EZB: Mario Draghi halbiert Anleihekäufe – lässt Zinsen niedrig – Goldpreis steigt

Kaum war es verkündet, stieg auch schon der Goldpreis an: Die EZB hat heute beschlossen, die Zinsen niedrig, teilweise auf NULL Prozent zu lassen und im nächsten Jahr weniger Staatsanleihen als bisher zu kaufen. Der Goldpreis in Euro quittierte es mit einem Anstieg um 6 Euro pro Feinunze. Mit Verkündung der Entscheidung setzten nochmals massive Käufe deutsche Anleger ein, die physisches Gold (Goldbarren und Goldmünzen) bevorzugen.

EZB kauft immer noch für 30 Milliarden Euro im Monat

Die EZB reduziert zwar ihre Anleihekäufe im nächsten Jahr auf die Hälfte, d.h. sie kauft dann aber immer noch für 30 Milliarden (!) Euro im Monat Staatsanleihen und andere vom Markt weg, um die Märkte und Staaten mit Liquidität zu versorgen. Dies entspricht nichts anderem als bloßem Gelddrucken. Die EZB tut dies, obwohl ihr die Inflation, die sie gerne höher hätte, noch nicht hoch genug ist. Allerdings muss man auch sehen, dass der Europäische Gerichtshof der EZB Grenzen aufgezeigt hat: Mehr als Drittel der Staatsanleihen eines Landes dürfe sie nicht kaufen, – die EZB wäre ansonsten im nächsten Jahr zwangsweise über diese Grenze gekommen. Ab Januar 2018 will man das monatliche Volumen um 30 Milliarden auf 30 Milliarden reduzieren. Damit hat man einen stärkeren Schnitt vorgenommen als die US-Notenbank FED, die das monatliche Volumen um 10 Milliarden reduziert hatte.

Goldpreis in Euro ging hoch

Der Goldpreis in Euro stieg nach Bekanntgabe von 1081 Euro auf über 1087 Euro pro Feinunze Gold. Als Grund für einsetzende Goldkäufe gaben institutionelle Goldkäufer an:

  • Das Zinsniveau ist nach wie vor bei ca. Null Prozent, damit bleibt Gold ein gutes Investment. Wer Geld zu Null bei Prozent bei einer Bank anlegt, leiht der Bank im Prinzip ohne Vergütung Geld und unterliegt noch dem Risiko, dass die Bank ein Problem hat oder bekommt…
  • Die EZB will die Anleihekäufe im Volumen von 30 Milliarden zunächst noch bis mindestens September nächsten Jahres vornehmen und die Märkte damit auch weiterhin mit Liqudität fluten, wenn auch mit weniger als bisher. Dennoch begünstigt dies die Blasenbildung an Aktien- und Immobilienmärkten. Davon sollte Gold als Krisenmetall profitieren
  • Die EZB hat beschlossen, im nächsten Jahr für über 220 Milliarden Euro Staatsanleihen zu kaufen. Dies führt zum Anstieg der Bilanzsumme der EZB, – die Zentralbank ist offensichtlich nicht in der Lage, die Staaten und Bürger aus der Liquditätsschwemme herauszuholen. Im Herbst nächsten Jahres sitzt die EZB dann auf 2,5 Billionen scheinbaren Vermögenswerten, die die Schuldner bei sofortiger Fälligstellung gar nicht bezahlen könnten.
  • Eine deutliche Zinswende könne damit nicht vor 2019 kommen, – Gold bleibe daher weiter attraktiv
  • Banken müssen auch weiterhin 0,4% an die EZB zahlen, wenn sie Geld auf deren Konten belassen, – dort gibt es also weiterhin NEGATIVZINSEN
  • Die Entscheidung führt dazu, dass große Firmen und Anleger, die Geld liquide vorhalten müssen, weiterhin bei mehreren Banken Negativzinsen zahlen müssen: sie zahlen der Bank dafür Geld, dass sie der Bank Geld leihen: eine verrückte Welt
  • Ein langes künstliches Niedrighalten der Zinsen führt zu einem größeren Risiko, dass Zinsen irgendwann einmal abrupt steigen können, was gravierende Folgen für die Konjunktur und Finanzmärkte haben könnte. Gold als Krisenmetall könnte davor schützen.

Unsicherheiten in der EU fördern Goldpreis

Auch die verschiedenen Unsicherheiten in der Europäischen Union dürften für ein steigendes Interesse an Gold als Krisenmetall sprechen:

  • Politische Unruhen in Spanien: Katalonien will sich abspalten
  • In Italien stimmen Regionen auch schon über Selbstständigkeit ab
  • Nach Neuwahlen in Österreich könnte in der EU ein schärferer Wind wehen, selbst von einem möglichen Öxit war schon die Rede. Auch wenn dieser nicht kommt, scheint es für Deutschland und Frankreich zukünftig schwerer zu werden, Konsens-Beschlüsse in der EU herbeizuführen
  • Auch in Deutschland ist eine neue Regierung noch nicht aufgestellt, aus einige möglichen Koalitionsparteien kommt Sperrfeuer – man wolle Gespräche abbrechen. Auch wenn dies nicht passiert, wird es eine Regierung aus Kompromissen und keine kompromisslose, zukunftsorientierte Regierung
  • Die Brexit-Bedingungen Großbritanniens sind auch noch unklar

Man darf sich also nicht wundern, wenn Anleger auch weiterhin auf Krügerrand und Co als Goldinvestment setzen, statt ihr Geld zu Null Prozent an Banken zu verleihen.

 

 

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Stoppt EZB heute die Anleihekäufe – was macht Jens Weidmann?

Heute tagt noch einmal die EZB und will auch über das weitere Vorgehen in Sachen Anleihekäufe diskutieren. Bundesbankpräsident Jens Weidmann war in der Vergangenheit strikt dagegen.

Jeden Monat 60 Milliarden Euro

Die EZB kauft bislang jeden Monat für rund 60 Milliarden Euro Anleihen am Markt auf, z.B. Staatsanleihen und finanziert so Staatshaushalte. Früher hätte man gesagt: Sie druckt über Nacht Geld. Doch das ist heute nicht mehr erforderlich. Geld wird heutzutage über Nacht auf Konten geschaffen. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gilt als Gegner einer Fortsetzung einer solchen Politik. Bisher ist das Programm bis Ende 2017 beschlossen. Möglicherweise – so verlautete aus seinem Umfeld – will Weidmann für die Käufe in 2018 stimmen, wenn das Volumen deutlich reduziert wird.

Liquiditätsabflüsse könnten zu Angst führen

Wenn die EZB die Anleihenkäufe zurückfährt, was auch die US-Notenbank FED für sich beschlossen hat, könnte dies zu einem enormen Liquditätsentzug auf den Märkten führen, der Angst unter den Marktteilnehmern auslöst, was typischerweise als goldpreis-treibend angesehen wird.

In den USA werden die Anleihenkäufe um 10 Milliarden Dollar pro Monat dezimiert, in 2018 könnte dies zu einem Liquiditätsentzug alleine in den USA von 600 Milliarden US-Dollar führen, weil der Rückgang der Anleihekäufe beschleunigt wird. Bei häufig kreditfinanzierten Aktienkäufen an der Wall Street könnte dies zu Problemen an den Aktienmärkten führen.

EZB-Pressekonferenz um 14.30 Uhr

Die EZB-Zinsentscheid soll heute um 13.45 Uhr fallen, die Pressekonferenz dazu startet um 14.30 Uhr. Am Donnerstag Vormittag sind vermehrt Goldeinkäufe deutscher Anleger in Sachen Goldbarren und Goldmünzen zu verzeichnen, – offensichtlich wollen Anleger das noch günstige Niveau für Käufe ausnutzen und rechnen mit einem Goldpreisanstieg nach der Bekanntgabe des EZB-Entscheids.

Zinsen in den USA sinken wieder

In den USA sind gestern die Zinsen für zehnjährige Anleihen vom Mehrmonatshoch von 2,47% wieder deutlich gesunken. Eigentlich wollte die FED durch ihre Politik das Zinsniveau deutlich nach oben treiben, was ihr bislang signifikant nicht gelungen ist. Es dürfte auch schwierig für den US-Bundeshaushalt und auch die US-Haushalte werden, die bestehenden Schulden auf einem höheren Zinsniveau noch zu bedienen. Die Gefahr des Abwürgens der Wirtschaft wird auch bei der US-Notenbank FED gesehen.

Goldpreis in Dollar schon +11,68% dieses Jahr

Der Goldpreis in US-Dollar hat dieses Jahr schon 11,68% zugelegt, weitere Zuwächse sind für 2018 von Analysten prognostiziert. So sieht Mike McGlone, Rohstoff Spezialist für Bloomberg Intelligence den Goldpreis in 2018 eher bei 1400$/oz – statt bei 1300$. Investoren dürfte es freuen.

 

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Goldpreis auf 2-Wochen-Tief führt zu massiven Goldkäufen

Der Goldpreis ist aktuell auf dem niedrigsten Stand seit 2 Wochen, – der Dollarkurs kletterte auf einen 3-Monats-Höchststand gegenüber dem japanischen Yen. In Japan scheint eine ultra-lockere Geldpolitik auch für die Zukunft möglich zu sein, was Wahlen am Wochenende ergaben. Der japanische Ministerpräsident hatte mit seiner Koalition die Mehrheit von 312 Sitzen gewonnen.

Goldpreis in Euro bei 1085€/oz

Der Goldpreis in Euro bewegte sich am frühen Montagmorgen um ein Niveau von 1085/1086 Euro pro Feinunze Gold. In Dollar notierte der Goldkurs um 1275$/oz. Deutsche Anleger nutzten das niedrige Goldpreis-Niveau für zahlreiche Käufe von Anlagegold in Form von Goldbarren und Goldmünzen, wobei die 1-Unzen-Größen von Krügerrand und Maple Leaf die meisten Aufträge verursachte.

US-Mint Produkte wenig nachgefragt

Die Nachfrage nach Produkten der US-Mint, vor allen Dingen nach dem Goldeagle und dem Silber-Eagle ist massiv zurückgegangen, was sich auch in rückläufigen Absatzzahlen der Münzprägestätte wiederspiegelt: In den ersten drei Quartalen 2017 konnte man mit 15,9 Millionen Silbereagles zwar eine stattliche Anzahl an Silbermünzen absetzen, lag aber rund 48% unter dem Vorjahresabsatz. Mit 232.000 Goldeagles lag man sogar in diesem Jahr bis September 2017 ganze 66% unter Vorjahresniveau. Deutsche Anleger fokussieren sich bei der Gold-Anlagemünzen-Auswahl vor allen Dingen auf:

  • Krügerrand aus Südafrika
  • Maple Leaf aus Kanada
  • Wiener Philharmoniker aus Österreich
  • Känguru aus Australien
  • In Deutschland beliebter als die US-Münzen: Wiener Philharmoniker Goldmünze aus Österreich

    Trump konnte Steuerstreichungen durchsetzen

    US-Präsident Trump konnte letzte Woche im Senat einen ersten Ansatz seiner Steuerstreich-Liste für 2018 durchsetzen und Trump versucht, einen ihm genehmeren FED-Manager für die US-Zentralbank ab Februar 2018 einzusetzen. Nachdem dies bekannt wurde, fiel Gold auf das jetzige Niveau, weil einige Analysten meinten, Trump könnte die Wirtschaft im nächsten Jahr tatsächlich extrem ankurbeln. Mit 51 zu 49 Stimmen wurde der Haushalt 2018 im Senat durchgewunken. Trump will im Einzelnen:

    • Körperschaftsteuer von 35 auf 20% senken, das ist der Steuersatz, den Unternehmen für ihre Gewinne bezahlen müssen
    • Zahlreiche Abschreibungsmöglichkeiten im Einkommensteuerrecht streichen
    • Rückführung von im Ausland befindlichem Vermögen in die USA fördern

    Damit dürften vor allen Dingen reiche Amerikaner noch reicher werden, wird als Kritik im US-Senat laut.

    Professor Max Otte: Goldpreis bietet Chance zum Aufstocken

    Für von ihm verwaltete Investments erhöht er den Goldanteil. Er sieht die jetzigen Kurse womöglich als letzte Chance, so günstig einzusteigen. Gold als Krisenanlage sei in Krisenzeiten wie jetzt das richtige Investment.

    Deutsche haben 200 Tonnen Gold in 2016 gekauft

    Im Jahr 2016 haben die Deutschen rund 200 Tonnen Gold als Geldanlage gekauft. Max Otte rät zum physischen Kauf von Gold, also Goldmünzen und Goldbarren.

     

     

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Commerzbank bleibt bullish für den Goldpreis

Die Commerzbank bleibt in ihrer Wochenbetrachtung des Goldmarktes bei der Langfristanalyse bullish für die Goldpreisentwicklung. Auf lange Sicht ist man positiv, dass der Goldpreis, wenn er sich erst einmal wieder über 1381$ stabilisiert hat, auch das alte Ziel von 1434$/oz wieder anstreben wird (zuletzt im August 2013) und dann auch wieder über 1484$/oz klettern wird. Der Goldpreis beendete die aktuelle Woche mit 1281$/oz. Der Goldpreis in Euro ging mit einem Niveau von 1087€/oz in das Wochenende.

Kurzfristig könne natürlich das Goldpreispendel noch einmal die 1260$-Linie nach unten testen, allerdings sollten spätestens dort Stabilisierungstendenzen einsetzen. Geht der Goldpreis die nächste Zeit über 1306,33$/oz, könnte die 1355$-Linie angegriffen werden.

Silberpreis-Aussicht auch positiv

Die Commerzbank sieht langfristig den Silberpreis pro Unze Feinsilber auch wieder über 21.17$/oz steigen, die in 2016 zuletzt gesehen wurden. Der Silberpreis ging aus der laufenden Woche mit einem Niveau bei 17,08$/oz, respektive 14,51€/oz.

Goldpreis die letzten 10 Jahre +74%

Betrachtet man die Goldpreisentwiclung langfristig, so hat sich der Goldpreis ($) die letzten 10 Jahre um 74% nach oben bewegt und war damit eine der besten Geldanlagen überhaupt – bei allen Schwankungen, denen der Goldpreis zwischenzeitlich ausgesetzt war. Als langfristiges Investment – und so sehen die meisten Anleger eine Goldanlage – hat er sich bewährt.

Gold – das Kriseninvestment

Auch wenn man einzelne Krisen singulär betrachtet, ist man mit einem Investment in Gold i.d.R. sehr gut gefahren, wie die untenstehende Analyse einzelner Crashs/Finanzkrisen anschaulich zeigt. Stellt man die Entwicklung eines Muster-Aktiendepots mit dem S&P-500-Index einem Goldinvestment gegegenüber, ergeben sich folgende Vergleichszahlen:

  • Aktiencrash 1987 (25.8.-19.10.1987): S&P -33,2%, Gold +5,0%
  • Irak marschiert in Kuwait ein (17.7.-12.10.1990): S&P -17,6%, Gold +7,6%
  • 11.September Anschlag (10.9.01-11.10.02): S&P -22,3%, Gold +16,6%
  • Lehman Finanzkrise (11.10.07-6.3.09) S&P -54,5%, Gold +25,6%

Gold hat also seine Funktion als Kriseninvestment mehrfach bewiesen, auch später in der Eurokrise und anderen Krisen. Mit Gold als Investment sein Vermögen gegen besondere Krisen abzusichern, hat sich also in der Vergangenheit mehrfach als richtig erwiesen. Während Aktien- und Anleihendepots in den Keller gingen, ist Gold aus solchen Krisen gestärkt hervorgegangen.

Gold als Versicherung gegen Krisen

Kaum jemand wünscht sich eine eine Krise, eine kriegerische Auseinandersetzung, furchtbare Terroranschläge oder Bankenzusammenbrüche. Die Geschichte lehrt aber, dass solche Ereignisse immer wieder vorkommen. Mit einem Investment in Gold konnte man in der Vergangenheit eine Art Versicherung für das Vermögen abschließen. Wie bei einer Versicherung: Keiner wünscht sich, dass der Versicherungsfall eintritt, – aber wenn er eintrit ist es gut, wenn man eine Versicherung hat. Während Versicherungsprämien für eine Hausrat- oder Risikolebensversicherung oft „weg“ sind, bleibt das gekaufte Gold im Besitz. Es mag zwar jährlich keine Zinsen abwerfen, ist aber langfristig im Wert gestiegen. Wobei die Kaufkraft des Vermögens erhalten bleibt:

  • Man hat im alten Rom für eine Unze Gold einen Maßanzug (Tunika) bekommen und erhält auch heute noch für eine Unze Gold einen Maßanzug.
  • Vor 100 Jahren hat man für 41 Goldunzen ein Ford T-Modell erhalten. Für 41 Unzen Gold erhält man auch heute noch einen gut ausgestatteten Mittelklassewagen

Gold erhält also über Jahrhunderte und Jahrtausende die Kaufkraft.

Es ist dabei gar nicht so entscheidend, ob man einen Goldbarren für 10 oder 20 Euro weniger oder mehr pro Unze einkauft, sondern es ist viel entscheidender, dass man ihn einkauft. Auf lange Sicht sind solche kleineren Schwankungen lediglich Nachkommastellen in der Rendite. Ob man im Jahr 2000 eine Unze Krügerrand für 296 Euro, für 306 oder 286 Euro gekauft hat, ist nach 17 Jahren Besitz eher zweitrangig: Man hat sein Geld mehr als verdreifacht und zwischendurch standen Preise sogar auf vierfachem Niveau. Die meisten Goldanleger kaufen Gold und lassen es liegen. Häufig über Generationen und sind damit gut gefahren.

Krügerrand Preis – Goldpreisentwicklung 2000-2017
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Dennis Gartman sieht Goldpreis bei 1400$ die nächsten 12 Monate

Dennis Gartman, ein erfahrener Edelmetallspezialist und selber Multimillionär, der für verschiedene Banken gearbeitet hat und nunmehr Herausgeber des Gartman Letters ist, sieht den Goldpreis in den nächsten 12 Monaten eher bei 1400$/oz, also rund 100 Dollar höher als aktuell.

Gartman ist kein Gold-Bug

Analyst Gartman bezeichnet sich selber nicht als „Gold-Bug“, nicht als heißer Verfechter von Gold als Allheilmittel. Er glaubt nicht daran, dass Regierungen zusammenbrechen und man nur mit Gold überleben kann, ABER die Zentralbanken dieser Welt werden mindestens 5 bis 6 Jahre benötigen, die überflüssige Liquidität wieder aus den Märkten abzusaugen, wenn dies überhaupt möglich sei.

Zentralbanken fluten immer noch die Märkte mit Geld

Die Zentralbanken dieser Welt fluten immer noch die Märkte mit Geld, auch wenn dies möglicherweise mit verlangsamter Geschwindigkeit erfolge.

Gold ist die beste Währung

Gold sei immer noch die beste Währung, betont Gartmann, Gold befindet sich in einem Bullenmarkt in Euro und in US-Dollar, Goldpreise wie wir sie jetzt aktuell sehen, seien Kaufkurse.

Gold hat sich besser als Aktien entwickelt

Er vergleicht auch die Entwicklung der Aktienmärkte mit der Goldpreisentwicklung. Der Goldpreis habe sich besser als der S&P Aktienindex entwickelt, auch wenn einige das anders einschätzen würden.

Goldpreis legt mehr zu als der Aktienindex

Goldpreis in Euro steigt stärker

Geht es nach Gartman, so wird der Goldpreis in Euro stärker steigen als der Goldpreis in US-Dollar, was für den in Euro denkenden Investor in Deutschland von Vorteil sein dürfte.

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IWF skeptisch für Weltwirtschaft – Goldpreis könnte profitieren

Der internationale Währungsfonds IWF sieht deutliche Risiken für die Weltwirtschaft und sieht immer noch Risiken durch unterfinanzierte Banken und für die Finanzmärkte.

Die Verletzbarkeit der Finanzmärkte wäre eher gewachsen als gesunken, dessen sollte man sich bewusst sein, war von Analysten des IWF zu hören.

HSBC sieht den Goldpreis steigen

Eine der weltgrößten Banken, die HSBC sieht darin gute Chancen für einen steigenden Goldpreis. Steigende Verschuldung der Staaten, Haushalte und Wirtschaft und überbewertete Aktienmärkte könnten eine gefährliche Mishcung werden. Davon sollte der Goldpreis profitieren. Die Angst vor einem weiteren Ausbruch einer Finanzkrise und Überbewertungen einzelner Assets wie Aktien würden wahrscheinlich zu einer vermehrten Flucht in Gold führen, was sowohl den Goldkurs in Dollar wie auch den Goldpreis in Euro ansteigen lassen sollte.

Charttechnik für Goldpreis

Die Goldbullen konnten den Widerstand von 1296$ noch nicht überwinden, aber die Dynamik der letzten Tage zeigt, dass ein Ausbruch über diese Grenze in Reichweite liegt. Anschließend dürfte es dann auf die 1325$-Marke zugehen. Damit dies nicht passiert, müsste charttechnisch ein Rücksetzer unter 1275$ erfolgen, was von Analysten als eher unwahrscheinlich eingestuft wird. Der Goldpreis in Euro dürfte damit voraussichtlich in Kürze die 1100-Euro-Grenze wieder nach oben durchqueren.

Zuletzt notierten die Preise am am Freitagvormittag wie folgt:

  • Goldpreis in Dollar: 1294 bis 1295 $/oz
  • Goldpreis in Euro: 1094 bis 1095 €/oz

Platinpreis unter Beobachtung

Nicht aus dem Auge lassen sollte man den Platinpreis, der Preis für eine Feinunze Platin bewegte sich am Freitagmorgen in der Range zwischen 933 und 940$, während er in Euro zwischen 780 und 784 Euro/oz schwankte. Der Platinchart konnte einen Boden bei 900 US$/oz ausbilden und hat damit den steilen Abwärtstrend seit Anfang September abgebremst. Die Haltemarken 927 und 920 wurden erfolgreich überwunden, was von den Händlern als bullishes Signal gewertet wurde. Sollte der Platinpreis sich in den Folgetagen nachhaltig über 920$/oz etablieren, gehen die Händler von einer beginnenden Aufwärtsbewegung aus. Platin könnte dann relativ schnell Richtung 967$ steigen und dann auch bis 990$ klettern.

Platinkäufer schlagen zu

Folgerichtig setzten gestern vermehrt Platinkäufe im Edelmetallhandel ein. Gefragt waren vor allen Dingen Platinmünzen Wiener Philharmoniker, – einige eingefleischte Krügerrand-Freunde setzten auch auf den Platin-Krügerrand, obgleich dieser in der Sammlerqualität PP eher für Münzsammler als für reine Platin-Spekulanten vorgesehen ist.

Vermehrte Käufe: Platin-Philharmoniker aus Österreich
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FED ist machtlos – Goldpreis geht wieder auf 1300$ zu

Der Markt hatte auf die Veröffentlichung der sogenannten FED-Minutes gewartet wie der Fuchs vor dem Kaninchenbau…und herausgekommen ist nichts. Die sogenannten FMOC-Minutes, die Mitteilungen über Gespräche in einem Ausschuss der FED, wie man wohl mit dem offenen Markt umgeht, haben nichts Außergewöhnliches zum Vorschein gebracht. Die FED ist angesichts der Wirtschaftssituation in USA machtlos.

Zinsen werden wohl leicht erhöht

Das die FED die Zinsen möglicherweise dieses Jahr noch einmal und nächstes Jahr bis zu dreimal erhöhen möchte, ist nicht wirklich neu, weswegen entsprechende Äußerungen des FED-Mitglieds John Williams (FED San Francisco) nicht überraschten. Charles Evans von der FED in Chicago sah eher Sinn darin, noch weiter abzuwarten, wie sich die Weltwirtschaft entwickle. Der Tenor aus den FED-Sitzungen war daher eher auf „Lass uns erst nochmal abwarten, was da so alles passiert und nicht vorschnell die Zinsen erhöhen“. Fed-Chefin Yellen ist offensichtlich ratlos bzw. machtlos.

Goldpreis in Euro zog an

Der Goldpreis in Euro zog nach Veröffentlichung der FED-Minutes deutlich über 1090€/oz an, der Goldpreis in Dollar näherte sich der 1300$-Linie. Auch am Donnerstag nachmittag bewegte sich der Goldpreis noch bei 1091€/oz und war damit deutlich fester als noch eine Woche zuvor.

25% mehr Goldkäufe in Shanghai

An an der Edelmetallbörse in Shanghai zog offensichtlich die Goldnachfrage an: Im September gab es dort 25% mehr Goldkäufe als noch im Jahr zuvor. Im Gesamtjahr ist man schon 7% höher als im Vorjahreszeitraum. Im letzten Jahr hatte man 1970 Tonnen Gold dort an der Shanghai Gold Exchange (SGE) gehandelt. Für dieses Jahr rechnet man gesamthaft mit ca. 2100 Tonnen, – ist bis September schon bei 1504 Tonnen Gold.

Investoren kaufen Kängurus und Krügerrands

Diese Woche konzentrierte sich die Goldnachfrage stark auf die beiden klassischen Goldanlagemünzen Känguru und den Krügerrand aus Südafrika.

Starke Nachfrage gab es auch nach der neuen deutschen 100 Euro Goldmünze Luther, die mit dem Motiv der Luthergedenkstätten Eisleben und Wittenberg Anfang Oktober neu ausgegeben worden ist.  Besonders die Prägestätten (A) für Berlin und (D) für München waren stark gefragt.

Bei den Silbermünzen waren die Klassiker 1oz Maple Leaf aus Canada und der neue 2018er Kookaburra 1oz Silber stark gefragt. Die Perth Mint hat den Kookaburra mit Jahreszahl 2018 mit einer leicht höheren Feinheit (999,9 statt 999) versehen und bereits ausgeliefert.

 

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Goldpreis hat Potential bis 1400$ in 2018 – sagt Macquarie

Der Goldkurs in US-Dollar hat im nächsten Jahr (2018) Potential bis auf ein Niveau von 1400 Dollar, sagen die Analysten von Macquarie.

Goldpreis in Euro von 1183 €/OZ

Basierend auf dem jetzigen Dollar/Euro-Verhältnis von 1,1832 würde dies ein Potential von 1183€ für den Goldpreis in Euro bedeuten. Wer jetzt Gold kauft, kann also hoffen, dass im nächsten Jahr der Goldpreis fast 100 Euro höher sein wird als dieses Jahr.

Wie kommt Macquarie auf diese Goldpreisentwicklung?

Macquarie als weltweit tätiges Investment- und Wertpapierunternehmen und Vermögensverwalter von besonders reichen Vermögenden (High Net Worth Individuals) ist in Deutschland bekannt geworden durch den Kauf des Derivategeschäftes der Privatbank Sal. Oppenheim. Sämtliche Investment-Banking Transaktionen der Kunden von Julius Bär werden von Macquarie betreut. Doch warum sieht die aus Australien stammende Bank für die nächsten 12 bis 24 Monate Gold als Outperformer und Gewinner?

Die Analysten dort sehen vor allen Dingen einen schwachen Dollar in Amerika. Auch wenn die FED die Zinsen erhöhen werde, was als wahrscheinlich gilt, wird der Dollar schwächeln. Die Analysten sind außerordentlich skeptisch, ob es der bestehenden US-Regierung gelingt, die US-Wirtschaft deutlich zu beleben. Politische Risiken würden zudem Gold beflügeln.

Silberpreis könnte stärker steigen

Silber könnte nach Meinung von Macquarie noch stärker steigen als der Goldpreis, weil die globale Nachfrage, vor allen Dingen aus der Industrie nach Silber zunehme. Silber als Hybrid-Metall, welches sowohl für Anleger wie für industrielle Verwender benötigt wird, wird voraussichtlich die nächsten 12 Monate prozentual stärker zulegen als Gold, so die Einschätzung der Macquarie-Analysten.

Goldnachfrage in Indien zieht an

Die Goldnachfrage in Indien zieht wieder an. Indien – als eines der Hauptnachfrageländer für Gold weltweit – hat im September 31% mehr Gold importiert als im Vorjahr, haben Daten des Edelmetall-Analyseinstituts GFMS ergeben. Im Vorfeld der großen Festivals in Indien habe die Goldnachfrage deutlich angezogen, wird von indischen Gold-Großhändlern berichtet.

Indien gilt als weltweit zweitgrößte Goldnachfragenation und stellt damit einen wichtigen Faktor für die Goldpreisentwicklung dar. Eine steigende Goldnachfrage in Indien hat sich in der Vergangenheit häufig in Richtung eines Goldpreisanstiegs ausgewirkt. Kaufen die Inder weiterhin so kräftig Gold, könnte sowohl der Goldpreis in Euro wie auch die Notierung in Dollar steigen.

Gold kaufen in Indien wieder leichter

In Indien hatte ein Geldwäschegesetz, welches eigentlich für Banken geschaffen war, bei Goldhändlern für Aufregung gesorgt. Danach hätten Goldhändler und Juweliere jeden Kauf über 50.000 Rupien (ca. 650 Euro) an eine staatliche Einrichtung melden müssen. Als die ersten Händler damit anfingen und massenhaft die Meldebehörde mit Meldungen bombardierten, ruderte die indische Regierung zurück und relativierte die Vorschrift dahingehend, dass sie für Juweliere wohl nicht gelte. Dies führte zu einem Anstieg des Goldhandels in Indien. Für Oktober rechnen Marktteilnehmer mit indischen Goldimporten jenseits der 70-Tonnen-Grenze, weil im Vorfeld des Diwali-Festivals wieder mit starken Goldkäufen gerechnet werden müsse.

Aufgeld für physisches Gold in China steigt

In China steigen aktuell die Aufgelder für tatsächlich geliefertes physisches Gold in Form von Goldbarren oder Goldmünzen, weil die Nachfrage so stark ist, dass häufig gar nicht schnell genug Ware herangeschafft werden kann. Teilweise wurden auch im Großhandel Preise von 14$ über den eigentlich Gold-Spotpreisen in China bezahlt, wenn zeitnah physisch geliefert werden konnte, vermeldete die Schweizer MKS Group (vormals Pamp).Die zumeist staatlichen großen Goldshops in Tokyo, Shanghai und anderen chinesischen Metropolen haben jeden Tag Hunderte Kunden, die physisch Gold kaufen.

 

 

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WGC sieht Goldpreis bei 1400$ – Nordkorea lässt Goldkurs steigen

Nach dem Säbelrasseln zwischen Nordkorea und USA ist der Goldpreis in Euro wieder über die 1100-Euro-Marke gestiegen, notiert am Dienstag Vormittag bei 1105€/oz. Der Goldkurs in US-Dollar konnte auch über 1300$ steigen, notiert aktuell bei 1305$/oz. Auslöser war die Mitteilung Nordkoreas, dass die USA den Krieg erklärt hätten. Nordkorea sei auch bereit, Kampfflugzeuge der USA abzuschießen, die außerhalb des Hoheitsgebiets, aber in der Nähe Nordkoreas flögen. Die USA haben eine Kriegserklärung dementiert, aber militärische Schläge nicht ausgeschlossen.

Zuvor hatten die USA Kampfbomber in der Nähe Nordkoreas aufsteigen lassen, was den Diktator wohl provoziert hat. Der Goldpreis quittierte dies mit einem prompten Anstieg.

World Gold Council sieht Goldpreis bei 1400$

Der Vorsitzende des World Gold Councils WGC sieht den Goldpreis die nächsten 12 Monate auf 1400$/oz steigen, – aus fundamentalen Gründen. Weltweite Unsicherheiten würden für eine steigende Nachfrage sorgen, die starke asiatische Nachfrage führe zu einer positiven Goldpreisentwicklung.  Basierend darauf sollte auch der Goldpreis in Euro auf ein Niveau von 1200€/oz steigen, was rund 100 Euro pro Unze mehr wären als die aktuelle Notierung.

Goldpreis-Entwicklung besser als Aktien-Chart

Betrachtet man die Entwicklung des Goldpreises seit dem Jahr 2000 im Vergleich zum Aktienindex SP 500, den größten US-Aktien, hat sich der Goldpreis deutlich besser entwickelt. Trotz aller Schwankungen, denen der Goldpreis oder die Aktiennotierungen unterliegen. Am langen Ende war das Goldinvestment das Bessere:

Goldpreis versus Aktienindex S&P 500 seit 2000, Quelle: WGC

Gold hat sich in diesem Zeitraum um 86% besser entwickelt als der Aktienindex, wie sich empirisch nachweisen lässt.

Eine Entwicklung in der Vergangenheit muss sich so nicht in der Zukunft wiederholen, aber aktuell sind viele Aktien-Indexe nahe am Höchststand und Gold ist deutlich unter den früheren Höchstständen, – insoweit sehen Analysten auch zukünftig für Gold gute Chancen, besser zu performen als Aktien.

Goldschmuck-Importe in die USA ziehen an

Eine weitere Entwicklung spricht für eine positive Entwicklung des Goldpreises in den nächsten Jahren: Nicht nur die Nachfrage nach Goldschmuck in Indien und China wächst, sondern seit mehreren Jahren wächst auch die Goldschmuck-Nachfrage in den USA, was jährlich steigende Importe zur Folge hat. In 2016 waren die USA weltweit schon der drittgrößte Goldschmuck-Markt der Welt mit einem Verbrauch von 118 Tonnen Gold, – dies ist ein Gegenwert von ca. 5 Milliarden US-Dollar. Die Gold-Exporte in die USA haben seit dem Jahr 2013 um ca. 30% zugenommen:

Goldexporte in die USA: +30% seit 2013 sollte eine positve Goldpreisentwicklung fördern (WGC)

Zentralbanken kaufen seit 2008 jedes Jahr Gold

Während früher Zentralbanken Goldverkäufer waren, kaufen Zentralbanken seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 massiv Gold. Jedes Jahr. Weil sie gemerkt haben, dass bunt bedrucktes Papier anderer Länder, was diese `Geld`nennen, im Zweifel wertlos ist. Die folgende Graphik zeigt eindrucksvoll, in welchem Volumen Zentralbanken seit 2008 Gold gekauft haben. Was für Zentralbanken gut ist, sollte auch für den privaten Anleger gut sein.

Zentralbanken kaufen seit 2008 massiv Gold. Quelle: WGC

 

 

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