Auch Chinas Goldminen bringen immer weniger Gold hervor

Was Analysten die letzten Jahre schon gebetsmühlenartig vorhergesagt haben, wird nun Wirklichkeit: Die Goldminen dieser Erde produzieren immer weniger neues Gold. Es wird immer schwieriger, Gold aus der Erde zu holen. Nach stark zurückgehenden Förderungen in Südafrika vermelden jetzt auch die Goldminen Chinas zurückgehende Förderungen:

Goldproduktion im ersten Halbjahr 2018  MINUS 8%

China, ein Land, welches als weltgrösster Goldproduzent gilt, hat für das erste Halbjahr 2018 zurückgehende Gold-Explorationszahlen vermeldet. Im ersten Halbjahr hat man nur noch 190,28 Tonnen Gold produziert, gab die China Gold Association bekannt. Das dabei aus Goldminen geholte Gold ging sogar noch stärker zurück: Um 9,4% sank der Goldminen-Ausstoß auf nur noch 161,62 Tonnen Gold. Gold als Nebenprodukt bei der Verarbeitung anderer Metalle fiel in Höhe von 28,66 Tonnen an, was die Differenz zu 190 Tonnen Gesamt-Goldproduktion erklärt.

Viele Gründe für Rückgang der Goldförderung

Die Gründe für den Rückgang der Goldförderung sind vielfaltig:

  • Minen lassen sich nicht mehr wirtschaftlich ausbeuten, da man immer tiefer graben muss und immer weniger Gramm Gold pro Tonne Gestein vorkommt
  • Umweltauflagen wurden strenger kontrolliert. Unter Einhaltung von Umweltauflagen können einige Minen nicht mehr Gold unter den Weltmarktpreisen fördern, – Förderung unter Verstoß gegen Auflagen wird aber nicht mehr zugelassen
  • Wilder Abbau ohne Schürfrechte wurde eingeschränkt: Wer für Schürfrechte etwas bezahlen muss, kann nicht mehr kostendeckend Gold aus der Erde holen
  • Viele Goldminen sind schon weitgehend ausgebeutet, den Rest abzubauen lohnt sich erst bei deutlich höherem Goldpreis

Bereits im Jahr 2017 war Chinas Goldproduktion gefallen – auf 426 Tonnen im Gesamtjahr. Eine Zahl, die dieses Jahr nicht erreicht werden wird. Der Rückgang von 2016 auf 2017 hatte bereits 6% betragen.

Alleine für Goldschmuck in China 351 Tonnen verbraucht

Im ersten Halbjahr 2018 wurde in China alleine in der Schmuckherstellung schon Gold im Gewicht von 351,84 Tonnen gebraucht, ein Plus von 6,4% ggü. Vorjahr. Gold für industrielle Anwendungen wurde im ersten Halbjahr im Volumen von 51,67 Tonnen gebraucht (+13,8% ggü. Vorjahr), vor allen Dingen in der Elektronikindustrie.

Goldpreis geht wieder nach oben

Der Goldpreis in Euro ist am heutigen Mittwoch wieder deutlich gestiegen, bewegte sich im Mittagshandel um 1054 €/oz und damit wieder über der Grenze von 1050 Euro/Unze, unter der er gestern notierte. Auch in US-Dollar war der Goldkurs fester, notierte mit 1232 $/oz wieder über 1230.

Deutlich gesteigerte Nachfrage nach Goldmünzen und Silbermünzen

Sowohl gestern wie auch heute kam es zu einer deutlich gesteigerten Nachfrage nach Gold- und Silbermünzen. Bei den Silbermünzen hatte das australische Känguru die Nase vorn, gefolgt von den neuen Silber-Krügerrands. Mit Preisen unter 1100 Euro konnten Anleger auch bei den Goldmünzen zuschlagen, was vorzugsweise bei Krügerrand 1oz Gold und dem Maple Leaf aus Kanada geschah.

 

 

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Q1: Chinesen kaufen 8% mehr Goldmünzen, aber weniger Goldbarren

Der chinesische Goldverband (China Gold Association) hat die Absatzzahlen in Sachen Gold im ersten Quartal 2018 veröffentlicht. Demzufolge gab es in China im ersten Quartal 8% mehr Verkäufe von Goldmünzen. Das Gesamtvolumen betrug 2,7 Tonnen.

Weniger Lust auf Goldbarren

Die Chinesen haben zwar mehr Goldmünzen gekauft, aber sich bei Goldbarren zurückgehalten. Der Goldbarrenabsatz ging um 27,58% auf 73,28 Tonnen zurück. Da in China traditionell mehr Goldbarren als Goldmünzen verkauft werden, führt dies dazu, dass der gesamte Goldverbrauch im ersten Quartal in China um 5,44% auf 284,97 Tonnen gefallen ist.

Industrieller Verbrauch stieg ebenfalls

Auch der industrielle Verbrauch (z.B. Elektronik) von Gold stieg um 6,58% auf 28,49 Tonnen im ersten Quartal.

Goldschmuck gefragter als zuvor

Wesentlich hat sich auch die Nachfrage nach Goldschmuck verändert. Die Nachfrage stieg um 5,6% im Jahresvergleich auf 180,5 Tonnen.

Weniger Gold aus Goldminen

In Chinas Goldminen wurde im ersten Quartal weniger Gold als zuvor gefördert, die Förderung ging um 2,95% auf 98,22 Tonnen zurück, was die Abwärtstendenz bei der Goldförderung aus dem Vorjahr fortsetzt. Bereits im letzten Jahr (2017) war die Gesamt-Goldförderung in China um 6% auf 426 Tonnen gefallen. China ist damit aber immer noch weltweit größte Goldfördernation und das im elften Jahr in Folge.

China erhöht Umweltanforderungen an Goldförderung

Zukünftig wird man in China mit steigenden Kosten bei der Goldförderung rechnen müssen. China will den Weg fortsetzen, den man bereits in 2016 eingeschlagen hat: Immer strengere Anforderungen an die Goldminenunternehmen zu stellen, was Umweltschutz und Ökologie betrifft. Das führt zu Kostensteigerungen und Minenschliessungen, da einige Minen dann unrentabel werden. Insgesamt dürfte die Goldförderung in China auch in 2018 zurückgehen.

 

 

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Welche Länder förderten 2017 das meiste Gold?

Früher wurde in Südafrika das meiste Gold weltweit gefördert. Doch diese Zeiten sind schon lange vorbei. Längst haben China und Australien die Südafrikaner überholt, aber auch dort gehen die Fördermengen zurück. In China ist beispielsweise trotz größer Bemühungen die Goldfördermenge in 2017 um 7,9% gesunken.

Größte Goldproduzenten der Welt:

In 2017 haben die unten stehenden Länder wie folgt Gold aus der Erde geholt:

  1. China: 429 Tonnen
  2. Australien: 289 Tonnen
  3. Russland: 272 Tonnen
  4. USA: 244 Tonnen
  5. Kanada: 171 Tonnen
  6. Peru: 167 Tonnen
  7. Südafrika: 157 Tonnen
  8. Ghana: 130 Tonnen
  9. Mexiko: 122 Tonnen
  10. Indonesien: 114 Tonnen
  11. Brasilien: 92 Tonnen
  12. Usbekistan: 89 Tonnen
  13. Argentinien: 65 Tonnen
  14. Papua Neu-Guinea: 63 Tonnen
  15. Kasachstan: 56 Tonnen
  16. Mali: 51 Tonnen
  17. Tansania 53,2 Tonnen
  18. Kolumbien: 49,2 Tonnen
  19. Philippinen: 40 Tonnen
  20. Sudan: 40 Tonnen
  21. alle anderen zusammen: 607 Tonnen

Die Gesamt-Goldfördermenge dürfte sich damit in 2017 auf rund 3.292 Tonnen belaufen haben, wenn die Eigenangaben aller Staaten und Unternehmen stimmen.

Große Rückgänge bei der Goldförderung in China und Mexiko

In China ging die Goldförderung von 2016 auf 2017 um 35 Tonnen (7,9%) zurück. Auch in Mexiko fiel die Goldfördermenge um 4,7%. Steigerungen der Goldförderung gab es überwiegend in kleineren Ländern und in Russland, wo aber der Großteil des Goldes sofort in den Tresoren der Staatsbank verschwindet. In Südafrika ging die Produktion in 2017 um weitere 3,6% zurück, die Minen sind weitgehend ausgebeutet. Weitere Fördermengen werden teurer und teurer.

Experten gehen davon aus, dass das Gold in den Goldminen nur noch für rund 20 Jahre reicht. Anschliessend können Goldbarren und Goldmünzen nur noch aus Recyclinggold oder bei Verkäufen aus Goldbeständen gefertigt werden. Spannende Zeiten für Goldbesitzer.

 

 

 

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Goldförderung in China geht zurück – aber die Chinesen kaufen mehr Gold

In China als dem größten Goldförderland, welches gleichzeitig das Land mit der weltweit größten Goldnachfrage ist, geht die Menge des geförderten Goldes zurück, während die Nachfrage nach Gold steigt. Über kurz oder lang dürfte dies zu steigenden Goldpreisen führen.

Goldförderung in China minus 10%

Die bisher vorliegenden Zahlen zur Goldförderung in China zeigen auf, dass man in China zwar in immer mehr Goldminen nach Gold sucht, aber die Ausbeute immer geringer wird. Auch begonnene Goldminenprojekte unter dem Meeresspiegel, auf die man in der Not schon ausgewichen ist, brachten noch keinen Zuwachs an Goldförderung.

Im Jahr 2017 wurden ca. 10% weniger Gold im ersten Halbjahr gefördert als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum:

China-Goldförderung 2017

Nachfrage nach Gold an der Börse in China +6%

Betrachtet man hingegen die Nachfrage an der Shanghai Gold Exchange (SGE) und vergleicht, wieviel Tonnen Gold dort dieses Jahr im Verhältnis zum letzten Jahr verkauft worden sind, stellt man fest, dass dort 6,2% mehr Gold gekauft worden ist (Vergleich 1-10/2017 gegen 1-10/2016):

SGE Goldverkäufe 2017

Damit dürfte man im Gesamtjahr 2017 auf über 2000 Tonnen Gold kommen, die an der SGE gekauft worden sind. Die chinesischen staatlichen Goldreserven sind seit Monaten stabil bei 59,24 Millionen Goldunzen, – daher ist davon auszugehen, dass die chinesischen Privatanleger massiv Gold kaufen. Dies wird auch durch Auswertungen des World Gold Councils unterlegt, die einen Anstieg der Goldbarren- und Goldmünzen-Nachfrage in China vermelden.

Goldpreis dürfte steigen

Bei steigender Goldnachfrage, die auf sinkende Goldexploration trifft, müsste nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage über kurz oder lang der Goldpreis steigen, da einer immer größer werdenden Nachfrage ein immer kleiner werdendes Angebot gegenüber steht.

Goldpreis in Euro über 1100 €/oz

Am Mittwoch morgen hielt sich der Goldpreis in Euro wie am Vortag über der Marke von 1100 Euro und notierte zuletzt bei 1102€/oz. Der Goldpreis in US-Dollar notierte in London am Mittwoch Vormittag bei 1279$/oz.

Krügerrand der Favorit

Auch diese Woche ist die Krügerrand-Goldmünze der Favorit bei der Goldnachfrage im physischen Edelmetallhandel, gefolgt vom Maple Leaf aus Kanada, dem neuen Känguru 2018 in Gold und größeren Goldbarren. Bei den Silbermünzen konzentrierte sich die Nachfrage auf die neuen Silber-Kängurus 2018 der Perth Mint und die neu in 2017 eingeführten Krügerrands in Silber.

Der Krügerrand in Silber ist wie seine Schwester in Gold stark nachgefragt
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Weltgrößter Goldproduzent China holt weniger Gold aus der Erde

Die Goldfördermengen in China gehen zurück. In den ersten sechs Monaten hat man in China mit 207 Tonnen Gold rund 9,8% weniger Gold als im Vorjahreszeitraum aus der Erde geholt.

Goldnachfrage in China steigt um 10%

Gleichzeitig sei die Goldnachfrage in China um 10% auf 545 Tonnen gestiegen. Daraus ergibt sich ein Nachfrageüberhang, der langfristig den Goldpreis steigen lassen sollte. Der chinesische Goldverband CGA sieht sogar einen Anstieg der Nachfrage nach Goldbarren in China um 50%.

Goldförderung nicht im Plan

Gemäß der Planwirtschaft in China soll die Goldförderung eigentlich jedes Jahr gesteigert werden – bis sie im Jahr 2020 500 Tonnen pro Jahr beträgt, was rund 50 Tonnen mehr wären als aktuell. Im ersten Halbjahr 2017 jedoch konnte man noch mit keiner Steigerung aufwarten und wich schon auf die Erschließung von Minen unter dem Meer aus, weil die Landminen immer unergiebiger werden. Gleichzeitig steigt zudem die Nachfrage nach Gold im Lande an.

Gold kaufen in China immer populärer

Gold wird in China nicht nur in Form von Goldbarren, Goldmünzen und Goldschmuck gekauft, sondern es nimmt auch der Handel an den Börsen mit Gold deutlich zu. Im Jahr 2016 wurden zuletzt immerhin schon rund 70.000 Tonnen Gold in China an den Börsen gehandelt – incl. Futures und OTC-Geschäften der Banken.

12.100 Tonnen Goldreserven in China

Chinas Goldreserven lägen Ende 2016 bei 12.100 Tonnen, gibt die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua an. Damit dürfte das Gold gemeint sein, was man in den Goldminen Chinas noch aus der Erde holen kann oder noch in bekannten Gold-Vorkommen unter der Erde vorhanden ist. Damit dürfte der Vorrat allenfalls noch 24-25 Jahre halten und dann aufgebraucht sein. Dann könnte auch das weltgrößte Goldförderland kein neues Gold mehr fördern.

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