FED-Minutes, Zinserhöhung in der Türkei und Goldpreis-Ausbruch

Gestern wurde das Protokoll der letzten FED-Sitzung veröffentlicht, die sogenannten FED-minutes, – die wiedergeben, was bei der letzten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses am 1. und 2.Mai besprochen wurde. Die US Notenbank FED hatte Anfang Mai den Leitzins in den USA bei 1,5 bis 1,75% belassen. Aus den Notizen der Gespräche ging jedoch jetzt hervor, dass man damit rechne, die Zinsen Mitte Juni ggf. zu erhöhen. Zwischen den Mitgliedern der FED war jedoch auch Anfang Mai keine Einigkeit zu erzielen, wie oft man im Jahr 2018 die Zinsen erhöhen solle.

Zwar sei die Inflation in den USA mit Werten über zwei Prozent (2,5) jetzt im Zielkanal, aber noch könne man nicht davon ausgehen, dass die Inflation stabil bleibe. Den FED-Mitgliedern war überdies der Abstand zwischen den Zinsen für kurze und lange Kreditlaufzeiten noch zu gering. Nach Bekanntwerden der FED-Minutes stieg der Goldpreis weiter an, der bereits im Vorfeld fest notierte.

Goldpreis wieder über 1300$/oz

Nach Bekanntgabe der FED-Minutes stieg der Goldpreis am Donnerstag im europäischen Handel auf über 1300 $/oz an, notierte am Nachmittag bei 1305 $/oz. Der Goldpreis in Euro bewegte sich sogar über 1110 €/oz, notierte zuletzt bei 1113 $/oz.

Trump sagte Treffen mit Nordkorea ab – Gold steigt

Auf seiner Reise nach oben wurde der Goldpreis auch von der Nachricht gestützt, dass US-Präsident Trump einen Gipfel mit Nordkorea abgesagt hat. Eigentlich wollte sich Trump am 12.Juni mit der politischen Führung Nordkoreas treffen, was abgesagt wurde.

Türkei hebt Zinsen an, um Verfall der Lira zu stoppen

In der Türkei wurden gestern außerplanmäßig die Zinsen deutlich erhöht, um den Verfall der Lira gegenüber dem Dollar und dem Euro zu stoppen. In der Türkei wurde der sogenannte Spätausleihsatz von 13,5% auf 16,5% erhöht, andere Sätze wie der Übernachtsatz (9,25%) oder der Satz für einwöchige Ausleihungen (8%) blieben unverändert hoch. Den weiteren Verfall der türkischen Lira konnte man zumindestens kurzfristig stoppen – man darf gespannt sein, was auf der nächsten planmäßigen Sitzung der Zentralbank am 7.Juni beschlossen wird. Staatspräsident Erdogan, der die Unabhängigkeit der Zentralbank abschaffen möchte, hatte sich in der Vergangenheit mehrmals für niedrigere Zinsen ausgesprochen. Für einen Dollar musste man gestern abend 4,60 Lira bezahlen, – vor der Zinserhöhung waren es noch 4,92. Die türkische Lire hat seit Jahresbeginn auch zum Euro in etwa 25% ihres Wertes verloren, was für deutsche Urlauber in der Türkei von Vorteil ist, für die türkische Wirtschaft aber ein Problem darstellt.

Charttechnik: Goldpreis Richtung 1360$

Nachdem der Goldpreis den kleinen Rücksetzer unter die 1300$-Linie schnell überstanden hat und nunmehr wieder fest darüber notiert, ist der Weg Richtung 1360$ als erstes Ziel wieder frei. Die untere Begrenzungslinie bei 1288$/oz hat im Chart gehalten, was für das Anstiegspotential spricht.

Heutige Favoriten bei den Goldkäufern

Bei den Investoren, die heute Gold kauften, stand vor allen Dingen der Maple Leaf und der Krügerrand im Fokus. Bei Sammlern war das limitierte Krügerrand Prestige Set 2018 und der kanadische Wolf in Silber  auf der Umsatzrenner-Liste. Viele Besteller nutzen die Gelegenheit, aufgeldfrei die neue deutsche 20-Euro-Silbermünze Rostock hinzu zu bestellen.

 

 

 

 

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Türkische Lira fällt auf Rekord-Tief gegen Dollar – Gold profitiert

US-Präsident Trump hat im Moment gut lachen: Die türkische Währung Lira ist aktuell gegen den US-Dollar auf ein neues Tief gefallen. Alleine in den letzten Tagen ist die Währung um 5% gefallen, was die türkische Zentralbank unter Druck setzen könnte, noch vor der planmässig nächsten Sitzung am 7.Juni die Zinsen drastisch zu erhöhen. Präsident Erdogan steht im Vorfeld wichtiger Wahlen im nächsten Monat allerdings einer Zinserhöhung eher skeptisch gegenüber, weil sie zwar die Währung stützen könnte, aber gleichzeitig das Wirtschaftswachstum lähmen würde, weil Kredite teurer werden.

Seit Jahresbeginn ist die türkische Lira gegenüber dem US-Dollar um rund 20% gefallen.

NZZ: Türkei ist am Beginn einer Insolvenz

In der Schweizer Zeitung NZZ macht der Makroökonom Russell Napier darauf aufmerksam, dass die Türkei bereits am Anfang einer Insolvenz stehe. Die Telekom Holding Otas und das Dogus-Konglomerat hätten bereits Probleme, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Im Interview in der NZZ sieht der Wissenschaftler auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Türkei Kapitalverkehrskontrollen einführen müsse.

Massive Goldkäufe gestern und heute

Gestern und heute kam es zu massiven Goldkäufen durch deutsche Anleger, aber auch international. Der Goldpreis in Euro stieg am Goldmarkt teilweise schon bis 1108 €/oz am Mittwoch Mittag an, ging dann leicht auf 1101 €/oz zurück, was aber immer noch rund 4 € höher als am Vortag ist. Der Goldpreis in US-Dollar bewegte sich am Mittwoch nachmittag bei 1289 $/oz.

Zinserhöhungen der FED schon eingepreist

Der Markt geht davon aus, dass die FED dieses Jahr noch zweimal die Zinsen in den USA erhöhen wird, – insoweit sind auch von zukünftigen FED-Sitzungen oder den FED-Minutes keine sensationellen Neuigkeiten zu erwarten. Die kommenden Zinserhöhungen gelten als bereits eingepreist im Preis für die Feinunze Gold. Steigen die Zinsen in den USA, aber die real nach Inflation vereinnahmten Zinsen bleiben mickrig, dürfte Gold weiter im Focus der Anleger stehen.

Deutsche Anleger kaufen Krügerrand und Goldbarren

Das Hauptaugenmerk deutscher Anleger bei physischen Goldkäufen liegt aktuell auf den Goldmünzen Krügerrand und Goldbarren von 100 Gramm bis 250 Gramm. Meist nachgefragte Silbermünze ist aktuell das Känguru aus Australien.

 

 

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Türkei importiert dreimal soviel Gold wie ein Jahr zuvor – man will die Währung festigen

Die Türkei hat im abgelaufenen Jahr 2017 dreimal soviel Gold importiert, wie ein Jahr zuvor: Statt 106 Tonnen Gold im Jahr 2016 hat man 361 Tonnen Gold im Jahr 2017 importiert.

Zentralbank der Türkei kauft tonnenweise Gold

Doch wohin geht das ganze Gold? Nachgewiesen sind alleine schon 86 Tonnen Gold, welches die türkische Zentralbank selber ihren Beständen in 2017 zugeführt hat. Um soviel ist der Goldbestand in der Bilanz der Zentralbank in den letzten sieben Monaten des Jahres 2017 gestiegen. Auch zu Beginn des Jahres 2018 hat die türkische Zentralbank rund 30 Tonnen neues Gold gekauft und dürfte jetzt annähernd auf 600 Tonnen Gold sitzen.

Damit ist die türkische Zentralbank nicht alleine, auch Russland hat im Jahr 2017 kräftig Gold gekauft, die Zentralbank stockte ihre Bestände um 224 Tonnen Gold auf.

Türken kaufen Anlagegold

Die türkische Bevölkerung kauft traditionell gerne Gold als Wertanlage. Im Jahr 2017 wurden alleine 38 Tonnen Anlagegold in der Türkei abgesetzt, – nach 22 Tonnen im Jahr 2016.

LBMA entzieht russischem Marktteilnehmer Zertifizierung

Die in London ansässige LBMA (London Bullion Market Association), die den LBMA Standard bei Goldbarren-Herstellern überwacht, hat einem russischem Mitglied aufgrund von Problemen mit dem Eigentümer die Zertifizierung entzogen: Die in Russland ansässige „Ekaterinburg Non-ferrous-Metals Processing Plant“ wurde von der LBMA-Good-Delivery-List suspendiert.

Die Raffinerie gehört zu der in Moskau ansässigen Renova Group, dessen Hauptaktionär der Milliardär Viktor Vekselberg ist.

Goldbarren und Silberbarren von LBMA-zertifizierten Herstellern werden weltweit bevorzugt gehandelt, eine LBMA-Zertifizierung eines Barrenherstellers gilt als Qualitätsmerkmal. Hersteller wie Umicore oder Argor-Heraeus verfügen über eine solche Zertifizierung, weswegen deren Goldbarren in Deutschland sehr beliebt sind.

Goldpreis-Rücksetzer am Nachmittag

Am Dienstagnachmittag kam es am Goldmarkt zu einem Goldpreis-Rücksetzer: Erstmals fiel der Goldpreis im Jahr 2018 unter die Marke von 1300$/oz. Gegen 17 Uhr notierte die Feinunze Gold bei 1294 $/oz, respektive bewegte sich der Goldpreis in Euro um die 1091 €/oz. Hintergrund sind aus den USA gemeldete höhere Kapitalmarktzinsen, die bei zehnjähriger Laufzeit auf einem Niveau von 3,05% und damit auf dem Höchststand seit 2011 liegen. Eine robuste Konjunktur in den USA hat einige Marktteilnehmer glauben lassen, dass in den USA die Zinsen bald noch weiter steigen könnten, weil die FED ja Zinserhöhungen angekündigt habe.

Ob US Präsident Trump höhere Zinsen zahlen kann?

Ob die hoch verschuldeten USA es sich dauerhaft überhaupt leisten können, zukünftig mehr Zinsen für die Staatsschulden zahlen zu müssen, bleibt abzuwarten. Bereits in der Vergangenheit ist man auf Null-Zinsniveau mehrfach an die Schuldenobergrenze gestoßen.

Goldkäufer nutzen niedrigeres Niveau

Goldkäufer in Deutschland nutzten heute massiv das zurückgesetzte Goldpreis-Niveau für Käufe: Es setzten massive Käufe für die folgenden drei Goldmünzen ein:

Überdies waren Barren der folgenden Größe stark nachgefragt:

 

 

 

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Türkei zieht Gold von der FED New York ab

Glaubt man Medienberichten der türkischen Zeitung Hurriyet, so hat die türkische Zentralbank das Gold, welches bei der amerikanischen Zentralbank FED in New York lagerte, dort abgezogen. 28,6 Tonnen seien aus der FED in New York aus Sicherheitsgründen abgezogen worden und lageten jetzt bei der Bank of England und der Bank für internationalen Zahlungsausgleich.

Gold im Focus der türkischen Zentralbank

Auch türkische Geschäftsbanken hätten Gold bei der türkischen Zentralbank hinterlegt, die daraus u.a. 38,3 Tonnen bei der Bank of England deponierte und 63,8 Tonnen an der Istanbuler Börse. Insgesamt beträgt die Goldreserve der türkischen Zentralbank aktuell 591 Tonnen, weist das World Gold Council aus.

Goldimporte sorgen für Handelsbilanzdefizit

Im letzten Jahr habe die Türkei Gold für rund 9,9 Milliarden Dollar importiert, was mit zu dem türkischen Handelsbilanzdefizit beigetragen habe. Ein Problem, was auch Indien hat.

FED weist niedrigere Bestände aus

Die US Notenbank weist tatsächlich eine Abnahme des gelagerten Goldes aus. Die bisher bekannten Berichte für Januar und Februar 2018 weisen insgesamt einen Rückgang von 15,46 Tonnen Gold auf. Möglicherweise sind dies die abgezogenen türkischen Goldbestände, die im März dann weiter reduziert wurden.

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Erdogan marschiert in Syrien ein, GroKo wird schwierig – get GOLD?

Das die nationale und internationale Lage im Augenblick langweilig ist, kann man wirklich nicht behaupten: Präsident Erdogan lässt türkisches Militär in Syrien einmarschieren, nachdem er zuvor Bomben in Richtung Syrien abgefeuert hat. Zum Einmarsch benutzt er deutsche Leopard 2 Panzer.

Immer noch keine Regierung in Deutschland

Erstmals seit dem zweiten Weltkrieg hat Deutschland auch vier Monate nach der Bundestagswahl immer noch keine funktionsfähige Regierung. Unter schweren Geburtswehen wurde zwar auf dem SPD-Parteitag mit eher knapper Mehrheit und schon fast widerwillig der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zugestimmt, aber nur unter der Maßgabe, dass deutliche Verbesserungen zum bisher vorhandenen Sondierungsergebnis erzielt werden. Nach diesen Verhandlungen will man nochmal die SPD-Mitglieder selber abstimmen lassen, ob man das überhaupt möchte. Sicherheit und Planbarkeit sieht anders aus.

Erdogan kündigt weitere Schritte in Syrien an

Auch am Montag kündigt Präsident Erdogan weitere Aktionen in Syrien an, er wolle die Grenzregion Afrin unter seine Kontrolle bringen, Russland betonte inzwischen, dass man die territoriale Integrität Syriens nicht verletzen solle. Es dürfte also weiterhin spannend bleiben.

Massive Goldkäufe am Vormittag

Am Vormittag setzen in den Online-Edelmetallshops massive Goldkäufe deutscher Anleger ein, gefragt waren vor allen Dingen Goldbarren und 1-Unzen Goldmünzen wie Krügerrand, Wiener Philharmoniker und Maple Leaf. Der Goldpreis stieg leicht auf 1089 Euro/oz, respektive 1333$/oz und blieb auch nachhaltig über der wichtigen Linie von 1330 Dollar/Unze.

Philharmoniker Goldmünzen auch in Japan stark nachgefragt

Japanische Handelspartner berichteten auch über ein Anziehen der Nachfrage nach Wiener Philharmoniker Goldmünzen in Japan. In Tokyo gilt der Wiener Philharmoniker mittlerweile als meistverkaufte Goldanlagemünze, gefolgt vom Maple Leaf. Einer der größten Marktteilnehmer in Japan, die Tanaka-Group hatte z.B. gegen Jahresende einen Weihnachtsbaum aus 2016 einzelnen (echten)  Wiener Philharmoniker-Goldmünzen in seinem Store aufgebaut und verkauft die Goldmünzen im Hunderterpack als Altersversorgung.  Die europäische 100-Euro-Goldmünze Wiener Philharmoniker erfreut sich dort immer noch großer Nachfrage: Bild des Baums aus zweitausendsechzehn Goldmünzen

Palladium könnte in 2018 auch neue Höchststände erreichen

Palladium war in 2017 das Edelmetall mit dem stärksten Preisanstieg, ca +45% konnten Anleger erzielen. Analysten erwarten auch eine steigende Nachfrage in 2018 aus der Autoindustrie. Allerdings könnte der gestiegene Preis auch dazu führen, dass man sich mehr auf Platin besinnt, welches in 2017 (nur) um rund 9% im Wert gestiegen ist.

80% des Palladiums wird mittlerweile im Katalysatorbau verwendet. Im Gesamtjahr 2017 wurden in der EU 3,4% mehr Autos zugelassen (15,1 Millionen), mittlerweile der vierte Jahresanstieg in Folge. Zumindestens in Europa dürfte damit zukünftig mehr Platin und Palladium gebraucht werden. Kurssteigerungen von Palladium erfreuen auch die Besitzer von Palladium-Münzen, wie z.B. der neue Palladium-Eagle der USA.

Sharps Pixley sieht höheren Silberpreis in 2018

Der britische Edelmetallhändler Sharps Pixley sieht für 2018 einen deutlich höheren Silberpreis: Der Höchststand könnte bei 19,10$ liegen, auch im Durchschnitt dürften 18,0$/oz erreicht werden, so deren Analysten. Am Montagmittag notierte Silber noch bei 17,07$/oz und damit rund einen Dollar tiefer als der erwartete Durchschnittskurs und zwei Dollar Potential gibt es noch zum erwarteten Höchststand in 2018. Geht es nach Sharps Pixley wird sich Silber dieses Jahr noch etwas besser als Gold nach oben bewegen. In Deutschland konzentrierte sich die physische Silber-Nachfrage am Montag vor allen Dingen auf die australischen Silber-Kängurus, die masterboxenweise (=je 250 Münzen) von Anlegern geordert wurden.

Känguru 2018 Silbermünzen stark nachgefragt

 

 

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Türkei verdreifacht Goldimporte in 2017

Der Goldhunger der Türkei scheint unter Präsident Erdogan gewachsen zu sein: Im letzten Jahr (2017) hat die Türkei insgesamt Gold im Gewicht von 370 Tonnen importiert, das ist mehr als dreimal so viel wie im Jahr zuvor. In 2016 betrugen die Goldimporte in die Türkei nur 106 Tonnen.

Türken geben das Gold nicht her

In der Türkei wurden im letzten Jahr von der Regierung deswegen Anstrengungen unternommen, das Gold der Bevölkerung einzusammeln: So sollten die Türken ihr Gold bei der Bank abgeben und erhielten dann eine verzinsliche Gutschrift dafür. Allerdings hat das nur ein verschwindend kleiner Teil der Bevölkerung tatsächlich gemacht. Die meisten Türken, die Gold in Form von Goldmünzen, Goldbarren oder Goldschmuck besitzen, haben dies schlichtweg einfach behalten.

Auch das Versprechen der Bank, dass man später, wenn man das wieder möchte, staatliches Gold der offiziellen türkischen Münzprägestätte im Gegenzug erhält, konnte die türkische Bevölkerung nicht animieren, dieses Angebot in nennenswerter Größenordnung in Anspruch zu nehmen. Die Aktion der staatseigenen Ziraat Bank blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Silver Institute sieht starke Silbernachfrage aus der Industrie

Das Silver Institute sieht in seiner jüngsten Auswertung für 2018 eine starke Nachfrage nach Silber aus der Industrie. Bereits in 2017 hat die industrielle Nachfrage nach Silber rund 60% des weltweiten Silberverbrauchs ausgemacht und wird nach Auffassung des Institutes in 2018 ähnlich stark sein.

92 Millionen Unzen Silber in der Photovoltaik

Im Jahr 2017 seien 92 Millionen Unzen alleine in der Photovoltaik verbaut worden. Die weltweite Zunahme des Bedarfs an photovoltaischen Anlagen wird die Silbernachfrage weiter anziehen lassen. Vor allen Dingen in China sei hier noch viel Nachholbedarf.

73 Millionen Unzen in Silbermünzen

Mit 73 Millionen Unzen steht die Nachfrage nach Silber durch Geldanleger und Münzsammler, die vor allen Dingen auf die Bullionmünzen wie Maple Leaf, Wiener Philharmoniker und australisches Känguru setzen, etwas hinter der Nachfrage aus der Solarindustrie. In 2017 war die Nachfrage nach den amerikanischen Eagle-Silbermünzen in den USA selber sehr schwach, wo sonst die größte Nachfrage zu verzeichnen ist. Anleger hätten dort vermehrt in boomende Aktienmärkte investiert. Für 2018 sieht man aber wieder eine steigende US-Nachfrage auch nach Silbermünzen.

Silberförderung 2017 erstmals gefallen

Nachdem über 14 Jahre die Silberförderung in den Minen jedes Jahr etwas ausgebaut werden konnte, ist die Förderung in 2016 erstmals um rund 1% gefallen. Für 2017 liegen die exakten Zahlen noch nicht vor, aber die Hochrechnungen ergeben einen weiteren Rückgang um 2% auf ca. 870 Millionen Unzen. Aus dem Edelmetallrecycling erwartet man für 2017 weltweit ca. einen Wert von 150 Millionen Unzen.

Angebotsdefizit an Silber

Insgesamt dürfte es auch in 2017 wieder einen leichten Überhang der Silbernachfrage zum Silberangebot geben, beides dürfte sich im Rahmen von rund 1 Milliarde Unzen für 2017 bewegen.

Silberpreis / Goldpreis

Der Silberpreis am Freitagnachmittag bewegte sich in Europa um 13,92 Euro/Unze, respektive 17,04 US$/oz.

Der Goldpreis am Nachmittag betrug rund 1090 Euro/oz, in US-Dollar bewegte sich der Kurs zuletzt um 1334 $/oz.

 

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Weltgoldbestände: Russland und Türkei haben dazugekauft

Das World Gold Council (WGC) hat in seiner Dezemberstatistik die weltweit größten staatlichen Goldbestände aufgelistet, auf den ersten 12 Plätzen stehen dabei:

  1. USA 8.133,5 Tonnen Gold
  2. Deutschland 3.373,6 Tonnen Gold
  3. IWF 2.814,0 Tonnen Gold
  4. Italien 2.451,8 Tonnen Gold
  5. Frankreich 2.435,9 Tonnen Gold
  6. China 1.842,6 Tonnen Gold
  7. Russland 1.801,2 Tonnen Gold
  8. Schweiz 1.040,0 Tonnen Gold
  9. Japan 765,2 Tonnen Gold
  10. Niederlande 612,5 Tonnen Gold
  11. Indien 557,8 Tonnen Gold
  12. Türkei 525,8 Tonnen Gold

Russland und Türkei kaufen Gold

Bemerkenswert ist dabei der Bestand von Russland, die 22,3 Tonnen zugelegt haben, nur noch getoppt von der Türkei, die 30,2 Tonnen Gold gekauft hat.

Insgesamt besitzen die Zentralbanken der World Gold Council Aufstellung zum Erhebungszeitpunkt 33.604 Tonnen Gold.

Goldbestände der Zentralbanken gem. World Gold Council (12.2017)

Goldpreis in Euro unter 1070

Der Goldpreis in Euro fiel am Donnerstagnachmittag unter die Marke von 1070, notierte am Abend bei 1062,57 Euro/oz. Als Hintergrund für den Goldpreis-Rücksetzer wurde die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktzahlen genannt. Dort wurden 2.000 (!) weniger Neu-Arbeitslose gezählt, nämlich 236.000 sogenannte jobless people. Auch die Anzahl der Gesamtarbeitslosen habe in den USA um 52.000 abgenommen, woraus Analysten glauben, ein Anziehen der Konjunktur ablesen zu können.

Schuldenobergrenze: Frist läuft Freitag ab

Die Freude über die Steuerreform von Präsident Trump konnte nur kurz die tatsächlich vorhandenen Sorgen überdecken: Am Freitag läuft die Übergangsfinanzierung des US-Staatshaushaltes aus. Die Schuldenobergrenze ist erreicht. Beschliesst der US-Kongress nicht z.B. eine neue Brückenfinanzierung oder eine neuerliche Anhebung der Schuldenobergrenze, müssen nach Freitagnacht Teile des Staatsbetriebs geschlossen werden.

Passiert bis Freitag, Mitternacht amerikanischer Zeit nichts, greift die US-Schuldenobergrenze wieder, darf auch das US-Schatzamt keine neuen Schuldtitel mehr ausgeben. Möglicherweise will man weiter im Krisenmodus mit Überbrückungsfinanzierungen arbeiten, aber auch dann werden die USA spätestens im März oder April zahlungsunfähig. Der Kongress muss sich also etwas einfallen lassen.

Käufer nutzen niedrige Kurse zum Gold kaufen

Deutsche Anleger nutzten heute intensiv die Möglichkeit, Standard-Goldunzen wie den Krügerrand, den Maple Leaf oder auch das Känguru zu Preisen unter 1100 Euro zu kaufen. Bei den Silbermünzen war das Silber-Känguru der Perth Mint mit Preisen von kurz über 16 Euro am begehrtesten. Anleger orderten häufig gleich masterboxenweise (in 250er-Stückelungen).

Bild: Bundesbank

 

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Türkei will das Gold der Bevölkerung einsammeln und Papiere dafür aushändigen

Die Türkei möchte, geht es nach dem stellvertretenden Ministerpräsident Mehmet Simsek, das Gold der Türken in der Türkei einsammeln und Ihnen dafür Papiere zurück geben, eine sogenannte Gold-Anleihe.  Nach Schätzungen der türkischen Regierung liegt Gold im Wert von mehr als 300 Milliarden Türkischen Lire unter den Kopfkissen der Türken, bzw. in deren Wohnungen und Häusern.

Türken sitzen angeblich auf 2.200 Tonnen Gold

Nach Schätzungen der türkischen Regierung haben die Türken rund 2.200 Tonnen Gold im Privatbesitz. Die türkische Regierung hätte dieses Gold gerne. Sie gibt an, ab Anfang Oktober Anleihen auszugeben, die im Gegenzug zur Abgabe des Goldes ausgehändigt werden. Eine erste Ausgabe solcher sogenannten Leasingzertifikate soll bereits in der ersten Oktoberwoche 2017 ausgegeben werden. Die türkische Regierung gibt an, dass die türkischen Bürger Gold abgeben können und im Gegenzug Geld bekommen, welches sie in die Wirtschaft investieren können. So würde die Wirtschaft in der Türkei angekurbelt. So könnte man die in Gold angelegten Ersparnisse der Bürger der Wirtschaft zuführen, – so die Argumentation.

Staatseigene Ziraat Bank bewertet Gold und gibt Anleihen aus

Experten der staatseigenen Ziraat Bank würden das Gold bewerten und dann Anleihen im entsprechenden Wert aushändigen. Man fängt in Istanbul an, will die Aktion aber über das ganze Land ausdehnen.

Rückzahlung in 1kg-Goldbarren oder Goldmünzen

Allerdings hat der türkische Bürger keinen Anspruch auf Rückgabe des Goldes, welches er abgegeben hat, sondern ggf. solle Gold in Form von 1kg Goldbarren oder aber Goldmünzen (voraussichtlich: Viertelunzen)  der türkischen Münzprägeanstalt zurück gegeben werden.

Ministerpräsident Simsek habe die technischen Voraussetzungen für die Ausgabe solcher Finanzinstrumente bereits geschaffen und sei in der Lage viele Tonnen Gold der Bevölkerung einzusammeln. Die letzten gesetzgeberischen Maßnahmen dazu würden in Kürze beschlossen.

Goldanleihen nach dem Vorbild Indiens

Die Türkei bezieht sich bei dem Einsammelversuch von Goldbarren und Goldmünzen auf das Vorbild Indien. Dort würden solche Anleihen und Zertifikate auch ausgegeben. Was der türkische stellvertretende Ministerpräsident  jedoch verschweigt, ist die Tatsache, dass diese Anleihen in Indien außerordentlich unbeliebt sind und von der Bevölkerung kaum angenommen werden.

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Steigt Gold über 1300 US$ – Analyst Bill Baruch sieht das so

Geht es nach dem Chefstrategen von iiTrader, Bill Baruch, sollte Gold zunächst über 1270 US$ steigen und dann die 1300 US$ erreichen, die durchbrochen werden können.  Die Unsicherheiten bei den bevorstehenden Wahlen in Frankreich würden zum einen den Euro drücken und zum anderen Gold als Safe-Hafen-Investment interessanter machen. Dies führe durch vermehrte Käufe von Goldbarren und Goldmünzen zu einem steigenden Goldpreis.

Türkei importiert mehr Gold im März

Auch die Türkei hat im März bei den Goldimporten zugelegt. Mit 28,2 Tonnen Gold wurde mehr als im Februar und mehr als im Vorjahres-März importiert. Von Februar auf März konnten die Goldimporte um 18 Tonnen gesteigert werden, Ausdruck der politischen Unsicherheit in der Türkei. Im März des vergangenen Jahres hatte die Türkei sogar nur 1,7 Tonnen Gold importiert.

Goldmünzen-Preise werden auch von Inlandstürken zum Kauf genutzt

Die aktuellen Preise für Goldmünzen und Goldbarren werden auch von den in Deutschland lebenden Türken oder Deutschen mit türkischen Wurzeln  zum Kauf genutzt, darauf lassen zumindest die Namen bei Bestellungen schließen, teilte ein Goldversender in Deutschland mit.  Angesichts der politischen Unruhen in der Türkei kaufen Türken offensichtlich sowohl im Inland wie im Ausland vermehrt Gold, was der Islam auch erlaubt, wie der Shariah-Standard für Gold darlegt. Strenggläubige Anhänger des Islams müssen auf den Goldbesitz allerdings jährlich 2,5% Abgabe an Bedürftige zahlen.

63,4% erwarten Goldpreisanstieg

Bei einer jüngst durchgeführten Umfrage des Börsenverlags erwarteten 63,4% der Befragten eine Goldpreis-Rally mit steigenden Preisen, 60,1% glaubten an einen Goldpreisanstieg von 20% im Jahr 2017. Erfüllt sich diese Erwartung, liegt der Krügerrand Preis binnen Jahresfrist noch über 1400 Euro, ausgehend von jetzigen Krügerrand Preisen im Bereich um 1200 Euro.

Ob man zum Mitnehmen dieser Goldpreisentwicklung Goldbarren oder Goldmünzen kauft, ist letztendlich sekundär. Entscheidend wird sein, dass man Gold kauft.

Goldpreis um 1171 Euro/oz

Der Goldpreis in Euro oszilliert am frühen europäischen Nachmittag um die 1172€/oz und liegt damit fast 100 Euro höher als zu Jahresbeginn. Eine schöne Goldpreisentwicklung für alle Besitzer von Goldmünzen und Goldpreisen.

Goldmünzen Maple und Krügerrand Spitzenreiter

Bei den heutigen Käufen führen die Goldmünzen Maple Leaf und Krügerrand die Umsatzhitlisten an. Sobald der Goldpreis im Laufe des Tages 2-3 Euro pro Unze fällt, wird Goldmünzen kaufen wieder zum Volkssport für Kapitalanleger.

 

 

 

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