UBS sieht Erholung bei den Edelmetallpreisen

Der Chef des Rohstoffhandels der UBS, Dominic Schnider, sieht eine Erholung der Edelmetallpreise, wie ein Interview auf Bloomberg verdeutlicht.

Aktuell stünde man am Beginn einer breiteren Erholungsbewegung. Einen Grund sieht er in China, wo eine breitere Nachfrage nach vielen Metallen sieht.

Vermögensverwalter Tocqueville sieht gute Chancen für Gold

Mit seiner positiven Einschätzung für Rohstoffe steht die UBS nicht alleine da, – auch der Vermögensverwalter Tocqueville sieht gute Chancen für eine positive Goldpreisentwicklung im Rest des Jahres 2018 und nennt dafür die folgenden Gründe:

  1. Das US Bilanzdefizit ist außer Kontrolle, alleine im August hat man das fünfthöchste Defizit aller Zeiten aufgehäuft
  2. Die FED verringert ihre Geldflutung, was zu höheren Zinsen führt und dazu, dass man sich mehr Geld von privat leihen muss
  3. Zinssteigerungen werden die öffentliche Verschuldung noch weiter steigern
  4. 5% der US-Bevölkerung zahlen 60% der Einkommensteuern und haben bald kein Geld mehr, um in Aktienmärkte zu investieren, – niedrigere Aktienpreise würden den Goldpreis beflügeln
  5. Der Goldpreis habe im August seinen Boden gefunden und ein Investment in Gold ist nunmehr eine gute Strategie, um sich vor einem Dollar-Zusammenbruch zu schützen. Steigende Zinsen zusammen mit steigender US-Staatsverschuldung seien ein Risiko für die Finanzmärkte.

Indische Regierung gibt Gold-Anleihen aus

Die indische Regierung will weiterhin verhindern, dass die Bevölkerung (wie bisher) in großem Umfang Gold kauft, weil dies für Indien zu Handelsbilanzproblemen durch die große Menge des eingeführten Goldes führt.

Jüngste Idee des Finanzministers ist die Ausgabe von staatlichen Gold-Bonds.

Von Oktober 2018 bis Februar 2019 gibt die indische Regierung sogenannte Sovereign Gold Bonds aus. Die Zentralbank Indiens gibt diese Gold-Anleihen anstelle bisheriger Staatsanleihen aus. Der Preis der Gold-Anleihen wird in Rupien täglich gefixt und orientiert sich am täglichen Preis für Feingold (999), der von der Indischen Bullion und Goldschmuck Vereinigung (India Bullion and Jewellers Association) veröffentlicht wird. Bei der Erstausgabe legt man den Durchschnittspreis der drei letzten Werktage vor Ausgabe zugrunde. Die Verzinsung liege bei 2,5% p.a. und werde halbjährlich ausgezahlt.

So will man der Bevölkerung das Gefühl geben, in Gold zu investieren, verhindere aber, dass das Geld der Anleger dazu genutzt wird, um gegen Devisen Gold im Ausland zu kaufen. Ob die Anleihen ein Erfolg werden, bleibt abzuwarten. Ebenso bleibt abzuwarten, was die Regierung macht, wenn der Goldpreis stark steigt und dann die Anleihen zu einem deutlich höheren Preis wieder abgegeben werden.

 

 

Juli, August und September sind gute Monate für den Goldpreis

Statistisch gesehen über die letzten Jahre waren folgende Monate im Schnitt mit einer positiven Goldpreisentwicklung verbunden:

Gute Monate für Goldpreis

  • Januar
  • April
  • Juli
  • August
  • September
  • November

Alleine im August und September ist in der Vergangenheit der Goldpreis im Durchschnitt jeweils über 1,3% gestiegen.

Indische Hochzeitssaison als Ursache

Als Ursache dürfte die Hochzeitssaison in Indien herangezogen werden, für die große Mengen Gold (als Geschenke) benötigt werden. Spätestens ab August eines jeden Jahres steigt dann in Indien die Goldnachfrage drastisch an, was für einen Teil des statistisch erwiesenen Goldpreisanstiegs in den Monaten verantwortlich sein dürfte. Genau lässt sich natürlich nicht timen, wann die Großhändler und Schmuckfabrikanten in Indien das Rohmaterial einkaufen, – dies ist auch abhängig davon, wieviel sie bereits in den Vormonaten vorgekauft haben.

Indische Goldkäufe kommen noch

Indien hat im Juni vorsichtig Gold eingekauft. Mit 44 Tonnen rund 25% weniger als ein Jahr zuvor. Marktbeobachter schließen daraus, dass Indien für die Hochzeitssaison dann in den Monaten Juli und August stärker einkaufen wird. Für Juli wird mit 55 Tonnen Gold gerechnet.

Aktueller Goldpreis Kaufgelegenheit

Da der aktuelle Goldpreis in Euro mit 1073 €/oz deutlich unter den bereits erreichten Höchstkursen diesen Jahres liegt, gelten die jetzigen Goldkurse als Kaufkurse. Zuletzt hatten auch mehrere Banken (u.a. Bank of America, Saxo Bank) deutliche Goldpreisanstiege für die zweite Jahreshälfte vorhergesagt, die sich lediglich in der Höhe unterschieden. Basierend von jetzt 1260 $/oz lagen die niedrigsten Prognosen dieser Banken aber eher bei 1300$ und höher – bis hin zu über 1400$ für das nächste Jahr. Prognosen sind bekanntlich immer schwierig, vor allen Dingen, wenn sie die Zukunft betreffen. Man kann sich nicht darauf verlassen.

Statistikfreunde können beruhigt auf Juli, August und September setzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es auch dieses Jahr in diesen Monaten zu einer positiven Goldpreisentwicklung kommt, dürfte groß sein. Sell in May and go away gilt nur für den Aktienmarkt, nicht für Gold, was sich häufig umgekehrt zu Aktienmärkten verhält.

Goldnachfrage in China legt auch zu

In China wurden im ersten Halbjahr 2018 an der Börse Shanghai 1040 Tonnen (!) Gold bezogen, im Vorjahr wurden im vergleichbaren Zeitraum nur 984 Tonnen Gold dort gekauft. Die Nachfrage in China nach Investmentgold zieht also an. Damit dürfte China im Gesamtjahr über 2000 Tonnen alleine über die Börse in Shanghai an den Mann bringen. Eine gewaltige Menge. In Shanghai wird – abweichend zu anderen großen Goldbörsen – nicht etwa das Gold in 400-Unzen-Goldbarren gehandelt, sondern in handlichen 1kg-Goldbarren, die auch Privatinvestoren kaufen können.

 

Goldhändler geht ins Gefängnis, weil er 285 kg Gold mit Banknoten bezahlt hat

Der indischen Regierung sind die massiven Goldkäufe der indischen Bevölkerung seit langem ein Dorn im Auge. Weil das Gold alles gegen Devisen importiert werden muss, führen die starken indischen Goldkäufe zu einem Handelsbilanzdefizit.

Goldkäufe mit Schwarzgeld?

Weil die indische Regierung vermutete, dass ein Großteil der Goldkäufe mit Schwarzgeld bar abgewickelt wird, hatte man Ende 2016 quasi über Nacht die beiden größten indischen Banknoten einfach für ungültig erklärt. Man konnte diese allerdings in einer umständlichen Prozedur incl. Offenlegung der Personalien umtauschen in andere Banknoten. Aber nur in kleinen Mengen.  Dafür musste man stundenlange und teilweise tagelang Schlange stehen. Allerdings durfte man mit den außer Verkehr gesetzten Scheinen nicht mehr einkaufen. Auch kein Gold.

Indischer Händler im Gefängnis

Ein Goldhändler aus Mumbai, der Direktor der Firma Pushpak Bullions landete bereits im letzten Jahr im Gefängnis, weil ihm vorgeworfen wurde, dass er 285 Kilogramm Gold mit Geldscheinen bezahlt habe, die durch die sogenannte Demonetarisierung für ungültig erklärt wurden.  Die Anklage lautete auf Geldwäsche.

Fazit:

Papiergeld kann man für ungültig erklären, Gold nicht

Regierungen und Zentralbanken können zuvor für werthaltig erklärtes Papiergeld über Nacht für ungültig erklären und sogar die Menschen, die es danach benutzen, mit Gefängnis bestrafen. In Indien hat man über Nacht 86% des im Umlauf befindlichen Bargelds für ungültig erklärt. Alle 500- und 1000-Rupien-Scheine wurden für wertlos erklärt.

Gold kann man nicht für ungültig erklären. Es wird international anerkannt.

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Papiergeld kann über Nacht für wertlos erklärt werden, wie in Indien mit 500- und 1000-Rupien-Banknoten geschehen. Wer sein Vermögen in Goldmünzen und Goldbarren aufbewahrt (statt in Papiergeld-Bündeln) konnte sich entspannt zurücklehnen.

Wertlos-Erklärung ließ Stimmung in Bevölkerung kippen

Die Übernacht-Wertloserkärung der Banknoten ließ allerdings die Stimmung in der Bevölkerung kippen, – Beobachter rechnen für die nächste Wahl in 2019 mit einer Abwahl der bestehenden Regierung. Die höflich als Demonetarisierung bezeichnete Wertlos-Erklärung der großen Banknoten hat übrigens den eigentlich vorgegebenen Zweck überhaupt nicht erfüllt: Man wollte dadurch, dass man nur kleine Mengen der alten Geldscheine pro Umtausch zulässt erreichen, dass große Schwarzgeld-Bestände wertlos werden.  Bis Anfang 2018 waren allerdings bereits 99% der für wertlos erklärten Banknoten in neues Geld umgetauscht. Erreicht hat man allerdings, dass die Bevölkerung massiv Gold gekauft hat, weil sie gelernt hat, dass über Nacht Papiergeld wertlos werden kann.

 

Indien verdoppelt Silber-Einfuhren aus China

Im Jahr 2017 hat Indien massiv Silber aus China importiert. Nach bisher vorliegenden Zahlen hat China rund 65% der indischen Silber-Importe abgedeckt. Im Jahr 2017 hat Indien insgesamt 5.677 Tonnen Silber importiert, nach 2.794 Tonnen im Jahr zuvor.

3.621 Tonnen Silber aus China

Im Jahr 2017 hat China 3.621 Tonnen Silber nach Indien exportiert, das sind 65% der gesamten Silber-Importe Indiens. Das ist deshalb so bedeutend, weil im Jahr zuvor mit 977 Tonnen Silber nur 35% der indischen Silberimporte aus China kamen. Es hat sich also nicht nur die Menge der nach Indien gebrachten Silbers deutlich erhöht, sondern auch der Marktanteil der chinesischen Lieferanten daran.

Große Silber-Tresore in Sri City

In Sri City in Indien werden mehrere große Silbertresoranlagen betrieben, u.a. durch den Wertelogistiker Brinks. Dort können Edelmetalle auch zollfrei gelagert werden.

China erlaubt 4.500 Tonnen steuerfreies Silber

China hat zu Zwecken des Exports nach Indien die mehrwertsteuerfreie Ausfuhr von bis zu 4.500 Tonnen Silber pro Jahr erlaubt.  In China selber gilt ansonsten ein Mehrwertsteuersatz auf Silber von 17%.

Russland und Großbritannien Silber-Lieferanten

Nach China kommen die größten Silber-Lieferanten für Indien aus Russland und Großbritannien.

Silberschmuck statt Silbermünzen

Während in Deutschland Anleger vor allen Dingen Silbermünzen oder Silberbarren (Münzbarren) zur Geldanlage in Silber kaufen, werden in Indien Schmuckgegenstände aus Silber gerne gekauft, die dort kurz über dem reinen Silber-Materialwert angeboten werden.

 

 

Goldpreis wird über 1400$ gehen – sagt ING Edelmetall Spezialist

Geht es nach dem ING Edelmetall-Spezialisten Oliver Nugent, ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann der Goldpreis die 1400$-Marke überschreitet. Nugent betont, dass die REAL-Zinsen auch dieses Jahr niedrig bleiben werden, inflationsbedingt. Das gelte auch dann, wenn die US-Notenbank dieses Jahr noch zweimal die Zinsen erhöhen würde, was sie angekündigt hat. Die Notenbank würde mit der Inflationsentwicklung zu kämpfen haben, was den Goldpreis nach oben treiben wird.

Goldpreis oszilliert um 1350$/oz

Der Goldpreis bewegt sich die letzten Tage rund um das Niveau von 1350$/oz, respektive 1090 €/oz, was der hohen Nachfrage nach Gold zu verdanken ist. In Indien ist aktuell das sogenannte Akshaya Tritiya – Festival, was vor allen Dingen von Hindus begangen wird und Glück im Frühling bringen soll. Traditionell wird dies auch mit Goldkäufen und Goldgeschenken begangen, was für einen Nachfrageschub in Indien sorgt.  Indische Medien berichten von 15% mehr Verkäufen: Economic Times Indien

Am heutigen Morgen notierte der Goldpreis in Euro bei 1088,69 €/oz, Silber notierte in London heute Vormittag bei 16,86 $/oz.

Chinesen fangen auch an, Gold-ETFs zu kaufen

In China fangen die Anleger auch an, Papiergold zu kaufen. Die Nachfrage nach physischem Gold in Form von Goldbarren ging zurück, dafür wurden tonnenweise Papiergold-Zertifikate gekauft. Alleine der Bosera Gold ETF hatte in China dieses Jahr Mittelzuflüsse im Volumen von über 550 Millionen US-Dollar, das ist der höchste Zufluss seit der Erstlistung in 2014.

Das weltweit mehr als 100x soviel Lieferansprüche auf Gold gehandelt werden, als überhaupt Gold existiert und es dadurch zu langen Gesichtern kommen könnte, wenn alle gleichzeitig ihren Lieferanspruch geltend machen würden, scheint auch chinesische Anleger nur begrenzt zu interessieren.

Gold-Charttechnik

Aufsetzend auf einer Unterstützunglinie bei 1301 $ stieg der Goldpreis dieses Jahr steil an, bis er bei 1355$ auf Widerstand stieß, was ihn wieder sinken ließ. Die Zwischenunterstützungslinie bei 1325$ sorgte wieder für einen Goldpreisanstieg. Mittlerweile hat sich der Preis für die Feinunze Gold oberhalb von 1341$ etabliert. Bleibt der Goldpreis über der Linie von 1325$, was aktuell so aussieht, wird es über kurz oder lang wieder zum Angriff auf die 1355$-Linie kommen, um nach deren Überschreiten Richtung 1366$ zu steigen. Hier dürften erst einmal wieder Verkäufe einsetzen. Dann allerdings ist bei nachhaltigem Überschreiten die Richtung klar: Zunächst auf 1385$ und dann auch Richtung 1415$. Dies aus charttechnischer Sicht. Bei einem unwahrscheinlichen Abrutschen unter 1325$ wäre eine Korrektur bis 1301$ denkbar, um dann wieder die Fahrt nach oben aufzunehmen.

Wie sich die Goldnachfrage die letzten 30 Jahre entwickelt hat …

Gold wird seit Jahrtausenden von Menschen gekauft, geschätzt und gehortet. Doch wie hat sich die Goldnachfrage die letzten 30 Jahre entwickelt und was bedeutet das für den Goldpreis? Welche Entwicklung der Nachfrage in der Zukunft ist wahrscheinlich?

Goldnachfrage in China um 2.500% gewachsen

Wesentlich für die Entwicklung in den letzten 30 Jahren ist die gewaltig gestiegene Goldnachfrage in China und Indien. Während im Jahr 1987 aus China Gold im Volumen von 35 Tonnen nachgefragt wurde, waren es 2016 bereits 915 Tonnen! Ein Vielfaches. Ähnlich verhält es sich in Indien: Dort wurden 1986 bereits erstaunliche 165 Tonnen Gold nachgefragt, was sich bis 2016 auf 666 Tonnen vervielfachte.

Goldnachfrage-Verschiebungen auf der Welt

Die nachfolgende Grafik des World Gold Councils macht die Veränderungen der Welt-Goldnachfrage in den letzten 30 Jahren deutlich:

Goldnachfrage weltweit von 1987 bis 2016 (Quelle: WGC)

Warum ist das für die Goldpreisentwicklung wesentlich?

Während in den Köpfen vieler Deutscher bis vor wenigen Jahren China noch als Entwicklungsland existierte und man sich den typischen Chinesen als Reisbauer mit Strohhut und nackten Füßen im Reisfeld vorstellte, rutschen  in China und Indien jedes Jahr mehr als 100 Millionen Menschen in Wohlstandsregionen und verdienen vergleichbare Gehälter wie in westlichen Ländern, haben I-Phones, Flachbildschirme und verreisen in die ganze Welt. Wer in Neuschwanstein, Titisee oder Heidelberg einmal die Touristenströme analysiert, wird dies bestätigen können. Wesentlich aber ist, dass in diesen Ländern eine starke Affinität zum Gold kaufen zu Geldanlagezwecken besteht: In Indien mehr als Goldschmuck, in China als Goldbarren, Goldmünze oder Goldmedaille. Bei steigender Bevölkerungsanzahl und starkem Zuwachs des Bevölkerungsanteils, der so verdient, dass er sich ein Leben nach westlichem Standard leisten kann, wird auch die Goldnachfrage aus Asien stetig steigen. Dies dürfte sich in einem steigendem Goldpreis wiederspiegeln. Es gilt heute schon als unwahrscheinlich, dass die Goldnachfrage in anderen Ländern überhaupt nur theoretisch so stark zurückgehen könnte, wie sie in Asien steigt.

Wohl können kurzfristige Goldverkäufe, vor allen Dingen institutioneller Anleger den Goldpreis kurzfristig drücken, – langfristig dürfte sich aber der Nachfrageüberhang aus Asien Goldpreis-erhöhend auswirken. So die einhellige Meinung fast aller Gold-Analysten.

Wichtig: junge Leute kaufen Gold

In Asien kaufen vor allen Dingen auch junge Leute Gold. Sie mißtrauen dem Bankensystem und wollen bleibende Werte zum Anfassen. Keine Versprechen des Staates oder einer Bank. Während der Neujahresfestlichkeiten in Asien waren Goldgeschäfte in Asien teilweise ausverkauft, so groß war die Nachfrage nach Gold. Siehe z.B. auch Bericht in einer asiatischen Zeitung: Gold ausverkauft

Goldnachfrage in Deutschland: Goldbarren und Goldmünzen

Der typische Geldanleger in Deutschland, der in Gold investiert, tut dies – wenn er sich nicht von Banken zu Papiergoldinvestments hinreißen lässt – durch den Kauf von Goldmünzen oder Goldbarren. Die Hauptnachfrage bei den Anlagegoldmünzen entfällt dabei auf die folgenden vier Goldmünzentypen:

Bei den Goldbarren werden neben 1 Gramm Goldbarren vor allen Dingen die 100g Goldbarren und die 1oz Goldbarren nachgefragt.

Meistverkaufte Goldmünze: Krügerrand 1oz Gold aus Südafrika

Indien importiert in 2017 53% mehr Gold als im Vorjahr: 846 Tonnen

Die indischen Goldimporte sind im letzten Jahr dramatisch angestiegen: Von 550 Tonnen im Jahr 2016 musste der Import von Gold in 2017 auf 846 Tonnen gesteigert werden, um der Nachfrage nach Gold im Inland Herr zu werden.

Indien ist nach China zweitgrößter Goldnachfrager

Indien und China sind nach wie vor die größten Goldnachfragernationen, wobei China auf Platz 1 liegt. Während in China mehr Goldbarren, Goldmünzen und Goldmedaillen gekauft werden, kauft der Durchschnittsinder sein Gold in Form von Goldschmuck, der in Indien kurz über dem reinen Materialwert gehandelt wird.

Alleine im Dezember 2017 hat Indien 70 Tonnen Gold importiert (Vorjahres-Dezember: 49 Tonnen), – die Nachfrage war auch während der Festival- und Hochzeitssaison sehr hoch.

Indien wehrt sich gegen Goldimporte

Der Staat Indien versucht, sich mit diversen Methoden gegen den Goldhunger der Bevölkerung zu wehren, so gilt aktuell eine Goldimportsteuer in Höhe von 10% auf das importierte Gold. Beim Verkauf wird zusätzlich eine Steuer in Höhe von 3% erhoben (Goods and Services Tax GST). Aber auch diese Maßnahmen führten nicht zu einer verringerten Goldnachfrage. Allenfalls dazu, dass der Schmuggel mit Gold aufblüht. Nahezu jeden Tag wird in Indien an Flughäfen oder anderen Zollstationen jemand aufgegriffen, der größere Goldmengen ins Land schmuggeln will – unter Umgehung der zehnprozentigen Einfuhrsteuer.

Goldpreis am Donnerstag

Am Donnerstagmorgen notiert der Goldpreis in US-Dollar bei 1328$/oz und der Goldkurs in Euro liegt bei 1087 €/oz. Silber notiert bei 17,07 $/oz, respektive 13,99 €/oz. Meistnachgefragte Silbermünze am Vortag war das australische Känguru 1 oz Silber, bei den Goldunzen der Krügerrand in Gold.

 

 

Indiens Goldimporte sind um 67% gestiegen

Die offiziellen Goldimporte nach Indien sind in 2017 um 67% gestiegen – auf ein Niveau von 855 Tonnen im Jahr.

Indien nach China zweitgrößter Goldkäufer

Nach China ist aktuell Indien der weltweit zweitgrößte Käufer von Gold. Während in China Gold häufig in Form von Goldbarren, Goldmünzen und Goldmedaillen gekauft wird, überwiegt in Indien der Goldkauf in Form von Goldschmuck, welcher in Indien aber traditionell kurz über dem reinen Goldpreis verkauft wird.

Goldpreis in Indischen Rupien plus 13%

Auch in der Währung Indiens ist der Goldpreis im Jahr 2017 um 13% gestiegen (in US$ um 14%), was für die indischen Käufer ein Grund sein könnte, weiter massiv Gold zu kaufen.

Banknoten-Außerkurssetzung hatte nur kurzen Effekt

Die im letzten Quartal 2016 außer Kurs gesetzten Banknoten von 500 und 1000 Rupien, die quasi über Nacht für ungültig erklärt wurden, hatten in Indien einen Schock ausgelöst. Die beiden größten Banknoten waren plötzlich nichts mehr wert und konnten nur umständlich gegen Registrierung unter bestimmten Auflagen gegen kleinere umgetauscht werden. Kurz danach hat man größere Bargeschäfte anonymer Art in Indien verboten, auch für Gold. Hier musste man allerdings nach Protesten aus der Bevölkerung zurückrudern.

Täglich illegale Importe von Gold

Zu den um 67% gestiegenen legalen Goldimporten Indiens dürften sich noch gewaltige Mengen illegaler Importe von Gold gesellen, die die Inder tätigen, um eine im Land geltende Steuer zu umgehen. Quasi täglich werden kiloweise illegale Goldimporte in den indischen Zeitungen vermeldet: Sowohl über Flughäfen als auch über offizielle Straßengrenzen, hier eine Auswahl:

…wobei die entdeckten illegalen Importe sicher nur die Spitze eines Eisbergs sind.

Gold in Deutschland steuerfrei kaufen

Derartige Schmuggelmethoden sind in Deutschland nicht notwendig: In Deutschland kann man aktuell Anlagegold wie Bullionmünzen oder Goldbarren mehrwertsteuerfrei kaufen. Auch der anonyme Kauf von Gold ist in Deutschland bis 9999,99 Euro pro Person noch möglich.

Goldpreis weiter fest

Der Goldkurs ist auch am Donnerstag noch weiter fest, der Goldpreis in Euro notiert um 1092 €/oz, der Silberpreis um 14,28 €/oz. In Dollar entspricht dies am Donnerstag-Nachmittag: 1318 $/oz für Gold und 17,23 $/oz für Silber.

Krügerrand 2018 besonders gefragt

Besonders gefragt waren im Onlinehandel heute die neuen Krügerrand 2018 Goldmünzen, die die South African Mint aufgrund der großen Nachfrage nach Anlagegold bereits produziert hat. Stark nachgefragt im Silberbereich waren vor allen Dingen Maple Leaf Münzen und die Känguru Silberunzen 2018 der Perth Mint.

 

 

In Indien wird immer mehr Gold gegen Bargeld gekauft

Der indischen Regierung sind die Goldkäufe der eigenen Bevölkerung ein Dorn im Auge, sorgen sie doch für ein Handelsbilanzdefizit, da Indien die gewaltigen Mengen an Gold, die die Bevölkerung jeden Monat kauft, gegen Dollars importieren muss.

Der Inder schenkt Gold zur Hochzeit und zu Festivals

In Indien ist es in weiten Teilen der Bevölkerung Brauch, zu Hochzeiten und zu Festivals Gold zu schenken – und dies seit Jahrhunderten. Durch Einführung von Steuern, Abgaben oder Registrierungspflichten ließ sich das in der Vergangenheit allenfalls kurzzeitig beeinflussen, aber nicht nachhaltig reduzieren.

Registrierungsgrenze musste geändert werden

Zuletzt musste im Oktober die Registrierungsgrenze, ab der ein Goldkäufer sich mit Ausweis registrieren lassen musste, von 50.000 auf 200.000 Rupien erhöht werden – nach massivem Druck aus der Bevölkerung und dem Goldhandel. Das neue Limit (ca. 2600 Euro) sorgte dafür, dass Inder ohne Registrierung etwas mehr als 70 Gramm Gold kaufen konnten. Das Limit wurde rechtzeitig vor der in Indien für den Goldhandel so wichtigen DIWALI-Festivalsaison angepasst.

3+8% Steuern auf Gold

In Indien gibt es aktuell immer noch eine Steuer auf Gold in Höhe von 3% (GST), zu der sich weitere 5% gesellen, wenn aus dem Gold etwas hergestellt wurde (fabrication fees). Die relativ hohe Besteuerung von Gold führt dazu, dass nahezu täglich an den Grenzen und Flughäfen Indiens Goldschmuggler gefasst werden, die kiloweise Gold nach Indien schmuggeln wollen.

Barzahlungsquote hat sich signifikant erhöht

Wurde Gold in den Vorjahren zu 60 bis 70% unbar oder gegen Festhaltung de Käuferdaten bezahlt, in der Regel durch eine der Banküberweisung gleichgestellte Zahlung, stellten Analysten dieses Jahr nur noch einen Unbar-Anteil von 40-50% fest, was im Umkehrschluss bedeutet, dass mittlerweile 50 bis 60% der indischen Käufer, es vorziehen, Gold anonym zu kaufen. Z.B. indem sie Gold gegen Bargeld unter 200.000 Rupien einkaufen, – im Goldmünzen-Bereich wären dies klassischerweise 2 Goldunzen.

Goldschmuggel lässt offizielle Importe sinken

Wie sehr der Goldschmuggel zur Umgehung der Steuern mittlerweile grassiert, wird an den offiziellen registrierten Goldimporten Indiens deutlich: So wurden im November 2017 55 Tonnen Gold offiziell nach Indien importiert. Auf offiziellem Weg waren es im Vorjahr noch 100,6 Tonnen. Eine 10%ige Gold-Importsteuer animiert zahlreiche Akteure am Goldmarkt, das Gold unversteuert ins Land zu bringen. Der offizielle Goldverbrauch Indiens könnte in 2017 auf ein 8-Jahres-Tief fallen. Der tatsächliche Goldverkauf in Indien dürfte jedoch auf einem Hochstand sein. Bis zum Jahresende werden sich alleine  die offiziellen Goldimporte Indiens wohl auf rund 650 Tonnen für das Jahr 2017 addieren.

200-300 Gramm Gold zur Hochzeit

Nach jüngsten Erhebungen werden zu indischen Hochzeiten im bevölkerungsreichen Land im Schnitt 200 bis 300 Gramm Gold geschenkt. Bisher konnte die Regierung dies nicht nachhaltig verändern. Durch keine Steuer und keine Abgabe.

Goldpreis hat Potential bis 1400$ in 2018 – sagt Macquarie

Der Goldkurs in US-Dollar hat im nächsten Jahr (2018) Potential bis auf ein Niveau von 1400 Dollar, sagen die Analysten von Macquarie.

Goldpreis in Euro von 1183 €/OZ

Basierend auf dem jetzigen Dollar/Euro-Verhältnis von 1,1832 würde dies ein Potential von 1183€ für den Goldpreis in Euro bedeuten. Wer jetzt Gold kauft, kann also hoffen, dass im nächsten Jahr der Goldpreis fast 100 Euro höher sein wird als dieses Jahr.

Wie kommt Macquarie auf diese Goldpreisentwicklung?

Macquarie als weltweit tätiges Investment- und Wertpapierunternehmen und Vermögensverwalter von besonders reichen Vermögenden (High Net Worth Individuals) ist in Deutschland bekannt geworden durch den Kauf des Derivategeschäftes der Privatbank Sal. Oppenheim. Sämtliche Investment-Banking Transaktionen der Kunden von Julius Bär werden von Macquarie betreut. Doch warum sieht die aus Australien stammende Bank für die nächsten 12 bis 24 Monate Gold als Outperformer und Gewinner?

Die Analysten dort sehen vor allen Dingen einen schwachen Dollar in Amerika. Auch wenn die FED die Zinsen erhöhen werde, was als wahrscheinlich gilt, wird der Dollar schwächeln. Die Analysten sind außerordentlich skeptisch, ob es der bestehenden US-Regierung gelingt, die US-Wirtschaft deutlich zu beleben. Politische Risiken würden zudem Gold beflügeln.

Silberpreis könnte stärker steigen

Silber könnte nach Meinung von Macquarie noch stärker steigen als der Goldpreis, weil die globale Nachfrage, vor allen Dingen aus der Industrie nach Silber zunehme. Silber als Hybrid-Metall, welches sowohl für Anleger wie für industrielle Verwender benötigt wird, wird voraussichtlich die nächsten 12 Monate prozentual stärker zulegen als Gold, so die Einschätzung der Macquarie-Analysten.

Goldnachfrage in Indien zieht an

Die Goldnachfrage in Indien zieht wieder an. Indien – als eines der Hauptnachfrageländer für Gold weltweit – hat im September 31% mehr Gold importiert als im Vorjahr, haben Daten des Edelmetall-Analyseinstituts GFMS ergeben. Im Vorfeld der großen Festivals in Indien habe die Goldnachfrage deutlich angezogen, wird von indischen Gold-Großhändlern berichtet.

Indien gilt als weltweit zweitgrößte Goldnachfragenation und stellt damit einen wichtigen Faktor für die Goldpreisentwicklung dar. Eine steigende Goldnachfrage in Indien hat sich in der Vergangenheit häufig in Richtung eines Goldpreisanstiegs ausgewirkt. Kaufen die Inder weiterhin so kräftig Gold, könnte sowohl der Goldpreis in Euro wie auch die Notierung in Dollar steigen.

Gold kaufen in Indien wieder leichter

In Indien hatte ein Geldwäschegesetz, welches eigentlich für Banken geschaffen war, bei Goldhändlern für Aufregung gesorgt. Danach hätten Goldhändler und Juweliere jeden Kauf über 50.000 Rupien (ca. 650 Euro) an eine staatliche Einrichtung melden müssen. Als die ersten Händler damit anfingen und massenhaft die Meldebehörde mit Meldungen bombardierten, ruderte die indische Regierung zurück und relativierte die Vorschrift dahingehend, dass sie für Juweliere wohl nicht gelte. Dies führte zu einem Anstieg des Goldhandels in Indien. Für Oktober rechnen Marktteilnehmer mit indischen Goldimporten jenseits der 70-Tonnen-Grenze, weil im Vorfeld des Diwali-Festivals wieder mit starken Goldkäufen gerechnet werden müsse.

Aufgeld für physisches Gold in China steigt

In China steigen aktuell die Aufgelder für tatsächlich geliefertes physisches Gold in Form von Goldbarren oder Goldmünzen, weil die Nachfrage so stark ist, dass häufig gar nicht schnell genug Ware herangeschafft werden kann. Teilweise wurden auch im Großhandel Preise von 14$ über den eigentlich Gold-Spotpreisen in China bezahlt, wenn zeitnah physisch geliefert werden konnte, vermeldete die Schweizer MKS Group (vormals Pamp).Die zumeist staatlichen großen Goldshops in Tokyo, Shanghai und anderen chinesischen Metropolen haben jeden Tag Hunderte Kunden, die physisch Gold kaufen.