Goldpreis steigt kräftig, nachdem Trump Nordkorea droht

US Präsident Trump hatte die Drohung an Nordkorea kaum ausgesprochen, schon stieg der Goldpreis an den Märkten drastisch an.

US-Präsident droht mit Schlag gegen Nordkorea wie es die Welt noch nicht erlebt hat

Der US Präsident droht mit einem Schlag, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat, siehe Redeausschnitt im Video:

Trump droht mit Feuer, Wut und seiner Macht. Zuvor hatte Nordkorea den USA mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht und damit den Konflikt weiter angeheizt. Kurz zuvor wurden Berichte verbreitet, dass Nordkorea nunmehr auch Nuklear-Sprengköpfe per Raketen über diese Distanzen befördern könne.

Anleger bringen Geld in Sicherheit und kaufen Gold

Angesichts solcher Drohungen zweier eher unberechenbarer Staatsführer kaufen Anleger weltweit vermehrt Gold, was den Goldpreis nach oben schnellen ließ. Nachdem der Goldpreis gestern schon anzog, stieg er heute nochmals um über 1% auf zuletzt 1085€/oz. Vor 3 Tagen notierte der Goldpreis in Euro noch zwischen 1060€ und 1070€. Besonders gefragt waren größere Goldbarren und auch Krügerrand Goldmünzen, dicht gefolgt von Maple Leaf Goldmünzen aus Kanada.

Trump droht auch über Twitter

Damit es auch niemand übersieht, verkündet Präsident Trump die Botschaft auch noch über Twitter:

Der Goldpreis ging nach den Trump-Tweets nochmal hoch

Indien kauft doppelt so viel Gold wie im Vorjahr

Zusätzlich bekam der Goldpreis Inspiration von der starken Nachfrage in Indien. Es wurde bekannt, dass Indien auch im Juli, also NACH der Einführung einer neuen Goldbesteuerung, deutlich mehr Gold als im Vorjahr eingeführt hat. Die Importe Indiens betrugen im Juli mit 53,4 Tonnen mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, wo im Juli 22 Tonnen Gold eingeführt wurde.

Zwar beeilte man sich in Indien mitzuteilen, dass dies voraussichtlich nur verspätete Lieferungen aus Juni- oder Mai-Aufträgen seien, dennoch bleibt festzustellen, dass von Januar bis Juli 2017 mit 625,5 Tonnen Gold mehr als doppelt so viel Gold nach Indien verbracht wurde, wie im Vorjahreszeitraum. Der indischen Regierung sind die Goldimporte wegen des dadurch bestehenden Handelsbilanzdefizits ein Dorn im Auge. Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, versucht man die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass diese weniger Gold kaufen solle und mehr in das Bankensystem (Papiergeld) investiere, doch der indische Anleger strebt traditionell zum Gold.

Commerzbank sieht bei Gold Safe-Haven-Demand

Die Commerzbank sieht auch Safe-Haven-Käufe bei Gold nach den Drohgebärden zwischen Nordkorea und den USA, was auch zu dem Goldpreisanstieg über 1080 Euro pro Unze geführt habe. Anleger wollen ihre Schäfchen ins Trockene bringen.

Maple Leaf & Co: 32,4 Millionen Silbermünzen in 2016 verkauft

Die staatliche kanadische Münzprägeanstalt Royal Canadian Mint (RCM)  hat die Prägezahlen für das Jahr 2016 bekannt gegeben. In 2016 hat die Royal Canadian Mint 32,4 Millionen Silberunzen in Münzform verkauft.

1 Million Kilo Silber in Form von Silbermünzen verkauft

Dies entspricht 1007 Tonnen Silber oder umgerechnet über 1 Million Kilogramm Silber, welches in Form von Silber-Bullionmünzen verkauft worden ist. Der grösste Teil davon betrifft die auch in Europa beliebten Silber Maple Leaf Münzen

Dies ist annähernd die gleiche Menge wie im Vorjahr 2015, wo 34,3 Millionen Silberunzen verkauft worden sind.

987.600 Goldunzen verkauft

Auch der Gold Maple Leaf hat der kanadischen Münzprägestätte Freude gemacht: Insgesamt wurden 987.600 Unzen Gold in Form von Gold-Bullionmünzen verkauft – ein Großteil davon waren die Maple Leaf Goldmünzen. Auch dies ist in etwa auf Vorjahresniveau, wo man 953.000 Goldunzen verkaufte. Für 2016 konnte man damit leicht mehr (+4%) an Goldmünzen absetzen.

Goldmünze Maple Leaf
Goldmünze Maple Leaf auch erfolgreich in 2016 verkauft

76% des Umsatzes sind Bullionprodukte

Wegen der starken Anlagemünzen-Nachfrage (Maple Leaf in Gold und Silber) macht dieser Bullion-Umsatz mittlerweile bei der Royal Canadian Mint 76% des Gesamtumsatzes aus.

87 ausverkaufte Sammlermünzen

Auch die Sammlermünzen der Royal Canadian Mint schlugen bei den Anlegern und Sammlern ein wie eine Bombe: Im Jahr 2016 gab es insgesamt 87 SELLOUTS, d.h. Sammlermünzen, die komplett ausverkauft wurden, weil die Nachfrage größer als die Auflage der Münzen war. Dies hat zwar den Nachteil, dass einige Sammler leer ausgehen und eine begehrte Münzen ggf. nicht oder nur teurer am Zweitmarkt erhalten, – es hat aber auch den Vorteil, dass die Erstkäufer dieser Münzen sich in der Regel dann über steigende Preise bei einem etwaigen Verkauf freuen können. Ausverkaufte Münzen steigen häufig im Preis.

Silber Maple Leaf – starker Absatz in Deutschland

Für die Royal Canadian Mint und deren Silbermünzenabsatz im Bereich der Maple Leaf Münzen ist Deutschland neben den USA und Japan einer der wichtigsten Absatzmärkte, da hier Anleger die Silbermaples gleich masterboxen-weise (je 500 Stück) erwerben. In den Masterboxen können Anleger bequem und vor äußeren Einflüssen geschützt die Silbermünzen aufbewahren und mehrere Masterboxen einfach übereinander stapeln.

Masterbox mit 500 Silber Maple Leaf Münzen

Maple Leaf Silber versus American Eagle Münze

Der Verkaufserfolg der Maple Leaf Silbermünzen kommt damit nahe an die Verkaufsmenge der amerikanischen US MINT heran. Diese vermeldete für 2016 den Verkauf von 37 Millionen American Eagle Silbermünzen. Knapp mehr als die Kanadier an Bullion-Silbermünzen verkauft haben.

13% mehr Nachfrage nach Anlagegold im 2.Quartal 2017 – gemäß World Gold Council

Das für die Genauigkeit seiner Zahlen bekannte World Gold Council (WGC) hat die Zahlen bezüglich der weltweiten Goldnachfrage für das erste Halbjahr 2017 veröffentlicht (H1).

Goldmünzen und Goldbarren: +13% Nachfrage

Demnach wurden Goldmünzen und Goldbarren als Anlagegold im zweiten Quartal 2017 um 13% mehr nachgefragt als im Vorjahr. Insgesamt wurden weltweit alleine in Q2 240,8 Tonnen Anlagegold verkauft (Bullionmünzen wie Krügerrand, Maple Leaf, Känguru etc. und Goldbarren). Im Jahr zuvor waren es nur 212,9 Tonnen.

Chinesen kaufen Gold wie verrückt

Besonders auffallend ist die starke Nachfrage nach Gold zur Geldanlage in China, wo mit 62,5 Tonnen 56% mehr Gold als Anlage gekauft worden ist, als im vergleichbaren Vorjahresquartal.

Goldnachfrage + 11% im Gesamtjahr

Vergleicht man nicht nur das zweite Quartal, sondern die ersten sechs Monate, kommt man auf ein Plus der Anlagegold-Nachfrage von +11%. Getrieben vor allen Dingen von starker Goldbarren- und Goldmünzen-Nachfrage in China, Indien und der Türkei.

Anleger kaufen 11% mehr Goldmünzen und Goldbarren weltweit als Geldanlage. (Quelle u. Graphik: World Gold Council/WGC)

Anleger in Europa  kaufen nicht nur Goldmünzen und Goldbarren, sondern auch ETFs

Weltweit schwören Anleger auch weiterhin auf Papiergold in Form von ETFs. Per Ende Juni waren in ETFs 2313 Tonnen abgebildet. Ob diese bei Auslieferungsgesuchen auch komplett ausgeliefert werden könnten, wäre abzuwarten. 978 Tonnen Gold waren übrigens in ETFs gebunden, die in Europa gelistet werden. Dies ist auf jeden Fall der höchste Stand seit Oktober 2016.

Tonnen Gold in ETFs (wenn sie denn auch physisch da wären) – Quelle: WGC

Zufluss in ETFs aber langsamer

Vergleicht man allerdings die Zuflüsse in Gold-ETFs aus dem 2.Quartal diesen Jahres mit dem 2.Quartal des Vorjahres, fällt auf, dass der Zufluss in Gold-ETFs um 76% gefallen ist, während die Anleger 13% MEHR Goldbarren und Goldmünzen kaufen. Vielleicht hat doch der eine oder andere gemerkt, dass nur physisch nachweislich vorhandenes Gold die wahren Vorteile des Edelmetalls aufweist:

Anleger kaufen 13% mehr Goldbarren und Goldmünzen, aber 76% weniger Gold-ETFs (Quelle: WGC)

Goldpreis im ersten Halbjahr um 8% gestiegen

Der Goldpreis ist alleine im ersten Halbjahr 2017 um 8% gestiegen, – damit haben Gold-Anleger bereits deutlich mehr Rendite vereinnahmt als Anleger in Sparbriefen, Festgeldern oder Festverzinslichen Wertpapieren (Bonds).

Aktuell durch Goldpreis-Rücksetzer günstige Kaufgelegenheiten

Aktuell bieten sich gerade dem europäischen Anleger günstige Goldpreise in Euro, die vor allen Dingen das Kaufen von Maple Leaf Goldmünzen oder den Kauf von Krügerrand Goldmünzen preiswert machen. Bei den Silbermünzen sind aktuell Maple Leaf 1oz Silber und die neuen Eulen von Athen aus Niue sehr preiswert.

Auch Goldschmuck stark gefragt

Durch die starke indische Nachfrage ist auch die weltweite Nachfrage nach Goldschmuck im zweiten Quartal 2017 um 8% gestiegen: Von 446,8 Tonnen auf 480,8 Tonnen Gold. In Indien, wo Goldschmuck nahe am Goldpreis verkauft wird, setzen viele Anleger vor allen Dingen auf die Geldanlage in Goldschmuck, – während die hohen Aufgelder im deutschen Schmuckhandel für den Investor eher Goldmünzen und Goldbarren interessant erscheinen lassen, da diese zum Goldpreis plus ein minimales Aufgeld erworben werden können. Auf beim Diamantenkauf setzen Anleger in Deutschland eher auf lose, zertifizierte Diamanten statt auf deutlich teurere, die in Schmuck  eingearbeitet wurden.

Zentralbanken kaufen 20% mehr Gold

Auch die Notenbanken dieser Welt setzen auf das Edelmetall Gold. Mit 94,5 Tonnen haben die Zentralbanken im zweiten Quartal 2017 20% mehr Gold gekauft als im Vorjahr (78,4 Tonnen). Selbst die Währungshüter setzen also auf das Kaufen von Goldbarren.

 

Goldminen-Produktion nahezu unverändert

Alle namhaften Goldminen dieser Welt haben zusammen im 2.Quartal 2017 nur 791,2 Tonnen Gold gefördert, das ist nahezu die identische Menge wie im ersten Quartal (793,8 Tonnen). Alleine die Schmuck- (480,8 t) und die Anlagegold-Nachfrage (296,9 t) im zweiten Quartal waren zusammen schon so viel wie die weltweite Goldförderung. Von Zentralbank-Käufen schon einmal ganz abgesehen. Nur durch das Recyclen von altem Gold (aus Goldankauf, Verwertung von Elektroschrott) etc. konnte die Lücke geschlossen werden.

Interview mit World Gold Council

In einem Interview zeigt sich das World Gold Council erstaunt, dass europäische ETFs so stark zugenommen haben, deutet dies als Absicherung gegen Aktienmarktrisiken.

Hervorgehoben wird auch die starke Goldbarren- und Goldmünzen-Nachfrage in Indien und China. Video ist in Englisch:

Goldverkauf bei der Perth Mint + 40% ggü. Vorjahr

Perth MintDie australische Münzprägeanstalt Perth Mint hat den Goldverkauf für den Monat Juli 2017 bekannt gegeben. Demnach hat die Münzprägestätte alleine im Juli 23.675 Unzen Gold verkauft, was ca. 40% mehr als im Vorjahr und 23% mehr als im Vormonat wäre.

Känguru Goldmünzen und Perth Mint Goldbarren

Getragen wird der Goldumsatz vor allen Dingen von den beliebten Känguru Goldmünzen der Größe 1 Unze und den Perth Mint Goldbarren.

Goldmünzen Känguru 1oz im Juli 2017 besonders beliebt
Goldbarren sind bei der Perth Mint auch beliebt, besonder die 1-oz-Version

Über 1 Million Silberunzen verkauft

Die Perth Mint hat im Juli auch 1.167.963 Unzen Silber verkauft, vor allen Dingen in Form der beliebten Känguru 1oz Silbermünzen und natürlich auch der Kookaburra-, Koala- und Lunar-Silbermünzen. Dies ist 68% mehr als im Juli 2016, wo man 693.447 Silberunzen verkaufte.

Trägt zum Erfolg der Perth Mint bei: Känguru Silbermünzen der Größe 1 Unze

Chart der Gold- und Silberverkäufe der Perth Mint

In u.a. Chart sieht man die Entwicklung der Gold- und Silberverkäufe der Perth Mint in den letzten Monaten:

Gold- und Silberverkäufe der Perth Mint in den letzten Monaten

Krügerrand noch vor den Känguru Goldmünzen

Bezüglich der Nachfrage im deutschen Edelmetallhandel lag der Krügerrand mit der 1-Unzen-Krügerrand Goldmünze von den Umsätzen her noch vor den Känguru Goldmünzen der Perth Mint. Da die Krügerrand Goldmünzen bereits seit 1967 und damit deutlich länger am Markt sind, verfügen diese über eine größere Bekanntheit als andere Gold-Anlagemünzen wie Maple Leaf, Känguru oder Wiener Phiharmoniker. Sobald der Goldpreis in Euro etwas nach unten schwankt, setzen regelmäßig von deutschen Anlegern starke Krügerrand-Käufe ein.

 

 

Silbermünzen: US Mint verdoppelt Absatz von Silber-Eagles im Juli 2017

Silbermünzen zu kaufen ist aktuell weltweit populär. Kein Wunder, dass die staatliche amerikanische Münzprägestätte US MINT für den abgelaufenen Monat Juli eine Verdoppelung der Umsätze an American Eagle Silbermünzen vermelden konnte:

Mehr als 2 Millionen Silbermünzen im Juli verkauft

Statt 986.000 Münzen wie im Vormonat Juni verkaufte die US Mint im Sommermonat Juli 2017  2.270.000 Silbermünzen American Eagle. 2,2 Millionen Unzen Silber a 31,1 Gramm. Das sind alleine über 70 Tonnen Silber in Form dieser Anlagemünzen.

Stark nachgefragt in USA: Silber Eagles der US Mint

Andere Silbermünzen in Europa mehr gefragt

Die meisten dieser Eagles werden in den USA und Kanada verkauft. In Europa fragen Anleger häufiger nach den Silbermünzen der folgenden Typen nach:

Besonders die Maple Leaf Silbermünzen aus Kanada werden häufig in Deutschland gleich masterboxenweise, d.h. zu 500 Stück oder einem Vielfachen gekauft:

 

Österreich gibt Auflage der Silber Philharmoniker für 2016 bekannt

Die Münze Österreich hat die Anzahl der in 2016 verkauften Silbermünzen WIENER PHILHARMONIKER bekannt gegeben. Im Jahr 2016 wurden 3,4 Millionen Exemplare mit je 31,1 Gramm Silber verkauft. Dies ist für ein kleines Land wie Österreich ein großer Erfolg, – liegt aber natürlich unter den Absätzen der amerikanischen US Mint. Hierbei muss man aber auch berücksichtigen, dass die USA 300 Millionen Einwohner haben und Österreich ca. 8 Millionen.

Im für Österreich starken Markt Deutschland werden aus steuerlichen Gründen außereuropäische Silbermünzen häufig bevorzugt, da diese leichter unter der günstigen Differenzbesteuerungsregelung verkauft werden können.

Neue Masterboxen für Silber-Philharmoniker

Seitdem die Münze Österreich die Masterboxen-Verpackung für die silbernen Wiener Philharmoniker umgestellt hat (von grauer Papp-Verpackung auf rote Plastik-Masterboxen), werden die Silber-Philharmoniker auch wieder häufiger von Anlegern in Deutschland gekauft:

Masterbox Silber Philharmoniker

Welche Länder sitzen auf wieviel Gold ? Zentralbankbestände August 2017

Das World Gold Council (WGC) hat die vermeintlichen Zentralbank-Bestände an Gold per August 2017 veröffentlicht. Die Tabelle  wird immer noch von USA mit über 8000 Tonnen Gold und Deutschland mit über 3300 Tonnen Gold angeführt. Kritiker bezweifeln, dass dies überhaupt noch alles da ist, auch wenn die Deutsche Bundesbank zwischenzeitlich einen Teil nach Deutschland zurückgeführt hat.

Das Gold der USA ist seit Jahrzehnten nicht mehr neutral kontrolliert worden, was Kritiker und Verschwörungstheoretiker auf den Plan ruft.

Bemerkenswert ist jedoch, dass fast alle großen Zentralbanken dieser Welt auf Gold setzen und selber Goldbarren bunkern, während man mehr oder weniger eifrig versucht, dies der eigenen Bevölkerung auszureden. Mit zu den größten Käufern in den letzten Monaten gehörten übrigens Russland, Türkei und Kasachstan, die die eigenen Bestände um zahlreiche Tonnen Gold erhöhten. So hat Russland in 2017 bereits über 100 Tonnen den eigenen Reserven hinzugefügt. Die meisten Goldbarren dürften dabei aus heimischer Produktion gestammt haben, die dann durch die Bank of Russia vereinnahmt wurden.

 

               
               
  Welt-Gold-Bestände
  Stand August 2017 – soweit vorliegend. Quelle: World Gold Council WGC
               
    Tonnen % der Reserven     Tonnen % der Reserven
1 USA 8.133,5 74,5% 51 Malaysia 38,3 1,5%
2 Deutschland 3.374,1 69,0% 52 WAEMU (Westafrika) 36,5 11,6%
3 IWF 2.814,0 N.N. 53 Peru 34,7 2,2%
4 Italien 2.451,8 66,9% 54 Slowakei 31,7 38,8%
5 Frankreich 2.435,9 63,6% 55 Katar 26,6 3,0%
6 China 1.842,6 2,3% 56 Syrien 25,8 5,8%
7 Russland 1.715,8 16,6% 57 Ukraine 25,5 5,7%
8 Schweiz 1.040,0 5,4% 58 Sri Lanka 22,3 17,7%
9 Japan 765,2 2,4% 59 Marokko 22,0 3,6%
10 Niederlande 612,5 65,6% 60 Afghanistan 21,9 11,1%
11 Indien 557,8 5,8% 61 Nigeria 21,4 2,5%
12 EZB 504,8 27,2% 62 Serbien 19,0 7,1%
13 Türkei 456,1 16,8% 63 Bangladesh 14,0 1,7%
14 Taiwan 423,6 3,7% 64 Zypern 13,9 64,5%
15 Portugal 382,5 57,0% 65 Tajikistan 12,7 79,5%
16 Saudi Arabien 322,9 2,5% 66 Kambodscha 12,4 5,4%
17 Großbritannien 310,3 8,4% 67 Mauritius 12,4 9,4%
18 Libanon 286,8 22,0% 68 Ecuador 11,8 18,1%
19 Spanien 281,6 17,3% 69 Tschechien 9,5 0,3%
20 Österreich 280,0 50,5% 70 Ghana 8,7 4,7%
21 Kasachstan 279,0 36,8% 71 Paraguay 8,2 4,2%
22 Belgien 227,4 36,0% 72 Ver.Arabische E. 7,5 0,3%
23 Philippinen 196,4 9,6% 73 Myanmar 7,3 5,8%
24 Venezuela 188,1 70,9% 74 Guatemala 6,9 2,6%
25 Algerien 173,6 6,1% 75 Mazedonien 6,9 10,0%
26 Thailand 152,4 3,3% 76 Tunesien 6,8 4,8%
27 Singapore 127,4 1,9% 77 Lettland 6,6 6,9%
28 Schweden 125,7 8,3% 78 Nepal 6,4 2,8%
29 Südafrika 125,3 10,6% 79 Irland 6,0 6,3%
30 Mexico 120,1 2,7% 80 Litauen 5,8 15,7%
31 Libyen 116,6 6,5% 81 Kolumbien 5,8 0,5%
32 Griechenland 112,9 63,0% 82 Kirgisien 5,1 9,9%
33 Korea 104,4 1,1% 83 Bahrain 4,7 6,0%
34 Rumänien 103,7 9,4% 84 Mozambique 4,4 7,0%
35 BIS 103,0 N.N. 85 Brunei 4,3 5,2%
36 Polen 103,0 3,7% 86 Slowenien 3,2 14,8%
37 Irak 89,8 7,9% 87 Aruba 3,1 13,4%
38 Australien 79,9 4,9% 88 Ungarn 3,1 0,5%
39 Indonesien 79,3 2,6% 89 Bosnien Herzegovina 3,0 2,2%
40 Kuwait 79,0 8,9% 90 Luxembourg 2,2 9,6%
41 Ägypten 76,3 10,0% 91 Mongolei 2,1 6,7%
42 Brasilien 67,3 0,7% 92 Micronesien 2,1 32,9%
43 Dänemark 66,5 3,8% 93 Hong Kong 2,1 0,0%
44 Pakistan 64,6 12,8% 94 Island 2,0 1,2%
45 Argentinien 59,8 5,0% 95 Papua Neu Guinea 2,0 4,6%
46 Finland 49,1 18,8% 96 Trinidad & Tobago 1,9 0,8%
47 Weißrussland 43,2 26,3% 97 Haiti 1,8 3,3%
48 Bolivien 42,5 16,5% 98 Jemen 1,6 1,2%
49 Jordanien 40,4 11,3% 99 Albanien 1,6 2,0%
50 Bulgarien 40,4 5,9% 100 El Salvador 1,4 1,5%

 

 

 

Goldbarren-Nachfrage in China steigt um 51% im ersten Halbjahr 2017

Der Goldhunger der Chinesen scheint unstillbar: In den ersten 6 Monaten stieg die Nachfrage nach Goldbarren in China um 51%, teil die China Gold Association mit.

158.400 Kilo Goldbarren verkauft

In China wurden alleine im ersten Halbjahr 2017 158,4 Tonnen Gold in Form von Goldbarren verkauft, was 51% mehr als im Vorjahr ist. Aber auch die gesamte Goldnachfrage Chinas (incl. Goldmünzen, Goldschmuck etc.) stieg um 10% auf 545,2 Tonnen im ersten Halbjahr.

Alle Wege führen nach China

Das Gold für China nimmt mittlerweile viele Wege: Die Exporte aus der Schweiz nach China sind ebenso gestiegen wie der Handel mit der ehemaligen Kronkolonie Hong Kong.

Chinesen kaufen 1000 Tonnen Gold in 2017

Experten gehen daher davon aus, dass die Chinesen im Gesamtjahr 2017 über 1000 Tonnen Gold nachfragen werden, aufgeteilt auf Goldbarren, Goldmünzen, Goldmedaillen, Goldschmuck und sonstige Verwendungszwecke. Dies wäre soviel wie seit 4 Jahren nicht mehr.

Goldpreis könnte weiter steigen, da Eigenproduktion sinkt

Da die gestiegene Goldnachfrage auf eine gesunkene Goldproduktion in China trifft, könnte dies positive Auswirkungen auf den Goldpreis haben. Ein weiteres Ansteigen dürfte da wahrscheinlicher sein als ein Goldkurs-Rückgang. Die Goldminenproduktion in China fiel im ersten Halbjahr um 6% auf ca. 241 Tonnen. Höhere Umweltauflagen und ausgeschöpfte Goldminen seien die Ursache, sagte ein Experte für den Goldhandel in China.

Was heißt das für europäische Anleger?

China und Indien sind gemäß World Gold Council (WGC) weltweit die größten Goldnachfrager. Geht dort die Nachfrage wesentlich nach oben, hat dies eine immense Auswirkung auf den Goldmarkt. Wird die stärkere Nachfrage in diesen Ländern nicht durch negative Effekte in anderen Ländern kompensiert, sollte der Goldpreis eher nach oben als nach unten gehen. Europäische Investoren kaufen daher weiterhin Goldbarren und Goldmünzen zur Geldanlage. Beim Gold kaufen kommen die günstigen Goldpreise aktuell den Anlegern entgegen. Der Goldpreis in Euro lag am Freitag Vormittag bei 1074 Euro/oz.

 

FED lässt Zinsen unverändert – Goldpreis geht leicht hoch

Das FOMC (Federal Open Market Committee) der amerikanischen Zentralbank hat zwei Tage getagt (25.7.+26.7.2017) und ist zum Schluss gekommen, die Zinsen unverändert zu lassen. Gold ist mit Bekanntgabe des Ergebnisses aus der zweitägigen Sitzung leicht nach oben gegangen, war gegen 21 Uhr MEZ bei 1256 $/oz. Der Goldpreis in Euro bewegte sich um die 1074 €/oz.

FED Chefin Janes Yellen hatte keine Wahl: Zinsen bleiben unten – gut für Gold

Inflation kurz unter 2 %

Die Inflation sei kurz unter 2% und die Arbeitslosenrate sei leicht zurück gegangen, aber es sei noch nicht an der Zeit, die Zinsen weiter zu erhöhen. Wann dies der Fall sei, dafür wurde noch nicht einmal ein Ansatz genannt, nur vage Formulierungen a la „Wir werden die Märkte weiter beobachten und achten auf Inflation und das Ziel der Vollbeschäftigung“. Daraus könnte man den Schluss ziehen, dass so schnell erstmal keine Zinsen erhöht werden.

Kauft die FED zukünftig weniger Anleihen?

Allerdings hat die FED angekündigt, dass man bald damit beginnen werde, den Bestand an Anleihen nicht mehr in der gleichen Geschwindigkeit aufzubauen. Hier wird sich Präsident Trump also darauf gefasst machen müssen, dass die Finanzierung der USA zukünftig etwas schwieriger werden könnte. Bisher hatte die FED vor allen Dingen US-Staatsanleihen in immensen Summen aufgekauft und damit den US-Haushalt finanziert.

Was heißt das für den Goldpreis?

Geht es rein nach den Zinsen, hat man früher gesagt: Niedrige Zinsen sind gut für den Goldpreis, da dann die Anlagealternativen fehlen. Allerdings muss man auch die geopolitische Gesamtsituation betrachten: Aktuell gibt es zahlreiche Krisenherde auf der Welt, einen unberechenbaren US-Präsidenten, von dem niemand weiß, ob er die volle Amtsperiode auch im Amt verbringt und eine noch nie dagewesene Staatsverschuldung vieler westlicher Staaten. Dazu zahlreiche Probleme auch in Europa: Von unterfinanzierten Banken über verschuldete Staaten bis hin zu Austrittskandidaten aus der EU. Alle diese Probleme dürften tendenziell zur Flucht in Gold führen, sodass die meisten Analysten auch weiterhin positiv für eine Goldpreisentwicklung nach oben votieren und sich nur in der Höhe nicht einig sind.

Historisch betrachtet, war es auf lange Sicht noch nie unvernünftig, sein Vermögen durch Kauf von Gold gegen Risiken abzusichern. Dabei ist es sekundär, ob es Goldbarren oder Goldmünzen sind. Bei Anlagegold, welches so oder so kurz über dem reinen Goldpreis erworben wird, ist die Ausgestaltung sekundär. Wichtiger ist, dass man es kauft.

 

Wortlaut der Verkündigung aus dem FMOC vom 26.7.2017

Information received since the Federal Open Market Committee met in June indicates that the labor market has continued to strengthen and that economic activity has been rising moderately so far this year. Job gains have been solid, on average, since the beginning of the year, and the unemployment rate has declined. Household spending and business fixed investment have continued to expand. On a 12-month basis, overall inflation and the measure excluding food and energy prices have declined and are running below 2 percent. Market-based measures of inflation compensation remain low; survey-based measures of longer-term inflation expectations are little changed, on balance.

Consistent with its statutory mandate, the Committee seeks to foster maximum employment and price stability. The Committee continues to expect that, with gradual adjustments in the stance of monetary policy, economic activity will expand at a moderate pace, and labor market conditions will strengthen somewhat further. Inflation on a 12-month basis is expected to remain somewhat below 2 percent in the near term but to stabilize around the Committee’s 2 percent objective over the medium term. Nearterm risks to the economic outlook appear roughly balanced, but the Committee is monitoring inflation developments closely.

In view of realized and expected labor market conditions and inflation, the Committee decided to maintain the target range for the federal funds rate at 1 to 1-1/4 percent. The stance of monetary policy remains accommodative, thereby supporting some further strengthening in labor market conditions and a sustained return to 2 percent inflation.

In determining the timing and size of future adjustments to the target range for the federal funds rate, the Committee will assess realized and expected economic conditions relative to its objectives of maximum employment and 2 percent inflation. This assessment will take into account a wide range of information, including measures of labor market conditions, indicators of inflation pressures and inflation expectations, and readings on financial and international developments. The Committee will carefully monitor actual and expected inflation developments relative to its symmetric inflation goal. The Committee expects that economic conditions will evolve in a manner that will warrant gradual increases in the federal funds rate; the federal funds rate is likely to remain, for some time, below levels that are expected to prevail in the longer run. However, the actual path of the federal funds rate will depend on the economic outlook as informed by incoming data.

For the time being, the Committee is maintaining its existing policy of reinvesting principal payments from its holdings of agency debt and agency mortgage-backed securities in agency mortgage-backed securities and of rolling over maturing Treasury securities at auction. The Committee expects to begin implementing its balance sheet normalization program relatively soon, provided that the economy evolves broadly as anticipated; this program is described in the June 2017 Addendum to the Committee’s Policy Normalization Principles and Plans.

 

 

 

Jetzt Gold kaufen – August und September stehen bevor

Palisade Global hat die Goldpreis-Bewegungen in jedem Monat seit 1979 ausgewertet und ist zum Schluss gekommen, dass der Goldpreis regelmäßig im Januar, August, September und November am stärksten steigt. Mit dem nun sich dem Ende zuneigenden Juli stehen also die Monate August und September mit ihren statistisch am stärksten ausgeprägten Goldpreis-Steigerungen bevor. Gold noch im Juli zu kaufen, könnte also – statistisch betrachtet – durchaus sinnvoll sein.

Goldpreis-Anstieg auch fundamental begründet

Der mögliche Anstieg des Goldpreises in Euro in diesen Monaten ist auch fundamental begründet, da es in diesen Monaten traditionell zu starken Goldkäufen kommt:

  • Hochzeits- und Festivalkäufe in Indien, einem der stärksten Goldmärkte der Welt
  • Große Finanzkrisen an Aktienmärkten sind häufig in September und Oktober, was zu Gold-Käufen von Investoren im Vorfeld führt – um Risiken zu hedgen
  • Goldschmuck-Hersteller kaufen in diesen Monaten häufig Gold für das Weihnachtsgeschäft

Welt-Verschuldung immer größer

Die Verschuldung der Staaten dieser Welt nimmt immer größere Ausmaße an und lässt den Glauben daran sinken, dass dies jemals zurückzahlbar sein wird. Als wahrscheinlicher dürfte gelten, dass die Situation durch einen Big Bang, eine katastrophale Finanzkrise aufgelöst wird. Das Institut of International Finance (IIF) hat errechnet, dass die globale Verschuldung im ersten Quartal 2017 bereits bei 217 Trillionen US-Dollar angekommen ist. Vor Ausbruch der Finanzkrise 2008/2009 lag der Wert bei 150 Trillionen US-Dollar. Das Institut sieht GOLD als Profiteur dieser Krise – da es Stabilität verspricht und als Inflationsschutz dienen kann. 217 trillion US$ entsprechen 186 Billionen Euro, – eine unvorstellbare Größe. Darin enthalten die US-Staatsverschuldung, die mittlerweile 107,8% des Bruttoinlandprodukts beträgt.

FED-Meeting heute und morgen

Das Federal Open Market Committee (FOMC) tag in den USA heute und morgen, – am Ende des monatlich stattfindenden Meetings wird am Mittwoch die Veröffentlichung nach Sitzungsende erwartet. Aus dem sogenannten policy statement versuchen Analysten dann regelmäßig herauszulesen, wie wohl die tatsächliche Notenbankpolitik der nächsten Monate sein könnte. Wesentliche Überraschungen erwartet allerdings niemand. Die US-Notenbank FED sitzt auf aufgekauften Anleihen im Wert von ca. 3,9 Billionen Euro und kauft jeden Monat weitere hinzu. Hier darf man gespannt sein, inwieweit sich die amerikanische Notenbank auch zukünftig an der Finanzierung des Haushalts der Trump-Regierung beteiligt, indem sie einfach Geld druckt. Nie zuvor in der Geschichte Amerikas war der Bestand an Staatsanleihen in den Büchern der FED größer als heute.

Goldpreis am Dienstagmorgen

Der Preis für eine Feinunze Gold notierte am Dienstagmorgen im europäischen Handel bei 1074 Euro/Unze, respektive 1252 $/oz. Der Silberpreis oszillierte um 16,40 $/oz.

China importiert massiv Silber

Glaubt man den Angaben der chinesischen Zollbehörden, wurden im Juni 2017 alleine schon 330 Tonnen Silber nach China importiert, – dies wären 34% mehr als im Vorjahr. Im gesamten ersten Halbjahr hat China damit 1984 Tonnen Silber importiert, was einem Plus von 37% entspricht (ggü. Vorjahresperiode). Zuletzt wurde dieser Wert vor 7 Jahren erreicht.

Massive Nachfrage nach Silber-Maples

Gestern und heute wurden im deutschen Edelmetallhandel massiv Silver-Maple-Leaf-Münzen der Royal Canadian Mint gekauft. Anleger orderten gleich masterboxenweise in 500er-Packs. Bei den Goldmünzen hatte ebenfalls der goldene Maple Leaf knapp die Nase vorn vor den Krügerrand 1oz Münzen. Rückgaben von Gold und Silber wurden fast gar nicht verzeichnet, die Käuferseite überwog deutlich.

Silbermünzen wie der Maple Leaf aus Kanada waren stark gefragt

Nazigold für über 100 Millionen Euro auf Schiffswrack vor Island gefunden ?

Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen bleibt über Jahrzehnte, Jahrhunderte und Jahrtausende wertvoll. Im Gegensatz zu Papiergeld oder Bankversprechen. Dies könnte jetzt einer britische Schatztauchermission zu einem gigantischen Erfolg verhelfen:

Gold im Postraum der SS Minden vor Island

Der vermeintliche Schatz soll von der britischen Firma Advanced Marine Services im Postraum des Schiffes SS Minden gefunden worden sein, die vor Island im Atlantik versunken sei. Das Gold stamme aus einem Transport südamerikanischer Banken nach Deutschland, als das Schiff im September 1939 gesunken sei.

Der Geschichte zufolge sei das deutsche Schiff damals von der britischen Marine (in Form der HMS Calypso) entdeckt worden, woraufhin die deutsche Besatzung der SS Minden das eigene Schiff in der Nähe der Färöer-Inseln versenkt habe, um es nicht in die Hände der Briten gelangen zu lassen. Wenige Wochen zuvor hatte der Zweite Weltkrieg begonnen.

So ähnlich sah die SS Minden aus – Abbildung zeigt das baugleiche Schwesterschiff SS Porta. Im Postraum der SS Minden vermuten die Schatzsucher 4 Tonnen Gold aus Dresdner Bank Beständen[/caption]

Genehmigung zur Bergung des Goldes beantragt

Die britische Firma hat bei der isländischen Regierung beantragt, ein Loch in die Außenhaut des Schiffswracks schneiden zu dürfen, um den Container mit dem Gold leichter bergen zu können. 4 Tonnen Gold seien in dem Postraum der SS Minden. Die Küstenwache Islands hatte zuvor das Schiff Seabed Constructor der Advanced Marine Services im April schon einmal gestoppt, weil eine entsprechende Genehmigung der Regierung in Island fehlte. Die Schatzsucherfirma sei gewillt, das Gold nach Großbritannien zu bringen und erwarte in den nächsten Tagen, spätestens Wochen eine Genehmigung der isländischen Behörden – ggf. mit Angaben, wem das Gold und das Wrack gehöre, was 120 Meilen südöstliche Islands  liege. Nach Auffassung der Schatzsucher gehöre es dem Finder.

Mit diesem Schiff will man das Nazi-Gold bergen, der aus Norwegen gemieteten Seabed Constructor

Dresdner Bank hat beim Laden geholfen – auch Gold?

Fest steht, dass eine Tochtergesellschaft der damaligen Dresdner Bank (aufgegangen in der heutigen Commerzbank), die Banco Germanico , beim Laden des Schiffes geholfen hat. Die SS Minden hatte am 6.September 1939 Brasilien verlassen, wenige Tage nach Kriegsausbruch. Am 1.September 1939 hatte Hitler Polen überfallen lassen und damit den 2.Weltkrieg begonnen.  Drei Wochen später, am 24.September ist das Schiff vor Island gesunken, die Besatzung wurde damals von dem britischen Schiff HMS Dunedin gerettet – soweit nicht ertrunken und zu einer britischen Basis gebracht. Kein Geringerer als Adolf Hitler habe die Versenkung des eigenen Schiffes angeordnet, damit das Gold nicht in die Hände der Briten fällt.

SS Minden 1921 gebaut

Die SS Minden wurde 1921 in der Vulcan-Werft gebaut (Hamburg/Stettin), war ein Stahlschiff mit einer Länge von 116,8 m, was 15,5 Knoten erreichen konnte. Eigentümer war damals der Norddeutsche Lloyd in Bremen. Diese Firma ist in der späteren Hapag Lloyd aufgegangen. Dort existieren aber – aufgrund der Zerstörungen im zweiten Weltkrieg – keine oder kaum noch Unterlagen zur SS Minden.

Bereits zuvor für über 60 Millionen Goldbarren aus Schiff geholt

Es wäre nicht das erste Schiff, was im zweiten Weltkrieg gesunken war und aus dem man später Goldbarren geholt hat. Legendär ist z.B. der Fall der HMS Edinburgh, welche durch ein deutsche U-Boot 1942 versenkt worden ist. In den 80er-Jahren haben Taucher dort Goldbarren im Wert von über 60 Millionen Euro herausgeholt. Zuvor waren die Taucher und die Expedition als Spinner bezeichnet worden und zahlreiche Experten waren sich einig, dass kein Gold im Schiff sein könne. Die Realität hat sie eines Besseren belehrt.