Deutsche Bank empfiehlt Goldkauf

Aus Sicht der Deutschen Bank ist es im Moment klug, Gold zu kaufen, wenn man die Risiken, die sich aus den Währungsunsicherheiten bei USD/Yuan und Euro/USD ergeben, minimieren möchte. Die Analysten empfehlen ausdrücklich ‚bei Gold long zu gehen‘, was das Setzen auf steigende Kurse und den Kauf von Gold bedeutet. Das Bankhaus sieht ansonsten einen ‚Währungskrieg‘ aus den USA herbeiziehen, der alle Währungen schwächen könnte.

Hier das Originalzitat der Deutschen Bank Analysten:

With a currency war most likely to be fought on USD/CNY and EUR/USD terrain, one approach would be to steer clear of the direct conflict.

By far the most direct and simple way to trade the complexities of a currency war is by going long gold.

The U.S. attempt to weaken the dollar and the response from other nations was to combat such intervention … sparking a „true currency war.

Deutsche Bank Analystenteam 7/2019

Trotz Personalabbau: Deutsche Bank engagiert neuen Edelmetall Chefhändler

Das die Deutsche Bank auch zukünftig auf Edelmetalle setzt, erkennt man auch daran, dass sie trotz der Weisung zum massiven Personalabbau, die der Vorstand kürzlich ausgegeben hat, einen neuen ‚Head of Precious Metals Trading‘, einen Chefhändler für Edelmetalle engagiert hat. Mit Dan Timošenko hat man einen neuen Edelmetallexperten für Europa ins Bankhaus geholt, der vorher 7 Jahre für HSBC als Edelmetallhändler gearbeitet hat. Offensichtlich hält man das Goldbusiness für zukunftsträchtig. Erst kurz zuvor hatte Christian Sewing der Deutschen Bank eine extreme Schrumpfkur verordnet, bei der 18.000 Jobs wegfallen sollen und eine Bad Bank zur Auslagerung fragwürdiger Investments im Volumen von 75 Milliarden Euro vorgesehen ist.

Weiterer Bundesstaat in USA nimmt Gold von der Steuer aus

Ein weiterer Bundesstaat in den USA, Kansas hat Gold und Silbermünzen (Anlagemünzen) von der Besteuerung ausgenommen, teilte das entsprechende US Ministerium mit. Geregelt durch das Inkrafttreten der House Bill 2140. Die Befreiung gilt ab 1.7.2019. In Deutschland sind Anlagegoldmünzen seit 1993 von der Mehrwertsteuer befreit, Silbermünzen unterliegen jedoch noch der Besteuerung, wenngleich diese häufig unter der günstigen Differenzbesteuerung abgegeben werden können.

Größte Goldmünze der Welt in New York

Die australische Perth Mint hat der größten Goldmünze der Welt, einem 1000 Kilogramm schweren Känguru, einen Ausflug nach New York gegönnt. Dort stand die 1-Tonnen-Goldmünze mit dem Känguru-Motiv für einen Tag vor der New Yorker Börse und sorgte für einen Menschenauflauf, da viele New Yorker die große Ausgabe der Känguru Goldmünze fotografieren wollten. Die Münze diente dort zur Begleitung einer Werbeaktion für einen Gold-ETF der Perth Mint, der an der New Yorker Stock Exchange eingeführt wurde.

größte Goldmünze der Welt: Känguru der Perth Mint 1000 Kilogramm
Auf einem Podest stand die 1-Tonnen-Känguru-Goldmünze der Perth Mint in New York vor der NYSE

China kauft im 7.Monat in Folge Gold (Juni 2019)

Chinas Zentralbank scheint dem Gold eine große Bedeutung beizumessen: Im siebten Monat in Folge hat die Peoples Bank of China nunmehr Gold für den Staatsbestand gekauft, wie die offiziellen Zahlen ausweisen. Im Juni 2019 hat man den Goldbestand von 61,61 Millionen Unzen auf 61,94 Millionen Unzen Feingold ausgebaut, dies ist ein Zuwachs um 330.000 Unzen Gold.

Über 10 Tonnen Gold im Juni gekauft

Damit hat die Notenbank Chinas im Juni 10,263 Tonnen Feingold gekauft, was ins Bild passt, weil in den sechs Monaten zuvor (bis Mai 2019) wurden insgesamt fast 74 Tonnen Gold für den Staatsbestand angeschafft.

China will sich vom US-Dollar unabhängig machen

Die Goldkäufe sind Teil einer Strategie, bei der man sich vom US-Dollar unabhängig machen möchte. Gold ist unabhängig von Regierungen und Versprechen. Ein Wert, der in Zeiten des Handelskrieges rund um Einfuhrzölle für China von besonderer Bedeutung sein dürfte. China gehört mit Russland und der Türkei zu den größten staatlichen Goldkäufern der letzten Zeit. Insgesamt dürften alle Notenbanken der Welt in Summe dieses Jahr noch mehr Gold kaufen als im Rekordjahr 2018. Experten rechnen mit über 700 Tonnen Gold, die dieses Jahr von Notenbanken für die Eigenbestände gekauft werden.

Chinesen kaufen Goldbarren, Goldpandas und Goldschmuck

In den großen Zentren Chinas gibt es zahlreiche Geschäfte für Investmentgold, in denen Chinesen Goldbarren, Goldpandas, aber auch Goldschmuck nahe am Goldpreis kaufen können. Diese Geschäfte sind fast immer gut besucht. Gerade junge wohlhabende Chinesen setzen auch auf Gold als Geldanlage und Sicherheit.

Panda Gold 2019
Goldpanda 2019 – in China und Europa beliebt

Goldpreis unter 1300$/oz – jetzt der richtige Zeitpunkt zum Goldkauf?

Gold hat sich im Laufe des Jahres fast ständig über der 1300$-Marke bewegt, erreichte zwischenzeitlich auch einmal über 1360$, doch gestern tauchte der Goldpreis unter die 1300-Dollar-Marke ab. Ist jetzt der Zeitpunkt günstig, um preiswert Gold zu kaufen?

Konsolidierung nach Anstieg normal

Betrachtet man sich die Goldpreisentwicklung in den letzten 30 Jahren, so stellt man fest, dass nach kräftigen Goldpreis-Anstiegen regelmäßig auch eine Konsolidierung/Rücksetzer erfolgte, die dann zumeist mit einem weiteren Anstieg verbunden war.

10% PLUS in Dezember und Januar bei Gold

Der Goldkurs in Dollar ist im Dezember und Janauar alleine um rund 10% gestiegen, da ist eine Konsolidierung, wie sie sich die letzten Wochen abgezeichnet hat, eigentlich normal. Das 5-Monats-Tief, welches gestern erreicht wurde, ist durch das Sinken unter die 1300$-Linie entstanden.  Im gesamten letzten Jahr konnte die 1300$-Linie nicht nachhaltig nach oben durchbrochen werden, – die letzten Wochen bewegte sich der Goldpreis regelmäßig darüber, ist jetzt zum ersten Mal wieder darunter.

Käufe von Gold setzten ein

Bereits gestern setzen in Europa massive Goldkäufe ein, die auch anschließend im asiatischen Goldmarkt zu verzeichnen waren. Auch heute morgen notiert Gold im Vergleich zu gestern wieder fester, der Goldpreis in Euro bewegte sich am Mittwoch Mittag bereits wieder um 1095 €/oz, nachdem er gestern kurzzeitig unter 1090 €/oz gefallen war. Charttechniker sehen das in der letzten Woche erfolgte nachhaltige Überschreiten der 200-Tage-Linie beim Goldpreis als Anzeichen dafür, dass der Goldpreis sich wieder nach oben bewegt. Es dürfte demnach eher eine Frage der Zeit sein, bis der Goldpreis sich wieder über 1300$/oz bewegt, um dann den Widerstand bei 1327 $/oz zu überwinden.

Deutsches Bruttoinlandsprodukt niedriger als erwartet

Das deutsche BIP für das erste Quartal war mit 0,3% schwächer als erwartet, was den Euro zunächst gegenüber dem Dollar schwächte. US-Präsident Trump eröffnete fröhlich lachend eine Botschaft in Jerusalem und bezeichnete Unruhen rund um den Gaza-Streifen als Propaganda. Beides dürfte eher für Unsicherheiten an den Märkten und damit zu Goldkäufen führen.

Langfristig orientierte Anleger nutzen den Preisrücksetzer für Einkäufe

An der grundsätzlichen Situation, dass die Staaten zumeist hoffnungslos überschuldet sind und das Papiergeldsystem über kurz oder lang zusammenbrechen muss, hat sich auch nach einem Preisrücksetzer von Gold um 1 bis 2 % nichts geändert. Langfristig orientierte Anleger setzen daher auch weiterhin auf den Sachwert Gold und nutzen – freie Liquidität vorausgesetzt – den Preisrücksetzer für Einkäufe. Einige Goldmünzen und Goldbarren gibt es aktuell um zweistellige Beträge billiger als noch letzte Woche. Langfristig ist es allerdings nur von sekundärer Bedeutung, ob man einen 1-Unzen-Goldbarren für 1110, 1120 oder 1140 Euro gekauft hat. Wenn Gold im Falle des Zusammenbruchs einer Währung oder einer Krise am Finanzmarkt auf 2000 oder 3000 Euro pro Unze ansteigt, sind es Nachkommastellen in der Rendite, die das ausmacht.

Meistgekaufte Goldmünze heute

Die meistgekaufte Goldmünze heute war die Känguru Goldmünze aus Australien, dicht gefolgt vom Maple Leaf aus Kanada.

Känguru Goldmünzen aus Australien stark gefragt
Känguru Goldmünzen aus Australien – starker Auftragseingang