Neuer Goldeuro vorgestellt: 100 Euro Goldmünze Augustusburg-Falkenlust in Brühl kommt 2018

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich auf das Motiv für eine neue 100-Euro-Goldmünze Deutschlands festgelegt. Abgebildet wird das UNESCO Welterbe Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl auf der 1/2 oz Goldmünze Deutschlands, die im Jahr 2018 erscheinen soll.

15.Goldmünzen in einer Serie Deutschlands

Die Goldmünze Augustusburg – Falkenlust erscheint im Rahmen einer Serie deutscher 100-Euro-Goldmünzen mit der im Jahr 2003 begonnen worden ist. Alle zeigen UNESCO Weltkulturerbestädte/Welterbe.  Sie ist damit die 15. Ausgabe im Rahmen dieser  Serie von 100-Euro-Goldmünzen zur Würdigung von UNESCO-Welterbestätten in Deutschland. Bisher sind in dieser Serie folgende 100-Euro-Goldmünzen erschienen, bzw. geplant:

  • „UNESCO Weltkulturerbestadt – Quedlinburg“ (2003)
  • „UNESCO Weltkulturerbestadt – Bamberg“ (2004)
  • „UNESCO Welterbe – Klassisches Weimar“ (2006)
  • „UNESCO Welterbe – Hansestadt Lübeck“ (2007)
  • „UNESCO Welterbe – Altstadt Goslar – Bergwerk Rammelsberg“ (2008)
  • „UNESCO Welterbe – Römische Baudenkmäler Dom und  Liebfrauenkirche in Trier“ (2009)
  • „UNESCO Welterbe – Würzburger Residenz und Hofgarten“ (2010)
  • „UNESCO Welterbe – Wartburg“ (2011)
  • „UNESCO Welterbe – Dom zu Aachen“ (2012)
  • „UNESCO Welterbe – Gartenreich Dessau-Wörlitz“ (2013)
  • „UNESCO Welterbe – Kloster Lorsch“ (2014)
  • „UNESCO Welterbe – Oberes Mittelrheintal“ (2015)
  • „UNESCO Welterbe – Altstadt Regensburg mit Stadtamhof“ ( 2016)
  • „UNESCO Welterbe – Luthergedenkstätten Eisleben und Wittenberg (Okt. 2017)

Die letzte Goldmünze Eisleben soll am 2.Oktober diesen Jahres erscheinen.

Mit der Goldmünze mit dem Motiv der  Schlösser Augustusburg und Falkenlust soll die Serie im Jahr 2018 fortgesetzt werden. Die Schlösser wurden bereits 1984 als herausragendes Beispiel der Schlossbaukunst des 18. Jahrhunderts in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Sie stellen die ersten bedeutenden Schlösser des Rokokostils in Deutschland dar und waren lange Zeit  Vorbild für mehrere andere deutsche Fürstenhöfe.

Der Künstler Bastian Prillwitz aus Berlin hat den Entwurf gestaltet.

Die Jury begründete die Entscheidung für dieses Motiv zum Goldeuro Augustusburg/Falkenlust 100 Euro  wie folgt:

„Der Entwurf nimmt den Grundgedanken des Bauherrn, Clemens August von Bayern, den Betrachter zu überwältigen, in hervorragender Weise auf. Trotz einer Vielzahl gestalterischer Elemente im Stil des Rokoko ist es gelungen, den Entwurf klar zu gliedern und die prägenden Details gut erkennbar wiederzugeben.

Neben der Darstellung der beiden Schlösser mit ihrer Hauptansicht zeichnet sich der Entwurf besonders durch eine plastische und detaillierte Wiedergabe des berühmten Prunktreppenhauses von Balthasar Neumann aus. Durch die gelungene räumliche Gestaltung auf höchstem technischen Niveau wird der Betrachter in den Raum hinein gezogen. Eine übersichtliche und luftige Komposition der Wertseite bietet einen ansprechenden Kontrast zur Formfülle der Bildseite.“

Auf der Wertseite sieht man  einen Adler, den Schriftzug „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“, Wertziffer und Wertbezeichnung, die Jahreszahl 2018, die zwölf Europasterne sowie – je nach Prägestätte – das Münzzeichen „A“ (Berlin), „D“ (München), „F“ (Stuttgart), „G“ (Karlsruhe) oder „J“ (Hamburg).

Die Münze soll – wie alle bisherigen deutschen 100-Euro-Goldmünzen – aus Feingold (999,9/1000) bestehen. Ihre Masse wird 15,5 Gramm betragen. Die Münze wird in Stempelglanzqualität geprägt und der Münzrand wird geriffelt sein.

Auflage 100 Euro Gold Augustusburg – Falkenlust steht noch nicht fest

Es ist vorgesehen, die Goldmünze zu gleichen Teilen von den fünf deutschen Münzstätten (Berlin, München, Stuttgart, Karlsruhe und Hamburg) prägen zu lassen.

Die genaue Auflage der Münze steht noch nicht fest, wird sich aber an der Auflage der vorherigen Goldmünze und an der Nachfragesituation orientieren.

Die Münze wird – wie alle deutschen 100-Euro-Goldmünzen – mit einem Etui und Zertifikat ausgeliefert.

(Quelle der Abbildung: BADV)

Dieser Trick mit Goldmünzen geht leider nicht…

Gold ist beliebt. Beliebt auch bei Gesellschafter-Geschäftsführern von GmbHs. Allzu viel Kreativität bei der Verbuchung beim Goldmünzen kaufen und Verbuchen lässt das Finanzamt aber nicht zu. In einem Fall, wo ein GmbH-Gesellschafter mit Goldmünzen tricksen wollte, schob das Finanzamt und nunmehr auch die letzte Gerichtsinstanz einen Riegel vor.

Was geht mit Goldmünzen nicht?

Die GmbH hatte Goldmünzen des Typs BRD 100 Euro Gold eingekauft. Diese Goldmünzen wiegen eine halbe Unze (15,55 Gramm), haben einen aufgeprägten Nennwert von 100 Euro, kosten aber ein Vielfaches, das das enthaltene Gold deutlich mehr kostet als der aufgeprägte Nominalwert. Die GmbH hat das Gold zum vollen Kaufpreis erworben und in das Betriebsvermögen verbucht. Später wurden die 100-Euro-Goldmünzen an den GmbH-Geschäftsführer als Bezahlung ausgeschüttet, dabei aber nicht mit dem Buchwert, Materialwert, Zeitwert oder Anschaffungspreis angesetzt, sondern mit dem viel niedrigeren Nennwert von je 100 Euro. Im Ergebnis hätte dann die GmbH einen Aufwand gehabt und der Geschäftsführer einen Zufluss, den er nur zu einem Bruchteil des Marktwertes versteuern müsste.

Zwar Zahlungsmitteleigenschaft aber Goldwert geht vor

Die GmbH-Gesellschafter argumentierten, dass es sich bei den Münzen um ein gesetzliches Zahlungsmittel handele, welches nach dem Gesetz zum Nennwert angesetzt werden müsse. Das Finanzamt und nunmehr auch die letzte Gerichtsinstanz sahen dies allerdings anders: Für den Zufluss beim GmbH-Geschäftsführer sei der höhere Zeitwert oder Buchwert anzusetzen, – mit dem viel niedrigeren Nennwert der Münzen wird der Buchungsvorgang nicht treffend wieder gegeben, was zu einer versteckten Gewinnausschüttung führen könne. Der Bundesfinanzhof (BFH) befand in seinem Urteil ( BFH, 07.06.2016 – I B 6/15 ) zugunsten des Finanzamts.

Im strittigen Verfahren hatte die GmbH über 400 Goldmünzen der Gattung Deutschland 100 Euro in das GmbH-Vermögen gekauft, was zulässig ist. Bei der Ausschüttung an einen Gesellschafter, Geschäftsführer oder Angestellten können diese jedoch nicht nur mit dem Nennwert angesetzt werden, urteilte das Gericht. Gleiches dürfte dann für Goldmark der Deutschen Bundesbank gelten. Bereits in den vergangenen Jahren hatten scheinbar findige Schmuggler versucht, grössere Geldbeträge unangemeldet über Ländergrenzen zu bringen, indem Sie den Betrag auf Wiener Philharmoniker Silbermünzen aufteilten, die zwar nur einen Nennwert von je 1,5 Euro aufweisen, aber einen vielfachen Materialwert (Silber) haben. Auch hier hat der Zoll einen Strich durch die Rechnung gemacht und darauf hingewiesen, dass der höhere Materialwert beim Grenzübertritt anzusetzen ist und nicht der niedrigere aufgeprägte Nennwert.