EZB: Mario Draghi halbiert Anleihekäufe – lässt Zinsen niedrig – Goldpreis steigt

Kaum war es verkündet, stieg auch schon der Goldpreis an: Die EZB hat heute beschlossen, die Zinsen niedrig, teilweise auf NULL Prozent zu lassen und im nächsten Jahr weniger Staatsanleihen als bisher zu kaufen. Der Goldpreis in Euro quittierte es mit einem Anstieg um 6 Euro pro Feinunze. Mit Verkündung der Entscheidung setzten nochmals massive Käufe deutsche Anleger ein, die physisches Gold (Goldbarren und Goldmünzen) bevorzugen.

EZB kauft immer noch für 30 Milliarden Euro im Monat

Die EZB reduziert zwar ihre Anleihekäufe im nächsten Jahr auf die Hälfte, d.h. sie kauft dann aber immer noch für 30 Milliarden (!) Euro im Monat Staatsanleihen und andere vom Markt weg, um die Märkte und Staaten mit Liquidität zu versorgen. Dies entspricht nichts anderem als bloßem Gelddrucken. Die EZB tut dies, obwohl ihr die Inflation, die sie gerne höher hätte, noch nicht hoch genug ist. Allerdings muss man auch sehen, dass der Europäische Gerichtshof der EZB Grenzen aufgezeigt hat: Mehr als Drittel der Staatsanleihen eines Landes dürfe sie nicht kaufen, – die EZB wäre ansonsten im nächsten Jahr zwangsweise über diese Grenze gekommen. Ab Januar 2018 will man das monatliche Volumen um 30 Milliarden auf 30 Milliarden reduzieren. Damit hat man einen stärkeren Schnitt vorgenommen als die US-Notenbank FED, die das monatliche Volumen um 10 Milliarden reduziert hatte.

Goldpreis in Euro ging hoch

Der Goldpreis in Euro stieg nach Bekanntgabe von 1081 Euro auf über 1087 Euro pro Feinunze Gold. Als Grund für einsetzende Goldkäufe gaben institutionelle Goldkäufer an:

  • Das Zinsniveau ist nach wie vor bei ca. Null Prozent, damit bleibt Gold ein gutes Investment. Wer Geld zu Null bei Prozent bei einer Bank anlegt, leiht der Bank im Prinzip ohne Vergütung Geld und unterliegt noch dem Risiko, dass die Bank ein Problem hat oder bekommt…
  • Die EZB will die Anleihekäufe im Volumen von 30 Milliarden zunächst noch bis mindestens September nächsten Jahres vornehmen und die Märkte damit auch weiterhin mit Liqudität fluten, wenn auch mit weniger als bisher. Dennoch begünstigt dies die Blasenbildung an Aktien- und Immobilienmärkten. Davon sollte Gold als Krisenmetall profitieren
  • Die EZB hat beschlossen, im nächsten Jahr für über 220 Milliarden Euro Staatsanleihen zu kaufen. Dies führt zum Anstieg der Bilanzsumme der EZB, – die Zentralbank ist offensichtlich nicht in der Lage, die Staaten und Bürger aus der Liquditätsschwemme herauszuholen. Im Herbst nächsten Jahres sitzt die EZB dann auf 2,5 Billionen scheinbaren Vermögenswerten, die die Schuldner bei sofortiger Fälligstellung gar nicht bezahlen könnten.
  • Eine deutliche Zinswende könne damit nicht vor 2019 kommen, – Gold bleibe daher weiter attraktiv
  • Banken müssen auch weiterhin 0,4% an die EZB zahlen, wenn sie Geld auf deren Konten belassen, – dort gibt es also weiterhin NEGATIVZINSEN
  • Die Entscheidung führt dazu, dass große Firmen und Anleger, die Geld liquide vorhalten müssen, weiterhin bei mehreren Banken Negativzinsen zahlen müssen: sie zahlen der Bank dafür Geld, dass sie der Bank Geld leihen: eine verrückte Welt
  • Ein langes künstliches Niedrighalten der Zinsen führt zu einem größeren Risiko, dass Zinsen irgendwann einmal abrupt steigen können, was gravierende Folgen für die Konjunktur und Finanzmärkte haben könnte. Gold als Krisenmetall könnte davor schützen.

Unsicherheiten in der EU fördern Goldpreis

Auch die verschiedenen Unsicherheiten in der Europäischen Union dürften für ein steigendes Interesse an Gold als Krisenmetall sprechen:

  • Politische Unruhen in Spanien: Katalonien will sich abspalten
  • In Italien stimmen Regionen auch schon über Selbstständigkeit ab
  • Nach Neuwahlen in Österreich könnte in der EU ein schärferer Wind wehen, selbst von einem möglichen Öxit war schon die Rede. Auch wenn dieser nicht kommt, scheint es für Deutschland und Frankreich zukünftig schwerer zu werden, Konsens-Beschlüsse in der EU herbeizuführen
  • Auch in Deutschland ist eine neue Regierung noch nicht aufgestellt, aus einige möglichen Koalitionsparteien kommt Sperrfeuer – man wolle Gespräche abbrechen. Auch wenn dies nicht passiert, wird es eine Regierung aus Kompromissen und keine kompromisslose, zukunftsorientierte Regierung
  • Die Brexit-Bedingungen Großbritanniens sind auch noch unklar

Man darf sich also nicht wundern, wenn Anleger auch weiterhin auf Krügerrand und Co als Goldinvestment setzen, statt ihr Geld zu Null Prozent an Banken zu verleihen.

 

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Stoppt EZB heute die Anleihekäufe – was macht Jens Weidmann?

Heute tagt noch einmal die EZB und will auch über das weitere Vorgehen in Sachen Anleihekäufe diskutieren. Bundesbankpräsident Jens Weidmann war in der Vergangenheit strikt dagegen.

Jeden Monat 60 Milliarden Euro

Die EZB kauft bislang jeden Monat für rund 60 Milliarden Euro Anleihen am Markt auf, z.B. Staatsanleihen und finanziert so Staatshaushalte. Früher hätte man gesagt: Sie druckt über Nacht Geld. Doch das ist heute nicht mehr erforderlich. Geld wird heutzutage über Nacht auf Konten geschaffen. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gilt als Gegner einer Fortsetzung einer solchen Politik. Bisher ist das Programm bis Ende 2017 beschlossen. Möglicherweise – so verlautete aus seinem Umfeld – will Weidmann für die Käufe in 2018 stimmen, wenn das Volumen deutlich reduziert wird.

Liquiditätsabflüsse könnten zu Angst führen

Wenn die EZB die Anleihenkäufe zurückfährt, was auch die US-Notenbank FED für sich beschlossen hat, könnte dies zu einem enormen Liquditätsentzug auf den Märkten führen, der Angst unter den Marktteilnehmern auslöst, was typischerweise als goldpreis-treibend angesehen wird.

In den USA werden die Anleihenkäufe um 10 Milliarden Dollar pro Monat dezimiert, in 2018 könnte dies zu einem Liquiditätsentzug alleine in den USA von 600 Milliarden US-Dollar führen, weil der Rückgang der Anleihekäufe beschleunigt wird. Bei häufig kreditfinanzierten Aktienkäufen an der Wall Street könnte dies zu Problemen an den Aktienmärkten führen.

EZB-Pressekonferenz um 14.30 Uhr

Die EZB-Zinsentscheid soll heute um 13.45 Uhr fallen, die Pressekonferenz dazu startet um 14.30 Uhr. Am Donnerstag Vormittag sind vermehrt Goldeinkäufe deutscher Anleger in Sachen Goldbarren und Goldmünzen zu verzeichnen, – offensichtlich wollen Anleger das noch günstige Niveau für Käufe ausnutzen und rechnen mit einem Goldpreisanstieg nach der Bekanntgabe des EZB-Entscheids.

Zinsen in den USA sinken wieder

In den USA sind gestern die Zinsen für zehnjährige Anleihen vom Mehrmonatshoch von 2,47% wieder deutlich gesunken. Eigentlich wollte die FED durch ihre Politik das Zinsniveau deutlich nach oben treiben, was ihr bislang signifikant nicht gelungen ist. Es dürfte auch schwierig für den US-Bundeshaushalt und auch die US-Haushalte werden, die bestehenden Schulden auf einem höheren Zinsniveau noch zu bedienen. Die Gefahr des Abwürgens der Wirtschaft wird auch bei der US-Notenbank FED gesehen.

Goldpreis in Dollar schon +11,68% dieses Jahr

Der Goldpreis in US-Dollar hat dieses Jahr schon 11,68% zugelegt, weitere Zuwächse sind für 2018 von Analysten prognostiziert. So sieht Mike McGlone, Rohstoff Spezialist für Bloomberg Intelligence den Goldpreis in 2018 eher bei 1400$/oz – statt bei 1300$. Investoren dürfte es freuen.

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Russland kauft so viel Gold wie seit einem Jahr nicht mehr

Die Bank of Russia hat auch im September wieder kräftig Gold für den Staatsbestand eingekauft, konstatiert auch die Commerzbank in ihrem jüngsten Bericht zum Edelmetallmarkt. Im September wurden 1,1 Millionen Goldunzen gekauft, was einem Gewicht von über 34 Tonnen Gold entspricht.

Russland hat nun 57,2 Millionen Goldunzen

Die russische Zentralbank sitzt nun auf einem Goldschatz von 57,2 Millionen Goldunzen und will damit die eigene Währung Rubel festigen. Glaubt man der Auswertung des World Gold Councils, die für gewöhnlich verlässliche Zahlen liefern, hat Russland alleine in den ersten 8 Monaten dieses Jahre 129 Tonnen Gold dazu gekauft. Die Zukäufe im September kommen noch dazu und sind die höchsten monatlichen Zukäufe seit Oktober 2016.

Rubel gewinnt ggü. Euro

Musste man in 2015/2016 noch über 90 Rubel aufwenden, um einen Euro zu kaufen, braucht man aktuell nur noch 67 Rubel, um einen Euro zu erhalten. Der Rubel hat also ggü. dem Euro an Wert gewonnen. Putins Politik, den Rubel durch massive Goldkäufe aufzuwerten, scheint also aufgegangen zu sein.

Commerzbank bleibt bullish für den Goldpreis

Die Commerzbank bleibt in ihrer heute veröffentlichten Einstellung langfristig bullish/positiv für den Goldpreis. Die Commerzbank geht davon aus, dass wenn erst einmal die Grenze von 1381 US$/oz überschritten sei, werden dann auch die nächsten Ziele von 1434 und 1484$/oz angegangen, also eine deutliche Aufwärtsbewegung.

Wer wird nächster FED-Chef

Goldhändler an den internationalen Börsen spekulieren darüber, wer wohl der nächste Chef der US-Notenbank FED wird. Im Vorfeld einer möglichen Entscheidung darüber durch US-Präsident Trump sei so manch institutioneller Investor vorsichtig mit Goldkäufen. US-Präsident Trump hatte Montag dieser Woche geäußert, er sei ganz kurz vor einer endgültigen Entscheidung, wen er gerne auf dem FED-Chefsessel sehen würde.

Je nachdem, welcher FED-Vorstand bestimmt würde, werde sich der US-Dollar und das Zinsniveau bewegen. Höhere Zinsen könnten einen steigenden US-Dollar zur Folge haben, was die Feinunze Gold für internationale Investoren teurer machen würde.

3 FED-Kandidaten im Rennen

Aus dem Umfeld von US-Präsident Trump verlautete, dass noch drei FED-Kandidaten in der engeren Auswahl seien: der FED-Direktor Jerome Powell, der Wirtschaftsprofessor John Taylor und die bisherige Amtsinhaberin Janet Yellen. Bis Anfang Februar 2018 ist sie nach bisheriger Planung noch im Amt. Anderen Angaben zufolge stehen auch der Wirtschaftsberater von Donald Trump, Gary Cohn(Ex-Goldman-Sachs-Manager)  und ein früherer FED-Governeur, Kevin Warsh zur Auswahl. Trump kann den FED-Chef jedoch nicht alleine bestimmen, – dieser muss auch vom Senat bestätigt werden.

Favorit Powell will Banken das Spekulieren wieder erleichtern

Als Favorit Trumps gilt Jerome Powell. Dieser hat geäußert im Falle seiner Ernennung, die strengeren Regeln für Banken, die nach Ausbruch der Lehman Finanzkrise erlassen worden waren, wieder zu lockern. Der in den USA erlassene Dodd-Frank-Act, solle erheblich gelockert werden. Kritiker befürchten, dass dann eine erneute Bankenkrise wie 2008 mit dem Zusammenbruch der Lehman Brothers, noch wahrscheinlicher werde. Schon jetzt seien etliche Banken unterfinanziert und hätten sich verspekuliert. Bankenzusammenbrüche und Zwangsfusionen gäbe es nicht nur in den USA, sondern auch im Herzen Europas, z.B. in Italien und Spanien. Mit einer weiteren Lockerung der Vorschriften für Banken seien vermehrte Zusammenbrüche wahrscheinlicher.

Kein Wunder, dass deutsche Anleger nach wie vor auf Gold zur Absicherung vor Finanzkrisen setzen. Eine Unze Gold bleibt eine eine Unze Gold, egal, welcher Zentralbankpräsident in den USA auf dem Chefsessel sitzt und egal, ob Banken kollabieren oder nicht.

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Venezuela verleiht Gold an Deutsche Bank

Gemäß Oppositionsberichten aus Venezuela hat Venezuela in einer Art Goldleihgeschäft der Deutschen Bank Gold geliehen, was finanztechnisch als Gold-Swap bezeichnet wird.

Gold im Gegenwert von 1,7 Milliarden Dollar weg

Den Berichten zufolge hat Venezuela der Deutschen Bank Gold im Gegenwert von 1,7 Milliarden US-Dollar übereignet und dafür im Gegenzug 1,2 Milliarden Dollar erhalten. Nach Ablauf der vereinbarten Zeit des Gold-Swaps war Venezuela aber offensichtlich nicht in der Lage das Gold auch wieder auszulösen, sprich der Deutschen Bank mind. 1,2 Milliarden Dollar zur Verfügung zu stellen. Die Notenbank Venezuelas hätte dafür bis Mitte Oktober 1,2 Milliarden Euro an die Deutsche Bank zahlen müssen, was nicht erfolgt sei.

Gold bleibt bei Deutscher Bank

Nunmehr verbleibe das Gold wohl bei der Deutschen Bank, die allerdings eine Ausgleichszahlung von rund 500 Millionen US$ an Venezuela leisten müsse. Bemerkenswerterweise hatte die Deutsche Bank vorher noch angefragt, ob man den Deal verlängern wollen, aber eine Antwort sei seitens der Politik nicht eingegangen.

Vermarktung durch Deutsche Bank könnte Goldpreis gesenkt haben

Am Londoner Goldmarkt wird kolportiert, dass die Deutsche Bank letzte Woche das Gold aus diesem Deal bereits verkauft haben könnte, was bei einem Volumen von rund 1,3 Millionen Unzen auch für den temporären Goldpreis-Rücksetzer letzte Woche verantwortlich gewesen sein könnte.

Venezuela braucht Geld

Venezuela leidet unter den gesunkenen Rohölpreisen und den dadurch dezimierten Einnahmen aus dem Ölverkauf. Die Zentralbank Venezuelas hat in den letzten Jahren den staatlichen Goldbestand halbiert, auf zuletzt noch ca. 188 Tonnen.

In früheren Deals 7% Abschlag auf Goldpreis

Bereits in früheren Gold-Swaps wurde die Zentralbank für Abschläge kritisiert, die man hingenommen habe, als Gold unter Leitung der Bank of America und der Credit Suisse mit einem Abschlag von 7% bewertet wurde.

Goldpreis in Euro zieht wieder an

Der Goldpreis in Euro zog nach dem Wochenende wieder leicht an, bewegte sich zuletzt zwischen 1086 und 1090 Euro/oz, – der Goldkurs in Dollar bewegte sich am Dienstag Mittag um die 1278$/oz.

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Känguru 2018 Silbermünzen und Goldmünzen aus Australien ab heute orderbar

Die Perth Mint hat die neuen 2018er Känguru-Münzen in Gold und Silber mit Wirkung vom 23.10.2017 zum Vertrieb freigegeben. Der deutsche Distributor der Perth Mint, Anlagegold24 wird nach und nach alle 2018er-Anlagemünzen der Känguruserie aus Australien zum Ordern anbieten. Wer zu den ersten stolzen Besitzern einer Silbermünze Känguru 2018 gehören will und diese bereits in 2017 sein eigen nennen möchte, kann z.B. hier ordern:

Känguru 2018 Queenseite der Silbermünze
Känguru 2018 Queenseite der Silbermünze

Känguru 2018 in Silber, Gold und Platin

Erstmals mit Jahreszahl 2018 wird es das Känguru motivgleich in Gold, Silber und auch Platin geben:

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Känguru 2018 erstmals in Gold, Silber und Platin

Silber-Känguru 2016 mehr als 10 Millionen mal verkauft

Das 2016 in Australien eingeführte Silber-Känguru wurde im ersten Jahr mehr als 10 Millionen mal verkauft und ist daher eine der erfolgreichsten australischen Silber-Anlagemünzen überhaupt.

Platin-Känguru ersetzt Schnabeltier

Das Platin-Känguru ersetzt das bisher in Platin erschienene Schnabeltier/Platypus. Das Platin-Känguru erscheint nur in der Größe 1 Unze, genau wie das Silber-Känguru 2018 nur als 1 oz-Version erscheinen wird.

Die Gold-Kängurus werden als 1kg, 1oz, 1/2 oz, 1/4 oz und 1/10 oz ausgegeben.

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Goldpreis auf 2-Wochen-Tief führt zu massiven Goldkäufen

Der Goldpreis ist aktuell auf dem niedrigsten Stand seit 2 Wochen, – der Dollarkurs kletterte auf einen 3-Monats-Höchststand gegenüber dem japanischen Yen. In Japan scheint eine ultra-lockere Geldpolitik auch für die Zukunft möglich zu sein, was Wahlen am Wochenende ergaben. Der japanische Ministerpräsident hatte mit seiner Koalition die Mehrheit von 312 Sitzen gewonnen.

Goldpreis in Euro bei 1085€/oz

Der Goldpreis in Euro bewegte sich am frühen Montagmorgen um ein Niveau von 1085/1086 Euro pro Feinunze Gold. In Dollar notierte der Goldkurs um 1275$/oz. Deutsche Anleger nutzten das niedrige Goldpreis-Niveau für zahlreiche Käufe von Anlagegold in Form von Goldbarren und Goldmünzen, wobei die 1-Unzen-Größen von Krügerrand und Maple Leaf die meisten Aufträge verursachte.

US-Mint Produkte wenig nachgefragt

Die Nachfrage nach Produkten der US-Mint, vor allen Dingen nach dem Goldeagle und dem Silber-Eagle ist massiv zurückgegangen, was sich auch in rückläufigen Absatzzahlen der Münzprägestätte wiederspiegelt: In den ersten drei Quartalen 2017 konnte man mit 15,9 Millionen Silbereagles zwar eine stattliche Anzahl an Silbermünzen absetzen, lag aber rund 48% unter dem Vorjahresabsatz. Mit 232.000 Goldeagles lag man sogar in diesem Jahr bis September 2017 ganze 66% unter Vorjahresniveau. Deutsche Anleger fokussieren sich bei der Gold-Anlagemünzen-Auswahl vor allen Dingen auf:

Gold kaufen: Wiener Philharmoniker
In Deutschland beliebter als die US-Münzen: Wiener Philharmoniker Goldmünze aus Österreich

Trump konnte Steuerstreichungen durchsetzen

US-Präsident Trump konnte letzte Woche im Senat einen ersten Ansatz seiner Steuerstreich-Liste für 2018 durchsetzen und Trump versucht, einen ihm genehmeren FED-Manager für die US-Zentralbank ab Februar 2018 einzusetzen. Nachdem dies bekannt wurde, fiel Gold auf das jetzige Niveau, weil einige Analysten meinten, Trump könnte die Wirtschaft im nächsten Jahr tatsächlich extrem ankurbeln. Mit 51 zu 49 Stimmen wurde der Haushalt 2018 im Senat durchgewunken. Trump will im Einzelnen:

  • Körperschaftsteuer von 35 auf 20% senken, das ist der Steuersatz, den Unternehmen für ihre Gewinne bezahlen müssen
  • Zahlreiche Abschreibungsmöglichkeiten im Einkommensteuerrecht streichen
  • Rückführung von im Ausland befindlichem Vermögen in die USA fördern

Damit dürften vor allen Dingen reiche Amerikaner noch reicher werden, wird als Kritik im US-Senat laut.

Professor Max Otte: Goldpreis bietet Chance zum Aufstocken

Für von ihm verwaltete Investments erhöht er den Goldanteil. Er sieht die jetzigen Kurse womöglich als letzte Chance, so günstig einzusteigen. Gold als Krisenanlage sei in Krisenzeiten wie jetzt das richtige Investment.

Deutsche haben 200 Tonnen Gold in 2016 gekauft

Im Jahr 2016 haben die Deutschen rund 200 Tonnen Gold als Geldanlage gekauft. Max Otte rät zum physischen Kauf von Gold, also Goldmünzen und Goldbarren.

 

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Commerzbank bleibt bullish für den Goldpreis

Die Commerzbank bleibt in ihrer Wochenbetrachtung des Goldmarktes bei der Langfristanalyse bullish für die Goldpreisentwicklung. Auf lange Sicht ist man positiv, dass der Goldpreis, wenn er sich erst einmal wieder über 1381$ stabilisiert hat, auch das alte Ziel von 1434$/oz wieder anstreben wird (zuletzt im August 2013) und dann auch wieder über 1484$/oz klettern wird. Der Goldpreis beendete die aktuelle Woche mit 1281$/oz. Der Goldpreis in Euro ging mit einem Niveau von 1087€/oz in das Wochenende.

Kurzfristig könne natürlich das Goldpreispendel noch einmal die 1260$-Linie nach unten testen, allerdings sollten spätestens dort Stabilisierungstendenzen einsetzen. Geht der Goldpreis die nächste Zeit über 1306,33$/oz, könnte die 1355$-Linie angegriffen werden.

Silberpreis-Aussicht auch positiv

Die Commerzbank sieht langfristig den Silberpreis pro Unze Feinsilber auch wieder über 21.17$/oz steigen, die in 2016 zuletzt gesehen wurden. Der Silberpreis ging aus der laufenden Woche mit einem Niveau bei 17,08$/oz, respektive 14,51€/oz.

Goldpreis die letzten 10 Jahre +74%

Betrachtet man die Goldpreisentwiclung langfristig, so hat sich der Goldpreis ($) die letzten 10 Jahre um 74% nach oben bewegt und war damit eine der besten Geldanlagen überhaupt – bei allen Schwankungen, denen der Goldpreis zwischenzeitlich ausgesetzt war. Als langfristiges Investment – und so sehen die meisten Anleger eine Goldanlage – hat er sich bewährt.

Gold – das Kriseninvestment

Auch wenn man einzelne Krisen singulär betrachtet, ist man mit einem Investment in Gold i.d.R. sehr gut gefahren, wie die untenstehende Analyse einzelner Crashs/Finanzkrisen anschaulich zeigt. Stellt man die Entwicklung eines Muster-Aktiendepots mit dem S&P-500-Index einem Goldinvestment gegegenüber, ergeben sich folgende Vergleichszahlen:

  • Aktiencrash 1987 (25.8.-19.10.1987): S&P -33,2%, Gold +5,0%
  • Irak marschiert in Kuwait ein (17.7.-12.10.1990): S&P -17,6%, Gold +7,6%
  • 11.September Anschlag (10.9.01-11.10.02): S&P -22,3%, Gold +16,6%
  • Lehman Finanzkrise (11.10.07-6.3.09) S&P -54,5%, Gold +25,6%

Gold hat also seine Funktion als Kriseninvestment mehrfach bewiesen, auch später in der Eurokrise und anderen Krisen. Mit Gold als Investment sein Vermögen gegen besondere Krisen abzusichern, hat sich also in der Vergangenheit mehrfach als richtig erwiesen. Während Aktien- und Anleihendepots in den Keller gingen, ist Gold aus solchen Krisen gestärkt hervorgegangen.

Gold als Versicherung gegen Krisen

Kaum jemand wünscht sich eine eine Krise, eine kriegerische Auseinandersetzung, furchtbare Terroranschläge oder Bankenzusammenbrüche. Die Geschichte lehrt aber, dass solche Ereignisse immer wieder vorkommen. Mit einem Investment in Gold konnte man in der Vergangenheit eine Art Versicherung für das Vermögen abschließen. Wie bei einer Versicherung: Keiner wünscht sich, dass der Versicherungsfall eintritt, – aber wenn er eintrit ist es gut, wenn man eine Versicherung hat. Während Versicherungsprämien für eine Hausrat- oder Risikolebensversicherung oft „weg“ sind, bleibt das gekaufte Gold im Besitz. Es mag zwar jährlich keine Zinsen abwerfen, ist aber langfristig im Wert gestiegen. Wobei die Kaufkraft des Vermögens erhalten bleibt:

  • Man hat im alten Rom für eine Unze Gold einen Maßanzug (Tunika) bekommen und erhält auch heute noch für eine Unze Gold einen Maßanzug.
  • Vor 100 Jahren hat man für 41 Goldunzen ein Ford T-Modell erhalten. Für 41 Unzen Gold erhält man auch heute noch einen gut ausgestatteten Mittelklassewagen

Gold erhält also über Jahrhunderte und Jahrtausende die Kaufkraft.

Es ist dabei gar nicht so entscheidend, ob man einen Goldbarren für 10 oder 20 Euro weniger oder mehr pro Unze einkauft, sondern es ist viel entscheidender, dass man ihn einkauft. Auf lange Sicht sind solche kleineren Schwankungen lediglich Nachkommastellen in der Rendite. Ob man im Jahr 2000 eine Unze Krügerrand für 296 Euro, für 306 oder 286 Euro gekauft hat, ist nach 17 Jahren Besitz eher zweitrangig: Man hat sein Geld mehr als verdreifacht und zwischendurch standen Preise sogar auf vierfachem Niveau. Die meisten Goldanleger kaufen Gold und lassen es liegen. Häufig über Generationen und sind damit gut gefahren.

Krügerrand Preis - Goldpreisentwicklung 2000-2017
Krügerrand Preis – Goldpreisentwicklung 2000-2017

 

 

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Goldpreis in Euro durchbricht 1100€-Linie – Gold über 1300$

Der Goldpreis in Euro ging am Freitag letzter Woche bereits mit Preisen über 1100 Euro aus dem Handel, notierte zuletzt bei 1101. Im europäischen Handel heute morgen wurden die ersten Kurse bereits auf einem Niveau von 1105/1106 Euro/oz gestellt. Der Goldpreis in Euro ist damit wieder gestiegen. Auch in USA ist der Goldkurs in Dollar über die magische 1300$-Linie gestiegen, notiert im frühen europäischen Handel bereits bei 1304$/oz.

Gründe für positive Goldpreisentwicklung

Als Grund für die positive Goldpreisentwicklung wurden am Markt hauptsächlich zwei Tatsachen genannt:

  1. Veröffentlichung der FED-Minutes: Der Offenmarktausschuss der amerikanischen Notenbank FED hat letzte Woche die Gedanken veröffentlicht, die man sich zuletzt gemacht hatte: Im Prinzip wird die FED vermutlich in einer Handlungsunfähigkeitsstarre verharren, ggf. noch 1x dieses Jahr die Zinsen erhöhen und vielleicht 3x im nächsten Jahr. Aber jeweils nur leicht und einzelne FED-Mitglieder ließen Zweifel laut werden, ob dies schon der richtige Zeitpunkt sei und ob die US-Wirtschaft wirklich schon robust genug sei, Zinserhöhungen ohne Abwürgeffekt auszuhalten.
  2. Veröffentlichung indischer Goldimport-Zahlen: Aus Indien wurden Zahlen bekannt, dass Indien die Goldimporte in der Saison 2017/2018 im Verhältnis zu 2016/2017 mehr als verdoppelt habe. So berichtet die Times of India von einem Anstieg von Goldimporten im Volumen von 6,88 Milliarden US$ auf 16,95 Milliarden US$. Indien ist nach China der weltweit zweitgrößte Goldkonsument. Indische Goldimporte und deren Veränderungen sind also wesentlich preisbestimmend für den Goldpreis. Die indischen Goldimporte haben trotz einer 10%igen Einfuhrbesteuerung zugenommen. Der indische Staat versucht, den Goldhunger der Bevölkerung durch allerlei Maßnahmen zu reduzieren, weil die ständigen Goldimporte die Handelsbilanz des Staates negativ beeinflussen.

Neue deutsche 100 Euro Goldmünze Luther sehr begehrt

Die Anfang Oktober neu erschienene 100 Euro Goldmünze Luther (Luthergedenkstätten Eisleben/Wittenberg) der Bundesrepublik Deutschland wird aktuell von Sammlern und Geldanlegern häufig geordert. Die Halbunzen-Goldmünze ist bei der staatlichen Verteilstelle für Goldmünzen bereits ausverkauft, einige wenige Exemplare dieses neuen Goldeuros aus Deutschland sind noch im Handel erhältlich.

100 Euro Luthergedenkstätten Goldmünze 2017
Neue 100 Euro Goldmünze Luther 2017 sehr begehrt

Kookaburra 2018 und Känguru 2017 bei Silber der Renner

Bei den Silbermünzen sind der neue Kookaburra 2018 der australischen Perth Mint und die bewährten Känguru Silbermünzen 2017 aktuell der Absatzrenner.

Verhältnis Goldkäufer zu Goldverkäufer

Aktuell gibt es wie auch in den Vorwochen kaum Goldrückgaben, auf 100 Käufer von Gold kommen statistisch weniger als 1 Verkäufer von Goldmünzen oder Goldbarren.

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Dennis Gartman sieht Goldpreis bei 1400$ die nächsten 12 Monate

Dennis Gartman, ein erfahrener Edelmetallspezialist und selber Multimillionär, der für verschiedene Banken gearbeitet hat und nunmehr Herausgeber des Gartman Letters ist, sieht den Goldpreis in den nächsten 12 Monaten eher bei 1400$/oz, also rund 100 Dollar höher als aktuell.

Gartman ist kein Gold-Bug

Analyst Gartman bezeichnet sich selber nicht als „Gold-Bug“, nicht als heißer Verfechter von Gold als Allheilmittel. Er glaubt nicht daran, dass Regierungen zusammenbrechen und man nur mit Gold überleben kann, ABER die Zentralbanken dieser Welt werden mindestens 5 bis 6 Jahre benötigen, die überflüssige Liquidität wieder aus den Märkten abzusaugen, wenn dies überhaupt möglich sei.

Zentralbanken fluten immer noch die Märkte mit Geld

Die Zentralbanken dieser Welt fluten immer noch die Märkte mit Geld, auch wenn dies möglicherweise mit verlangsamter Geschwindigkeit erfolge.

Gold ist die beste Währung

Gold sei immer noch die beste Währung, betont Gartmann, Gold befindet sich in einem Bullenmarkt in Euro und in US-Dollar, Goldpreise wie wir sie jetzt aktuell sehen, seien Kaufkurse.

Gold hat sich besser als Aktien entwickelt

Er vergleicht auch die Entwicklung der Aktienmärkte mit der Goldpreisentwicklung. Der Goldpreis habe sich besser als der S&P Aktienindex entwickelt, auch wenn einige das anders einschätzen würden.

Goldpreis-versus-Aktien-2017
Goldpreis legt mehr zu als der Aktienindex

Goldpreis in Euro steigt stärker

Geht es nach Gartman, so wird der Goldpreis in Euro stärker steigen als der Goldpreis in US-Dollar, was für den in Euro denkenden Investor in Deutschland von Vorteil sein dürfte.

 

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IWF skeptisch für Weltwirtschaft – Goldpreis könnte profitieren

Der internationale Währungsfonds IWF sieht deutliche Risiken für die Weltwirtschaft und sieht immer noch Risiken durch unterfinanzierte Banken und für die Finanzmärkte.

Die Verletzbarkeit der Finanzmärkte wäre eher gewachsen als gesunken, dessen sollte man sich bewusst sein, war von Analysten des IWF zu hören.

HSBC sieht den Goldpreis steigen

Eine der weltgrößten Banken, die HSBC sieht darin gute Chancen für einen steigenden Goldpreis. Steigende Verschuldung der Staaten, Haushalte und Wirtschaft und überbewertete Aktienmärkte könnten eine gefährliche Mishcung werden. Davon sollte der Goldpreis profitieren. Die Angst vor einem weiteren Ausbruch einer Finanzkrise und Überbewertungen einzelner Assets wie Aktien würden wahrscheinlich zu einer vermehrten Flucht in Gold führen, was sowohl den Goldkurs in Dollar wie auch den Goldpreis in Euro ansteigen lassen sollte.

Charttechnik für Goldpreis

Die Goldbullen konnten den Widerstand von 1296$ noch nicht überwinden, aber die Dynamik der letzten Tage zeigt, dass ein Ausbruch über diese Grenze in Reichweite liegt. Anschließend dürfte es dann auf die 1325$-Marke zugehen. Damit dies nicht passiert, müsste charttechnisch ein Rücksetzer unter 1275$ erfolgen, was von Analysten als eher unwahrscheinlich eingestuft wird. Der Goldpreis in Euro dürfte damit voraussichtlich in Kürze die 1100-Euro-Grenze wieder nach oben durchqueren.

Zuletzt notierten die Preise am am Freitagvormittag wie folgt:

  • Goldpreis in Dollar: 1294 bis 1295 $/oz
  • Goldpreis in Euro: 1094 bis 1095 €/oz

Platinpreis unter Beobachtung

Nicht aus dem Auge lassen sollte man den Platinpreis, der Preis für eine Feinunze Platin bewegte sich am Freitagmorgen in der Range zwischen 933 und 940$, während er in Euro zwischen 780 und 784 Euro/oz schwankte. Der Platinchart konnte einen Boden bei 900 US$/oz ausbilden und hat damit den steilen Abwärtstrend seit Anfang September abgebremst. Die Haltemarken 927 und 920 wurden erfolgreich überwunden, was von den Händlern als bullishes Signal gewertet wurde. Sollte der Platinpreis sich in den Folgetagen nachhaltig über 920$/oz etablieren, gehen die Händler von einer beginnenden Aufwärtsbewegung aus. Platin könnte dann relativ schnell Richtung 967$ steigen und dann auch bis 990$ klettern.

Platinkäufer schlagen zu

Folgerichtig setzten gestern vermehrt Platinkäufe im Edelmetallhandel ein. Gefragt waren vor allen Dingen Platinmünzen Wiener Philharmoniker, – einige eingefleischte Krügerrand-Freunde setzten auch auf den Platin-Krügerrand, obgleich dieser in der Sammlerqualität PP eher für Münzsammler als für reine Platin-Spekulanten vorgesehen ist.

Platin Philharmoniker 2017
Vermehrte Käufe: Platin-Philharmoniker aus Österreich

 

 

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