ICBC Standard Bank sieht Goldpreis am Jahresende bei 1300$/oz

Der Goldpreis ist aktuell verglichen mit den Preisen in den letzten 12 Monaten auf einem sehr niedrigen Niveau. Das soll sich zum Jahresende hin ändern, meint die ICBC Standard Bank Plc, die immerhin als die größte Bank der Welt gilt:

Goldpreisentwicklung über 1260 bis hin zu 1300$/oz

Der Goldpreis in US$ solle sich von aktuell 1211 $/oz im dritten Quartal 2018 zunächst Richtung 1260 $/oz bewegen, um dann gegen Jahresende das Jahr bei einem Niveau von 1300$/oz zu beenden.

Zinserhöhungen der FED schon eingepreist

Die Bank geht von zwei weiteren Zinserhöhungen in den USA dieses Jahr aus, die aber schon in den Goldpreis eingepreist seien. Auch wenn theoretisch der Goldpreis auch kurz unter die Grenze von 1200$/oz rutschen könnte, befände man sich aktuell am unteren Ende einer möglichen Entwicklung und der aktuelle Goldpreis würde für Investoren eine gute Gelegenheit zum Einstieg sein. Es sei überdies fraglich, ob die US-Verbraucher höhere Zinsen überhaupt aushalten – oder ob es dann nicht zu Problemen bestehender Kreditkunden kommen würde und die Konjunktur in den USA deutlich bremsen würde.

Erdogan fordert Türken zum Goldverkauf auf

Der türkische Präsident Erdogan hat die Bevölkerung dazu aufgefordert, etwaig vorhandene Devisen und Gold gegen Lire zu verkaufen, um die anhaltende Abwertung der türkischen Währung zu stoppen. Im Juli lag die Inflation in der Türkei bei knapp 16%, – so hoch wie seit 14 Jahren nicht mehr. Die Währung hat dieses Jahr gegen Dollar schon ein Fünftel ihres Wertes verloren, wogegen Türken, die ihr Geld in Gold angelegt haben, geschützt waren. Frühere Aufrufe des türkischen Präsidenten, dass die Bevölkerung Gold vermöge, verhallten jeweils weitgehend erfolglos. Der türkische Finanzminister Albayrak, ein Schwiegersohn Erdogans, strebt für 2019 eine Inflation von nur 9,3% an, die nach Meinung von Experten nur schwer eingehalten werden kann, wenn die jetzigen Preissteigerungen in der Türkei weiter anhalten.

Goldpreis in Euro leicht fester

Der Goldpreis in Euro ist zu Wochenbeginn leicht fester. Gegen Mittag notierte er am Montag um 1049 €/oz. Europäische Anleger nutzten das tiefe Goldpreis-Niveau für massive Käufe von Goldbarren und Goldmünzen. Der Krügerrand in Gold war dabei wieder die meistverkaufte Anlagemünze, dicht gefolgt vom kanadischen Maple Leaf in Gold. Bei Silber-Anlegern setzte eine massive Nachfrage nach den neuen Silber-Krügerrand-Münzen ein, die ab August 2018 erstmals unlimitiert für Anleger ausgegeben werden.

Juli, August und September sind gute Monate für den Goldpreis

Statistisch gesehen über die letzten Jahre waren folgende Monate im Schnitt mit einer positiven Goldpreisentwicklung verbunden:

Gute Monate für Goldpreis

  • Januar
  • April
  • Juli
  • August
  • September
  • November

Alleine im August und September ist in der Vergangenheit der Goldpreis im Durchschnitt jeweils über 1,3% gestiegen.

Indische Hochzeitssaison als Ursache

Als Ursache dürfte die Hochzeitssaison in Indien herangezogen werden, für die große Mengen Gold (als Geschenke) benötigt werden. Spätestens ab August eines jeden Jahres steigt dann in Indien die Goldnachfrage drastisch an, was für einen Teil des statistisch erwiesenen Goldpreisanstiegs in den Monaten verantwortlich sein dürfte. Genau lässt sich natürlich nicht timen, wann die Großhändler und Schmuckfabrikanten in Indien das Rohmaterial einkaufen, – dies ist auch abhängig davon, wieviel sie bereits in den Vormonaten vorgekauft haben.

Indische Goldkäufe kommen noch

Indien hat im Juni vorsichtig Gold eingekauft. Mit 44 Tonnen rund 25% weniger als ein Jahr zuvor. Marktbeobachter schließen daraus, dass Indien für die Hochzeitssaison dann in den Monaten Juli und August stärker einkaufen wird. Für Juli wird mit 55 Tonnen Gold gerechnet.

Aktueller Goldpreis Kaufgelegenheit

Da der aktuelle Goldpreis in Euro mit 1073 €/oz deutlich unter den bereits erreichten Höchstkursen diesen Jahres liegt, gelten die jetzigen Goldkurse als Kaufkurse. Zuletzt hatten auch mehrere Banken (u.a. Bank of America, Saxo Bank) deutliche Goldpreisanstiege für die zweite Jahreshälfte vorhergesagt, die sich lediglich in der Höhe unterschieden. Basierend von jetzt 1260 $/oz lagen die niedrigsten Prognosen dieser Banken aber eher bei 1300$ und höher – bis hin zu über 1400$ für das nächste Jahr. Prognosen sind bekanntlich immer schwierig, vor allen Dingen, wenn sie die Zukunft betreffen. Man kann sich nicht darauf verlassen.

Statistikfreunde können beruhigt auf Juli, August und September setzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es auch dieses Jahr in diesen Monaten zu einer positiven Goldpreisentwicklung kommt, dürfte groß sein. Sell in May and go away gilt nur für den Aktienmarkt, nicht für Gold, was sich häufig umgekehrt zu Aktienmärkten verhält.

Goldnachfrage in China legt auch zu

In China wurden im ersten Halbjahr 2018 an der Börse Shanghai 1040 Tonnen (!) Gold bezogen, im Vorjahr wurden im vergleichbaren Zeitraum nur 984 Tonnen Gold dort gekauft. Die Nachfrage in China nach Investmentgold zieht also an. Damit dürfte China im Gesamtjahr über 2000 Tonnen alleine über die Börse in Shanghai an den Mann bringen. Eine gewaltige Menge. In Shanghai wird – abweichend zu anderen großen Goldbörsen – nicht etwa das Gold in 400-Unzen-Goldbarren gehandelt, sondern in handlichen 1kg-Goldbarren, die auch Privatinvestoren kaufen können.

 

Saxo Bank weiterhin positiv für den Goldpreis gestimmt

Mitte Juni 2018 war der Goldpreis noch über 1300 US$, fiel in der Zwischenzeit bis auf ein Niveau von ca. 1240 US$/oz und ging am Freitag mit 1256 $/oz aus dem amerikanischen Handel in das Wochenende. In Euro entspricht dies einem Goldpreis von 1067 €/oz.

Saxo Bank schätzt Goldpreisentwicklung positiv ein

Ole Hansen, Edelmetallexperte der Saxo Bank schätzt die weitere Goldpreisentwicklung positiv ein. Auch durch den Goldpreis-Rücksetzer im Juni sei seine positive Prognose für den Goldpreis nicht zunichte. Ein stärkerer US-Dollar und höhere Zinsen haben für den Goldpreisrücksetzer im Juni gesorgt, er gehe aber dennoch davon aus, dass der Goldpreis im Laufe des Jahres 2018 wieder weiter steige. Ende des Jahres sieht er den Goldpreis bei deutlich höheren 1325 $/oz, was einem Goldpreis-Plus von über 5% auf jetziger Basis für den Rest des Jahres entspräche. Das dürfte deutlich mehr sein, als die meisten Anleger an Zinsen für ihr Sparbuch erhalten.

Maple Leaf Gold Umsatzspitzenreiter

Zum Wochenausklang war die Maple Leaf Goldmünze der Umsatzspitzenreiter, die Gold-Anleger nun für Preise von unter 1100 Euro pro Stück einsammeln konnten. Beliebt waren aber auch Goldbarren, vor allen Dingen die Größen 1 oz und 100 Gramm.

Bank of America Merrill Lynch sieht Goldpreis von 1400 $/oz im vierten Quartal 2018

Die Bank of America – Merrill Lynch sieht für das letzte Quartal des aktuellen Jahres 2018 einen deutlich steigenden Goldpreis. Die aktualisierte Vorhersage für Q4 – 2018 beträgt 1400 Dollar pro Feinunze Gold.

Silberpreis auf 17,50 $/oz in Q4 2018

Nach Ansicht der US Großbank wird sich der Silberpreis im letzten Quartal diesen Jahres auf einem Niveau von 17,50 $/oz bewegen.

Aktueller Goldpreis deutlich niedriger

Mit 1247 $/oz ist der aktuelle Goldpreis deutlich niedriger, auch der Goldpreis in Euro liegt mit 1070 €/oz eher niedrig. Nach Ansicht der Bank of America hat der Goldpreis dieses Jahr also noch ein Potential von mehr als +10%.  Auch beim Silber sieht man ähnliches Potential. Die Feinunze Silber notierte zuletzt bei 15,96 $/oz, mithin ca. 10% unter den Jahresendprognosen der Bank of America.

Jetzt Gold kaufen?

Nach Ansicht der Bank of America laden die jetzigen Preise zum Gold kaufen und Silber kaufen ein. In Dollar betrachtet, ist der Silberkurs im Bereich eines 7-Monats-Tiefststandes, Gold im Bereich des 12-Monats-Tiefs. Die zweitgrößte US-Bank begründet die positiven Aussichten für Gold und Silber mit den wachsenden geopolitischen Risiken, dem sich abzeichnenden Handelskrieg mit der gegenseitigen Verhängung von Zöllen und der Unsicherheit der Wirtschaftsentwicklung. Eine anziehende Inflation dürfte zudem weitere Goldkäufer in den Markt drängen.

Dollar könnte gegen Euro weiter steigen

Der Euro dürfte nach Ansicht der Bank of America gegenüber dem US-Dollar weiter fallen, weil in den USA die Zinsen erhöht werden, während diese in Europa gleich blieben, was Geldbewegungen aus dem Euro in den Dollar initiieren werde. Besitzer von Euro-Konten sollten sich also darauf einstellen, dass die Kaufkraft des Euros weniger wird. Der Außenwert des Euros sollte nach Ansicht der Bank of America fallen.

Träfe diese Einschätzung zu, wäre der Investor, der jetzt Euros in Sachwerte tauscht, vermutlich auf der richtigen Seite. Eine Aussicht einer positiven Goldpreisentwicklung im Bereich von +10% bis zum Jahresende dürfte auch weiterhin Anleger dazu ermutigen, einen Teil der Euroguthaben, die bei der Bank ohnehin keine nennenswerten Zinsen erzielen, in Gold und Silber umzutauschen.

 

 

Wie man mit Gold pro Jahr 8% verdient

Fragt man den falschen Bankberater, rät er einem vom Goldkauf ab: Gold kann man nicht essen und es bringt keine Zinsen. Überdies hänge der Wert vom Dollar ab, wird gebetsmühlenartig wiederholt, wenn die Bank Edelmetalle nicht führt oder der Verdienst beim Verkauf von Edelmetallen geringer als der von Investmentfonds ist.

Jährliche Rendite von Gold seit 2001

Wir haben einmal untersucht, wie sich der Goldpreis in Euro in jedem Jahr seit 2001 vom Jahresanfang bis zum Jahresende verändert hat, um schwarz auf weiß nachweisen zu können, wieviel Rendite ein Gold-Investment gebracht hätte. Hier die Rendite-Zahlen pro Jahr:

  • 2001:  8,10%
  • 2002:  5,90%
  • 2003: -0,50%
  • 2004: -2,10%
  • 2005: 35,10%
  • 2006: 10,20%
  • 2007: 18,80%
  • 2008: 11,00%
  • 2009: 20,50%
  • 2010: 39,20%
  • 2011: 12,70%
  • 2012:  6,80%
  • 2013: -31,20%
  • 2014: 12,10%
  • 2015: -0,30%
  • 2016: 12,04%
  • 2017:-1,02%
  • 2018: +1,0% (bis Ende Mai 2018)

Damit kommt man im Durchschnitt auf eine jährliche Rendite von über 8% p.a., was sich hinter Bankzinsen nicht verstecken muss. Richtig ist, dass Goldbarren oder Goldmünzen keine jährliche Zinsen ausschütten, – ein Goldbarren bekommt im Schließfach ja keine Kinder. Aber: Der Goldbarren wird wertvoller, wenn ich ihn später verkaufe. So war es zumindestens in der Vergangenheit im Durchschnitt der letzten Jahre.

Gold, das Krisenmetall

Sieht man sich die Finanzkrisenjahre an und betrachtet den Zeitraum von 2006 bis 2011, stellt man fest, dass jährlich zweistellige Zuwächse im Goldkurs in Euro zu verzeichnen sind, von 10 bis 39% pro Jahr. Damit hat Gold auch in der Lehman-Krise bewiesen, dass es als Krisenvorsorge taugt. Besser als jede Geldanlage bei der Bank in Form von Sparbüchern, Festgeldern oder Anleihen in dieser Zeit.

Goldpreisentwicklung in der Zukunft

Niemand kann den Goldpreis in der Zukunft voraussagen. Niemand. Auch wir nicht. Aber man kann Gesamtumstände analysieren, auswerten und mit empirischen Erfahrungen in der Vergangenheit vergleichen. Geht man davon aus, dass Gold auch zukünftig nicht künstlich hergestellt werden kann, ist die Menschheit zukünftig auf das Vorkommen von Gold in der Erdkruste angewiesen. Die ausbeutbaren Bestände in der Erde nehmen nach übereinstimmender Prognose aller Geologen ab. Die Anzahl der Menschen nimmt jedoch zu. Wenn das Interesse der Menschheit an Gold in der Zukunft prozentual gleich bleibt, wird also eine steigende Anzahl von Nachfragern auf eine abnehmende Menge Gold treffen. Daraus könnte man die Wahrscheinlichkeit einer positiven Goldpreisentwicklung schließen.

Gold seit tausenden Jahren faszinierend

Gold fasziniert die Menschheit wegen seiner Seltenheit und seines Glanzes seit tausenden Jahren. Es findet sich im alten Griechenland genauso wie in Rom oder den ägyptischen Pyramiden als Grabbeilage für den Pharao. Gold hat in Dutzenden Kriegen auf der Welt seinen Wert unter Beweis gestellt: als Beute oder als Zahlungsmittel, wenn Geldscheine wertlos wurden. Wer Gold hatte, hatte immer Geld und war liquide. Es ist nicht absehbar, warum dies in der Zukunft anders sein sollte.

tutanchamun-gold-aegypten-pixabay
Das Gold aus ägyptischen Gräbern und Pyramiden ist auch nach tausenden Jahren noch unverändert erhalten und wertvoll. Mit Gold konnte man also in der Vergangenheit Vermögen in die Zukunft retten. Die Totenmaske Tutanchmuns wog übrigens 12 Kilogramm, sein Innensarg war aus massivem Gold und wog 110,4 Kilogramm. Gold, was über Jahrtausende den Wert behalten hat.

Das Sparbuch kann man auch nicht essen

Wenn Ihnen das nächste Mal ein Banker sagt GOLD KANN MAN NICHT ESSEN, antworten Sie ihm einfach: DAS SPARBUCH AUCH NICHT…

Richtig ist übrigens, dass man mit Sparbüchern während der großen Inflation in Deutschland nichts anfangen konnte. Keiner wollte eine inflationierende Währung haben, in der es Milliarden- und Billionen-Mark-Scheine gab und Notgeld gedruckt werden musste. Das Papiergeld war in solchen Zeiten wertlos. Gold jedoch nicht. Das Gold, was die alten Ägypter in die Pyramiden gelegt haben, ist auch nach tausenden Jahren noch wertvoll. Schuldscheine aus der Zeit sind wertlos.

Wie sich die Goldnachfrage die letzten 30 Jahre entwickelt hat …

Gold wird seit Jahrtausenden von Menschen gekauft, geschätzt und gehortet. Doch wie hat sich die Goldnachfrage die letzten 30 Jahre entwickelt und was bedeutet das für den Goldpreis? Welche Entwicklung der Nachfrage in der Zukunft ist wahrscheinlich?

Goldnachfrage in China um 2.500% gewachsen

Wesentlich für die Entwicklung in den letzten 30 Jahren ist die gewaltig gestiegene Goldnachfrage in China und Indien. Während im Jahr 1987 aus China Gold im Volumen von 35 Tonnen nachgefragt wurde, waren es 2016 bereits 915 Tonnen! Ein Vielfaches. Ähnlich verhält es sich in Indien: Dort wurden 1986 bereits erstaunliche 165 Tonnen Gold nachgefragt, was sich bis 2016 auf 666 Tonnen vervielfachte.

Goldnachfrage-Verschiebungen auf der Welt

Die nachfolgende Grafik des World Gold Councils macht die Veränderungen der Welt-Goldnachfrage in den letzten 30 Jahren deutlich:

Goldnachfrage weltweit von 1987 bis 2016 (Quelle: WGC)

Warum ist das für die Goldpreisentwicklung wesentlich?

Während in den Köpfen vieler Deutscher bis vor wenigen Jahren China noch als Entwicklungsland existierte und man sich den typischen Chinesen als Reisbauer mit Strohhut und nackten Füßen im Reisfeld vorstellte, rutschen  in China und Indien jedes Jahr mehr als 100 Millionen Menschen in Wohlstandsregionen und verdienen vergleichbare Gehälter wie in westlichen Ländern, haben I-Phones, Flachbildschirme und verreisen in die ganze Welt. Wer in Neuschwanstein, Titisee oder Heidelberg einmal die Touristenströme analysiert, wird dies bestätigen können. Wesentlich aber ist, dass in diesen Ländern eine starke Affinität zum Gold kaufen zu Geldanlagezwecken besteht: In Indien mehr als Goldschmuck, in China als Goldbarren, Goldmünze oder Goldmedaille. Bei steigender Bevölkerungsanzahl und starkem Zuwachs des Bevölkerungsanteils, der so verdient, dass er sich ein Leben nach westlichem Standard leisten kann, wird auch die Goldnachfrage aus Asien stetig steigen. Dies dürfte sich in einem steigendem Goldpreis wiederspiegeln. Es gilt heute schon als unwahrscheinlich, dass die Goldnachfrage in anderen Ländern überhaupt nur theoretisch so stark zurückgehen könnte, wie sie in Asien steigt.

Wohl können kurzfristige Goldverkäufe, vor allen Dingen institutioneller Anleger den Goldpreis kurzfristig drücken, – langfristig dürfte sich aber der Nachfrageüberhang aus Asien Goldpreis-erhöhend auswirken. So die einhellige Meinung fast aller Gold-Analysten.

Wichtig: junge Leute kaufen Gold

In Asien kaufen vor allen Dingen auch junge Leute Gold. Sie mißtrauen dem Bankensystem und wollen bleibende Werte zum Anfassen. Keine Versprechen des Staates oder einer Bank. Während der Neujahresfestlichkeiten in Asien waren Goldgeschäfte in Asien teilweise ausverkauft, so groß war die Nachfrage nach Gold. Siehe z.B. auch Bericht in einer asiatischen Zeitung: Gold ausverkauft

Goldnachfrage in Deutschland: Goldbarren und Goldmünzen

Der typische Geldanleger in Deutschland, der in Gold investiert, tut dies – wenn er sich nicht von Banken zu Papiergoldinvestments hinreißen lässt – durch den Kauf von Goldmünzen oder Goldbarren. Die Hauptnachfrage bei den Anlagegoldmünzen entfällt dabei auf die folgenden vier Goldmünzentypen:

Bei den Goldbarren werden neben 1 Gramm Goldbarren vor allen Dingen die 100g Goldbarren und die 1oz Goldbarren nachgefragt.

Meistverkaufte Goldmünze: Krügerrand 1oz Gold aus Südafrika

Goldpreisentwicklung 2018: Steigt Gold auf 1500$/oz?

Zu Beginn der Woche kam es zu starken Gold-Abverkäufen aus institutioneller Hand, die – bei weitgehend fehlender chinesischer Handelsaktivität – den Goldpreis etwas zurückgehen ließen. Der Goldpreis konnte sich bei 1325$/oz stabilisieren. Im europäischen Freitagshandel notierte die Feinunze Gold am Morgen bei 1328/1329$/oz. Charttechnisch kommt es jetzt darauf an, ob Gold einen Anstieg über 1345$/oz schafft, dann könnte der Widerstand bei 1355$/oz erneut in Angriff genommen werden. Sollte es bei Verkäufen zu Notierungen unter 1325$/oz kommen, wäre ein Rückgang bis 1301$/oz möglich. Am Freitagmorgen ist jedoch eher eine Aufwärtstendenz beim Goldpreis zu beobachten.

Goldpreis in Euro bei 1078€/oz

Der Goldpreis in Euro liegt am Freitagmorgen bei 1078 €/oz bei einer Euro/Dollar-Notierung von 1,2320$ pro Euro.

Incrementum / Ronald Stöferle sieht Gold bei 1500$/oz

Ronald-Peter Stöferle, Fondsmanager der Incrementum AG sieht starke Impulse für einen steigenden Goldpreis in 2018. Steigende Inflation könnte den Goldpreis bis Jahresende 2018 auf 1500$/oz treiben, man befände sich am Anfang eines Bullenmarkts. Die US-Wirtschaft habe einen späten Wachstumszyklus, die prospektierten Infrastrukturausgaben in den USA werden die Inflation steigen lassen, dito die dort geplanten Steuersenkungen. Das Wirtschaftswachstum werde empfindlich auf die höhere Inflation reagieren, was dem Goldpreis in die Karten spiele. Der Goldpreis werde auch höheren Anleiherenditen stand halten. Die US-Renditen werden ohnehin nicht deutlich über 3% steigen. Die Welt wird kritisch auf US-Schulden schauen, was Druck auf den US-Dollar ausüben werde und dem Goldpreis Rückenwind geben wird. Kommt die USA in eine Rezession, wird der Dollar deutlich schwächer und Gold steige.

Auch im Iran Gold heiß begehrt

Im Iran hatte letzten Samstag ein Vorverkauf einer Tranche neuer Bahar Azadi Goldmünzen begonnen, eine Art Bullion-Goldmünze mit einem Bildnis des Ayatollah Khomeini darauf. Die Bank Melli Iran hat alleine am Sonntag über  56.000 Vorbestellungen zu dieser Goldmünze erhalten. Die Münze wurde zwischen 288$ und 311$ verkauft. Die Besonderheit dieses durch die Zentralbank Irans initiierten Verkaufs ist, dass die Kunden die Münze erst nach 6 Monaten bzw. 12 Monaten erhalten. Wer die Aushändigung erst nach 12 Monaten wählte, bezahlte 288$, wer (schon) nach 6 Monaten seine Ware haben wollte, bezahlte 311$. Die Mehrheit der Kunden (4/5) wählte die spätere Auslieferung.

Eine zeitnahe Auslieferung von Goldmünzen wie bei Anlagegold24 üblich, war nicht vorgesehen.

 

Goldman Sachs zieht Goldpreis-Prognose nach oben: 1450$/oz

Die Banker von Goldman Sachs haben in einer jüngsten Analyse die Einschätzung zum Goldpreis nach oben korrigiert. Das US-Bankhaus sieht den Goldpreis nun wie folgt:

  • Goldpreis in 3 Monaten: 1350$/oz
  • Goldpreis in 6 Monaten: 1375$/oz
  • Goldpreis in 12 Monaten: 1450$/oz

Grund für positive Goldpreisentwicklung

Goldman Sachs gibt als Grund für die positivere Goldpreisentwicklung in 2018 an, dass das Wachstum in den Schwellenländern stärker ausfallen würde, der US-Dollar werde schwächer werden und die Investoren hätten damit eine zunehmende Bereitschaft, sich mit einem Investment in Gold gegen Risiken abzusichern. Auch höhere Inflationsraten aufgrund steigender Ölpreise werden dazu beitragen, den Goldpreis anzukurbeln.

Goldpreis in US-Dollar schwächer, in Euro stabil

Die US-Dollar-Notierung für Gold schwächelte die letzten zwei Wochen. Im frühen Freitagshandel notierte die Feinunze Gold bei 1314$/oz und damit deutlich unter den Höchstständen, die dieses Jahr bei über 1360$/oz lagen. In Euro notierte der Goldpreis am Freitagmorgen bei 1071€/oz relativ fest. Für einen Euro bekam man 1,2280 US$, der Dollar ist damit relativ schwach.

Chinesen kaufen 45,8 Tonnen Gold – am Tag

Von der Shanghai Gold Exchange (SGE), an der 1-Kilo-Goldbarren gehandelt werden, wird ein rekordverdächtiger Umsatz gemeldet: Alleine an einem Tag wurden dort 45.800 Kilogramm Gold verkauft, 45,8 Tonnen. Das ist fast 50% mehr als an gewöhnlichen Tagen. Die SGE dient als wichtige Börse für Chinas Edelmetallanleger. Im Gegensatz zu vielen anderen Börsen der Welt werden dort nicht 400-Unzen-Goldbarren, sondern 1kg-Goldbarren als Grundlage für jeden Handel vereinbart. Weltweit gibt es aktuell Bestrebungen, den internationalen Goldhandel auf diese Kilo-Maße umzustellen.

Goldschmucknachfrage zog in 2017 an

Gemäß einer Statistik des World Gold Councils (WGC) zog die Goldnachfrage aus der Schmuckindustrie in 2017 erstmals sei 2013 wieder an. Setzt sich die Tendenz fort, könnte dies positiv für den Goldpreis auswirken:

(Quelle/Grafik: WGC)

ETFs kaufen immer noch tonnenweise Gold, aber weniger

Die großen Papiergold-Fonds, ETFs haben auch in 2017 tonnenweise Gold gekauft, nach einer Statistik des WGC 203 Tonnen. Dies addierte sich zu den bereits in 2016 gekauften 547 Tonnen Gold.

Goldnachfrage im Wesentlichen nur bei ETFs gesunken

Nach der Statistik des World Gold Councils ist die Gesamtgoldnachfrage im Jahr 2017 rund 7% niedriger als in 2016, was im Wesentlichen auf die zurückgehenden Neu-Investments bei Gold-ETFs zurückzuführen sei. Die direkte physisches Nachfrage nach Goldmünzen, Goldbarren, Goldschmuck und von Zentralbanken ist stabil:

Goldnachfrage-Grafik: WGC

Insgesamt wurde im Jahr 2017 Gold im Volumen von 4.071,7 Tonnen nachgefragt, wovon Zentralbanken alleine schon 371,4 Tonnen gekauft haben

Goldbarren und Goldmünzen: 1029,2 Tonnen verkauft

Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen wurde im Jahr 2017 im Gesamtgewicht von 1029,2 Tonnen verkauft. Bemerkenswert dabei vor allen Dingen China mit 306,4 Tonnen (+8%) und Indien mit 164,2 Tonnen (+2%).

Amerikaner glauben an Trump

Bemerkenswert sind stark zurückgehende Goldbarren- und Goldmünzenabsätze in den USA: Die Amerikaner glauben offensichtlich mehrheitlich an Trump und seine Politik und kauften nur noch 39,4 Tonnen Gold in Form von Goldmünzen und Goldbarren – statt 93 Tonnen im Jahr zuvor. Darunter litten auch die Absatzzahlen der amerikanischen Münzprägestätte US Mint, die mit dem US Eagle in Gold und Silber deutlich weniger verkauften als in Jahren zuvor.

Deutschland kauft mehr Gold als USA

Die deutschen Anleger kauften in 2017 mehr Goldmünzen und Goldbarren als alle Amerikaner zusammen. Während in den USA 39,4 Tonnen Gold verkauft wurden, kauften deutsche Anleger Goldbarren und Goldmünzen im Volumen von 106,3 Tonnen – und das, obwohl der DAX von Rekord zu Rekord hüpfte. Gold ist den deutschen Anlegern offensichtlich wichtig im Anlageportfolio.

Meistverkaufte Goldmünze in Deutschland: Der Krügerrand

Gold in dünnem Handel auf 3-Wochen-Hoch – startet jetzt die Rallye zum Jahreswechsel?

Der Goldpreis notiert am Mittwochnachmittag bei 1286$/oz und hat den 3-Wochen-Höchststand erreicht. Der Goldpreis in Euro notiert bei 1081,88 €/oz und ist damit ebenfalls fester.

3 Gründe für positive Goldpreisentwicklung in 2018

Von Händlern in London werden drei Gründe genannt, warum der Goldpreis auch in 2018 steigen könnte:

  1. Weiter bestehende politische Unsicherheiten, z.B. rund um Nordkorea, die das Niveau des Säbelrasselns eskalierend verlassen könnten. Dazu noch ungelöster Brexit und Probleme im Euro-Raum
  2. Zu hohe Inflation, vor allen Dingen in den USA, hier rechnen Analysten mit Anstiegen auf 3% bis Mitte 2018
  3. Die FED könnte evtl. doch nicht 3 Zinserhöhungen in USA vornehmen, wie ursprünglich für 2018 erwartet und im Goldpreis eingepreist, da die USA sich höhere Zinsen schlichtweg nicht leisten können und die Wirtschaft sonst abgewürgt werden könnte

Charttechnik für Goldpreis

Der Goldpreis hat zunächst Luft bis 1294$/oz, hier wurden zuletzt einige bedeutende Zwischenhochs festgestellt. Spätestens nach dem Jahreswechsel spricht viel für ein Überschreiten der wichtigen 1300$-Linie, sodass Gold dann wieder relative Stärke gewinnen könnte. Das Jahreshoch aus September bei 1349$/oz könnte dann wieder angestrebt werden.

Negative Realzinsen in den USA sollten Goldpreis treiben

In den USA wird mit einem Anstieg des negativen Realzinses gerechnet, d.h. im ersten Halbjahr wird die Inflation dort voraussichtlich die Zinsen für Geldanlagen um ca. 0,5 oder 0,6% übersteigen. Als wahrscheinlich gilt nach Meinung einiger Analysten, dass die Verzinsung 10-jähriger Staatsanleihen sich in den USA zur Jahresmitte 2018 bei ca. 2,4% bewegen wird, während die Inflation dann eher bei 3% liegen dürfte. Besitzer von Papiergeld verzeichnen also negative Realzinsen, ihr Vermögen verliert an Wert, wenn es tatsächlich so kommt.

Ein weiteres Fluten der Märkte mit Milliarden von Dollars durch massive Anleihekäufe der FED plus die Aussicht auf Zinserhöhungen durch die Zentralbank machen das Szenario gar nicht so unwahrscheinlich.

Gold-Käufe als Schutz vor negativem Realzins

Um nicht per Saldo Vermögenswerte zu verlieren, könnte eine solche Entwicklung dazu führen, dass vermehrt in Gold investiert wird. Die Goldkäufe würden dann zu einem Goldpreisanstieg führen.

+10% beim Goldpreis in 8 von 10 Jahren

In den letzten 10 Jahren hat sich der Goldpreis in 8 von 10 Jahren im Vergleich zum vorausgegangenen Dezember jeweils immer um plus 10% innerhalb einer Periode von ca. 1/2 Jahr nach oben entwickelt, häufig getragen von Wertsteigerungen direkt im Januar. Dieser statistische Wert mag nicht für die Zukunft hochrechenbar sein, zeigt aber die Möglichkeiten auf, die bei einem jetzigen Goldkauf durchaus bestehen.

Goldpreis bereits in 2017 um 9% gestiegen

Der Goldpreis in US-Dollar ist im Jahr 2017 bereits um über 9% gestiegen, während die Gesamtjahresbetrachtung in Euro eher eine Seitwärtsbewegung wiedergibt. Daraus könnte eine Chance für Gold-Investments in Euro erwachsen.

Institutioneller Goldhandel schwach, physisch stark

Am Mittwoch war der institutionelle Goldhandel eher dünn, während physische Käufe von privat – auch über die auch zu Weihnachten geöffneten Onlineshops – angezogen haben. Besonders gefragt die klassischen Goldmünzen wie der kanadische Maple Leaf und der Krügerrand aus Südafrika.

 

Commerzbank sieht steigenden Goldpreis in 2018

Was gibt es Schöneres als die Aussicht auf einen steigenden Goldpreis gepaart mit aktuell niedrigen Einstiegskursen? Aktuell sind die Aussichten für eine positive Goldpreisentwicklung in 2018 gut und der Goldpreis lädt nach einem Rücksetzer mit niedrigen Kursen zum Kaufen ein.

Commerzbank sieht Goldpreis in 2018 steigen

Geht es nach der jüngsten Einschätzung der Commerzbank, so dürfte der Goldpreis im Jahr 2018 wieder deutlich steigen. Negative Zinsen und Niedrigzinsen gepaart mit bleibenden politischen Unsicherheiten in USA und Europa sollten für steigende Kurse sorgen.

Ausgehend vom aktuellen Goldpreis (1249$ am 11.12.2017) sieht die Commerzbank einen Durchschnittskurs von 1300$ in den ersten beiden Quartalen 2018. Der Goldpreis 2018 werde sich dann in der zweiten Jahreshälfte auf ein Durchschnittsniveau von 1350$/oz bewegen, was ca. 100$ pro Unze mehr wären als aktuell. Gold notiert in Dollar im aktuell rund 8% höher als zur Jahreswende.

Geldschwemme wird Goldpreis steigen lassen

Die Politik der Geldschwemme durch die EZB und FED, die nur in der Schwemm-Geschwindigkeit abnimmt, aber grundsätzlich immer noch die Märkte mit Liquidität flutet, wird nach Ansicht der Commerzbank für steigende Goldpreise in 2018 sorgen.

Silber könnte noch interessanter werden als Gold

Silber könnte nach Ansicht der Commerzbank wegen der starken industriellen Nachfrage die Kurssteigerungen von Gold im nächsten Jahr noch übertreffen. Für Silber sieht die Commerzbank im Jahr 2018 einen Durchschnittskurs von 17,25$/oz. (Stand 11.12.2017: 15,86$/oz).

Auch Goldpreis in Euro dürfte anziehen

Auch der Goldpreis in Euro dürfte entsprechend anziehen, sollte sich die Parität zum US-Dollar nicht wesentlich verändern.

Arbeitsmarktdaten in USA besser als erwartet

In den USA wurden bessere als erwartete Arbeitsmarktdaten verkündet: So wurden im November in den USA 228.000 neue Jobs geschaffen, was man nicht erwartet hatte. Für Mittwoch dieser Woche erwarten Marktteilnehmer eine kleine Zinsanpassung durch die FED, die im Goldpreis allerdings schon eingepreist sein dürfte. Diese Woche stehen zudem auch Sitzungen der EZB, der Bank of England und der Schweizer Nationalbank an, was den Goldpreis allerdings kaum beeinflussen sollte.

Starke Nachfrage nach 1 oz – Goldmünzen

Zu Wochenbeginn startete der Vormittag mit einer starken Nachfrage nach 1-Unzen-Goldmünzen und 100g Goldbarren. Käufer nutzen den Preisrücksetzer beim Goldpreis für Positionsaufstockungen und Neuinvestments. Wie schon seit Ende November werden vermehrt auch kleinere Goldbarren mit Weihnachtsmotiven gekauft (1 bis 5 Gramm), die wohl ihren Platz unter dem Weihnachtsbaum finden werden.