Milliarden fließen in Papiergold : ETF-Zuflüsse 3 Milliarden Dollar im April

Papier scheint auf Geldanleger eine große Faszination auszuüben: Im April flossen 35 Milliarden Dollar in sogenannte ETF-Papiere (Exchange Traded Funds).

3 Milliarden Dollar Zufluss in Gold-ETFs im April

Im April flossen…

  • 6,9 Milliarden Dollar in ETFs auf US Aktien
  • 6,6 Milliarden Dollar in ETFs auf US Staatsanleihen
  • 3,2 Milliarden Dollar in ETFs auf US Unternehmensanleihen
  • 3,0 Miliarden Dollar in ETFs auf GOLD
  • 1,0 Milliarden Dollar in ETFs auf Schulden schlechter Schuldner,

wenn man einer Auswertung des US Anbieters Blackrock Glauben schenken darf.

Mehr Gold an Börsen gehandelt als physisch vorhanden

Die Anleger scheint es dabei nicht zu stören, dass weltweit teilweise 100x bis 1000x mehr Gold auf Papier verbrieft gehandelt wird, als überhaupt weltweit physisch vorhanden lieferbar ist. Die Teilnehmer am Goldmarkt scheint es nicht zu stören.

Auslieferung von GOLD-ETFs teilweise schwierig

Die Schweizer Zeitung NZZ hat bereits in 2010 erkannt, dass die physische Auslieferung von Gold aus angabegemäss mit Gold hinterlegten ETFs teilweise schwierig werden kann. So enthielten einige ETFs z.B. Klauseln, dass die Bank z.B. nicht ausliefern müsse, wenn aufgrund von währungspolitischen oder behördlichen Maßnahmen eine Lieferung erschwert sei oder der Bank nicht zugemutet werden könne. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Nach wie vor starke physische Nachfrage in Deutschland

In Deutschland gibt es nach wie vor eine starke Nachfrage nach physisch tatsächlich vorhandenem Gold zur Auslieferung. Spitzenreiter bei der Nachfrage sind die Goldmünzen Krügerrand und Goldbarren 1 Unze bis 250 Gramm.

Japan erhöht Steuer auf Gold in 2019

In Japan werden aktuell 8% Steuer beim Verkauf von Gold an Endkunden fällig, dies will man nun im Oktober 2019 auf 10% erhöhen. Die Schmuggelaktiväten in Sachen Gold bei der Einreise nach Japan haben drastisch zugenommen. Bereits im letzten Jahr hat man zusätzliche Metallscanner an allen Flughäfen in Japan angebracht, um die ankommenden Passagiere auf Gold abzuscannen. Auch importierte Güter und Paketsendungen werden kontrolliert. Man hat in Japan extra an 16 Inspektionsstandorten Röntgengeräte für 40-Fuß-Überseecontainer angeschafft, um auszuschließen, dass Gold in Containern mit anderer Fracht unversteuert ins Land gelangt. Japanische Anleger kaufen seit der Bankenkrise massiv Gold, vor allen Dingen Wiener Philharmoniker und Maple Leaf Goldmünzen, aber auch Goldbarren und Goldschmuck. Anlagegold wird in Japan vor allen Dingen über Juwelierketten und Banken verkauft. Japaner nutzen es als Altersversorgung, indem sie eine entsprechende Menge Goldunzen ansparen, bzw. einkaufen und im Alter jeden Monat eine kleine Anzahl Goldunzen verkaufen, um den Unterhalt zu finanzieren.

Australiens Goldminen werden nur noch die Hälfte produzieren können

Aktuell ist Australien noch mit ca. 270 Tonnen Goldförderung pro Jahr nach China mit Russland unter den drei größten Goldproduzenten der Welt. Doch die Betreiber der australischen Goldminen selber rechnen damit, dass sich der Ausstoß die nächsten 8 Jahre in etwa halbieren wird. Nachdem bereits Südafrika den Ausstoß jedes Jahr zurückfahren musste und China auch an die Grenzen stößt, könnte es sein, dass Gold tatsächlich die nächsten Jahre knapper wird. Man wird es dann voraussichtlich am Goldpreis sehen.

Aktueller Goldpreis

Der aktuelle Goldpreis am Montag Mittag beträgt rund 1318 $/oz , der Goldkurs in Euro lag bei knapp über 1100 €/oz. Sollten die nächsten Jahre die Minen-Goldexplorationen tatsächlich weiter zurückgehen, wird über kurz oder lang der Goldpreis kräftig steigen müssen.

 

 

Please follow and like us:

Goldpreis wird über 1400$ gehen – sagt ING Edelmetall Spezialist

Geht es nach dem ING Edelmetall-Spezialisten Oliver Nugent, ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann der Goldpreis die 1400$-Marke überschreitet. Nugent betont, dass die REAL-Zinsen auch dieses Jahr niedrig bleiben werden, inflationsbedingt. Das gelte auch dann, wenn die US-Notenbank dieses Jahr noch zweimal die Zinsen erhöhen würde, was sie angekündigt hat. Die Notenbank würde mit der Inflationsentwicklung zu kämpfen haben, was den Goldpreis nach oben treiben wird.

Goldpreis oszilliert um 1350$/oz

Der Goldpreis bewegt sich die letzten Tage rund um das Niveau von 1350$/oz, respektive 1090 €/oz, was der hohen Nachfrage nach Gold zu verdanken ist. In Indien ist aktuell das sogenannte Akshaya Tritiya – Festival, was vor allen Dingen von Hindus begangen wird und Glück im Frühling bringen soll. Traditionell wird dies auch mit Goldkäufen und Goldgeschenken begangen, was für einen Nachfrageschub in Indien sorgt.  Indische Medien berichten von 15% mehr Verkäufen: Economic Times Indien

Am heutigen Morgen notierte der Goldpreis in Euro bei 1088,69 €/oz, Silber notierte in London heute Vormittag bei 16,86 $/oz.

Chinesen fangen auch an, Gold-ETFs zu kaufen

In China fangen die Anleger auch an, Papiergold zu kaufen. Die Nachfrage nach physischem Gold in Form von Goldbarren ging zurück, dafür wurden tonnenweise Papiergold-Zertifikate gekauft. Alleine der Bosera Gold ETF hatte in China dieses Jahr Mittelzuflüsse im Volumen von über 550 Millionen US-Dollar, das ist der höchste Zufluss seit der Erstlistung in 2014.

Das weltweit mehr als 100x soviel Lieferansprüche auf Gold gehandelt werden, als überhaupt Gold existiert und es dadurch zu langen Gesichtern kommen könnte, wenn alle gleichzeitig ihren Lieferanspruch geltend machen würden, scheint auch chinesische Anleger nur begrenzt zu interessieren.

Gold-Charttechnik

Aufsetzend auf einer Unterstützunglinie bei 1301 $ stieg der Goldpreis dieses Jahr steil an, bis er bei 1355$ auf Widerstand stieß, was ihn wieder sinken ließ. Die Zwischenunterstützungslinie bei 1325$ sorgte wieder für einen Goldpreisanstieg. Mittlerweile hat sich der Preis für die Feinunze Gold oberhalb von 1341$ etabliert. Bleibt der Goldpreis über der Linie von 1325$, was aktuell so aussieht, wird es über kurz oder lang wieder zum Angriff auf die 1355$-Linie kommen, um nach deren Überschreiten Richtung 1366$ zu steigen. Hier dürften erst einmal wieder Verkäufe einsetzen. Dann allerdings ist bei nachhaltigem Überschreiten die Richtung klar: Zunächst auf 1385$ und dann auch Richtung 1415$. Dies aus charttechnischer Sicht. Bei einem unwahrscheinlichen Abrutschen unter 1325$ wäre eine Korrektur bis 1301$ denkbar, um dann wieder die Fahrt nach oben aufzunehmen.

Please follow and like us:

Papiergold-Verkäufe (ETF) haben Goldpreis gedrückt – geht es jetzt wieder aufwärts?

Neben den Anlegern, die auf den direkten physischen Besitz von Gold setzen, indem sie z.B. Goldbarren oder Goldmünzen kaufen, gibt es weltweit eine ganze Reihe von Spekulanten, die auf „Papiergold“ setzen. Sie kaufen Optionen, die sie berechtigen, später Gold von jemandem zu kaufen, der gar nicht nachweisen muss, dass er es hat oder kaufen Zertifikate oder sonstige Papiere, die einen Lieferanspruch auf Gold darstellen sollen und hoffen, bei einem späteren Wunsch auf Lieferung, auch Gold zu bekommen.

Solche „Papiergold“-Besitzer haben in der letzten Woche massiv Gold-Positionen verkauft und damit den Goldpreis nach unten gedrückt.

ETF Gold: Massive Abflüsse

Der weltgrösste Gold-ETF, der SPDR Gold Shares, der mit einem Börsenwert von über 34 Milliarden Dollar die Spitzenposition einnimmt, hat alleine in der letzten Woche Anteilseigner für 217 Millionen US-Dollar verloren.

Auch der auf Goldminen spezialisierte ETF vanEck Vectors Gold Miners musste einen Abzug von über 700 Millionen US-Dollar(!) hinnehmen

Goldpreis auf 6-Wochen-Tief

Der Goldpreis ist unter die wichtige 200-Tage Linie gerutscht, notiert im frühen Freitagshandel in Deutschland bei 1123 Euro/oz, respektive 1234 US$/oz. Damit notiert er bereits wieder 6 Euro höher als am gestrigen Abend, als er auf 1117 Euro/oz gefallen ist. Anleger führten den Preisrutsch gestern auf die US-Notenbank FED zurück, die zwar keine Zinsen erhöht hat, dies aber für die Juni-Sitzung für möglich gehalten hat. Die FED konstatierte zwar ein schwaches Wachstum der US-Wirtschaft, deutete aber an, dass dies auch nur temporär sein könnte und blieb damit bei einer positiven Einschätzung der US-Konjunktur, die damit auch durchaus kleinere Zinsanhebungen möglich machen würde – wenn sie denn tatsächlich anzieht – die US-Konjunktur.

9% mehr Goldbarren und Goldmünzen verkauft, aber weniger ETFs

Das World Gold Council, eine Gold-Produzentenvereinigung, hatte zudem gestern die Statistiken für das erste Quartal 2017 veröffentlicht. Dort ist zu entnehmen, dass die globale Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren um 9% zugenommen hat. Starke Nachfrage vor allen Dingen in Deutschland, Europa und China. Aber dadurch, dass Gold-ETFs 68% verloren hätten, relativiert sich die weltweite Gesamtgoldnachfrage (incl. ETFs) auf minus 18%.

Physisches Gold in Form von Goldmünzen und Goldbarren wird also deutlich stärker nachgefragt. Die institutionellen Anleger, die Konstruktionen wie Gold-ETFs bevorzugen, haben sich im ersten Quartal aber zurück gehalten.

Goldpreis kann trotz Zinserhöhungen der FED steigen

Betrachtet man die letzten vier Zinserhöhungszyklen der FED, so ist rein statistisch zu konstatieren, dass in drei von vier Fällen der Goldpreis gestiegen ist und zwar um 10 bis 20%. Insoweit lehrt die Geschichte, dass steigende Zinsen der FED nicht zwangsläufig sinkende Goldpreise zur Folge haben müssen. Letztendlich ist Gold eine Absicherung gegen Inflation und der REALZINS, d.h. Verzinsung abzüglich Inflation ist ein entscheidender Faktor.

Das Umfeld für Goldanlagen ist immer noch positiv. Anleger, die auf niedrige Kaufkurse gewartet haben, finden jetzt zahlreiche günstige Angebote vor.

Goldmünzen zu niedrigen Preisen kaufen

Goldbarren zu niedrigen Preisen kaufen

 

Please follow and like us: