Türkische Anleger vervierfachen mit Gold ihr Vermögen – der Türkei gehen die Dollar aus

Die Türkei ist in einer der schwersten Krisen der letzten Jahre: Die türkische Währung hat dieses Jahr schon zweistellig an Wert verloren, Präsident Erdogan rät den Bürgern alle Dollars, die sie haben, zu verkaufen und in Lire zu tauschen. Auch sollten die Türken eigenen Goldschmuck an Banken verkaufen, damit die Banken für die Dollars, die sie dafür bekommen, türkische Lira am Weltmarkt kaufen können, um diese zu stützen.

Türkische Anleger haben mit Gold gutes Geschäft gemacht

Wer in der Türkei gegen türkische Lira vor 3 Jahren Gold gekauft hat, bekommt heute ca. 4x soviel Lira zurück, wenn er es wieder verkauft. Tatsächlich verkaufen auf dem für Türken hohen Niveau einige Anleger ihr Gold in der Türkei. Auch gibt es Gold-Sammel-Aktionen von Vereinen, die Erdogan unterstützen wollen. So berichtete die Stuttgarter Zeitung von einem Verein AHID, der am Wochenende 65 Goldketten, 195 Goldmünzen, 2500 Euro und 3000 Euro einsammeln konnte, um damit Lira zu kaufen.

Lange Schlangen bei Banken und Wechselstuben

Viel größer ist aber die Bewegung von Anlegern, die Angst um ihr Vermögen haben und lieber Dollar und Gold kaufen wollen, aber in der Türkei werden die Dollars langsam knapp: Am Freitag vermeldeten bereits zahlreiche Banken und Wechselstuben, dass sie keine Dollar-Banknoten mehr haben: AUSVERKAUFT

Noch gibt es Gold in der Türkei

Gold gibt es aber noch in der Türkei und es darf auch noch verkauft werden, psychologisch erscheint es allerdings für viele Türken jetzt als teuer, einige Juweliere in Instanbul und Ankara stöhnen schon, dass die Käufe zurückgehen. Auch Lebensmittelpreise und Preise für andere Gegenstände des täglichen Gebrauchs werden in der Türkei deutlich teurer, die Inflationsrate wird dieses Jahr mit 15 bis 16% angegeben.

Erdogan steuert gegen

Präsident Erdogan und sein Schwiegersohn, der Finanzminister der Türkei ist, steuern gegen. Man beeilte sich, mitzuteilen, dass einige Milliarden Dollar und Gold zur Verfügung gestellt wurden, um damit Lira zu kaufen. Als wahrscheinlich darf gelten, dass die Türkei, die in den letzten Jahren als Goldkäufer am Markt auftrat, aktuell große Mengen Gold VERKAUFT hat, um am Markt türkische Lira dafür zu kaufen. Das würde den deutlichen Kursrücksetzer bei Gold die letzten Tage in Euro und Dollar erklären. In der Türkei verlieren einige Goldhändler bereits das Vertrauen in die Regierung, berichtet die Schweizer Zeitung NZZ

Erdogan – Chance für europäische Gold-Käufer?

Des Einen Leid, des Anderen Freud: Für in Euro denkende Anleger könnte die Not der Türkei und deren vermutete Gold-Verkäufe eine Chance sein, nochmal preiswert an Gold zu kommen. Zu niedrigem Niveau macht es in Euro zahlenden Käufern natürlich doppelt so viel Freude, Gold zu kaufen.

Goldpreis in Euro günstig wie lange nicht

Der Goldpreis in Euro notierte zum Wochenausklang mit Preisen um 1030 €/oz so günstig wie schon lange nicht mehr. Auch der Goldkurs in Dollar mit 1185 $/oz befand sich auf niedrigem Niveau.

Deutsche Anleger kaufen massiv Gold

Deutsche Anleger nutzten auf jeden Fall zum Wochenausklang die niedrigen Preise massiv zum Gold kaufen, besonders gefragt waren die Goldmünzen Maple Leaf und der Krügerrand in Gold. Offensichtlich denken viele deutsche Investoren, dass mit den jetzigen Preisen das Ende eines Preisrücksetzers erreicht ist. Es ist noch gar nicht so lange her, da mussten Anleger 100 Euro mehr pro Goldunze für eine solche Goldanlagemünze zahlen. Das niedrige Preisniveau reizt daher zum Kauf. Auch beliebt am Freitag bei Goldmünzen-Käufern: Die neue deutsche Goldmünze KONTRABASS, die die Bundesregierung am 10.8.2018 ausgegeben hat.

Krügerrand Goldpreis 2018
Deutsche Anleger kaufen in der Türkei-Krise massiv Krügerrand-Goldmünzen, weil der Kurs in Euro günstiger geworden ist.

In der Türkei laufen dieses Jahr Kredite für 230 Milliarden Euro aus

In der Türkei laufen dieses Jahr Staatskredite und Kredite privater Gläubiger im Volumen von 230 Milliarden Euro aus, die entweder bezahlt oder umfinanziert werden müssen. Der deutsche Finanzminister Scholz möchte den Kollegen in der Türkei die Zuhilfenahme des Internationalen Währungsfonds IWF anraten, was man in der Türkei bislang kategorisch abgelehnt hat. Der IWF hatte allerdings nur 30 bis 70 Milliarden angeboten – und auch nur, wenn die Türkei in der Bevölkerung unpopuläre Haushaltskürzungen vornimmt. Die Türkei hat signalisiert, dass sie sich lieber Geld in Russland oder den Golfstaaten leihen würde. Erste Zusagen aus den Golfstaaten seien bereits erfolgt.

Bekommt die Türkei die Umfinanzierung gestemmt, dürfte der Goldpreis wieder deutlich anziehen. Präsident Erdogan dürfte alles daran setzen.

In den letzten drei Monaten hat sich der Wert der Währung fast halbiert:

Infografik: Der Verfall der türkischen Lira | Statista (Infografik von Statista)

ICBC Standard Bank sieht Goldpreis am Jahresende bei 1300$/oz

Der Goldpreis ist aktuell verglichen mit den Preisen in den letzten 12 Monaten auf einem sehr niedrigen Niveau. Das soll sich zum Jahresende hin ändern, meint die ICBC Standard Bank Plc, die immerhin als die größte Bank der Welt gilt:

Goldpreisentwicklung über 1260 bis hin zu 1300$/oz

Der Goldpreis in US$ solle sich von aktuell 1211 $/oz im dritten Quartal 2018 zunächst Richtung 1260 $/oz bewegen, um dann gegen Jahresende das Jahr bei einem Niveau von 1300$/oz zu beenden.

Zinserhöhungen der FED schon eingepreist

Die Bank geht von zwei weiteren Zinserhöhungen in den USA dieses Jahr aus, die aber schon in den Goldpreis eingepreist seien. Auch wenn theoretisch der Goldpreis auch kurz unter die Grenze von 1200$/oz rutschen könnte, befände man sich aktuell am unteren Ende einer möglichen Entwicklung und der aktuelle Goldpreis würde für Investoren eine gute Gelegenheit zum Einstieg sein. Es sei überdies fraglich, ob die US-Verbraucher höhere Zinsen überhaupt aushalten – oder ob es dann nicht zu Problemen bestehender Kreditkunden kommen würde und die Konjunktur in den USA deutlich bremsen würde.

Erdogan fordert Türken zum Goldverkauf auf

Der türkische Präsident Erdogan hat die Bevölkerung dazu aufgefordert, etwaig vorhandene Devisen und Gold gegen Lire zu verkaufen, um die anhaltende Abwertung der türkischen Währung zu stoppen. Im Juli lag die Inflation in der Türkei bei knapp 16%, – so hoch wie seit 14 Jahren nicht mehr. Die Währung hat dieses Jahr gegen Dollar schon ein Fünftel ihres Wertes verloren, wogegen Türken, die ihr Geld in Gold angelegt haben, geschützt waren. Frühere Aufrufe des türkischen Präsidenten, dass die Bevölkerung Gold vermöge, verhallten jeweils weitgehend erfolglos. Der türkische Finanzminister Albayrak, ein Schwiegersohn Erdogans, strebt für 2019 eine Inflation von nur 9,3% an, die nach Meinung von Experten nur schwer eingehalten werden kann, wenn die jetzigen Preissteigerungen in der Türkei weiter anhalten.

Goldpreis in Euro leicht fester

Der Goldpreis in Euro ist zu Wochenbeginn leicht fester. Gegen Mittag notierte er am Montag um 1049 €/oz. Europäische Anleger nutzten das tiefe Goldpreis-Niveau für massive Käufe von Goldbarren und Goldmünzen. Der Krügerrand in Gold war dabei wieder die meistverkaufte Anlagemünze, dicht gefolgt vom kanadischen Maple Leaf in Gold. Bei Silber-Anlegern setzte eine massive Nachfrage nach den neuen Silber-Krügerrand-Münzen ein, die ab August 2018 erstmals unlimitiert für Anleger ausgegeben werden.

Gold war schon lange nicht mehr so preiswert – Russen kaufen tonnenweise Goldbarren

Der Goldpreis liegt im heutigen Mittagshandel bei rund 1048 Euro/Unze und damit so günstig wie seit langem nicht mehr. Der Goldkurs in US-Dollar bewegte sich um ein Niveau vom 1227 $/oz.

Russland kauft 15,5 Tonnen Gold

Glaubt man den Statistiken der russischen Zentralbank, so hat die Bank of Russia alleine im Juli Gold im Gewicht von 15,55 Tonnen dazu gekauft. Damit addieren sich die Käufe der Zentralbank Russlands dieses Jahr schon auf mehr als 105 Tonnen. Russland hält nun über seine Staatsbank 1943 Tonnen Gold.

US-Staatsanleihen abgestoßen – Gold gekauft?

Einen Teil des Goldes könnte die Bank of Russia mit dem Verkauf von US-Staatsanleihen finanziert haben, – Russland befindet sich aktuell nicht mehr unter den 30 größten Kreditgebern der USA, zu denen es lange Zeit gehörte. Zuletzt stand Russland noch auf Platz 22 der Liste. Größter Besitzer von US-Staatsanleihen ist weltweit China, die für ca. 1,2 Billionen US-Dollar Staatsanleihen besitzen. Durch massive Verkäufe könnte China so sowohl den Dollarkurs wie auch das Zinsniveau in den USA beeinflussen.

Im April verkaufte die Bank of Russia US-Staatsanleihen im Volumen von 47,5 Milliarden US$ ab, im Mai 33,8 für 33,8 Milliarden US-Dollar. Russland besitzt nunmehr nur noch US-Staatsanleihen im Volumen von 14,9 Milliarden US-Dollar – was der tiefste Stand seit 2007 ist.

Schweiz exportiert 400 Tonnen Gold nach China

Auch die Schweiz vermeldet für das erste Halbjahr Exporte von rund 400 Tonnen Gold nach China (274 Tonnen Festland, 126 Tonnen Hong Kong). Da China auch von anderen Ländern wie den USA, Australien oder Großbritannien Gold importiert, vermag man zu ermessen, wie groß der Goldhunger der chinesischen Bevölkerung ist. China hat mit seinen 400 Tonnen mehr als die Hälfte aller Schweizer Goldexporte (718 Tonnen) im ersten Halbjahr 2018 ausgemacht. Sieht man die Goldhandelsaktivitäten an der Shanghaier Goldbörse, wo 1kg Goldbarren gehandelt werden, stellt man fest, dass im ersten Halbjahr in China über 1000 Tonnen Gold gekauft worden sind. Nicht von der Staatsbank, sondern von der Bevölkerung oder institutionellen Anlegern.

Mongolei kauft auch Gold

Dagegen muten die 8,3 Tonnen Gold, die die Staatsbank der Mongolei als Zukauf vermeldet hat, gerade zu minimalistisch, zeigen aber, dass auch andere Zentralbanken auf Gold als Geldanlage setzen. Bei allen Schwankungen, denen der Goldpreis unterliegen kann.

Deutsche Anleger kaufen massiv Gold

Deutsche Anleger nutzen die niedrigen Goldkurs massiv zum Kauf, die Nachfrage ging von ohnehin schon starkem Niveau in einzelnen Gattungen teilweise mehr als 50% nach oben. Besonders gefragt waren Krügerrand Goldmünzen aus Südafrika und Känguru Goldmünzen aus Australien. Bei den Silbermünzen gingen massive Bestellungen für die neuen Krügerrand Silbermünzen 2018 ein, zudem massive Orders für das australische Silber-Känguru.

 

Juli, August und September sind gute Monate für den Goldpreis

Statistisch gesehen über die letzten Jahre waren folgende Monate im Schnitt mit einer positiven Goldpreisentwicklung verbunden:

Gute Monate für Goldpreis

  • Januar
  • April
  • Juli
  • August
  • September
  • November

Alleine im August und September ist in der Vergangenheit der Goldpreis im Durchschnitt jeweils über 1,3% gestiegen.

Indische Hochzeitssaison als Ursache

Als Ursache dürfte die Hochzeitssaison in Indien herangezogen werden, für die große Mengen Gold (als Geschenke) benötigt werden. Spätestens ab August eines jeden Jahres steigt dann in Indien die Goldnachfrage drastisch an, was für einen Teil des statistisch erwiesenen Goldpreisanstiegs in den Monaten verantwortlich sein dürfte. Genau lässt sich natürlich nicht timen, wann die Großhändler und Schmuckfabrikanten in Indien das Rohmaterial einkaufen, – dies ist auch abhängig davon, wieviel sie bereits in den Vormonaten vorgekauft haben.

Indische Goldkäufe kommen noch

Indien hat im Juni vorsichtig Gold eingekauft. Mit 44 Tonnen rund 25% weniger als ein Jahr zuvor. Marktbeobachter schließen daraus, dass Indien für die Hochzeitssaison dann in den Monaten Juli und August stärker einkaufen wird. Für Juli wird mit 55 Tonnen Gold gerechnet.

Aktueller Goldpreis Kaufgelegenheit

Da der aktuelle Goldpreis in Euro mit 1073 €/oz deutlich unter den bereits erreichten Höchstkursen diesen Jahres liegt, gelten die jetzigen Goldkurse als Kaufkurse. Zuletzt hatten auch mehrere Banken (u.a. Bank of America, Saxo Bank) deutliche Goldpreisanstiege für die zweite Jahreshälfte vorhergesagt, die sich lediglich in der Höhe unterschieden. Basierend von jetzt 1260 $/oz lagen die niedrigsten Prognosen dieser Banken aber eher bei 1300$ und höher – bis hin zu über 1400$ für das nächste Jahr. Prognosen sind bekanntlich immer schwierig, vor allen Dingen, wenn sie die Zukunft betreffen. Man kann sich nicht darauf verlassen.

Statistikfreunde können beruhigt auf Juli, August und September setzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es auch dieses Jahr in diesen Monaten zu einer positiven Goldpreisentwicklung kommt, dürfte groß sein. Sell in May and go away gilt nur für den Aktienmarkt, nicht für Gold, was sich häufig umgekehrt zu Aktienmärkten verhält.

Goldnachfrage in China legt auch zu

In China wurden im ersten Halbjahr 2018 an der Börse Shanghai 1040 Tonnen (!) Gold bezogen, im Vorjahr wurden im vergleichbaren Zeitraum nur 984 Tonnen Gold dort gekauft. Die Nachfrage in China nach Investmentgold zieht also an. Damit dürfte China im Gesamtjahr über 2000 Tonnen alleine über die Börse in Shanghai an den Mann bringen. Eine gewaltige Menge. In Shanghai wird – abweichend zu anderen großen Goldbörsen – nicht etwa das Gold in 400-Unzen-Goldbarren gehandelt, sondern in handlichen 1kg-Goldbarren, die auch Privatinvestoren kaufen können.

 

Saxo Bank weiterhin positiv für den Goldpreis gestimmt

Mitte Juni 2018 war der Goldpreis noch über 1300 US$, fiel in der Zwischenzeit bis auf ein Niveau von ca. 1240 US$/oz und ging am Freitag mit 1256 $/oz aus dem amerikanischen Handel in das Wochenende. In Euro entspricht dies einem Goldpreis von 1067 €/oz.

Saxo Bank schätzt Goldpreisentwicklung positiv ein

Ole Hansen, Edelmetallexperte der Saxo Bank schätzt die weitere Goldpreisentwicklung positiv ein. Auch durch den Goldpreis-Rücksetzer im Juni sei seine positive Prognose für den Goldpreis nicht zunichte. Ein stärkerer US-Dollar und höhere Zinsen haben für den Goldpreisrücksetzer im Juni gesorgt, er gehe aber dennoch davon aus, dass der Goldpreis im Laufe des Jahres 2018 wieder weiter steige. Ende des Jahres sieht er den Goldpreis bei deutlich höheren 1325 $/oz, was einem Goldpreis-Plus von über 5% auf jetziger Basis für den Rest des Jahres entspräche. Das dürfte deutlich mehr sein, als die meisten Anleger an Zinsen für ihr Sparbuch erhalten.

Maple Leaf Gold Umsatzspitzenreiter

Zum Wochenausklang war die Maple Leaf Goldmünze der Umsatzspitzenreiter, die Gold-Anleger nun für Preise von unter 1100 Euro pro Stück einsammeln konnten. Beliebt waren aber auch Goldbarren, vor allen Dingen die Größen 1 oz und 100 Gramm.

Bank of America Merrill Lynch sieht Goldpreis von 1400 $/oz im vierten Quartal 2018

Die Bank of America – Merrill Lynch sieht für das letzte Quartal des aktuellen Jahres 2018 einen deutlich steigenden Goldpreis. Die aktualisierte Vorhersage für Q4 – 2018 beträgt 1400 Dollar pro Feinunze Gold.

Silberpreis auf 17,50 $/oz in Q4 2018

Nach Ansicht der US Großbank wird sich der Silberpreis im letzten Quartal diesen Jahres auf einem Niveau von 17,50 $/oz bewegen.

Aktueller Goldpreis deutlich niedriger

Mit 1247 $/oz ist der aktuelle Goldpreis deutlich niedriger, auch der Goldpreis in Euro liegt mit 1070 €/oz eher niedrig. Nach Ansicht der Bank of America hat der Goldpreis dieses Jahr also noch ein Potential von mehr als +10%.  Auch beim Silber sieht man ähnliches Potential. Die Feinunze Silber notierte zuletzt bei 15,96 $/oz, mithin ca. 10% unter den Jahresendprognosen der Bank of America.

Jetzt Gold kaufen?

Nach Ansicht der Bank of America laden die jetzigen Preise zum Gold kaufen und Silber kaufen ein. In Dollar betrachtet, ist der Silberkurs im Bereich eines 7-Monats-Tiefststandes, Gold im Bereich des 12-Monats-Tiefs. Die zweitgrößte US-Bank begründet die positiven Aussichten für Gold und Silber mit den wachsenden geopolitischen Risiken, dem sich abzeichnenden Handelskrieg mit der gegenseitigen Verhängung von Zöllen und der Unsicherheit der Wirtschaftsentwicklung. Eine anziehende Inflation dürfte zudem weitere Goldkäufer in den Markt drängen.

Dollar könnte gegen Euro weiter steigen

Der Euro dürfte nach Ansicht der Bank of America gegenüber dem US-Dollar weiter fallen, weil in den USA die Zinsen erhöht werden, während diese in Europa gleich blieben, was Geldbewegungen aus dem Euro in den Dollar initiieren werde. Besitzer von Euro-Konten sollten sich also darauf einstellen, dass die Kaufkraft des Euros weniger wird. Der Außenwert des Euros sollte nach Ansicht der Bank of America fallen.

Träfe diese Einschätzung zu, wäre der Investor, der jetzt Euros in Sachwerte tauscht, vermutlich auf der richtigen Seite. Eine Aussicht einer positiven Goldpreisentwicklung im Bereich von +10% bis zum Jahresende dürfte auch weiterhin Anleger dazu ermutigen, einen Teil der Euroguthaben, die bei der Bank ohnehin keine nennenswerten Zinsen erzielen, in Gold und Silber umzutauschen.

 

 

Wirtschaftswoche-Interview: Eugen Weinberg empfiehlt jetzt den Goldkauf

Die Wirtschaftswoche hat den Chef-Edelmetallanalysten der Commerzbank, Eugen Weinberg, gefragt, was dieser jetzt von Gold, bzw. einem Goldkauf hält. Seine eindeutige Einschätzung: Es sollte sich lohnen, jetzt zu kaufen.

Ruhe an den Märkten gleicht dem Glücksgefühl eines Truthahns vor dem Erntedankfest

Weinberg vergleicht im Interview die Ruhe an den Märkten mit dem Glücksgefühl eines gemästeten Truthahns vor dem Erntedankfest, – dieser glaube auch, dass alles bestens ist – bis zur Schlachtung. Wenn die Handelskonflikte sich verschärfen und Druck auf die Märkte kommt, könnte eine Anlegerflucht aus Aktien in Gold den Goldpreis beflügeln.

Commerzbank sieht Goldpreis von 1500$ im Jahr 2019

Die Commerzbank sieht bis 2019 einen deutlich höheren Goldpreis von 1500$/oz, weil die Realzinsen niedrig bleiben und es viele Risiken in der Wirtschaft gebe. Eine Preisschwäche bei Gold sei nur vorrübergehend und daher eine optimale Gelegenheit zum Gold kaufen.

Goldproduktionskosten steigen jedes Jahr

Das Gold aus der Erde zu holen, wird auch von Jahr zu teurer. Nimmtman z.B. die gesamten produktionsrelevanten Kosten (AISC) sind diese in Südafrika in 2017 z.B. um +15,1% gestiegen, auf mittlerweile 1187 $/oz. Am Mittwoch-Nachmittag (27.6.2018) lag der Goldpreis mit 1255 $/oz nur knapp über den produktionsrelevanten Kosten in Südafrikas Goldminen. Alle Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Kosten auch in 2018 weiter steigen werden, was mittelfristig alleine schon für einen steigenden Goldpreis am Markt sprechen würde. Es gibt wohl auch Goldminen, die unter den Kosten in Südafrikas Goldminen Gold aus der Erde holen können, aber es gilt nur noch als eine Frage der Zeit, bis auch dort die Kosten auf dem Niveau Südafrikas angekommen sind. Auch chinesische Arbeiter werden über kurz oder lang westliche Löhne erhalten wollen und unter besseren Sicherheits- und Ökologie-Bedingungen arbeiten wollen.

China steigt tiefer in Goldmarkt ein

Die chinesische Regierung will ihrer Bevölkerung auf breiter Front ein Investment in Gold möglich machen: Nicht nur, dass man an der Börse in Shanghai den Handel in 1kg Goldbarren eingeführt hat (statt der international üblichen 12,5 kg Goldbarren, die für Privatinvestoren meist unerschwinglich sind), sondern man hat diese Woche auch Finanzinstitute eingeladen, nunmehr auch Vermögensverwaltungsprodukte mit physischer Gold-Hinterlegung zu konstruiieren und am Markt anzubieten. Die chinesischen Zentralbank hat offiziell dazu eingeladen, solche Gold Asset Management Produkte herzustellen und an Kunden zu verkaufen. Dies wird voraussichtlich zu einem weiteren Nachfrageschub auf dem Goldmarkt führen.

Goldpreis in Euro lädt zum Gold kaufen ein

Der Goldpreis in Euro bewegt sich zur Wochenmitte auf einem niedrigen Nivea rund um 1082/1083 €/oz und lädt damit zum Gold kaufen ein. Der Euro-Goldkurs befindet sich damit in der Nähe des Jahrestiefs und hat nach der o.a. Commerzbank-Einschätzung deutliches Potential nach oben. Deutsche Anleger nutzten auch am Tag des dritten deutschen Fußballspiels während der WM in Russland die niedrigen Kurse zum Kauf von Goldmünzen. Krügerrand und Maple Leaf waren die Favoriten unter den Edelmetall-Anlegern.

Während die Silber-Investoren zumeist die australischen Silber-Kängurus in der 1-Unzen-Größe kauften, fand bei den Silber-Sammlern eine russische Silber-Gedenkausgabe zur Fußball-Meisterschaft großen Anklang.

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Sammler sicherten sich diese Silbermünze Russlands im Silberbarren zur Fußball – Meisterschaft

 

 

 

Gold zu kaufen war lange nicht so günstig wie heute

Der Goldpreis in Euro und Dollar war lange nicht so günstig wie dieser Tage: Am Montag Vormittag notiert der Goldkurs in Euro um die 1089 €/oz, der Preis für die Feinunze Gold in Dollar betrug 1269 $/oz. Dies ist knapp über dem Wochentief von letzter Woche, als der Goldpreis bis 1263 $/oz nach unten ging.

Das Jahr begann knapp über 1300 $/oz. Der Preis für die Feinunze Gold begann am Jahresanfang bei kurz über 1300$/oz, – aktuell sind wir bei den niedrigsten Preisen für 2018, was viele auch zum Einstieg und Nachkaufen animiert.

Goldpreis war schon bei 1370 $/oz dieses Jahr

Man darf nicht vergessen, dass der Goldpreis (Gold-Futures) im April (9.4.) schon bei 1370 $/oz stand, also rund 100$ pro Unze über dem jetzigen Niveau. Das Wieder-Erreichen dieses Niveaus im Laufe des Jahres wird von einigen Analysten für wahrscheinlich gehalten.

Aktueller Rücksetzer wegen FED und Trump

Der aktuelle Rücksetzer beim Goldpreis wird auf den starken US-Dollar und die Zinserhöhung der FED zurückgeführt. Offensichtlich gibt es Marktteilnehmer, die die US-Politik des amerikanischen Präsidenten mit der Abschottung der Märkte und der Erhöhung von Handelszöllen für zielführend halten und glauben, so könnte die US-Wirtschaft belebt werden. Wenn die EZB die Zinsen niedrig lässt und die FED die Zinsen erhöht, wird vermutlich ein Teil des Kapitals in den Dollar abwandern und den Euro schwächen. Dies ist jedoch für europäische Anleger eher ein Grund, Euros (die schwächer zu werden drohen) in den Sachwert Gold zu tauschen.

Muss die FED die Zinsen schon bald wieder senken?

Analysten in den USA schätzen zwar das Wachstum (BSP) dieses Jahr in den USA auf 2,9%, aber für 2019 sieht man nur noch 2% und für 2020 deutlich reduzierte 1,3%. Aufgrund fiskalischer Einflüsse wird das Wachstum so stark zurückgehen.

Die FED werde daher die US-Zinsen wohl in 2019 noch auf knapp 3% erhöhen, dann aber wieder senken müssen, spätestens 2020, weil sonst eine Rezession droht, wird von Capital Economics in den USA ausgeführt. Eine weitere Einführung von Zöllen oder der Zusammenbruch des NAFTA-Systems würden diese Effekte noch verstärken. Als wahrscheinlicht gilt, dass die FED in den nächsten 12 Monaten zwar noch ca. 4x die Zinsen erhöht, damit aber die Konjunktur verlangsamt und die Wirtschaft belastet. Die Kreditkosten der privaten und offiziellen Haushalte in den USA würden steigen, was zu Problemen führt. Weitere sich gegenseitig hochschaukelnde Handelszölle könnten überdies zum deutlichen Rückgang der Exporte führen. Ein Supergau für die Amerikaner.

Europäische Anleger wappnen sich mit Gold

Trump hat vor dem Wochenende ja weitere Zölle auf europäische Güter angekündigt. Europäische Anleger wappnen sich vor den unsicheren Zeiten mit Gold. Selten wurde an einem Wochenende so massiv Gold und Silber geordert. Spitzenreiter bei den Anlagegoldmünzen waren der Gold-Maple und der 1-Unzen-Krügerrand, bei den Goldbarren gingen erstaunliche viele Orders für die neuen Heraeus-Sommer-Goldbarren ein, die pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang erschienen, gefolgt von den neutralen 100 Gramm Goldbarren.

 

 

7 Gründe, warum es gar nicht so schlecht ist, wenn der Goldpreis auch mal fällt

Ende letzter Woche ist der Goldpreis an einem Tag deutlich abgefallen, um ca. zwei Prozent. Warum das weder schlimm, noch besorgniserregend ist, lesen Sie hier:

  1. Schon grundsätzlich ist eine zweiprozentige Veränderung zwar bemerkenswert, aber als einmaliger Vorgang nicht besorgniserregend. Sorgen müsste man sich machen, wenn dies mehrere Tage nacheinander passieren würde. Ist es aber nicht. Und: Kurz zuvor ist der Goldpreis auch kurzfristig um 2% gestiegen. Der Rücksetzer ist also nichts anderes als ein Ausgleich der zuvor zu hektischen Bewegung nach oben, nun wieder nach unten:
    goldpreis-in-euro 2018
    Der Goldpreis in Euro ging erst 2% rauf, dann wieder 2% runter – Mitte Juni 2018

    2.  Der Goldpreis in Dollar kann schon mal fallen, wenn der Dollar an Außenwert gewinnt,– wenn der US-Dollar z.B. stärker gegenüber dem Euro wird. Für in Euro anlegende Investoren ist das jedoch halb so schlimm. Meist bekommt man parallel für seine Euros weniger US-Dollar, aber mittelfristig für sein Gold mehr Euros und darauf kommt es an: In der Vergangenheit hat das Gold i.d.R. den Kaufkraftverlust der eigenen Währung ausgeglichen, wenn Gold statt Papiergeld gehortet hat.

    3. In der Vergangenheit war es häufig so, dass der Goldpreis nur dann nachhaltig gefallen ist, wenn Aktienmärkte haussierten, also sehr stark angestiegen sind. Betrachtet man z.B. den Zeitraum zwischen 1980 und dem Jahr 2000, dort hat sich der Goldpreis (nach einer Überhitzung zuvor) fast gedrittelt, während der US-Aktienindex S&P sich mehr als  verzehnfacht hat. Aktuell warnen mehrere Analysten eher vor zu hohen Aktienkursen und gehen von einer Beruhigung aus. Das wäre dann gut für Gold

4. In Krisenzeiten war es bisher immer gut, wenn man Gold hatte. Was sonst, als eine Krisenzeit soll jetzt sein: Mit Großbritannien schert ein Land aus der EU aus, der Brexit ist teuer und noch immer nicht abschließend geregelt. Griechenland verlangt nach Milliardenhilfen schon wieder den Schuldenerlass und Italien hatte diese Idee für sich auch schon reklamiert. Die Flüchtlingsfrage ist innerhalb der EU nicht geklärt und die deutsche Bundesregierung streitet sich schon intern um die richtigen Lösungen rund um diese Frage. Wer während der Lehman-Krise Ende der 2008/2009 Gold besaß und nichts verkauft hat, ist gut durch die Krise gekommen. Ohne Verluste und mit einem Gewinn. Viele andere Kapitalanlagen haben da weniger Freude bereitet.

5. Die EZB hat letzte Woche angekündigt, dass die Zinsen im Euroraum mindestens bis Juni 2019 so niedrig wie jetzt bleiben sollen. Mit nennenswerten Sparzinsen ist also nicht zu rechnen. Warum sollte man sein Geld dann einer Bank oder einer Versicherungsgesellschaft anvertrauen und dort anlegen? Im Schnitt der letzten 10 Jahre ist der Goldbesitzer deutlich besser weggekommen als der Sparer: er hat ein Vielfaches der Rendite in Form von Wertsteigerungen eingestrichen

6. Ein bisschen Auf und Ab beim Goldpreis ist auch wichtig für internationale und institutionelle Investoren (Pensionsfonds, Hedgefonds, Vermögensverwaltungen etc.). Nur, wenn der Preis schwankt und mal rauf und mal runter geht, wird es große Investoren geben, die auch mit großen Summen in Gold und Silber einsteigen und so die Goldpreise indirekt steigen lassen.  Für den Privatanleger kommt es auf den langfristigen Trend an: Langfristig ging es die letzten 18 Jahre im Schnitt nach oben. Die Chancen stehen gut, dass es auch so weiter geht. Nullzinsen bei politischer Problemlagen bieten ein gesundes Umfeld für steigende Goldpreise

7. Und last but not least: Wenn der Goldpreis mal etwas runtergeht, bietet das exzellente Chancen, nochmal Gold nachzudecken, den Bestand zu vergrößern und nochmal das eine oder andere Ünzchen dazu zu kaufen. Dabei ist es sekundär, ob man einen Goldbarren oder eine Goldmünze kauft. Wichtig ist die Entscheidung, dass man Gold kauft. Gold bleibt Gold. Auch dann, wenn Regierungen Währungen außer Verkehr setzen oder durch falsche Politik wertloser machen. Gold bleibt wertvoll. Eine Unze bleibt eine Unze.

PS. Am vergangenen Wochenende haben viele deutsche Anleger das günstige Kaufniveau genutzt und verstärkt Krügerrand Goldunzen und Goldbarren gekauft.

 

Südafrikas Goldminen-Arbeiter verdienen immer mehr – das wird Gold teurer machen

Vorbei die Zeiten, als ein Arbeiter in Südafrikas Goldminen für ein paar Hundert Euro im Monat 4 km unter der Erde schuftete und wegen unzureichender Schutzmaßnahmen frühzeitig an einer Staublunge verstarb.

Die Zeiten haben sich Gott sei Dank gebessert, die Umweltauflagen werden ebenso wie die Sicherheitsauflagen ständig erhöht. Gewerkschaften fordern nahezu im Jahrestakt höhere Löhne. Doch was verdient ein Minenarbeiter in Südafrika eigentlich heute?

Das verdient ein Arbeiter in einer Goldmine in Südafrika

Gemäß einer Statistik des Goldminenverbands Südafrika verdient ein Arbeiter in einer Goldmine in Südafrika im Schnitt im Monat 22.200 Rand, was ca. 1424 Euro im Monat entspricht. Aufgrund der körperlich schweren und gesundheitlich nicht zuträglichen Arbeit immer noch deutlich unter westeuropäischem Niveau, aber schon drastisch über den Bezügen von vor 10 Jahren, wo sich Arbeiter mit einem Bruchteil dessen zufrieden geben mussten.

Goldminenproduktion geht dramatisch zurück

Auch in Südafrika wird es immer schwieriger, noch Gold aus der Erde zu holen, die Goldminenproduktion geht deutlich zurück. Im letzten Jahr wurden nur noch rund 138 Tonnen Gold aus der Erde geholt. 10 Jahre vorher waren es noch fast doppelt so viel:

Goldminen-produktion-suedafrika-2017

1970 hat man noch 1000 Tonnen Gold im Jahr aus der Erde Südafrikas geholt. Diese Zeiten sind lange vorbei. Damals war Südafrika der weltweit größte Goldproduzent. Auch das ist vorbei.

4 km unter der Erde bei 50 Grad Celsius

Nachdem man Afrika mittlerweile in Sachen Gold rund 120 Jahre lang intensiv ausgebeutet hat, muss man mittlerweile 4 km tief graben, um noch nennenswerte Goldvorräte zu finden. Dort ist es allerdings ca. 50 Grad Celsius warm. Eine besondere Belastung für die Goldminen-Arbeiter. Wer einmal im Urlaub 40 Grad im Schatten erlebt hat, kann sich lebhaft vorstellen, wie 50 Grad im Schatten sind, wenn man dann noch dazu körperlich arbeiten muss.

Auswirkungen auf den Goldpreis

Nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage, müsste ein jährlich sinkendes Angebot über kurz oder lang den Preis der Ware steigern, wenn die Nachfrage gleich bleibt oder gar größer wird.

Übersetzt heißt dies: Wenn eine immer größer werdende Menschheit auf eine kleiner werdende Goldfördermenge trifft, ist absehbar, dass der Preis des Goldes am Weltmarkt steigen wird. Sicherlich auch ein Grund für die Goldpreisverdreifachung seit dem Jahr 2000.

Besitzer von Goldbarren und Goldmünzen dürfte dies freuen: diese werden immer wertvoller.