Fort Knox ist noch da – das Gold auch? US-Finanzminister auf Kontrolltour

Der 77.Finanzminister der Vereinigten Staaten hat gestern das angeblich größte Golddepot der USA im sogenannten Fort Knox besucht und sich dort vergewissert, dass das Gold noch da ist.

Keine Zeit für eine Überprüfung

Allerdings hatte er keine Zeit für eine Überprüfung der Goldbestände. Weder quantitativ noch qualitativ. Er oder seine Delegation haben weder Goldbarren gezählt, noch Gold auf Echtheit getestet, sondern sie waren einfach nur mit einem Team der US-Mint dort, man hat Ihnen die Tür aufgemacht und Räume gezeigt, die anscheinend voller Gold waren. Anscheinend voller 400-Unzen-Goldbarren, von denen jeder einzelne einen Wert von mehreren hunderttausend Euro hätte.

Twitter-Posting a la Trump „Schön: Gold ist da“

Anschliessend setzte er über seinen Twitter-Account eine Nachricht ab, dass er froh sei, dass das Gold noch da sei. Er bedankte sich beim Gastgeber, der US Mint und bemerkte, dass er der erste Finanzminister seit John Snyder in 1948 sei, der Fort Knox besucht habe. Er sei froh, dass das Gold sicher sei.

Eine Twitter-Mitteilung „Bin froh, dass das Gold sicher ist“ hält der US Finanzminister für angemessen

Allerdings hatte auch niemand bezweifelt, dass das Gold in Fort Knox, was inmitten einer Militäranlage liegt, gut gesichert ist. Vielmehr interessieren sich seit Generationen Politiker und Journalisten dafür, ob denn dort auch soviel Gold ist, wie es denn sei sollte und haben eine unabhängige Kontrolle angeregt. Diese ist damit wieder nicht vollzogen worden.

Gold zuletzt in 1953 gezählt

Die Goldbarren in Fort Knox wurden zuletzt in 1953 gezählt und das letzte Mal, dass man Abgeordnete oder Politiker in das Fort Knox hineingelassen hatte, war 1974, als Kongressabgeordnete einen kurzen Blick hineinwerfen konnten. Für mehr als einen kurzen Blick hat es auch nun nicht gereicht.

147 Millionen Goldunzen in Fort Knox

Glaubt man dem US-Finanzministerium und dem US-Finanzminister, lagern in Fort Knox aktuell über 147 Millionen Goldunzen im Wert von über 190 Milliarden Dollar (!). Außer Mitarbeitern von Fort Knox hat dies aber seit 1953 niemand kontrolliert. Die USA verwahren in Fort Knox angeblich rund die Hälfte Ihrer Goldreserven, weitere Depots sind bei den Münzprägestätten und in Tresoren der Zentralbank, u.a. in New York.

Ron Paul regte Überprüfung an

Der US-Abgeordnete Ron Paul (Republikaner) regte in der Vergangenheit mehrfach an, die Goldbestände von einer unabhängigen Instanz oder unter Zeugen kontrollieren zu lassen. Dies geschah aber nicht. Seine Kritik an der US-Notenbank FED führte sogar dazu, dass er einmal vor dem Kongress verhört wurde. Die amerikanische Münzprägestätte US MINT hat im Jahr 2012 daraufhin 350 Goldbarren in Manhattan anbohren lassen, um den Goldgehalt zu prüfen, was zu keinen Beanstandungen geführt habe, berichtete damals die US-Presse

Gold unter dem World Trade Center 9/11

Vor dem Zusammenbruch des World Trade Centers wurde von mehreren Stellen angegeben, dass Gold der Federal Reserve in Tresoren unter dem World Trade Center lagere. Nach dem Zusammenbruch haben Feuerwehrleute und Polizisten allerdings kein derartiges Gold entdecken können. Es gab nur eine Tresoranlage der Bank of Nova Scotia, die die Tresorräumlichkeiten einer Schweizer Bank unter Turm 4 des World Trade Centers genutzt hatten. Gold der Zentralbank Amerikas hat man dort jedoch vergeblich gesucht. Seitens der FED wurde mitgeteilt, dass das Gold ein paar Straßen weiter gelagert sei.

Steven Mnuchin, der US Finanzminister, der zuvor ein Hollywood-Produzent und Goldman-Sachs-Banker war, hat mit seinem Besuch sicher nicht die letzten Zweifler beruhigen können. Wie man mit gefälschten Goldbarren Kontrolleure hinter das Licht führen kann, zeigte jüngst ein Prozess in Berlin, wo selbst Wirtschaftsprüfungsgesellschaften angebliche Goldbestände, die aber tatsächlich zum Großteil aus Attrappen bestanden, nicht enttarnten. CAPITAL berichtete.

Unser Tip:

Goldbarren und Goldmünzen AUSLIEFERN LASSEN, dann wissen Sie sicher, dass es auch wirklich da ist und Sie darüber verfügen können. Anlagegold24 liefert Gold bequem bis ins Wohnzimmer.

(Foto: Federal Reserve New York, Twitter)

 

 

Gold kaufen: Kleine oder große Goldbarren ?

Wenn es um das Thema GOLD KAUFEN geht, raten selbst konservativste Anlageberater häufig zu 10% Gold-Anteil am Vermögen. Wer in den vergangenen Jahren einen höheren Anteil am Vermögen in Gold investiert hatte, ist damit sehr gut gefahren. Doch welche Goldmünzen oder Goldbarren soll man kaufen? Große oder kleine Goldbarren ? Physisch oder nicht physisch?

Goldbarren: je größer je billiger, aber auch unflexibler

Je größer der Goldbarren ist, den Sie kaufen, desto weniger zahlt man in der Regel pro Gramm Gold, was im Barren enthalten ist. Das liegt einfach daran, dass natürlich pro Barren bestimmte fixe Formkosten entstehen, die bei einem großen Barren auf mehr Gramm aufgeteilt werden können, als bei einem kleinen Barren. Deswegen ist der Kauf eines 1000-Gramm Goldbarrens immer billiger als der Kauf von 1000 x 1 Gramm Goldbarren. Geht es also rein um den Preis, müsste man nur noch 1 kg Goldbarren oder gar 12,5 Kilogramm-Goldbarren kaufen, sogenannte Interbanken-Goldbarren.

Teilrückgaben großer Barren nicht möglich

Allerdings geht mit einem großen Goldbarren auch Unflexibilität einher: Kauft man einen 1kg Goldbarren für über 30.000 Euro, kann man diesen auch nur wieder am Stück zu Geld machen. Braucht man aber nur 1000 Euro Liquidität, ist man dennoch gezwungen, den ganzen Goldbarren umzutauschen. Deswegen erwerben viele Anleger von vorneherein lieber kleinere Einheiten und kaufen statt 1 x 1kg lieber 10 x 100 Gramm Goldbarren o.ä.

Wenn Anonymität beim Goldbarren-Verkauf wichtig ist

Manchen Kunden ist wichtig, Gold auch wieder anonym irgendwo ohne Personalausweisdaten-Hinterlegung verkaufen zu können. In Deutschland kann man nach aktueller Rechtslage an vielen Stellen, Gold anonym gegen Bargeld verkaufen, wenn man die Bargeldgrenze von 9999,99 Euro nicht überschreitet. 500 Gramm-Goldbarren und 1 kg – Goldbarren überschreiten bereits diese Grenze und können daher in Deutschland nicht anonym gegen Bargeld verkauft werden. Der Händler oder eine Bank ist nach den Geldwäschevorschriften gezwungen, die Personalien des Verkäufers festzustellen und festzuhalten, wenn 9999,99 Euro überschritten werden.

Wenn der Goldpreis noch etwas steigt, wären schon bald auch 250 Gramm Goldbarren nicht mehr anonym gegen Bargeld tauschbar. Deswegen bevorzugen viele Anleger Goldbarren bis zu 100 Gramm Gewicht oder Goldmünzen im Unzenformat (31,1 Gramm).

Auch Börsenexperten empfehlen kleine Goldbarren/Goldmünzen, siehe folgendes Video vom 10.8.2017:

 

Physisches Gold kaufen

Wie der Goldexperte aus o.a. Video sollte physisches Gold bevorzugt werden, d.h. Gold, was Sie in der Hand halten können: Goldbarren und Goldmünzen und keine Papiere, die Ihnen versprechen, irgendwann einmal Gold liefern zu können oder den Gegenwert von Gold darzustellen. Solche Papiere stellen i.d.R. immer ein Versprechen einer dritten Partei dar, Ihnen später etwas liefern zu können und sind deshalb von dieser dritten Partei abhängig. Wer beispielsweise in der Finanzkrise solche Zertifikate von den Lehman Brothers im Depot hatte, die von vielen als sicher eingestuft wurde, hat gemerkt, was solche Zertifikate im Krisenfall wert sein können: NULL Euro.  Von daher bevorzugen nicht nur Anlageberater (wie der Herr aus o.a. Video) physisches Gold zum Anfassen, sondern auch viele Anleger. Sie kaufen Gold von einem Edelmetallhändler, überweisen ihm das Geld und dieser sendet Ihnen das Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen zu. Somit müssen Sie nicht im Krisenfall hoffen, dass Ihnen jemand Gold liefert, sondern Sie haben es bereits und können es anfassen.

Welche Goldbarren/Goldmünzen soll man kaufen?

Bei den Goldbarren sollte man darauf achten, dass diese von LBMA-zertifizierten Herstellern stammen, Anlagegold24 beispielsweise verkauft gar keine anderen. Goldbarren von LBMA-zertifizierten Herstellern kann man auf der ganzen Welt leicht wieder zu Geld machen, weil diese überall anerkannt sind. Besonders beliebte Hersteller sind z.B. UMICORE oder Heraeus/Argor Heraeus. Wenn Sie bei einer etwaigen Rückgabe flexibel sein wollen, kaufen Sie Goldbarren bis zu 100 Gramm Gewicht und mischen dabei vielleicht ein paar kleine Einheiten (1 Gramm bis 10 Gramm) mit größen Goldbarren (1 oz, 50 g, 100 g).

Beliebteste Goldmünzen in Deutschland

Bei deutschen Anlegern sind die folgenden Anlage-Goldmünzen, die allesamt kurz über dem reinen Goldpreis zu erwerben sind, am beliebtesten:

Krügerrand aus Südafrika

Krügerrand aus Südafrika

Der Krügerrand ist die erste Goldanlagemünze, die überhaupt auf den Markt gekommen ist und bei den deutschen Anlegern auf der Beliebtheitsskala ganz oben. Seit 1967 nahezu unverändert erschienen, sind zwischenzeitlich mehr als 50 Millionen Krügerrand Goldmünzen an Anleger verkauft worden.

Maple Leaf Goldmünze aus Kanada

Goldmünze Maple Leaf aus Kanada

Der Maple Leaf mit seinem Ahornblatt wird in Kanada von der Royal Canadian Mint hergestellt und ist seit Jahrzehnten bei Anlegern auf der ganzen Welt beliebt. Ob in Japan, USA oder Deutschland: Den Maple Leaf kennt jeder.

Känguru Gold aus Australien

Mit jährlich wechselndem Motiv überraschen die Australier bei den Känguru-Goldmünzen. Hergestellt in Perth bei der traditionsreichen Perth Mint enthalten diese – wie die anderen Anlagemünzen auch – 31,1 Gramm Feingold.

Wiener Philharmoniker Goldmünzen

Goldmünze Wiener Philharmoniker – Klassiker aus Österreich

Die Wiener Philharmoniker Goldmünzen kommen aus Österreich und werden dort in der traditionsreichen MÜNZE ÖSTERREICH in Wien produziert, die auf eine über 800-jährige Geschichte zurückblicken kann. Es handelt sich um die bis dato einzige Gold-Bullionmünze mit einem EURO-Nennwert. In einigen Jahren schafften es die Österreicher weltweit zum Marktführer, d.h. es wurden mehr neue Wiener Philharmoniker Goldmünzen als Krügerrands oder Maple Leaf Goldmünzen verkauft.

Daneben gibt es natürlich noch eine Reihe weiterer Anlage-Goldmünzen, die von Anlegern gerne gekauft werden, die meiste Nachfrage konzentriert sich jedoch auf die o.a. Ausgaben.

Aktueller Jahrgang oder Jahrgang egal bei Goldmünzen?

Ob Sie Goldmünzen aus dem aktuellen Jahrgang kaufen oder welche aus vorangegangenen Jahren ist aus Gold-Sicht eigentlich egal: 31,1 Gramm Gold sind 31,1 Gramm Gold, egal ob auf dem Maple Leaf 1991 oder 2017 aufgeprägt ist.

Naturgemäß können Goldmünzen verschiedener Jahrgänge schon etwas Umlaufspuren aufweisen, die aber (wenn sie keinen Einfluss auf das Gewicht haben) selten den Wert der Goldmünze beeinflussen, da es Anlagegoldmünzen sind. Einigen Kunden macht es aber Spaß, Goldmünzen aus unterschiedlichen Jahren zusammen zu sammeln und sich ggf. eine Jahrgangssammlung aufzubauen. Das Auge isst mit. Häufig können Edelmetallhändler Goldmünzen verschiedener Jahre etwas niedrigpreisiger anbieten als prägefrische Exemplare aus dem laufenden Jahrgang.  Selten macht dieser Unterschied allerdings deutlich mehr als 1-2% aus, – ist insoweit in der Langfristbetrachtung eher zu vernachlässigen.

1 oz Goldmünze oder 1/10 oz Gold

Einigen Kunden sind 1-Unzen-Goldmünzen mit ihren 31,1 Gramm noch zu groß und sie erwerben 1/10 oz Goldmünzen.

Sehr beliebt sind dabei 1/10 oz Krügerrand. Zwar pro Gramm Gold etwas teurer als die 1-Unzen-Variante, aber ideal zum Verschenken oder als Vorrat kleiner Einheiten für Krisenzeiten. Am häufigsten ist zu beobachten, dass Anleger 90% ihres in Gold anzulegenden Betrags in 1-Unzen-Goldmünzen anlegen und für den Rest 1/10 oz Goldmünzen erwerben, aber das muss jeder für sich entscheiden.

Krügerrand Goldmünze: Auch als 1/10 oz – Version beliebt

13% mehr Nachfrage nach Anlagegold im 2.Quartal 2017 – gemäß World Gold Council

Das für die Genauigkeit seiner Zahlen bekannte World Gold Council (WGC) hat die Zahlen bezüglich der weltweiten Goldnachfrage für das erste Halbjahr 2017 veröffentlicht (H1).

Goldmünzen und Goldbarren: +13% Nachfrage

Demnach wurden Goldmünzen und Goldbarren als Anlagegold im zweiten Quartal 2017 um 13% mehr nachgefragt als im Vorjahr. Insgesamt wurden weltweit alleine in Q2 240,8 Tonnen Anlagegold verkauft (Bullionmünzen wie Krügerrand, Maple Leaf, Känguru etc. und Goldbarren). Im Jahr zuvor waren es nur 212,9 Tonnen.

Chinesen kaufen Gold wie verrückt

Besonders auffallend ist die starke Nachfrage nach Gold zur Geldanlage in China, wo mit 62,5 Tonnen 56% mehr Gold als Anlage gekauft worden ist, als im vergleichbaren Vorjahresquartal.

Goldnachfrage + 11% im Gesamtjahr

Vergleicht man nicht nur das zweite Quartal, sondern die ersten sechs Monate, kommt man auf ein Plus der Anlagegold-Nachfrage von +11%. Getrieben vor allen Dingen von starker Goldbarren- und Goldmünzen-Nachfrage in China, Indien und der Türkei.

Anleger kaufen 11% mehr Goldmünzen und Goldbarren weltweit als Geldanlage. (Quelle u. Graphik: World Gold Council/WGC)

Anleger in Europa  kaufen nicht nur Goldmünzen und Goldbarren, sondern auch ETFs

Weltweit schwören Anleger auch weiterhin auf Papiergold in Form von ETFs. Per Ende Juni waren in ETFs 2313 Tonnen abgebildet. Ob diese bei Auslieferungsgesuchen auch komplett ausgeliefert werden könnten, wäre abzuwarten. 978 Tonnen Gold waren übrigens in ETFs gebunden, die in Europa gelistet werden. Dies ist auf jeden Fall der höchste Stand seit Oktober 2016.

Tonnen Gold in ETFs (wenn sie denn auch physisch da wären) – Quelle: WGC

Zufluss in ETFs aber langsamer

Vergleicht man allerdings die Zuflüsse in Gold-ETFs aus dem 2.Quartal diesen Jahres mit dem 2.Quartal des Vorjahres, fällt auf, dass der Zufluss in Gold-ETFs um 76% gefallen ist, während die Anleger 13% MEHR Goldbarren und Goldmünzen kaufen. Vielleicht hat doch der eine oder andere gemerkt, dass nur physisch nachweislich vorhandenes Gold die wahren Vorteile des Edelmetalls aufweist:

Anleger kaufen 13% mehr Goldbarren und Goldmünzen, aber 76% weniger Gold-ETFs (Quelle: WGC)

Goldpreis im ersten Halbjahr um 8% gestiegen

Der Goldpreis ist alleine im ersten Halbjahr 2017 um 8% gestiegen, – damit haben Gold-Anleger bereits deutlich mehr Rendite vereinnahmt als Anleger in Sparbriefen, Festgeldern oder Festverzinslichen Wertpapieren (Bonds).

Aktuell durch Goldpreis-Rücksetzer günstige Kaufgelegenheiten

Aktuell bieten sich gerade dem europäischen Anleger günstige Goldpreise in Euro, die vor allen Dingen das Kaufen von Maple Leaf Goldmünzen oder den Kauf von Krügerrand Goldmünzen preiswert machen. Bei den Silbermünzen sind aktuell Maple Leaf 1oz Silber und die neuen Eulen von Athen aus Niue sehr preiswert.

Auch Goldschmuck stark gefragt

Durch die starke indische Nachfrage ist auch die weltweite Nachfrage nach Goldschmuck im zweiten Quartal 2017 um 8% gestiegen: Von 446,8 Tonnen auf 480,8 Tonnen Gold. In Indien, wo Goldschmuck nahe am Goldpreis verkauft wird, setzen viele Anleger vor allen Dingen auf die Geldanlage in Goldschmuck, – während die hohen Aufgelder im deutschen Schmuckhandel für den Investor eher Goldmünzen und Goldbarren interessant erscheinen lassen, da diese zum Goldpreis plus ein minimales Aufgeld erworben werden können. Auf beim Diamantenkauf setzen Anleger in Deutschland eher auf lose, zertifizierte Diamanten statt auf deutlich teurere, die in Schmuck  eingearbeitet wurden.

Zentralbanken kaufen 20% mehr Gold

Auch die Notenbanken dieser Welt setzen auf das Edelmetall Gold. Mit 94,5 Tonnen haben die Zentralbanken im zweiten Quartal 2017 20% mehr Gold gekauft als im Vorjahr (78,4 Tonnen). Selbst die Währungshüter setzen also auf das Kaufen von Goldbarren.

 

Goldminen-Produktion nahezu unverändert

Alle namhaften Goldminen dieser Welt haben zusammen im 2.Quartal 2017 nur 791,2 Tonnen Gold gefördert, das ist nahezu die identische Menge wie im ersten Quartal (793,8 Tonnen). Alleine die Schmuck- (480,8 t) und die Anlagegold-Nachfrage (296,9 t) im zweiten Quartal waren zusammen schon so viel wie die weltweite Goldförderung. Von Zentralbank-Käufen schon einmal ganz abgesehen. Nur durch das Recyclen von altem Gold (aus Goldankauf, Verwertung von Elektroschrott) etc. konnte die Lücke geschlossen werden.

Interview mit World Gold Council

In einem Interview zeigt sich das World Gold Council erstaunt, dass europäische ETFs so stark zugenommen haben, deutet dies als Absicherung gegen Aktienmarktrisiken.

Hervorgehoben wird auch die starke Goldbarren- und Goldmünzen-Nachfrage in Indien und China. Video ist in Englisch:

Goldbarren-Nachfrage in China steigt um 51% im ersten Halbjahr 2017

Der Goldhunger der Chinesen scheint unstillbar: In den ersten 6 Monaten stieg die Nachfrage nach Goldbarren in China um 51%, teil die China Gold Association mit.

158.400 Kilo Goldbarren verkauft

In China wurden alleine im ersten Halbjahr 2017 158,4 Tonnen Gold in Form von Goldbarren verkauft, was 51% mehr als im Vorjahr ist. Aber auch die gesamte Goldnachfrage Chinas (incl. Goldmünzen, Goldschmuck etc.) stieg um 10% auf 545,2 Tonnen im ersten Halbjahr.

Alle Wege führen nach China

Das Gold für China nimmt mittlerweile viele Wege: Die Exporte aus der Schweiz nach China sind ebenso gestiegen wie der Handel mit der ehemaligen Kronkolonie Hong Kong.

Chinesen kaufen 1000 Tonnen Gold in 2017

Experten gehen daher davon aus, dass die Chinesen im Gesamtjahr 2017 über 1000 Tonnen Gold nachfragen werden, aufgeteilt auf Goldbarren, Goldmünzen, Goldmedaillen, Goldschmuck und sonstige Verwendungszwecke. Dies wäre soviel wie seit 4 Jahren nicht mehr.

Goldpreis könnte weiter steigen, da Eigenproduktion sinkt

Da die gestiegene Goldnachfrage auf eine gesunkene Goldproduktion in China trifft, könnte dies positive Auswirkungen auf den Goldpreis haben. Ein weiteres Ansteigen dürfte da wahrscheinlicher sein als ein Goldkurs-Rückgang. Die Goldminenproduktion in China fiel im ersten Halbjahr um 6% auf ca. 241 Tonnen. Höhere Umweltauflagen und ausgeschöpfte Goldminen seien die Ursache, sagte ein Experte für den Goldhandel in China.

Was heißt das für europäische Anleger?

China und Indien sind gemäß World Gold Council (WGC) weltweit die größten Goldnachfrager. Geht dort die Nachfrage wesentlich nach oben, hat dies eine immense Auswirkung auf den Goldmarkt. Wird die stärkere Nachfrage in diesen Ländern nicht durch negative Effekte in anderen Ländern kompensiert, sollte der Goldpreis eher nach oben als nach unten gehen. Europäische Investoren kaufen daher weiterhin Goldbarren und Goldmünzen zur Geldanlage. Beim Gold kaufen kommen die günstigen Goldpreise aktuell den Anlegern entgegen. Der Goldpreis in Euro lag am Freitag Vormittag bei 1074 Euro/oz.

 

Offizielle Goldbestände der Zentralbanken per Juli 2017 – wer hat wie viele Goldbarren?

Fast alle Zentralbanken dieser Welt setzen auf GOLD als Geldanlage und haben Goldbarren in den eigenen Tresoren, um der eigenen Papierwährung Stabilität zu verleihen. Hier eine Liste, welche Zentralbanken der Welt zum 30.6.2017 wie viel Gold als Besitz in ihren Büchern aufgeführt haben.

Ob das Gold auch tatsächlich in deren Tresoren liegt, bezweifelt der eine oder andere Kritiker. Hier die aktuelle Aufstellung der grössten 20 Goldbarren-Besitzer unter den Zentralbanken:

Offizielle Goldbestände 30.6.2017 in Tonnen

  1. USA     8.133,5
  2. Deutschland     3.375,6  
  3. IWF     2.814,0
  4. Italien     2.451,8
  5. Frankreich 2.435,9
  6. China     1.842,6
  7. Russland      1.706,8
  8. Schweiz     1.040,0
  9. Japan     765,2
  10. Niederlande     612,5
  11. Indien     557,8
  12. EZB     504,8
  13. Türkei     441,3
  14. Taiwan     423,6
  15. Portugal     382,5
  16. Saudi-Arabien     322,9
  17. Großbritannien     310,3
  18. Libanon     286,8
  19. Spanien     281,6
  20. Österreich     280,0

….

Das hoch verschuldete Griechenland steht übrigens auf Platz 32 der Liste mit immerhin noch 112,9 Tonnen Gold, die in Form von Goldbarren im Besitz der Bank of Greece stehen.

 

Grösste Veränderungen bei den Goldreserven

Die grösste Veränderung bei den Goldreserven gab es bei Russland, wo sich der Bestand im Vergleich zur letzten Meldung um 19,5 Tonnen auf 1706,8 Tonnen erhöht hat. Auch die Goldreserven der Türkei haben sich um 5,3 Tonnen erhöht, daneben gab es viele kleinere, eher unbeachtliche Veränderungen. China hat seine Goldbestände die letzten Monate nicht verändert oder aber eine Veränderung nicht oder noch nicht gemeldet.

Die Zahlen werden regelmäßig vom World Gold Council (WGC), einer Goldproduzentenvereinigung zusammen getragen. Teilweise liegen der Aufstellung aber ein bis drei Monate zurückliegende Meldungen der Zentralbanken zugrunde.

Chinesisches Papiergeld statt Gold bei der EZB

Die EZB hat im ersten Halbjahr 2017 statt in Gold in chinesisches Papiergeld investiert und im Gegenwert von 500 Millionen Euro (!) in chinesische Renminbi investiert. Damit wurde ein Beschluss des EZB-Rates vom 20.1.2017 umgesetzt. Damit besitzt die EZB als Währungsreserven nunmehr US-Dollar, japanische Yen, GOLD, Sonderziehungsrechte und chinesische Renminbi. Umgangssprachlich wird im Westen die Währung Chinas häufig mit Yuan bezeichnet, was aber im eigentliche Sinne nur die Einheiten der Währung meint. So weisen chinesischen 1-Unzen-Silberpandas (und auch die zu 30 Gramm) ein Nominal von 10 Yuan auf, während die 1-Unzen-Goldpandas (und auch die zu 30 Gramm) einen Nennwert von 500 Yuan aufweisen.

 

 

 

6 Jahre Haft für Berliner Goldbetrüger der BWF-Stiftung – Gold-Dummies statt Goldbarren

Das Berliner Landgericht hat die Urteile im Betrugsprozess rund um die Berliner BWF-Stiftung gesprochen. Der Hauptverantwortliche Gerald S. erhielt 6 Jahre Gefängnisstrafe.

Mammutprozess um falsche Goldbarren

In einem Mammutprozess mit über 70 Verhandlungstagen, der sich über mehr als ein Jahr hinzog, wurden rund 60 Zeugen gehört und zahlreiche Beweise erhoben. Im Kern ging es darum, dass die Verantwortlichen über ein bundesweites Vermittlernetzwerk von mindestens 4000 Anlegern (!) rund 50 Millionen Euro einsammelten, wofür angeblich Goldbarren gekauft werden sollten.

Den Anlegern bot man u.a. an, diese Goldbarren gar nicht erst ausliefern zu lassen, sondern diese direkt bei der Firma zu verwahren. Zu einem späteren Zeitpunkt würde man diese zu einem höheren Kurs auch wieder zurück kaufen. Tausende Anleger ließen sich darauf ein.

Statt für echte Goldbarren, verwendeten die Beteiligten das Geld der Anleger aber zum größten Teil für Immobilien, Autos, Feriendomizile, Sportsponsoring und eigene Zwecke. Um die Anleger in Sicherheit zu wiegen, wurden Goldbarren-Attrappen (Dummies) über eine Firma in Lahr/Schwarzwald für rund 300.000 Euro geordert, die das Vorhandensein von Goldbarren im Wert von über 120 Millionen Euro vortäuschen sollten. Bei einer Hausdurchsuchung konnte man für über 3 Tonnen falsche Goldbarren abtransportieren, deren Nicht-Echtheit die Bundesbank feststellte.

Für einen kleinen Teil der vereinnahmten Gelder kaufte man auch echtes Gold über einen Berliner Händler, der sich dann in Pforzheim eindeckte.

Wirtschaftsprüfer bemerkten die Dummies nicht

Mehrere beteiligte Wirtschaftsprüfer, die Testate ausstellten, bemerkten die Dummies nicht, sondern zählten nur stichprobenweise die Stückzahlen.

Man schaffte ein Firmengeflecht, in dem Werte hin- und hergeschoben worden, sodass zwischenzeitlich auch die Insolvenzverwalter Mühe hatten, herauszufinden, wem überhaupt die wenigen echten Goldbarren gehören, die in der Insolvenzmasse vorhanden waren.

Fakt ist, dass mehrere tausend Anleger wohl Forderungen im zweistelligen Millionenbereich haben, die nur zu einem Bruchteil befriedigt werden dürften. Der vorläufige Insolvenzverwalter sprach in 2015 bereits von 5.600 betroffenen Anlegern, die glaubten, mit einem Kauf bei der BWF-Stiftung ein besonderes Schnäppchen gemacht zu haben.

Tipps, wie man solchen Goldbetrug vermeidet:

  • Kaufen Sie Goldbarren nur aus zuverlässiger Quelle, z.B. von Edelmetallhändlern, die schon lange erfolgreich nachweislich am Markt tätig sind, z.B. von Anlagegold24
  • Lassen Sie sich die gekauften Goldbarren auch direkt ausliefern und lassen sich nicht darauf ein, dass der Verkäufer der Goldbarren die Goldbarren für Sie verwaltet oder gar damit handelt
  • Lassen Sie sich nicht auf sogenannte Sach-Darlehen mit Rückkaufgarantie ein: Bei solchen Modellen leihen Sie dem Goldverkäufer die gerade gekauften Goldbarren wieder zurück und er verspricht Ihnen, diese in einigen Jahren zu einem höheren Preis xyz garantiert wieder abzukaufen. Solche Modell wurden vom Bundesaufsichtsamt für das Finanzwesen (BAFIN) bereits mehrfach abgestraft
  • Der Preis einer Ware ist nur ein Kriterium für einen guten Goldkauf: Schon so mancher Anleger hat einen vermeintlich preiswerten Goldbarren gekauft, der dann entweder falsch war oder aber nicht geliefert wurde. Zuverlässigkeit, Kundendienst und Seriosität haben ihren Preis. Manchmal ist es besser, man bezahlt 10 Euro mehr, schläft dafür aber besser.
  • Prüfen Sie, ob Ihr Anbieter sogenannte echte anerkannte Bewertungen erhalten hat und einen Garantiedienst anbietet, z.B. von Trusted Shops: Dort müssen nicht alle Bewertungen nur „sehr gut“ sein, – auch das wäre verdächtig, aber der weit überwiegende Teil der Bewertungen sollte positiv sein und Bewertungen sollten möglichst über einen langen Zeitraum nachvollziehbar sein.

Garantiert echte Goldbarren gibt es z.B. hier. Aus echtem Gold und mit anschließender Auslieferung an Sie:

Echte Goldbarren kaufen

 

Betrug mit Goldbarren auch noch mit Videos beworben

Mit vereinfachenden Videos wurde das BWF-Prinzip beworben. Wir distanzieren uns deutlich von diesem Prinzip, welches konstruktionsbedingt schon gar nicht funktionieren kann, sehen Sie hier:

 

2 Jahre Gefängnis für falsche Goldbarren in Kleinanzeigen

In München musste sich ein gewerbsmäßiger Betrüger vor Gericht verantworten, der gefälschte Goldbarren in Kleinanzeigen rund 20% unter marktüblichen Preisen und damit deutlich unter dem reinen Schmelzwert angeboten hatte.

2 Jahre und 10 Monate Gefängnis für falsche Goldbarren

Der Verkäufer erhielt zwar nicht die vom Staatsanwalt geforderten 3 Jahre und sechs Monate Freiheitsstrafe, doch der Amtsrichter verhängte immerhin zwei Jahre und zehn Monate OHNE Bewährung für den Haupttäter. Sein Anwalt machte geltend, dass die Anleger hätten stutzig werden müssen, weil Gold normalerweise nie so günstig sei. Der Verkäufer hätte es ja leicht an jede Bank zu höheren Preisen verkaufen können. Stattdessen suchte er über Kleinanzeigenportale im Internet seine Kunden und richtete einen Schaden in Höhe von über 20.000 Euro an. Er hatte von vorneherein vorsätzlich ein Betrugsmodell konzipiert, was darauf abzielte falsche Ware für einen Preis kurz unter dem für echte Ware zu verkaufen.

Nervös bei der Übergabe der Goldbarren

Der Kopf der Bande wurde bei der Übergabe der Goldbarren gegen Bargeld regelmäßig sehr nervös, weswegen er später auch Kompagnons zur Unterstützung einspannte, die weniger aufgeregt die Übergaben abwickelten. Die Unterstützer kamen mit Bewährungsstrafen davon, der Haupttäter jedoch muss nunmehr ins Gefängnis und hat dort ausreichend Zeit, darüber nachzudenken, ob ein Geschäftsmodell, welches darauf basiert, billige asiatische Fälschungen für teures Geld wie echt zu verkaufen und darauf zu hoffen, dass dies nicht auffällt, zukünftig zielführend ist.

Goldbarren-Käufer bekamen teilweise Erstattung

Einige Anleger sind mit einem blauen Auge davon gekommen und haben zumindestens teilweise eine Erstattung vom Täter erhalten.

Goldbarren ohne Kribbeln kaufen

Wer garantiert echte Goldbarren kaufen möchte und auf das Kribbeln, ob die wohl echt oder falsch sind, verzichten möchte, kauft direkt im Fachhandel, erhält eine ordnungsgemäße Rechnung und ordnungsgemäße Ware:

Goldbarren bei Anlagegold24 kaufen

 

Chinesen kaufen Goldbarren wie verrückt – weil Wirtschaft langsamer wächst

Die Nachfrage in China nach Goldbarren wächst und wächst. Haben die Chinesen in den Vorjahren beim Goldkauf auf eine Mischung aus Goldmünzen, Goldmedaillen, Goldmünzen und Goldschmuck gesetzt, so kaufen nunmehr viele Chinesen bevorzugt Goldbarren und Goldmünzen.

Chinesen sind Safe-Haven-Goldkäufer

„Die Chinesen kaufen Gold als sicheren Hafen“, sagt Zhang Yongtao, ein Verantwortlicher der China Gold Association, „die Nachfrage nach Goldschmuck scheint dagegen abzuflachen“, – so der zweite Mann der chinesischen Goldvereinigung. Hauptgrund für den Goldkauf sind Sorgen um eine verlangsamtes Wirtschaftswachstum in China und etwaige Finanzmarktunsicherheiten, die damit einhergehen könnten.

Chinesen kaufen 60,2% mehr Goldbarren

Im ersten Quartal haben die Chinesen 60,2% mehr Goldbarren ggü. Vorjahr gekauft, – die Nachfrage alleine nach Gold in Barrenform betrug in Q1 2017: 101,2 Tonnen. Im gleichen Zeitraum stieg die Goldschmuck-Nachfrage um 1,4% auf 170,9 Tonnen.

Goldpreis im Nachmittagshandel in US-Dollar rauf, in Euro runter:

Im europäischen Nachmittagshandel ging der Goldpreis in US-Dollar nach weiteren Gerüchten um die Erhöhung der Wahrscheinlichkeit eines Amtsenthebungsverfahren des US-Präsidenten weiter hoch. Die Wahrscheinlichkeit eines Enthebungsverfahrens wird in den USA auf 20 bis 30% geschätzt. Bei der Prognosebörse www.Predictit.org ist dies ablesbar. Der Goldpreis stieg infolge dessen auf 1260$/oz. Da sich der US-Dollar zum Euro auf 1,12 veränderte, belief sich der Goldpreis in Euro auf 1120 €/oz, womit er ein paar Euro niedriger als noch am Freitag notierte.

George Soros setzt auf Aktien-Crash

Wie heute bekannt wurde, rechnet der Milliarden-Investor George Soros wohl mit einem US-Aktien-Crash und einem vorzeitigem Abdanken des US-Präsidenten Trump. Er hat für mehrere hundert Millionen US-Dollar Put-Optionen auf den Standard&Poors-Aktien-Index gesetzt, womit er dann richtig Geld verdient, wenn die Börsen in USA zusammen brechen. Sollte dies geschehen, ist mit einem Anstieg des Goldpreises zu rechnen, – insoweit setzt Soros auch indirekt auf einen steigenden Goldpreis. Insgesamt hat George Soros 764 Millionen U-Dollar auf einen einstürzenden US-Aktienmarkt gesetzt, was für seine feste Überzeugung spricht, dass der Markt einbricht. George Soros hat auch offiziell erklärt, dass er nicht an eine Umsetzung einer vernünftigen Wirtschaftspolitik unter Trump glaubt.

S&P-Index verlor auch 1973/1974

Der Standard & Poors Aktienindex verlor auch während der Affäre um Präsident Nixon in 1973 und 1974 rund die Hälfte seines Wertes. Hätte George Soros mit seiner jetzigen Vorhersage einer ähnlichen Entwicklung Recht, wird er mit seinem Investment mindestens mehrere hundert Millionen US-Dollar verdienen. George Soros hat in der Vergangenheit mit richtiger Einschätzung von politischen Ereignissen und Währungsveränderungen bereits Milliarden verdient. Er gilt als einer der reichsten Männer der Welt. Sein Vermögen wird auf über 24 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Goldpreis hat sich in 1973 fast verdoppelt

Der Goldpreis hat sich im ersten Nixon-Krisenjahr 1973 fast verdoppelt: Von anfänglich 65$/oz auf über 112 US$ zum Jahresende, wobei im Laufe des Jahres auch die 126$ erreicht wurden (5.6.1973). Bis zum Ende des Jahres 1974 stieg der Goldpreis während der Nixon-Krise nochmal auf 195 $/oz, hat sich damit im Verhältnis zu Beginn 1973 ca. VERDREIFACHT. Auf eine ähnliche Entwicklung scheint George Soros nunmehr zu setzen.

Hat Soros recht, ist jetzt Gold zu kaufen klug

Behält George Soros mit seiner Einschätzung Recht, sollte es klug sein, jetzt Gold zu kaufen (in welcher Form auch immer: Ob Goldbarren oder Goldmünzen dürfte sekundär sein), denn der Goldpreis könnte sich verdoppeln. Eine vorzeitige Absetzung eines US-Präsidenten könnte die Finanzmärkte in der Tat durcheinanderwirbeln und dem Goldpreis zugute kommen. Während der historischen Vorbildzeit 1973/1974 war dies so. George Soros setzt mehrere hundert Millionen US-Dollar auf diese Entwicklung.

Goldbarren und Goldmünzen – Nachfrageplus von +9% in Q1

Nach einer Auswertung des World Gold Councils (WGC) hat weltweit die Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren im ersten Quartal (Q1) des Jahres 2017 um 9% zugenommen. Mit 289,8 Tonnen Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen lag man im Vergleich zum Vorjahr um 9% höher. In 2016 hatte man in Q1 nur 264,9 Tonnen Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen absetzen können.

9% Nachfrageplus bei Goldbarren und Goldmünzen (WGC Grafik)

Chinesen kaufen sogar 30% mehr Gold

Getragen wurde dieses Nachfrageplus nach Goldbarren und Goldmünzen vor allen Dingen auch von chinesischen Endverbrauchern, die sogar 30% mehr Anlagegold in Q1 als im Vorjahr gekauft haben. Insgesamten kauften chinesische Anleger in Q1 2017: 105,9 Tonnen GOLD in Form von Goldmünzen und Goldbarren.

Goldmünzen und Goldbarren 3x häufiger gekauft als zu Beginn des Jahrtausends

Insgesamt kaufen Anleger doppelt und dreimal soviele Goldbarren und Goldmünzen zur Geldanlage wie noch zu Beginn des Jahrtausends, zu Beginn der 2000er-Jahre:

Goldnachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen seit Jahren auf hohem Niveau

GOLD-ETFs haben den grössten Zufluss in Europa

Goldbestände in ETFs haben sich im Vergleich zu Q1 in 2016 auf rund ein Drittel reduziert. Angesichts einiger Wahlen in Europa sollen institutionelle Anleger weniger Geld in Gold-ETFs gesteckt haben, teilweise Positionen verkauft haben. Zuwächse in deutsche und britische ETFs waren am deutlichsten. Über 50 Tonnen flossen deutschen ETFs zu.

Deutsche GOLD-ETFs stark gefragt in Q1 (WGC-Grafik)

Gold: Schmucknachfrage konstant in Q1

Die Nachfrage nach Gold aus dem Schmuckbereich blieb mit 480,9 Tonnen nahezu unverändert in Q1, Indien konnte die Nachfrage leicht steigern.

Zentralbanken kaufen weiterhin massiv Gold

Auch die Notenbanken dieser Welt kaufen weiterhin massiv Gold: Im ersten Quartal 2017 kauften Zentralbanken netto 76,3 Tonnen Gold zu den bestehenden Beständen hinzu, wobei China eine Pause bei den Einkäufen für sich in Anspruch nahm, -nachdem im Vorjahr massiv Gold für chinesische Staatsbestände gekauft worden ist.

60 Tonnen Gold in Europa an Anleger verkauft

In Europa wurden im ersten Quartal 2017 60,8 Tonnen Gold in Form von Goldmünzen und Goldbarren an Anleger verkauft. 60.800 Kilogramm Gold. Den Löwenanteil dieses Gold haben deutsche Anleger gekauft: 34,3 Tonnen oder 34.300 Kilogramm Gold. Deutsche Anleger haben damit im ersten Quartal 2017 13% mehr Gold als im Vorjahr gekauft.

In USA fiel die Goldnachfrage

In den USA fiel die Goldnachfrage im ersten Quartal um 20% auf 16,2 Tonnen Gold (Goldmünzen & Goldbarren). Ersten Analysten haben zahlreiche Anleger nach der Wahl auf den Trump-Effekt gesetzt und ihr Geld in Aktien umgeschichtet, da sie hofften, dass Trump mit seiner America First-Strategie die Wirtschaft massiv ankurbelt.

Bei den vom World Gold Council angegebenen Absatzzahlen für Goldmünzen und Goldbarren ist zu berücksichtigen, dass diese im wesentlichen unter Berücksichtigung des Absatzes neuer Münzen und Barren ermittelt wurden. Der Verkauf von Zweitmarktware (wie z.B. Krügerrands aus den 70er oder 80er-Jahren aus Ankäufen) kann nur schwer erfasst werden. Im Ergebnis dürften die tatsächlichen Zahlen der Gold-Investments in physisches Gold wie Goldbarren und Goldmünzen also signifikant höher sein, da ein wesentlicher Teil der Käufer auch „gebrauchte“ Goldmünzen kauft.

Beim Krügerrand kaufen setzen viele Anleger auch auf „alte“ Jahrgänge. Nicht immer muss es der neueste Jahrgang sein.

Indische Goldimporte fallen um 24% – Gold dennoch fest

Im indischen Finanzjahr 2016/2017 sind die Goldimporte nach Indien um 24% gefallen, schenkt man den Daten aus dem indischen Handelsministerium Glauben. Indien hat im abgelaufenen Finanzjahr nur noch 560,32 Tonnen Gold importiert.

Indien gilt als einer der grössten Goldimporteure der Welt, die Goldnachfrage wird im Wesentlichen von der indischen Schmucknachfrage getrieben. Wegen neuer Abgaben auf allen nicht-silbernen Schmuck waren zuletzt in Indien über 300 Juweliere in einen Streik getreten, der von Anfang März bis zur 2.Aprilwoche andauerte.

Die Gesamtgoldnachfrage in Indien ist nach einer Statistik des World Gold Councils von 1002 Tonnen Gold im Jahr 2010 sieben Jahre in Folge auf 676 Tonnen im Jahr 2016 gesunken, – im Wesentlichen eine Folge immer neuer staatlicher Restriktionen gegen Gold.

China setzt auf Gold: 59 Millionen Unzen

Die Volksrepublik China setzt nach wie vor auf Gold, hat mittlerweile staatseigene 59,24 Millionen Goldunzen im Eigenbestand der Zentralbank. Seit 5 Monaten habe man allerdings ausweislich der Zentralbankbilanz weder Gold verkauft noch welches zugekauft. Der Wert des chinesischen Staatsgoldes beträgt mittlerweile über 70 Milliarden Euro. China will mit dem Aufbau eigener großer Goldbestände die eigene Währung stärken und gegenüber dem US-Dollar die chinesische Währung als Weltwährung etablieren. Hohe Währungsreserven in Gold sollen das Vertrauen internationaler Investoren in Chinas Währung stärken.

Goldpreis nach 5-Monatshoch immer noch fest

Der Goldpreis ist, nachdem er letzte Woche sein 5-Monatshoch (1270,47 US$/oz ) erreicht hat, auch diese Woche fest gestartet, aktuell notiert Gold bei 1183 €/oz und damit immer noch über der wichtigen 1180 Euro-Grenze. Die Anschläge am Wochenende in Ägypten und der kurz vorher verübten Terroranschlag in Schweden hatten weitere Goldkäufe von Anlegern ausgelöst. Gold gilt nach wie vor als sicherer Hafen, weswegen Anleger weltweit auf Goldbarren und Goldanlagemünzen setzen.

ETF mit 836 Tonnen Gold

Der SPDR Trust, der weltgrößte Gold-ETF (Exchange Traded Funds), hatte letzte Woche Freitag einen Goldbestand von 836,49 Tonnen Gold, was einen leichten Rückgang von 0,03% zum Vortag bedeutet. Große institutionelle Anleger setzen also weiterhin auf Gold, wenn auch zum Teil auf „Papiergold“, Gold in Zertifikatsform, bei dem die Anleger hoffen, dass es auch da ist und geliefert werden kann.  Deutsche Privatanleger setzten nach wie vor auf physisches Gold: Gold, welches an sie ausgeliefert wird, in Form von Goldbarren und Goldmünzen. Die Klassiker wie Krügerrand, Maple Leaf und Känguru führen die Umsatzhitparaden bei den Edelmetallhändlern an.

Goldpreis steigt – FED machtlos

Die US-Notenbank FED hatte zuletzt auch den Goldpreis steigen lassen: William Dudley, Leiter der Notenbank in New York hat angekündigt, dass die FED erstmal eine Pause mit Zinserhöhungen machen werden, man müsse ja auch die Bilanzsumme verringern, d.h. den Bestand an Staatsanleihen und Hypothekenanleihen reduzieren. Alte, auslaufende Anleihen sollen nicht mehr 1:1 durch neue ersetzt werden. Dieser Hinweis auf eine restriktivere Geldpolitik hat zwar zunächst den US-Dollar steigen lassen und zu steigenden Zinsen geführt, Gold blieb dennoch fest.

Notenbanken kaufen Goldbarren

Auch wenn Regierungen und Zentralbanken der eigenen Bevölkerung gerne Gold als Geldanlage ausreden wollen, um das eigene Papiergeldsystem nicht zu zerstören, setzen die Notenbanken dieser Welt weiter selber auf Gold als Geldanlage. So hat Russland zuletzt 10,3 Tonnen Gold den eigenen Reserven hinzugefügt, die nunmehr 1655,4 Tonnen betragen. Auch die Türkei hat 2 Tonnen Gold hinzugekauft und besitzt nun 413 Tonnen Gold.

Insgesamt besitzen die Notenbanken dieser Welt Goldreserven im Gewicht von 33.329,3 Tonnen und gehören seit Jahren zu den Netto-Goldkäufern, d.h. die Käufe von Gold durch Notenbanken überwiegen bei weitem die Verkäufe.

Notenbanken kaufen Goldbarren überlicherweise nicht in Größenordnungen von 1 Gramm bis 1 kg wie Privatanleger dies üblicherweise tun, sondern in sogenannten 400-Unzen-Goldbarren, also Goldbarren, die 12,44 Kilogramm Gold beinhalten, eine im Interbankenhandel übliche Einheit.