Wirtschaftswoche-Interview: Eugen Weinberg empfiehlt jetzt den Goldkauf

Die Wirtschaftswoche hat den Chef-Edelmetallanalysten der Commerzbank, Eugen Weinberg, gefragt, was dieser jetzt von Gold, bzw. einem Goldkauf hält. Seine eindeutige Einschätzung: Es sollte sich lohnen, jetzt zu kaufen.

Ruhe an den Märkten gleicht dem Glücksgefühl eines Truthahns vor dem Erntedankfest

Weinberg vergleicht im Interview die Ruhe an den Märkten mit dem Glücksgefühl eines gemästeten Truthahns vor dem Erntedankfest, – dieser glaube auch, dass alles bestens ist – bis zur Schlachtung. Wenn die Handelskonflikte sich verschärfen und Druck auf die Märkte kommt, könnte eine Anlegerflucht aus Aktien in Gold den Goldpreis beflügeln.

Commerzbank sieht Goldpreis von 1500$ im Jahr 2019

Die Commerzbank sieht bis 2019 einen deutlich höheren Goldpreis von 1500$/oz, weil die Realzinsen niedrig bleiben und es viele Risiken in der Wirtschaft gebe. Eine Preisschwäche bei Gold sei nur vorrübergehend und daher eine optimale Gelegenheit zum Gold kaufen.

Goldproduktionskosten steigen jedes Jahr

Das Gold aus der Erde zu holen, wird auch von Jahr zu teurer. Nimmtman z.B. die gesamten produktionsrelevanten Kosten (AISC) sind diese in Südafrika in 2017 z.B. um +15,1% gestiegen, auf mittlerweile 1187 $/oz. Am Mittwoch-Nachmittag (27.6.2018) lag der Goldpreis mit 1255 $/oz nur knapp über den produktionsrelevanten Kosten in Südafrikas Goldminen. Alle Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Kosten auch in 2018 weiter steigen werden, was mittelfristig alleine schon für einen steigenden Goldpreis am Markt sprechen würde. Es gibt wohl auch Goldminen, die unter den Kosten in Südafrikas Goldminen Gold aus der Erde holen können, aber es gilt nur noch als eine Frage der Zeit, bis auch dort die Kosten auf dem Niveau Südafrikas angekommen sind. Auch chinesische Arbeiter werden über kurz oder lang westliche Löhne erhalten wollen und unter besseren Sicherheits- und Ökologie-Bedingungen arbeiten wollen.

China steigt tiefer in Goldmarkt ein

Die chinesische Regierung will ihrer Bevölkerung auf breiter Front ein Investment in Gold möglich machen: Nicht nur, dass man an der Börse in Shanghai den Handel in 1kg Goldbarren eingeführt hat (statt der international üblichen 12,5 kg Goldbarren, die für Privatinvestoren meist unerschwinglich sind), sondern man hat diese Woche auch Finanzinstitute eingeladen, nunmehr auch Vermögensverwaltungsprodukte mit physischer Gold-Hinterlegung zu konstruiieren und am Markt anzubieten. Die chinesischen Zentralbank hat offiziell dazu eingeladen, solche Gold Asset Management Produkte herzustellen und an Kunden zu verkaufen. Dies wird voraussichtlich zu einem weiteren Nachfrageschub auf dem Goldmarkt führen.

Goldpreis in Euro lädt zum Gold kaufen ein

Der Goldpreis in Euro bewegt sich zur Wochenmitte auf einem niedrigen Nivea rund um 1082/1083 €/oz und lädt damit zum Gold kaufen ein. Der Euro-Goldkurs befindet sich damit in der Nähe des Jahrestiefs und hat nach der o.a. Commerzbank-Einschätzung deutliches Potential nach oben. Deutsche Anleger nutzten auch am Tag des dritten deutschen Fußballspiels während der WM in Russland die niedrigen Kurse zum Kauf von Goldmünzen. Krügerrand und Maple Leaf waren die Favoriten unter den Edelmetall-Anlegern.

Während die Silber-Investoren zumeist die australischen Silber-Kängurus in der 1-Unzen-Größe kauften, fand bei den Silber-Sammlern eine russische Silber-Gedenkausgabe zur Fußball-Meisterschaft großen Anklang.

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Sammler sicherten sich diese Silbermünze Russlands im Silberbarren zur Fußball – Meisterschaft

 

 

 

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