Goldpreis überschreitet nach Fed-Sitzung wichtige Marken

Die Luft für US-Präsident Trump wird langsam immer dünner: Ein Mitarbeiter nach dem anderen kündigt die Zusammenarbeit mit ihm, zuletzt der Verteidigungsminister. Sein größtes Wahlkampfversprechen, den Bau einer Mauer zu Mexiko bekommt er nicht finanziert und nun hat auch der Vorsitzende der US-Notenbank FED entgegen des Rates des Präsidenten noch einmal die Zinsen erhöht, – was die US-Wirtschaft tendenziell bremst und die Finanzierung der Staatsschulden teurer macht. Wegen des Streits um die Finanzierung der Mauer zu Mexico droht in den USA zum wiederholten Male ein sogenannter Shutdown: Staatliche Ausgaben dürfen nicht mehr getätigt werden: Öffentliche Einrichtungen müssen geschlossen werden, einige Beschäftigte des Staates erhalten kein Geld mehr. In der Periode 1995/1996 dauerte ein solcher shutdown einmal 21 Tage – bis man sich dann doch einigte.

Goldpreis profitiert von Unsicherheit und lahmender Wirtschaft

Nach der FED-Entscheidung setzten massive Goldkäufe ein, die dazu führten, dass sowohl in US-Dollar als auch in Euro der Goldkurs wichtige Marken übersprang: Gold notiert am Freitag morgen deutlich über der wichtigen Marke von 1250 Dollar, nämlich bei 1259$/oz und auch der Goldpreis in Euro konnte nachhaltig die 1100-Euro-Marke nehmen, notiert am Freitag Morgen bereits bei 1102€/oz. Damit wurde auch der 200-Tage-Durchschnitt beim Gold überschritten, was Analysten als den möglichen Beginn eines Goldpreis-Ausbruchs nach oben deuten.

Weil Notenbank-Chef Powell in seiner Rede zur Zinserhöhung dieses Jahr ankündigte, das nächste Jahr nur 2x statt wie bisher vorgesehen 3x die Zinsen zu erhöhen und darauf hinwies, dass die US Wirtschaft langsamer wachsen würde, kam es an den Aktienmärkten zu massiven Verkäufen und am Goldmarkt zu starken Käufen.

Putin weist auf 7% mehr Gold hin

Währenddessen weist Russlands Präsident Putin in einer Pressekonferenz darauf hin, dass sein Land im abgelaufenen Jahr die Gold- und Währungsreseven um 7% erhöht habe. Gleichzeitig führt er ein Wirtschaftswachstum von 1,7% in Russland (Jan-Okt 2018) auf. Ob Russland seine Goldreserven tatsächlich in der angegebenen Höhe nach oben anpassen konnte, ist für Außenstehende nur schwer überprüfbar, da das meiste Gold aus russischen Minen – vorbei am Weltmarkt – in die Tresore der Bank of Russia gewandert ist. Der Hinweis auf die Steigerung um 7% bezieht sich auf die gesamten Währungsreserven, zu denen neben Gold auch andere Währungen gehören. Russland hat – nach Goldkäufen von 37 Tonnen im November – dieses Jahr seinen Goldbestand nach eigenen Angaben um 264 Tonnen erhöht und besitzt jetzt über 2100 Tonnen Gold, – damit fällt die Golderhöhung sogar noch deutlich höher als 7% aus.

Zentralbanken sind immer noch Netto-Gold-Käufer

Die russischen Goldkäufe würden aber international ins Bild passen, da das World Gold Council (WGC) weltweit für die Zentralbanken dieser Welt festgestellt hat, dass diese im Schnitt deutlich mehr Gold gekauft haben als sie verkauften. In 2018 dürften die Notenbanken dieser Welt ca. 400-500 Tonnen Gold zu ihren Beständen addiert haben, was die Menge in 2017 (375 Tonnen) deutlich übersteigt. Es gibt also weltweit eine Tendenz, dass Zentralbanken ihre Goldbestände aufbauen. Zuletzt wurde von Goldkäufen der Türkei (18 Tonnen) und Kasachstans (4,4 Tonnen) berichtet.

Credit Suisse sieht positive Goldpreisentwicklung

Auch die Schweizer Großbank Credit Suisse sieht den Goldpreis weiter steigen. Die Analysten der Bank sehen für 2020 einen durchschnittlichen Goldpreis von 1300$/oz. Damit gehören die Analysten der Schweizer Bank aber eher noch zu den vorsichtigen Goldprognose-Erstellern: Die meisten Banken sind noch optimistischer für die weitere Goldpreisentwicklung. Für 2019 sieht Credit Suisse übrigens einen leicht gestiegenen Goldpreis von 1275$/oz – im Jahresschnitt.

US Mint verliert Marktanteile

Die staatliche amerikanische Münzprägestätte US Mint dürfte das Jahr 2018 nicht zu den erfolgreichsten Jahren zählen: Die Absätze der American Eagle Goldmünzen und American Eagle Silbermünzen sind im Jahresvergleich relativ niedrig.

Bis 20.12.2018 wurden im Gesamtjahr nur 190.000 Goldeagles der Größe 1 oz verkauft. Dazu 15,5 Millionen Silbereagles. Im Jahr 2016 wurden beispielsweise viermal so viele Goldeagles verkauft (817.500) und mehr als doppelt so viele Silbereagles: 37,7 Millionen Silberunzen.

Über große Bullionmünzabsätze freuen sich derweil die australische Perth Mint mit ihren Känguru Silbermünzen und Goldmünzen wie auch die kanadische Royal Canadian Mint mit ihren Maple Leaf Gold und Silbermünzen. Beide Wettbewerber verlangen vom Edelmetall-Großhandel auch geringere Aufgelder aus die amerikanische Münzprägestätte. Geldanleger greifen daher weltweit häufig eher zu den kanadischen und australischen Edelmetallangeboten.

Känguru Goldmünze 2019
Känguru Goldmünze 2019: In der Gunst vieler Anleger steht es höher als die US Eagles

Zentralbanken kaufen so viel Gold wie lange nicht mehr

Die letzten zwei Jahre, insbesondere in 2018 haben die Zentralbanken dieser Welt so viel Gold wie lange nicht mehr gekauft.

Ungarn kaut seit 32 Jahren zum ersten Mal Gold

Das betrifft nicht nur die Zentralbank von Ungarn, die seit 32 Jahren zum ersten Mal wieder Gold gekauft hat und dabei  die eigenen Bestände gleich verzehnfacht hat.

16 Zentralbanken haben Goldbestände signifikant erhöht

Nach einer Auswertung des World Gold Councils haben gleich 16 Zentralbanken seit 2017 ihre Goldbestände signifikant erhöht.

148 Tonnen Gold im Quartal gekauft

Im letzten Quartal ( Q3 2018) haben Zentralbanken netto ihre Bestände um 148,4 Tonnen Gold erhöht, das ist die größte Erhöhung pro Quartal seit 2015. Die Gesamterhöhung für dieses Jahr schätzen Experten auf rund 450 Tonnen Gold. Dieser Wert wäre deutlich größer als die Werte der Vorjahre, in denen die Zentralbanken ihre Goldbestände um 390, bzw. 375 Tonnen Gold erhöhten, vornehmlich durch Kauf großer Goldbarren. Das absolute Hoch an Notenbanken-Käufen der letzten Jahre war übrigens im Jahr 2013, als die Zentralbanken netto 646 Tonnen Gold kauften.

Russland ist einer der größten Käufer von Gold

Die Bank of Russia, Russlands Zentralbank ist weltweit einer der führenden Käufer von Gold unter den Zentralbanken. Dieses Jahr erhöhte man die Staatsbestände bereits um über 158 Tonnen Gold. Aber auch die Notenbanken Kasachstans oder der Türkei waren in den letzten Jahren sehr aktiv. Auch die Notenbank Polens hatte zuletzt 14 Tonnen Goldbarren gekauft. Für Aufsehen hatte die Erhöhung der staatlichen Bestände Ungarns gesorgt: Von 3,1 Tonnen Goldbestand auf einen Goldberg von 31,5 Tonnen, – nachdem man seit 1986 kein Gold mehr gekauft hatte. Statt 1% hält man jetzt 4,4% der Währungsreserven in Gold.

Selbst Indien kauft Gold

Bemerkenswerterweise kauft auch die Zentralbank Indiens Gold für den Eigenbestand. Die indische Regierung hatte die letzten Jahre in zahlreichen Kampagnen versucht, der Bevölkerung das Gold kaufen abspenstig zu machen, da durch die hohen Goldimporte ein Handelsbilanzdefizit entsteht. Aber für sich selber hält die indische Zentralbank Gold als Anlage-Asset wohl doch für vernünftig und kaufte bislang dieses Jahr 21,8 Tonnen Gold. In 2009 hatte die indische Zentralbank übrigens schon einmal mit 200 Tonnen Gold eine Riesenmenge gekauft, – damals erworben vom Internationalen Währungsfonds IWF.

Verkauf US Staatsanleihen gegen Kauf von Gold

Für die US-Regierung könnte die Tendenz bei Notenbanken, Staatsanleihen zu verkaufen und Gold zu kaufen, zu einem Problem werden. Einer muss schließlich die Schulden der USA finanzieren. Russland hatte zuletzt in großem Stil US-Staatsanleihen verkauft und Gold gekauft, dito auch Japan.

Brexit führt zu Goldkäufen

Mit dem bevorstehenden Brexit, bislang terminiert auf März 2019, werden die internationalen Finanzmärkte noch einmal durcheinandergewirbelt. Niemand kann die Auswirkungen komplett abschätzen, zumal wesentliche Teile eines Brexit-Abkommens noch nicht ausverhandelt sind. Einige deutsche Politiker haben bereits ‚das Zusammenhalten der EU und der Euro-Zone‘ als die größte Aufgabe der nächsten Jahre bezeichnet. Große Krisen werden in Europa nicht gelöst, sondern wegdiskutiert. Dadurch löst sich aber eine zu große Verschuldung in Griechenland ebenso wenig wie eine Bankenkrise/Staatskrise in Italien.

Diese Krisen scheinen den Zentralbanken bewusst zu sein und deshalb wird in großem Stil Gold gekauft. Kein Wunder, dass immer mehr Privatanleger denselben Weg gehen. Zwar nicht mit Kauf von 400-Unzen-Goldbarren (ca. 12,5 Kilogramm), wie dies Notenbanken i.d.R. tun, aber mit Goldbarren und Anlagemünzen wie dem Krügerrand oder dem Maple Leaf.

Goldmünze Maple Leaf
Notenbanken kaufen 12,5 Kilo Goldbarren, Privatanleger eher Goldmünzen wie Maple Leaf, Krügerrand oder kleinere Goldbarren

 

 

 

 

Russland kauft tonnenweise Gold und verkauft US-Staatsanleihen

Die russische Staatsbank Bank of Russia hat ihre Goldreserven weiter ausgebaut: Im September addierte man weitere 37 Tonnen Gold zu den staatlichen Beständen, – der bislang größte monatliche Zuwachs dieses Jahr. Russlands Notenbank sitzt damit – nach eigenen Angaben – auf 2037 Tonnen Gold, alleine dieses Jahr ist dieser Bestand um fast 200 Tonnen gestiegen.

An den Währungsreserven Russlands hat Gold mittlerweile einen Anteil von über 16%.

US-Staatsanleihen werden abgebaut

Im Gegenzug zu der Verstärkung der Gold-Position hat Russland die amerikanischen Staatsanleihen verkauft und den Bestand an US-Staatsanleihen drastisch reduziert. War Russland im Jahr 2011 mit 180 Milliarden Dollar an Staatsanleihen noch einer der größten Gläubiber der USA, so hält Russland aktuell nur noch rund 14 Milliarden Dollar an Staatsanleihen, mithin weniger als ein Zehntel wie in vergangenen Jahren. Aktuell befindet sich Russland nur noch auf Platz 54 der größten Gläubiger der USA. Damit geht Russland in dieselbe Richtung wie China, die auch nunmehr im vierten Monat nacheinander den Bestand an US-Staatsanleihen reduzierten.

Mehr Gold als Bund-Anleihen gehandelt

Mittlerweile wird weltweit auch mehr Gold als BUND-Anleihen oder Dow-Jones-Aktien gehandelt, wie ein Vergleich des World Gold Councils zeigt. Das tägliche Handelsvolumen für Gold in US$ übersteigt den US-Aktienhandel und den Handel mit deutschen Staatsanleihen um ein Vielfaches:

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(Vergleich Volumen Goldhandel versus Aktien/Bund-Anleihen, Quelle: WGC)

Goldschmuck noch immer wesentlicher Absatzkanal

Der Marktanteil von Goldschmuck beim ‚Verbrauch‘ von Gold ist immer noch signifikant: Mit 47% fast die Hälfte des Gesamtmarktes, dominiert von chinesischer und indischer Goldnachfrage. Bei steigender Population in diesen Ländern und steigendem Wohlstand wird auch zukünftig mit stabiler Nachfrage nach Gold aus Asien zu rechnen sein, was hinsichtlich des Goldpreises eher für weiter steigende Notierungen spricht.

Indische Regierung will Goldmarkt lockern

Die indische Regierung hat signalisiert, die strenge Regulierung des Goldmarks in Indien, wo eine zehnprozentige Gold-Einfuhrsteuer den Goldhandel erschweren soll, zu lockern. Aktuell laufen noch Gespräche mit der indischen Goldindustrie und dem Schmuckhandel. Die starken Goldeinfuhren nach Indien führen in dem Land zu einem Handelsbilanzdefizit. Mit strengeren Gesetzen und höheren Abgaben hat man zwar den Goldimport leicht eindämmen können, aber die indische Bevölkerung glaubt weiter an die Stabilität von Gold und kauft Goldschmuck und Goldmünzen in so großen Mengen, dass weiterhin ein Handelsbilanzdefizit ensteht, weil das Gold aus dem Ausland eingeführt werden muss. 80% der indischen Goldschmuck-Exporte gehen übrigens in die Vereinigten Arabischen Emirate.

100 Tonnen Gold im August eingeführt

Alleine im August 2018 führte Indien über Importe 100 Tonnen Gold ins Land ein. Auch die Juli-Importe waren mit +23% und 75 Tonnen bemerkenswert. Das ist deshalb bemerkenswert, weil in Indien gehandeltes Gold zwischen 13 und 28% teurer ist als im Umland, was an 10% Einfuhrabgaben, 3% zusätzlichen Steuern und häufig bis zu 15% im Rupien-Wechselkurs begründet ist. Dennoch hält die Bevölkerung – besonders zur Festival-Saison – an Goldkäufen fest. In weiten Teilen Indiens ist es auch häufig so, dass bei Hochzeiten die Frau massiv Gold geschenkt bekommt, weil Gold im Falle in einer Scheidung das Einzige ist, was sie behalten darf. Daher bestehen Brautväter in traditionellen indischen Familien i.d.R. auf auskömmlichen Goldgeschenken für die Braut.

 

 

 

 

Russland kauft so viel Gold wie seit einem Jahr nicht mehr

Die Bank of Russia hat auch im September wieder kräftig Gold für den Staatsbestand eingekauft, konstatiert auch die Commerzbank in ihrem jüngsten Bericht zum Edelmetallmarkt. Im September wurden 1,1 Millionen Goldunzen gekauft, was einem Gewicht von über 34 Tonnen Gold entspricht.

Russland hat nun 57,2 Millionen Goldunzen

Die russische Zentralbank sitzt nun auf einem Goldschatz von 57,2 Millionen Goldunzen und will damit die eigene Währung Rubel festigen. Glaubt man der Auswertung des World Gold Councils, die für gewöhnlich verlässliche Zahlen liefern, hat Russland alleine in den ersten 8 Monaten dieses Jahre 129 Tonnen Gold dazu gekauft. Die Zukäufe im September kommen noch dazu und sind die höchsten monatlichen Zukäufe seit Oktober 2016.

Rubel gewinnt ggü. Euro

Musste man in 2015/2016 noch über 90 Rubel aufwenden, um einen Euro zu kaufen, braucht man aktuell nur noch 67 Rubel, um einen Euro zu erhalten. Der Rubel hat also ggü. dem Euro an Wert gewonnen. Putins Politik, den Rubel durch massive Goldkäufe aufzuwerten, scheint also aufgegangen zu sein.

Commerzbank bleibt bullish für den Goldpreis

Die Commerzbank bleibt in ihrer heute veröffentlichten Einstellung langfristig bullish/positiv für den Goldpreis. Die Commerzbank geht davon aus, dass wenn erst einmal die Grenze von 1381 US$/oz überschritten sei, werden dann auch die nächsten Ziele von 1434 und 1484$/oz angegangen, also eine deutliche Aufwärtsbewegung.

Wer wird nächster FED-Chef

Goldhändler an den internationalen Börsen spekulieren darüber, wer wohl der nächste Chef der US-Notenbank FED wird. Im Vorfeld einer möglichen Entscheidung darüber durch US-Präsident Trump sei so manch institutioneller Investor vorsichtig mit Goldkäufen. US-Präsident Trump hatte Montag dieser Woche geäußert, er sei ganz kurz vor einer endgültigen Entscheidung, wen er gerne auf dem FED-Chefsessel sehen würde.

Je nachdem, welcher FED-Vorstand bestimmt würde, werde sich der US-Dollar und das Zinsniveau bewegen. Höhere Zinsen könnten einen steigenden US-Dollar zur Folge haben, was die Feinunze Gold für internationale Investoren teurer machen würde.

3 FED-Kandidaten im Rennen

Aus dem Umfeld von US-Präsident Trump verlautete, dass noch drei FED-Kandidaten in der engeren Auswahl seien: der FED-Direktor Jerome Powell, der Wirtschaftsprofessor John Taylor und die bisherige Amtsinhaberin Janet Yellen. Bis Anfang Februar 2018 ist sie nach bisheriger Planung noch im Amt. Anderen Angaben zufolge stehen auch der Wirtschaftsberater von Donald Trump, Gary Cohn(Ex-Goldman-Sachs-Manager)  und ein früherer FED-Governeur, Kevin Warsh zur Auswahl. Trump kann den FED-Chef jedoch nicht alleine bestimmen, – dieser muss auch vom Senat bestätigt werden.

Favorit Powell will Banken das Spekulieren wieder erleichtern

Als Favorit Trumps gilt Jerome Powell. Dieser hat geäußert im Falle seiner Ernennung, die strengeren Regeln für Banken, die nach Ausbruch der Lehman Finanzkrise erlassen worden waren, wieder zu lockern. Der in den USA erlassene Dodd-Frank-Act, solle erheblich gelockert werden. Kritiker befürchten, dass dann eine erneute Bankenkrise wie 2008 mit dem Zusammenbruch der Lehman Brothers, noch wahrscheinlicher werde. Schon jetzt seien etliche Banken unterfinanziert und hätten sich verspekuliert. Bankenzusammenbrüche und Zwangsfusionen gäbe es nicht nur in den USA, sondern auch im Herzen Europas, z.B. in Italien und Spanien. Mit einer weiteren Lockerung der Vorschriften für Banken seien vermehrte Zusammenbrüche wahrscheinlicher.

Kein Wunder, dass deutsche Anleger nach wie vor auf Gold zur Absicherung vor Finanzkrisen setzen. Eine Unze Gold bleibt eine eine Unze Gold, egal, welcher Zentralbankpräsident in den USA auf dem Chefsessel sitzt und egal, ob Banken kollabieren oder nicht.

 

Russland kauft 200.000 Unzen Gold im April – Goldreserven weiter ausgebaut

Die Bank of Russia hat auch im April ihre Goldreserven weiter ausgebaut. Insgesamt kauften die Manager der russischen Zentralbank 200.000 Unzen Gold (6,2 Tonnen) für den staatlichen Bestand. Damit hat man die Tendenz weiter fortgesetzt, den russischen Goldbestand sukzessive weiter auszubauen und die russische Währung Rubel durch die hinterlegten Goldbestände international zu stärken.

Bereits im April hatte man 800.000 Unzen Gold (24,9 Tonnen) gekauft.

Russland ist drittgrößter Goldproduzent

Das Gold, was Russland den staatlichen Reserven zuführt, dürfte zum grössten Teil aus eigener Förderung stammen, – gilt Russland doch weltweit als drittgrößte Gold-Fördernation – nach China und Australien.

1686 Tonnen Goldbarren in Russlands Besitz

Die russische Zentralbank besitzt nunmehr nach offiziellen Informationen rund 1686 Tonnen Gold in Form von Goldbarren, zumeist 400-Unzen-Goldbarren, was in etwa 12,5 Kilogramm pro Barren entspricht. Damit liegt man nur noch 157 Tonnen hinter Chinas mächtigen Beständen zurück, wenn denn Chinas Auskünfte über die eigenen Goldreserven stimmen. Experten schätzen, dass China längt mehr Gold besitzt als offiziell angegeben wird. China will nach offiziellen Angaben seit Oktober letzten Jahres kein Gold mehr zur Zuführung zu staatlichen Reserven gekauft haben  – dies gilt nach einhelliger Meinung von Goldmarktkennern als unwahrscheinlich.

Die USA gelten nach wie vor mit 8133 Tonnen Goldbesitz als der weltgrößte Goldbestandshalter – wenn das Gold der USA denn noch da ist. Eine Vollaufnahme in Fort Know hat es seit Jahren nicht mehr gegeben, – die letzten Prüfungen fanden unter zweifelhaften Umständen statt.

Goldpreis weiter fest

Der Goldpreis ist weiter fest – notiert in US$ am frühen Montagmorgen bei 1253 $/oz, in Euro respektive bei 1122 Euro/oz, was an der starken Dollar-Euro-Relation von 1,1178 liegt.

Goldmünze im Wert von 17.000$ in Moskau gefunden

Ein glücklicher Amateur-Schatzsucher hat in Moskau in einem Fluss eine Goldmünze aus dem 17.Jahrhundert gefunden, deren Wert auf über 17.000 US$ geschätzt wird, womit bewiesen wäre, dass Gold auch über Jahrhunderte seinen Wert behält, – wenn nicht steigert. Die rund 400 Jahre alte Münze wurde im Fluss Yauza gefunden und dürfte aus der Zeit des russischen Zaren Boris Godunov, stammen, der von 1598 bis 1605 regiert hat. Die Münze kam damals gar nicht offiziell in Umlauf, sondern wurde nur militärischen Würdenträgern für besondere Verdienste geschenkt.

Moderne Anleger kaufen massiv Goldmünzen

Moderne Anleger müssen nicht warten, bis sie eine Goldmünze wegen militärischer Verdienste verliehen bekommen, sondern kaufen sich ganz einfach welche, so wurden im Jahr 2016 z.B. folgende Mengen an Goldmünzen an Geldanleger weltweit verkauft:

Weltweit wurden letztes Jahr fast 1000 Tonnen Gold an Geldanleger als Investmentgold in Form von Goldmünzen und Goldbarren verkauft.

Gold Eagle USA 1 Unzen Münzen – Millionenfach verkauft