EZB lässt Zinsen auf NULL – inflationsbedingt verlieren Sparer Geld

Die Europäische Zentralbank EZB hat heute bekannt gegeben, dass der Leitzins weiter auf NULL Prozent bleibt und Banken auch weiterhin Zinsen ZAHLEN müssen, wenn sie bei der EZB Geld auf dem Konto haben, sogenannte Negativzinsen. Diese bleiben bei 0,4%

EZB finanziert Wirtschaft, Staaten und Banken mit 60 Milliarden im Monat

Weil selbst diese Hilfe dem Finanzmarkt und den Banken offensichtlich noch nicht genug hilft, kauft die EZB auch weiterhin (zusammen mit nationalen Notenbanken) monatlich (!) für rund 60 Milliarden Euro (!) Wertpapiere am Markt auf, zum größten Teil Staatspapiere. Im letzten Dezember hatte man das Volumen von monatlich 80 Milliarden auf monatlich 60 Milliarden gesenkt.

Inflation soll weiter steigen

EZB-Präsident Draghi möchte, dass die Inflation und damit wohl auch die Geldentwertung noch weiter steigt. An einer steigenden Inflation könne man das Anziehen der Wirtschaft ablesen. Die Wirtschaft in der Währungsunion erhole sich, aber es sei noch eine stärkere Inflationsdynamik erforderlich, so Draghi.

Niedrige Energiepreise würden aktuell die Inflation noch niedrig halten, deswegen werde die EZB weiter massiv monetär die Wirtschaft unterstützen müssen, d.h. die Märkte mit billigem Geld fluten.

Kritik an der EZB-Politik

Kritiker bemängeln, dass der von der EZB angedachte Effekt „Die EZB leiht den Banken billig Geld, damit diese es billig der Wirtschaft leihen, damit es denen gut geht und die Konsumenten viel Geld ausgeben können“ nicht funktioniert. Die Banken wären sehr restriktiv mit der Kreditvergabe an Private und Unternehmen und geben auch die niedrigen Zinsen nicht 1:1 weiter. Überdies gibt der deutsche Sparer sein Geld in Nullzinsphasen nicht vermehrt aus, sondern spart noch mehr oder kauft Sachwerte wie Gold, aber fährt deswegen nicht 4 x im Jahr in Urlaub und kauft auch nicht jedes Jahr 2 neue Autos.

Auch Japan lässt die Zinsen niedrig

Zuvor hatte bereits die japanische Zentralbank die Niedrigzinspolitik fortgesetzt. Auch dort gibt es Negativzinsen (Strafzinsen) auf Einlagen. Die Höhe wurde bei 0,1% belassen, teilte die Notenbank von Japan nach Ihrer Sitzung mit. Bei zehnjährigen Staatsanleihen will man in Japan an einer Rendite von 0% festhalten. Das Inflationsziel von 2% will man in Japan im Jahr 2019 erreichen.

Trump will FED-Chefin Janes Yellen ablösen

Aus den USA gibt es Berichte, dass US-Präsident Trump mit der Geld-Politik der FED-Chefin Janet Yellen unzufrieden ist und diese durch seinen Berater Gary Cohn ablösen wolle. Cohn war früher Banker bei Goldman. Cohn und Yellen lehnten Kommentare dazu ab. Im Juni hatte Cohn noch geäußert, er sei glücklich in seinem Job als Wirtschaftsberater für Trump. Yellens reguläre Amtszeit endet im Februar 2018, Trump hatte sie mehrfach kräftig kritisiert und scheint ihre Niedrigzinspolitik nicht für richtig zu halten.

Gary Cohn hatte bei Goldman Sachs als Goldhändler begonnen und ist dann dort in das Management aufgestiegen.

 

Was bedeutet die Nullzins-Politik der EZB für Anleger?

Zunächst einmal ist davon auszugehen, dass die Niedrigzinspolitik noch eine ganze Weile anhält, die EZB und die FED wollen dies offensichtlich in die Länge ziehen. Möglicherweise wird man das Anleihen-Kaufprogramm betraglich reduzieren, aber auch wenn man statt 60 Milliarden Euro nur noch 40 Milliarden Euro im Monat (!) für Anleihen von Staaten und Unternehmen ausgibt, ist das dramatisch zu viel und eine Geldschwemme, die den Euro und den Dollar entwertet. Damit werden auch Sparer und Sparguthaben entwertet.

Aktuell ist die Inflationsrate deutlich höher als die Rate der vereinnahmten Zinsen, was in der Praxis dazu führt, dass klassische Sparer (Festgeld, Sparbuch, Sparbrief etc.) jedes Jahr Geld verlieren. Sie bekommen nicht nur keine oder so gut wie keine Zinsen, sondern das Geld, was da ist, verliert noch an Wert.

Gold kaufen bleibt sinnvolle Alternative

Bei allen Kursschwankungen bleibt das Kaufen von Gold eine sinnvolle Alternative für Sparer. Gold kann durch Regierungen oder die EZB /FED nur schwerlich entwertet werden. Regierungen und Zentralbanken können Gold (im Gegensatz zu Euroscheinen und Dollarscheinen) nicht beliebig drucken, deswegen ist Gold wertstabiler als Papiergeld.

Die Zentralbanken dieser Welt drucken ja mittlerweile noch nicht einmal die Papiergeldscheine, sondern sie schöpfen Geld aus dem Nichts, indem sie es über Nacht auf Konten entstehen lassen und Banken gegen NULL Zinsen zur Verfügung stellen

Goldpreis aktuell günstig

Der Goldpreis in Euro ist mit Goldkursen unter 1100 Euro/Unze aktuell so günstig, dass einige Goldminen wegen Unwirtschaftlichkeit schon schließen mussten. Für den Anleger bieten sich also aktuell günstige Möglichkeiten, sein Vermögen mit Goldkäufen gegen Wertverluste zu versichern. Allem Anschein nach wird die EZB und auch die FED die Niedrigzinspolitik noch eine ganze Weile weiter betreiben müssen.

Es wird für die beiden großen Zentralbanken dieser Welt auch schwierig, das viele dem Markt zur Verfügung gestellte Geld wieder einzusammeln. Das dürfte ähnlich schwer werden wie Zahnpasta zurück in die Tube zu drücken oder einem Drogenabhängigen zu sagen, er möge die Dosis reduzieren. Ein Rezept, wie man dies macht, haben weder FED noch EZB.

Euro schwächer nach EZB-Statement

Der Euro fiel nach der EZB-Bekanntgabe gegenüber dem Dollar etwas ab, was das Gold kaufen in Euro für den Anleger ein paar Euro preiswerter machte. Die USD/EUR-Parität lag am Abend bei 1,1626, der Goldpreis in Euro lag bei 1069,60 €/o und der Goldpreis in Dollar bewegte sich um 1244 $/oz.

Käufer klassischer Goldmünzen der 1-Unzen-Klasse  kauften heute vor allen Dingen Maple Leaf Goldmünzen und Krügerrand Gold, sowie Goldbarren von 100 Gramm bis 1kg

Foto: © European Central Bank 2017

Gold steigt heute 10 Euro und HSBC sieht Goldpreisentwicklung in 2017 und 2018 positiv

Der Goldpreis startet heute Vormittag mit rund 1065 Euro in den Vormittagshandel in Europa und alle Händler warteten gebannt auf 14:30 Uhr MEZ, da man dann die Veröffentlichung von US-Handelsdaten erwartete.

Goldpreis in Euro: +10€/oz

Diese waren allerdings eher enttäuschend, sodass der Goldpreis prompt ca. 10 Euro pro Unze zulegte.  Gegen 15:30 Uhr war er immer noch auf einem Niveau von über 1074 Euro/oz.

Die US-Einzelhandelsumsätze im Juni waren 0,2% niedriger als noch im Mai. Eigentlich hatte man ein Plus von 0,1% erwartet, nachdem Trump von einem Anziehen der Konjunktur gesprochen hatte. Die Fakten widerlegten aber des Präsidenten Äußerung.

Auch der sogenannte Consumer Price Index war von Mai auf Juni unverändert, – Analysten hatten ein Plus von 0,1% erwartet, was nicht erfüllt wurde.

FED hat es dann wohl nicht so eilig mit Zinserhöhungen

Händler in den USA schlossen daraus, dass es dann die US-Notenbank FED auch nicht so eilig mit den Zinserhöhungen haben werde. Vermehrte Goldkäufe waren die Folge, was den Goldpreis anziehen ließ.

Indische Goldnachfrage stark angezogen

Die stark angezogene indische Goldnachfrage sorgte überdies für weitere Käufe. Indien hat im ersten Halbjahr 2017 bereits mehr Gold gekauft, als im ganzen Jahr zuvor.

Argor-Heraeus Übernahme durch Heraeus abgeschlossen

Der deutsche Edelmetall- und Technik-Konzern Heraeus vermeldete zudem heute den vollständigen Abschluss der Übernahme der Schweizer Argor-Heraeus in Mendrisio. Mit Wirkung vom 13.7.2017 ist Argor-Heraeus nunmehr vollständig im Besitz von Heraeus.  Zu den eigenen 33% hat Heraeus zwischenzeitlich die bisher von der Commerzbank, der Münze Österreich und dem Argor-Management gehaltenen Anteile gänzlich übernommen. Damit ist Heraeus nunmehr der weltgrößte Edelmetall-Service-Provider überhaupt.

Argor-Heraeus-Schweiz-Goldproduktion
Argor Heraeus produziert in der Schweiz in Mendrisio u.a. Goldbarren

HSBC sieht Goldpreis steigen

Schlussendlich sorgte noch eine Veröffentlichung der HSBC-Bank, einer der grössten Banken der Welt für gute Laune bei den Goldkäufern: HSBC rechnet mit weiter steigenden Goldpreisen. Die Goldpreisentwicklung in 2018 und 2019 werde positiv eingeschätzt, die in 2017 sowieso.  Ausgehend vom aktuellen Goldpreis von 1230 $/oz  (Goldpreis in Euro: 1074€/oz) sieht man als Durchschnittspreise für:

  • 2017: 1282 $/oz
  • 2018: 1300 $/oz
  • 2019: 1330 $/oz

Das führte in der Gesamtnachrichtenlange vom Freitagnachmittag zu vermehrten Goldkäufen auch in Deutschland. In Sachen Gold kaufen war heute das australische Gold-Känguru besonders beliebt, gefolgt von Maple Leaf Goldmünzen und diversen Goldbarren-Größen bis 100 Gramm.

(Bild: (c) Heraeus)

 

 

 

 

 

Inder kaufen im ersten Halbjahr 2017 mehr Gold als im ganzen Jahr 2016

Die Goldnachfrage in Indien, einem der Haupt-Goldnachfrageländer, scheint wieder dramatisch anzuziehen: Im ersten Halbjahr 2017 hat Indien 521 Tonnen Gold importiert, das ist mehr als im ganzen Jahr 2016 (510 Tonnen). Im Mai 2017 wurden 220 Tonnen Gold importiert, weil vermutlich Goldkäufe vorgezogen worden sind – in Erwartung einer höheren Goldimportsteuer ab Juli.

Im Juni importierte Indien 75 Tonnen Gold

Auch der Juni war ein sehr starker Monat: In Indien wurden 75 Tonnen Gold importiert, nach 22,7 Tonnen im Jahr zuvor. Experten gehen davon aus, dass Indien nunmehr im Gesamtjahr 2017 mehr als 900 Tonnen Gold importieren wird, was seit 2012 nicht mehr erreicht wurde.

63% der Inder setzen auf Gold

In einer Umfrage in Indien haben 63% der Inder erklärt, dass sie Gold mehr vertrauen als allen anderen Währungen der Welt.

Inder haben Käufe von Gold vorgezogen

In Indien wurden wegen der ab Juli erwarteten Goldsteuererhöhung (die tatsächlich nur gering ausfiel) massiv Käufe auf die Monate Mai und Juni vorgezogen. Dies könnte nach Meinung von Experten dazu führen, dass im Juli und August 2017 indische Nachfrage eher gering ausfällt und der Goldpreis sich in diesen Monaten nur seitwärts bewegt. Ab September müssten dann aber auch indische Großhändler ihre Lager wieder leer haben und seien zu Nachkäufen gezwungen, so ein Marktexperte aus London. Für Goldkäufer bedeutet dies, dass in den Monaten Juli und August günstig Gold eingekauft werden kann.

Saxo Bank sieht Goldpreis bis 1325 US$ steigen

Die dänische Saxo Bank hält den Goldpreis für unterbewertet und geht davon aus, dass der Goldpreis in Dollar bis Jahresende auf 1325 $/oz steigt, was bei gleichen Währungsparitäten einem Goldpreis in Euro von 1162 Euro/Unze entsprechen würde. Bei aktueller Notierung von 1066 €/oz für Gold wäre dies ein Anstieg von knapp 100 Euro pro Unze. Gemäß der Saxo Bank ist also der Kauf von Goldbarren und/oder Goldmünzen aktuell lukraktiv. Die Saxo Bank sieht für die US Wirtschaft mehr Abwärts- als Aufwärtspotential. Das könnte dazu führen, die von der FED in Aussicht gestellten Zinserhöhungen langsamer vollzogen werden oder gar ausfallen.

Russische Sberbank mischt in Shanghai an der Goldbörse mit

Ein Schweizer Ableger der russischen Sberbank hat den physischen Goldhandel an der chinesischen Shanghai Gold Exchange aufgenommen, – einer Goldbörse, die angesichts der starken chinesischen Nachfrage nach Gold immer wichtiger wird. Man wolle noch dieses Jahr mehrere Tonnen Gold nach China liefern.

Silbermünzen der US Mint wieder stark gefragt

Die American Eagle Silbermünzen der US Mint sind im Juli wieder stark gefragt: In der ersten Julihälfte wurden mit 1,29 Millionen Silbereagles im Zeitraum vom 1.7. bis 12.7.2017 bereits mehr Silbermünzen verkauft als im ganzen Juni zuvor, wo nur 986.000 Silberunzen den Besitzer wechselten. Händler in USA und Europa untermauerten dies mit einer anziehenden Nachfrage nach Silbermünzen. Vor allen Dingen die kanadischen Silber-Maples betreffend, aber auch die US-Eagles in Silber haben angezogen.

 

Jetzt Gold kaufen könnte clever sein – meint die Standard Chartered Bank

Die Analysten der Großbank Standard Chartered halten die jetzigen Goldpreise für gute Kaufgelegenheiten, – jetzt Gold zu kaufen wäre attraktiv. Dies gilt auch unter Berücksichtigung dessen, dass aktuell Druck auf den Goldpreis ausgeübt wird. Langfristig sollte sich Gold jedoch nach oben bewegen.

Goldpreis geht bis Ende des Jahres hoch

Die Banker gehen davon aus, dass spätestens bis Jahresende der Goldpreis wieder anzieht und deshalb das Kaufen von Gold auf aktuellem Niveau interessant sein sollte. Die jetzige Drückung des Goldpreises sei auf das Anziehen von US-Renditen festverzinslicher Wertpapiere und die Einführung einer neuen Steuer auf Gold per 1.7.2017 in Indien zurück zu führen. Spätestens im vierten Quartal sollten sich jedoch wieder starke indische Goldkäufe auf den Goldpreis auswirken, wenn die Schmuckhändler und -hersteller in Indien Großeinkäufe tätigen. Für 2018 und 2019 rechnet die Standard Chartered Bank nicht mit beängstigenden Aktionen der US-Notenbank FED, sodass der Goldpreis anziehen sollte.

Indiens Goldnachfrage im Juli nur temporär schwach

Die Goldnachfrage in Indien, die im Juli eher schwächlich ist, sei nur temporär in dieser niedrigen Dimension aufgrund der neu eingeführten Steuer per 1.7. Indische Goldschmuckhersteller hätten Goldkäufe bereits in den Mai vorgezogen, da man im Vorfeld nicht genau wusste, welche Steuer in welcher Höhe eingeführt würde. Die Goldnachfrage in Indien wird sich jedoch wieder auf ein normal-hohes Niveau bewegen, was dann den Goldpreis wieder positiv beeinflusst. Die Analysten von Standard Chartered rechnen damit, dass der im Vorhinein gekaufte overstock in Indiens Goldlagern sich innerhalb der nächsten 3 Wochen sukzessive abbaut und dann wieder zugekauft werden müsse.

Inder kaufen ab September wieder Gold

Glaubt man einer Untersuchung des World Gold Councils, die über mehrere Jahre die Goldnachfrage in Indien untersucht haben, gibt es in der Tat in Indien starke saisonale Schwankungen der Goldnachfrage mit einem Loch im Sommer. In Indien wird traditionell zur Festivalsaison und zu Hochzeiten viel Gold gekauft. Bricht man den Mehrjahresvergleich auf die einzelnen Monate herunter, ergibt sich folgende Übersicht, die durch grün die Monate mit starker indischer Goldnachfrage kennzeichnet.

Gold kaufen in Indien nach Monaten
Inder kaufen in bestimmten Monaten empirisch betrachtet deutlich mehr Gold als in anderen. (Grün=starke Monate), Quelle: World Gold Council

Indische Goldminenproduktion seit Jahren rückläufig

Die Exploration von Gold aus indischen Goldminen ist seit Jahren rückläufig, sodass Indien zur Deckung der eigenen Nachfrage ständig mehr Gold importieren muss. Das am Weltmarkt zugekaufte Gold erhöht tendenziell den Goldpreis.

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Die Goldminenproduktion ist in Indien seit dem Jahr 2010 rückläufig, sodass Indien zur Deckung der eigenen Nachfrage jedes Jahr Gold am Weltmarkt zukaufen muss. (Quelle: WGC)

Deutsche Anleger kaufen massiv Goldbarren und Goldmünzen

Die letzten Tage mit einem niedrigeren Goldpreis in Euro nutzten deutsche Anleger massiv zum Kaufen von Goldmünzen und zum Kauf von Goldbarren, wobei sich die beiden Produktgruppen in etwa hälftig zueinander verhielten. Bei den Goldmünzen waren die Favoriten die australische Känguru Goldmünze und der südafrikanische Krügerrand.

Gold kaufen – das sicherste Investment in diesen Zeiten!

Die USA und die Welt haben zwar mit Ronald Reagan einen eher übersichtlich begabten Western Schauspieler überlebt, auch ein Ernussfarmer (Jimmy Carter) an der Spitze der USA hat die Welt nicht untergehen lassen, aber mit Präsident Trump scheint eine neue Qualität Präsident auf einem der wichtigsten Stühle der Welt zu sitzen, was vielen Anlegern Sorge bereitet.  Vermögensverwalter Jörg Jubelt aus Düsseldorf bezifferte die Wahrscheinlichkeit, dass er vorzeitig seinen Sessel verlassen muss und dies zu Verwerfungen führt, auf 40%.

Nach der US-Wahl kauften die Deutschen massiv Gold

50 bis 100% mehr Goldkäufe waren in Deutschland bei den Edelmetallhändlern direkt nach der Wahl des US-Präsidenten zu verzeichnen. Die Deutschen setzen auf das Krisenmetall Gold. Auch wenn es mal schwankt, kurzfristig nach unten oder oben ausschlagen kann. Langfristig fühlen sich viele Anleger mit dem gelben Metall auf der sicheren Seite. Ist es doch seit Beginn des Jahres 2000 bereits auf DREIFACHE des damaligen Preises in Euro gestiegen. Von rund 300 Euro pro Unze auf ca. 1100 Euro pro Unze – und war zwischenzeitlich sogar noch viel höher.

Weltgefüge stimmt nicht mehr – Krisenmetall Gold profitiert

Das Weltgefüge ist nich mehr so wie es vor ein paar Jahren noch war: In den USA agiert jetzt ein Präsident, der kurz vorher von den USA unterzeichnete Verträge einfach einseitig aufkündigt, sei es Klimaabkommen oder Kuba betreffend.  Der eher auf Krawall gebürstet ist – statt auf Diplomatie. Ein solches Staatsoberhaupt am roten Knopf für Atomwaffen sitzen zu haben, macht einigen Anlegern Angst. Vor dem anstehenden G20-Gipfel äußern sich nahezu alle anderen Teilnehmerstaaten kritisch über die USA, der einer mehr diplomatisch, der andere offen. Dem türkischen Präsidenten hat man im Vorfeld gleich einen öffentlichen Auftritt verboten, was dieser mit mangelndem Demokratieverständnis in Deutschland kritisierte. Es schwelt und brodelt auf der Welt. Seit mehr als 5000 Jahren setzen die Menschen auf der Welt in solchen Zeiten auf GOLD. Gold ist von Regierungen und Währungen unabhängig. Regierungen und Währungen kommen und gehen. Gold bleibt. Gold bleibt auch dann, wenn Währungen verändert, verwässert oder abgeschafft werden. Das macht mancher Bank Angst, gibt aber dem Anleger, der Gold besitzt, Sicherheit.

Alan Greenspan, US-Notenbank-Präsident, empfiehlt Gold

Selbst der ehemalige US-Notenbankpräsident, empfiehlt Gold als das „ultimative Zahlungsmittel auf der Welt – Gold wird überall akzeptiert“. In seiner aktiven Amtszeit war es seine Aufgabe, den Anlegern die Sinnhaftigkeit einer Anlage in Papiergeld (US-Dollar) schmackhaft zu machen. Nach seinem Ausscheiden aus der FED darf er sagen, was er denkt und was er für richtig hält. Nicht umsonst kaufen auch fast alle Notenbanken dieser Welt Gold – oder haben bereits Berge davon gekauft. In jedem der letzten Jahre haben Notenbanken per saldo Gold zugekauft, d.h. die Zukäufe haben die Abverkäufe deutlich überragt. Was für Notenbanken richtig ist, sollte auch für das Privatvermögen richtig sein: Gold kaufen!

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Goldreserven der Zentralbanken: Russland und China kaufen massiv Gold

Totschlag-Argumente gegen Gold

Die Argumente, die regelmäßig gegen Gold aufgebracht werden, lassen sich allesamt leicht entkräften, werden aber dennoch seit Jahrzehnten regelmäßig wiederholt. Aber getretener Mist wird breit und nicht fest: Wenn man Unrichtiges ständig wiederholt, wird es dadurch nicht besser:

  1. Gold kann man nicht essen. Das stimmt, aber man kann auch einen Investmentfondsanteil oder Bargeld nicht essen. Ebenso ein Sparbuch. Dieses Argument ist also nicht nur falsch, sondern auch noch dumm. Das Gegenteil ist richtig: Es hat sich in allen Krisen und Kriegen dieser Welt gezeigt, dass man mit Gold im Krisenfall (oder auch im Krieg) immer weiter kommt: Man kann es gegen Dinge, die man benötigt eintauschen, sich z.B. auch etwas zum Essen besorgen. Gegen Gold gibt ein Landwirt auch Fleisch, Milch oder Getreide ab. Gegen ein Sparbuch einer geschlossenen Bank oder gegen Papiergeld einer inflationären Währung wird er dies eher ungern tun.
  2. Gold bringt keine Zinsen. Das ist richtig: Gold, welches sie im Schließfach eingeschlossen haben, bekommt keine Kinder, es vermehrt sich nicht. Braucht es aber auch nicht. Das Gold wird langfristig mehr wert und transferiert ihr Vermögen in die Zukunft. Wenn Sie im Jahr 2000 eine Goldunze für 300 Euro gekauft haben und diese im Jahr 2017 für 1100 Euro verkauft haben, haben Sie ihr Vermögen viel stärker vermehrt, als jemand, der seine 300 Euro im Jahr 2000 bei einer Bank gegen Zinsen angelegt hat. Bei den aktuellen Mini-Zinsen bis Minus-Zinsen gilt das erst recht. Aktuell könnten Sie auch noch entgegen: Sparbücher bringen auch keine Zinsen (oder nur MICRO-Zinsen)
  3. Gold ist vom US-Dollar abhängig. Auch das ist für den deutschen Anleger: Quatsch. Natürlich werden weltweit viele Gold-Kaufverträge in US-Dollar geschlossen, aber auch viele in chinesischen Yuan oder in Euro oder in Pfund. Entscheidend für den deutschen Anleger ist die Wertentwicklung in Euro. Und in Euro hat sich Gold die letzten 17 Jahre ca. verdreifacht. Da kann der Goldpreis in US-Dollar sich bewegt haben wie er will. Das kann einem Euro-Anleger ziemlich egal sein. Im Übrigen ist auch eine BMW-Aktie vom US-Dollar oder dem US-Markt abhängig. Wenn Donald Trump beschließt, dass in den USA keine BMWs mehr gekauft werden dürfen oder nur durch Zoll verteuert, leidet auch die deutsche BMW-Aktie.
  4. Die Verwahrung von Gold kostet so viel Geld. Auch das ist Quatsch. Anleger, die Gold kaufen, können dies preiswert verwahren lassen. Wer beispielsweise 3 Kilogramm Gold (Gegenwert im Bereich > 100.000 Euro) kauft, erhält Gold im Volumen von 3 Tafeln Schokolade. Die kann man im kleinsten Schließfach der Bank aufbewahren, was oftmals nicht wesentlich mehr als 100 Euro pro Jahr kostet. Wer für 100.000 Euro Aktienfonds kauft, zahlt häufig schon 5000 Euro davon an AGIO an die Fondsgesellschaft und Depotgebühren noch dazu. Viele Privatleger verwahren ihr Gold an einem sicheren Versteck zuhause auf, was angesichts der hohen Wertdichte leicht möglich ist.  Jeder Hausbesitzer kann Gold im Volumen von 3 Tafeln Schokolade leicht im Haus verstecken…und wenn er es einmauern müsste.  Selbst ein Tresor der VdS-Klasse 3, den jede Hausratversicherung  mit Kusshand bis 100.000 oder 200.000 Euro versichert, kostet unter 1000 Euro am Markt. Einmalig und billiger als jeder Provisionsanteil, den sich sonst bei Fondsanteilen eine Bank einstreicht.

 

Gold kaufen beruhigt und lässt ruhig schlafen

Wer Gold hat, schläft besser: Wer Gold gekauft hat, der kann allen Krisen dieser Welt entspannt entgegen sehen. Ob wieder eine Bank in Italien pleite geht, eine deutsche Bank vom Staat gerettet werden muss oder Banken mal für Wochen schließen oder die Auszahlungen beschränken, wie in einigen Eurostaaten ja schon passiert: Wer Gold hat, sieht das tiefenentspannt. Wer sich mit seinen Großeltern über Währungsreformen unterhält und wie es war, als jeder nur 40 Mark bekommen hatte und neu anfangen musste, kann das beruhigende Gefühl von Goldbesitz nachvollziehen.  Auch in Indien, wo Bargeldbesitzer vor kurzem über Nacht vom Staat erfahren mussten, dass die beiden größten Banknoten für ungültig erklärt werden, waren Goldbesitzer auf der lachenden Seite.

Inder und Chinesen werden den Goldkurs treiben

Aktuell sieht es auf der Welt so aus, dass Indien und China die beiden grössten Goldkaufnationen der ganzen Welt sind. In Indien und China wird mehr Gold als in USA oder Deutschland gekauft und es gibt immer mehr Inder und Chinesen. Und was noch entscheidender ist: Immer mehr wachsen in die Wohlstandsgesellschaft, verdienen und erwerben Vermögen, machen Weltreisen und kaufen Gold. Wer sich einmal ein Bild von reichen Chinesen machen möchte, dem kann ein Ausflug nach Titisee empfohlen werden. Im früher verschlafenen Schwarzwaldörtchen werden täglich mehr hochpreisige RIMOVA-Koffer an chinesische Touristen verkauft als im Kaufhof in Köln. Das ein Koffer gerne auch mal knapp 1000 Euro kostet, juckt die chinesischen Touristen nicht. Sie haben Geld genug. Das sieht man auch in Chinas Goldgeschäften: Hier stehen chinesische Kunden häufig in Dreierreihen Schlange, um Gold zu kaufen. Dies wird für die zukünftige Goldpreisentwicklung eine wesentliche Stütze werden.

Gold kann steigen, auch wenn der Zins steigt

Die US-Notenbank hat in der letzten Zeit 3x den Leitzins angehoben. Früher hätte so mancher Ökonom gesagt „Steigen die Zinsen, fällt Gold“. Dies ist aber zu kurz betrachtet. Es kommt immer auf den Realzins an. Was nützt es einem Anlegerhaushalt, wenn er sein Geld zu 1% anlegen kann, aber 2% Inflation sein Vermögen netto schrumpfen lässt? Auch die Sicherheit einer festverzinslichen Staatsanleihe muss sicher differenzierter betrachtet werden. Nach Rückzahlungsproblemen bei argentinischen und griechischen Staatsanleihen gelten selbst Staatsanleihen nicht mehr als sicher. Was ist überdies „sicher“. Lehman Brothers galten als todsicher. Deutsche Anleger, die solche „todsicheren Lehman-Zertifikate“ erworben hatten, erlitten einen Totalverlust.

Gold ist kein Versprechen eines Dritten. Gold ist nicht von Regierungen oder Unternehmen abhängig. Gold kann nicht künstlich hergestellt werden. Nicht von Regierungen, nicht von Zentralbanken. Gold ist in sich wertvoll, weil es selten ist.

Maßanzug für eine Unze Feingold

Man hat vor 2000 Jahren im alten Rom für eine Unze Gold eine Maß-Tunika bekommen. Für eine Unze Gold konnte man auch 1920, 1940 und 1960 einen Maßanzug erhalten. Und für eine Unze Gold erhalten Sie auch im Jahr 2017 einen Maßanzug. Gold mag schwanken, aber eine Unze Gold bleibt eine Unze Gold. Für einen 1-Millionen-Mark-Schein aus der Inflationszeit in Deutschland erhalten Sie heute noch nicht mal ein Rosinenbrötchen. Überlegen Sie selber, was Sie für Ihre Nachkommen lieber im Garten vergraben würden: eine Kiste mit Gold oder eine Kiste mit Papiergeld? Im Zweifel existiert die aufgedruckte Währung beim Ausgraben gar nicht mehr. Wie unschön sich Währungen entwickeln können, sieht man z.B. auch am US-Dollar: Um die Jahrtausendwende 1899/1900 erhielt man für 1000 US-Dollar noch ca. 1,5 Kilogramm Gold. Im Jahr 2017 gibt es für 1000 US-Dollar noch nicht einmal eine Unze (31,1 Gramm) Gold. Wer da langfristig auf Papiergeld zur Geldanlage setzt, könnte einen entscheidenden Fehler begehen.

Goldreserven in den Minen reichen vielleicht noch für 15 Jahre

Das Jahr 2017 wird von vielen Experten als das Jahr gesehen, von dem ab die Goldminenproduktion stetig bergab gehen wird. Das Gold in den Goldminen dieser Welt ist unter vertretbarem ökonomischem Aufwand vielleicht noch 15 Jahre lang abbaubar, dann sind die letzten Reserven abgebaut. In Asien fing man im letzten Jahr schon an, unter dem Mehr nach Gold zu suchen, weil die an Land befindlichen Goldminen in absehbarer Zeit erschöpft sein werden.

Größte Goldförderländer der Welt (2016):

  1. China: 463,7 Tonnen
  2. Australien: 287,3 Tonnen
  3. Russland: 274,4 Tonnen
  4. USA: 225,7 Tonnen
  5. Peru: 166,0 Tonnen
  6. Südafrika: 165,6 Tonnen
  7. Canada: 162,1 Tonnen
  8. Mexico: 128,4 Tonnen
  9. Indonesien: 107,9 Tonnen
  10. Brasilien: 96,8 Tonnen

In China, Russland, Peru, Südafrika, Mexico, Indonesien und Brasilien muss man überdies damit rechnen, dass zukünftig Goldförderung massiv teurer wird, da zu den bisherigen Dumpinglöhnen die Arbeiter sicher nicht die nächsten Jahre arbeiten werden. Überdies wird die Einhaltung von Umweltauflagen immer härter überwacht, was zusätzliche Kosten verursacht

Goldnachfrage höher als die Förderung

Die Goldnachfrage ist seit Jahren weltweit höher als die Neuförderung aus den Minen, kann nur durch Umschichtungen und Recycling gedeckt werden. Alleine im ersten Quartal 2017 wurde laut World Gold Council (WGC) Gold im Gewicht von 1034,5 Tonnen weltweit gekauft.  Auch die Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen stiegt zuletzt gemäß WGC um 9%

9% Nachfrageplus bei Goldbarren und Goldmünzen (WGC Grafik)
9% Nachfrageplus bei Goldbarren und Goldmünzen (WGC Grafik)

Notenbanken fluten die Märkte – wie kommt die Zahnpasta wieder in die Tube?

Die Notenbanken dieser Welt, allen voran die US-Notenbank FED und die EZB haben die Märkte mit Geld geflutet. Früher hätte man gesagt: Die haben einfach Geld gedruckt – ohne Gegenwert. Heute schöpft man über Nacht Buchgeld auf Konten, was vorher gar nicht da war. Aus nichts. Das führt dazu, dass das Geld, was bereits im Umlauf ist, immer weniger wert wird.

Die US-Notenbank FED hat Billionen US-Dollar in den Kreislauf gepumpt, Staatanleihen und Privatanleihen gekauft. Ein Notenbanker bezeichnete einmal den Versuch, dieses Geld wieder einzusammeln, mit dem Versuch „Zahnpasta zurück in die Tube zu drücken“. Probieren Sie es einfach einmal heute Abend mit Ihrer Zahnpasta: Es geht nicht. Die größten Notenbanken dieser Welt haben in den letzten 10 Jahren die Liquidität an den Märkten auf das VIERFACHE ausgedehnt. Dieses Geld der Wirtschaft und den Banken wieder zu entziehen, wird nicht nur schwierig, – es wird schlichtweg nicht gelingen – oder zu einer Katastrophe führen.

 

Es muss nicht immer Gold sein

Selbstverständlich muss man kein Gold kaufen, um sich gegen solche Weltwirtschaftskrisen und -verwerfungen abzusichern. Es gingen auch andere Sachwerte, z.B. Immobilien, Diamanten, Autos, Weine, Kunstwerke etc.

Alles hat sicher seinen Reiz und seine ganz individuellen Vorteile. Bei Gold überzeugt aber vor allen Dingen die hohe Flexibilität, die weltweite Akzeptanz und die Mobilität. Sie können Gold praktisch an jedem Tag an jedem Ort der Welt wieder zu Geld machen. Wenn Sie Goldbarren oder Goldmünzen von renommierten Herstellern und einwandfreier Qualität besitzen, wird diese nicht nur der Bäcker, Metzger oder Landwirt in einer Krise gerne entgegen nehmen, sondern auch ein Aufkäufer in Luxemburg, der Schweiz, Japan, Australien oder Kanada. Z.B. auch nach einer Auswanderung. Gleiches gilt ggf. noch für zertifizierte Diamanten, die auf noch kleinerem Raum große Werte komprimieren können.

Wer aber einmal versucht hat, schnell eine Immobilien zu verkaufen, weiß, was dies heißen kann: Entweder geht es nicht oder nur mit Abschlägen. Ähnliches gilt für Oldtimer. Auch ein echter van Gogh mag über die Jahre wertvoller werden, aber versuchen Sie mal gegen ein 1 qm großes Gemälde ein Mettbrötchen zu kaufen oder auch nur eine Kuh vom Landwirt. Mit kleinen Goldbarren/Goldmünzen oder auch Silbermünzen  (als kleine Einheiten) werden Sie es wesentlich einfacher haben.

Die vielen Vorteile von Gold lassen deshalb viele Anleger zum Sachwert Gold als Krisenvorsorge greifen: 

  • jederzeit schnell kauf- und verkaufbar
  • weltweit anerkannt und genormt
  • verrottet nicht, rostet noch nicht einmal, hält ohne Wartung und Instandsetzung Jahrtausende
  • Hoher Wert auf kleinem Raum
  • Leicht versteckbar
  • Reisefähig

Typische Klassiker bei der Geldanlage in Gold

Der deutsche Anleger kauft klassischerweise die folgenden Goldprodukte, wenn er in Gold anlegt, die allesamt weltweit schnell wieder zu Geld tauschbar sind:

(Goldmünze Maple Leaf aus Kanada – Video der Münzprägestätte in Englisch)

 

Diamanten kaufen – als Ergänzung zur Goldanlage

Diamanten kaufen Geldanlage
(Diamant in Zertifikatskarte – als Geldanlage)

 

Wer sein Vermögen neben Gold noch etwas diversifizieren möchte und trotzdem mobil bleiben möchte, für den kommen Anlagediamanten in Frage.  Durch den Kauf eines kleinen, aber wertvollen Diamanten lassen sich fünf- und auch sechsstellige Summen auf kleinstem Raum anlegen, was für Aufbewahrung und Transport von vielen als Vorteil gesehen wird. Moderne Anlagediamanten haben die Zertifikatsnummer auf dem Diamanten eingeschliffen und können so z.B. am Zielort einer Reise/Auswanderung leicht wieder bei entsprechenden Händlern zu Geld gemacht werden, sofern erforderlich. Beim Kaufen von Diamanten zur Geldanlage erspart man sich natürlich das Aufgeld, was sonst ein Juwelier für das Einfassen oder die Verarbeitung zu Schmuck berechnen würde.

 

 

 

Chinesen kaufen 50% mehr Gold – Goldpreis steigt

Die Chinesen sind nicht mehr nur preiswerte Produzenten für Konsumgüter des „westlichen“ Auslands, sondern mittlerweile weltweit auch eine Nachfragemacht, die man nicht unterschätzen sollte. Mitterweile kaufen auch die chinesischen Geldanleger soviel Gold, dass die eigene Goldproduktion in China nicht mehr ausreicht, sondern immer  mehr Gold importiert werden muss, was sich als Goldnachfrage auf dem Weltmarkt goldpreis-treibend auswirkt.

Goldimporte Chinas aus Hongkong + 50%

Die Chinesen kaufen soviel Gold, dass die Goldimporte Chinas aus Hongkong in diesem Jahr beispielsweise schon rund 50% über dem Vorjahresniveau liegen. Waren im letzten Jahr noch 657 Tonnen Gold über Hongkong nach China geflossen, darf man in 2017 mit mehr als 1000 Tonnen Gold rechnen. Das Hong Kong Census and Statistics Department bestätigte die Zahlen. Sind im Januar 2017 noch „nur“ rund 30 Tonnen Gold nach China exportiert worden, waren es im April bereits mehr als doppelt soviel!

Goldbarren + 60%

Die Nachfrage nach Goldbarren ist im ersten Quartal in China um über 60% gestiegen, was die um nur 1,4% gestiegene Nachfrage nach Goldschmuck regelrecht in den Schatten stellt. Die chinesischen Geldanleger scheinen mittlerweile auch dem Aktien- und Anleihemarkt zu misstrauen und kaufen lieber Gold.

Goldimporte auch aus der Schweiz signifikant höher

Die höheren Goldimporte aus Hongkong sind aber nicht das Ergebnis einer Einkaufsquellenverlagerung, sondern entsprechen dem Bild gestiegener Goldimporte auch aus anderen Ländern. Wirft man einen Blick in die Schweizer Außenhandelsstatistik, stellt man auch dort gestiegene Goldexporte nach China fest. Im Jahr 2016 wurden mit 442 Tonnen deutlich mehr Goldverkäufe nach China durchgeführt als ein Jahr zuvor (288 Tonnen), Tendenz steigend. Alleine im Dezember 2016 exportierte die Schweiz 158 Tonnen Gold nach China.

Kein Wunder, dass der Goldpreis steigt

Bei solch massiven Goldkäufen ist es natürlich – bei allen Schwankungen – kein Wunder, dass der Goldpreis steigt. Auch die letzten Tage hat der Goldpreis wieder kräftig angezogen. Aktuell notiert der Goldpreis in Euro bei 1147 Euro/oz. In US-Dollar notiert der Goldpreis kurz vor der 1300-Dollar-Schwelle auf einem Niveau von 1294$/oz.

Goldpreis seit Jahresanfang schon um 4% gestiegen

Im Vergleich zum Jahresanfang (1100,75 Euro) notiert der Goldpreis in Euro nunmehr bereits rund 4,2% höher. Eine Verzinsung, von der Sparbuchinhaber nur träumen können. Die meisten Sparbuch- und Festgeldinhaber dürften aktuell in Deutschland Zinsen von 0,xy % p.a. erhalten. Immer mehr deutsche Anleger setzen daher auf Goldbarren und Goldmünzen zur Geldanlage. Hierbei wird der Krügerrand in Gold ebenso favorisiert wie der Kauf von Goldbarren. Gold kaufen statt Gelder zu Null-Zinsen auf Sparbüchern zu blockieren lautet bei viele Anlegern die Devise.

Goldpreis bricht nach oben aus – darauf haben Anleger gewartet

Die einen Anleger kaufen, wenn der Goldpreis fällt oder vermeintlich unten ist, die anderen kaufen dann, wenn der Goldpreis anfängt zu steigen oder lange gestiegen ist. Viele deutsche Anleger folgen dem Herdentrieb: Erst warten sie, bis der Goldpreis fällt. Ist er dann gefallen, sind sie nicht sicher, ob er nicht weiter fällt und warten mit Kaufen ab. Steigt er dann, haben sie Angst, dass er auch wieder fallen könnte. Steigt er nachhaltig, kaufen sie auch Gold, weil sie glauben, dass der Goldpreis jetzt weiter nach oben geht. Da ist viel Psychologie dahinter, aber in der Tat stellen Edelmetallhändler einen klaren Zusammenhang zwischen Kaufaktivität der Goldkäufer und Bewegungen beim Goldpreis fest.

Massive Goldkäufe, weil der Goldpreis das Tief verlassen hat

Aktuell setzen wieder massive Goldkäufe physischer Goldkäufer in Deutschland ein, weil der Goldpreis das „Preis-Tal“ von unter 1120 Euro/oz verlassen hat und der Goldpreis in Euro pro Unze wieder über 1130 €/oz notiert.

Betrachtet man den Goldpreis seit Anfang Mai, stellt man fest, dass sich der Preis pro Feinunze – nach einer kleinen Korrektur – bereist seit Anfang Mai erholt. Am Freitag letzter Woche wurde nunmehr auch der Widerstand bei 1265 $/oz gebrochen, sodass jetzt der Weg frei ist bis zur 1295$-Marke.

Goldpreis in Euro heute 1133/1134 €/oz

Am heutigen Nachmittag wurde Gold relativ stabil um ein Niveau von 1133-1134 €/oz gehandelt. Meist verkaufte Goldmünzen waren heute der kanadische Maple Leaf (1oz) und das australische Gold-Känguru, dicht gefolgt vom Krügerrand und der neuen deutschen 50-Euro-Goldmünze Lutherrose, die Sammler gleich häufig von allen fünf deutschen Münzprägestätten kauften (A, D, F, G und J). Bei den Goldbarren war der 1-Unzen-Goldbarren die meistverkaufte Größe.

Goldförderung in Australien geht leicht zurück

Das Fördern von Gold aus der Erde wird immer schwieriger und auch teurer, weil man immer tiefer graben muss, um noch Gold zu finden und immer grössere Tonnagen von Gestein zermalmen muss, um ein Gramm Gold zu finden. Die grössten Goldförderer der Welt sind China mit rund 463 Tonnen in 2016 und Australien mit 298 Tonnen. Im ersten Quartal 2017 hat man in Australien jedoch nur noch 71,5 Tonnen Gold fördern können, was einen Rückgang von 8% gegenüber dem letzten Quartal (77,5 Tonnen) bedeutet. Hier muss man allerdings das nächste Quartal abwarten, um auszuschließen, ob der Rückgang nicht etwa nur Klimagründe (viel Regen) hatte.

Goldräuber in Berlin vor Gericht

In Berlin standen heute die Goldräuber vor Gericht, die einen Goldhändler in Berlin in der Budapester Straße überfallen hatten. Ein Bulgare und ein Syrer räumten die Taten gleich zu Beginn der Verhandlung ein. Im Oktober 2016 hatten sie einen Händler überfallen und sich dazu zunächst als tatteriger Rentner mit Krückstock und Schnurrbart verkleidet. Die Polizei kam den Tätern jedoch schnell auf die Schliche und konnte diese festnehmen. Da half es auch nicht, dass die Maske für den Überfall in Brasilien bestellt wurde. Die Täter wechselten auch SIM-Karte und das Handy und dennoch dauerte es nur knapp 2 Monate, bis die Polizei die Täter festnehmen konnte.

Flossbach von Storch setzt auch auf Gold kaufen

Auch die Fondsmanager der Vermögensverwaltung von Flossbach von Storch setzten weiter auf das Kaufen von Gold. Edelmetalle sind mit rund 11% im Portfolio dort gewichtet, die Profis von Flossbach von Storch setzen neben Aktien klar auf GOLD zur Geldanlage.

Inder kaufen Gold in der Schweiz

Die Schweiz hat im April ihre Goldexporte nach Indien ggü. Vorjahr fast verdoppeln können: Insgesamt konnten die Eidgenossen alleine im April 48 Tonnen Gold nach Indien exportieren.

Inder kaufen 168 Tonnen Gold

Insgesamt hat Indien damit dieses Jahr bereits 168 Tonnen Gold in der Schweiz gekauft. Im Vorjahresapril betrug der Export nur 22 Tonnen, damit weniger als die Hälfte des aktuellen Niveaus. Die Inder stellen somit die grösste Abnehmergruppe für Gold in der Schweiz, dicht gefolgt von China, welches 40 Tonnen Gold aus der Schweiz importierte (April 2017), ebenfalls rund doppelt so viel wie im Vorjahr (19 Tonnen).  Seriöserweise sollte man zu den chinesischen Importen auch die Schweizer Exporte nach Hong Kong zählen, die 13 Tonnen betrugen.

Großbritannien nicht mehr größter Goldkäufer

Im Vorjahr waren die Briten wegen der großen Investmentnachfrage auf der Insel noch die größten Goldkäufer in der Schweiz, doch diese Position haben nunmehr Indien und China inne.

Goldpreis im Vorfeld einer FED-Äußerung etwas schwächer

Für heute nachmittag wird die Veröffentlichung sogenannter FED-minutes erwartet, eine Bekanntgabe, was inhaltlich bei der letzten Sitzung der Zentralbank besprochen worden ist. Einige institutionelle Marktteilnehmer haben im Vorfeld der erwarteten Bekanntgabe Gold verkauft, was den Goldpreis leicht auf 1252 $/oz, respektive 1119 €/oz drückte.

Deutsche Anleger kaufen Silber und Gold

Deutsche Anleger lassen sich davon jedoch nicht abhalten und kaufen weiter massiv Edelmetalle. Beim Silber kaufen wurden heute neben den Klassikern wie Maple Leaf, Philharmoniker und Känguru auch wieder die Darth Vader Silberunzen aus der STAR WARS Serie gekauft, – bei den Goldmünzen war der Krügerrand neben der Goldmünze Maple Leaf der Anführer der Umsatzhitliste. Nach wie vor dominieren Goldkäufer den deutschen Markt: Auf 99 Anleger, die Gold kaufen, kommt maximal ein Anleger, der Gold wieder verkaufen möchte.

Tropische Zone Münzen in PP beliebt

Neben den klassischen Edelmetallkäufern hat die öffentliche Berichterstattung über die neue 5 Euro Münze Tropische Zone zahlreiche Sammler für diese neue deutsche Münze mit dem roten Polymerring begeistern können. Umsatzspitzenreiter waren dabei Komplettsätze aller fünf deutschen Münzprägestätten in Spiegelglanz (ugs.: PP). Bei nahezu allen Banken und Sparkassen sind die 5-Euro Münzen Tropische Zone mittlerweile ausverkauft, die Zweitmarktpreise beginnen bereits zu steigen.

Tropische Zone Komplettsatz ADFGJ in PP

Tropische Zone Komplettsatz ADFGJ in st

Tropische Zone 5 Euro Münze PP
Tropische Zone 5 Euro Münze Spiegelglanz (ugs.: PP)

Draghi lässt die Zinsen unten, Trump plaudert und der Goldpreis steigt

EZB-Präsident Mario Dragi hat kürzlich in einer Rede vor dem niederländischen Parlament geäußert, dass es noch zu früh sei, die Zinsen wieder anzuheben. Die ultralockere Geldpolitik der europäischen Zentralbank dürfte also noch eine Weile anhalten. Damit auch die niedrigen Zinsen für Geldanleger, die für Spareinlagen und Festgelder keine Zinsen oder nur sehr sehr niedrige bekommen. Einzelne Banken haben ja auch in Deutschland bereits begonnen, für große Guthaben bereits Strafzinsen zu berechnen: Wer seiner Bank Geld leiht (und nichts anderes ist eine Anlage auf einem Sparbuch ja), der muss dafür Strafe zahlen. Verkehrte Welt, die noch eine Weile anhalten soll – so derjenige, der es in der Hand hat: EZB-Präsident Draghi.

Deutsche kaufen 13% mehr Gold

Kein Wunder, dass immer mehr Deutsche von Ihrem Geld auf nahezu zinslosen Konten Gold kaufen. Die Umsätze der Anleger, die Goldmünzen kaufen oder Goldbarren kaufen, haben in Deutschland gemäß einer Auswertung des World Gold Councils um einen zweistelligen Prozentsatz zugelegt. Die Deutschen kaufen mit +13% überdurchschnittlich viel Gold. Die europäische Goldnachfrage im ersten Quartal hat um 9% gegenüber Vorjahr zugelegt. Insgesamt wurden im ersten Quartal 2017 in Europa 60,8 Tonnen von Anlegern in Form von Goldbarren und Goldmünzen gekauft. Hersteller von Barren und Münzen freuen sich. Auch aktuell im Mai ist die Nachfrage wieder sehr hoch, da günstige Kurse zum Positionsaufbau einladen.

EZB flutet weiter mit Geld – gut für Gold

Die EZB hatte erst auf letzten Sitzung Ende April daran festgehalten, die Märkte auch weiterhin mit Geld zu fluten. Früher hätte man gesagt „Sie drucken einfach Geld“. Heute wird das Geld noch nicht einmal gedruckt. Es wird über Nacht auf Knopfdruck auf Konten geschaffen und Banken zu 0 % zur Verfügung gestellt. Bundesfinanzminister Schäuble hatte – auch wenn sein Haushalt von geringerem Zinsaufwand für Staatsschulden profitiert – die Niedrigzinsen moniert, – diese würden der Finanzbranche „außergewöhnliche Probleme“ bescheren. Die Geldentwertung durch immer mehr Geld sollte sich mittelfristig erhöhend auf den Goldpreis auswirken, der dann die Geldentwertung wiederspiegelt.

US-Präsident Trump unter Beschuss

US-Präsident Trump steht in den USA unter Beschuss, was zu einer Dollarschwäche/Eurostärke geführt hat und zu steigenden Goldpreisen.

Trump hatte offensichtlich nicht nur versucht, FBI-Ermittlungen zu bremsen, die ihn belasten könnten, sondern auch sicherheitsrelevante Informationen an seine russischen Gesprächspartner weiter gegeben, – insbesondere wohl israelische Quellen geoutet, was Israels Geheimdienst als suboptimal empfinden dürfte. Trump hat die Weitergabe der Informationen mittlerweile eingeräumt. Nach Bekanntwerden der Zusammenhänge sank die US-Dollar-Parität und der Euro erstarkte. Für einen Euro erhält man nun statt 1,06$ wie noch vor wenigen Tagen 1,11 US$. Der Goldpreis stieg auf 1245 US$/oz, was wegen des erstarkten Euros aktuell „nur“  einen Goldpreis in Euro von 1120 €/oz ausmacht.  Die Nachfrage nach Gold war im frühen europäischen Handel sehr groß.

US-Banken kaufen Gold

Nunmehr wurde bekannt, dass nicht nur US-Hedgefonds stark auf Gold setzen, sondern auch US-Banken Gold kaufen: Morgan Stanley erweiterte seine Goldpositionen im ersten Quartal um 20%, der weltweit größte Vermögensverwalter Black Rock hat alleine 16,8 Millionen Gold-ETF-Anteile im ersten Quartal gekauft und JP Morgen Chase verdoppelte sein Gold-Investment. Damit signalisieren diese institutionellen Investoren ein nur geringes Vertrauen in die Politik von US-Präsident Trump und setzen offenbar selber lieber auf Gold. Ein Investment, welches Banker sonst gerne den eigenen Kunden ausreden, aber für sich selber offensichtlich ganz gerne tätigen.

Charttechnik spricht für steigende Goldpreise

Am 3.Mai fiel der Goldpreis rund 30 US$ nach unten und durchbrach auch die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie. Eine Abwärtstrendlinie bei 1240$ wurde jedoch mit den jetzigen Kursen um die 1245$/oz nach oben durchbrochen und könnte für steigende Preise sprechen. Die 200-Tage-Linie scheint wieder nach oben durchbrochen zu werden. Solange Gold nicht dauerhaft wieder unter 1238$ fällt, ist der Weg über die 1255$-Grenze und dann nach oben frei.

Goldpreis-Explosion ante portas?

Die Lage rund um Niedrigzinsen, politische Schwierigkeiten und Goldnachfrage erinnert an den Zeitraum 1978/1979, bevor sich der Goldpreis innerhalb anderthalb Jahre mehr als versiebenfacht hat. Eine solche Explosion wird in der Dimension von den meisten Experten für unwahrscheinlich gehalten, aber den jährlichen Kaufkraftverlust, den es durch die Nullzinspolitik real gibt, hat die Bevölkerung schon wahrgenommen. Mittlerweile wird er auch von den konservativen Politikern nicht mehr bestritten. Man darf gespannt sein, wie sich der Sachwert Gold weiter entwickelt. Wie die Zahlen des World Gold Councils weltweit bestätigen, fließt bereits mehr Geld in Gold als zuvor. Viele Anleger haben aber den Ernst der Lage noch nicht erkannt und nehmen Nullzinsen auf der Bank und damit eine reale Vermögensminderung in Kauf.

Gold kaufen – was Sie über die Nachfrage in Indien wissen sollten

Viele Anleger glauben, dass es für die Entwicklung des Goldpreises von wesentlicher Bedeutung wäre, wieviele Anleger in USA oder Deutschland Goldbarren oder Goldmünzen kaufen. Diejenigen, die Gold in USA oder Europa kaufen, sind jedoch für die Goldpreisentwicklung gar nicht so ausschlaggebend, da das meiste Gold weltweit in Indien (und China) gekauft wird. In Indien vor allen Dingen für Schmuckzwecke.

Indiens Regierung will nicht, dass die Inder Gold kaufen

Seit Jahren schon versucht die Regierung in Indien, die Goldkauf-Gelüste der Bevölkerung zu bremsen: Durch immer neue Steuern und Abgaben  und Behinderungen des Goldhandels. Im letzten Jahr hat man große Geldscheine quasi über Nacht für ungültig erklärt, weil mit diesen immer wieder Gold gegen bar gekauft worden ist. Alle diese Maßnahmen konnten zwar temporär den Goldhunger bremsen, aber eine über Jahrzehnte gewachsene Neigung des indischen Volkes lässt sich so natürlich nicht ablegen. Gerade zu Festivalzeiten und zu Hochzeiten wird massiv Gold in Indien gekauft.

UBS schätzt, dass die Inder 700 bis 900 Tonnen Gold kaufen

Die UBS schätzt, dass die indische Goldnachfrage sich auf 700 bis 900 Tonnen pro Jahr einpendeln werde.

Die gesamte weltweite Goldnachfrage beläuft sich nach Angaben des World Gold Councils auf 4309 Tonnen im Jahr 2016. Alleine aus Indien käme somit ca. 20% der Weltgoldnachfrage.

Gold kaufen in 2016: Weltgoldnachfrage
Gold kaufen in 2016: Weltgoldnachfrage bei 4.309 Tonnen (Quelle: WGC)

Indien hat aktuell eine Gold-Import-Steuer von 10%, dazu kommen noch 1% Mehrwertsteuer und eine weitere Steuer in Höhe von 1%, sodass indische Goldimporte vor dem Verkauf schon mit 12% Abgaben belastet sind. Dagegen hatten Goldhändler und Juweliere mehrfach in Indien gestreikt.  Die UBS hält es für möglich, dass einzelne Steuern auch gesenkt werden können, weil die Regierung dem Druck aus der Bevölkerung nicht standhält.

Goldimporte nach Indien haben sich vervierfacht

Wie sehr die Inder Gold kaufen, hat sich im April gezeigt: Die Goldimporte nach Indien haben sich ggü. Vorjahr vervierfacht. Rund 98 Tonnen Gold wurde alleine im April von Indien importiert, im Vorjahr waren es noch 22,2 Tonnen.

ABN Amro sieht Goldpreis bis auf 1400$/oz steigen

Geht es nach der ABN Amro Bank, sollte man jetzt Gold kaufen. Denn bis 2018 soll der Goldpreis gemäß der Bank auf 1400$ pro Unze steigen, von aktuell 1223$/oz. Dies wäre ein kräftiger Anstieg. Die politischen Unsicherheit in der Welt werden die Goldpreis kräftig steigen lassen, ist sich die ABN Amro Bank relativ sicher.

Chinas Goldnachfrage pro Jahr könnte 2000 Tonnen erreichen

Addiert man die offiziellen Goldimporte nach China, deren eigene Goldförderung und Gold aus Recycling in China, könnt es durchaus sein, dass China alleine im Jahr 2017 rund 2000 Tonnen Gold verbrauchen wird. Addiert man die von der UBS geschätzten 700 bis 900 Tonnen indische Goldnachfrage dazu, wird schnell klar, dass alleine China und Indien zusammen mehr als 3/4 der weltweiten Goldnachfrage stellen. Der Goldpreis wird also zukünftig von zwei Faktoren abhängen:

  • Wieviele Inder und Chinesen gibt es?
  • Wieviele von diesen wachsen in Wohlstandsschichten hinein?

Auch wenn das Bevölkerungswachstum in Indien und China langsamer vonstatten geht als noch vor 2 Jahrzehnten, so wächst die Bevölkerung dennoch anzahlmässig stark und – und das ist noch viel wichtiger – immer mehr Inder und Chinesen wachsen in westliche Wohlstandslevel hinein, können sich damit Gold und Silber und teure Auslandsreisen leisten.

Dies und der Fakt, dass auch die Goldförderung teurer wird, lässt die meisten Analysten davon ausgehen, dass der Goldpreis mittelfristig und langfristig deutlich steigen wird. Auch wenn es immer wieder einmal zu Rücksetzern kommen kann. Diese können langfristig orientierte Anleger für Goldkäufe nutzen:

Dabei ist es eigentlich sekundär, ob Anleger einen Krügerrand kaufen, einen Maple Leaf oder einen Barren aus Gold. Viel wichtiger als die Entscheidung, was man kauft, dürfte die Entscheidung sein, dass  man Gold kauft.

Gold kaufen - Kruegerrand 1oz
Gold kaufen – Krügerrand 1 oz