Goldman Sachs sieht Goldpreis in 6 Monaten um 100$ steigen

Goldman Sachs sieht in seiner jüngsten Analyse den Goldpreis immer noch weiter steigen. Zwar nicht mehr ganz so euphorisch wie in einer früheren Analyse, aber man sieht immer noch deutliche Zuwächse.

Goldpreis soll um 100 Dollar pro Unze steigen

Geht es nach der jüngst veröffentlichten Einschätzung von Goldman Sachs, so soll sich der Goldpreis, der aktuell um ein Niveau von rund 1200 $/oz oszilliert, in den nächsten 6 Monaten um 100 Dollar nach oben bewegen, also auf 1300 $/oz.

In den nächsten 12 Monaten sieht man sogar gute Chancen, dass sich der Goldpreis auf ein Niveau von 1325 $/oz begibt, das wäre ein Plus von 10% in einem Jahr.

Gold jetzt für Deutsche billig

Durch den Kursrücksetzer ist Gold aktuell auch für in Euro investierende Anleger relativ billig. Am Wochenende kauften zahlreiche deutsche Anleger Anlage-Goldmünzen wie den Krügerrand, Maple Leaf und das australische Känguru zu Preisen zwischen 1039 und 1052  Euro pro Unze ein. Steigt Gold so wie von Goldman Sachs prognostiziert, würde dies eine Wertsteigerung pro Goldunze von rund 100 Euro bewirken.

Zentralbanken kaufen weiter fleißig Gold

Die Zentralbanken dieser Welt setzen auch weiterhin auf Gold als Währungsreserve zur Stabilität der eigenen Währung und als Krisenvorsorge, vermeldet das World Gold Council. Alleine in den ersten 6 Monaten 2018 haben Zentralbanken 193,3 Tonnen Gold gekauft. Das sind 8% mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (2017 H1: 178,6 Tonnen Gold). Seit 2015 hat es kein so starkes erstes Halbjahr in Sachen Goldkauf durch Zentralbanken mehr gegeben. Ein starker Goldkäufer ist nach wie vor Russland

Grösste Goldkäufer seit 2017

Die grössten staatlichen Goldkäufer bei einer Betrachtung seit Anfang 2017 bis Mitte 2018 sind die folgenden Länder:

Goldkäufe von Zentralbanken in Tonnen Gold

  1. Russland 383,3 Tonnen
  2. Türkei 125,8 Tonnen
  3. Kasachstan 68,4 Tonnen
  4. Indien 15,3 Tonnen
  5. Kolumbien 7,1 Tonnen
  6. Tadschikistan 5,1 Tonnen
  7. Mongolei 5,0 Tonnen
  8. Kirgisien 4,9 Tonnen
  9. Indonesien 2,5 Tonnen
  10. Jordanien 2,2 Tonnen
  11. Ägypten 1,7 Tonnen
  12. Philippinen 1,6 Tonnen
  13. Thailand 1,6 Tonnen
  14. Serbien 1,1 Tonnen

Insbesondere die Türkei dürfte froh gewesen sein, soviel Gold im Bestand zu haben, weil sie in der jüngsten Währungskrise der türkischen Lira im Stande war, einiges Gold zu verkaufen, um die Währung zu stützen, sonst wäre die türkische Lira noch weiter abgerutscht.

Russland kaufte 1 Million Goldunzen im August

Die staatliche Bank of Russia stockte ihre Goldreserven auch im August massiv auf: Rund 31,1 Tonnen und damit rund 1 Million Goldunzen fügt die Zentralbank Russlands dem staatlichen Goldbestand hinzu, der nunmehr bei 64,3 Millionen Goldunzen liegt.

Nur ca. 8 Kilo Diamanten im Jahr

Hätten Sie es gewusst? Russland ist der weltweit größte Förderer von Naturdiamanten aus der Erde, dennoch kommen aber pro Jahr nur rund 8 Kilogramm Diamanten aus allen russischen Diamanten-Minen zusammen. Ganze 8000 Gramm an Diamanten wollen die russischen Minen im Gesamtjahr fördern, die wären 40.000 Karat (1 Karat = 0,2 Gramm bei Diamanten). In 2014 lag man sogar noch darunter: 38304 Karat an Diamanten. Anleger, die Diamanten kaufen, wissen, warum die kleinen Steine so kostbar sind.

 

Goldman Sachs: Gold aus Goldminen reicht noch maximal 20 Jahre

Goldman Sachs hat jüngst noch einmal darauf aufmerksam gemacht, dass das Gold, was jährlich neu aus Goldminen gefördert wird, allenfalls noch 20 Jahre reicht. Gold wurde 4000 Jahre lang von den Menschen gefördert und als Maßstab für Wohlstand verwendet, – bereits die alten Ägypter hätten aber erkannt, dass Gold nicht nur schön glänzt, sondern auch selten ist. Durch die Knappheit der Ware entsteht der Preis. Der Höhepunkt der Goldförderung dürfte hinter uns liegen, die nächsten Jahre wird mit abnehmenden jährlichen Goldfördermengen gerechnet, – so die Analysten von Goldman Sachs.

U.S. Geological Survey sieht das ähnlich: Gold reicht 19,5 Jahre

Wenn eine Bank oder ein Goldhandelsunternehmen davon spricht, dass Gold knapp ist, muss man natürlich immer auch hinterfragen, ob die Äußerung vielleicht andere Interessen verfolgt, aber im vorliegenden Fall deckt sich die Meinung des Bankhauses Goldman Sachs mit den Erkenntnissen des U.S. Geological Survey, einem unabhängigen Geo-Institut aus den USA: Bereits in 2014 hatte man dort die weltweit noch vorhandenen Goldbestände in der Erde auf ca. 54.000 Tonnen geschätzt. Bei einer jährlichen Abbaumenge von 2.770 bis max. 3.100  Tonnen entspricht dies einer Restabbaudauer von max. 19,5 Jahren – beginnend in 2015.

Zusammenhang Goldfördermenge – Goldpreis

Je weniger Gold jährlich neu gefördert werden kann, desto höher dürfte der Goldpreis klettern. Der Chef der kanadischen  Goldcorp sieht auch den Gold Peak in der Vergangenheit, also den Zeitpunkt, ab dem die jährlichen Fördermengen sinken werden. Seit Jahren schon ist die jährliche Goldnachfrage am Weltmarkt größer als die Neuförderung aus Goldminen und wird nur durch Gold vom Zweitmarkt (z.B. Recycling) gedeckt. Sich also rechtzeitig vor dem Schließen von Goldminen mit Gold einzudecken, könnte sinnvoll sein. Dabei ist es sekundär, ob man Goldbarren oder Goldmünzen kauft, – Hauptsache Gold.

Goldcorp Chef sieht den Goldminen-Output die nächsten 10 Jahre dramatisch fallen

Der Chef eines der größten Goldminen-Unternehmen der Welt, der Goldcorps sieht den Goldminenausstoß die nächsten 10 Jahre dramatisch fallen, – alle Goldminengesellschaften seien bereits jetzt in einem Schrumpfungsprozess oder kurz davor. Er sieht einen großen Einfluss der sinkenden Goldfördermenge auf den Goldpreis. Goldcorps-Chairman Ian Telfer hat dies bereits in einem Interview Ende letzten Jahres geäußert, hier ein kurzes Video (Englisch):

 

 

Gold als sicherer Hafen stark gefragt

Gold ist aktuell als sicherer Hafen bei Anlegern stark gefragt. Am heutigen Montag stieg Gold weiter auf 1355 $/oz, respektive auf 1089 €/oz. Insbesondere die europäische Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren zog deutlich an.

Handelskrieg-Ängste treiben Goldpreis

Handelskrieg-Ängste zwischen USA und China und USA und Europa waren goldpreistreibend. Und dies, obwohl bei der letzten FED-Sitzung die Zinsen in den USA leicht erhöht worden sind. Schon letzte Woche Freitag wurde beim Goldpreis ein Monatshoch verzeichnet, weil die Goldkäufe deutlich anzogen. Auch wenn einige von Trump verhängten Zölle erst mit 30-tägiger Verzögerung eintreten, so beunruhigt alleine das von Trump unterzeichnete Memorandum die Märkte. Freitag letzter Woche ging Gold mit 1350$/oz ins Wochenende, um heute wieder 5$/oz zuzulegen. Am Freitag letzter Woche verweigerte Trump zeitweilen eine Unterschrift unter neue Regierungsausgaben mi Volumen von 1,3 Billionen Dollar. Dies unterzeichnete er nach Protesten später doch noch.

Neue Unruhen lösen Goldkäufe aus

In einer konzertierten Aktion weisen am Montag 14 EU-Staaten russische Diplomaten aus – verkündet als Konsequenz auf den Giftanschlag auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien. Auch Deutschland ist mit vier ausgewiesenen russischen Diplomaten dabei, hier die Erklärung der Bundesregierung im Wortlaut:

Der Angriff in Salisbury hat uns alle in der Europäischen Union erschüttert. Zum ersten Mal seit Ende des Zweiten Weltkriegs wurde mitten in Europa ein chemischer Kampfstoff eingesetzt.

Es ist klar, dass dieser Anschlag nicht ohne Folgen bleiben kann. Wir haben deshalb deutlich Stellung bezogen und uns in der Europäischen Union hinter Großbritannien gestellt.

Wir haben die Entscheidung zur Ausweisung der russischen Diplomaten nicht leichtfertig getroffen. Aber die Fakten und Indizien weisen nach Russland. Die russische Regierung hat bisher keine der offenen Fragen beantwortet und keine Bereitschaft gezeigt, eine konstruktive Rolle bei der Aufklärung des Anschlags spielen zu wollen.‎

Wir senden damit auch ein Signal der Solidarität mit Großbritannien. Russland bleibt aufgefordert, endlich seiner Verantwortung gerecht zu werden, eine konstruktive Rolle einzunehmen und seiner Aufklärungspflicht nachzukommen. Für uns gilt: Wir werden uns weiter eng mit unseren europäischen Partnern und innerhalb der NATO abstimmen. Wir sind weiterhin offen für einen konstruktiven Dialog mit Russland, der zu vielen internationalen Themen notwendig bleibt.

Goldman Sachs verbessert Goldpreis-Prognose

Goldman Sachs gab eine optimistischere Goldpreis-Entwicklungsprognose ab: Man sei zuversichtlicher als zuvor, dass der Goldpreis sich positiv entwickeln kann. Gold sei aktuell attraktiv. Bei Aktien könne eine Korrektur anstehen.

Heraeus Goldbarren Following Nature Frühling gut angekommen

Die von Heraeus Ende März neu aufgelegten Goldbarren aus der Following Nature Serie mit dem Frühling 2018 Motiv (Erdbeere) wurden von den Anlegern so stark nachgefragt, dass einzelne Größen zwischenzeitlich bei uns abverkauft waren. Wir legen so schnell wie möglich nach und bitten um Verständnis, wenn einzelne Größen vergriffen sein sollten. Sie finden diese in unserer Rubrik Goldbarren.

Goldbarren Following Nature Frühling 2018 Heraeus
Goldbarren Following Nature Frühling 2018 Heraeus

 

 

 

Goldman Sachs zieht Goldpreis-Prognose nach oben: 1450$/oz

Die Banker von Goldman Sachs haben in einer jüngsten Analyse die Einschätzung zum Goldpreis nach oben korrigiert. Das US-Bankhaus sieht den Goldpreis nun wie folgt:

  • Goldpreis in 3 Monaten: 1350$/oz
  • Goldpreis in 6 Monaten: 1375$/oz
  • Goldpreis in 12 Monaten: 1450$/oz

Grund für positive Goldpreisentwicklung

Goldman Sachs gibt als Grund für die positivere Goldpreisentwicklung in 2018 an, dass das Wachstum in den Schwellenländern stärker ausfallen würde, der US-Dollar werde schwächer werden und die Investoren hätten damit eine zunehmende Bereitschaft, sich mit einem Investment in Gold gegen Risiken abzusichern. Auch höhere Inflationsraten aufgrund steigender Ölpreise werden dazu beitragen, den Goldpreis anzukurbeln.

Goldpreis in US-Dollar schwächer, in Euro stabil

Die US-Dollar-Notierung für Gold schwächelte die letzten zwei Wochen. Im frühen Freitagshandel notierte die Feinunze Gold bei 1314$/oz und damit deutlich unter den Höchstständen, die dieses Jahr bei über 1360$/oz lagen. In Euro notierte der Goldpreis am Freitagmorgen bei 1071€/oz relativ fest. Für einen Euro bekam man 1,2280 US$, der Dollar ist damit relativ schwach.

Chinesen kaufen 45,8 Tonnen Gold – am Tag

Von der Shanghai Gold Exchange (SGE), an der 1-Kilo-Goldbarren gehandelt werden, wird ein rekordverdächtiger Umsatz gemeldet: Alleine an einem Tag wurden dort 45.800 Kilogramm Gold verkauft, 45,8 Tonnen. Das ist fast 50% mehr als an gewöhnlichen Tagen. Die SGE dient als wichtige Börse für Chinas Edelmetallanleger. Im Gegensatz zu vielen anderen Börsen der Welt werden dort nicht 400-Unzen-Goldbarren, sondern 1kg-Goldbarren als Grundlage für jeden Handel vereinbart. Weltweit gibt es aktuell Bestrebungen, den internationalen Goldhandel auf diese Kilo-Maße umzustellen.

Goldschmucknachfrage zog in 2017 an

Gemäß einer Statistik des World Gold Councils (WGC) zog die Goldnachfrage aus der Schmuckindustrie in 2017 erstmals sei 2013 wieder an. Setzt sich die Tendenz fort, könnte dies positiv für den Goldpreis auswirken:

(Quelle/Grafik: WGC)

ETFs kaufen immer noch tonnenweise Gold, aber weniger

Die großen Papiergold-Fonds, ETFs haben auch in 2017 tonnenweise Gold gekauft, nach einer Statistik des WGC 203 Tonnen. Dies addierte sich zu den bereits in 2016 gekauften 547 Tonnen Gold.

Goldnachfrage im Wesentlichen nur bei ETFs gesunken

Nach der Statistik des World Gold Councils ist die Gesamtgoldnachfrage im Jahr 2017 rund 7% niedriger als in 2016, was im Wesentlichen auf die zurückgehenden Neu-Investments bei Gold-ETFs zurückzuführen sei. Die direkte physisches Nachfrage nach Goldmünzen, Goldbarren, Goldschmuck und von Zentralbanken ist stabil:

Goldnachfrage-Grafik: WGC

Insgesamt wurde im Jahr 2017 Gold im Volumen von 4.071,7 Tonnen nachgefragt, wovon Zentralbanken alleine schon 371,4 Tonnen gekauft haben

Goldbarren und Goldmünzen: 1029,2 Tonnen verkauft

Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen wurde im Jahr 2017 im Gesamtgewicht von 1029,2 Tonnen verkauft. Bemerkenswert dabei vor allen Dingen China mit 306,4 Tonnen (+8%) und Indien mit 164,2 Tonnen (+2%).

Amerikaner glauben an Trump

Bemerkenswert sind stark zurückgehende Goldbarren- und Goldmünzenabsätze in den USA: Die Amerikaner glauben offensichtlich mehrheitlich an Trump und seine Politik und kauften nur noch 39,4 Tonnen Gold in Form von Goldmünzen und Goldbarren – statt 93 Tonnen im Jahr zuvor. Darunter litten auch die Absatzzahlen der amerikanischen Münzprägestätte US Mint, die mit dem US Eagle in Gold und Silber deutlich weniger verkauften als in Jahren zuvor.

Deutschland kauft mehr Gold als USA

Die deutschen Anleger kauften in 2017 mehr Goldmünzen und Goldbarren als alle Amerikaner zusammen. Während in den USA 39,4 Tonnen Gold verkauft wurden, kauften deutsche Anleger Goldbarren und Goldmünzen im Volumen von 106,3 Tonnen – und das, obwohl der DAX von Rekord zu Rekord hüpfte. Gold ist den deutschen Anlegern offensichtlich wichtig im Anlageportfolio.

Meistverkaufte Goldmünze in Deutschland: Der Krügerrand

Goldman Sachs: Gold klettert auf 1375$ – Silber besser als Gold

Die Edelmetall-Analysten des Bankhauses Goldman Sachs sind zwar verhalten für die kurzfristige Entwicklung des Goldpreises, glauben aber, dass Gold bis 2020 auf 1375$ steigt. Mittel- und langfristig sei Gold eine gute Anlage. Die Nachfrage aus den sogenannten Emerging Markets, den aufstrebenden Ländern wie China sei zu stark. Die Wirtschaft und das Vermögen in diesen Ländern wächst so stark, dass die wachsende Goldnachfrage aus diesen Ländern den Goldpreis nach oben befördern wird.

Kurzfristig könne es die nächsten Monate beim Goldpreis zu einer Seitwärts-Bewegung kommen, auch ein leichter Rückgang sei temporär möglich. Auf die nächsten Jahre jedoch werde der Goldpreis deutlich steigen, so das Bankhaus. Zinserhöhungen in den USA und eine erstarkende US-Wirtschaft können den Goldpreis allenfalls in 2018 bremsen, – auf lange Sicht werde Gold aber auf jeden Fall steigen, sodass Gold spätestens 2020 bei 1375$/oz stehe.

Silberpreis steigt stärker als Goldpreis

Die Analysten von Goldman Sachs sind überzeugt, dass der Silberpreis in den nächsten Jahren stärker steigt als der Goldpreis, weil die industrielle Nachfrage nach Silber aus der Elektronikindustrie so stark sei, vor allen Dingen aus der Photovoltaik.

Indiens Goldexporte steigen im November um 75%

Die indischen Goldexporte sind im November im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen: Alleine im November wurde Goldschmuck für 996 Millionen Dollar exportiert, – im Vorjahres-November waren es noch 567 Millionen Dollar. Auch der Export geschliffener Diamanten stieg im November um 50% auf 1,7 Milliarden Dollar. Zahlreiche europäische Diamantenhändler lassen ihre Rohdiamanten aus Kostengründen in Indien schleifen.

Russland meldet weitere Goldkäufe

Die russische Staatsbank vermeldet weitere Goldkäufe und dürfte damit das Jahr 2017 zum Rekordjahr machen, was den Zuwachs bei staatlichen Goldbeständen betrifft. Alleine im November diesen Jahres hat die Zentralbank Russlands 29 Tonnen Gold den staatlichen Reserven zugeführt, was im Gesamtjahr bereits über 200 Tonnen Zuwachs bedeutet. Russland hat nunmehr Goldreserven von über 1830 Tonnen und ist damit auf dem besten Weg, China mit seinen ausgewiesenen 1842 Tonnen Gold zu überrunden. Damit würde Russland von Platz 6 der weltweit grössten Goldbestandshalter auf Platz 5 vorrücken und China verdrängen.

Goldpreis über 1070€/oz

Der Goldpreis in Euro bewegte sich am frühen Freitagmorgen im europäischen Handel kurz über 1070 €/oz, was einem Goldkurs in Dollar von 1268 $/oz entspricht. Der Silberpreis notiert bei 13,68 €/oz, respektive 16,21 $/oz.

Starke Nachfrage nach Silber Maple Leaf

Besonders stark nachgefragt waren die Silbermünzen Maple Leaf, die bereits mit Jahrgang 2018 ausgeliefert werden. Auch der Gold Maple Leaf war neben den anderen klassischen 1 Unzen Goldmünzen stark nachgefragt.

Stark nachgefragt: Silber Maple Leaf 2018 1 oz

Chinesen kaufen wie wild Gold

China als Goldnachfragenation Nr. 1 der Welt wurde auch gestern wieder seinem Ruf gerecht: Alleine in Shanghai an der Goldbörse (Shanghai Gold Exchange) wurden am Dienstag über 39.000 Goldbarren der Gewichtsklasse 1 kg verkauft. 1kg Goldbarren werden in China häufig von Großanlegern bevorzugt. Damit wurde alleine in Shanghai gestern Gold im Wert von über 1,3 Milliarden Euro gekauft.

In USA verkauft man Papiergold

Die in den USA dagegen am gleichen Tag verkauften 7.000 Kilogramm Papiergold in Form von Gold-ETF-Anteilen am SPDR-Fonds wirken dagegen gleich verschwindend gering.

Goldman Sachs avisiert schwächeren Goldpreis

Das Bankhaus Goldman Sachs verkündete gestern, dass es für 2018 einen eher schwächeren Goldpreis sehe, der bis Mitte des Jahres 2018 auch auf 1200$ sinken könne. Die niederländische ABN-Amro sieht den Goldpreis in 2018 in einem Kanal zwischen 1200 und 1250$, weil die FED die Zinsen in 2018 zweimal erhöhen werde.

Kanadische BMO sieht Goldpreis bei 1280$

Die kanadische Investmentbank BMO veröffentlichte gestern ihre Prognose eines Goldpreises, der sich in 2018 bei durchschnittlich 1280$ bewegen werde. Für Silber sieht sie deutlicheres Aufholpotential. Das Verhältnis Silber zu Gold von 1:79 werde sich voraussichtlich durch einen höheren Silberpreis auf 1:72 ändern, weil die industrielle Nachfrage, vor allen Dingen aus der Photovoltaik-Industrie zunehmen werde, so BMO.

Goldpreis am Morgen bei 1068€/oz

Am frühen Mittwochmorgen bewegte sich der Goldpreis im europäischen Handel um 1068 Euro/oz, der Silberpreis bei 13,66€/oz.

Umgerechnet in US$ lag der Goldpreis in Dollar bei 1264$/oz, der Silberpreis bei 16,17$/oz.

Deutschland viertgrößte Goldnation

Gemäß World Gold Council (WGC) ist Deutschland mittlerweile die viertgrößte Goldnachfragernation weltweit. Vor 20 Jahren lag Deutschland noch auf Platz 20.

Neben den zahlreichen Käufern, die Gold anonym gegen Bargeld kaufen, legten auch gestern die Online-Orders wieder kräftig zu. Vor allen Dingen die australischen Känguru Goldmünzen und der kanadische Maple Leaf in Gold erfreuten sich großer Nachfrage.

10.000 Euro Bargeldgrenze soll angegriffen werden

In der EU laufen aktuell Bemühungen, auch Barbestände sowie Goldbesitz unter 10.000 Euro konfiszieren zu können, weil Terroristen häufig Terroraktionen mit Beträgen unterhalb von 10.000 Euro finanzieren würden. Deshalb sei es erforderlich, auch Beträge unterhalb der bisherigen Geldwäschegrenze zu kontrollieren und notfalls konfiszieren zu können, so Mady Delvaux, Mitglied des europäischen Parlaments (Luxemburg, Sozialdemokraten). Bei Grenzübertritten aus oder in die EU ist es bisher nur auf Nachfrage erforderlich, Beträge über 10.000 Euro anzugeben. Die Grenze von 10.000 soll im Gesetz stehen bleiben, aber die Beamten an der Grenze sollen zukünftig auch bei Beträgen darunter bei Verdacht Wertgegenstände konfiszieren, Verdachtsmeldungen schreiben und nach der Mittelherkunft und -verwendung fragen. Bisher war dies ab 10.000 Euro und für Barmittel und Vergleichbares geregelt.

Die aktuellen Bemühungen der EU wollen dies ausdehnen und z.B. auch getragenen Schmuck, der höherwertiger ist, dazu zählen. Ob jetzt zukünftig die Träger teurer Uhren an der Grenze immer vorher rechts rausfahren müssen, um das Mitführen eines höherwertigen Zeitmessers anzuzeigen, ist nicht bekannt.

 

Gleich fünf Banken wollen Goldhandelshaus Scotia Mocatta kaufen

Es ist schon erstaunlich: Da raten große Banken fast einhellig von ach so bösen Gold-Investments ab, – insgeheim kaufen sie dann aber doch selber Gold oder investieren in den Goldhandel. Glaubt man Goldhändlern in London und New York, wetteifern aktuell gleich fünf große Banken darum, den Goldhändler Scotia Mocatta kaufen zu dürfen.

Goldhandel der Scotia Mocatta unter Vorwürfen

Scotia Mocatta, einst die Goldhandelsabteilung der kanadischen Bank of Nova Scotia, war früher einer der weltweit größten Goldhändler und in dieser Eigenschaft auch Teilnehmer am berühmten Londoner Goldpreis-Fixing. Den Händlern von Scotia Mocatta war in der Vergangenheit vorgeworfen worden, an Manipulationen des Goldpreises und auch am Goldschmuggel beteiligt gewesen zu sein. Dem Vernehmen nach schweben immer noch immense Risiken aus möglichen Prozessen über dem Handelshaus. Der Vorwurf, den Goldpreis zwischen 2004 und 2013 widerrechtlich manipuliert zu haben, konnte bislang wohl nicht vollumfänglich aus dem Weg geräumt werden. Die Deutsche Bank hatte zu ähnlichen Vorwürfen einer Strafzahlung in Höhe von 98 Millionen Dollar zugestimmt, will dies aber nicht als Schuldeingeständnis gewertet sehen.

Auch die britische Barclays Bank hatte Strafzahlungen akzeptiert.

Fünf Banken bieten bis zu 1 Milliarde Dollar

Dem Vernehmen nach sollen bis zu 5 Banken Beträge bis zu 1 Milliarde Dollar für den Goldhandel der Scotia Mocatta bieten. Daraus wird man schließen dürfen, dass zumindestens die bietenden Banken in der Zukunft dem Gold eine steigende Bedeutung beimessen. Vielleicht sehen sie auch schon selber ein Ende des Papiergeldsystems kommen. JP Morgan soll den Verkaufsprozess begleiten.

Interesse an ScotiaMocatta sollen insbesondere die folgenden fünf Parteien bekundet haben:

  • GOLDMAN SACHS
  • Sumitomo (Japan)
  • ANZ Bank (Australien)
  • 2 chinesische Banken

Scotia Mocatta – 3 Jahrhunderte Geschichte

Die Wurzeln der ScotiaMocatta gehen bis ins Jahr 1671 zurück, – der Goldhandel blickt dort also auf mehr als 3 Jahrhunderte zurück. Angefangen hat man in London mit Schwerpunkt auf den Diamanten-Handel durch Moses Mocatta, begleitet durch Gold und Silber. Aktuell hat man noch mehr als 160 Angestellte in 10 Büros weltweit. Den möglichen Aufkäufern dürfte es vor allen Dingen um die Kontakte zu Goldproduzenten und Gold-Großabnehmern gehen, die ScotiaMocatta sicherlich vorzuweisen hat.

ScotiaMocatta war früher ein maßgeblicher Käufer von Goldmünzen wie Krügerrand, Maple Leaf und Wiener Philharmoniker, hat aber auch eigene Goldbarren (Scotiabank) vertrieben.

Gold zu kaufen scheint – dem Kaufinteresse der fünf Großbanken nach – auch in der Zukunft eine eher zunehmende Bedeutung zu erlangen, sonst würden Großbanken kaum mit solch immensen Beträgen in diesen Markt einsteigen wollen.

 

Vermögensverwalter Jörg Jubelt: Goldpreis kann bis Jahresende 2017 deutlich zulegen

Die jetzigen Goldpreise sind Kaufkurse, meinen nicht nur langjährige Goldkunden, sondern auch Analysten und Vermögensverwalter.

Jörg Jubelt, Vermögensverwalter vom PMP Vermögensmanagement in Düsseldorf, der nach Stationen bei der Deutschen Bank und der UBS für die Verwaltung großer Vermögen bei der Düsseldorfer Vermögensverwaltung verantwortlich zeichnet, sieht gute Chancen für einen steigenden Goldkurs bis Jahresende. Dies hat er ggü. Investment.com geäußert. Angesichts volatiler Märkte kann er sich bis Jahresende einen deutlich zulegenden Goldpreis vorstellen, der auch wichtige Widerstandsmarken bricht.

Gründe für mögliche positive Goldpreisentwicklung

Jubelt sieht die Gründe eines möglichen Goldpreis-Anstiegs vor allen Dingen in dem weiteren Schicksal des US-Präsidenten, Problemen in Italien (politisch und im Bankensystem), der Krise in Korea und einem Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien, was auch Einfluss auf den Ölpreis haben könnte.

40% Wahrscheinlichkeit für Trump-Absetzung

Jubelt sieht die Wahrscheinlichkeit einer vorzeitigen Trump-Absetzung, die zu Verwerfungen und einem deutlichen Anstieg des Goldpreises führen dürfte, bei 40%.

Goldman Sachs erhöht Goldpreisprognose für 2017

Die fast schon standardmäßig negativ für Gold eingestellte US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Goldpreisprognosen angehoben.  Bisher hatte die US-Bank für drei, sechs und zwölf Monate Prognosen für den Goldpreis in Höhe von 1200 $, 1180 $ und 1150 $ gestellt, was deutlich unter dem jetzigen Niveau wäre. Offensichtlich hat die Bank gemerkt, dass dies an der Realität vorbeigehen dürfte und hat die Prognosen auf immer noch bärige 1260 $, 1261 $ und 1250 $ angehoben, was in der Praxis bedeutet, dass Goldman Sachs einen weiteren Goldpreis-Rücksetzer für unwahrscheinlich hält und deshalb die Vorhersage der Goldpreisentwicklung um je ca. 50-60$ je Unze angehoben hat.

Goldman Sachs begründet die positivere Einschätzung für Gold mit den niedrigen Zinsen in den USA, fehlenden Alternativen am Kapitalmarkt der schlechten Rendite von Anleihen und der wohl nicht mehr ausbaubaren Minenkapazität im Bereich der Goldminen.

Preise für physisches Gold steigen in Indien

Wegen der großen Nachfrage nach Gold stiegen in den letzten Tagen die Aufgelder für physisches Gold in Indien auf einen 7-Monats-Höchststand. Ab 1.7. soll in Indien eine neue Steuer auf Gold eingeführt werden, vorher brach noch eine Riesen-Nachfragewelle in Indien über die Goldhändler herein. Auf Gold soll zukünftig eine 3%-Steuer (goods and services tax) erhoben werden, die eine bisherige 1,2%-Steuer ablöst.

Die Aufgelder auf eine Feinunze Gold waren in Indien auf 10$ über dem Weltmarktniveau gestiegen, weil die Nachfrage so groß war. Indien musste alleine im Mai 103 Tonnen Gold importieren, was VIERMAL so viel wie im Vorjahr war, um der Nachfrage Herr zu werden. Indien gilt als weltweit zweitgrößte Goldkauf-Nation (nach China).

Auch in China stiegen die Aufgelder für physisch vorhandenes Gold auf ca. 10$ über Weltmarktniveau, weil die Nachfrage so groß ist.

Gold kaufen auf niedrigem Niveau auch in Deutschland

Auch in Deutschland nutzten zahlreiche Anleger die letzten Tage die niedrigen Goldpreise zum Positionsaufbau und zur Erweiterung des persönlichen Goldbestands. Vor allen Dingen Tubes mit Krügerrand Goldmünzen und Maple Leaf Goldmünzen wechselten zahlreich den Besitzer. Die Käufer von Goldbarren hielten sich in etwa die Waage mit denjenigen Anlegern, die einen Kauf von Goldmünzen vorzogen.