USA haben 4,6 Millionen ausländische Goldmünzen im Bestand

Glaubt man jüngst veröffentlichten Berichten in den USA, die auf Inventuren in den staatlichen US-Tresoren zurückgehen sollen, so haben die USA insgesamt 4,6 Millionen Goldmünzen ausländischer Herkunft im Bestand.

Auch Goldmark aus dem Kaiserreich in den USA

Unter den Goldmünzen im US-Bestand sind neben Sovereigns, französischen 20-Francs-Stücken und anderen Goldmünzen auch 20-Mark-Goldmünzen aus dem Kaiserreich. Statt die Münzen zu schmelzen, hat man sie in den USA in Säcken aufbewahrt.

Kaiserreich Goldmünzen 20 Mark
Auch deutsche 20 Mark Kaiserreich Goldmünzen lagern zu Tausenden in den USA in der US Mint

Herkunft der Goldmünzen

Die Goldmünzen stammten u.a. aus dem Abfangen eines Schiffes, welches Richtung Polen unterwegs war. Die USA zahlten der Bank, für die das Gold bestimmt war, das Gold in Barren aus und behielten die Münzen. Überdies wurden Goldmünzen z.B. auch von Argentinien und Griechenland erworben.

Berichtet hatte als eines der ersten Medien in den USA das Magazin Motherboard.vice.com

Die Informationen basieren auf einer Anfrage nach dem neuen Informationsrecht in den USA, nachdem Behörden auf bestimmte Anfragen Auskunft geben müssen. Die komplette Antwort der US-Regierung/Finanzministerium findet sich zum Nachlesen hier:

Aufstellung Goldmünzen USA

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Auszug aus der Bestandsliste ausländischer Goldmünzen in staatlichen US-Beständen, Quelle: Governmenttattic

Wo lagern die Goldmünzen jetzt?

Die Goldmünzen sollen auch heute noch in der US Münzprägestätte US Mint in West Point lagern, dem sogenannten West Point Bullion Depository, wo auch die von Amerika produzierten Bullionmünzen wie American Eagle in Silber und American Eagle in Gold hergestellt und gelagert werden.

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Verkäufe von US Goldmünzen Eagle steigen um 433% in den USA

Die amerikanische Münzprägestätte US Mint kann sich freuen, zumindestens über die Ausgabe und den Absatz der Goldmünzen US Eagle: Im Mai ist der Absatz um 433% gegenüber dem April gestiegen. Seit Mai 2015 gab es keinen so starken Mai mehr wie dieses Jahr.

24.000 Goldunzen verkauft

Allerdings war die Basis im April auch sehr niedrig, man verkaufte im Vormonat lediglich 4.500 Goldunzen, – während der Mai 24.000 Unzen Gold auswies. Die Amerikaner führen die starken Verkäufe im Mai auf die Diskussionen rund um den Gipfel zwischen Nordkorea und USA zurück, – ein Treffen, welches erst vereinbart, dann abgesagt und dann wieder vereinbart wurde. Im Mai 2017 hatte man auch nur 15.500 Goldunzen verkauft, -damit ist der Mai 2018 auch im Vergleich zum Vorjahresmonat ein guter Monat für die US Mint gewesen.

US Silbereagles finden nur noch schleppend Absatz

Die US Silbereagles wurden jedoch im Mai nur noch schleppend verkauft: Im Mai 2018 wurden mit 380.000 Silberunzen rund 58,5% weniger verkauft als im April. Der Mai 2018 ist auch 85% schwächer als der Mai 2017, da verkaufte man noch 2,5 Millionen Silbermünzen US Eagle in einem Monat.

10.000 Platineagles

Im Mai hat die US Mint auch 10.000 Platin-Eagles verkauft, halb soviel wie im Februar 2018, wo sie zuletzt 20.000 Stück auswies. Auch in Europa werden immer wieder Platinmünzen verkauft, – aber die Verkaufszahlen erreichen natürlich nicht die Mengen von Gold- oder Silbermünzen.

Platin Eagle USA 2018 1oz
Platin-Eagles wurden im Mai 2018 auch verkauft: 10.000 Stück

Gründe für schwächelnden US Silbermünzenabsatz

Bereits ab Münzprägestätte kostet die Silbermünzen US Eagle deutlich mehr als die Wettbewerberprodukte Maple Leaf, Känguru oder Wiener Philharmoniker, weswegen weltweit Silber-Anleger verstärkt die preiswerteren Wettbewerber kaufen, – enthalten diese doch auch je 1 Unze Feinsilber.

Überdies ist es Präsident Trump gelungen, einen Teil der Amerikaner zu überzeugen, dass alles gut ist. Der Präsident ist gut für die Amerikaner und deswegen kann man sich sicher fühlen. Selbst ein Rückgängigmachen strengerer Bankenregeln beunruhigt die Masse der Amerikaner nicht mehr. Den Dollar hält ein Großteil der Amerikaner für eine tolle Erfindung. Eine Absicherung des Vermögens in Sachwerte tritt bei vielen wieder  in den Hintergrund, Trump wird es schon richten. Es bleibt abzuwarten, ob diese Hoffnung erfüllt wird.

usa eagle silbermünze 2018 1oz
US Silbereagles werden von Sammlern noch gekauft, aber nicht mehr in Mengen wie früher. Anleger in Europa bevorzugen: Maple Leaf, Känguru, Wiener Philharmoniker

 

 

 

 

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Warum aus den USA viel für einen steigenden Goldpreis spricht

Der Goldpreis in Euro stieg die letzten Tage deutlich, zuletzt auf ein Niveau von knapp unter 1130 Euro/Unze. Der Goldkurs in US-Dollar ist mit rund 1300 $/oz noch etwas zurück. Das könnte sich aber bald ändern…

Notenbank FED ist der Schlüssel für den Goldpreis

Die US Notenbank FED will in den nächsten Monaten die Zinsschraube anziehen, bzw. hat dies zumindest angekündigt. Man will die Zinsen erhöhen und gleichzeitig die massive Liquidität, die man in die Märkte gepumpt hat, zurückschrauben. Abgesehen davon, dass dieses Unterfangen bekanntlich genauso schwierig ist, wie Zahnpasta zurück in die Tube zu drücken, sollte das Austrocknen der Märkte deutliche Spuren an den Börsen bei den Aktien und Anleihen hinterlassen. Auch die Immobilienmärkte werden bei steigendem Zins massiv beeinträchtigt: Käufer bekommen nur noch eingeschränkt Finanzierungen auf die Beine gestellt, was die Immobilienpreise sinken lässt.

Steigendes Handelsbilanzdefizit

In den USA hat man Probleme mit einem steigenden Handelsbilanzdefizit, was US Präsident Trump ja zu seinen Zoll-Ankündigungen verleitet hat. Ein steigender Ölpreis und Aktienkursrückschläge bei steigenden Zinsen können schnell die US-Wirtschaft abwürgen oder gar in eine Rezession drängen.

Goldpreis dann unterbewertet

In einem solchen Szenario sieht beispielsweise der Ökonom Ronald Stöferle ein Potential für einen Goldpreis-Ausbruch auch bis über 1800 Dollar/Unze. Selbst ohne Konjunktureinbruch in den USA wäre ein Goldpreis-Spanne von 1400 bis 2300 gemäß Stöferle möglich, wenn sich die US Geldpolitik nicht vollkommen normalisiere. Nur wenn es der FED wider Erwarten gelänge, die in die Märkte gepumpte Liquidität vollständig wieder einzusammeln und die Zinsen zu erhöhen, ohne die Aktienmärkte einstürzen zu lassen, könnte der Goldpreis auch wieder fallen, – allerdings auch nur bis in Regionen der Förderkosten für eine Feinunze Gold, die je nach Betrachtung auch zwischen 900 und 1000 Dollar pro Unze liegen. Dieses Kunststück für die US Notenbank gilt jedoch als ausgesprochen schwierig und ist bisher in der Geschichte der Zentralbanken noch nicht gelungen.

US Präsident Trump sorgt weiter für Unruhe

US Präsident Trump hat bislang unter Beweis gestellt, dass er viel ankündigt und nur in Teilen umsetzt. Es wird zwar die Umsetzung angekündigt, aber auf eine Mauer zu Mexiko, die von Mexiko bezahlt bezahlt, warten selbst Trump-Anhänger bisher vergeblich. Ob US Präsident Trump, um den sich aktuell diverse Ermittlungen ranken, überhaupt die Legislaturperiode unbeschadet übersteht, gilt noch nicht als sicher. Als sicher gilt aber, dass er auch weiterhin für Überraschungen sorgt. Ein Zusage/Absage/Zusage-Spiel mit Nordkoreas Machthaber dürfte da noch zu den harmloseren Vorgängen gehören. Insoweit ist davon auszugehen, dass Anleger weltweit aus Vorsichtsgründen auch weiterhin zum Gold greifen werden.

 

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21 Billionen Gründe warum es clever sein könnte, Gold zu besitzen

Der größte Teil der Menschheit bezahlt mit Geld in Form von Kontenguthaben oder Banknoten. Z.B. in Euro oder US-Dollar. Doch was ist, wenn Regierungen den Wert dieser Währung z.B. dadurch verwässern, indem sie unentwegt einfach ohne Gegenwert diese Geldscheine drucken? Das im Umlauf befindliche Geld wird immer weniger wert.

Zunehmende Staatsverschuldung = Geld drucken

Nichts anderes passiert, wenn sich Staaten in überbordender Weise immer mehr Geld leihen. Geld, was eigentlich gar nicht da, sondern erst geschöpft (gedruckt) werden muss, damit man es sich leihen kann. Staaten leihen sich von Banken Geld. Diese können sich das Geld wiederum von der Zentralbank leihen. Aktuell zu Null Prozent Zinsen. Und das Geld, was die Zentralbank an Banken verleiht, wird über Nacht auf Konten erschaffen oder einfach gedruckt. Auf buntes Papier.

US-Staatsverschuldung 21 Billionen Dollar

Die US Staatsverschuldung, die in jeder Sekunde weiter steigt, kann sich jeder unter http://www.usdebtclock.org/ selber anschauen. Sie beträgt aktuell über 21 Billionen US-Dollar (was die Amerikaner als 21 trillion bezeichnen). Auch Deutschland hat eine Staatsverschuldung, sie beträgt aktuell über 2 Billionen US-Dollar.

Interessant ist die Geschwindigkeit der Zunahme der Staatsverschuldung. Noch im Herbst 2017 hatte die US Staatsverschuldung erst die 20 Billionen-Grenze überschritten, Anfang 2018 ist man nun schon bei über 21 Billionen. US-Präsident Trump will die Staatsverschuldung aber noch schneller wachsen lassen, – er streicht Steuereinnahmen und finanziert Konsumprogramme über noch mehr Schulden. Alleine in Trumps erstem Präsidentschaftsjahr hatten die USA ein Staatsdefizit (Überschuss Ausgaben über Einnahmen) von 665 Milliarden US-Dollar.

Zusammenhang Goldpreis mit US-Staatsverschuldung

Betrachtet man allerdings den historischen Zusammenhang zwischen US-Staatsverschuldung und Goldpreis in US-Dollar, stellt man schnell fest, dass sich eine zunehmende US-Staatsverschuldung fast parallel im Goldpreis abbildet: Steigt die US-Staatsverschuldung, steigt auch der Goldpreis. Eigentlich fällt nur der Wert der Papiergeldwährung, aber das macht sich darin bemerkbar, dass man mehr Papiergeld für sein Gold bekommt. Wer also bei zunehmender Staatsverschuldung sein Vermögen in die Zukunft retten will, war in der Vergangenheit zumindestens immer gut beraten, sein Vermögen in Gold statt in Papiergeld zu halten. Dies trifft zumindestens auf Papiergeldwährungen mit steigender Staatsverschuldung zu.

Dies kann man beispielhaft an der Entwicklung in den letzten Jahrzehnten ablesen, siehe:

1988:

US Staatsverschuldung: 2,5 Billionen US Dollar

Goldpreis in US$: 400 $/oz

2008:

US Staatsverschuldung : 9 Billionen US Dollar

Goldpreis in US$: 900$/oz

2018:

US Staatsverschuldung: 21 Billionen US Dollar

Goldpreis in US$: 1300$/oz

Goldpreis: Verdreifachung in 30 Jahren

Wer also 1988 sein Geld in Gold angelegt hat, hat 30 Jahre später immer noch genauso viel Gold, aber würde bei einem Verkauf DREIMAL so viel Geld dafür bekommen (1300 Dollar statt 400 Dollar pro Unze).

Wer hingegen seine Dollars von 1988 bis 2018 zu 3% anlegen konnte (was die ganzen letzten Jahre nicht möglich war), hätte selbst mit Zinsen und Zinseszinsen nicht mehr als 970,90 Dollar am Ende auf seinem Konto. Gold schlägt also Geld. Dies gilt erst Recht in Zeiten galoppierender Staatsverschuldung bei gleichzeitgen Nullzinsen oder Minizinsen.

Veranschaulichung 21 Billionen Staatsverschuldung

Auch in USA mehren sich kritische Stimmen, die eine solche Staatsverschuldungszunahme sehr kritisch sehen. Um die Menge an Geld zu veranschaulichen, wie viel alleine schon 20 Billionen Dollar Staatsverschuldung sind, haben Kritiker ein Video geschaffen. Zu berücksichtigen ist, dass der deutschen BILLION die amerikanische trillion entspricht:

Interessiert uns überhaupt der Dollar?

Man könnte argumentieren, dass die US-Staatsverschuldung weit weg ist und uns nicht interessiert. Das ist aber zu kurz gedacht. Spätestens die Pleite der Lehman Brothers in den USA hat gezeigt, dass durch die Globalisierung und die Vernetzung der Bankensysteme und Währungen die ganze Welt unter einem Zusammenbruch des US Finanzsystems leiden würde. Abgesehen davon betreibt auch die europäische Zentralbank EZB eine Politik des expansiven Geldes. Das ist der Grund, warum viele Deutsche auch lieber auf Goldbarren und Goldmünzen setzen als auf bunt bedrucktes Papier, welches Geld genannt wird und einfach über Nacht gedruckt werden kann.

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1236 Tonnen deutsches Gold bleiben in USA – Bundesbank schließt Umverteilung ab

Die Deutsche Bundesbank hat den Teil der deutschen Goldbarren, den sie aus dem Ausland zurückholen wollte, schneller zurückgeholt als ursprünglich geplant. Die Rückholung des Goldes aus Frankreich und eines kleinen Teils aus USA nach Deutschland wurde bereits in 2017 abgeschlossen – statt wie geplant in 2020.

Doch: 1/3 des Goldes soll in USA bleiben

Kritiker haben dennoch Kopfschmerzen, weil auch nach der Umlagerungsaktion immer noch 1236 Tonnen Gold, das sind 36,6% der deutschen Goldreserven in den USA verbleiben sollen und zwar bei der US-Zentralbank FED in New York. Damit lagern die deutschen Goldreserven im Gesamtgewicht von 3.378 Tonnen zukünftig wie folgt:

Lagerstätten deutscher Goldreserven der Bundesbank 2017

Bundesbank lagert nur knapp mehr als 50% des Goldes

Bei der Deutschen Bundesbank in Frankfurt lagert damit nur knapp die Hälfte des deutschen Goldes. Den dortigen Bestand hat man auch zur Vertrauensbildung die letzten Jahre durch Umlagerungen erhöht. Freigewordene Tresorkapazitäten, die durch Umlagerung von Bargeldbeständen entstanden sind, haben Platz gemacht für die Goldbarren der Bundesbank.

Bundesbank-Vorstand zeigt Goldbarren

Warum lagert man Gold weiterhin in USA und London?

Die Bundesbank gibt als Grund für die Lagerung in USA an, dass der US-Dollar die weltweit wichtigste Reservewährung wäre und die Zentralbank der USA höchstes Vertrauen genießt. Dort sei das Gold auch besonders sicher verwahrt.

London hingegen sei weltweit der größte und liquideste Goldhandelsplatz der Welt, weswegen dort auch noch 13% der Goldreserven verblieben. Der Brexit hätte darauf keine Auswirkungen.

Aus Frankreich/Paris habe man sämtliches Gold abgezogen, weil Paris kein Goldhandelsplatz sei und Frankreich überdies keine Fremdwährung, sondern den Euro als Zahlungsmittel habe und daher keine Notwendigkeit einer Goldverwahrung dort bestehe.

Was wurde in den letzten Jahren an Gold verlagert?

In den letzten Jahren hat man 674 Tonnen Gold aus New York und Paris nach Deutschland verlagert, dies waren 53.780 Goldbarren. 4402 Barren aus New York im Gewicht von 55 Tonnen wurden umgeschmolzen, um exakt die Echtheit und Feinheit zu bestimmen, dabei sei es zu keinen Ungereimtheiten beim Feingehalt gekommen. Auch über 100 Jahre alte Goldbarren hätten die notwendige Feinheit gehabt.

Alle Goldbarren wurden natürlich einer Gewichts- und Echtheitskontrolle unterzogen, u.a. mit Röntgen- und Ultraschalltechnik. Dies habe zu keinen Beanstandungen geführt.

So wanderten die Goldbarren der Bundesbank in den letzten Jahren…

Bundesbank besitzt 270.000 Goldbarren

Die Deutsche Bundesbank gilt weltweit (nach den USA) als zweitgrößter Goldbestandshalter, noch vor China. Der Goldbestand der Deutschen Bundesbank im Gesamtgewicht von 3378 Tonnen wird in rund 270.000 Goldbarren gelagert. Rund 136.600 Goldbarren mit einem Gewicht von 1710 Tonnen davon lagern in Frankfurt, das sind 50,6% der Gesamtbestände. Alle diese Barren werden auf Echtheit getestet.

In USA habe man in den letzten Jahren stichprobenhaft einzelne Barren auf Echtheit getestet.

Bundesbank auf Platz 2 der größten Goldbestandshalter der Welt

Bundesbank bemüht sich in Sachen Goldbarren um Transparenz

Die Deutsche Bundesbank bemüht sich in der Causa Goldbarren in den letzten Jahren um Transparenz, hat die Lagerstellen seit 2013 incl. geplanter Umlagerungen veröffentlicht. Seit Oktober 2015 ist auch eine Barrenliste im Internet einsehbar.

Goldbestand der Bundesbank nimmt nur durch Münzprägung ab

Der Goldbestand der Deutschen Bundesbank in Tonnen ist relativ konstant, nimmt die letzten Jahre jedes Jahr nur um die Menge ab, die das Deutsche Bundesfinanzministerium für die Münzprägung der deutschen Euro-Goldmünzen benötigt. Seit 2002 gibt es jährlich eine 100-Euro-Goldmünze, zusätzlich wurden 20 Euro-Goldmünzen und 50 Euro Goldmünzen eingeführt. In 2002 erschien zudem eine 200-Euro-Goldmünze (Währungsunion) und in 2001 die Goldmark (1 DM Gold).

Goldbestand der Bundesbank bleibt die letzten Jahre relativ konstant – bis auf Münzverkäufe

Wie hat der Goldbarren-Bestand der Deutschen Bundesbank sich aufgebaut?

Nachkriegs-Deutschland hatte zunächst keine Goldreserven. Deutschland ist 1952 aber dem Bretton-Woods-Abkommen beigetreten, wo feste Wechselkurse und fixer US-Dollar-Wert zum Gold (35 US$ pro Feinunze) vereinbart worden sind.

Bereits ab 1951 baute die Bank deutscher Länder als Vorgängerinstitut der Bundesbank erste Goldreserven auf. Diese entstanden durch Leistungsbilanzüberschüsse (Deutschlands exportierte mehr als das importiert wurde und erhielt dafür US-Dollar, die gegen Gold getauscht wurden).

Von 1951 bis 1958 flossen Deutschland alleine aus der Europäischen Zahlungsunion (EZU) 1584 Tonnen Gold zu.

1958 besaß Deutschland bereits 2344 Tonnen Gold.

Der Höchststand der deutschen Goldreserven wurde übrigens 1968 mit 4.034 Tonnen Gold erreicht.

Goldbarren

Zusammenbruch Bretton Woods System: USA hat nicht genug Gold

Der Goldbestand Deutschlands pendelte sich in den 70er-Jahren bei ca. 3700 Tonnen ein. 1973 brach das Bretton Woods System allerdings zusammen. Die USA hatten sich zwar vertraglich verpflichtet, die US-Dollar in einem festen Verhältnis auf Wunsch in Gold umzutauschen, – es stellte sich jedoch heraus, dass die USA mangels ausreichender Goldbestände diese Verpflichtung nicht erfüllen konnten. Das System brach zusammen und der Goldpreis wurde frei handelbar, was zur Folge hatte, dass er deutlich anstieg.

1979 brachte die Deutsche Bundesbank 740 Tonnen Gold in den Fonds für währungspolitische Zusammenarbeit (EFWZ) ein, erhielt dafür im Gegenzug ECU-Forderungen. 1998 wurden diese 740 Tonnen jedoch wieder zurück übertragen.

1999 hat die Bundesbank 232 Tonnen Gold auf die EZB übertragen, im Gegenzug erhielt sie eine Forderung in Euro gegen die EZB.

Rückholaktion der Bundesbank ist keine Rückholung

Die umgangssprachlich so bezeichnete Rückholung der deutschen Goldbarren ist natürlich keine Rückholung, weil diese Barren zuvor nie in Deutschland waren. Sie wurden erstmalig nach Deutschland verlagert.

Was Kritiker in Sachen Bundesbank-Goldbarren hinterfragen

Kritiker, die von Bankern auch gerne Verschwörungstheoretiker genannt werden, fragen sich:

  • Wenn Deutschland sowieso nicht mit dem Gold handelt, warum muss es dann überhaupt im Ausland lagern?
  • Warum muss man in den USA über 1200 Tonnen Gold lagern, reichen dort nicht 100 Tonnen?
  • Wenn die USA ein Goldversprechen bereits am Ende des Bretton-Woods-Systems nachweislich nicht gehalten haben, woher kommt dann die Zuversicht, dass das Gold noch da ist?
  • Weder US-Abgeordnete noch Bundesbanker durften in den letzten 20 Jahren eine Vollaufnahme der deutschen Goldreserven in den USA machen. Es wurden immer nur einzelne Barren gezeigt und geprüft. Dies führt selbst in den USA zur Kritik.
  • Der Transport eines 12kg-Goldbarrens zur Bundesbank hat in den letzten Jahren im Schnitt unter 200 Euro pro Barren gekostet. Dies ist im Verhältnis zum Barrenwert (über 400.000 Euro) eine zu vernachlässigende Größe. Warum verlagert man dann nicht alle deutschen Goldbarren nach Deutschland?

12,5 Kilo Goldbarren für Privatanleger

Sind die 12,5 Kilo-Goldbarren der Bundesbank für Privatanleger geeignet? Bei den Goldbarren, die die Deutsche Bundesbank besitzt, handelt es sich zum größten Teil um sogenannte 400-Unzen-Goldbarren im Gewicht von ca. 12,5 kg. Solche großen Goldbarren können natürlich auch von Privatanlegern erworben werden, was sich aber aufgrund des Einzelwertes von über 400.000 Euro nur bei immens großen Vermögen und Geldanlagen anbieten wird. Im Regelfall werden in Deutschland von den Anlegern Goldbarren zwischen 1 Gramm und 1 kg erworben, wobei folgende Goldbarren-Größen besonders häufig gekauft werden:

 

Erklärvideo der Deutschen Bundesbank zu Goldreserven

Die Deutsche Bundesbank hat in 2015 ein Erklärvideo zu den Goldreserven und den deutschen Goldbarren herstellen lassen, was die Situation aus Sicht der Bundesbank darstellt:

Fotos/Grafiken: Deutsche Bundesbank(Fotos: Nils Thies)

 

 

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USA greifen Syrien an – 59 Marschflugkörper – Goldpreis steigt – Goldmünzen gefragt

In der Nacht zu heute haben die USA Raketen auf Syrien abgeschossen, Präsident Trump hatte es die letzten Tage bereits durch seine Äußerungen über die Giftgasangriffe auf Kinder erahnen lassen. 59 Marschflugkörper wurden auf eine Luftwaffenbasis der syrischen Armee abgefeuert, Russland kritisierte den Angriff in aller Schärfe. Der Bürgerkrieg in Syrien dauert nunmehr seit 2011 an.

Goldpreis steigt nach Bekanntwerden des Luftangriffs

Direkt nach Bekanntwerden des Luftangriffs stieg der Goldpreis steil an. Von seinem ohnehin schon hohen Niveau kletterte er bis auf über 1266 US$/oz, respektive notierte der Goldpreis in Euro am europäischen Vormittag bereits bei über 1188 €/oz.

7524 Luftangriffe der USA seit 2014

Die USA haben seit Dezember 2014 7.524 Luftangriffe im sogenannten Anti-Terroreinsatz gegen den IS in Syrien durchgeführt, wie die Grafik unten zeigt, aber die Luftangriffe in dieser Nacht sind die ersten Angriffe der USA direkt gegen das Assad-Regime, welches mit Russland paktiert. Insoweit sind die Sorgen der Anleger weltweit und deren Flucht in Gold verständlich.

Statistik von Statista zu den Luftangriffen der USA auf Syrien

Goldmünzen und Goldbarren stark gefragt

Bereits seit dem frühen Morgen setzte eine starke Nachfrage nach physischem Gold im deutschen Edelmetallhandel ein. Insbesonders Anlageklassiker wie die Goldmünzen Krügerrand und Maple Leaf, aber auch Goldbarren zwischen 1oz und 100 Gramm gingen deutlich verstärkt über den Schalter, online wie auch im Tafelgeschäft. Die Preise für Goldmünzen ziehen goldpreisbedingt an.

USA und Russland nicht auf derselben Seite

Trump hatte zwar in seiner Mittwochs-Rede, in der er die Giftgasangriffe in Syrien, die dem Assad-Regime zugerechnet werden, kritisierte, Russland nicht direkt angegriffen, aber US-Staatssekretär Rex Tillerson sagte, dass Russland es sich gründlich überlegen sollte, ob es Assad weiter unterstütze. Vize-Präsident Mike Pence sagte, es wäre an der Zeit, dass Russland sein Wort hinsichtlich der Elimination chemischer Waffen hält und die Leute in Syrien nicht länger quält. Russland verteidigte sich und behauptete, das Giftgas würde Rebellen gehören und hätte mit Assad nichts zu tun.

Goldpreisentwicklung positiv

Der Goldpreis stieg auf jeden Fall nach dieser Entwicklung innerhalb von Minuten um 1,5% und Silber zog mit +0,9% nach. Damit haben Goldanleger an einem Tag mehr Geld verdient als zahlreiche Anleger im ganzen Jahr Zinsen auf Spareinlagen bei ihrer Bank bekommen. Auch Platin zog mit +1,1% an, beruhigt sich aktuell bei 966$

 

 

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