Goldmünzenprozess startet am 10.Januar in Berlin

Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt: Im März 2017 wurde eine 100 Kilogramm schwere Goldmünze Maple Leaf aus dem Berliner Bode-Museum gestohlen. Die Täter verschwanden über Bahngleise und verwendeten für den Abtransport eine handelsübliche Schubkarre.

4 vermeintliche Täter vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft ist sich sicher, die Verantwortlichen für diesen Einbruch festgenommen zu haben. Am 10.Januar 2019 startet nunmehr in Berlin der Prozess. 12 Termine hat das Landgericht Berlin mit seiner 9.Großen Strafkammer für das Verfahren erst einmal angesetzt. Drei der Angeklagten werden zu einem arabischstämmigen Clan zugerechnet: Wissam R., Ahmed R. und Wayci R. wird vorgeworfen, über ein Fenster in das Museum eingestiegen zu sein und die Riesen-Goldmünze im Wert von über 3,5 Millionen Euro entwendet zu haben. Der im Museum beschäftigte Wachmann Dennis W. soll die entscheidenen Hinweise für den Einbruch und den Diebstahl gegeben haben. 

Goldmünze schon zersägt?

Die Polizei ist sich sicher, dass die Goldmünze nach dem schweren Diebstahl zersägt und veräußert worden ist. Goldpartikel konnten in einem beschlagnahmten Fahrzeug sichergestellt werden. Das vermeintliche Fluchtfahrzeug war nach einem illegalen Autorennen sichergestellt worden. Nach Sicherstellung des Fahrzeugs war in das Sicherstellungsgelände der Polizei eingebrochen worden und jemand hatte mit Feuerlöschschaum in das Fahrzeug gesprücht, – vermutlich, um Spuren unbrauchbar zu machen. Die Polizei konnte dennoch Spuren auswerten.

Geldwerter Vorteil aus dem Gold schon abgeschöpft?

Bei Mitgliedern des Familienclans fanden nach dem Diebstahl Polizei-Razzien statt, in deren Verlauf auch von den Behörden Vermögensgegenstände im Wert von über 9 Millionen Euro beschlagnahmt worden waren, u.a. diverse Immobilien in Berlin. 

100 kg Goldmünze gehörte Düsseldorfer Unternehmer

Die 100 Kilo Goldmünze des Typs MAPLE LEAF gehörte einem Düsseldorfer Unternehmer, der diese leihweise dem Bode-Museum für Ausstellungszwecke  zur Verfügung gestellt hatte. Von diesem Münztyp existiert weltweit nur eine einstellige Anzahl, die in weitgehend bekannte Kanäle verkauft worden ist. 

Türkei sammelt Gold der Bevölkerung ein und gibt Gold Bonds aus

Der türkische Finanzminister gibt ab diesem Montag über fünf verschiedene Banken in der Türkei Goldanleihen (Gold-Bonds) aus und auch auf Gold lautende Leasing-Zertifikate. Dies hat der Minister Berat Albayrak am Freitag angekündigt. Auch sollen Fremdwährungsanleihen ausgegeben werden.

Bürger sollen Gold abgeben

Die Türken sollen ihr Gold an die Banken abgeben, z.B. in Form von Goldringen, Goldschmuck, Goldmünzen oder Goldbarren und erhalten dafür ein Zertifikat über eine Goldanleihe, deren Zins sich auch an der Goldpreisentwicklung orientieren soll.

Gold abgeben: Beitrag zur Volkswirtschaft

Die Bürger könnten damit einen Beitrag zur Volkswirtschaft leisten, teilte das das Finanzministerium mit, – überdies können die Bürger durch eine Zinszahlung auch selbst davon profitieren, – da sie ansonsten auf Gold im Privatbesitz keine Zinsen erhalten würden.

Anleihen in Euro und Dollar

Die Türkei gebe überdies auch ab Montag Anleihen in Euro und US-Dollar aus, um durch die Ausgabe dieser Staatsanleihen die Anlagemöglichkeiten für die Bürger zu diversifizieren. Im Oktober bereits hatte das Ministerium der Deutschen Bank, Goldman Sachs und der Société Générale die Genehmigung erteilt, US-Dollar-Schuldverschreibungen für die Fremdfinanzierungsrunde 2018 auszugeben. 2 Milliarden Dollar betrug das Volumen. Im November schon hatte mit Euroanleihen im Volumen von 1,7 Milliarden US-Dollar mit einer Laufzeit bis 2026 ausgegeben.

Briten kaufen türkische Euro-Anleihen

Bei einem Zins von 7,25% p.a. ergab sich für die Anleger eine Rendite von 7,5%, was einen Risikozuschlag für die Türkei enthält. Bemerkenswerterweise wurden diese türkischen Euro-Anleihe zum großen Teil (35%) von britischen Anlegern gekauft. 

Gold-Anleihen schon in 2017 ausgegeben

Die Türkei hatte bereits in 2017 versucht, durch die Ausgabe von Gold-Anleihen, das Gold der Bevölkerung einzusammeln, – damals übrigens mit mäßigem Erfolg. Kaum ein Türkei hat sein Gold den Banken zur Verfügung gestellt, sondern im Gegenteil noch selber Gold am Markt hinzugekauft.

14 Festnahmen wegen Goldschmuggel in Italien

Die italienische Polizei hat in Kooperation mit der Guardia di Finanza und ausländischen Polizei-Einheiten 14 Mitglieder eines vermeintlichen Goldschmuggelrings in Italien, Rumänien und der Türkei festgenommen, bzw. festnehmen lassen.

Internationale Goldschmuggel-Organisation

Die italienische Polizei glaubt einen internationalen Goldschmuggelring aufgedeckt zu haben, der mindestens 29 Mitglieder habe, die aus der Türkei, Italien, China und Rumänien stammen.

7,4 Millionen Euro beschlagnahmt

Im Laufe der Aktion wurden am Mittwoch auch Vermögenswerte in Höhe von rund 7,4 Millionen Euro beschlagnahmt, u.a.  in Form von Gold und Bargeld. Darunter auch 70 Kilo reines Gold im Wert von über 2 Millionen Euro. 

Die Organisation sei von einem Türken angeführt worden, der auch Steuerhinterziehung unterstützt habe. Gold zweifelhafter Herkunft sei angekauft worden. Bei Reisen in die Türkei, nach Spanien und Griechenland seien große Mengen Gold transportiert worden, um es im Zielland zu verkaufen. Die Organisation hat die Erlöse an rumänische und türkische Unternehmen ausgekehrt – unter Verkürzung von Steuern – glaubt die Guardia di Finanza beweisen zu können.

Weitere Goldpreisprognosen für 2019

Am Mittwoch Morgen notiert der Goldpreis im europäischen Handel scharf unter der 1100-Euro-Grenze. Um kurz nach 9 Uhr deutscher Zeit liegt der Goldpreis bei 1099,69 Cent. Händler rechnen mit einem Ausbruch über die 1100-Euro-Grenze die nächsten Tage, spätestens allerdings Anfang Januar.

Ab wohin geht der Goldpreis dann im Jahr 2019? Wie mag die weitere Goldpreisentwicklung im kommenden Jahr aussehen? Hier einige weitere Goldpreisprognosen, die uns die letzten Tage erreicht haben:

Goldpreisprognose 2019 der Bank of America

Die Bank of America rät dazu, bei aktuellen Investments das Gold überzugewichten, weil man für 2019 deutlich steigende Kurse sieht. Die Preise sieht man im nächsten Jahr von jetzt 1244 $/oz auf ein Niveau von 1400 $/oz steigen, was einem Anstieg von mehr als 10% entsprechen würde.  Selbst im Jahresschnitt für das nächste Jahr sieht man im Falle schwächerer Perioden noch einen Anstieg auf im Mittel 1296 $/oz, was einem Anstieg von rund 4% entsprechen würde. Das Haushaltsdefizit in den USA und eine im Folgejahr anders agierende FED würden den Goldpreis in die Höhe treiben

Chinesische Bank ICBC sieht Goldpreis bei 1320 $/oz

Die chinesische Großbank ICBC (Industrial and Commercial Bank of China) sieht den Goldpreis nächstes Jahr spätestens in Q3 auf 1320 $/oz steigen, vom jetzigen Goldpreisniveau von 1244 $/oz ausgehend. Der Jahresdurchschnitt beim Goldkurs wird voraussichtlich in 2019 zwischen 1293 und 1300 $/oz liegen, meinen die Analysten der Bank und führen dies auf eine Neubewertung des US-Dollars im Folgejahr zurück. Der Dollar werde im nächsten Jahr seinen Zenith überschritten habe, was seinen Grund im Haushaltsdefizit, Handelskriegen und langsamer laufenden US-Wirtschaft haben werde.

TD Securities sieht Goldpreis über 1300$/oz

Die dritte Analyse, die ebenfalls positiv für den Goldpreis aussieht, erreicht uns von TD Securities. Der Goldpreis (aktuell rund 1244$/oz) werde nachhaltig die 200-Tage-Linie überschreiten. TDS bezieht sich auf jüngste Aussagen aus FED-Kreisen, dass auch die US-Wirtschaft nicht immun sei gegen globale Entwicklungen, insbesondere sich nicht gegen eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums wehren könne. FED-Chef Powell habe deshalb zu Recht darauf hingewiesen, dass man mit dem derzeitigen Zinslevel eine ’neutrale Zone‘ erreicht habe. Die Zinskurve bewegt sich in den inversen Bereich, womit wahrscheinlich sein dürfte, dass Gold aus der bisherigen Handelsspanne nach oben ausbrechen werde. Ein Ausbrechen über die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 1256$/oz liege, gelte als wahrscheinlich. Für 2019 sehe man den Goldpreis dann bei oberhalb der 1300$-Linie, der Dollar werde schwächer werden.

Streicht Russland die Steuer auf Gold?

Das russische Finanzministerium hat ein Ende der russischen Mehrwertsteuer auf Gold oder mindestens eine Reduzierung des Satzes schon seit Jahresbeginn auf der Agenda, aber jetzt scheint es seitens des Ministeriums einen neuen Anlauf zu geben, die Steuern abzuschaffen.

Regierung hat noch nicht bestätigt

Finanzminister Alexei Moiseev hatte angekündigt, die Steuern senken, bzw. abschaffen zu wollen, bis vor kurzem hatte die russische Regierung einen entsprechenden Beschluss allerdings noch nicht unterschrieben.

US-Sanktionen stören Gold-Raffinerie

Die von den USA im April verhängten Sanktionen würden auch Gold-Raffinerien in Russland hart treffen, was das Ministerium zu einem erneuten Anlauf zu einer Steuerbefreiung in Sachen Gold führte, um den Goldabsatz dann wenigstens im Inland zu beflügeln, wenn schon Geschäfte mit dem Ausland aufgrund von Sanktionen erschwert werden.

Good Delivery Status aberkannt

Störend dürfte auch wirken, dass die London Bullion Market Association (LBMA) den Good Delivery – Status einer Raffinerie in Ekaterinburg ausgesetzt hat, was den russischen Oligarchen Viktor Vekselberg kaum erfreut haben dürfte.

Tausch US-Dollar gegen Gold

Zahlreiche Banken und Geschäftsleute hätten überdies große US-Dollar Bestände und würden diese gerne in Gold umtauschen, – wenn denn die Mehrwertsteuer wegfiele. 

Russen würden vermutlich mehr Gold kaufen, als in Russland geschürft wird

Experten rechnen damit, dass russische Anleger pro Jahr mehr Gold kaufen würden, als in Russland selbst geschürft wird,  wenn denn die Mehrwertsteuer auf Gold wegfiele. Damit würde die Nachfrage auf den internationalen Goldmarkt überschwappen und vermutlich zu einem Goldpreisanstieg führen. In den vergangenen Jahren trat regelmäßig zudem die Bank of Russia als starker Goldkäufer für die eigenen Zentralbankbestände auf. 

Goldpreisentwicklung 2019 – kommt jetzt die Goldhausse?

Am Morgen nach dem Nikolaustag startet Gold fest in den Tag: Die Goldpreis-Notierungen im deutschen Handel bewegten sich um das Niveau von 1091 €/oz. Der Goldkurs in US-Dollar war mit 1241 $/oz ebenfalls sehr fest. Damit steht der Goldpreis im Dezember 2018 leicht höher als zu Jahresbeginn: Die Eröffnungskurse für eine Unze Feingold lagen am 2.1.2018 in Deutschland bei rund 1080 Euro. Doch wie wird die Goldpreisentwicklung im Jahr 2019 sein?

Goldpreisentwicklung 2019

Natürlich hat niemand eine Glaskugel und kann die Goldpreise für das kommende Jahr vorhersehen, aber es gibt schon erste Analystenmeinungen und natürlich auch Einschätzungen von Rahmenbedingungen, die für die weitere Goldpreisentwicklung wesentlich sein könnten.

Goldman Sachs sieht Goldpreis von 1350$ in 2019

Die Analysten von Goldman Sachs sehen den Goldpreis innerhalb der nächsten 12 Monate auf ein Niveau von 1350$/oz klettern, mithin rund 100$ höher als aktuell. Die Analysten glauben, dass vor allen Dingen ETFs Mittelzufluss verzeichnen werden, der in Gold investiert wird. Hintergrund sei ein mögliches Ende des positiven Wirtschaftszyklus in den USA.

Starke Zentralbankkäufe sprechen für steigenden Goldpreis in 2019

Mittlerweile sind Notenbanken seit 2012 jedes Jahr als Nettokäufer von Gold aufgetreten, d.h. alle Zentralbanken dieser Welt zusammen haben unter dem Strich mehr Gold gekauft als sie verkauft haben, das könnte für einen steigenden Goldpreis sprechen.

Starke physische Nachfrage nach Gold in Asien

Die Nachfrage nach Gold in China und Asien, welche zusammen mehr als 50% der weltweiten Goldnachfrage darstellen, ist nach wie vor auf einem hohen Niveau. Ob Gold dabei in Barrenform oder in Form von Goldschmuck gekauft werden, ist für die Entwicklung des Goldpreises in 2019 sekundär. Nachgefragtes Gold – egal aus welchem Absatzzweig – sorgt grundsätzlich für einen stabilen bis steigenden Goldpreis. Weil die Wirtschaften in Indien und China florieren, ist auch für 2019 mit einer starken Goldnachfrage in diesen Ländern zu rechnen.

Weltweit starke Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren

Bereits für das dritte Quartal 2018 stellt das World Gold Council eine um 28% gestiegene Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren fest, der stärkste Nachfrageanstieg seit 2013. Auch in China stieg die Nachfrage um 25% – China gilt als der weltweit wichtigste Markt.

Trump unberechenbar

US-Präsident Trump ist unberechenbar: Wenn er weiterhin mit Strafzöllen operiert, Klimawandel als Fake-News abtut, internationale Abkommen kündigt, könnte dies zu einem weiteren Zustrom in das Edelmetall Gold führen,was steigende Kurse zur Folge hätte. Setzt er weiterhin Handelszölle ein, schadet er der Weltwirtschaft und auch der US-Wirtschaft. Gegenzölle werden die Folge von Zöllen sein. Durch die eingeführten Zölle haben deutsche Autobauer in den USA nur noch 100.000 statt zuvor 150.000 Autos von USA nach China exportieren können. Solche Wirtschaftseinbrüche ziehen sich durch die ganze Wirtschaft in den USA. Sollte Trump wider Erwarten nicht nur Zölle temporär ausgesetzt haben, sondern dauerhaft beseitigen, könnte der Dollar stark bleiben, die US-Wirtschaft ggf. wieder anziehen und Mittelzuflüsse in Gold ausbleiben. Doch mit einer solchen vernunftsbetonten Politik rechnet bei Trump kaum jemand. Wird die Konjunktur schnell abkühlen, was z.B. auch bei steigenden Zinsen der Fall sein könnte, könnte die Auswirkung auf den Goldpreis jedoch enorm sein: In dem Fall könnte es zu Mittelzuflüssen in den Goldmarkt kommen, die diejenigen aus 2008/2009 (Finanzkrise) deutlich übertreffen, was zu deutlichen Goldpreissteigerungen in 2019 führen dürfte.

ABN Amro seiht Goldpreis 2019 auf 1400$ steigen

Die Goldpreisentwicklung 2019 sieht die niederländische ABN Amro positiv: Die Analysten erwarten einen niedrigeren US-Dollar, tiefere Renditen bei US-Staatsanleihen, eine Erholung des chinesischen Yuan und eine höhere Goldschmucknachfrage. Der Goldpreis sollte deutlich über der 200-Tage-Linie liegen. Für 2019 sieht man gegen Jahresende einen Goldpreis von 1400$ pro Feinunze Gold.

Goldproduktion wird sich nicht wesentlich erhöhen

Bei steigenden Goldpreisen ist es Goldminengesellschaften aufgrund des höheren Ertrags pro Unze Gold natürlich möglich, mehr Gold aus der Erde zu holen. Die Mehrproduktion wird sich allerdings in Grenzen halten und allenfalls im einstelligen Prozentbereich liegen. Zudem verschwindet Gold aus den förderstarken Ländern wie China und Russland zumeist in staatliche Kanäle und taucht auf dem Weltmarkt gar nicht auf. Wer produziert eigentlich wie viel Gold:

  • China gilt als größtes Goldförderland, in 2017 wurden rund 440 Tonnen Gold gefördert, die Goldreserven des Landes werden auf rund 2000 Tonnen geschätzt. Das meisten geförderte Gold konsumieren die Chinesen selber, – es taucht am Weltmarkt nicht auf.
  • Australien produzierte im Jahr 2017 rund 300 Tonnen Gold und gilt als zweitgrößter Goldproduzent
  • Russland hat in 2017 rund 255 Tonnen Gold gefördert, gilt als drittgrößter Goldförderer der Welt, – das Gold landet zum größten Teil in den staatlichen Beständen der Bank of Russia,- taucht mithin am Weltmarkt nur in kleinen Größenordnungen auf
  • In USA hat man in 2017 rund 245 Tonnen Gold gefördert, die auch am Weltmarkt auftauchen. In 2017 konnte man gegenüber 2016 den Goldabbau bereits um 10% steigern, – es gilt als unwahrscheinlich, dass es den USA in 2019 noch einmal gelingt, ein solches Wachstum an den Tag zu legen.
  • Kanada gilt als fünftgrößter Goldproduzent der Welt: Mit 180 Tonnen Gold in 2017 taucht man am Weltmarkt auf.

EZB lässt Zinsen auf NULL

Der EZB Präsident Mario Draghi hat mehrfach betont, dass die EZB die Zinsen mindestens bis Sommer 2019 auf Null Prozent lässt, – dies wird im Euroraum zu Goldkäufen führen. Anleger, die auf dem Sparbuch Null Prozent Zinsen oder Minizinsen erhalten, suchen Anlagealternativen. Eine davon ist Gold.

Prognose Goldpreis 2019

Fazit: Die meisten Banken und Analysten sehen in ihren Prognosen für 2019 einen höheren Goldpreis als 2018, – unterscheiden sich nur in der Höhe der Goldpreissteigerung. Ob die tatsächliche Goldpreisentwicklung 2019 dann auch tatsächlich positiv ausfällt, bleibt abzuwarten. In Deutschland setzen viele Anleger nach wie vor auf Gold als Vermögensanlage und kaufen Goldbarren und Goldmünzen.

 

 

 

 

Goldman Sachs sieht Goldpreis auf 1350$/oz klettern – innerhalb 12 Monaten

Das Bankhaus Goldman Sachs sieht den Goldpreis innerhalb der nächsten Monate klettern. Geht es nach den Analysten von Goldman Sachs, bewegt sich der Goldpreis, der heute morgen am frühen Nachmittag auf einem Niveau von 1242 $/oz liegt, wie folgt:

  • innerhalb von 3 Monaten (bis Ende Februar 2019) auf ein Niveau rund um 1250$/oz, also leicht höher als aktuell
  • innerhalb von 6 Monaten (bis Ende Mai 2019) auf ein Niveau von 1300 $/oz, mithin ca. 4% höher als aktuell
  • innerhalb von 12 Monaten (bis Ende November 2019) auf ein Niveau von 1350$, also mehr als 100$ pro Unze höher als aktuell

Goldman Sachs rechnet in den nächsten 12 Monaten mit starken Zuflüssen ins Gold, vor allen Dingen auch im ETF-Bereich durch Portfolio-Diversifizierung zum Ende eines Wirtschaftszyklus. ETFs und Zentralbanken werden im nächsten Jahr zu den großen Goldkäufern gehört, glaubt Goldman Sachs. Seit 2012 seien Zentralbanken Netto-Goldkäufer und zwar jedes Jahr.

Perth Mint verdoppelt fast Goldabsatz im November

Die australische Perth Mint, die die weltweit begehrte Känguru Goldmünze herstellt, konnte im November 2018 den Goldabsatz gegenüber Vormonat fast verdoppeln. Statt 36.840 Goldunzen wie im Oktober, verkaufte man im November 2018 64.308 Unzen Feingold. Das ist auch deutlich mehr als im November 2017, wo der Goldverkauf bei 23.901 Unzen Feingold lag. Aber auch der Silberabsatz lief bei der Perth Mint im November gut: Die Australier verkauften 876.446 Unzen Silber, vor allen Dingen auch in Form der Känguru Silbermünzen 2019. Im November ein Jahr zuvor konnte man nur 544.436 Unzen Silber bewegen.

Känguru Goldmünze 2019
Känguru Goldmünzen 2019 sorgen für hohen Goldabsatz bei der Perth Mint – sie sind auch bei deutschen Anlegern beliebt

Mongolei kauft eine Tonne Gold

Auch die Bank of Mongolia, die Zentralbank der Mongolei setzt offenbar – wie China – auf Gold als Währungsreserve: Alleine im November 2018 kaufte die Notenbank 1,2 Tonnen Gold für die Währungsreserven.

Commerzbank glaubt, Zollverhandlungen zwischen China und USA bringen Goldpreis nach oben

Die Commerzbank glaubt, dass der 90tägige Zollfrieden, den die USA mit China vereinbart haben, den Goldpreis nach oben bringt. Bereits nach Verkündung während des G20-Gipfels wurde asiatische Goldkäufe beobachtet.China hätte zugestimmt, Importzölle auf US Autos zu überprüfen.

50 Tonnen Gold von Libyen in die Vereinigten Arabischen Emirate geschmuggelt?

Libyische Medien berichten darüber, dass in den letzten Jahren zwischen 50 und 55 Tonnen Gold von Libyen in die Vereinigten Arabischen Emirate geschmuggelt worden seien. Dies ergibt sich aus Daten der Außenhandelsbehörde. Der Schmuggel soll nach 2011 stattgefunden haben. Libyens Goldreserven wurden zuletzt mit 143,8 Tonnen Gold angegeben, was in der Arabischen Welt relativ hoch ist, – der vierthöchste Wert nach Algerien, Libanon und Saudi-Arabien. In Libyen sind aufgrund der schlechten ökonomischen Bedingungen viele Einwohner gezwungen, Gold zu verkaufen, um zu überleben.

 

 

4,7 Millionen Silber Maple Leaf 2018 verkauft – RCM zieht Bilanz

Die kanadische Münzprägestätte Royal Canadian Mint hat Bilanz gezogen und die ersten drei Quartale 2018 saldiert. Besonders interessant dabei sind immer die Absatzzahlen der Edelmetallprodukte, vor allen Dingen der Bullionmünzen Maple Leaf in Gold und Silber, die zu den Kernprodukten der Münzprägestätte gehören.

4,7 Millionen Silber-Maples verkauft

Demnach hat die Münzprägestätte im dritten Quartal 2018 4,7 Millionen Silberunzen, vor allen Dingen Maple Leaf verkauft, im Vorjahreszeitraum waren es nur geringfügig mehr (5 Millionen Unzen Silber)

156.000 Unzen Gold verkauft

In Q3 gelang es der Münzprägestätte, alleine mit Bullionmünzen 156.000 Unzen Gold abzusetzen, vor allen Dingen Maple Leaf Goldmünzen.

Gesamtjahr Gold und Silber leicht hinter Vorjahr zurück

Betrachtet man das Gesamtjahr 2018 bis zum 29.9.2018 (erste drei Quartale), so hat die Royal Canadian Mint bislang verkauft:

  • 363.600 Unzen Gold Bullion (2017 zum Vergleich: 487.100 oz)
  • 12.747.500 Unzen Silber Bullion (2017 zum Vergleich: 14.507.200 oz)

Da die Nachfrage im September deutlich angezogen hat, rechnet man für das vierte Quartal mit einer steigenden Nachfrage nach Goldmünzen und Silbermünzen.

Der Geschäftsbericht der Royal Canadian Mint für Q3 ist hier veröffentlicht: Q3 Royal Canadian Mint

Deutsche Nachfrage: Maple in Gold und Silber

In Deutschland gehören die Maple Leaf Silbermünzen und auch die Gold-Maples – zusammen mit den Krügerrand Goldmünzen zu den meist nachgefragten Anlagemünzen. Der deutsche Absatzmarkt – ist neben USA und Kanada für die Royal Canadian Mint damit einer der wichtigsten Distributionskanäle.

Wird FED-Chef Powell nach Trump-Kritik doch nicht so schnell die Zinsen erhöhen?

Gestern nachmittag fiel zunächst der Goldkurs in US-Dollar, um dann anschließend um 13 Dollar zu steigen. Hintergrund war wohl eine Äußerung des FED-Chefs Jerome Powell, die darauf hindeutete, dass die FED wohl doch nicht so schnell die Zinsen erhöhen werde – wie ursprünglich angenommen. Im Vorfeld hatte US-Präsident Trump erneut harsche Kritik an FED-Chef Jerome Powell laut werden lassen. Er sei bisher nicht zufrieden mit ihn, obwohl er ihn selber eingesetzt habe.

FED-Chef sei größeres Problem als China

In einem Zeitungsinterview äußerte Trump über die FED wörtlich ‚ich denke, die FED ist ein viel größeres Problem als China‘ und setzte in Richtung des FED-Chefs Jerome Powell nach: ‚Bislang macht mich meine Wahl von Jay noch nicht einmal ein kleines bisschen glücklich‘.

Trump kritisiert das Vorgehen der FED, die dieses Jahr bereits mehrfach die Zinsen erhöht habe, als zu aggressiv. Obwohl Powell noch im September seine Unabhängigkeit betont habe ‚Wir berücksichtigen keine politischen Faktoren‘ verwundert die jüngste Kehrtwende Jerome Powells.

Zinsen haben neutralen Wert erreicht

FED-Chef Jerome Powell äußerte bei einer Rede im Economic Club of New York, dass die Zinsen nunmehr einen neutralen Wert erreicht haben. Die Zinsen seien im Vergleich zu historischen Standards immer noch niedrig und bleiben derzeit nur leicht unter der großen Breite der Erwartungen, die als neutral für die Konjunktur gelten, äußerte sich Powell.

Der Markt deutete dies als Rückschritt von der bisherigen Zinserhöhungspolitik und reagierte mit starken Goldkäufen, was zu einem Anstieg des Goldpreises in US-Dollar führte. Die nächsten offiziellen Mitteilungen aus den Zentralbankgesprächen, die immer in sogenannten FOMC-Minutes zusammen gefasst werden, werden nunmehr mit Spannung an den Märkten erwartet.

Anleger in Deutschland nutzten günstige Goldkurse

Die Anleger in Deutschland nutzten gestern die günstigen Preise für eine Unze Feingold, um die klassischen Anlagemünzen Krügerrand, Maple Leaf oder Känguru günstig einzukaufen. Bei den Barren gehörte der 100 Gramm Goldbarren zu den meistgekauften Barren-Größen. Jahreszeitlich bedingt wurden auch die kleinen Goldmünzen aus der österreichischen Wiener Philharmoniker Serie häufig geordert. Diese werden werden wohl unter dem einen oder anderen Weihnachtsbaum landen.

Wiener Philharmoniker Goldmünze 1/25
Goldmünze Wiener Philharmoniker 1/25 oz – Gold für deutlich unter 100 Euro

 

Griechenland: 63 Goldschmuggler festgenommen

Die griechische Polizei teilt mit, dass man 63 Goldschmuggler in Haft genommen habe, die im großen Stil über Pfandhäuser und Goldankaufstellen Gold aufgekauft haben, welches dann ohne Versteuerung illegal in die Türkei exportiert worden ist.

Dazu habe man Reisebusse als Transportmittel benutzt.

2 Millionen in Gold und Geld beschlagnahmt

Die griechische Polizei teilt mit, in dem Zusammenhang auch Gold und Geld im Volumen von ca. 2 Millionen Euro beschlagnahmt wurde.

Die Festgenommenen würden zu zwei kriminellen Netzwerken gehören, die die Not der Griechen ausgenutzt haben, die seit der Finanzkrise 2010 aus Not Gold in Pfandhäusern und Goldankaufsstellen verkauft haben, um das Überleben zu sichern.

Festnahmen in Attica, Thessaloniki und Volos

Die Festnahmen fanden in mehreren griechischen Städten am Dienstag dieser Woche statt, u.a. in Attica, Thessaloniki und Volos. Zu den Festgenommenen gehört auch der Lokalprominente Dimitris Richardos Mylonas, der mit Fernsehwerbung griechenlandweit seine Gold-Pfandhäuser beworben hatte. Zu den Vorwürfen gehört auch, dass das Netzwerk Gold von Einbrechern aufgekauft und eingeschmolzen habe.