Goldpreis über 1080 €/oz, in Dollar steht 1240 $/oz – Linie bevor

Der Goldpreis in Euro hat im frühen Donnerstags-Handel bereits die 1080 Euro/oz-Linie durchbrochen, notierte zuletzt bereits bei 1082 €/oz.

Goldkurs bald über 1240 $/oz ?

Der Goldkurs in Dollar kämpft noch mit der 1240$-Linie, notiert aktuell bei 1235 Dollar pro Feinunze Gold. Charttechnisch muss zunächst der Widerstand bei 1240$ gebrochen werden, damit der Goldpreis dann Richtung 1275$ marschieren kann. Weltweit steht aktuell genug Geld in den Startlöchern, um in Gold investiert zu werden. Die Aktienmärkte schwächeln, im Euroraum gibt es kaum Zinsen und US-Staatsanleihe werden in Milliarden-Volumen von Regierungen abgestoßen (zuletzt Indien, Russland, Türkei, Japan, China). Sollte der Goldpreis das Überschreiten der 1240$-Linie nicht sofort schaffen, gilt ein Rückfall bis auf die 1230$-Linie als wahrscheinlich.

So viele Gold-Calls wie seit Monaten nicht mehr

Aktuell werden von den Marktteilnehmern so viele Gold-Calls (Kaufoptionen) wie seit 4,5 Monaten nicht mehr gehalten. Das Niveau ist so hoch wie seit 14.Juni dieses Jahres nicht mehr. Das spricht dafür, dass die Marktteilnehmer sehr optimisch für die weitere Goldpreisentwicklung sind. Wenn am Markt viele Teilnehmer Geld dafür bezahlen, um zukünftig Gold zu höheren Preisen als jetzt kaufen zu dürfen, gilt dies als sicheres Zeichen für die Annahme höherer Goldpreise, die dann häufig auch eintreten.

Goldkäufe durch Notenbanken nehmen zu

Auch die Zentralbanken dieser Welt kaufen mehr Gold. Dieses Jahr (2018) werden geschätzte 450 Tonnen Gold durch Notenbanken gekauft, schätzt Metals Focus Ltd. Nach 375 Tonnen im Vorjahr wäre dies eine deutliche Steigerung. Das wäre die erste signifikante Goldkauf-Steigerung durch die Notenbanken seit 2013, als Banken 646 Tonnen Gold zukauften.

Zuletzt hatten Polen und Ungarn die staatlichen Goldbestände deutlich erhöht – Ungarn hatte die eigenen Bestände verzehnfacht. Als einer der größten Goldbestandserhöher unter den Staatsbanken gilt die Bank of Russia, die fast kontinuierlich rund 20 Tonnen Gold pro Monat zu den staatlichen Beständen addiert.

US-Staatsanleihen werden durch Gold ersetzt

Zuletzt ersetzten auch einige Regierungen, bzw. Zentralbanken US-Staatsanleihen gegen Gold. Sei es aus Verärgerung über die USA oder aus wirtschaftlichen Erwägungen. Renditemäßig war Gold seit 2015 die bessere Geldanlage als US-Staatsanleihen, da die FED mit ihrer Politik das Halten von Staatsanleihen uninteressant machte.

Deutsche Anleger kaufen nach wie vor Gold

Deutsche Geldanleger kaufen nach wie vor in großem Maße Gold, vor allen Dingen in physischer Form wie Goldbarren und Goldmünzen. Nullzinsen, bzw. Niedrigzinsen unter 1% lassen viele Anlegergelder von Festgeld und Sparbuch in Gold wandern. Bevorzugt werden dabei die Goldmünzen-Klassiker Krügerrand, Maple Leaf und Känguru. Bei den Goldbarren gehören die Größen 1 Unze und Barren mit 100 Gramm Gold zu den häufig nachgefragten Einheiten.

 

 

 

Goldkäufe ziehen nach Raketentests in Nordkorea wieder

Nach den jüngsten Raketentests Nordkoreas und der Drohung der dortigen Regierung, dass man auch Raketen habe, die bis zum US-Festland fliegen könnten, zogen die Goldkäufe international wieder an. Im asiatischen Handel stieg Gold bis 1229,70 $/oz, – im frühen europäischen Handel stieg Gold am Montagmorgen weiter bis auf 1232 $/oz.

Goldpreis in Euro

Wegen der US$/Euro-Parität von im Moment 1,09 belief sich der Goldpreis in Euro am Montagmorgen im deutschen Handel auf 1124 €/oz, – damit leicht besser als am Freitag der vergangenen Woche.

Nordkoreas Testrakete

Nordkoreas Testrakete flog rund 490 Meilen und erreichte eine Höhe von 1,3 Meilen, sie landete in der Nähe Russlands im Meer.

US Einzelhandel enttäuscht

Die US Einzelhandelsumsätze stiegen im April nur um rund 0,4%, was Analysten enttäuschte. Wohl war die Zahl besser als im März, als nur +0,1% erreicht wurden, aber das schwache Wachstum zeigt, dass es eigentlich in USA noch zu früh für Zinserhöhungen ist, da diese die Konjunktur wieder abwürgen würden. Dennoch gehen fast 100% der Analysten davon aus, dass die FED im Juni die Zinsen erhöhen wird. Dies sei aber in den aktuellen Goldpreisen bereits eingepreist.

Chinesen kaufen mehr Gold

Die Goldnachfrage an der Shanghai Gold Exchange ist gegenüber Vorjahr deutlich gestiegen. Im Zeitraum von Januar bis April 2017 wurden dort 727 Tonnen Gold gehandelt, – gegenüber 687 Tonnen im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Silber kaufen könnte clever sein, Gold-Silber-Ratio sehr hoch

Aktuell ist die Gold-Silber-Ratio 75:1. Bedenkt man, dass im letzten Jahrhundert eine Gold-Silber-Ratio von eher 47:1 über lange Zeiten gehalten wurde, könnte man daraus den Schluss ziehen, dass entweder Gold zu teuer oder Silber zu billig ist. Da der Goldpreis nur knapp über den Förderkosten (incl. Finanzierung) liegt, dürfte eher Silber als zu billig gelten. Bewegt sich die Gold-Silber-Ratio wieder auf 47:1 zu, dürften die Silberpreise daher eine gute Chance haben, kräftig zu steigen. Silber kaufen könnte daher aktuell clever sein.

Indische Goldnachfrage lässt Premium steigen

Die große Goldnachfrage in Indien lässt für physisches Gold in Indien das Aufgeld steigen. Die Goldnachfrage in Indien im April (75 Tonnen) war fast doppelt so hoch wie im Vorjahr. Die Händler konnten im Schnitt nicht nur die 10% Importsteuer über den Weltmarktpreisen im Handel realisieren, sondern erzielen aktuell in Indien auch 1$ pro Unze mehr als in der westlichen Welt, weil die Nachfrage in Indien sehr groß ist und sofort verfügbare physische Ware entsprechend honoriert wird. In China ist das im Inland vorhandene Gold aktuell noch knapper, sodass Händler in China letzte Woche teilweise bis zu 15 US$/oz  über Weltmarktpreisen für physisches Gold erzielten.

Deutsche kaufen Goldmünzen und Barren

Statt Goldschmuck wie in Indien kaufen deutsche Anleger lieber Goldmünzen und Goldbarren. Bei den Barren aus Gold waren die 100 Gramm Goldbarren die beliebtesten.

Goldbarren wie Goldmünzen in Deutschland beliebt