EZB: Draghi will mehr Inflation – Geldpolitik soll locker bleiben

Die Notenbanker dieser Welt haben sich Ende letzter Woche in Jackson Hole in USA getroffen, u.a. der Präsident der EZB, Mario Draghi und die Chefin der US-Notenbank FED, Janet Yellen. Draghi äußerte im Anschluss, dass die Inflation noch nicht in der richtigen Höhe sei: Die EZB habe als Ziel, die Inflation auf 2% zu bringen, – aktuell ist sie aber nur auf 1,3% (Juli 2017), – das sei zu niedrig.

Geldflutung durch EZB geht weiter

Die Flutung der Märkte mit Liquidität durch die EZB müsse also weiter gehen. Wörtlich sagte Draghi „Ein erhebliches Ausmaß an geldpolitischer Unterstützung ist immer noch gerechtfertigt“. Auch seien die Löhne zu niedrig, der Anstieg gehe zu langsam. Der Euro bewegte zum Dollar in Regionen über 1,19, was seit 2015 nicht mehr erreicht wurde.

EZB kauft für 60 Milliarden Euro im Monat Anleihen

Aktuell kauft die EZB für 60 Milliarden Euro pro Monat Anleihen am Markt auf und flutet die Märkte und Banken damit mit Liquidität. Früher hätte man dazu „Gelddrucken“ gesagt.  Die EZB sieht diese Käufe als das wichtigste Mittel der EZB, die Inflation nach oben zu bringen.  Erst für den Herbst 2017 hat die EZB angekündigt, überhaupt darüber nachzudenken, ob man das herunterfahre. Experten rechnen nicht vor 2018 mit einem Rückgang der Anleihenkäufe.

Draghi hält Trumps Erleichterungen für Banken für falsch

EZB-Präsident Draghi hält die Erleichterung, die US-Präsident Trump den Banken und Finanzmarktteilnehmern zukommen lassen möchte, für falsch. Eine zu lasche Regulierung wird erhebliche Kosten für die Bevölkerung bedeuten, die die Konsequenzen tragen müsse.Finanzielle Schieflagen seien dann vorprogrammiert. Erst vor kurzem musste der italienische Staat die älteste Bank Italiens mit Milliarden-Unterstützung retten.

Janet Yellen schwieg

Die Chefin der US-Notenbank FED, Janet Yellen äußerte sich während und nach dem Treffen nicht öffentlich zu weiteren Maßnahmen der FED in Sachen Zinspolitik, was Analysten als Zeichen dafür deuteten, dass die FED erst einmal so weitermacht wie bisher und niedrige Zinsen so belässt wie sie sind.

Goldpreis über 1300$/oz

Im Nachgang zu dem Notenbanker-Treffen in Wyoming stieg der Goldpreis auf ein Level von über 1300$/oz. Am Montagnachmittag bewegte sich in Europa der Goldkurs in Dollar auf einem Niveau von über 1310$/oz. Der Goldpreis in Euro bewegte sich auf einem Niveau von 1092€/oz.

Goldbarren zu 10 Gramm stark gefragt

Am Wochenende und am Montag wurden massiv Goldbarren zu 10g bei Anlagegold24 gekauft, sodass diese kurzzeitig aus dem Programm der orderbaren Barren genommen werden mussten.  Daneben wurden Krügerrand 1 oz Goldmünzen ebenso stark gefragt wie Känguru Goldmünzen der Perth Mint. Bei den Silberkäufern war der Spitzenreiter bei den Ordereingängen  die Silbermünze Känguru aus Australien. Rückgaben/Verkäufe waren so gut wie gar nicht zu verzeichnen, lagen unter 1% aller Aufträge. Auf steigendem Niveau ist die Nachfrage nach Anlagediamanten ab 1 Karat aufwärts. Bei den lupenreinen 3-Karätern in vernünftiger Qualität ist die Nachbeschaffung aktuell nicht ganz einfach, aber noch möglich. Wegen der hohen Wertdichte sind Diamanten insbesondere bei Anlegern, die schon über einen großen Gold- und Silbervorrat haben, sehr beliebt.

 

Auch Blackrock kauft massiv Gold – weltgrößter Vermögensverwalter

Nicht nur Zentralbanken und private Anleger setzen in diesen Tagen auf Gold als Geldanlage und kaufen Goldmünzen und Goldbarren, sondern auch der weltweit größte private Vermögensverwalter BlackRock tut dies auch.

Gold für 2 Milliarden US-Dollar

BlackRock hat alleine im zweiten Quartal 2017 seinen Goldbestand um 9,4% erhöht und besitzt nun über den SPDR Gold Trust Gold im Wert von fast 2,3 Milliarden US-Dollar. Eine Berichtspflicht in den USA legte dies nun offen. BlackRock hat per 30.6.2017 Eigentum an 18.604.275 Anteilen am SPDR Gold Trust (GLD). Damit ist BlackRock auch der größte bekannte Anteilseigner an diesem Gold-ETF. Da ein Anteil bei SPDR umgerechnet 1/10 Unze entspricht, ist BlackRock damit Eigentümer von 1.860.427 Unzen Gold. Was passieren würde, wenn BlackRock diese auch physisch ausgeliefert bekommen wollte, bleibt abzuwarten.

Fest steht auf jeden Fall, dass der weltgrößte private Vermögensverwalter das Kaufen und Halten von Gold in der jetzigen Phase offensichtlich für sehr sinnvoll hält.  Ob man dies unbedingt in der Form von ETFs, Zertifikaten oder sonstigem Papiergold als privater Anleger tun sollte, darüber kann man sicherlich geteilter Meinung sein, aber die Entscheidung für Gold ist das Wesentliche.

Private Anleger kaufen Goldbarren und Goldmünzen

In Deutschland kaufen private Anleger lieber Goldbarren und Goldmünzen. Seit Aufflammen der Korea-Krise gibt es massive Käufe vor allen Dingen von:

Indien hat sich in Sachen Gold ein Ei ins Netz gelegt

Indien hatte zum 1.7.2017 die Steuern auf Gold reformiert, aber wohl nicht alle Auswirkungen zu Ende bedacht. Aus einigen Staaten kann aufgrund eines Freihandelsabkommens verarbeitetes Gold ohne 10%ige Importsteuer nach Indien verbracht werden, was dann in Konkurrenz zu teurerem Gold in Indien tritt. Indische Raffinerien spürten Umsatzrückgänge in bemerkenswertem Ausmaß. Freihandelsabkommen bestehen u.a. mit Südkorea, Südafrika und Thailand. Aus allen diesen Staaten wurde verstärkt nach Indien exportiert.

Indien verbietet Gold-Exporte bis 22 Karat

In einer ersten Reaktion hat Indien nunmehr den Export von Goldprodukten über 22 Karat schlichtweg verboten, dies betrifft Münzen, Schmuck und Medaillen. Damit will man Gold-Kreislaufgeschäfte unterbinden, weil Händler sonst solche Goldprodukte ins Ausland verkaufen und re-importieren, ohne dann die 10% Importsteuer zu bezahlen. Importe von Südkorea hatten sich mehr als verdoppelt im Vergleich zum letzten Jahr. Glaubt man indischen Ausfuhrstatistiken, werden pro Jahr für über 5 Milliarden Dollar Goldmünzen und -Medaillen exportiert. Indien wehrt sich seit Jahren gegen starke Goldimporte, weil dies ein Problem für die Handelsbilanz des Landes ist. Zuletzt wurden Goldimporte von 4,97 Milliarden US-Dollar für den Zeitraum April 2016 bis Juli 2017 veröffentlicht, alleine im Juli diesen Jahres soll aber Gold im Wert von 2,1 Milliarden US$ importiert worden sein, was doppelt so viel war wie im letzten Jahr. Inder kaufen offensichtlich aktuell gerne Gold.

Warten auf die FED

Einige Anleger warten heute auf die Veröffentlichung von sogenannte FED-Minutes, Äußerungen nach der letzten FED-Sitzung im Juli. Deren Veröffentlichung wird für den heutigen europäischen Nachmittag erwartet. Zuletzt hatte ein FED-Vorstand aus New York (William Dudley) am Montag verlautbaren lassen, dass er sich noch eine Zinserhöhung dieses Jahr vorstellen könne.

Goldpreis in Euro um 1082 €/oz

Der Goldpreis in Euro bewegte sich am deutschen Vormittag heute um die 1082/1083 Euro/Unze, – der Goldpreis in USD lag bei 1270 $/oz. Silber notierte um die 16,69 US$, respektive 14,22 €/oz. Zurückgeführt wird der leichte Goldpreis-Rücksetzer auf die in den USA leicht angezogenen Einzelhandelsumsätze, die mit +0,6% besser als die erwarteten +0,4% waren.

 

 

Geht der Goldpreis auf 1400$ in 2017?

Für alle Edelmetalle war die letzte Woche eine gute Woche: Der Goldpreis, der Preis für Silber und auch für Platin und Palladium zogen an. Der Silberpreis hat mehrmals Anstalten gemacht, die 200-Tage-Linie nach oben zu durchbrechen und konnte in der letzten Woche um 4,9% zulegen.

Goldpreis testete bereits die 1300$-Linie

In der letzten Woche machte der Goldpreis bereits Anstalten, die 1300$/oz-Linie zu durchbrechen, es gelang ihm aber (noch) nicht. Am Montag morgen bewegte er sich um die 1279/1280 $/oz herum, respektive lag der Goldpreis in Euro im deutschen Handel bei rund 1085 €/oz.

US-Wirtschaft zieht wohl doch nicht so an – gut für Gold

In den USA war der Konsumentenpreisindex weniger stark gestiegen (0,1%) als erwartet, was dazu führen könnte, dass die US-Notenbank FED wohl doch so schnell keine Zinsen anziehen lässt. Goldkäufer dürften sich bestätigt fühlen.

Wallstreet-Profis erwarten Goldpreis-Anstieg

Eine vom kanadischen Gold-Unternehmen Kitco durchgeführte Umfrage an der Wall-Street führte zum Ergebnis, das 53% der Befragten von einem Goldpreis-Anstieg ausgingen, nur 12% sahen einen Rückgang, 35% sahen eine Seitwärtsbewegung.

VTB Capital sieht Goldpreis bei 1400$ bis Jahresende 2017

VTB Capital wird da deutlicher: Den Goldpreis sieht man in drei Monaten bei 1360$/oz, bis zum Jahresende könnte er auch 1400$/oz erreichen, – das wäre ein Vier-Jahres-Hoch für Gold. Hintergrund sind die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA, die für Nachfrage auf der ganzen Welt sorgen sollten, meint die russische Investmentbank VTB. Käufe aus China und Indien werden den Goldpreis beflügeln. Selbst wenn Gold zwischenzeitlich korrigieren sollte, dürfte dies kaum unter 1200$/oz fallen, ist sich die Bank sicher.

Goldpreis ist dieses Jahr schon um 12% gestiegen

Bei allem Auf und Ab geriete in Vergessenheit, dass der Goldpreis dieses Jahr schon um 12% gestiegen sei, – hier habe möglicherweise der Konflikt zwischen den USA und Nordkorea eine Rolle gespielt. Aktuell planen die USA zusammen mit Südkorea militärische Übungen auf See, – hier wird die Welt gespannt beobachten, inwieweit dies Nordkorea als Provokation auffasst. Beide Staatsober

Chinesen kaufen 10% mehr Goldbarren

In China hat man im ersten Halbjahr fast 10% mehr Goldbarren gekauft als noch im Vergleichs-Halbjahr 2016. Eine starke asiatische Goldnachfrage könnte damit in der Tat – unabhängig von koreanischen Ereignissen – den Goldpreis weiter steigen lassen, – zumal auch Indien deutlich mehr Gold dieses Jahr importiert hat als im Vorjahr.

Stärkste Goldmünzen-Verkäufe in der Vorwoche

In der Vorwoche wurden kundenseits fast ausschließlich Käufe von Gold vorgenommen, Rückgaben wurden so gut wir gar nicht verzeichnet. Bei den Käufen von Kunden waren folgende Anlage-Gattungen am stärksten nachgefragt:

  1. Goldmünzen Krügerrand
  2. Goldmünzen Maple Leaf
  3. Goldbarren 1  Unze
  4. Goldmünzen Känguru
  5. Goldbarren 100 Gramm

Silbermünzen-Favoriten in der Vorwoche

Bei den Silbermünzen fokussierten sich die Käufe in der Vorwoche auf die Anlagemünzen Maple Leaf, das australische Känguru in Silber und die neuen Silber-Eulen ATHEN aus Niue, die verhältnismässig oft gekauft wurden.

Publikums-Liebling: Silber-Eule aus Athen / Niue 1oz 2017

 

Goldpreis steigt kräftig, nachdem Trump Nordkorea droht

US Präsident Trump hatte die Drohung an Nordkorea kaum ausgesprochen, schon stieg der Goldpreis an den Märkten drastisch an.

US-Präsident droht mit Schlag gegen Nordkorea wie es die Welt noch nicht erlebt hat

Der US Präsident droht mit einem Schlag, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat, siehe Redeausschnitt im Video:

Trump droht mit Feuer, Wut und seiner Macht. Zuvor hatte Nordkorea den USA mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht und damit den Konflikt weiter angeheizt. Kurz zuvor wurden Berichte verbreitet, dass Nordkorea nunmehr auch Nuklear-Sprengköpfe per Raketen über diese Distanzen befördern könne.

Anleger bringen Geld in Sicherheit und kaufen Gold

Angesichts solcher Drohungen zweier eher unberechenbarer Staatsführer kaufen Anleger weltweit vermehrt Gold, was den Goldpreis nach oben schnellen ließ. Nachdem der Goldpreis gestern schon anzog, stieg er heute nochmals um über 1% auf zuletzt 1085€/oz. Vor 3 Tagen notierte der Goldpreis in Euro noch zwischen 1060€ und 1070€. Besonders gefragt waren größere Goldbarren und auch Krügerrand Goldmünzen, dicht gefolgt von Maple Leaf Goldmünzen aus Kanada.

Trump droht auch über Twitter

Damit es auch niemand übersieht, verkündet Präsident Trump die Botschaft auch noch über Twitter:

Der Goldpreis ging nach den Trump-Tweets nochmal hoch

Indien kauft doppelt so viel Gold wie im Vorjahr

Zusätzlich bekam der Goldpreis Inspiration von der starken Nachfrage in Indien. Es wurde bekannt, dass Indien auch im Juli, also NACH der Einführung einer neuen Goldbesteuerung, deutlich mehr Gold als im Vorjahr eingeführt hat. Die Importe Indiens betrugen im Juli mit 53,4 Tonnen mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, wo im Juli 22 Tonnen Gold eingeführt wurde.

Zwar beeilte man sich in Indien mitzuteilen, dass dies voraussichtlich nur verspätete Lieferungen aus Juni- oder Mai-Aufträgen seien, dennoch bleibt festzustellen, dass von Januar bis Juli 2017 mit 625,5 Tonnen Gold mehr als doppelt so viel Gold nach Indien verbracht wurde, wie im Vorjahreszeitraum. Der indischen Regierung sind die Goldimporte wegen des dadurch bestehenden Handelsbilanzdefizits ein Dorn im Auge. Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, versucht man die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass diese weniger Gold kaufen solle und mehr in das Bankensystem (Papiergeld) investiere, doch der indische Anleger strebt traditionell zum Gold.

Commerzbank sieht bei Gold Safe-Haven-Demand

Die Commerzbank sieht auch Safe-Haven-Käufe bei Gold nach den Drohgebärden zwischen Nordkorea und den USA, was auch zu dem Goldpreisanstieg über 1080 Euro pro Unze geführt habe. Anleger wollen ihre Schäfchen ins Trockene bringen.

FED lässt Zinsen unverändert – Goldpreis geht leicht hoch

Das FOMC (Federal Open Market Committee) der amerikanischen Zentralbank hat zwei Tage getagt (25.7.+26.7.2017) und ist zum Schluss gekommen, die Zinsen unverändert zu lassen. Gold ist mit Bekanntgabe des Ergebnisses aus der zweitägigen Sitzung leicht nach oben gegangen, war gegen 21 Uhr MEZ bei 1256 $/oz. Der Goldpreis in Euro bewegte sich um die 1074 €/oz.

FED Chefin Janes Yellen hatte keine Wahl: Zinsen bleiben unten – gut für Gold

Inflation kurz unter 2 %

Die Inflation sei kurz unter 2% und die Arbeitslosenrate sei leicht zurück gegangen, aber es sei noch nicht an der Zeit, die Zinsen weiter zu erhöhen. Wann dies der Fall sei, dafür wurde noch nicht einmal ein Ansatz genannt, nur vage Formulierungen a la „Wir werden die Märkte weiter beobachten und achten auf Inflation und das Ziel der Vollbeschäftigung“. Daraus könnte man den Schluss ziehen, dass so schnell erstmal keine Zinsen erhöht werden.

Kauft die FED zukünftig weniger Anleihen?

Allerdings hat die FED angekündigt, dass man bald damit beginnen werde, den Bestand an Anleihen nicht mehr in der gleichen Geschwindigkeit aufzubauen. Hier wird sich Präsident Trump also darauf gefasst machen müssen, dass die Finanzierung der USA zukünftig etwas schwieriger werden könnte. Bisher hatte die FED vor allen Dingen US-Staatsanleihen in immensen Summen aufgekauft und damit den US-Haushalt finanziert.

Was heißt das für den Goldpreis?

Geht es rein nach den Zinsen, hat man früher gesagt: Niedrige Zinsen sind gut für den Goldpreis, da dann die Anlagealternativen fehlen. Allerdings muss man auch die geopolitische Gesamtsituation betrachten: Aktuell gibt es zahlreiche Krisenherde auf der Welt, einen unberechenbaren US-Präsidenten, von dem niemand weiß, ob er die volle Amtsperiode auch im Amt verbringt und eine noch nie dagewesene Staatsverschuldung vieler westlicher Staaten. Dazu zahlreiche Probleme auch in Europa: Von unterfinanzierten Banken über verschuldete Staaten bis hin zu Austrittskandidaten aus der EU. Alle diese Probleme dürften tendenziell zur Flucht in Gold führen, sodass die meisten Analysten auch weiterhin positiv für eine Goldpreisentwicklung nach oben votieren und sich nur in der Höhe nicht einig sind.

Historisch betrachtet, war es auf lange Sicht noch nie unvernünftig, sein Vermögen durch Kauf von Gold gegen Risiken abzusichern. Dabei ist es sekundär, ob es Goldbarren oder Goldmünzen sind. Bei Anlagegold, welches so oder so kurz über dem reinen Goldpreis erworben wird, ist die Ausgestaltung sekundär. Wichtiger ist, dass man es kauft.

 

Wortlaut der Verkündigung aus dem FMOC vom 26.7.2017

Information received since the Federal Open Market Committee met in June indicates that the labor market has continued to strengthen and that economic activity has been rising moderately so far this year. Job gains have been solid, on average, since the beginning of the year, and the unemployment rate has declined. Household spending and business fixed investment have continued to expand. On a 12-month basis, overall inflation and the measure excluding food and energy prices have declined and are running below 2 percent. Market-based measures of inflation compensation remain low; survey-based measures of longer-term inflation expectations are little changed, on balance.

Consistent with its statutory mandate, the Committee seeks to foster maximum employment and price stability. The Committee continues to expect that, with gradual adjustments in the stance of monetary policy, economic activity will expand at a moderate pace, and labor market conditions will strengthen somewhat further. Inflation on a 12-month basis is expected to remain somewhat below 2 percent in the near term but to stabilize around the Committee’s 2 percent objective over the medium term. Nearterm risks to the economic outlook appear roughly balanced, but the Committee is monitoring inflation developments closely.

In view of realized and expected labor market conditions and inflation, the Committee decided to maintain the target range for the federal funds rate at 1 to 1-1/4 percent. The stance of monetary policy remains accommodative, thereby supporting some further strengthening in labor market conditions and a sustained return to 2 percent inflation.

In determining the timing and size of future adjustments to the target range for the federal funds rate, the Committee will assess realized and expected economic conditions relative to its objectives of maximum employment and 2 percent inflation. This assessment will take into account a wide range of information, including measures of labor market conditions, indicators of inflation pressures and inflation expectations, and readings on financial and international developments. The Committee will carefully monitor actual and expected inflation developments relative to its symmetric inflation goal. The Committee expects that economic conditions will evolve in a manner that will warrant gradual increases in the federal funds rate; the federal funds rate is likely to remain, for some time, below levels that are expected to prevail in the longer run. However, the actual path of the federal funds rate will depend on the economic outlook as informed by incoming data.

For the time being, the Committee is maintaining its existing policy of reinvesting principal payments from its holdings of agency debt and agency mortgage-backed securities in agency mortgage-backed securities and of rolling over maturing Treasury securities at auction. The Committee expects to begin implementing its balance sheet normalization program relatively soon, provided that the economy evolves broadly as anticipated; this program is described in the June 2017 Addendum to the Committee’s Policy Normalization Principles and Plans.

 

 

 

Jetzt Gold kaufen – August und September stehen bevor

Palisade Global hat die Goldpreis-Bewegungen in jedem Monat seit 1979 ausgewertet und ist zum Schluss gekommen, dass der Goldpreis regelmäßig im Januar, August, September und November am stärksten steigt. Mit dem nun sich dem Ende zuneigenden Juli stehen also die Monate August und September mit ihren statistisch am stärksten ausgeprägten Goldpreis-Steigerungen bevor. Gold noch im Juli zu kaufen, könnte also – statistisch betrachtet – durchaus sinnvoll sein.

Goldpreis-Anstieg auch fundamental begründet

Der mögliche Anstieg des Goldpreises in Euro in diesen Monaten ist auch fundamental begründet, da es in diesen Monaten traditionell zu starken Goldkäufen kommt:

  • Hochzeits- und Festivalkäufe in Indien, einem der stärksten Goldmärkte der Welt
  • Große Finanzkrisen an Aktienmärkten sind häufig in September und Oktober, was zu Gold-Käufen von Investoren im Vorfeld führt – um Risiken zu hedgen
  • Goldschmuck-Hersteller kaufen in diesen Monaten häufig Gold für das Weihnachtsgeschäft

Welt-Verschuldung immer größer

Die Verschuldung der Staaten dieser Welt nimmt immer größere Ausmaße an und lässt den Glauben daran sinken, dass dies jemals zurückzahlbar sein wird. Als wahrscheinlicher dürfte gelten, dass die Situation durch einen Big Bang, eine katastrophale Finanzkrise aufgelöst wird. Das Institut of International Finance (IIF) hat errechnet, dass die globale Verschuldung im ersten Quartal 2017 bereits bei 217 Trillionen US-Dollar angekommen ist. Vor Ausbruch der Finanzkrise 2008/2009 lag der Wert bei 150 Trillionen US-Dollar. Das Institut sieht GOLD als Profiteur dieser Krise – da es Stabilität verspricht und als Inflationsschutz dienen kann. 217 trillion US$ entsprechen 186 Billionen Euro, – eine unvorstellbare Größe. Darin enthalten die US-Staatsverschuldung, die mittlerweile 107,8% des Bruttoinlandprodukts beträgt.

FED-Meeting heute und morgen

Das Federal Open Market Committee (FOMC) tag in den USA heute und morgen, – am Ende des monatlich stattfindenden Meetings wird am Mittwoch die Veröffentlichung nach Sitzungsende erwartet. Aus dem sogenannten policy statement versuchen Analysten dann regelmäßig herauszulesen, wie wohl die tatsächliche Notenbankpolitik der nächsten Monate sein könnte. Wesentliche Überraschungen erwartet allerdings niemand. Die US-Notenbank FED sitzt auf aufgekauften Anleihen im Wert von ca. 3,9 Billionen Euro und kauft jeden Monat weitere hinzu. Hier darf man gespannt sein, inwieweit sich die amerikanische Notenbank auch zukünftig an der Finanzierung des Haushalts der Trump-Regierung beteiligt, indem sie einfach Geld druckt. Nie zuvor in der Geschichte Amerikas war der Bestand an Staatsanleihen in den Büchern der FED größer als heute.

Goldpreis am Dienstagmorgen

Der Preis für eine Feinunze Gold notierte am Dienstagmorgen im europäischen Handel bei 1074 Euro/Unze, respektive 1252 $/oz. Der Silberpreis oszillierte um 16,40 $/oz.

China importiert massiv Silber

Glaubt man den Angaben der chinesischen Zollbehörden, wurden im Juni 2017 alleine schon 330 Tonnen Silber nach China importiert, – dies wären 34% mehr als im Vorjahr. Im gesamten ersten Halbjahr hat China damit 1984 Tonnen Silber importiert, was einem Plus von 37% entspricht (ggü. Vorjahresperiode). Zuletzt wurde dieser Wert vor 7 Jahren erreicht.

Massive Nachfrage nach Silber-Maples

Gestern und heute wurden im deutschen Edelmetallhandel massiv Silver-Maple-Leaf-Münzen der Royal Canadian Mint gekauft. Anleger orderten gleich masterboxenweise in 500er-Packs. Bei den Goldmünzen hatte ebenfalls der goldene Maple Leaf knapp die Nase vorn vor den Krügerrand 1oz Münzen. Rückgaben von Gold und Silber wurden fast gar nicht verzeichnet, die Käuferseite überwog deutlich.

Silbermünzen wie der Maple Leaf aus Kanada waren stark gefragt

Chinesen und Russland kaufen Gold wie verrückt

Das Goldförderland Australien hat die Goldexporte nach China bekannt gegeben: Demnach wurden im ersten Quartal 2017  57,4 Tonnen Gold von Australien nach China (incl. Hong Kong) exportiert, dies ist nach 37,2 Tonnen im Vorjahresquartal eine drastische Steigerung und so viel wie in keinem Q1 der letzten 10 Jahre.

77% des australischen Goldes wird von China gekauft

Mittlerweile kaufen die Chinesen 77% der australischen Goldexporte auf. Von 75 Tonnen exportierten Goldes im ersten Quartal diesen Jahres also 57,4 Tonnen, nächstgrößerer Abnehmer der australischen Exporte ist Großbritannien mit abgeschlagenen 7 Tonnen Gold.

Australien exportiert mehr Gold als es fördert

Australien exportiert seit Jahren mehr Gold als es selber fördert, so wurden in 2016 in ganz Australien 288 Tonnen Gold gefördert, aber 329 Tonnen Gold exportiert. Dies liegt zum einen an der erfolgreichen Perth Mint, die Goldprodukte in die ganze Welt exportiert und an der starken chinesischen Goldnachfrage.

Russland kauft weiter massiv Gold

Alleine im Juni hat Russland rund 300.000 Unzen Gold zu den Staatsreserven hinzugefügt, – der grösste Teil dürfte aus eigener Goldförderung gewesen sein.

Russland hält mittlerweile 1716 Tonnen Gold über die Bank of Russia als Staatsbestand und ist damit weltweit der sechstgrößte staatliche Bestandshalter in Sachen Gold. Sollte China tatsächlich die letzten Monate keine neuen Käufe zu den bekannten 1842 Tonnen hinzu getätigt haben, ist Russland auf einem guten Wege, Chinas Bestände zu überholen. Russland hatte in den letzten Jahren pro Jahr die Goldreserven um ca. 200 Tonnen erhöht. Im ersten Halbjahr 2017 ist man nunmehr bei knapp mehr als  +100 Tonnen angelangt und damit auf einem guten Weg, die 200 Tonnen auch für 2017 zu erreichen.

Schweizer Goldexporte stark nach China und Indien

Die Schweiz hat im Juni 52 Tonnen Gold nach Hong Kong und 40 Tonnen nach China exportiert, zusammen also 92 Tonnen Gold, gefolgt von 27 Tonnen für Indien. Für China und Hong Kong bedeutet dies eine Steigerung um mehr als 40% gegenüber Vorjahr. Mittlerweile geht also nach China (incl. Hong Kong) mehr als die Hälfte der gesamten Goldexporte der Schweiz, die im Juni 161,89 Tonnen betrugen.

China und Indien bestimmen Goldpreis

Zukünftig wird also die Nachfrage aus Indien und China den Goldpreis bestimmen, das dort ein Großteil des weltweit geförderten und gehandelten Goldes landet: Entweder als Goldbarren, Goldmünzen oder Goldschmuck. Dies deckt sich auch mit den Erkenntnissen des World Gold Councils (WGC)

Gold kaufen ist in China teurer

Wegen der großen Goldnachfrage in China müssen die Investoren, die dort Goldmünzen kaufen oder Goldbarren erwerben wollen, Aufgelder auf den ansonsten international üblichen Goldpreis zahlen, weil die große Nachfrage nach physisch tatsächlich vorhandenem Gold dies rechtfertigt. Das World Gold Council hat dies für die Monate ab Januar 2015 einmal statistisch erfasst und erkannt, dass wegen der großen Nachfrage gerade in 2017 der erzielte Preis für Gold in China deutlich nach oben vom Rest der Welt abweicht:

Für Gold erzielt man in China einen höheren Goldpreis als woanders

Solche höheren Aufgelder sind auch in Deutschland in der Vergangenheit aufgetreten: Beispielsweise zum Höhepunkt der Lehman-Krise wurden auch in Deutschland für sofort lieferbare Goldbarren und sofort lieferbare Goldmünzen höhere Aufgelder verlangt, weil die Nachfrage das Angebot deutlich überschritten hatte. Aktuell können Anleger Goldmünzen in Deutschland kaufen – ohne im Vergleich zu anderen Ländern höhere Aufgelder zahlen zu müssen. Gleiches gilt für den Kauf von Goldbarren.

Aktuelle Goldpreise in Euro und Dollar

Am Freitag nachmittag bewegte sich der Goldpreis in Euro um die 1074 Euro, – der Goldkurs in Dollar überschritt die Marke von 1250 $ und lag zuletzt bei 1252,40 $/oz. Silber notierte mit 16,47 $/oz ebenfalls etwas fester.

Credit Suisse sieht Goldpreis auf über 1300$ steigen

Geht es nach der Schweizer Großbank Credit Suisse, sollte die Goldpreisentwicklung in 2017 positiv verlaufen und Gold auf über 1300 Dollar/Unze steigen.

Goldpreis steigt auf 1313 $/oz

Die Analysten der Credit Suisse sehen in der zweiten Jahreshälfte 2017 den Goldpreis auf 1313 Dollar je Unze steigen (von jetzt aktuell 1242 $/oz). Das ist etwas weniger optimistisch, als man in früheren Vorhersagen war (1388 $/oz), aber immer noch deutlich positiv für Gold.

Comex Verkäufe drückten Goldkurs im Juni

Die Credit Suisse führt den aktuell eher weicheren Goldpreis zurück auf 16 Millionen verkaufte Goldunzen an der Comex seit Juni, als die FED Zinserhöhungsmöglichkeiten für die Zukunft avisierte. Mittlerweile hätten aber Wirtschafts- und Inflationsdaten eher enttäuscht. In einer starken asiatischen Goldnachfrage (vor allen Dingen aus China) sieht man den Grund für weiter steigende Goldpreise.

Goldminen würden 3% weniger produzieren

Die Analysten sehen weniger ergiebige Goldquellen im Recycling, aber eine starke Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen in China, die Förderung aus Goldminen würde dort voraussichtlich um 3% dieses Jahr sinken. Die Goldschmucknachfrage sollte dieses Jahr – nach einem schwachen 2016 – wieder stärker werden. All das führe zu steigenden Goldpreisen.

Silberpreis geht auf 17,50$ im zweiten Halbjahr

Auch für Silber ist man optimistisch: Ausgehend von aktuellen Silberpreisen im Bereich von 16,30$/oz sieht die Schweizer Bank im zweiten Jahr einen Silberpreisanstieg auf 17,50 $/oz. Besitzer von Silbermünzen dürften sich dann über steigende Preise freuen.

Goldnachfrage steigt im In- und Ausland

Die Goldnachfrage bei deutschen Edelmetallhändlern ist nach wie vor auf hohem Niveau. Kunden kaufen auch in grösseren Mengen Goldmünzen und Goldbarren. Im benachbarten Großbritannien verzeichnen Händler ebenfalls eine deutlich gestiegene Nachfrage, ein Shopbetreiber nannte nach einem Vorjahresumsatz von 40 Millionen britischen Pfund im vergangenen Jahr das Überschreiten der Marke von 100 Millionen für dieses Jahr als wahrscheinlich. Nicht nur in Deutschland macht man sich also Sorgen um den Brexit, die EU und die Stabilität des Euros oder anderer Währungen.

 

Sprott sieht Goldpreis in 2017 Richtung 1400$ steigen – Aktien dagegen fallen

Der Vermögensverwalter Sprott, der aktuell 9,7 Milliarden Dollar Vermögen managt, sieht gute Chancen dafür, dass sich der Goldpreis bis Jahresende Richtung 1400$/oz bewegt. Sprott begründet dies mit einem voraussichtlichem Rückgang der US-Aktien.

US-Wirtschaft wird weniger stark wachsen – Goldpreis steigt

Sprott sieht die US-Wirtschaft weit weniger wachsen, als die FED oder der US-Präsident dies annehmen. Dies wird dazu führen, dass Aktienkurse zurückgehen und Geld in Goldkäufe fließt, was den Goldpreis steigen lassen wird. Seit Anfang Juni sei der Goldpreis zwar ca. 5% zurück gegangen, die kanadische Zentralbank habe kürzlich den Leitzins erstmals seit 2010 angehoben, die US-Notenbank FED und die EZB hätten auch angekündigt, Zinsen weiter anheben zu können, aber dennoch seien die Wirtschaftsdaten noch nicht so fest, dass man die Zinsen deutlich anziehen könne, ohne die Konjunktur abzuwürgen.

Die in Toronto sitzenden Experten von Sprott sehen daher gute Chancen für den Goldpreis, sich Richtung 1400 US$/oz zu bewegen. Bei gleichen Währungsparitäten entspräche dies einem Goldpreis in Euro von 1209 €/oz.

Aktuell notiert am Dienstagnachmittag Gold in Euro bei rund 1073 Euro/oz, der Goldkurs in US$ liegt  bei 1242 $/oz.

 

Bank of England sieht größere Systemrisiken als 2008

Die englische Zentralbank hat in den letzten Tagen Warnungen verlautbaren lassen, dass aktuell die Systemrisiken im Bankensystem größer als im Krisenjahr 2008 seinen. Bei simulierten Stresstests kam man zum Schluss, dass gerade im europäischen Anleihenmarkt größere systemische Risiken als in 2008 lägen, dies teilt die Bank of England in einer Notiz „Stimulating Stress Across the Financial System“ mit. Auch die britische Regulierungsbehörde „Prudential Regulation Authority“ bezeichnete es jüngst als „dünnes Eis“, auf dem sich die europäischen Finanzmarktteilnehmer aktuell bewegten – insbesondere hinsichtlich der immer noch dünnen Kapitalhinterlegung. Eigenkapitalerfordernisse werden teilweise nur durch „Rechentricks“ erreicht. Sollten die Rückgaben von Finanzmarktpapieren auch nur 1/3 höher sein als üblich, kämen viele Marktteilnehmer schon ins Straucheln.

Goldpreis wieder über der 200-Tage-Linie

Der Goldpreis bewegte sich die letzten Tage wieder nachhaltig über der 200-Tage-Linie (1229 $), aktuell mit über 1240$/oz deutlich darüber. Wenn jetzt die 100-Tage-Linie bei 1248$/oz noch nachhaltig geknackt wird, gilt das bei Chartisten als eine gute Voraussetzung für einen Bullenmarkt mit steigenden Goldkursen.

Papiergold nahezu unverändert – leichte Abgaben

Bei den Freunden von Papiergold-Investments sind aktuell nahezu keine Veränderungen bemerkbar, grössere Abgaben sind nicht auffällig. Der weltgrösste Gold-ETF, der SPDR Gold Trust wies gestern 827,07 Tonnen Gold auf, nach zuletzt 828,84 Tonnen letzte Woche. Damit ist nahezu keine Bestandsveränderung beim Stand des Goldbesitzes gegeben(./. 0,21%), aber dieser Wert stellt den niedrigsten Wert seit ca. 4 Monaten dar.

ING sieht Goldpreis auch steigen

Auch die ING Bankengruppe sieht den Goldpreis steigen, zunächst auf ein Niveau von 1300$/oz im dritten Quartal 2017, als Begründung gibt man die starke indische Goldnachfrage an. Dies werde für eine positive Goldpreisentwicklung sorgen. Experten vermuten, dass Indien dieses Jahr bis zu doppelt so viel Gold kaufen wird wie im vergangenen Jahr. Bis Anfang Juli hat man in Indien jedenfalls schon mehr Gold gekauft als im gesamten Vorjahr.

Trump scheitert erneut

US-Präsident Trump ist es trotz vollmundiger Ankündigungen nicht gelungen, die von Obama eingeführte Krankenversicherung für Millionen von Amerikanern (Obamacare) zu beenden und durch seine, wesentlich weniger umfängliche Trumpcare-Kontruktion zu ersetzen. Die Demokraten und auch ein paar Republikaner konnten sich den Trump-Vorschlägen nicht anschließen. An den Edelmetallmärkten wird dies als ein weiteres Zeichen der Instabilität der USA gewertet, was für gewöhnlich dem Goldpreis zugute kommt.

Känguru Goldmünzen gefragt

Im deutschen Edelmetallhandel waren am Dienstag die Goldmünzen des Typs Känguru der Perth Mint besonders gefragt, überdies gab es grössere Orders für Goldbarren der 1-Unzen-Klasse und 1/10 oz Krügerrand-Goldmünzen. Auf 90 Käufer von Goldbarren oder Goldmünzen kam statistisch ein Verkäufer von Gold.

 

 

 

Jetzt Gold kaufen könnte clever sein – meint die Standard Chartered Bank

Die Analysten der Großbank Standard Chartered halten die jetzigen Goldpreise für gute Kaufgelegenheiten, – jetzt Gold zu kaufen wäre attraktiv. Dies gilt auch unter Berücksichtigung dessen, dass aktuell Druck auf den Goldpreis ausgeübt wird. Langfristig sollte sich Gold jedoch nach oben bewegen.

Goldpreis geht bis Ende des Jahres hoch

Die Banker gehen davon aus, dass spätestens bis Jahresende der Goldpreis wieder anzieht und deshalb das Kaufen von Gold auf aktuellem Niveau interessant sein sollte. Die jetzige Drückung des Goldpreises sei auf das Anziehen von US-Renditen festverzinslicher Wertpapiere und die Einführung einer neuen Steuer auf Gold per 1.7.2017 in Indien zurück zu führen. Spätestens im vierten Quartal sollten sich jedoch wieder starke indische Goldkäufe auf den Goldpreis auswirken, wenn die Schmuckhändler und -hersteller in Indien Großeinkäufe tätigen. Für 2018 und 2019 rechnet die Standard Chartered Bank nicht mit beängstigenden Aktionen der US-Notenbank FED, sodass der Goldpreis anziehen sollte.

Indiens Goldnachfrage im Juli nur temporär schwach

Die Goldnachfrage in Indien, die im Juli eher schwächlich ist, sei nur temporär in dieser niedrigen Dimension aufgrund der neu eingeführten Steuer per 1.7. Indische Goldschmuckhersteller hätten Goldkäufe bereits in den Mai vorgezogen, da man im Vorfeld nicht genau wusste, welche Steuer in welcher Höhe eingeführt würde. Die Goldnachfrage in Indien wird sich jedoch wieder auf ein normal-hohes Niveau bewegen, was dann den Goldpreis wieder positiv beeinflusst. Die Analysten von Standard Chartered rechnen damit, dass der im Vorhinein gekaufte overstock in Indiens Goldlagern sich innerhalb der nächsten 3 Wochen sukzessive abbaut und dann wieder zugekauft werden müsse.

Inder kaufen ab September wieder Gold

Glaubt man einer Untersuchung des World Gold Councils, die über mehrere Jahre die Goldnachfrage in Indien untersucht haben, gibt es in der Tat in Indien starke saisonale Schwankungen der Goldnachfrage mit einem Loch im Sommer. In Indien wird traditionell zur Festivalsaison und zu Hochzeiten viel Gold gekauft. Bricht man den Mehrjahresvergleich auf die einzelnen Monate herunter, ergibt sich folgende Übersicht, die durch grün die Monate mit starker indischer Goldnachfrage kennzeichnet.

Inder kaufen in bestimmten Monaten empirisch betrachtet deutlich mehr Gold als in anderen. (Grün=starke Monate), Quelle: World Gold Council

Indische Goldminenproduktion seit Jahren rückläufig

Die Exploration von Gold aus indischen Goldminen ist seit Jahren rückläufig, sodass Indien zur Deckung der eigenen Nachfrage ständig mehr Gold importieren muss. Das am Weltmarkt zugekaufte Gold erhöht tendenziell den Goldpreis.

Die Goldminenproduktion ist in Indien seit dem Jahr 2010 rückläufig, sodass Indien zur Deckung der eigenen Nachfrage jedes Jahr Gold am Weltmarkt zukaufen muss. (Quelle: WGC)

Deutsche Anleger kaufen massiv Goldbarren und Goldmünzen

Die letzten Tage mit einem niedrigeren Goldpreis in Euro nutzten deutsche Anleger massiv zum Kaufen von Goldmünzen und zum Kauf von Goldbarren, wobei sich die beiden Produktgruppen in etwa hälftig zueinander verhielten. Bei den Goldmünzen waren die Favoriten die australische Känguru Goldmünze und der südafrikanische Krügerrand.