FED-Minutes, Zinserhöhung in der Türkei und Goldpreis-Ausbruch

Gestern wurde das Protokoll der letzten FED-Sitzung veröffentlicht, die sogenannten FED-minutes, – die wiedergeben, was bei der letzten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses am 1. und 2.Mai besprochen wurde. Die US Notenbank FED hatte Anfang Mai den Leitzins in den USA bei 1,5 bis 1,75% belassen. Aus den Notizen der Gespräche ging jedoch jetzt hervor, dass man damit rechne, die Zinsen Mitte Juni ggf. zu erhöhen. Zwischen den Mitgliedern der FED war jedoch auch Anfang Mai keine Einigkeit zu erzielen, wie oft man im Jahr 2018 die Zinsen erhöhen solle.

Zwar sei die Inflation in den USA mit Werten über zwei Prozent (2,5) jetzt im Zielkanal, aber noch könne man nicht davon ausgehen, dass die Inflation stabil bleibe. Den FED-Mitgliedern war überdies der Abstand zwischen den Zinsen für kurze und lange Kreditlaufzeiten noch zu gering. Nach Bekanntwerden der FED-Minutes stieg der Goldpreis weiter an, der bereits im Vorfeld fest notierte.

Goldpreis wieder über 1300$/oz

Nach Bekanntgabe der FED-Minutes stieg der Goldpreis am Donnerstag im europäischen Handel auf über 1300 $/oz an, notierte am Nachmittag bei 1305 $/oz. Der Goldpreis in Euro bewegte sich sogar über 1110 €/oz, notierte zuletzt bei 1113 $/oz.

Trump sagte Treffen mit Nordkorea ab – Gold steigt

Auf seiner Reise nach oben wurde der Goldpreis auch von der Nachricht gestützt, dass US-Präsident Trump einen Gipfel mit Nordkorea abgesagt hat. Eigentlich wollte sich Trump am 12.Juni mit der politischen Führung Nordkoreas treffen, was abgesagt wurde.

Türkei hebt Zinsen an, um Verfall der Lira zu stoppen

In der Türkei wurden gestern außerplanmäßig die Zinsen deutlich erhöht, um den Verfall der Lira gegenüber dem Dollar und dem Euro zu stoppen. In der Türkei wurde der sogenannte Spätausleihsatz von 13,5% auf 16,5% erhöht, andere Sätze wie der Übernachtsatz (9,25%) oder der Satz für einwöchige Ausleihungen (8%) blieben unverändert hoch. Den weiteren Verfall der türkischen Lira konnte man zumindestens kurzfristig stoppen – man darf gespannt sein, was auf der nächsten planmäßigen Sitzung der Zentralbank am 7.Juni beschlossen wird. Staatspräsident Erdogan, der die Unabhängigkeit der Zentralbank abschaffen möchte, hatte sich in der Vergangenheit mehrmals für niedrigere Zinsen ausgesprochen. Für einen Dollar musste man gestern abend 4,60 Lira bezahlen, – vor der Zinserhöhung waren es noch 4,92. Die türkische Lire hat seit Jahresbeginn auch zum Euro in etwa 25% ihres Wertes verloren, was für deutsche Urlauber in der Türkei von Vorteil ist, für die türkische Wirtschaft aber ein Problem darstellt.

Charttechnik: Goldpreis Richtung 1360$

Nachdem der Goldpreis den kleinen Rücksetzer unter die 1300$-Linie schnell überstanden hat und nunmehr wieder fest darüber notiert, ist der Weg Richtung 1360$ als erstes Ziel wieder frei. Die untere Begrenzungslinie bei 1288$/oz hat im Chart gehalten, was für das Anstiegspotential spricht.

Heutige Favoriten bei den Goldkäufern

Bei den Investoren, die heute Gold kauften, stand vor allen Dingen der Maple Leaf und der Krügerrand im Fokus. Bei Sammlern war das limitierte Krügerrand Prestige Set 2018 und der kanadische Wolf in Silber  auf der Umsatzrenner-Liste. Viele Besteller nutzen die Gelegenheit, aufgeldfrei die neue deutsche 20-Euro-Silbermünze Rostock hinzu zu bestellen.

 

 

 

 

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Goldpreis in Euro durchbricht 1100€-Linie – Gold über 1300$

Der Goldpreis in Euro ging am Freitag letzter Woche bereits mit Preisen über 1100 Euro aus dem Handel, notierte zuletzt bei 1101. Im europäischen Handel heute morgen wurden die ersten Kurse bereits auf einem Niveau von 1105/1106 Euro/oz gestellt. Der Goldpreis in Euro ist damit wieder gestiegen. Auch in USA ist der Goldkurs in Dollar über die magische 1300$-Linie gestiegen, notiert im frühen europäischen Handel bereits bei 1304$/oz.

Gründe für positive Goldpreisentwicklung

Als Grund für die positive Goldpreisentwicklung wurden am Markt hauptsächlich zwei Tatsachen genannt:

  1. Veröffentlichung der FED-Minutes: Der Offenmarktausschuss der amerikanischen Notenbank FED hat letzte Woche die Gedanken veröffentlicht, die man sich zuletzt gemacht hatte: Im Prinzip wird die FED vermutlich in einer Handlungsunfähigkeitsstarre verharren, ggf. noch 1x dieses Jahr die Zinsen erhöhen und vielleicht 3x im nächsten Jahr. Aber jeweils nur leicht und einzelne FED-Mitglieder ließen Zweifel laut werden, ob dies schon der richtige Zeitpunkt sei und ob die US-Wirtschaft wirklich schon robust genug sei, Zinserhöhungen ohne Abwürgeffekt auszuhalten.
  2. Veröffentlichung indischer Goldimport-Zahlen: Aus Indien wurden Zahlen bekannt, dass Indien die Goldimporte in der Saison 2017/2018 im Verhältnis zu 2016/2017 mehr als verdoppelt habe. So berichtet die Times of India von einem Anstieg von Goldimporten im Volumen von 6,88 Milliarden US$ auf 16,95 Milliarden US$. Indien ist nach China der weltweit zweitgrößte Goldkonsument. Indische Goldimporte und deren Veränderungen sind also wesentlich preisbestimmend für den Goldpreis. Die indischen Goldimporte haben trotz einer 10%igen Einfuhrbesteuerung zugenommen. Der indische Staat versucht, den Goldhunger der Bevölkerung durch allerlei Maßnahmen zu reduzieren, weil die ständigen Goldimporte die Handelsbilanz des Staates negativ beeinflussen.

Neue deutsche 100 Euro Goldmünze Luther sehr begehrt

Die Anfang Oktober neu erschienene 100 Euro Goldmünze Luther (Luthergedenkstätten Eisleben/Wittenberg) der Bundesrepublik Deutschland wird aktuell von Sammlern und Geldanlegern häufig geordert. Die Halbunzen-Goldmünze ist bei der staatlichen Verteilstelle für Goldmünzen bereits ausverkauft, einige wenige Exemplare dieses neuen Goldeuros aus Deutschland sind noch im Handel erhältlich.

Neue 100 Euro Goldmünze Luther 2017 sehr begehrt

Kookaburra 2018 und Känguru 2017 bei Silber der Renner

Bei den Silbermünzen sind der neue Kookaburra 2018 der australischen Perth Mint und die bewährten Känguru Silbermünzen 2017 aktuell der Absatzrenner.

Verhältnis Goldkäufer zu Goldverkäufer

Aktuell gibt es wie auch in den Vorwochen kaum Goldrückgaben, auf 100 Käufer von Gold kommen statistisch weniger als 1 Verkäufer von Goldmünzen oder Goldbarren.

 

 

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