WGC sieht Goldpreis bei 1400$ – Nordkorea lässt Goldkurs steigen

Nach dem Säbelrasseln zwischen Nordkorea und USA ist der Goldpreis in Euro wieder über die 1100-Euro-Marke gestiegen, notiert am Dienstag Vormittag bei 1105€/oz. Der Goldkurs in US-Dollar konnte auch über 1300$ steigen, notiert aktuell bei 1305$/oz. Auslöser war die Mitteilung Nordkoreas, dass die USA den Krieg erklärt hätten. Nordkorea sei auch bereit, Kampfflugzeuge der USA abzuschießen, die außerhalb des Hoheitsgebiets, aber in der Nähe Nordkoreas flögen. Die USA haben eine Kriegserklärung dementiert, aber militärische Schläge nicht ausgeschlossen.

Zuvor hatten die USA Kampfbomber in der Nähe Nordkoreas aufsteigen lassen, was den Diktator wohl provoziert hat. Der Goldpreis quittierte dies mit einem prompten Anstieg.

World Gold Council sieht Goldpreis bei 1400$

Der Vorsitzende des World Gold Councils WGC sieht den Goldpreis die nächsten 12 Monate auf 1400$/oz steigen, – aus fundamentalen Gründen. Weltweite Unsicherheiten würden für eine steigende Nachfrage sorgen, die starke asiatische Nachfrage führe zu einer positiven Goldpreisentwicklung.  Basierend darauf sollte auch der Goldpreis in Euro auf ein Niveau von 1200€/oz steigen, was rund 100 Euro pro Unze mehr wären als die aktuelle Notierung.

Goldpreis-Entwicklung besser als Aktien-Chart

Betrachtet man die Entwicklung des Goldpreises seit dem Jahr 2000 im Vergleich zum Aktienindex SP 500, den größten US-Aktien, hat sich der Goldpreis deutlich besser entwickelt. Trotz aller Schwankungen, denen der Goldpreis oder die Aktiennotierungen unterliegen. Am langen Ende war das Goldinvestment das Bessere:

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(Goldpreis versus Aktienindex S&P 500 seit 2000, Quelle: WGC)

Gold hat sich in diesem Zeitraum um 86% besser entwickelt als der Aktienindex, wie sich empirisch nachweisen lässt.

Eine Entwicklung in der Vergangenheit muss sich so nicht in der Zukunft wiederholen, aber aktuell sind viele Aktien-Indexe nahe am Höchststand und Gold ist deutlich unter den früheren Höchstständen, – insoweit sehen Analysten auch zukünftig für Gold gute Chancen, besser zu performen als Aktien.

Goldschmuck-Importe in die USA ziehen an

Eine weitere Entwicklung spricht für eine positive Entwicklung des Goldpreises in den nächsten Jahren: Nicht nur die Nachfrage nach Goldschmuck in Indien und China wächst, sondern seit mehreren Jahren wächst auch die Goldschmuck-Nachfrage in den USA, was jährlich steigende Importe zur Folge hat. In 2016 waren die USA weltweit schon der drittgrößte Goldschmuck-Markt der Welt mit einem Verbrauch von 118 Tonnen Gold, – dies ist ein Gegenwert von ca. 5 Milliarden US-Dollar. Die Gold-Exporte in die USA haben seit dem Jahr 2013 um ca. 30% zugenommen:

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Goldexporte in die USA: +30% seit 2013 sollte eine positve Goldpreisentwicklung fördern (WGC)

Zentralbanken kaufen seit 2008 jedes Jahr Gold

Während früher Zentralbanken Goldverkäufer waren, kaufen Zentralbanken seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 massiv Gold. Jedes Jahr. Weil sie gemerkt haben, dass bunt bedrucktes Papier anderer Länder, was diese `Geld`nennen, im Zweifel wertlos ist. Die folgende Graphik zeigt eindrucksvoll, in welchem Volumen Zentralbanken seit 2008 Gold gekauft haben. Was für Zentralbanken gut ist, sollte auch für den privaten Anleger gut sein.

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Zentralbanken kaufen seit 2008 massiv Gold. Quelle: WGC

Goldpreis auf 10-Monatshoch nach Raketentest Nordkoreas

Nordkorea kann es nicht sein lassen und macht einen neuen Raketentest, bei dem eine Rakete Richtung Japan abgefeuert wurde und dabei japanisches Hoheitsgebiet überflog. Diesmal passierte die Rakete Nordjapan und landete in den Gewässern rund um  Hokkaido. Das ist nicht neu und wurde von Nordkorea bereits in der Vergangenheit gemacht. Neu ist aber, dass es diesmal vorher nicht angekündigt wurde.  Der Goldpreis stieg bis auf 1326 $/oz an, notierte im späten Vormittagshandel in Europa bei über 1320 $/oz.

USA, Japan und Südkorea haben die Vereinten Nationen angerufen, der 15-köpfige Sicherheitsrat werde voraussichtlich im Laufe des Tages tagen. US-Präsident Trump hatte „fire and fury“ für den Fall weiterer Provokationen in Richtung USA angekündigt.

Anleger fliehen in Gold – Goldpreis steigt

Gold gilt als der Inbegriff von Sicherheit in Krisenzeiten. Anleger und institutionelle Käufer griffen nach Bekanntwerden des Raketenabschusses vermehrt zu Gold in Form von Goldbarren (und Goldmünzen). Am Morgen erreichte der Goldpreis seinen höchsten Stand seit November letzten Jahres, Aktienmärkte in Asien verloren hingegen.

Goldpreis seit Dezember um 17% gestiegen

Der Goldpreis in US-Dollar ist seit dem Tiefstand im Dezember 2016 (1128 $) damit mittlerweile rund 17% gestiegen. Die Anleger dürfte es freuen. Der Goldpreis in Euro ist seit Mitte Dezember von 1078 €/oz auf aktuell 1095€/oz gestiegen, was rund 1,5% Zuwachs bedeutet. Immer noch mehr als die meisten Deutschen im ganzen Jahr auf dem Sparbuch an Zinsen erhalten. Im Laufe des Vormittags wurde auch die 1100-Euro für die Unze Gold im europäischen Goldhandel überschritten, wobei dort Gewinnmitnahmen einsetzten.

Die sehr positive Entwicklung des Goldpreises in US-Dollar unterstreicht die negative Wertentwicklung des Dollars unter der Trump-Regierung. Terroranschläge in Europa, politische Wirren in den USA und die Nordkoreakrise dürften sicher ursächlich für den Strom der Anleger in das Edelmetall Gold sein. Ein US-Präsident, der nahezu wöchentlich 1-2 Berater oder Minister aus seinem Umfeld verliert, weil diese zurücktreten oder entlassen werden, wird von den Anlegern weltweit offensichtlich nicht als Garant für Stabilität gewertet.

Euro kostet über 1,20$

Der Euro kostete im Vormittagshandel erstmals seit Januar 2015 über 1,20 US-Dollar, der DAX verlor im Vormittagshandel 1,67% und notierte bei 11.920 unter der 12.000 Punkte-Linie.

Starke Nachfrage nach Krügerrand und Philharmoniker

Am Dienstagmorgen war die Nachfrage nach Gold sehr groß, am häufigsten wurden Krügerrand Goldmünzen und goldene Wiener Philharmoniker gekauft. Bei den Silbermünzen war die Nachfrage nach dem Silber-Känguru der Perth Mint am stärksten. Die silbernen Eulen von Athen folgten auf Platz 2 der Nachfrage. Wie auch an den Vortagen gab es kaum Verkäufe von Kunden.

Goldpreis steigt kräftig, nachdem Trump Nordkorea droht

US Präsident Trump hatte die Drohung an Nordkorea kaum ausgesprochen, schon stieg der Goldpreis an den Märkten drastisch an.

US-Präsident droht mit Schlag gegen Nordkorea wie es die Welt noch nicht erlebt hat

Der US Präsident droht mit einem Schlag, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat, siehe Redeausschnitt im Video:

Trump droht mit Feuer, Wut und seiner Macht. Zuvor hatte Nordkorea den USA mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht und damit den Konflikt weiter angeheizt. Kurz zuvor wurden Berichte verbreitet, dass Nordkorea nunmehr auch Nuklear-Sprengköpfe per Raketen über diese Distanzen befördern könne.

Anleger bringen Geld in Sicherheit und kaufen Gold

Angesichts solcher Drohungen zweier eher unberechenbarer Staatsführer kaufen Anleger weltweit vermehrt Gold, was den Goldpreis nach oben schnellen ließ. Nachdem der Goldpreis gestern schon anzog, stieg er heute nochmals um über 1% auf zuletzt 1085€/oz. Vor 3 Tagen notierte der Goldpreis in Euro noch zwischen 1060€ und 1070€. Besonders gefragt waren größere Goldbarren und auch Krügerrand Goldmünzen, dicht gefolgt von Maple Leaf Goldmünzen aus Kanada.

Trump droht auch über Twitter

Damit es auch niemand übersieht, verkündet Präsident Trump die Botschaft auch noch über Twitter:

trump-tweets-goldpreis-hoch
Der Goldpreis ging nach den Trump-Tweets nochmal hoch

 

Indien kauft doppelt so viel Gold wie im Vorjahr

Zusätzlich bekam der Goldpreis Inspiration von der starken Nachfrage in Indien. Es wurde bekannt, dass Indien auch im Juli, also NACH der Einführung einer neuen Goldbesteuerung, deutlich mehr Gold als im Vorjahr eingeführt hat. Die Importe Indiens betrugen im Juli mit 53,4 Tonnen mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, wo im Juli 22 Tonnen Gold eingeführt wurde.

Zwar beeilte man sich in Indien mitzuteilen, dass dies voraussichtlich nur verspätete Lieferungen aus Juni- oder Mai-Aufträgen seien, dennoch bleibt festzustellen, dass von Januar bis Juli 2017 mit 625,5 Tonnen Gold mehr als doppelt so viel Gold nach Indien verbracht wurde, wie im Vorjahreszeitraum. Der indischen Regierung sind die Goldimporte wegen des dadurch bestehenden Handelsbilanzdefizits ein Dorn im Auge. Seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, versucht man die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass diese weniger Gold kaufen solle und mehr in das Bankensystem (Papiergeld) investiere, doch der indische Anleger strebt traditionell zum Gold.

 

Commerzbank sieht bei Gold Safe-Haven-Demand

Die Commerzbank sieht auch Safe-Haven-Käufe bei Gold nach den Drohgebärden zwischen Nordkorea und den USA, was auch zu dem Goldpreisanstieg über 1080 Euro pro Unze geführt habe. Anleger wollen ihre Schäfchen ins Trockene bringen.

 

Goldkäufe ziehen nach Raketentests in Nordkorea wieder an

Nach den jüngsten Raketentests Nordkoreas und der Drohung der dortigen Regierung, dass man auch Raketen habe, die bis zum US-Festland fliegen könnten, zogen die Goldkäufe international wieder an. Im asiatischen Handel stieg Gold bis 1229,70 $/oz, – im frühen europäischen Handel stieg Gold am Montagmorgen weiter bis auf 1232 $/oz.

Goldpreis in Euro

Wegen der US$/Euro-Parität von im Moment 1,09 belief sich der Goldpreis in Euro am Montagmorgen im deutschen Handel auf 1124 €/oz, – damit leicht besser als am Freitag der vergangenen Woche.

Nordkoreas Testrakete

Nordkoreas Testrakete flog rund 490 Meilen und erreichte eine Höhe von 1,3 Meilen, sie landete in der Nähe Russlands im Meer.

US Einzelhandel enttäuscht

Die US Einzelhandelsumsätze stiegen im April nur um rund 0,4%, was Analysten enttäuschte. Wohl war die Zahl besser als im März, als nur +0,1% erreicht wurden, aber das schwache Wachstum zeigt, dass es eigentlich in USA noch zu früh für Zinserhöhungen ist, da diese die Konjunktur wieder abwürgen würden. Dennoch gehen fast 100% der Analysten davon aus, dass die FED im Juni die Zinsen erhöhen wird. Dies sei aber in den aktuellen Goldpreisen bereits eingepreist.

Chinesen kaufen mehr Gold

Die Goldnachfrage an der Shanghai Gold Exchange ist gegenüber Vorjahr deutlich gestiegen. Im Zeitraum von Januar bis April 2017 wurden dort 727 Tonnen Gold gehandelt, – gegenüber 687 Tonnen im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Silber kaufen könnte clever sein, Gold-Silber-Ratio sehr hoch

Aktuell ist die Gold-Silber-Ratio 75:1. Bedenkt man, dass im letzten Jahrhundert eine Gold-Silber-Ratio von eher 47:1 über lange Zeiten gehalten wurde, könnte man daraus den Schluss ziehen, dass entweder Gold zu teuer oder Silber zu billig ist. Da der Goldpreis nur knapp über den Förderkosten (incl. Finanzierung) liegt, dürfte eher Silber als zu billig gelten. Bewegt sich die Gold-Silber-Ratio wieder auf 47:1 zu, dürften die Silberpreise daher eine gute Chance haben, kräftig zu steigen. Silber kaufen könnte daher aktuell clever sein.

Indische Goldnachfrage lässt Premium steigen

Die große Goldnachfrage in Indien lässt für physisches Gold in Indien das Aufgeld steigen. Die Goldnachfrage in Indien im April (75 Tonnen) war fast doppelt so hoch wie im Vorjahr. Die Händler konnten im Schnitt nicht nur die 10% Importsteuer über den Weltmarktpreisen im Handel realisieren, sondern erzielen aktuell in Indien auch 1$ pro Unze mehr als in der westlichen Welt, weil die Nachfrage in Indien sehr groß ist und sofort verfügbare physische Ware entsprechend honoriert wird. In China ist das im Inland vorhandene Gold aktuell noch knapper, sodass Händler in China letzte Woche teilweise bis zu 15 US$/oz  über Weltmarktpreisen für physisches Gold erzielten.

Deutsche kaufen Goldmünzen und Barren

Statt Goldschmuck wie in Indien kaufen deutsche Anleger lieber Goldmünzen und Goldbarren. Bei den Barren aus Gold waren die 100 Gramm Goldbarren die beliebtesten.

Goldbarren-Heraeus-Goldpreis-2017
Goldbarren wie Goldmünzen in Deutschland beliebt