Streicht Russland die Steuer auf Gold?

Das russische Finanzministerium hat ein Ende der russischen Mehrwertsteuer auf Gold oder mindestens eine Reduzierung des Satzes schon seit Jahresbeginn auf der Agenda, aber jetzt scheint es seitens des Ministeriums einen neuen Anlauf zu geben, die Steuern abzuschaffen.

Regierung hat noch nicht bestätigt

Finanzminister Alexei Moiseev hatte angekündigt, die Steuern senken, bzw. abschaffen zu wollen, bis vor kurzem hatte die russische Regierung einen entsprechenden Beschluss allerdings noch nicht unterschrieben.

US-Sanktionen stören Gold-Raffinerie

Die von den USA im April verhängten Sanktionen würden auch Gold-Raffinerien in Russland hart treffen, was das Ministerium zu einem erneuten Anlauf zu einer Steuerbefreiung in Sachen Gold führte, um den Goldabsatz dann wenigstens im Inland zu beflügeln, wenn schon Geschäfte mit dem Ausland aufgrund von Sanktionen erschwert werden.

Good Delivery Status aberkannt

Störend dürfte auch wirken, dass die London Bullion Market Association (LBMA) den Good Delivery – Status einer Raffinerie in Ekaterinburg ausgesetzt hat, was den russischen Oligarchen Viktor Vekselberg kaum erfreut haben dürfte.

Tausch US-Dollar gegen Gold

Zahlreiche Banken und Geschäftsleute hätten überdies große US-Dollar Bestände und würden diese gerne in Gold umtauschen, – wenn denn die Mehrwertsteuer wegfiele. 

Russen würden vermutlich mehr Gold kaufen, als in Russland geschürft wird

Experten rechnen damit, dass russische Anleger pro Jahr mehr Gold kaufen würden, als in Russland selbst geschürft wird,  wenn denn die Mehrwertsteuer auf Gold wegfiele. Damit würde die Nachfrage auf den internationalen Goldmarkt überschwappen und vermutlich zu einem Goldpreisanstieg führen. In den vergangenen Jahren trat regelmäßig zudem die Bank of Russia als starker Goldkäufer für die eigenen Zentralbankbestände auf. 

Russland kauft tonnenweise Gold und verkauft US-Staatsanleihen

Die russische Staatsbank Bank of Russia hat ihre Goldreserven weiter ausgebaut: Im September addierte man weitere 37 Tonnen Gold zu den staatlichen Beständen, – der bislang größte monatliche Zuwachs dieses Jahr. Russlands Notenbank sitzt damit – nach eigenen Angaben – auf 2037 Tonnen Gold, alleine dieses Jahr ist dieser Bestand um fast 200 Tonnen gestiegen.

An den Währungsreserven Russlands hat Gold mittlerweile einen Anteil von über 16%.

US-Staatsanleihen werden abgebaut

Im Gegenzug zu der Verstärkung der Gold-Position hat Russland die amerikanischen Staatsanleihen verkauft und den Bestand an US-Staatsanleihen drastisch reduziert. War Russland im Jahr 2011 mit 180 Milliarden Dollar an Staatsanleihen noch einer der größten Gläubiber der USA, so hält Russland aktuell nur noch rund 14 Milliarden Dollar an Staatsanleihen, mithin weniger als ein Zehntel wie in vergangenen Jahren. Aktuell befindet sich Russland nur noch auf Platz 54 der größten Gläubiger der USA. Damit geht Russland in dieselbe Richtung wie China, die auch nunmehr im vierten Monat nacheinander den Bestand an US-Staatsanleihen reduzierten.

Mehr Gold als Bund-Anleihen gehandelt

Mittlerweile wird weltweit auch mehr Gold als BUND-Anleihen oder Dow-Jones-Aktien gehandelt, wie ein Vergleich des World Gold Councils zeigt. Das tägliche Handelsvolumen für Gold in US$ übersteigt den US-Aktienhandel und den Handel mit deutschen Staatsanleihen um ein Vielfaches:

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(Vergleich Volumen Goldhandel versus Aktien/Bund-Anleihen, Quelle: WGC)

Goldschmuck noch immer wesentlicher Absatzkanal

Der Marktanteil von Goldschmuck beim ‚Verbrauch‘ von Gold ist immer noch signifikant: Mit 47% fast die Hälfte des Gesamtmarktes, dominiert von chinesischer und indischer Goldnachfrage. Bei steigender Population in diesen Ländern und steigendem Wohlstand wird auch zukünftig mit stabiler Nachfrage nach Gold aus Asien zu rechnen sein, was hinsichtlich des Goldpreises eher für weiter steigende Notierungen spricht.

Indische Regierung will Goldmarkt lockern

Die indische Regierung hat signalisiert, die strenge Regulierung des Goldmarks in Indien, wo eine zehnprozentige Gold-Einfuhrsteuer den Goldhandel erschweren soll, zu lockern. Aktuell laufen noch Gespräche mit der indischen Goldindustrie und dem Schmuckhandel. Die starken Goldeinfuhren nach Indien führen in dem Land zu einem Handelsbilanzdefizit. Mit strengeren Gesetzen und höheren Abgaben hat man zwar den Goldimport leicht eindämmen können, aber die indische Bevölkerung glaubt weiter an die Stabilität von Gold und kauft Goldschmuck und Goldmünzen in so großen Mengen, dass weiterhin ein Handelsbilanzdefizit ensteht, weil das Gold aus dem Ausland eingeführt werden muss. 80% der indischen Goldschmuck-Exporte gehen übrigens in die Vereinigten Arabischen Emirate.

100 Tonnen Gold im August eingeführt

Alleine im August 2018 führte Indien über Importe 100 Tonnen Gold ins Land ein. Auch die Juli-Importe waren mit +23% und 75 Tonnen bemerkenswert. Das ist deshalb bemerkenswert, weil in Indien gehandeltes Gold zwischen 13 und 28% teurer ist als im Umland, was an 10% Einfuhrabgaben, 3% zusätzlichen Steuern und häufig bis zu 15% im Rupien-Wechselkurs begründet ist. Dennoch hält die Bevölkerung – besonders zur Festival-Saison – an Goldkäufen fest. In weiten Teilen Indiens ist es auch häufig so, dass bei Hochzeiten die Frau massiv Gold geschenkt bekommt, weil Gold im Falle in einer Scheidung das Einzige ist, was sie behalten darf. Daher bestehen Brautväter in traditionellen indischen Familien i.d.R. auf auskömmlichen Goldgeschenken für die Braut.

 

 

 

 

Gold war schon lange nicht mehr so preiswert – Russen kaufen tonnenweise Goldbarren

Der Goldpreis liegt im heutigen Mittagshandel bei rund 1048 Euro/Unze und damit so günstig wie seit langem nicht mehr. Der Goldkurs in US-Dollar bewegte sich um ein Niveau vom 1227 $/oz.

Russland kauft 15,5 Tonnen Gold

Glaubt man den Statistiken der russischen Zentralbank, so hat die Bank of Russia alleine im Juli Gold im Gewicht von 15,55 Tonnen dazu gekauft. Damit addieren sich die Käufe der Zentralbank Russlands dieses Jahr schon auf mehr als 105 Tonnen. Russland hält nun über seine Staatsbank 1943 Tonnen Gold.

US-Staatsanleihen abgestoßen – Gold gekauft?

Einen Teil des Goldes könnte die Bank of Russia mit dem Verkauf von US-Staatsanleihen finanziert haben, – Russland befindet sich aktuell nicht mehr unter den 30 größten Kreditgebern der USA, zu denen es lange Zeit gehörte. Zuletzt stand Russland noch auf Platz 22 der Liste. Größter Besitzer von US-Staatsanleihen ist weltweit China, die für ca. 1,2 Billionen US-Dollar Staatsanleihen besitzen. Durch massive Verkäufe könnte China so sowohl den Dollarkurs wie auch das Zinsniveau in den USA beeinflussen.

Im April verkaufte die Bank of Russia US-Staatsanleihen im Volumen von 47,5 Milliarden US$ ab, im Mai 33,8 für 33,8 Milliarden US-Dollar. Russland besitzt nunmehr nur noch US-Staatsanleihen im Volumen von 14,9 Milliarden US-Dollar – was der tiefste Stand seit 2007 ist.

Schweiz exportiert 400 Tonnen Gold nach China

Auch die Schweiz vermeldet für das erste Halbjahr Exporte von rund 400 Tonnen Gold nach China (274 Tonnen Festland, 126 Tonnen Hong Kong). Da China auch von anderen Ländern wie den USA, Australien oder Großbritannien Gold importiert, vermag man zu ermessen, wie groß der Goldhunger der chinesischen Bevölkerung ist. China hat mit seinen 400 Tonnen mehr als die Hälfte aller Schweizer Goldexporte (718 Tonnen) im ersten Halbjahr 2018 ausgemacht. Sieht man die Goldhandelsaktivitäten an der Shanghaier Goldbörse, wo 1kg Goldbarren gehandelt werden, stellt man fest, dass im ersten Halbjahr in China über 1000 Tonnen Gold gekauft worden sind. Nicht von der Staatsbank, sondern von der Bevölkerung oder institutionellen Anlegern.

Mongolei kauft auch Gold

Dagegen muten die 8,3 Tonnen Gold, die die Staatsbank der Mongolei als Zukauf vermeldet hat, gerade zu minimalistisch, zeigen aber, dass auch andere Zentralbanken auf Gold als Geldanlage setzen. Bei allen Schwankungen, denen der Goldpreis unterliegen kann.

Deutsche Anleger kaufen massiv Gold

Deutsche Anleger nutzen die niedrigen Goldkurs massiv zum Kauf, die Nachfrage ging von ohnehin schon starkem Niveau in einzelnen Gattungen teilweise mehr als 50% nach oben. Besonders gefragt waren Krügerrand Goldmünzen aus Südafrika und Känguru Goldmünzen aus Australien. Bei den Silbermünzen gingen massive Bestellungen für die neuen Krügerrand Silbermünzen 2018 ein, zudem massive Orders für das australische Silber-Känguru.

 

Russland kauft 600.000 Goldunzen – Trump erhöht die Verschuldung um 6%

Russland hat nach Berichten aus Moskau den staatlichen Goldbestand bei der Bank of Russia im Mai um 600.000 Unzen erhöht, damit verfolgt Russland weiterhin die Politik, den Goldanteil der Staatsreserven zu erhöhen, um den Rubel zu stützen. Da das Gold nahezu vollständig aus russischer Eigenproduktion stammt und ohne internationale Zwischenhändler in den Bestand der Bank of Russia gewandert ist, lässt sich die Zunahme von außen nur schwer überprüfen. Experten gehen allerdings davon aus, dass die Eigenangabe der Bank of Russia, der russischen Zentralbank stimmen, da das in Russland aus der Erde geförderte Gold in der Menge auch nicht am Weltmarkt aufgetaucht ist. Nach Angaben der russischen Notenbank besitzt Russland nun einen Goldschatz im Umfang von 62 Millionen Feinunzen Gold.

US Präsident Trump verschuldet sich immer mehr

Während Russland versucht, die Währung durch Aufbau eines Goldbestands zu stützen, geht US-Präsident Trump den Weg, die Verschuldung der USA deutlich zu erhöhen. Alleine in den letzten 18 Monaten hat er die Staatsverschuldung um gigantische 6% erhöht. Die Verschuldung der USA liegt nunmehr bei 21,1 Billionen Dollar. Als Trump die Präsidentschaft von Obama übernahm, waren die USA mit 19,9 Billionen Dollar verschuldet.

Russland wirft US-Staatsanleihen auf den Markt

Russland hat im April die Hälfte der US-Staatsanleihen, die Russland im Bestand hatte, auf den Markt geworfen, – vermutlich, um den USA zu schaden. Krieg ganz ohne Schusswaffen. Nur über die Börse. Russland habe zuletzt alleine US-Anleihen im Volumen von 47 Milliarden US-Dollar auf den Markt geworfen und im Gegenzug verstärkt Gold gekauft.

UBS empfiehlt Gold bei Preisen unter 1300$ zum Kauf

Die Schweizer UBS empfiehlt das Kaufen von Gold, wenn das Goldpreis-Level bei 1300$ oder tiefer ist. Am Freitag Mittag notierte Gold im europäischen Handel bei 1268 $/oz, respekte bewegte sich der Goldpreis in Euro um eine Niveau von 1090 Euro/oz. Damit wäre laut UBS ein Kaufsignal gegeben. Joni Teves, Edelmetallstrategin im Schweizer Bankhaus sieht nur wenig Abflüsse aus Goldfonds und vertritt die Auffassung, dass Zinserhöhungen der FED in den USA bereits im Goldpreis eingepreist sind. In den USA hätte es überdies zahlreiche Leerverkäufe von Gold gegeben, die man später eindecken müsste, was zu Goldpreissteigerungen führe.

Deutsche Anleger nutzen gesunkenes Niveau zum Gold kaufen

Deutsche Investoren nutzten am Freitag Vormittag das gesunkene Goldpreis-Niveau, um neue Positionen aufzubauen und Gold zu reduzierten Preisen einzusammeln. Besonders stark war die Nachfrage nach 1-Unzen Maple Leaf Goldmünzen und nach Goldbarren, hier vor allen Dingen die neuen Heraeus-Sommer-Goldbarren. Bei den Silberunzen lag der Nachfrageschwerpunkt auf den australischen Känguru-Silberunzen.

 

Neue Goldpreis-Prognose: 1450-1500 US$ in den nächsten 12 Monaten

Der Verwalter des Old Mutual Gold & Silver Funds, Ned Naylor-Leyland hat eine Prognose für die Entwicklung des Goldpreises abgegeben. Er persönlich glaubt, dass der Goldpreis die nächsten 12 Monate Richtung 1450 bis 1500 Dollar gehen könnte, wenn die US-Notenbank FED dieses Jahr z.B. nur zwei statt befürchteter drei Zinserhöhungen vornehme.

Niedrige Realzinsen stützen Goldpreis

Die Realzinsen seien trotz Zinserhöhung immer noch sehr niedrig und würden einen Goldpreisanstieg unterstützen. Aufgrund geopolitischer Krisen könnte auch der Aktienmarkt eine Flaute erleben. Aktuell würde sich der Goldmarkt in einem Bullenmarkt, d.h. in einer Aufwärtsbewegung befinden. Die von ihm genannten Ziele orientierten sich an historischen Kurszuwächsen in ähnlichen Situationen.

Goldpreis müsste inflationsbereinigt höher sein

Naylor-Leyland gibt an, dass der Goldpreis langfristig inflationsbereinigt viel höher steigen müsste. Gold hätte im Januar 1980 inflationsbedingt kurzzeitig bei 850 $/oz gestanden. Nach Berechnungen des Bureau of Labor Statistics müsste der Goldpreis inflationsbereinigt heute dann bei 2726 Dollar/Unze stehen, – der aktuelle Goldpreis hat also viel Potential nach oben. Der aktuelle Goldpreis am Montagmorgen betrug zu Wochenbeginn 1329 $/oz, was einem Goldpreis in Euro von 1086 €/oz entspricht.

Russland hat kein Gold mehr in den USA

Russland hat am Wochenende bekannt gegeben, dass es nunmehr kein Gold mehr in den USA verwahre, früher dort verwahrtes Gold sei abgezogen worden, bestätigte Anatoly Aksakov, zuständiges Mitglied der Duma. Per 1.4.2018 besitzt Russland physisches Gold im Gewicht von 1890,9 Tonnen. Zuletzt seien 300.000 Goldunzen dem Staatsgold zugeführt worden.

Damit habe Russland den Anteil von Gold in den staatseigenen Reserven von 2014 bis 2018 auf 15% gesteigert (von 7,8%). Russland betrachtet sich als zur Zeit größter staatlicher Goldkäufer und drittgrößter Produzent von Gold. Russland ist aktuell sechstgrößter Goldbestandshalter der Welt – unter den staatlichen Besitzern und hat seit dem Jahr 2000 seinen Bestand um 500% gesteigert.

 

 

China kauft mehr Gold von Russland

China besinnt sich auf seine alten Freunde und kauft aktuell mehr Gold von Russland als im Jahr zuvor. Das in Russland geförderte Gold verbleibt zum größten Teil in den Bilanzen der Bank of Russia, aber ein Teil wird auch über die russische Sberbank (und deren Schweizer Dependance) nach Indien und China verkauft.

3x soviel Gold in 2018 wie in 2017 nach China verkauft

Die Sberbank habe, so verlautete am Börsenplatz Zürich, in 2018 bereits 14 Tonnen Gold nach China verkauft, dies ist fast dreimal so viel wie im Gesamtjahr 2017 (5 Tonnen). Die Sberbank ist zudem auch im Goldhandel mit Indien aktiv tätig.

Bank of Russia will Goldhandel in Moskau erhöhen

Die Bank of Russia und die Sberbank wollen beide den Goldhandel an der Moskauer Börse ausbauen, bisher handelt die Zentralbank dort nur überschaubare Mengen, was ausgebaut werden soll.

 

Goldnachfrage scheint auch 2018 in China groß zu sein

China hat im Jahr 2017 alleine schon Gold in Form von Goldschmuck im Gewicht von 646 Tonnen nachgefragt, was 3% mehr als im Jahr zuvor war. Auch die Goldbarren- und Goldmünzenkäufer in China kaufen massiv Gold: Alleine in 2017 waren es 306 Tonnen, was einem Plus zum Vorjahr von 8% entspricht.

China hat Indien um Längen überholt

Der Wohlstand in China hat dazu geführt, dass auch die Goldnachfrage Chinas weit größer als die in Indien ist, die lange Zeit als weltweit führend galt. In 2017 wurden aber in Indien nur 162 Tonnen Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen nachgefragt, annähernd halb so viel wie in China.

Chinas Goldhändler sind zuversichtlich – +6%

Befragt man die Goldhändler in China, so hört man allenorten, dass die Nachfrage dieses Jahr mindestens so groß sei wie letztes Jahr, wenn nicht mehr. Genaue Zahlen werden noch nicht nach außen gegeben, aber der Nachfragezug aus China scheint weiter zu fahren.  Die Zuversicht nehmen die Goldhändler auch daraus, dass Anlagealternativen in China fehlen: Die Regierung habe in zahlreichen chinesischen Städten den Immobilienkauf mittlerweile streng reglementiert, bzw. sogar eingeschränkt und der chinesische Aktienmarkt ist für viele Investoren mangels Kursanstiegen nicht so interessant, also wird Gold gekauft. Das Beratungsunternehmen Metals Focus erwartet in 2018 eine Steigerung der Goldnachfrage in China um 6%.

Ungarn holt auch Gold zurück

Ähnlich wie Österreich und Deutschland holt nun auch Ungarn Gold aus Staatsbeständen, welches im Ausland gelagert ist, ins Inland zurück. Ungarns Bestände sind allerdings deutlich übersichtlicher als die deutschen Goldreserven. Ungarn hat zunächst angekündigt, rund 3000 Kilogramm Gold aus Londoner Tresoren ins Land zurück zu holen. Zu Beginn der 70er Jahre hatte Ungarn noch Goldreserven im Volumen von 65-70 Tonnen, – Ende der 80er hatte man beschlossen, das Gold größtenteils zu verkaufen. Nunmehr hat man noch rund 3 Tonnen Gold in Londoner Tresoren und die holt man zurück.

Russland fördert etwas mehr Gold

Russlands Goldminen haben im letzten Jahr rund 271 Tonnen Gold gefördert. Insgesamt habe man Gold im Volumen von 317,7 Tonnen produziert, was aber das Gold-Recycling und die Goldgewinnung als Nebenprodukt aus anderen Minen mit einschließt, gab die Goldminenvereinigung bekannt. Stimmen die Zahlen, wären 271 Tonnen 7% mehr als ein Jahr zuvor. Dieses Jahr rechne man mit 285 Tonnen, was einem Plus von 5% entsprechen würde. Ein Großteil des in Russland geförderten Goldes wandert traditionell in die Staatsbestände der Bank of Russia. Der in den USA betriebene Dienst U.S. Geological Survey sieht die Goldförderung in Russland in 2017 eher niedriger bei nur 255 Tonnen Gold. Die Wahrheit liegt vermutlich zwischen diesen Zahlen.

Maplegram 2018 frisch eingetroffen

Aus Kanada kamen neben einigen Sammlermünzen auch wieder frische Maplegram – Sets 2018, die 25 einzelne 1-Gramm-Goldmünzen beinhalten. Das Gros der Goldmünzen-Nachfrage bezog sich heute auf Maple Leaf Gold und Gold-Kängurus.

Bei Sammlern und Investoren begehrt: Maplegram mit 25 einzelnen 1-Gramm-Goldmünzen

Russland rettet mit 800 Millionen Euro eine Bank und Trumps Wirtschaftsberater geht – GET GOLD?

Die Zeiten werden nicht ruhiger. Gestern Abend wurde bekannt, dass die russische Zentralbank eine wankende Bank mit 809 Millionen Euro unterstützen muss. Die B&N Bank soll zudem mit der ebenfalls wankenden Großbank Otkritie fusionieren. Diese hatte die Bank of Russia zuvor bereits mit insgesamt über 14 Milliarden Euro (!) gestützt, um einen Zusammenbruch zu vermeiden.

Russlands Banken leiden unter Sanktionen im Ukraine-Konflikt

Russland will es nur ungern offen einräumen, aber die russischen Großbanken leiden unter den Sanktionen, die wegen des Ukraine-Konflikts ausgesprochen worden sind. Diese haben die Konjunktur in Russland abkühlen lassen, was zu massiven Kreditausfällen führte.

In den USA verlässt der Wirtschafts-Chefberater das Weiße Haus

Nun hat hat auch Gary Cohn, bis dato Chef-Wirtschaftsberater im Weißen Haus die Zusammenarbeit mit Donald Trump aufgekündigt. Er verlässt das Weiße Haus. Cohn, vormals Investmentbanker hatte Präsident Trump dringend davon abgeraten, Zöller auf europäische Produkte wie Stahl einzuführen. Dem Vernehmen nach will sich Trump aber nicht davon abbringen lassen und erwägt sogar einen Einfuhrzoll in Höhe von 25% auf europäische Autos einzuführen. Eine solche Politik wollte Gary Cohn offenbar nicht mittragen und reiht sich daher in den Reigen derer ein, die nicht mehr bereit sind, mit US Präsident Trump zusammen zu arbeiten. Nach außen hin hat er sich höflich verabschiedet und für die großartige Gelegenheit gedankt, Mitglied der Regierungsmannschaft gewesen sein zu dürfen.

UBS sieht das als Chance für Gold

Dominic Schnider, bei der UBS für Edelmetalle zuständig (Wealth Management CIO Office Head, Commodities and APAC) sieht das als Chance für GOLD. Sollte sich Trump tatsächlich bei den Zöllen durchsetzen und eine Art Handelskrieg mit anderen Staaten beginnen, die sich dann gegenseitig mit Zöllen belegen, werde die Wirtschaft leiden, die Industriemetalle werden fallen und Gold werde steigen. Ähnlich äußerte sich auch in einem Bloomberg-Interview (englisch). Gold sei bisher schon recht stabil gewesen, stelle einen wesentlichen Faktor im Portfolio dar. Im Falle von Zöllen etc. werde Gold steigen.

Goldman Sachs sieht auch steigende Goldpreise

Auch Goldman Sachs sieht steigende Goldpreise, wenn die avisierte Zölle auf Stahl und Aluminium sich tatsächlich durchsetzen. Solche Zölle könnten auch zu massiven Verkäufen von US Staatsanleihen und US-Wertpapieren überhaupt führen, was dann den Goldpreis antreibe. Dies sei mit ein Grund für eine positive Einschätzung der zukünftigen Goldpreisentwicklung.

FED-Direktorin sieht nur moderate Zinssteigerungen dieses Jahr

In der Nacht zum heutigen Mittwoch hat Lael Brainard, Direktorin bei der US-Notenbank FED, dieses Jahr nur ein Potential für mäßige Zinserhöhungen gesehen. Die Steuersenkungen in den USA würden das Wachstum in den USA dieses und nächstes Jahr um je 0,5% erhöhen, die Inflation würde gedämpft bleiben. Dies würde nur Spielraum für moderate Zinserhöhungen geben, auf deren Anzahl sie sich auf Nachfrage nicht festlegen wollte. Brainard hatte sich in der Vergangenheit sogar gegen die moderaten Zinserhöhungen der früheren FED-Chefin Janet Yellen ausgesprochen. Was immer die USA auch zukünftig mit ihren Zinsen machen: Nach großen Erhöhungen sieht es nicht aus und dafür hat auch der US-Staatshaushalt in Sachen Kreditfinanzierung gar keine Spielräume.

Silber-Gold-Ratio mit 72 zu hoch

Das renommierte Silver Institute in den USA ist der Auffassung das das Verhältnis Silber zu Gold mit 72 zu 1 zu hoch sei und darin eine deutliche Chance für den Silberpreis liege. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Verhältnis wieder auf den langfristigen Durchschnitt von 64 zu 1 komme, sei groß. Dies werde nicht durch einen Rückgang beim Goldpreis geschehen, sondern werde durch einen Kursanstieg beim Silberpreis verwirklicht. Dies sei nicht nur Wunschdenken, sondern werde auch an Fakten und bereits beginnenden Entwicklungen festgemacht. So werden die Silber-Investments in ETPs (Exchange-traded-products) in 2018 voraussichtlich ca. 3% steigen, – diese hätten in 2017 bereits ein Rekordniveau von 670 Millionen Unzen erreicht.

Die Silberminenproduktion weltweit sei in 2016 das erste Mal um 1% gefallen, nach 14 Jahren des Anstiegs. In 2017 wird der Minenoutput auf etwa 870 Millionen Unzen geschätzt, was die Tendenz fortsetzen würde.

Die Schmucknachfrage wird nach den ersten Schätzungen für 2018 um rund 4% zulegen. Da 20% der weltweiten Silbernachfrage auf den Schmucksektor entfallen, sei auch dies wesentlich.

Deutsche Anleger setzen vor allen Dingen auf Silbermünzen statt Silberbarren

Da der Kauf von reinen Silberbarren in Deutschland i.d.R. mit 19% Mehrwertsteuer belastet ist, setzen deutsche Anleger vor allen Dingen auf die steuerliche günstigeren Silber-Anlagemünzen, bei denen der Händler nur auf die Differenz zwischen seinem Einkaufs- und seinem Verkaufspreis eine Margensteuer abführt und damit die sogenannte Differenzbesteuerung nutzt.

Mit am häufigsten investieren deutsche Anleger dabei in die australische Silbermünze Känguru, die aus 31,1 Gramm reinem Silber (999,9/1000) besteht und von Anlegern häufig in Mengen von 250 oder einem Vielfachen bestellt wird, da dies die Verpackungseinheit für sogenannte Masterboxen ist. Ebenso beliebt sind Masterboxen Maple Leaf, die es für jeweils 500 Silbermünzen gibt.

Bei Anlegern beliebt: Masterbox mit 250x Känguru Silbermünzen mit je 31,1 Gramm Feinsilber

Russland hat wieder Gold gekauft – jetzt mehr Gold als China im Bestand

Ob Putin eine Flasche Krim-Sekt geöffnet hat, ist nicht bekannt, aber Russland hat mit seinen im Januar erfolgten Goldkäufen mittlerweile China vom Platz 5 der weltweit grössten Goldbestandshalter verdrängt. Russland steht jetzt auf Platz 5 der größten Gold-Zentralbankbestände und China ist auf Platz 6 abgerutscht.

Wer hat die meisten Goldbarren?

Die Hitliste der größten Goldbestandshalter wird nach wie vor von den USA und Deutschland angeführt:

  1. USA mit 8.133,5 Tonnen Gold
  2. Deutschland mit 3.373,6 Tonnen Gold
  3. Italien mit 2.451,8 Tonnen Gold
  4. Frankreich mit 2.436,0 Tonnen Gold
  5. Russland mit 1.857,0 Tonnen Gold
  6. China mit 1.838,80 Tonnen Gold
  7. Schweiz mit 1.040,0 Tonnen Gold
  8. Japan mit 765,2 Tonnen Gold
  9. Niederlande mit 612,5 Tonnen Gold
  10. Türkei mit 564,8 Tonnen Gold

Einschränkungen zur Gold-Hitliste

  • Skeptiker äußern Zweifel, ob vor allen Dingen die US-Goldbestände überhaupt noch da sind. Diese sind seit Jahrzehnten nicht mehr voll aufgenommen worden, neutrale Kontrollen werden nicht zugelassen
  • Marktteilnehmer bezweifeln, ob Chinas Zahlen stimmen, möglicherweise hat der Staat heimlich größere Goldbestände aufgebaut und publiziert dies nicht, um noch weiter kaufen zu können, – ohne Kurse anzutreiben

Russland kaufte 19,7 Tonnen Gold im Januar

Russland hat seine Goldreserven im Januar um 19,7 Tonnen erhöht. China hingegen hat seit Oktober 2016 angeblich kein Gramm Gold den eigenen Staatsreserven hinzugefügt, was Marktteilnehmer bezweifeln. Da die Bank of Russia im Wesentlichen das Gold aus eigener heimischer Förderung kauft und den Staatsreserven zuführt, könnte es ein langer Weg für Russland werden, auch Frankreich, Italien oder gar Deutschland beim Besitz von Gold zu überrunden.

Gold gibt eigener Währung Stabilität und Unabhängigkeit

China hat es in der Vergangenheit offiziell erklärt: Man möchte Chinas Währung zu einer Weltwährung machen und sich von der Weltherrschaft des US-Dollars unabhängig machen, daher hat man auch große Mengen Gold gekauft, um die Glaubwürdigkeit der eigenen Währung zu erhöhen. Aus diplomatischen Kreisen in China ist zu hören, dass China sich entschlossen habe, den Goldbestand des Landes nur noch im Abstand von mehreren Jahren der Öffentlichkeit Preis zu geben, was die Nichtveröffentlichung von Zukäufen in den letzten 15 Monaten erklären würde.

 

 

Weltgoldbestände: Russland und Türkei haben dazugekauft

Das World Gold Council (WGC) hat in seiner Dezemberstatistik die weltweit größten staatlichen Goldbestände aufgelistet, auf den ersten 12 Plätzen stehen dabei:

  1. USA 8.133,5 Tonnen Gold
  2. Deutschland 3.373,6 Tonnen Gold
  3. IWF 2.814,0 Tonnen Gold
  4. Italien 2.451,8 Tonnen Gold
  5. Frankreich 2.435,9 Tonnen Gold
  6. China 1.842,6 Tonnen Gold
  7. Russland 1.801,2 Tonnen Gold
  8. Schweiz 1.040,0 Tonnen Gold
  9. Japan 765,2 Tonnen Gold
  10. Niederlande 612,5 Tonnen Gold
  11. Indien 557,8 Tonnen Gold
  12. Türkei 525,8 Tonnen Gold

Russland und Türkei kaufen Gold

Bemerkenswert ist dabei der Bestand von Russland, die 22,3 Tonnen zugelegt haben, nur noch getoppt von der Türkei, die 30,2 Tonnen Gold gekauft hat.

Insgesamt besitzen die Zentralbanken der World Gold Council Aufstellung zum Erhebungszeitpunkt 33.604 Tonnen Gold.

Goldbestände der Zentralbanken gem. World Gold Council (12.2017)

Goldpreis in Euro unter 1070

Der Goldpreis in Euro fiel am Donnerstagnachmittag unter die Marke von 1070, notierte am Abend bei 1062,57 Euro/oz. Als Hintergrund für den Goldpreis-Rücksetzer wurde die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktzahlen genannt. Dort wurden 2.000 (!) weniger Neu-Arbeitslose gezählt, nämlich 236.000 sogenannte jobless people. Auch die Anzahl der Gesamtarbeitslosen habe in den USA um 52.000 abgenommen, woraus Analysten glauben, ein Anziehen der Konjunktur ablesen zu können.

Schuldenobergrenze: Frist läuft Freitag ab

Die Freude über die Steuerreform von Präsident Trump konnte nur kurz die tatsächlich vorhandenen Sorgen überdecken: Am Freitag läuft die Übergangsfinanzierung des US-Staatshaushaltes aus. Die Schuldenobergrenze ist erreicht. Beschliesst der US-Kongress nicht z.B. eine neue Brückenfinanzierung oder eine neuerliche Anhebung der Schuldenobergrenze, müssen nach Freitagnacht Teile des Staatsbetriebs geschlossen werden.

Passiert bis Freitag, Mitternacht amerikanischer Zeit nichts, greift die US-Schuldenobergrenze wieder, darf auch das US-Schatzamt keine neuen Schuldtitel mehr ausgeben. Möglicherweise will man weiter im Krisenmodus mit Überbrückungsfinanzierungen arbeiten, aber auch dann werden die USA spätestens im März oder April zahlungsunfähig. Der Kongress muss sich also etwas einfallen lassen.

Käufer nutzen niedrige Kurse zum Gold kaufen

Deutsche Anleger nutzten heute intensiv die Möglichkeit, Standard-Goldunzen wie den Krügerrand, den Maple Leaf oder auch das Känguru zu Preisen unter 1100 Euro zu kaufen. Bei den Silbermünzen war das Silber-Känguru der Perth Mint mit Preisen von kurz über 16 Euro am begehrtesten. Anleger orderten häufig gleich masterboxenweise (in 250er-Stückelungen).

Bild: Bundesbank