268 $/oz, respekte bewegte sich der Goldpreis in Euro um eine Niveau von 1090 Euro/oz. Damit wäre laut UBS ein Kaufsignal gegeben. Joni Teves, Edelmetallstrategin im Schweizer Bankhaus sieht nur wenig Abflüsse aus Goldfonds und vertritt die Auffassung, dass Zinserhöhungen der FED in den USA bereits im Goldpreis eingepreist sind. In den USA hätte es überdies zahlreiche Leerverkäufe von Gold gegeben, die man später eindecken müsste, was zu Goldpreissteigerungen führe.

Deutsche Anleger nutzen gesunkenes Niveau zum Gold kaufen

Deutsche Investoren nutzten am Freitag Vormittag das gesunkene Goldpreis-Niveau, um neue Positionen aufzubauen und Gold zu reduzierten Preisen einzusammeln. Besonders stark war die Nachfrage nach 1-Unzen Maple Leaf Goldmünzen und nach Goldbarren, hier vor allen Dingen die neuen Heraeus-Sommer-Goldbarren. Bei den Silberunzen lag der Nachfrageschwerpunkt auf den australischen Känguru-Silberunzen.

 

Türkische Lira fällt auf Rekord-Tief gegen Dollar – Gold profitiert

US-Präsident Trump hat im Moment gut lachen: Die türkische Währung Lira ist aktuell gegen den US-Dollar auf ein neues Tief gefallen. Alleine in den letzten Tagen ist die Währung um 5% gefallen, was die türkische Zentralbank unter Druck setzen könnte, noch vor der planmässig nächsten Sitzung am 7.Juni die Zinsen drastisch zu erhöhen. Präsident Erdogan steht im Vorfeld wichtiger Wahlen im nächsten Monat allerdings einer Zinserhöhung eher skeptisch gegenüber, weil sie zwar die Währung stützen könnte, aber gleichzeitig das Wirtschaftswachstum lähmen würde, weil Kredite teurer werden.

Seit Jahresbeginn ist die türkische Lira gegenüber dem US-Dollar um rund 20% gefallen.

NZZ: Türkei ist am Beginn einer Insolvenz

In der Schweizer Zeitung NZZ macht der Makroökonom Russell Napier darauf aufmerksam, dass die Türkei bereits am Anfang einer Insolvenz stehe. Die Telekom Holding Otas und das Dogus-Konglomerat hätten bereits Probleme, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Im Interview in der NZZ sieht der Wissenschaftler auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Türkei Kapitalverkehrskontrollen einführen müsse.

Massive Goldkäufe gestern und heute

Gestern und heute kam es zu massiven Goldkäufen durch deutsche Anleger, aber auch international. Der Goldpreis in Euro stieg am Goldmarkt teilweise schon bis 1108 €/oz am Mittwoch Mittag an, ging dann leicht auf 1101 €/oz zurück, was aber immer noch rund 4 € höher als am Vortag ist. Der Goldpreis in US-Dollar bewegte sich am Mittwoch nachmittag bei 1289 $/oz.

Zinserhöhungen der FED schon eingepreist

Der Markt geht davon aus, dass die FED dieses Jahr noch zweimal die Zinsen in den USA erhöhen wird, – insoweit sind auch von zukünftigen FED-Sitzungen oder den FED-Minutes keine sensationellen Neuigkeiten zu erwarten. Die kommenden Zinserhöhungen gelten als bereits eingepreist im Preis für die Feinunze Gold. Steigen die Zinsen in den USA, aber die real nach Inflation vereinnahmten Zinsen bleiben mickrig, dürfte Gold weiter im Focus der Anleger stehen.

Deutsche Anleger kaufen Krügerrand und Goldbarren

Das Hauptaugenmerk deutscher Anleger bei physischen Goldkäufen liegt aktuell auf den Goldmünzen Krügerrand und Goldbarren von 100 Gramm bis 250 Gramm. Meist nachgefragte Silbermünze ist aktuell das Känguru aus Australien.

 

 

Goldpreis steigt nach Syrien-Konflikt-Verschärfung / FED sieht Risiken in Trumps Zoll-Politik

Die drohende Eskalation des Syrien-Konflikts führte gestern zu zahlreichen Goldkäufen, die den Goldpreis steigen ließen. In Euro stieg der Goldpreis wieder auf Niveau oberhalb von 1090€/oz. US-Präsident Trump hatte nach dem Aufstehen per Twitter Russland gedroht, Raketen Richtung Syrien abzufeuern. Auch wenn er am Nachmittag nicht mehr darauf Bezug nahm, waren Anleger in Sorge. In Grenznähe zu Syrien wurden Aufklärungsflüge verzeichnet, Trump sagte zudem eine am Wochenende geplante Reise nach Südamerika ab, was für zusätzliche Sorge verantwortlich war.

Goldpreis am Morgen

Am Donnerstagmorgen notierte der Goldpreis in Euro bei 1093 €/oz, respektive in Dollar bei 1351 $/oz und damit rund 1% höher als noch 2 Tage zuvor. Silber notierte mit 16,69 $/oz und 13,49 €/oz ebenfalls deutlich fester als noch zwei Tage zuvor. Zahlreiche Gold- und Silber-Kaufaufträge lagen und liegen im Markt. Anleger scheinen sich zu sorgen, dass die USA tatsächlich Raketen auf Syrien abfeuern, was Russland provozieren dürfte.

FED sieht Handelszölle mit Sorge

In den USA wurden gestern die sogenannten FED-Protokolle veröffentlicht, die bekannt machen, was innerhalb der US-Notenbank während der letzten Sitzung diskutiert und angedacht worden ist. Die FED macht sich zudem zunehmend Sorgen um die US-Handelspolitik, insbesondere um das gegenseitige Hochschaukeln von Handelszöllen. Eine solche Politik werde die Wirtschaft in USA schwächen und könne das Wirtschaftswachstum verringern, weil Vergeltungsaktionen anderer Länder den Absatz von US-Produkten schwächen könnten.

Die US-Notenbank hatte auf der letzten Sitzung den Zins für Banken auf die jetzige Spanne von 1,5 bis 1,75% angehoben und avisiert, dass man dies noch 2-3x dieses Jahr tun könne, wenn die Wirtschaft entsprechend wachse und stabil sei. Eben dies sieht man mit den avisierten Handelszöllen allerdings gefährdet.

In den USA hätte man aktuell nahezu Vollbeschäftigung erreicht und auch die Inflation befinde sich im Zielkorridor von zwei Prozent. Zuletzt verzeichneten die USA eine Preissteigerungsrate von 1,6%. Dies sei der FED aber zuwenig. Man möchte zwei Prozent Inflation, betonte Jerome Powell, der neue Chef der US Notenbank FED.

Nach Bekanntgabe der FED-Protokolle kam es am Markt zu verstärkten Bewegungen auf dem Goldmarkt, letztendlich bewegte sich der Goldpreis aber oberhalb der wichtigen Marke von 1350$/oz.

 

Charttest bei 1360$/oz

Charttechnisch muss der Goldpreis zunächst die Marke von 1360$/oz überschreiten, die seit 2014 nicht nachhaltig überschritten worden ist. Langfristig ist der Syrienkonflikt für den Goldpreis nicht ausschlaggebend, sondern dieser wird von der 21 Billionen-Dollar-Verschuldung der USA wesentlich beeinflusst werden. Eine solche Inflationierung der Staatsverschuldung wird langfristig zur Dollar-Entwertung und zur Gold-Aufwertung führen, ist die Meinung der meisten Edelmetallanalysten.

 

 

 

Weitere Zölle durch Trump angekündigt – führt dies zu mehr Goldkäufen?

US Präsident Trump hat gestern angekündigt, weitere Zölle im Volumen von 100 Milliarden US-Dollar gegen China einzuführen. Dies machte die Ängste zunächst größer, dass der Handelskrieg zwischen USA und dem Rest der Welt weiter eskaliert. Zölle und Gegenzölle würden sich dann abwechseln und letztendlich allen Handelsnationen schaden. Fast zeitgleich gab Trump bekannt, dass er den Grenzschutz zu Mexiko durch die Nationalgarde verstärken lassen wird.

Goldpreis ging kurz 0,4 Prozent nach oben

Im späten Handel gestern Abend ging der Goldpreis kurz 0,4% nach oben – auf 1330 US$/oz, was sich aber bis zum heutigen Freitagmorgen wieder beruhigte. Im europäischen Handel notierte die Feinunze Gold am frühen Freitag bei 1323 $/oz, respektive 1081 €/oz. Der Goldpreis in Euro bietet damit wieder günstige Einstiegsmöglichkeiten für die, denen ein Preis von über 1090 zu teuer zum Kaufen war.

Starke Krügerrand-Käufe

Gestern und heute wurden vermehrt größere Anlagekäufe von Krügerrand-Goldmünzen festgestellt, – Anleger nutzten den leichten Preisrücksetzer offensichtlich sofort für Nachdeckungen.

Indische Goldnachfrage geht nach oben

Vor den Festivalaktiväten rund um das indische Fest Akshaya Tritiya ging in Indien die Goldnachfrage deutlich nach oben, berichteten einhellig indische Goldhändler. Schmuckhersteller kauften für die Feiertage verstärkt Gold hinzu. In China hingegen ist diese Woche ein relativ ruhiger Goldhandel festzustellen, da wegen der bevorstehenden Qingming Feiertage der Handel einige Tage pausiert.

Numismatische Nachfragen

Die Münznachfragen aus dem Bereich der Numismatik waren diese Woche stark geprägt von Käufen der neuen 5 Euro Münze Subtropische Zone aus Deutschland (2018), die sich Anleger und Sammler in st und PP, vorzugsweise gleich satzweise (ADFGJ) sicherten. Wohl noch im Nachgang zu Ostern waren ebenfalls Euromünzen aus dem Vatikan in vielen Orders enthalten.

Goldpreis hat bereits 3x 1350$/oz überschritten

Der Goldpreis pro Feinunze hat dieses Jahr bereits dreimal die Marke von 1350 Dollar pro Unze überschritten, ging danach durch Gewinnmitnahmen jedes Mal wieder zurück. Mittelfristig ist allerdings davon auszugehen, dass bei einem der nächsten Anläufe die Marke auch nachhaltig überschritten werden kann, weil die Anzahl der Zauderer, die dann vorsichtshalber verkaufen, von Mal zu Mal kleiner werden dürfte. Das Goldjahr 2018 bleibt spannend.

Russland rettet mit 800 Millionen Euro eine Bank und Trumps Wirtschaftsberater geht – GET GOLD?

Die Zeiten werden nicht ruhiger. Gestern Abend wurde bekannt, dass die russische Zentralbank eine wankende Bank mit 809 Millionen Euro unterstützen muss. Die B&N Bank soll zudem mit der ebenfalls wankenden Großbank Otkritie fusionieren. Diese hatte die Bank of Russia zuvor bereits mit insgesamt über 14 Milliarden Euro (!) gestützt, um einen Zusammenbruch zu vermeiden.

Russlands Banken leiden unter Sanktionen im Ukraine-Konflikt

Russland will es nur ungern offen einräumen, aber die russischen Großbanken leiden unter den Sanktionen, die wegen des Ukraine-Konflikts ausgesprochen worden sind. Diese haben die Konjunktur in Russland abkühlen lassen, was zu massiven Kreditausfällen führte.

In den USA verlässt der Wirtschafts-Chefberater das Weiße Haus

Nun hat hat auch Gary Cohn, bis dato Chef-Wirtschaftsberater im Weißen Haus die Zusammenarbeit mit Donald Trump aufgekündigt. Er verlässt das Weiße Haus. Cohn, vormals Investmentbanker hatte Präsident Trump dringend davon abgeraten, Zöller auf europäische Produkte wie Stahl einzuführen. Dem Vernehmen nach will sich Trump aber nicht davon abbringen lassen und erwägt sogar einen Einfuhrzoll in Höhe von 25% auf europäische Autos einzuführen. Eine solche Politik wollte Gary Cohn offenbar nicht mittragen und reiht sich daher in den Reigen derer ein, die nicht mehr bereit sind, mit US Präsident Trump zusammen zu arbeiten. Nach außen hin hat er sich höflich verabschiedet und für die großartige Gelegenheit gedankt, Mitglied der Regierungsmannschaft gewesen sein zu dürfen.

UBS sieht das als Chance für Gold

Dominic Schnider, bei der UBS für Edelmetalle zuständig (Wealth Management CIO Office Head, Commodities and APAC) sieht das als Chance für GOLD. Sollte sich Trump tatsächlich bei den Zöllen durchsetzen und eine Art Handelskrieg mit anderen Staaten beginnen, die sich dann gegenseitig mit Zöllen belegen, werde die Wirtschaft leiden, die Industriemetalle werden fallen und Gold werde steigen. Ähnlich äußerte sich auch in einem Bloomberg-Interview (englisch). Gold sei bisher schon recht stabil gewesen, stelle einen wesentlichen Faktor im Portfolio dar. Im Falle von Zöllen etc. werde Gold steigen.

Goldman Sachs sieht auch steigende Goldpreise

Auch Goldman Sachs sieht steigende Goldpreise, wenn die avisierte Zölle auf Stahl und Aluminium sich tatsächlich durchsetzen. Solche Zölle könnten auch zu massiven Verkäufen von US Staatsanleihen und US-Wertpapieren überhaupt führen, was dann den Goldpreis antreibe. Dies sei mit ein Grund für eine positive Einschätzung der zukünftigen Goldpreisentwicklung.

FED-Direktorin sieht nur moderate Zinssteigerungen dieses Jahr

In der Nacht zum heutigen Mittwoch hat Lael Brainard, Direktorin bei der US-Notenbank FED, dieses Jahr nur ein Potential für mäßige Zinserhöhungen gesehen. Die Steuersenkungen in den USA würden das Wachstum in den USA dieses und nächstes Jahr um je 0,5% erhöhen, die Inflation würde gedämpft bleiben. Dies würde nur Spielraum für moderate Zinserhöhungen geben, auf deren Anzahl sie sich auf Nachfrage nicht festlegen wollte. Brainard hatte sich in der Vergangenheit sogar gegen die moderaten Zinserhöhungen der früheren FED-Chefin Janet Yellen ausgesprochen. Was immer die USA auch zukünftig mit ihren Zinsen machen: Nach großen Erhöhungen sieht es nicht aus und dafür hat auch der US-Staatshaushalt in Sachen Kreditfinanzierung gar keine Spielräume.

Silber-Gold-Ratio mit 72 zu hoch

Das renommierte Silver Institute in den USA ist der Auffassung das das Verhältnis Silber zu Gold mit 72 zu 1 zu hoch sei und darin eine deutliche Chance für den Silberpreis liege. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Verhältnis wieder auf den langfristigen Durchschnitt von 64 zu 1 komme, sei groß. Dies werde nicht durch einen Rückgang beim Goldpreis geschehen, sondern werde durch einen Kursanstieg beim Silberpreis verwirklicht. Dies sei nicht nur Wunschdenken, sondern werde auch an Fakten und bereits beginnenden Entwicklungen festgemacht. So werden die Silber-Investments in ETPs (Exchange-traded-products) in 2018 voraussichtlich ca. 3% steigen, – diese hätten in 2017 bereits ein Rekordniveau von 670 Millionen Unzen erreicht.

Die Silberminenproduktion weltweit sei in 2016 das erste Mal um 1% gefallen, nach 14 Jahren des Anstiegs. In 2017 wird der Minenoutput auf etwa 870 Millionen Unzen geschätzt, was die Tendenz fortsetzen würde.

Die Schmucknachfrage wird nach den ersten Schätzungen für 2018 um rund 4% zulegen. Da 20% der weltweiten Silbernachfrage auf den Schmucksektor entfallen, sei auch dies wesentlich.

Deutsche Anleger setzen vor allen Dingen auf Silbermünzen statt Silberbarren

Da der Kauf von reinen Silberbarren in Deutschland i.d.R. mit 19% Mehrwertsteuer belastet ist, setzen deutsche Anleger vor allen Dingen auf die steuerliche günstigeren Silber-Anlagemünzen, bei denen der Händler nur auf die Differenz zwischen seinem Einkaufs- und seinem Verkaufspreis eine Margensteuer abführt und damit die sogenannte Differenzbesteuerung nutzt.

Mit am häufigsten investieren deutsche Anleger dabei in die australische Silbermünze Känguru, die aus 31,1 Gramm reinem Silber (999,9/1000) besteht und von Anlegern häufig in Mengen von 250 oder einem Vielfachen bestellt wird, da dies die Verpackungseinheit für sogenannte Masterboxen ist. Ebenso beliebt sind Masterboxen Maple Leaf, die es für jeweils 500 Silbermünzen gibt.

Bei Anlegern beliebt: Masterbox mit 250x Känguru Silbermünzen mit je 31,1 Gramm Feinsilber

Geht bald die Goldpreis-Rallye los?

In den letzten Wochen ist der Goldpreis vom Jahreshoch bei 1357$/oz bis auf die Unterstützungslinie bei 1265$ zurückgegangen, um sich dann  wieder bis auf knapp über 1300$/oz zu stabilisieren. Bei 1301$/oz wurde charttechnisch ein Widerstand berührt, wo der Goldpreis wieder leicht nach unten abprallte.

Bodenbildung Goldpreis bei 1265$/oz

Der Goldpreis könnte aber bei 1265$/oz einen Boden gefunden haben, erste Anzeichen einer Kaufwelle sind zu verzeichnen, wodurch der Goldpreis in Dollar wieder die 1301$-Barriere antesten könnte. Aktuell liegt der Preis bereits bei 1284$/oz. Sobald die 1301$/oz durchschritten werden, wäre das Signal für eine weitere Kursrallye Richtung bisheriges Jahreshoch (1357$) und später auf 1400$ wahrscheinlich.

Starke chinesische Goldnachfrage

Die starke Goldnachfrage aus China könnte dem Goldpreis Auftrieb verleihen. Das World Gold Council hatte in seiner gestrigen Veröffentlichung der Quartalszahlen zur Goldnachfrage in China Goldkäufe (Goldbarren und Goldmünzen) von 64,3 Tonnen im Reich der Mitte konstatiert, auch Goldschmuck wurde dort im Volumen von 159,3 Tonnen abgesetzt, was einem Plus von 13% entspricht. Eine derart starke Nachfrage in einem so bevölkerungsreichen Land wie China kann langfristig nicht ohne Auswirkungen auf den Goldpreis bleiben.

Viele junge Goldkäufer in China

Bemerkens ist laut Wang Lixin, dem Manager des World Gold Councils in China, dass besonders die jungen Leute in China gerne und viel Gold kaufen, dies wären zukünftig die marktbestimmenden Kunden.

Schlechte Nachrichten für Gold nur aus Saudi-Arabien

Schlechte Nachrichten für den Goldmarkt gab es nur aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten: Dort soll ab 1.Januar 2018 eine neue Steuer für Luxusartikel in Höhe von 5% auch auf Goldprodukte fällig werden, was den Absatz reduzieren könnte. Die neue Luxussteuer von 5% soll auf alle nicht-notwendigen Luxusgüter (non essential luxury goods tax)  angewendet werden, so z.B. auf Goldschmuck. Der Goldabsatz in Saudi-Arabien spielt aber weltweit betrachtet kaum eine Rolle: Währen in Deutschland in Q3 2017 beispielsweise alleine schon 25 Tonnen Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen verkauft worden sind, wurde in Saudi-Arabien in Q3 nur Goldschmuck im Volumen von 9,8 Tonnen bewegt. Selbst wenn dies durch eine Steuer um 10 oder 20% zurück gehen sollte, wäre dies Auswirkung auf die weltweite Gesamt-Goldnachfrage kaum signifikant. Die Regierung dort rechnet mit 3,3 Milliarden Dollar Steuereinnahmen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob in dem traditionell reichen Land eine solche Steuer überhaupt einen signifikanten Einfluss auf den Schmuckabsatz hat.

Steuerreform in USA könnte Goldpreis antreiben

Die Steuerpläne in den USA, die Steuersätze vor allen Dingen für Reiche und Unternehmen deutlich senken wollen, könnten dem Goldpreis zusätzlich Anschub geben, da viele Geldanleger dann mehr Geld in der Tasche hätten, um Gold als Investment oder als Goldschmuck zu kaufen. Es bleibt abzuwarten, ob Präsident Trump dies tatsächlich durchsetzen und finanzieren kann. Er will die Unternehmenssteuer von 35 auf 20% senken, – zuletzt wurde eine solche Senkung von 2018 auf 2019 verschoben.

Neuer FED-Chef wird Zinsen nicht schnell erhöhen können

Der designierte neue FED-Chef Jerome Powell wird die Zinsen in den USA nicht schnell erhöhen können, denn die US-Staatsschulden sind mittlerweile bei 20,44 Billionen Dollar, was 106% der jährlichen Wirtschaftsleistung entspricht. Dazu kommen Schulden der Unternehmen und Haushalte. Ein zu großer Zinsschritt würde nicht nur Millionen Haushalte belasten, sondern auch den US-Haushalt. US-Präsident Trump hat daher zuletzt mehrfach betont, dass er weiterhin auf Niedrigzinsen setzt, was dem Goldpreis Aufschub verleihen sollte.

Gold kaufen also vermutlich weiter sinnvoll

Gold kaufen dürfte daher voraussichtlich auch weiter für europäische Anleger sinnvoll sein, weil die folgenden Punkte für einen steigenden Goldpreis in Euro sprechen:

  • Zinsen in den USA sollten b.a.w. relativ niedrig bleiben, da der Staat USA einen höheren Zinssatz für seine Schulden gar nicht finanzieren könnte
  • Die FED in USA und die EZB in Europa fluten den Geldmarkt auch weiterhin jeden Monat mit Milliarden neu gedruckten Geldes. Es wurde zwar die Zuflussgeschwindigkeit des neuen Geldes reduziert, aber am System der Liquiditäts-Überversorgung wurde nichts geändert
  • Aktienmärkte sind teilweise auf Rekordniveau, was ein Zeichen einer Überhitzung sein könnte
  • Null- und Negativzinsen in Deutschland werden auch absehbar weiterhin existieren
  • starke asiatische Goldnachfrage könnte den Goldpreis steigen lassen. In Euro und in Dollar
  • 45% stärkere Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen in Deutschland in Q3 sprechen auch tendenziell für steigende Goldpreise

 

Goldpreis steigt kräftig, nachdem Trump Nordkorea droht

US Präsident Trump hatte die Drohung an Nordkorea kaum ausgesprochen, schon stieg der Goldpreis an den Märkten drastisch an.

US-Präsident droht mit Schlag gegen Nordkorea wie es die Welt noch nicht erlebt hat

Der US Präsident droht mit einem Schlag, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat, siehe Redeausschnitt im Video:

Trump droht mit Feuer, Wut und seiner Macht. Zuvor hatte Nordkorea den USA mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht und damit den Konflikt weiter angeheizt. Kurz zuvor wurden Berichte verbreitet, dass Nordkorea nunmehr auch Nuklear-Sprengköpfe per Raketen über diese Distanzen befördern könne.

Anleger bringen Geld in Sicherheit und kaufen Gold

Angesichts solcher Drohungen zweier eher unberechenbarer Staatsführer kaufen Anleger weltweit vermehrt Gold, was den Goldpreis nach oben schnellen ließ. Nachdem der Goldpreis gestern schon anzog, stieg er heute nochmals um über 1% auf zuletzt 1085€/oz. Vor 3 Tagen notierte der Goldpreis in Euro noch zwischen 1060€ und 1070€. Besonders gefragt waren größere Goldbarren und auch Krügerrand Goldmünzen, dicht gefolgt von Maple Leaf Goldmünzen aus Kanada.

Trump droht auch über Twitter

Damit es auch niemand übersieht, verkündet Präsident Trump die Botschaft auch noch über Twitter:

Der Goldpreis ging nach den Trump-Tweets nochmal hoch

Indien kauft doppelt so viel Gold wie im Vorjahr

Zusätzlich bekam der Goldpreis Inspiration von der starken Nachfrage in Indien. Es wurde bekannt, dass Indien auch im Juli, also NACH der Einführung einer neuen Goldbesteuerung, deutlich mehr Gold als im Vorjahr eingeführt hat. Die Importe Indiens betrugen im Juli mit 53,4 Tonnen mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, wo im Juli 22 Tonnen Gold eingeführt wurde.

Zwar beeilte man sich in Indien mitzuteilen, dass dies voraussichtlich nur verspätete Lieferungen aus Juni- oder Mai-Aufträgen seien, dennoch bleibt festzustellen, dass von Januar bis Juli 2017 mit 625,5 Tonnen Gold mehr als doppelt so viel Gold nach Indien verbracht wurde, wie im Vorjahreszeitraum. Der indischen Regierung sind die Goldimporte wegen des dadurch bestehenden Handelsbilanzdefizits ein Dorn im Auge. Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, versucht man die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass diese weniger Gold kaufen solle und mehr in das Bankensystem (Papiergeld) investiere, doch der indische Anleger strebt traditionell zum Gold.

Commerzbank sieht bei Gold Safe-Haven-Demand

Die Commerzbank sieht auch Safe-Haven-Käufe bei Gold nach den Drohgebärden zwischen Nordkorea und den USA, was auch zu dem Goldpreisanstieg über 1080 Euro pro Unze geführt habe. Anleger wollen ihre Schäfchen ins Trockene bringen.