2 Männer mit je 10 Goldbarren a 100 Gramm im Po am Flughafen gestoppt

In Sri Lanka gibt es seit dem 18.April eine Abgabe von 15%, wenn man Goldbarren aus dem Ausland einführt. Dies wollten sich offensichtlich zwei Fluggäste sparen, die wegen ihres merkwürdigen Ganges im Ankunftsterminal aufgefallen waren:

20 Goldbarren zu je 100 Gramm im Darm

Die beiden Männer aus Sri Lanka wurden von den Zollbeamten genauer kontrolliert: Einer kam aus Singapur, einer aus Indien am Flughafen in Colombo an: Beide zusammen hatten 20 Goldbarren a 100 Gramm im Allerwertesten versteckt, was allerdings auffiel. Beinahe jeden Tag geht den Behörden am Flughafen dort jemand ins Netz, der versucht, größere Mengen Gold ins Land zu schmuggeln, dabei werden von Schuhen bis Körperöffnungen die unterschiedlichsten Verstecke genutzt.

Steuer auf Gold wegen Indien

Man hatte im April in Sri Lanka eine Steuer auf Gold eingeführt, da zuvor Schmuggler die Steuerfreiheit von Gold in Sri Lanka ausgenutzt haben, um Gold in Sri Lanka steuerfrei zu kaufen und dann nach Indien zu schmuggeln, wo hohe Steuern auf Gold gelten.

Zwar habe man diesen Schmuggel eindämmen können, dafür habe man jetzt deutlich mehr Schmuggel von Gold ins Land hinein, häufig aus Singapur oder Dubai, teilt ein Sprecher des Zolls in Sri Lanka mit.

Steuer auf Gold in Deutschland vor Jahrzehnten abgeschafft

Vor Jahrzehnten gab es in Deutschland (in den 80er-Jahren) auch eine Steuer auf Gold, was aber im Wesentlichen nur zu Umgehungshandlungen führte: Große Banken verkauften Gold auf Konten ihrer Luxemburger oder Schweizer Tochtergesellschaften, Privatkunden kauften physisches Gold in Mengen im steuerfreien Ausland bei Ausflügen mit dem Auto ein und einige Händler beteiligten sich am Schwarzhandel, in dem sie Gold steuerfrei im Ausland kauften und ins Inland verbrachten, ohne Einfuhrabgaben zu zahlen. Schlussendlich hat man auf EU-Ebene die Steuer auf Anlagegold ganz abgeschafft. Seitdem kann in Deutschland Anlagegold wie Goldbarren oder Goldmünzen mehrwertsteuerfrei von Privatpersonen gekauft werden. Als Absatzrenner haben sich dabei Krügerrand Goldmünzen aus Südafrika und Maple Leaf Goldmünzen aus Kanada erwiesen.

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Putzmann findet sieben 1kg-Goldbarren im Müll und darf sie vermutlich behalten

Ein Mann aus dem Reinigungsteam am südkoreanischen Flughafen Incheon hat in einem Mülleimer am Flughafen sieben Goldbarren mit einem Gewicht von je 1 Kg gefunden.

7 Kilo Gold in Zeitung eingewickelt

Die Kilo-Goldbarren waren jeweils in Zeitungspapier eingewickelt und wurden vermutlich vom Besitzer aus Angst vor Entdeckung dort weggeworfen. Die koreanische Polizei ist sich eigentlich sicher, auch den eigentlichen Besitzer identifiziert zu haben, – dieser habe sich bislang aber nicht gemeldet.

Finders-Keep-Gesetz verschafft Eigentum

In Südkorea gilt das FINDERS KEEP – Gesetz, was dem Finder und damit dem Reinigungsmann aus dem Hausmeister-Team das Eigentum an den Goldbarren verschafft, wenn sich kein Eigentümer innerhalb von 6 Monaten mit einem Anspruch darauf meldet. Bisher sei dies nicht der Fall.

Selbst wenn der Eigentümer noch auftaucht, bekommt der Finder zwischen 5 und 20 % des Wertes als Finderlohn. Mit einer Ausnahme: Stammt das Gold aus einer kriminellen Handlung, wie z.B. einem Diebstahl, erhält der Finder nichts.

 

 

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Goldschmuggler mit 3 kg Gold am Flughafen Stuttgart erwischt

Ein Goldhändler hatte am Abend des 8.6.2017 mit seinem Versuch, Gold in die Bundesrepublik Deutschland zu schmuggeln, keinen Erfolg: Am Flughafen Stuttgart kontrollierten Zollbeamte einen Einreisenden aus Istanbul, der die Ankunftshalle durch den Gang für anmeldefreie Waren („nothing to declare“) verlassen wollte.

Auch auf Nachfrage: Gold nicht angegeben

Auch auf Nachfrage der Zollbeamten, ob er denn etwas bei der Einreise anzugeben habe, verneinte der Fluggast. Die Zollbeamten kontrollierten daraufhin das Handgepäck des Gastes und stellten fest, dass sich alleine im Handgepäck Gold im Gewicht von 3 Kilogramm befand. Vor allen Dingen in Form von Goldschmuck. Da Goldschmuck im Gegensatz zu Anlagegold wie Goldbarren oder Goldmünzen in Deutschland mehrwertsteuerpflichtig ist, wäre bei der Einfuhr mindestens eine Einfuhrumsatzsteuer im fünfstelligen Eurobereich fällig gewesen.

Trotz Einfuhrpapier wollte er nichts gewusst haben

Der das Gold mit sich führende Fluggast gab an, nicht gewusst zu haben, dass man gewerblich eingeführte Waren bei der Einfuhr angeben müsse. Zum Erstaunen der Zollbeamten führte der angeblich ahnungslose Händler allerdings eine bereits ausgefüllte Zollanmeldung mit sich – hatte sich wohl nur entschlossen, es einmal ohne deren Abgabe zu probieren.

Steuerstrafverfahren wegen Goldeinfuhr ohne Angabe

Da der Einführer das Gold weder eigenständig angegeben hat, noch dieses auf Nachfrage angegeben hat, wurde laut Stefanie Bernthaler vom Hauptzollamt Stuttgart ein Steuerstrafverfahren eingeleitet – der Einfuhrabgabenbescheid dürfte dabei noch das geringste Übel für den Gast aus Istanbul sein.  3 Kilogramm Goldbarren oder Anlage-Goldmünzen wie Krügerrand, Maple Leaf o.ä. währen einfuhrumsatzsteuerfrei gewesen, – allerdings hätte er diese bei einer Einreise aus einem Nicht-EU-Land auch proaktiv angeben müssen.

(Foto: Zoll Stuttgart)

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