Gold: Anleger pumpen monatlich 700 Millionen Dollar in Gold-ETFs

Weltweit gibt es offensichtlich immer noch viele Anleger, die vom Edelmetall Gold fasziniert sind, aber statt physisch ausgelieferter Goldmünzen oder Goldbarren lieber sogenanntes Papiergold kaufen, Zertifikate oder Finanzkonstrukte, die Goldbesitz versprechen.

771 Millionen Dollar im Mai in Gold-ETFs

Das World Gold Council (WGC) hat ausgewertet, dass alleine im Ma 2018 rund 771 Millionen US-Dollar in sogenannte Gold-ETFs geflossen sind.  Zwar gibt es weniger Zuflüsse als früher in den USA, die als größter Markt für Gold-ETFs gelten, aber Europäer und Asiaten haben kräftig Gold-ETFs gekauft, sodass der Netto-Mittelabfluss amerikanischer Anleger im Volumen von fast 30 Tonnen wieder wettgemacht wurde.

2484 Tonnen Gold in ETF-Tresoren

Ist das Gold hinter den ETF-Papieren tatsächlich vorhanden, müssten weltweit in den Tresoren der ETF-Verwalter rund 2484 Tonnen Gold zur Hinterlegung solcher Papiere liegen. Ein Fünftel des Volumens haben in 2018 asiatische Anleger beigetragen.

ETF-GOLD-fluesse-wgc
Seit 2016 gibt es jährlich Mittelzuflüsse in Gold-ETFS – tonnenweiser Bestandsaufbau 

Goldpreis lädt aktuell wieder zum Positionsaufbau ein

Der aktuelle Goldpreis bewegt sich in US-Dollar kurz unter der 1300-Dollar-Marke, notierte am Montagmittag um 1296 $/oz. Der Goldpreis in Euro lag am Mittag exakt bei 1100 Euro/Unze und lädt damit ebenfalls wieder zum Positionsaufbau ein.

Nächste FED-Sitzung am 13.6.2018

Die nächste FED-Sitzung in den USA findet am 13.6.2018 statt. Möglicherweise werden dann in den USA die Zinsen leicht erhöht. Die FED hatte angekündigt, in diesem Jahr dreimal die Zinsen erhöhen zu wollen. Eine erste Zinserhöhung hat bereits im März stattgefunden, als der Leitzins um 0,25% gestiegen war. Dem Goldpreis hatte es nicht geschadet. Marktteilnehmer sprechen davon, dass alle drei Zinserhöhungen dieses Jahr ohnehin schon im Goldpreis eingepreist sind, aber es im Vorfeld solcher Sitzungen manchmal zu Abgaben kommt, was andere Teilnehmer zu Käufen animiert.

Der Dollar notierte am Montag Mittag bei 1,1776 und kommt damit dem Verhältnis 1:1 Euro zu Dollar immer näher. Wenn die FED die Zinsen weiter erhöht und die EZB dies nicht tun, wird der Euro voraussichtlich auch weiterhin an Außenwert verlieren. Für viele ein Grund mehr, in Edelmetalle zu investieren.

Goldpreisentwicklung: Muster der letzten FED-Sitzungen

Bei den letzten FED-Sitzungen hat sich oftmals folgendes Muster gezeigt: Institutionelle Anleger haben vor den FED-Sitzungen häufig Gold verkauft und Vorsicht walten lassen, um es nach den FED-Sitzungen wieder einzusammeln.

Einige amerikanische Händler halten es für möglich, dass die FED diese Woche auch nur eine weitere Zinserhöhung avisiert, aber aktuell keine vornimmt.  Die politischen Divergenzen weltweit und auch in den USA selber machen es der FED dieses Jahr besonders schwer, die richtige Entscheidung zu treffen.

G7 Gipfel gescheitert

Der als gescheitert geltende G7-Gipfel, der dadurch gekennzeichnet war, dass US-Präsident den Gipfel bereits vor dem Ende vorzeitig verlassen hat und auch seine Zustimmung zu einer gemeinsamen Schlusserklärung zurückgezogen hat, wird der Weltwirtschaft sicher nicht nutzen. Auch der US-Wirtschaft nicht, da auf die von den USA verhängten Zölle voraussichtlich Gegenzölle eingeführt werden und auch die US-Industrie dringend benötigte Waren aus Europa – wie z.B. Spezialstähle – teurer einkaufen muss.

Krügerrand Goldmünzen Spitzenreiter

Spitzenreiter der Goldmünzen-Nachfrage waren am Wochenende und heute die Krügerrand Goldmünzen, dicht gefolgt von den 1 oz Maple Leaf Goldmünzen aus Kanada. Deutsche Anleger decken sich nach wie vor massiv mit Goldmünzen und auch Goldbarren ein, um Vermögen in die Zukunft zu transferieren.

Goldnachfrage in China im Mai + 9% – Goldbörse in Shanghai legt zu

Das Gros der Goldumsätze in China läuft über die Goldbörse in Shanghai. Die Shanghai Gold Exchange, wie die Börse genannt wird, hat nunmehr die Verkaufszahlen für Mai 2018 bekannt gegeben.

9% mehr Gold als im Vorjahr verkauft

Demnach wurden im Mai über die Goldbörse in Shanghai 150,58 Tonnen Gold verkauft, was einem Plus von 9,1% gegenüber Vorjahr (138,08 Tonnen Gold) entspricht. Damit bildet man im Mai ziemlich genau den Jahrestrend ab: In den Monaten Januar bis Mai hat man in Shanghai 8,55% mehr Gold verkauft als in den vergleichbaren Vorjahresmonaten: 899,65 Tonnen statt 828,76 Tonnen.

2200 Tonnen Gold im Jahr

Damit schätzen Analysten den Gesamt-Goldabsatz über die Shanghai Gold Exchange für 2018 auf rund 2200 Tonnen. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 2030 Tonnen Gold über die Börse abgesetzt.

1 kg Goldbarren an der Shanghai Gold Exchange

Im Gegensatz zu vielen anderen internationalen Goldbörsen, an denen üblicherweise 400-Unzen-Goldbarren (ca. 12,5 kg) gehandelt werden, ist die Größe der Goldbarren an der Shanghai Gold Exchange auf 1 kg und eine Feinheit von mindestens 999,9/1000 festgelegt, wenn es zum physical settlement, also zur tatsächlichen Auslieferung der Barren kommt. Marktbeobachter sehen in der Festlegung auf gängige 1kg Goldbarren auch den Erfolg der chinesischen Goldbörse in Shanghai.

Schweizer Rentenversicherung AHV investiert Millionen in Goldbarren / physisches Gold

Auch die offizielle Rentenversicherung der Schweiz, die AHV und der verbundene AVS-Fonds investiert einen Teil des Portfolios von 30 Milliarden Euro in physisches Gold. In einer Ausschreibung wurde ein Goldbarren-Lagerplatz gesucht, der Tender QN-2447 bei IPE-Quest.com ist entsprechend gefasst.

Statt Gold-Swaps nun physische Goldbarren

Bisher hatte die Rentenversicherung der Schweiz AHV/AVS in Gold-Swaps investiert, der Aufsichtsrat hat nun entschieden, dass in physisches Gold investiert wird, – der Rohstoffanteil solle sich im Portfolio von 1 auf 2% erhöhen. Mit Gold-Investments will man in bestimmten Situationen wie Inflation oder Rezession besser reagieren können. Daher wurde auch schon ein Lagerraum für  Goldbarren im Volumen von zunächst 700 Millionen Franken gesucht.

Investitionsausschuss bestätigte Entscheid zu physischem Gold

Bereits im März hatte der Investitionsausschuss die Entscheidung bestätigt, den Edelmetallhandel von Swaps auf physisches Gold umzustellen. Bis Ende 2018 soll das umgesetzt werden. Im März 2018 hielt der Fonds 682 Millionen Franken in Gold.

Schweiz verschärft Geldwäschevorschriften – senkt Schwellenwerte im Edelmetallhandel

Die Schweizer Regierung will Terroristen das Leben schwerer machen – sagt sie. Der Bundesrat hat in der Schweiz dazu eine Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen und eingebracht, die umgesetzt werden sollen. Dazu gehören u.a.:

  • Anwälte und Notare sowie bestimmte Berater müssen zukünftig die Geschäftsbeziehung abbrechen, wenn ein Verdacht auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung besteht. Eine Meldung an die Geldwäschestelle sei dann aber nicht erforderlich.
  • Eine bislang auf Händler und sogenannte Finanzintermediäre ausgedehnte Pflicht zur Prüfung soll zukünftig auch auch Berater, die sich mit der Gründung, Führung oder Verwaltung von Gesellschaften oder Trusts befassen, ausgedehnt werden
  • Die heute in der Schweiz geltende Schwelle von 100.000 Franken, aber der Edelmetallhändler bei Barzahlung besondere Sorgfaltspflichten walten lassen müssen, soll auf 15.000 Franken gesenkt werden. Dabei sollen nach jetziger Planung aber Edelmetalle, die typischerweise zum Verkauf an Endkunden vorgesehen sind, ausgenommen werden.
  • Wer zukünftig Altgold, bzw. Altedelmetalle in der Schweiz ankauft, soll eine Bewilligung benötigen und muss bestimmte Sorgfaltspflichten einhalten. Die legale Herkunft der angekauften Edelmetalle muss sichergestellt sein.
  • Die Prüfung des wirtschaftlich Berechtigten an Transaktionen soll verschärft werden.

Die nun vorgesehenen Änderungen sind das Ergebnis einer Empfehlung der Financial Action Task Force (FATF), die sich bereits 2016 mit den bestehenden Geldwäschevorschriften in der Schweiz beschäftigt hatte.

Die Schweiz hat in den letzten Jahren ihr früher rigoroses Bankgeheimnis nach und nach immer mehr aufgeweicht und liefert nun zahlreichen anderen Ländern Daten über Kunden, zuletzt hatte die Schweiz auch ein Abkommen mit Indien über den Austausch steuerlicher Daten abgeschlossen.

Das Gesetz befindet sich aktuell im sogenannten Vernehmlassungs-Verfahren (bis September 2018), ist noch nicht endgültig verabschiedet, aber auf den Weg gebracht:

Änderungen Geldwäschereigesetz 2018 im Wortlaut:

Bundesgesetz
über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der
Terrorismusfinanzierung
(Geldwäschereigesetz, GwG)
Änderung vom … Vorentwurf vom 1. Juni 2018
Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,
nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom …1,
beschliesst:
I
Das Geldwäschereigesetz vom 10. Oktober 19972 wird wie folgt geändert:
Ersatz eines Ausdrucks
In Artikel 22a Absatz 1 wird «Eidgenössische Finanzdepartement (EFD)» ersetzt
durch «EFD».
Art. 2 Abs. 1 Bst. c
1
Dieses Gesetz gilt:
c. für natürliche und juristische Personen, die gewerblich für Dritte eine oder
mehrere der folgenden Tätigkeiten vorbereiten oder ausüben (Beraterinnen
und Berater):
1. Gründung, Führung oder Verwaltung von:
 Gesellschaften mit Sitz im Ausland
 Sitzgesellschaften mit Sitz in der Schweiz
 Trusts im Sinne von Artikel 2 des Übereinkommens vom 1. Juli
19853 über das auf Trusts anzuwendende Recht und über ihre
Anerkennung,
2. Organisation der Mittelbeschaffung im Zusammenhang mit Tätigkeiten
nach Ziffer 1,
3. Kauf oder Verkauf von Gesellschaften nach Ziffer 1,
4. Überlassung einer Adresse oder von Räumlichkeiten als Sitz für eine
Gesellschaft oder für einen Trust nach Ziffer 1,
1 BBl 2018 … 2 SR 955.0
3 SR 0.221.371
Bundesgesetz über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung AS
5. Ausübung der Funktion eines nominellen Anteilseigners oder
Verhelfen einer anderen Person zu dieser Funktion bei Gesellschaften
mit Sitz im Ausland.
Art. 4 Abs. 1 erster Satz
1
Der Finanzintermediär muss mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt die
wirtschaftlich berechtigte Person feststellen und die erhaltenen Angaben überprüfen.

Art. 7 Abs. 1bis
1bis Die erforderlichen Belege müssen periodisch auf ihre Aktualität überprüft und
bei Bedarf aktualisiert werden. Die Periodizität und der Umfang richten sich nach
dem Risiko, das die Vertragspartei darstellt.
Art. 8a Abs. 4bis und 5 zweiter Satz
4bis Für folgende Personen gelten die vorangehenden Absätze, wenn sie im Rahmen
eines Handelsgeschäfts mehr als 15 000 Franken in bar entgegennehmen:
a. Händlerinnen und Händler von Edelmetallen nach Artikel 1 Absatz 1 des
Edelmetallkontrollgesetzes vom 20. Juni 19334, soweit sie nicht als
Finanzintermediäre nach Artikel 2 Absatz 3 Buchstabe c tätig sind;
b. Händlerinnen und Händler von Edelsteinen.
5 … Er bezeichnet die Edelmetalle und Edelsteine nach Absatz 4bis.
Gliederungstitel nach Art. 8a
1b. Abschnitt: Sorgfaltspflichten der Beraterinnen und Berater
Art. 8b Sorgfaltspflichten
1 Beraterinnen und Berater müssen folgende Pflichten erfüllen:
a. Identifizierung der Vertragspartei (Art. 3 Abs. 1);
b. Feststellung der wirtschaftlich berechtigten Person (Art. 4 Abs. 1 und 2
Bst. a und b);
c. Dokumentationspflicht (Art. 7).
2
Sie müssen die Hintergründe und den Zweck der von den Dritten gewünschten
Tätigkeit abklären.
3 Der Bundesrat konkretisiert diese Pflichten und legt fest, wie sie zu erfüllen sind.

4 SR 941.31
Bundesgesetz über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung AS
Art. 8c Scheitern der Erfüllung der Sorgfaltspflichten
Kann eine Beraterin oder ein Berater ihre oder seine Sorgfaltspflichten nicht
erfüllen, so lehnt sie oder er die Tätigkeit ab oder bricht die Geschäftsbeziehung ab.
Art. 8d Organisatorische Massnahmen
Beraterinnen und Berater treffen in ihrem Bereich die Massnahmen, die zur
Erfüllung der Sorgfaltspflichten notwendig sind. Sie sorgen namentlich für
genügende Ausbildung des Personals und für Kontrollen.
Art. 9a Kundenaufträge betreffend die gemeldeten Vermögenswerte
Während der durch die Meldestelle durchgeführten Analyse nach Artikel 23
Absatz 2 führt der Finanzintermediär Kundenaufträge aus, die nach Artikel 9
Absatz 1 Buchstabe a gemeldete Vermögenswerte betreffen.
Art. 10 Abs. 1
1 Der Finanzintermediär sperrt die ihm anvertrauten Vermögenswerte, die mit der
Meldung nach Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe a im Zusammenhang stehen, sobald
ihm die Meldestelle mitteilt, dass sie diese Meldung an eine
Strafverfolgungsbehörde weitergeleitet hat.
Art. 10a Abs. 1 erster Satz und Abs. 6
1
Der Finanzintermediär darf weder Betroffene noch Dritte darüber informieren,
dass er eine Meldung nach Artikel 9 erstattet hat. …
6 Betrifft nur den französischen und den italienischen Text.
Art. 10b Ablehnung oder Abbruch der Geschäftsbeziehung
Eine Beraterin oder ein Berater, die oder der weiss oder den begründeten Verdacht
hat, dass das Geschäft im Zusammenhang mit einer strafbaren Handlung nach
Artikel 260ter Ziffer 1, 260quinquies Absatz 1 oder 305bis StGB5 steht, muss die
Geschäftsbeziehung ablehnen oder abbrechen.
Art. 11 Abs. 2
2 Dieser Straf- und Haftungsausschluss gilt sinngemäss für Revisionsunternehmen,
die Meldung nach Artikel 15 Absatz 5 oder Anzeige nach Artikel 15 Absatz 6
erstatten, sowie für Selbstregulierungsorganisationen, die Anzeige nach Artikel 27
Absatz 4 erstatten.

5 SR 311.0
Bundesgesetz über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung AS
Art. 11a Abs. 1
1
Benötigt die Meldestelle zusätzliche Informationen für die Analyse einer bei ihr
nach Artikel 9 eingegangenen Meldung, so muss ihr der meldende
Finanzintermediär diese auf Aufforderung hin herausgeben, soweit sie bei ihm
vorhanden sind.
Art. 15 Sachüberschrift sowie Abs. 1-4 und 6
Prüfpflicht für Händlerinnen und Händler sowie Beraterinnen und Berater
1 Händlerinnen und Händler mit den Sorgfaltspflichten nach Artikel 8a sowie
Beraterinnen und Berater mit den Sorgfaltspflichten nach Artikel 8b müssen ein
Revisionsunternehmen beauftragen, zu prüfen, ob sie ihre Pflichten nach dem
zweiten Kapitel einhalten.
2
Als Revisionsunternehmen beauftragt werden können Revisionsunternehmen nach
Artikel 6 des Revisionsaufsichtsgesetzes vom 16. Dezember 20056, die das nötige
Fachwissen und die nötige Erfahrung aufweisen.
3
Die Händlerinnen und Händler sowie die Beraterinnen und Berater müssen dem
Revisionsunternehmen alle für die Prüfung erforderlichen Auskünfte erteilen und
ihm die nötigen Unterlagen herausgeben.
4 Das Revisionsunternehmen prüft die Einhaltung der Pflichten nach diesem Gesetz
und verfasst darüber einen Bericht zuhanden des verantwortlichen Organs der
geprüften Person.
6 Stellt das Revisionsunternehmen fest oder hat es den begründeten Verdacht, dass
eine Beraterin oder ein Berater ihre oder seine Pflichten nach Artikel 10b verletzt,
so erstattet es dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) unverzüglich
Anzeige.
Art. 23 Abs. 5 und 6
5 Sie informiert den betroffenen Finanzintermediär darüber, ob sie die Meldung
nach Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe a an eine Strafverfolgungsbehörde weiterleitet
oder nicht.
6 Aufgehoben
Art. 29 Abs. 1bis und 2ter
1bis Die Meldestelle und die anerkannten Selbstregulierungsorganisationen (Art. 24)
können einander alle Auskünfte erteilen, die sie für die Durchsetzung dieses
Gesetzes benötigen.
2ter Informationen ausländischer Meldestellen darf die Meldestelle nur mit deren
ausdrücklicher Zustimmung an die Behörden und Selbstregulierungsorganisationen
nach den Absätzen 1, 1bis und 2 zu den in Absatz 2bis genannten Zwecken
weitergeben.

6 SR 221.302
Bundesgesetz über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung AS
Art. 29a Abs. 2bis
2bis Sie verwenden die von der Meldestelle weitergeleiteten Informationen nach den
von dieser im Einzelfall in Übereinstimmung mit Artikel 29 Absatz 2ter festgelegten
Bedingungen.
Art. 34 Sachüberschrift sowie Abs. 1 und 3
Datensammlungen im Zusammenhang mit den Meldungen und den an
die Meldestelle herausgegebenen Informationen
1 Die Finanzintermediäre führen separate Datensammlungen mit allen Unterlagen,
die im Zusammenhang mit der Meldung sowie mit Anfragen der Meldestelle nach
Artikel 11a stehen.
3
Das Auskunftsrecht betroffener Personen nach Artikel 8 des Bundesgesetzes vom
19. Juni 19927 über den Datenschutz ist ausgeschlossen.
Art. 35 Abs. 1bis
1bis Informationen ausländischer Meldestellen darf die Meldestelle nur mit deren
ausdrücklicher Zustimmung den betroffenen Personen mitteilen.
Art. 38 Verletzung der Prüfpflicht
1
Eine Händlerin, ein Händler, eine Beraterin oder ein Berater, die oder der
vorsätzlich ihre oder seine Pflicht nach Artikel 15 verletzt, ein
Revisionsunternehmen zu beauftragen, wird mit Busse bis zu 100 000 Franken
bestraft.
2 Handelt sie oder er fahrlässig, so wird sie oder er mit einer Busse bis zu
10 000 Franken bestraft.
Art. 39 Verletzung der Pflicht zur Ablehnung oder zum Abbruch der
Geschäftsbeziehung
1 Eine Beraterin oder ein Berater, die oder der vorsätzlich ihre oder seine Pflicht
nach Artikel 10b verletzt, eine Geschäftsbeziehung abzulehnen oder abzubrechen,
wird mit Busse bis zu 500 000 Franken bestraft.
2 Handelt sie oder er fahrlässig, so wird sie oder er mit einer Busse bis zu
150 000 Franken bestraft.
II
Die Änderung anderer Erlasse wird im Anhang geregelt.

7 SR 235.1
Bundesgesetz über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung AS
III
1 Dieses Gesetz untersteht dem fakultativen Referendum.
2 Der Bundesrat bestimmt das Inkrafttreten.

 

Kritik am Geldwäschegesetz-Update

Kritiker bemängeln, dass die Geldwäsche-Vorschriften auch nach der sogenannten Verschärfung immer noch zu lasch sind, da z.B.

  • Erwerb von Goldmünzen, wie sie typischerweise von Endkunden erworben werden, ausgenommen ist
  • inländische Gesellschaften, die über ein operatives Geschäft in der Schweiz verfügen, ausgenommen sind.

 

Weiterführende Links:

 

 

Verkäufe von US Goldmünzen Eagle steigen um 433% in den USA

Die amerikanische Münzprägestätte US Mint kann sich freuen, zumindestens über die Ausgabe und den Absatz der Goldmünzen US Eagle: Im Mai ist der Absatz um 433% gegenüber dem April gestiegen. Seit Mai 2015 gab es keinen so starken Mai mehr wie dieses Jahr.

24.000 Goldunzen verkauft

Allerdings war die Basis im April auch sehr niedrig, man verkaufte im Vormonat lediglich 4.500 Goldunzen, – während der Mai 24.000 Unzen Gold auswies. Die Amerikaner führen die starken Verkäufe im Mai auf die Diskussionen rund um den Gipfel zwischen Nordkorea und USA zurück, – ein Treffen, welches erst vereinbart, dann abgesagt und dann wieder vereinbart wurde. Im Mai 2017 hatte man auch nur 15.500 Goldunzen verkauft, -damit ist der Mai 2018 auch im Vergleich zum Vorjahresmonat ein guter Monat für die US Mint gewesen.

US Silbereagles finden nur noch schleppend Absatz

Die US Silbereagles wurden jedoch im Mai nur noch schleppend verkauft: Im Mai 2018 wurden mit 380.000 Silberunzen rund 58,5% weniger verkauft als im April. Der Mai 2018 ist auch 85% schwächer als der Mai 2017, da verkaufte man noch 2,5 Millionen Silbermünzen US Eagle in einem Monat.

10.000 Platineagles

Im Mai hat die US Mint auch 10.000 Platin-Eagles verkauft, halb soviel wie im Februar 2018, wo sie zuletzt 20.000 Stück auswies. Auch in Europa werden immer wieder Platinmünzen verkauft, – aber die Verkaufszahlen erreichen natürlich nicht die Mengen von Gold- oder Silbermünzen.

Platin Eagle USA 2018 1oz
Platin-Eagles wurden im Mai 2018 auch verkauft: 10.000 Stück

Gründe für schwächelnden US Silbermünzenabsatz

Bereits ab Münzprägestätte kostet die Silbermünzen US Eagle deutlich mehr als die Wettbewerberprodukte Maple Leaf, Känguru oder Wiener Philharmoniker, weswegen weltweit Silber-Anleger verstärkt die preiswerteren Wettbewerber kaufen, – enthalten diese doch auch je 1 Unze Feinsilber.

Überdies ist es Präsident Trump gelungen, einen Teil der Amerikaner zu überzeugen, dass alles gut ist. Der Präsident ist gut für die Amerikaner und deswegen kann man sich sicher fühlen. Selbst ein Rückgängigmachen strengerer Bankenregeln beunruhigt die Masse der Amerikaner nicht mehr. Den Dollar hält ein Großteil der Amerikaner für eine tolle Erfindung. Eine Absicherung des Vermögens in Sachwerte tritt bei vielen wieder  in den Hintergrund, Trump wird es schon richten. Es bleibt abzuwarten, ob diese Hoffnung erfüllt wird.

usa eagle silbermünze 2018 1oz
US Silbereagles werden von Sammlern noch gekauft, aber nicht mehr in Mengen wie früher. Anleger in Europa bevorzugen: Maple Leaf, Känguru, Wiener Philharmoniker

 

 

 

 

Wie man mit Gold pro Jahr 8% verdient

Fragt man den falschen Bankberater, rät er einem vom Goldkauf ab: Gold kann man nicht essen und es bringt keine Zinsen. Überdies hänge der Wert vom Dollar ab, wird gebetsmühlenartig wiederholt, wenn die Bank Edelmetalle nicht führt oder der Verdienst beim Verkauf von Edelmetallen geringer als der von Investmentfonds ist.

Jährliche Rendite von Gold seit 2001

Wir haben einmal untersucht, wie sich der Goldpreis in Euro in jedem Jahr seit 2001 vom Jahresanfang bis zum Jahresende verändert hat, um schwarz auf weiß nachweisen zu können, wieviel Rendite ein Gold-Investment gebracht hätte. Hier die Rendite-Zahlen pro Jahr:

  • 2001:  8,10%
  • 2002:  5,90%
  • 2003: -0,50%
  • 2004: -2,10%
  • 2005: 35,10%
  • 2006: 10,20%
  • 2007: 18,80%
  • 2008: 11,00%
  • 2009: 20,50%
  • 2010: 39,20%
  • 2011: 12,70%
  • 2012:  6,80%
  • 2013: -31,20%
  • 2014: 12,10%
  • 2015: -0,30%
  • 2016: 12,04%
  • 2017:-1,02%
  • 2018: +1,0% (bis Ende Mai 2018)

Damit kommt man im Durchschnitt auf eine jährliche Rendite von über 8% p.a., was sich hinter Bankzinsen nicht verstecken muss. Richtig ist, dass Goldbarren oder Goldmünzen keine jährliche Zinsen ausschütten, – ein Goldbarren bekommt im Schließfach ja keine Kinder. Aber: Der Goldbarren wird wertvoller, wenn ich ihn später verkaufe. So war es zumindestens in der Vergangenheit im Durchschnitt der letzten Jahre.

Gold, das Krisenmetall

Sieht man sich die Finanzkrisenjahre an und betrachtet den Zeitraum von 2006 bis 2011, stellt man fest, dass jährlich zweistellige Zuwächse im Goldkurs in Euro zu verzeichnen sind, von 10 bis 39% pro Jahr. Damit hat Gold auch in der Lehman-Krise bewiesen, dass es als Krisenvorsorge taugt. Besser als jede Geldanlage bei der Bank in Form von Sparbüchern, Festgeldern oder Anleihen in dieser Zeit.

Goldpreisentwicklung in der Zukunft

Niemand kann den Goldpreis in der Zukunft voraussagen. Niemand. Auch wir nicht. Aber man kann Gesamtumstände analysieren, auswerten und mit empirischen Erfahrungen in der Vergangenheit vergleichen. Geht man davon aus, dass Gold auch zukünftig nicht künstlich hergestellt werden kann, ist die Menschheit zukünftig auf das Vorkommen von Gold in der Erdkruste angewiesen. Die ausbeutbaren Bestände in der Erde nehmen nach übereinstimmender Prognose aller Geologen ab. Die Anzahl der Menschen nimmt jedoch zu. Wenn das Interesse der Menschheit an Gold in der Zukunft prozentual gleich bleibt, wird also eine steigende Anzahl von Nachfragern auf eine abnehmende Menge Gold treffen. Daraus könnte man die Wahrscheinlichkeit einer positiven Goldpreisentwicklung schließen.

Gold seit tausenden Jahren faszinierend

Gold fasziniert die Menschheit wegen seiner Seltenheit und seines Glanzes seit tausenden Jahren. Es findet sich im alten Griechenland genauso wie in Rom oder den ägyptischen Pyramiden als Grabbeilage für den Pharao. Gold hat in Dutzenden Kriegen auf der Welt seinen Wert unter Beweis gestellt: als Beute oder als Zahlungsmittel, wenn Geldscheine wertlos wurden. Wer Gold hatte, hatte immer Geld und war liquide. Es ist nicht absehbar, warum dies in der Zukunft anders sein sollte.

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Das Gold aus ägyptischen Gräbern und Pyramiden ist auch nach tausenden Jahren noch unverändert erhalten und wertvoll. Mit Gold konnte man also in der Vergangenheit Vermögen in die Zukunft retten. Die Totenmaske Tutanchmuns wog übrigens 12 Kilogramm, sein Innensarg war aus massivem Gold und wog 110,4 Kilogramm. Gold, was über Jahrtausende den Wert behalten hat.

Das Sparbuch kann man auch nicht essen

Wenn Ihnen das nächste Mal ein Banker sagt GOLD KANN MAN NICHT ESSEN, antworten Sie ihm einfach: DAS SPARBUCH AUCH NICHT…

Richtig ist übrigens, dass man mit Sparbüchern während der großen Inflation in Deutschland nichts anfangen konnte. Keiner wollte eine inflationierende Währung haben, in der es Milliarden- und Billionen-Mark-Scheine gab und Notgeld gedruckt werden musste. Das Papiergeld war in solchen Zeiten wertlos. Gold jedoch nicht. Das Gold, was die alten Ägypter in die Pyramiden gelegt haben, ist auch nach tausenden Jahren noch wertvoll. Schuldscheine aus der Zeit sind wertlos.

Warum aus den USA viel für einen steigenden Goldpreis spricht

Der Goldpreis in Euro stieg die letzten Tage deutlich, zuletzt auf ein Niveau von knapp unter 1130 Euro/Unze. Der Goldkurs in US-Dollar ist mit rund 1300 $/oz noch etwas zurück. Das könnte sich aber bald ändern…

Notenbank FED ist der Schlüssel für den Goldpreis

Die US Notenbank FED will in den nächsten Monaten die Zinsschraube anziehen, bzw. hat dies zumindest angekündigt. Man will die Zinsen erhöhen und gleichzeitig die massive Liquidität, die man in die Märkte gepumpt hat, zurückschrauben. Abgesehen davon, dass dieses Unterfangen bekanntlich genauso schwierig ist, wie Zahnpasta zurück in die Tube zu drücken, sollte das Austrocknen der Märkte deutliche Spuren an den Börsen bei den Aktien und Anleihen hinterlassen. Auch die Immobilienmärkte werden bei steigendem Zins massiv beeinträchtigt: Käufer bekommen nur noch eingeschränkt Finanzierungen auf die Beine gestellt, was die Immobilienpreise sinken lässt.

Steigendes Handelsbilanzdefizit

In den USA hat man Probleme mit einem steigenden Handelsbilanzdefizit, was US Präsident Trump ja zu seinen Zoll-Ankündigungen verleitet hat. Ein steigender Ölpreis und Aktienkursrückschläge bei steigenden Zinsen können schnell die US-Wirtschaft abwürgen oder gar in eine Rezession drängen.

Goldpreis dann unterbewertet

In einem solchen Szenario sieht beispielsweise der Ökonom Ronald Stöferle ein Potential für einen Goldpreis-Ausbruch auch bis über 1800 Dollar/Unze. Selbst ohne Konjunktureinbruch in den USA wäre ein Goldpreis-Spanne von 1400 bis 2300 gemäß Stöferle möglich, wenn sich die US Geldpolitik nicht vollkommen normalisiere. Nur wenn es der FED wider Erwarten gelänge, die in die Märkte gepumpte Liquidität vollständig wieder einzusammeln und die Zinsen zu erhöhen, ohne die Aktienmärkte einstürzen zu lassen, könnte der Goldpreis auch wieder fallen, – allerdings auch nur bis in Regionen der Förderkosten für eine Feinunze Gold, die je nach Betrachtung auch zwischen 900 und 1000 Dollar pro Unze liegen. Dieses Kunststück für die US Notenbank gilt jedoch als ausgesprochen schwierig und ist bisher in der Geschichte der Zentralbanken noch nicht gelungen.

US Präsident Trump sorgt weiter für Unruhe

US Präsident Trump hat bislang unter Beweis gestellt, dass er viel ankündigt und nur in Teilen umsetzt. Es wird zwar die Umsetzung angekündigt, aber auf eine Mauer zu Mexiko, die von Mexiko bezahlt bezahlt, warten selbst Trump-Anhänger bisher vergeblich. Ob US Präsident Trump, um den sich aktuell diverse Ermittlungen ranken, überhaupt die Legislaturperiode unbeschadet übersteht, gilt noch nicht als sicher. Als sicher gilt aber, dass er auch weiterhin für Überraschungen sorgt. Ein Zusage/Absage/Zusage-Spiel mit Nordkoreas Machthaber dürfte da noch zu den harmloseren Vorgängen gehören. Insoweit ist davon auszugehen, dass Anleger weltweit aus Vorsichtsgründen auch weiterhin zum Gold greifen werden.

 

Euro steigt ab, Goldpreis steigt auf – GET GOLD?

Der Euro verliert zum Dollar und zu anderen Außenwährungen immer mehr an Wert und der Goldpreis in Euro steigt. Die Basler Zeitung in der Schweiz hat ihre Freude daran und titelt

Der unaufhaltsame Abstieg des Euro

Lateinische Münzunion scheiterte bereits

Die Basler Zeitung fasst es richtig zusammen: Eine Währungsunion, die nur eine monetäre Union ist, aber keinen politischen Zusammenschluss bildet, funktioniert nicht. Dies hat bereits bei der Lateinischen Münzunion zu Beginn des letzten Jahrhunderts nicht funktioniert. Auch die Lateinische Münzunion brach 1927 aus diesem Grund auseinander. Ein Wunder, dass die Politiker fast 100 Jahre später denselben Fehler nochmal machen.

Italien: Viele Versprechen aber keine Regierung

In Italien wurde den Bürgern ein garantiertes Grundeinkommen versprochen, dazu noch eine Flatrate für Steuern in Höhe von 15 bzw. 20 %, dazu noch ein früherer Rentenbeginn. Allerdings wurde offenbar vergessen, zu ermitteln, wie das mit 2,25 Billionen Euro verschuldete Land das finanzieren soll. Eine Idee zur Lösung war, dass die EZB einfach 250 Milliarden Schulden Italiens streicht. Mit Schuldenstreichungen wegen Staatsbankrott hat man ja schon im Falle Griechenland Erfahrungen gesammelt.

Verfall des Euros – Goldpreis steigt

All diese Probleme des Euro- und Europa-Konstruktionsfehlers führen an den Märkten dazu, dass der Euro immer schwächer wird und man immer mehr Euros aufwenden muss, um eine Unze Gold zu kaufen. Ob man dies als Steigerung des Goldpreises oder als Verfall des Euros bezeichnet, ist jedem selber überlassen.

Geht die Entwicklung so weiter, dürften die Befürworter von Sachwertanlagen wie Goldbarren und Goldmünzen Recht bekommen, wenn sie dazu raten, einen Großteil des liquiden Vermögens aus dem Euro in solche Werte zu tauschen, damit der Wert des Vermögens durch Euroverfall nicht immer kleiner wird.

Starke Goldkäufe am Dienstag

Auch am heutigen Dienstag wurden starke Goldkäufe im Markt beobachtet, Anleger kaufen querbeet die Goldunzen-Klassiker wie Maple Leaf, Krügerrand oder Känguru und auch die Goldbarren erfreuen sich starker Nachfrage.

Goldpreis 13 Euro gestiegen

Der Goldpreis pro Feinunze Gold ist am Dienstag Mittag bis auf 1130 Euro gestiegen, was 13 Euro mehr als am Vortag waren. Für einen Euro erhält man mittlerweile nur noch rund 1,15 US-Dollar. Wenn das so weitergeht, dauert es nicht mehr lange, dann erhält man für einen Euro nur noch einen US-Dollar, befürchten Euro-Kritiker.

 

 

Goldpreis in Euro zu Wochenbeginn weiter fest

Der Goldpreis in Euro startete am Montag früh mit Preisen um 1106 Euro, um sich dann bis zum frühen Nachmittag auf ein Niveau von 1116 €/oz hoch zu bewegen.

Gescheiterte Regierungsbildung in Italien

In Italien ist am Wochenende die Regierungsbildung wieder einmal gescheitert, es konnten sich weder Euro-Skeptiker noch die Euro-Befürworter durchsetzen. Der Euro- und Deutschlandkritiker Paolo Savona wurde nicht für das Amt des Finanz- und Wirtschaftministers akzeptiert, nunmehr muss abgewartet werden, ob und wie sich eine neue Regierung in Italien bildet. Der eigentlich als Finanzminister vorgesehene Savona hatte bereits einen Plan zum Ausstieg aus dem Euro in der Tasche, werden Politiker in Italien zitiert.

Auch wenn US-Präsident Trump sich nunmehr doch mit Nordkoreas Machthaber Kim treffen wird, scheinen die Ereignisse in Italien die Anleger verunsichert zu haben. Niemand weiß, ob Italien nicht vielleicht doch aus dem Euro ausbrechen wird.

Anleger in Deutschland kaufen Gold

Den ganzen Vormittag setzen auf jeden Fall starke Goldkäufe von Anlegern ein, die vor allen Dingen 100 Gramm Goldbarren und Maple Leaf Goldmünzen kauften.

Türken kaufen vermehrt Gold

Glaubt man einem Bericht in Bloomberg, zieht auch die Gold-Nachfrage in der Türkei drastisch an. Obwohl aufgrund der Schwäche der türkische Lira das Gold in der Türkei für Türken so teuer wie schon lange nicht mehr ist, kaufen die Türken massiv Gold. Einen Monat vor der nächsten Wahl scheint man dort zu glauben, dass die eigene Währung noch mehr an Wert verliert und ein Investment in Gold sicherer ist.

US Immobilienmarkt bekommt wieder Probleme

In den USA sind die Hypothekenzinsen mittlerweile wieder auf ein 7-Jahres-Hoch gestiegen und zwar so schnell wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Experten erwarten negative Auswirkungen auf den Immobilienmarkt, da nunmehr viele potentielle Hauskäufer keine Finanzierung mehr bekommen oder aber eine bekommen, die sie dauerhaft nicht leisten können.

Deutsche Bank baut tausende Stellen ab

Die Deutsche Bank baut vor allem durch eine Verkleinerung des Investmentbankings mehr als 7000 Stellen ab, – in einer Analyse der NORD LB wird dem einstmaligen Branchenprimus ein Hinterherhinken gegenüber Wettbewerbern von 3-4 Jahren diagnostiziert. Der Vorstand der Bank, Christian Sewing, bezeichnete die Ertragslage als herausfordernd und möchte, dass sein Institut wieder langweiliger wird. In der Vergangenheit sah sich die Deutsche Bank mit zahlreichen Klagen in Millionenhöhe konfrontiert.

Italienische Bank-Aktien verlieren massiv

Die Anleger verkauften heute offensichtlich auch massiv italienische Bank-Aktien, die phasenweise um 4,8% niedriger notierten, – auch italienische Staatsanleihen verloren deutlich, einige Anleger scheinen weniger zuversichtlich zu sein, dass man dort sein Geld auch zurückbekommt. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen aus Italien stiegt auf 2,697%, ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch.

 

JP Morgan: Goldpreis könnte schon dieses statt nächstes Jahr auf 1700$/oz gehen

JP Morgan hält an seiner positiven Einstellung zum Goldpreis fest. Der Leiter der Edelmetallanalysten, Luis Oganes, teilte heute mit, dass er aufgrund der Wirtschaftslage in den USA und der zu erwartenden Dollar-Entwicklung außerordentlich positiv für die Goldpreisentwicklung gestimmt ist.
Er geht davon aus, dass der Goldpreis selbst dann steigt, wenn die USA in eine Rezession abgleiten.

Goldpreis schon dieses Jahr auf 1700 $/oz?

Eigentlich hatte er geglaubt, dass der Goldpreis sich nächstes Jahr bis auf 1700 $/oz hoch bewegen würde. Nunmehr sei er aber nicht mehr sicher, ob dies nicht schon dieses Jahr geschehen werde. Er sei sehr bullish, was den Goldpreis anbelangt. Die aktuelle Dollar-Stärke betrachte er als vorübergehend. Zukünftig werde sich die US-Währung abschwächen und damit auch den Goldpreis stützen.

Goldpreis am Freitag

Im Verlaufe des Freitags notierte Gold abermals fester: Der Goldpreis in Dollar bewegte sich am frühen europäischen Nachmittag bei 1307$, was fast 3 Dollar über dem Vortagsniveau ist. Der Goldkurs in Euro notierte mit 1119 €/oz schon knapp unter der Marke von 1120 Euro pro Unze. Besonders gefragt waren Goldunzen Krügerrand und die Maple Leaf Goldmünzen.

Goldmünze Maple Leaf
Bei Anlegern sehr beliebt: Goldmünze Maple Leaf aus Canada