FED ist machtlos – Goldpreis geht wieder auf 1300$ zu

Der Markt hatte auf die Veröffentlichung der sogenannten FED-Minutes gewartet wie der Fuchs vor dem Kaninchenbau…und herausgekommen ist nichts. Die sogenannten FMOC-Minutes, die Mitteilungen über Gespräche in einem Ausschuss der FED, wie man wohl mit dem offenen Markt umgeht, haben nichts Außergewöhnliches zum Vorschein gebracht. Die FED ist angesichts der Wirtschaftssituation in USA machtlos.

Zinsen werden wohl leicht erhöht

Das die FED die Zinsen möglicherweise dieses Jahr noch einmal und nächstes Jahr bis zu dreimal erhöhen möchte, ist nicht wirklich neu, weswegen entsprechende Äußerungen des FED-Mitglieds John Williams (FED San Francisco) nicht überraschten. Charles Evans von der FED in Chicago sah eher Sinn darin, noch weiter abzuwarten, wie sich die Weltwirtschaft entwickle. Der Tenor aus den FED-Sitzungen war daher eher auf „Lass uns erst nochmal abwarten, was da so alles passiert und nicht vorschnell die Zinsen erhöhen“. Fed-Chefin Yellen ist offensichtlich ratlos bzw. machtlos.

Goldpreis in Euro zog an

Der Goldpreis in Euro zog nach Veröffentlichung der FED-Minutes deutlich über 1090€/oz an, der Goldpreis in Dollar näherte sich der 1300$-Linie. Auch am Donnerstag nachmittag bewegte sich der Goldpreis noch bei 1091€/oz und war damit deutlich fester als noch eine Woche zuvor.

25% mehr Goldkäufe in Shanghai

An an der Edelmetallbörse in Shanghai zog offensichtlich die Goldnachfrage an: Im September gab es dort 25% mehr Goldkäufe als noch im Jahr zuvor. Im Gesamtjahr ist man schon 7% höher als im Vorjahreszeitraum. Im letzten Jahr hatte man 1970 Tonnen Gold dort an der Shanghai Gold Exchange (SGE) gehandelt. Für dieses Jahr rechnet man gesamthaft mit ca. 2100 Tonnen, – ist bis September schon bei 1504 Tonnen Gold.

Investoren kaufen Kängurus und Krügerrands

Diese Woche konzentrierte sich die Goldnachfrage stark auf die beiden klassischen Goldanlagemünzen Känguru und den Krügerrand aus Südafrika.

Starke Nachfrage gab es auch nach der neuen deutschen 100 Euro Goldmünze Luther, die mit dem Motiv der Luthergedenkstätten Eisleben und Wittenberg Anfang Oktober neu ausgegeben worden ist.  Besonders die Prägestätten (A) für Berlin und (D) für München waren stark gefragt.

Bei den Silbermünzen waren die Klassiker 1oz Maple Leaf aus Canada und der neue 2018er Kookaburra 1oz Silber stark gefragt. Die Perth Mint hat den Kookaburra mit Jahreszahl 2018 mit einer leicht höheren Feinheit (999,9 statt 999) versehen und bereits ausgeliefert.

Kookaburra 2018 Silber 1oz Perth Mint
Kookaburra 2018 stark gefragt

Goldpreis hat Potential bis 1400$ in 2018 – sagt Macquarie

Der Goldkurs in US-Dollar hat im nächsten Jahr (2018) Potential bis auf ein Niveau von 1400 Dollar, sagen die Analysten von Macquarie.

Goldpreis in Euro von 1183 €/OZ

Basierend auf dem jetzigen Dollar/Euro-Verhältnis von 1,1832 würde dies ein Potential von 1183€ für den Goldpreis in Euro bedeuten. Wer jetzt Gold kauft, kann also hoffen, dass im nächsten Jahr der Goldpreis fast 100 Euro höher sein wird als dieses Jahr.

Wie kommt Macquarie auf diese Goldpreisentwicklung?

Macquarie als weltweit tätiges Investment- und Wertpapierunternehmen und Vermögensverwalter von besonders reichen Vermögenden (High Net Worth Individuals) ist in Deutschland bekannt geworden durch den Kauf des Derivategeschäftes der Privatbank Sal. Oppenheim. Sämtliche Investment-Banking Transaktionen der Kunden von Julius Bär werden von Macquarie betreut. Doch warum sieht die aus Australien stammende Bank für die nächsten 12 bis 24 Monate Gold als Outperformer und Gewinner?

Die Analysten dort sehen vor allen Dingen einen schwachen Dollar in Amerika. Auch wenn die FED die Zinsen erhöhen werde, was als wahrscheinlich gilt, wird der Dollar schwächeln. Die Analysten sind außerordentlich skeptisch, ob es der bestehenden US-Regierung gelingt, die US-Wirtschaft deutlich zu beleben. Politische Risiken würden zudem Gold beflügeln.

Silberpreis könnte stärker steigen

Silber könnte nach Meinung von Macquarie noch stärker steigen als der Goldpreis, weil die globale Nachfrage, vor allen Dingen aus der Industrie nach Silber zunehme. Silber als Hybrid-Metall, welches sowohl für Anleger wie für industrielle Verwender benötigt wird, wird voraussichtlich die nächsten 12 Monate prozentual stärker zulegen als Gold, so die Einschätzung der Macquarie-Analysten.

Goldnachfrage in Indien zieht an

Die Goldnachfrage in Indien zieht wieder an. Indien – als eines der Hauptnachfrageländer für Gold weltweit – hat im September 31% mehr Gold importiert als im Vorjahr, haben Daten des Edelmetall-Analyseinstituts GFMS ergeben. Im Vorfeld der großen Festivals in Indien habe die Goldnachfrage deutlich angezogen, wird von indischen Gold-Großhändlern berichtet.

Indien gilt als weltweit zweitgrößte Goldnachfragenation und stellt damit einen wichtigen Faktor für die Goldpreisentwicklung dar. Eine steigende Goldnachfrage in Indien hat sich in der Vergangenheit häufig in Richtung eines Goldpreisanstiegs ausgewirkt. Kaufen die Inder weiterhin so kräftig Gold, könnte sowohl der Goldpreis in Euro wie auch die Notierung in Dollar steigen.

Gold kaufen in Indien wieder leichter

In Indien hatte ein Geldwäschegesetz, welches eigentlich für Banken geschaffen war, bei Goldhändlern für Aufregung gesorgt. Danach hätten Goldhändler und Juweliere jeden Kauf über 50.000 Rupien (ca. 650 Euro) an eine staatliche Einrichtung melden müssen. Als die ersten Händler damit anfingen und massenhaft die Meldebehörde mit Meldungen bombardierten, ruderte die indische Regierung zurück und relativierte die Vorschrift dahingehend, dass sie für Juweliere wohl nicht gelte. Dies führte zu einem Anstieg des Goldhandels in Indien. Für Oktober rechnen Marktteilnehmer mit indischen Goldimporten jenseits der 70-Tonnen-Grenze, weil im Vorfeld des Diwali-Festivals wieder mit starken Goldkäufen gerechnet werden müsse.

Aufgeld für physisches Gold in China steigt

In China steigen aktuell die Aufgelder für tatsächlich geliefertes physisches Gold in Form von Goldbarren oder Goldmünzen, weil die Nachfrage so stark ist, dass häufig gar nicht schnell genug Ware herangeschafft werden kann. Teilweise wurden auch im Großhandel Preise von 14$ über den eigentlich Gold-Spotpreisen in China bezahlt, wenn zeitnah physisch geliefert werden konnte, vermeldete die Schweizer MKS Group (vormals Pamp).Die zumeist staatlichen großen Goldshops in Tokyo, Shanghai und anderen chinesischen Metropolen haben jeden Tag Hunderte Kunden, die physisch Gold kaufen.

 

 

WGC sieht Goldpreis bei 1400$ – Nordkorea lässt Goldkurs steigen

Nach dem Säbelrasseln zwischen Nordkorea und USA ist der Goldpreis in Euro wieder über die 1100-Euro-Marke gestiegen, notiert am Dienstag Vormittag bei 1105€/oz. Der Goldkurs in US-Dollar konnte auch über 1300$ steigen, notiert aktuell bei 1305$/oz. Auslöser war die Mitteilung Nordkoreas, dass die USA den Krieg erklärt hätten. Nordkorea sei auch bereit, Kampfflugzeuge der USA abzuschießen, die außerhalb des Hoheitsgebiets, aber in der Nähe Nordkoreas flögen. Die USA haben eine Kriegserklärung dementiert, aber militärische Schläge nicht ausgeschlossen.

Zuvor hatten die USA Kampfbomber in der Nähe Nordkoreas aufsteigen lassen, was den Diktator wohl provoziert hat. Der Goldpreis quittierte dies mit einem prompten Anstieg.

World Gold Council sieht Goldpreis bei 1400$

Der Vorsitzende des World Gold Councils WGC sieht den Goldpreis die nächsten 12 Monate auf 1400$/oz steigen, – aus fundamentalen Gründen. Weltweite Unsicherheiten würden für eine steigende Nachfrage sorgen, die starke asiatische Nachfrage führe zu einer positiven Goldpreisentwicklung.  Basierend darauf sollte auch der Goldpreis in Euro auf ein Niveau von 1200€/oz steigen, was rund 100 Euro pro Unze mehr wären als die aktuelle Notierung.

Goldpreis-Entwicklung besser als Aktien-Chart

Betrachtet man die Entwicklung des Goldpreises seit dem Jahr 2000 im Vergleich zum Aktienindex SP 500, den größten US-Aktien, hat sich der Goldpreis deutlich besser entwickelt. Trotz aller Schwankungen, denen der Goldpreis oder die Aktiennotierungen unterliegen. Am langen Ende war das Goldinvestment das Bessere:

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(Goldpreis versus Aktienindex S&P 500 seit 2000, Quelle: WGC)

Gold hat sich in diesem Zeitraum um 86% besser entwickelt als der Aktienindex, wie sich empirisch nachweisen lässt.

Eine Entwicklung in der Vergangenheit muss sich so nicht in der Zukunft wiederholen, aber aktuell sind viele Aktien-Indexe nahe am Höchststand und Gold ist deutlich unter den früheren Höchstständen, – insoweit sehen Analysten auch zukünftig für Gold gute Chancen, besser zu performen als Aktien.

Goldschmuck-Importe in die USA ziehen an

Eine weitere Entwicklung spricht für eine positive Entwicklung des Goldpreises in den nächsten Jahren: Nicht nur die Nachfrage nach Goldschmuck in Indien und China wächst, sondern seit mehreren Jahren wächst auch die Goldschmuck-Nachfrage in den USA, was jährlich steigende Importe zur Folge hat. In 2016 waren die USA weltweit schon der drittgrößte Goldschmuck-Markt der Welt mit einem Verbrauch von 118 Tonnen Gold, – dies ist ein Gegenwert von ca. 5 Milliarden US-Dollar. Die Gold-Exporte in die USA haben seit dem Jahr 2013 um ca. 30% zugenommen:

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Goldexporte in die USA: +30% seit 2013 sollte eine positve Goldpreisentwicklung fördern (WGC)

Zentralbanken kaufen seit 2008 jedes Jahr Gold

Während früher Zentralbanken Goldverkäufer waren, kaufen Zentralbanken seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 massiv Gold. Jedes Jahr. Weil sie gemerkt haben, dass bunt bedrucktes Papier anderer Länder, was diese `Geld`nennen, im Zweifel wertlos ist. Die folgende Graphik zeigt eindrucksvoll, in welchem Volumen Zentralbanken seit 2008 Gold gekauft haben. Was für Zentralbanken gut ist, sollte auch für den privaten Anleger gut sein.

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Zentralbanken kaufen seit 2008 massiv Gold. Quelle: WGC

Deutschland hat gewählt – Goldpreis steigt

Nun ist die Bundestagswahl vorbei, aber die Probleme in Deutschland sind damit noch nicht nicht gelöst. Die Union hat zwar die meisten Stimmen erhalten, aber im Vergleich zur letzten Bundestagswahl deutlich verloren:

Infografik: So hat Deutschland gewählt | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Spannende Wochen in Deutschland

Die nächsten Wochen dürften spannend in Deutschland werden:

  • Die CDU kann nur mit CSU, FDP und den Grünen eine Mehrheitsregierung bilden
  • Martin Schulz hat für die SPD erklärt, dass die SPD sich an einer Regierung nicht beteiligt, also für eine Koalition nicht in Frage kommt
  • Die CSU stellt die gemeinsame Fraktion mit der CDU in Frage und will darüber abstimmen lassen, zudem dürfte die CSU schon wieder im Wahlkampfmodus für die nächste Landtagswahl sein und wird sich ggü. der CDU profilieren müssen
  • Die Grünen und die FDP haben teilweise deutlich von der bisherigen CDU-Politik abweichende Vorstellungen, hier wird es entscheidend auf die Kompromißfähigkeit aller Beteiligten ankommen
  • Frauke Petry von der AfD hat heute morgen die Bundespressekonferenz mit der Erklärung verlassen, dass sie nicht bei der AfD-Fraktion im Bundestag teilhaben werde

Goldpreis in Euro steigt

Der Goldpreis in Euro ist am Montag morgen gestiegen. Am frühen Mittag notierte er mit 1089 Euro/Unze rund 5 Euro höher als am Vortag. Der Dollar-Goldkurs bewegte sich am Morgen bis auf 1297,10 $/oz und oszillierte um die 1295 Dollar/Unze.  An den internationalen Finanzmärkten machte schnell die Runde, dass Deutschland gewählt hat, die amtierende Bundeskanzlerin wohl die meisten Stimmen bekommen hat, aber es schwierig werden könnte, mit den zur Verfügung stehenden möglichen Koalitionspartnern eine funktionierende Mehrheitsregierung hinzubekommen. Bis zur Bildung einer neuen Regierung könnten Monate vergehen, die durch Koalitionsverhandlungen geprägt werden.

Der Euro fiel gegen Dollar auf 1,1887 – man sieht die Eurozone durch die unsicheren Zeiten in Deutschland geschwächt.

Russland hat 500.000 Unzen Gold gekauft

Die russische Zentralbank hat auch im August wieder massiv Gold gekauft: 500.000 Unzen Gold (15,6 Tonnen) wurden der Bank of Russia zugeführt, die damit die staatlichen Goldbestände auf 1745 t Gold erhöht. Nur noch knapp 100 Tonnen weniger als China (1842,6 Tonnen). Damit hat Russland dieses Jahr schon rund 129 Tonnen Gold gekauft.

Anleger kaufen massiv Gold wegen ungelöster Probleme

Nicht nur in der EU, sondern auch global warten zahlreiche Probleme/Aufgaben auf eine Lösung. Anleger kaufen aus Sorge um Instabilitäten weiterhin massiv Gold. Insbesonders folgende Aufgabenstellungen führen zu Sorgenfalten auf der Stirn so mancher Anleger:

  • Der französische Präsident Macron möchte mehr EU und mehr Europa, der mögliche CDU-Koalitionspartner FDP sieht lieber Deutschlands Eigenständigkeit betont
  • Die Brexit-Verhandlungen haben noch keinen wirklichen Fortschritt gebracht: Die Briten würden gerne austreten, aber alle Vorteile möglichst lange beibehalten, ohne Nachteile zu erleiden. Zwischen den finanziellen Forderungen und der Zahlungsbereitschaft aus UK klaffen Riesenlücken
  • Die USA flogen zuletzt mit Jagdbombern in der Nähe der nordkoreanischen Küste. Der Konflikt ist noch ungelöst
  • Juncker möchte, dass alle EU-Staaten den Euro bekommen, dies dürfte den Deutschen nur schwer vermittelbar sein
  • Die EU-Außengrenzen sind weder dicht, noch geschützt, alternative Flüchtlingsrouten entwickeln sich, weil auch die Bekämpfung der Fluchtursachen noch nicht abschließend geregelt ist
  • Rückführung von nicht anerkannten Flüchtlingen in Deutschland scheitert immer noch an der Nichtaufnahme ihrer vermeintlichen Heimatländer
  • US-Staatsverschuldung ist so hoch, dass die Schuldenobergrenze temporär außer Kraft gesetzt werden musste
  • Niedrigstzinsen entwerten das Vermögen von Millionen Sparern, da die Inflation höher ist als der Zins auf dem Sparbuch

Maple Leaf und Krügerrand die Umsatz-Spitzenreiter

Bei den Goldmünzen waren am Montagvormittag die Maple Leaf Goldmünze 1oz und der Krügerrand in Gold die Umsatzspitzenreiter. Die South African Mint hat mitgeteilt, dass der Krügerrand in Silber zwischenzeitlich ausverkauft sei. Damit ist die Auflage von 1 Million Exemplaren abverkauft.

 

 

 

Gold-Splitter zum Wochenende – was macht der Goldpreis?

Der Goldpreis ist am Donnerstag erstmals im September unter die 1300$-Linie gefallen. Die FED hatte die Zinsen diese Woche auf dem alten Niveau belassen, aber eine Erhöhung noch in diesem Jahr avisiert, voraussichtlich im Dezember.

Heute kämpft sich der Goldpreis wieder von unten an die 1300$-Linie, kam bis 1299,20$/oz.

Commerzbank sieht stabilen Goldpreis um 1300$/oz

Die Commerzbank hat in einer jüngsten Analyse den Goldpreis stabil bis zum Jahresende eingeschätzt und sieht auch am Jahresende einen Goldpreis um die 1300$ und keine Absturzgefahr.

Dollar um 1,20$

Der Euro hat ein bisschen Boden gewonnen und notierte wieder bei 1,20, nachdem er am Mittwoch noch bei 1,19$ notierte. Die US-Arbeitslosenzahlen sanken im September, allerdings dürften die USA auch weiterhin unter den Hurrikan-Schäden in Florida und Texas leiden. Die Wochenzahlen bei den neu angemeldeten Arbeitslosen fielen um 23.000 auf 259.000. Die Arbeitslosenrate ist aktuell auf dem niedrigsten Stand von 4,3%

Goldpreis in Euro bei 1080€/oz

Der Goldpreis in Euro bewegte sich am Freitagnachmittag um die 1080 Euro pro Feinunze Gold und bot damit die Gelegenheit zur Positionsverbilligung und zum Positionsaufbau, da damit Goldbarren und Goldmünzen wieder preiswerter als noch vor einer Woche zu kaufen waren.

Russland kaufte 15,55 Tonnen Gold im August

Auch im August hat Russland nochmal die Goldreserven verstärkt. 15,55 Tonnen Gold, respektive rund 500.000 Unzen Feingold wurden den staatlichen Reserven der Bank of Russia hinzugefügt. Russlands Goldbestand liegt nunmehr bei 1744,9 Tonnen. Im Gesamtjahr sind 130 Tonnen Gold in Russland hinzugekommen.

COMEX erhöht Margins

Für den Handel mit Gold-Futures an der New Yorker Warenterminbörse COMEX hat die dort zuständige CME Group die Margins erhöht, d.h. die Teilnehmer müssen bei Handel mit Gold-Optionen mehr Sicherheiten hinterlegen, was den Goldhandel dort traditionell lähmt/einschränkt.

Die Margin-Anforderungen wurden mit Wirkung  von diesem Freitag um rund 9% erhöht. Anfang September fand zuletzt bereits eine Erhöhung der Margins statt. Kritiker monieren, dass mit solchen Margin-Erhöhungen das Kaufen von Gold an der Terminbörse erschwert wird und dass diese Margin-Erhöhungen bewusst eingesetzt werden, um den Goldpreis zu bremsen.

Demonetarisierung des US-Dollars könnte zum Gold-Run führen

Der US-Autor Katusa hält einen Gold-Rush für möglich, da immer mehr Handelsgeschäfte nicht mehr in Dollar abgewickelt werden. Insbesondere die jüngsten Initiativen, Öl in Yuan und in Gold zu handeln, könnten zu einem Run auf Gold führen und den Dollar empfindlich schwächen:

 

 

CPM Group: Goldpreis geht auf 1700$/oz

Jeff Christian, Direktor der in New York ansässigen CPM Group geht davon aus, dass der Goldpreis die nächsten 3-5 Jahre auf über 1700$/oz steigen wird. Die alten Höchststände aus 2012, wo Gold auf bis zu 1670$ gestiegen sei, würden damit noch überrundet werden.

Die CPM Group ist ein Beratungs- und Analysten-Unternehmen, welches den Focus auf Edelmetalle und Rohstoffe gelegt hat. Bemerkenswert ist die Aussage, da die CPM Group in den vergangenen Jahren eher neutral gegenüber Gold eingestellt war und eine auch tatsächlich eingetretene Seitwärtsbewegung vorhergesagt hatte. Nunmehr glaubt CPM, dass der Goldpreis steigen wird. In einem TV-Interview wird dies deutlich:

(Interview Jeff Christian durch Kitco)

Goldpreis in Dollar geht über 1700$

Der Goldpreis in Dollar solle in den nächsten 3 bis 5 Jahren (bis 2020/2022) im Jahresschnitt auf deutlich über 1700$/oz steigen. Dies würde bei Beibehaltung der heutigen Dollar-Euro-Relation einen Goldpreis in Euro von über 1400 €/oz bedeuten. Ausgehend von einem aktuellen Goldkurs von 1112 Euro/oz wäre dies eine Steigerung von mehr als 25% und damit deutlich über den zu erwartenden alternativen Zinseinnahmen auf Festgelder, Festverzinslichen oder Sparbüchern.

27-30% in Gold zu halten sei optimal

Die Analysen der letzten Jahrzehnte durch die CPM Group haben ergeben, dass der alte Satz, 5-10% in Gold zu halten, wohl auf frühere Perioden wie die 60, 70 oder 80er-Jahre zugetroffen habe, aber wenn man die letzten 5 Jahrzehnte betrachtet, wäre eine optimale Geldanlage mit 27 bis 30% Goldanteil das Nonplusultra gewesen. Neben 70% Anlage in Aktien und Festverzinslichen hätte sich 30% in Gold zu halten, bewährt. Und zwar empirisch in der Vergangenheit der letzten 50 Jahre. Das müsse nicht heißen, dass das jeder so haben sollte, aber es sei erwiesen, dass dies der für eine deutlich positive Wertentwicklung richtige Anteil gewesen wäre. Die CPM Group empfiehlt dazu, physisches Gold zu kaufen (Goldbarren oder Anlage-Goldmünzen).

 

Goldpreis geht Richtung 1400$ – EZB lässt Zinsen auf Niedrigniveau

Im frühen Vormittagshandel in London wurde der Goldpreis mit bis zu 1358$/oz gehandelt, nachdem die Europäische Zentralbank am Vorabend beschlossen hatte, erstmal nichts zu beschließen. Die Zinsen blieben auf niedrigem Niveau, Banken zahlen weiterhin Negativzinsen an die EZB und die EZB werde auch weiterhin Anleihen im Volumen von 60 Milliarden Euro im Monat aufkaufen.

Goldkäufer griffen zu

Kaum war die Nachricht von der EZB-Tatenlosigkeit über die Nachrichtenkanäle bekannt geworden, setzten am Vorabend schon massive Käufe von Gold ein. Sowohl von institutioneller wie auch von privater Seite wurde massiv Gold gekauft. Auch der Goldpreis in Euro zog wieder auf über 1120 €/oz an, bewegte sich am Freitagmorgen zuletzt um 1122.83 Euro pro Unze Feingold.

In US-Dollar kam der Goldpreis damit auf ein 13-Monatshoch. Mit fast 1,21 ist das Dollar/Euro-Verhältnis so hoch wie seit 2015 nicht mehr. Auch wenn Draghi sich gestern in seiner Rede besorgt über den starken Euro zeigte, konnte er einen weiteren Höhenflug nicht verhindern. Eine Zinserhöhung hätte den Euro noch stärker werden lassen.

USA setzten Schuldenobergrenze aus

US-Präsident Trump hatte sich mit den Demokraten geeinigt, die Schuldenobergrenze der USA erst einmal bis zum 15.Dezember 2017 auszusetzen. Eigentlich wären die USA pleite und dürften Gehälter für Lehrer und Polizisten etc. nicht mehr zahlen, Parks müssten schließen, öffentliche Einrichtungen ihren Betrieb reduzieren etc.

US-Präsident Trump hat das Problem der zu hohen Verschuldung nicht gelöst, sondern nur zeitlich verschoben. Sollte die FED auch noch die Zinsen erhöhen, würde das dem US-Staatshaushalt den Todesstoß versetzen. Höhere Zinsen können sich die USA schlichtweg nicht leisten. Mit den bisherigen niedrigen stoßen die USA immer wieder an die gesetzliche obere Schuldengrenze.

Was genau hat die EZB am Donnerstag beschlossen und verkündet?

  1. Die EZB lässt den Leitzins weiterhin bei NULL Prozent. Damit werden Sparer auf Sparbüchern und Festgeldern auch weiterhin Null Prozent Zinsen bekommen oder Minizinsen, die nicht der Rede wert sind.
  2. Die EZB wird weiterhin im Milliarden-Volumen Anleihen aufkaufen, z.B. Staatsanleihen. Das Volumen wird dabei bei 60 Milliarden Euro im Monat belassen. Damit betreibt die EZB indirekt Staatsfinanzierung, was ihr eigentlich untersagt ist
  3. Die EZB hat KEIN Ausstiegs-Szenario aus den Staatsanleihen angekündigt, noch nicht mal angekündigt, dass Sie dies tun könnte. Es wurde lediglich avisiert, dass man darüber nachdenken wolle.
  4. Halten Geschäftsbanken Gelder auf Konten bei der EZB, müssen sie auch weiterhin dafür 0,4% Strafgebühren bezahlen, sogenannte Negativzinsen

 

Was will die EZB damit bewirken?

Die EZB will mit diesen Maßnahmen die Inflation anheizen. Die EZB strebt eine Inflationsrate von 2% an. Die Theorie der EZB ist, dass dauerhaft zu niedrige Preise Unternehmer daran hindern, Investitionen zu tätigen, weil sie ja nicht genug Geld für die produzierten Produkte erhalten. Eine weitere Theorie ist, dass die Banken, wenn sie sich Geld bei der EZB für NULL Prozent leihen können, diese leichter an Unternehmen und Verbraucher ausleihen, damit diese investieren und konsumieren können. In der Praxis funktioniert dies allerdings nicht oder nur bedingt. Unternehmen haben es nach wie vor schwer, ohne Sicherheit Geld von der Bank geliehen zu bekommen. Banken leihen sich zwar von der EZB für Null Prozent Geld, – spekulieren dann aber damit, – statt es Unternehmern mit günstigen Zinsen zu leihen.

Wann wird die EZB die Zinsen erhöhen?

Damit rechnen Analysten nicht so schnell. Mario Draghi, der EZB-Präsident hat angedeutet, dass man in der EZB schon über mögliche Optionen gesprochen habe, aber ein Großteil der Entscheidungen werde erst später getroffen, z.B. im Oktober. Banker erwarten für Oktober eine Ankündigung, dass das Anleihenkaufprogramm auf etwas reduziertem Niveau weiterlaufen wird, also etwas weniger als 60 Milliarden Euro pro Monat. Mit einer Zinserhöhung der EZB sei vermutlich erst für 2019 zu rechnen, war aus Bankerkreisen in Frankfurt zu hören. Wenn überhaupt, da man den Euro auch nicht zu stark machen könne. Aktuell verlöre der Dollar an Wert, was den Euro stärkt. Ein zu starker Euro sei aber auch nicht wünschenswert.

Die nächste EZB-Sitzung mit Pressetermin ist für den 26.Oktober vorgesehen.

Die komplette EZB-Pressekonferenz vom 7.9.2017 sehen Sie hier:

Was heißt das für den Goldpreis?

Niedrige Zinsen, wie sie wohl auch weiterhin vorherrschen werden, sind nach alter Lehre gut für eine positive Goldpreisentwicklung. Anleger erhalten auf Spareinlagen wenig bis keine Zinsen und sind daher eher gewillt, in Gold zu investieren. Ein weiteres Kaufen von Unternehmens- und Staatsanleihen im Volumen von 60 Milliarden Euro pro Monat (!) zeigt die Zerbrechlichkeit und Instabilität des Finanzsystems, was weitere Investoren ins Anlagemedium Gold drängen wird. Die Zeichen für einen weiter steigenden Goldpreis in Euro sollten also auf grün stehen.

(Video&Bild: EZB)

 

 

Geht der Goldpreis wirklich auf 5000$ oder 10.000$ ?

In letzter Zeit tauchen immer mehr Finanzanalysten und Hedgefonds-Manager auf, die anküdigen, der Goldpreis werde die Regionen von 5000$ oder gar 10.000$ pro Unze erreichen. Im Vergleich zu den aktuellen Goldkursen von rund 1338$/oz wäre dies eine exorbitante Steigerung.

Doch wer sind diese Auguren und worauf fußen deren Prognosen?

Goldpreis geht auf 10.000 $/oz – sagt Jim Rickards

Jim Rickards, der eigentlich James G. Rickards heißt, ist ein amerikanischer Rechtsanwalt, der 35 Jahre an der Wall Street gearbeitet hat, u.a. für große Hedge Fonds. Er hat die Bankenkrise, die durch den Zusammenbruch der Lehman Brothers ausgelöst wurde, vorhergesagt. Als Autor und Analyst wird er immer wieder im US-Fernsehen und US-Zeitungen zitiert.

Er sieht den Goldpreis in der nächsten Bankenkrise auf 10.000 Dollar klettern und diese wird in den nächsten Jahren kommen. Die letzten Bankenkrisen in 1998 und 2008 seien ja auch passiert, was die meisten Marktteilnehmer vorher für unmöglich gehalten haben.

Er weist auch auf die 40er-Jahre hin, wo in den USA die Aktienbörsen für 5 Monate geschlossen worden sind. Wer damals Aktien hatte, konnte diese nicht zu Geld machen. Das könne in einer zukünftigen Krise wieder passieren, deswegen sei Gold das bessere Investment.

In den letzten beiden Finanzkrisen, die ja immerhin 2x in den letzten 20 Jahren vorkamen, hätten Zentralbanken und Regierungen so gerade noch die Kurve bekommen, Banken verstaatlicht oder mit selbst gedrucktem Geld aufgefangen… in der nächsten Bankenkrise wird dies nur noch schwer möglich sein, dann könne der Goldpreis leicht auf 10.000 $/oz gehen.

In u.a. Interview erläutert Rickards seine Position (Interview auf Englisch):

Goldpreis steigt auf 5.000$ – sagt Eric Sprott

Eric Sprott ist ein kanadischer Milliardär, der zunächst Analyst bei Merrill Lynch war und später Fonds-Manager wurde. Sprott hat den Anlegern vor der Finanzkrise in 2008 massiv geraten, Gold zu kaufen, weil eine Finanzkrise kommen würde und hatte damit nicht nur Recht, sondern großen Erfolg. Aktuell empfiehlt er, 90% seines Vermögens in Gold und Silber zu halten. Er sieht den Goldpreis über kurz oder lang auf 5000$/oz steigen.

Er glaubt, dass der Goldpreis und Silberpreis sehr schnell explodieren könne. Gold könne nicht künstlich hergestellt werden, Regierungen können Gold nicht einfach drucken wie den US-Dollar.

Er hält den US-Finanzmarkt für bankrott, sowohl die Staats- wie auch die Unternehmensfinanzierung seien auf tönernen Füssen aufgebaut. Auf Schulden, Schulden, Schulden, die nur durch NULL-Zinsen überhaupt leistbar seien.

Alle US-Papiere, ob Aktien oder Festverzinsliche Wertpapiere können schnell im Wert fallen, wenn der US-Dollar noch schwächer werde, dies komme Gold zugute. Ca bei Minute 9.50 des folgenden Videos sieht er den Goldpreis auf 5000 bis vielleicht 10.000 Dollar die Unze steigen. Auch bei Bitcoins hätten die meisten solche Steigerungen für unmöglich gehalten und doch sei der Wert von Bitcoins von 1000$ auf über 4000$ im Jahr 2017 gestiegen.

Fazit: Goldpreis geht nach oben

Beide Analysten haben große Erfahrungen und haben Finanzkrisen vorhergesagt und mit eigenem Geld erfolgreich diese Krisen gemeistert. Für die nächsten 10 Jahre sehen beide die Wahrscheinlich als sehr groß, dass Finanzsysteme erneut zusammen brechen, was für den Goldpreis einen enormen Auftrieb bedeuten würde. Davon würde sowohl der Goldpreis in Dollar als auch der Goldpreis in Euro profitieren.

Auch wenn Gold nicht ganz so stark steigt, wie die beiden Analysten vorhersagen, könnte Gold eine gute Absicherung gegen Finanzkrisen sein. Dabei ist es sekundär, ob man Goldmünzen kauft oder Goldbarren. Entscheidend wird sein, dass man in Gold investiert ist.

Auch Russland liefert immer mehr Gold nach China – Goldpreis steigt

Der Hunger der Chinesen nach Gold scheint gewaltig zu sein. Auch wenn die chinesische Staatsbank die letzten Monate offiziell keine Aufstockung der staatseigenen Bestände vermeldet hat, so melden doch immer mehr und mehr Drittparteien größere Lieferungen von Gold nach China. Entweder kaufen die chinesischen Anleger mehr Gold, was auch die Statistiken des World Gold Councils aussagen oder aber die Peoples Bank of China hortet doch heimlich mehr Goldbarren als sie offiziell verlauten lässt.

Sberbank liefert tonnenweise Gold nach Russland

Die größte russische Bank Sberbank hat nun offiziell bestätigt, dass sie den Handel mit Gold an China forciert. In einem ersten Deal habe man bereits 200 Kilogramm Gold über eine Schweizer Tochtergesellschaft nach China exportiert. In 2017 seien bereits 3-5 Tonnen Gold für China eingeplant und in 2018 will man 10 bis 15 Tonnen Gold nach China liefern. Goldexporte von Gold, was zumeist aus heimischen Minen stammt, dienen Russland der dringend notwendigen Devisenbeschaffung.

China und Russland haben große Goldreserven

China und Russland verfügen beide über große Goldreserven, die bei über 1800, bzw. über 1600 Tonnen liegen dürften. Deutschland führt in seinen Büchern über 3300 Tonnen auf, wovon rund die Hälfte auch in Deutschland lagert.

Dem Markt entzogenes Gold erhöht den Goldpreis

Das Gold, was aus Russlands Goldminen direkt nach China wandert, steht dem Weltmarkt nicht zur Verfügung und verknappt somit das dortige Angebote, was zu Goldpreis-Steigerungen führen könnte.

Goldpreis ohnehin auf 11-Monatshoch

Der Goldpreis in US$ befindet sich aktuell ohnehin auf einem 11-Monats-Höchststand und daran dürfte nicht nur Nordkoreas Diktator Kim schuld sein. Zwar hat das Säbelgerassel zwischen den USA und Nordkorea sicher einige Safe-Haven-Käufe von Gold ausgelöst, aber auch das Vorgehen der EZB, die Zinsen erstmal niedrig zu belassen und weiterhin Anleihen aufzukaufen, sorgt zunehmend für Goldhunger bei den Anlegern. Der EZB ist schlichtweg die Inflation noch nicht hoch genug. Und auf Inflation haben Goldkäufer prinzipiell wenig Lust. Durch den Kauf von Goldbarren oder das Kaufen von Goldmünzen sichern sich Anleger gegen Inflationsverluste in Papiergeld-Währungen ab.

Am Donnerstag dieser Woche steht wieder ein EZB-Meeting mit anschließender Pressekonferenz des Präsidenten Mario Draghi an.

Anleihen-Kaufen jetzt keine Alternativ – eher der Goldkauf

Das Kaufen von Anleihen ist aktuell weder im Dollar-Raum noch in Euro eine Alternative. Einjährige Anleihen bringen beispielsweise in den USA aktuell ca. 1% Rendite, – selbst bei 30 Jahren kommt man nicht über 3%. Doch sobald die US-Notenbank die Zinsen anhebt, sinken sofort die Kurse der gekauften Anleihen  und man fährt bei einem etwaigen Verkauf Verluste ein. Ähnlich ist es in Europa. Daher setzen aktuell viele Anleger, die sonst Anleihen-affin sind, auf Gold und kaufen Goldbarren oder Goldmünzen.

Anleihen auch nicht mehr sicher

Was man auch bedenken sollte: Viele Staaten und Unternehmen halten sich aktuell nur mit Schulden über Wasser. Mit Schulden, die zu sehr niedrigen Zinsen aufgenommen worden sind. Sobald die Zinsen deutlich steigen, dürften einige Unternehmen und auch Staaten erheblich ins Straucheln kommen.

Die Bank of America will analysiert haben, dass 50 der 600 größten europäischen Unternehmen nicht mehr überlebensfähig sind, wenn die EZB deren Anleihen nicht mehr  direkt oder indirekt aufkauft.

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Was machen Unternehmen, wenn Mario Draghi Ihnen kein Geld mehr für Null oder wenig Zinsen leiht?

Goldpreis in Euro stabil über 1120 €/oz

Der Goldpreis in Euro notierte am Dienstagnachmittag stabil bei ca. 1122 €/oz, der Goldkurs in Dollar lag bei 1336 $/oz. Aus dem amerikanischen Handel kamen nach dem Feiertag auch starke Orders an die europäischen Börsenplätze. Offensichtlich ist man auch in den USA nervös, was Nordkoreas weiteres Vorgehen anbelangt. Staatsführer Kim hat nach Angaben aus Südkorea Interkontinentalraketen-Abschußanlagen an den westlichen Rand Nordkoreas verlegen lassen. In wenigen Tagen jährt sich die Staatsgründung Nordkoreas, – traditionell lässt die Führung dort Waffen vorführen und startete in den vergangenen Jahren auch schon einmal die eine oder andere Rakete, um zu demonstrieren, was man alles kann. Sorgenvoll dürften die US-Geheimdienste sich die nächsten Tage die Landkarte Nordkoreas betrachten.

Indische Goldimporte sorgen für stabile Nachfrage nach Gold

Ein Grund für die positive Goldpreisentwicklung der letzten Tage dürfte auch die Bekanntgabe der indischen Goldimporte sein. Im August 2017 wurde dreimal soviel Gold nach Indien importiert wie im Jahr zuvor. 60 Tonnen Gold wurden alleine offiziell importiert – nach 22,3 Tonnen im Vorjahr. Dazu kommen die vielen illegalen Goldimporte zur Umgehung der Goldeinfuhrsteuer (10%). Deutliche Importe hat es diesbezüglich wohl vor allen Dingen aus Südkorea gegeben. Die Experten von GFMS sehen alleine dieses Jahr schon offizielle Goldimporte von 617,5 Tonnen (bis August 2017). Üblicherweise steigen im September in Indien die Importe wegen der Festivalsaison noch einmal an. Es könnte damit ein guter Monat für den Goldpreis werden.

 

UBS empfiehlt Gold – Goldpreis soll auf 1375$-1400$ steigen

Der UBS Edelmetallexperte Dominic Schnider sieht auch weiterhin die Berechtigung für Gold in den Depots der Anleger und zwar als Absicherung.

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In einem CNBC-Interview empfiehlt D.Schnider von der UBS Gold als Absicherung

Goldpreis könne auf 1375 steigen

Verschlimmert sich die Krise mit Nordkorea könne Gold auch schnell auf 1375$/oz steigen, meint Schnider im Interview mit CNBC. Befriedet sich alles, müsse dies nicht so schnell passieren.  Gold sei auf jeden Fall für den Langfristanleger als Absicherung für das Depot und die Geldanlage geeignet. Der Anleger müsse nur damit leben können, dass es keine regelmäßigen Zinsen abwerfe, sondern der Zugewinn im Kursanstieg liegt.

Machthaber Kim kündigt weitere Raketen an

Der UN-Sicherheitsrat verurteilt den Raketenabschuss Nordkoreas über Japan, aber dies scheint Machthaber Kim wenig zu interessieren, er kündigt unterdessen weitere Raketen an. Der Raketenflug über Japan sei erst der Beginn von Gegenmaßnahmen, die der zu den laufenden Militärmaßnahmen der USA und Südkorea setzen werde, lässt Nordkoreas Machthaber mitteilen.

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Machthaber Kim droht mit weiteren Raketen. Er und seine Berater scheinen Spaß an der Drohung zu haben.

Goldpreis hält sich über 1300$/oz

Der Goldpreis hält sich konstant über 1300$/oz, am Mittwoch Nachmittag bewegte sich der Preis für eine Feinunze Gold bei 1308$/oz. Der Goldpreis in Euro bewegt sich knapp unter der magischen Grenze von 1100 €/oz bei 1099 Euro.

Ab September geht der Goldpreis weiter nach oben

Der Goldpreis könnte ab September noch zusätzlichen Aufschub bekommen, weil die Monate September bis Januar traditionell als gute Monate für den Goldpreis gelten. Dies hängt mit saisonalen Gründen zusammen: In Indien als einem der stärksten Goldnachfrageländer der Welt  ist Hochzeitssaison und einige traditionelle Feste finden statt, zu denen dann traditionell Gold geschenkt wird. Anschließend ist das Weihnachtsgeschäft in Europa, zu dem große Mengen Goldschmuck gekauft werden und anschließend bekommt der Goldpreis häufig noch einen Schub, weil in China – zeitversetzt zu Europa – die chinesischen Neujahrsfeierlichkeiten begangen werden, wo viele Chinesen mehrere Tage Urlaub haben und traditionell viel Gold kaufen.  Insoweit waren Goldkäufe Ende August/Anfang September in den letzten Jahren oft nicht unklug.

 

Goldpreis geht auf 1400 Dollar – meint die Bank of America

Die Bank of America Merrill Lynch sieht den Goldpreis Anfang nächsten Jahres auf 1400 $/oz steigen. Warren Buffet gilt mittlerweile als größter Bank of America Anteilseigner. Die Analysten der Bank führen als Begründung für ihre Prognose auf, dass die Langfristzinsen immer noch sehr niedrig sind und Trump mit der Umsetzung seiner Versprechen hinterherhinke.

Perth Mint verkauft für 11 Milliarden Dollar Gold nach China

Die australische Perth Mint, die die in Deutschland so populären Goldmünzen Känguru herstellt und auch für die silbernen Kängurus verantwortlich ist, teilte vor kurzem mit, dass sie mittlerweile für 11 Milliarden Dollar im Jahr Gold nach China verkaufe. So groß sei dort die Nachfrage. Dies sind über 230 Tonnen Gold im Wert von über 7 Milliarden Euro. Die Nachfrage in China habe sich verdoppelt. Sicherlich ein Grund, warum Experten davon ausgehen, dass sich der Goldpreis weiter nach oben entwickeln wird.

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China kauft für über 7 Milliarden Euro Gold von der Perth Mint in Australien (zum Video Abspielen das Bild anklicken)