Goldpreis: Wann geht die Jahresendrallye los?

Händler und Anleger schauen dieser Tage gespannt auf die Goldpreisentwicklung. War es doch in den vergangenen Jahren oft so, dass gegen Jahresende der Goldpreis noch einmal richtig zugelegt hat.

Goldpreis zum Jahreswechsel 2016/2017 + 10%

Betrachtet man in der Retrospektive die Goldpreisentwicklung Ende letzten Jahres, so lässt sich feststellen, dass sich der Goldpreis in Euro von Mitte Dezember 2016 bis Ende Januar 2017 um über 100 Euro nach oben entwickelt hat (pro Unze Feingold). Dies entsprach damals ca. +10% Wertentwicklung um den Jahreswechsel herum.

Goldpreis in Euro klettert zum Wochenschluss über 1090€/oz

Am Freitag nachmittag kletterte der Goldpreis in Euro zum Wochenschluss im europäischen Handel über die Grenze von 1090 €/oz und notierte am frühen Abend bei 1092,59 Euro pro Feinunze Gold. In US-Dollar notierte Gold gegen Wochenschluss bei 1288,50 $/oz.

Charttechnik für Goldpreis

In den letzten Monaten stieg der Goldpreis zunächst auf ein Jahreshoch von 1355$/oz, ließ dann aber Anfang September nach. Der Goldpreis fiel dabei aber nicht unter die charttechnische Unterstützunglinie von 1265$/oz. Gold pendelte seitwärts und schwankte immer wieder zwischen 1265 und 1296$. Wichtig war das Überschreiten der Marke von 1285$. Sollte sich Gold länger darüber halten, sollte man davon ausgehen, dass Gold zunächst die 1301$/oz-Marke überschreitet, um dann auf 1325$ und 1355$/oz steigen zu können. Der Wochenschluss von 1288 diese Woche könnte ein Signal sein, dass ein Überschreiten der 1301$-Markierung ggf. nächste Woche bevorsteht, was aber auch von fundamentalen Daten abhängig ist.

Was bedeutet die Jamaika-Koalition für Gold?

Falls die Jamaika-Koalition zustande kommt, muss mit mehr oder weniger strengen Umweltauflagen für den Individualverkehr gerechnet werden. Mittelfristig werden deutlich mehr Elektrofahrzeuge zugelassen werden und auf dem Weg zu einem hohen Elektrofahrzeuganteil werden strengere Abgasvorschriften für Benzin und vor allen Dingen Diesel-Fahrzeuge kommen.

Dies dürfte bedeuten, dass kurzfristig deutlich mehr Platin und Palladium für Abgaskatalysatoren benötigt werden wird, später dann aber für Fahrzeugelektronik Gold und Silber stärker nachgefragt sein dürfte, wenn der Anteil der Elektrofahrzeuge stark zunimmt. In der Diskussion ist ein Elektrofahrzeuganteil von 60% im Jahr 2040.

Allerdings muss man auch sehen, dass in vielen Ländern der Welt auch weiterhin Benzin- und Dieselfahrzeuge unterwegs sein werden.

Langfristig ist hinsichtlich Gold und Silber mit einem vermehrten Verbrauch in der Automobilindustrie zu rechnen, der nur in den nächsten Jahren durch höheren Absatz von Platin und Palladium begleitet wird. Die Palladium-Preise sind entsprechend auch schon deutlich gestiegen. Aktuell gibt es einen Nachfrageüberhang. Palladiumbarren finden Sie im Anlagegold24-Angebot ebenso wie Palladium-Münzen.

Palladium Münze EMU
Palladium Münze EMU

 

 

Commerzbank bleibt bullish für den Goldpreis

Die Commerzbank bleibt in ihrer Wochenbetrachtung des Goldmarktes bei der Langfristanalyse bullish für die Goldpreisentwicklung. Auf lange Sicht ist man positiv, dass der Goldpreis, wenn er sich erst einmal wieder über 1381$ stabilisiert hat, auch das alte Ziel von 1434$/oz wieder anstreben wird (zuletzt im August 2013) und dann auch wieder über 1484$/oz klettern wird. Der Goldpreis beendete die aktuelle Woche mit 1281$/oz. Der Goldpreis in Euro ging mit einem Niveau von 1087€/oz in das Wochenende.

Kurzfristig könne natürlich das Goldpreispendel noch einmal die 1260$-Linie nach unten testen, allerdings sollten spätestens dort Stabilisierungstendenzen einsetzen. Geht der Goldpreis die nächste Zeit über 1306,33$/oz, könnte die 1355$-Linie angegriffen werden.

Silberpreis-Aussicht auch positiv

Die Commerzbank sieht langfristig den Silberpreis pro Unze Feinsilber auch wieder über 21.17$/oz steigen, die in 2016 zuletzt gesehen wurden. Der Silberpreis ging aus der laufenden Woche mit einem Niveau bei 17,08$/oz, respektive 14,51€/oz.

Goldpreis die letzten 10 Jahre +74%

Betrachtet man die Goldpreisentwiclung langfristig, so hat sich der Goldpreis ($) die letzten 10 Jahre um 74% nach oben bewegt und war damit eine der besten Geldanlagen überhaupt – bei allen Schwankungen, denen der Goldpreis zwischenzeitlich ausgesetzt war. Als langfristiges Investment – und so sehen die meisten Anleger eine Goldanlage – hat er sich bewährt.

Gold – das Kriseninvestment

Auch wenn man einzelne Krisen singulär betrachtet, ist man mit einem Investment in Gold i.d.R. sehr gut gefahren, wie die untenstehende Analyse einzelner Crashs/Finanzkrisen anschaulich zeigt. Stellt man die Entwicklung eines Muster-Aktiendepots mit dem S&P-500-Index einem Goldinvestment gegegenüber, ergeben sich folgende Vergleichszahlen:

  • Aktiencrash 1987 (25.8.-19.10.1987): S&P -33,2%, Gold +5,0%
  • Irak marschiert in Kuwait ein (17.7.-12.10.1990): S&P -17,6%, Gold +7,6%
  • 11.September Anschlag (10.9.01-11.10.02): S&P -22,3%, Gold +16,6%
  • Lehman Finanzkrise (11.10.07-6.3.09) S&P -54,5%, Gold +25,6%

Gold hat also seine Funktion als Kriseninvestment mehrfach bewiesen, auch später in der Eurokrise und anderen Krisen. Mit Gold als Investment sein Vermögen gegen besondere Krisen abzusichern, hat sich also in der Vergangenheit mehrfach als richtig erwiesen. Während Aktien- und Anleihendepots in den Keller gingen, ist Gold aus solchen Krisen gestärkt hervorgegangen.

Gold als Versicherung gegen Krisen

Kaum jemand wünscht sich eine eine Krise, eine kriegerische Auseinandersetzung, furchtbare Terroranschläge oder Bankenzusammenbrüche. Die Geschichte lehrt aber, dass solche Ereignisse immer wieder vorkommen. Mit einem Investment in Gold konnte man in der Vergangenheit eine Art Versicherung für das Vermögen abschließen. Wie bei einer Versicherung: Keiner wünscht sich, dass der Versicherungsfall eintritt, – aber wenn er eintrit ist es gut, wenn man eine Versicherung hat. Während Versicherungsprämien für eine Hausrat- oder Risikolebensversicherung oft „weg“ sind, bleibt das gekaufte Gold im Besitz. Es mag zwar jährlich keine Zinsen abwerfen, ist aber langfristig im Wert gestiegen. Wobei die Kaufkraft des Vermögens erhalten bleibt:

  • Man hat im alten Rom für eine Unze Gold einen Maßanzug (Tunika) bekommen und erhält auch heute noch für eine Unze Gold einen Maßanzug.
  • Vor 100 Jahren hat man für 41 Goldunzen ein Ford T-Modell erhalten. Für 41 Unzen Gold erhält man auch heute noch einen gut ausgestatteten Mittelklassewagen

Gold erhält also über Jahrhunderte und Jahrtausende die Kaufkraft.

Es ist dabei gar nicht so entscheidend, ob man einen Goldbarren für 10 oder 20 Euro weniger oder mehr pro Unze einkauft, sondern es ist viel entscheidender, dass man ihn einkauft. Auf lange Sicht sind solche kleineren Schwankungen lediglich Nachkommastellen in der Rendite. Ob man im Jahr 2000 eine Unze Krügerrand für 296 Euro, für 306 oder 286 Euro gekauft hat, ist nach 17 Jahren Besitz eher zweitrangig: Man hat sein Geld mehr als verdreifacht und zwischendurch standen Preise sogar auf vierfachem Niveau. Die meisten Goldanleger kaufen Gold und lassen es liegen. Häufig über Generationen und sind damit gut gefahren.

Krügerrand Preis - Goldpreisentwicklung 2000-2017
Krügerrand Preis – Goldpreisentwicklung 2000-2017

 

 

Goldpreis in Euro durchbricht 1100€-Linie – Gold über 1300$

Der Goldpreis in Euro ging am Freitag letzter Woche bereits mit Preisen über 1100 Euro aus dem Handel, notierte zuletzt bei 1101. Im europäischen Handel heute morgen wurden die ersten Kurse bereits auf einem Niveau von 1105/1106 Euro/oz gestellt. Der Goldpreis in Euro ist damit wieder gestiegen. Auch in USA ist der Goldkurs in Dollar über die magische 1300$-Linie gestiegen, notiert im frühen europäischen Handel bereits bei 1304$/oz.

Gründe für positive Goldpreisentwicklung

Als Grund für die positive Goldpreisentwicklung wurden am Markt hauptsächlich zwei Tatsachen genannt:

  1. Veröffentlichung der FED-Minutes: Der Offenmarktausschuss der amerikanischen Notenbank FED hat letzte Woche die Gedanken veröffentlicht, die man sich zuletzt gemacht hatte: Im Prinzip wird die FED vermutlich in einer Handlungsunfähigkeitsstarre verharren, ggf. noch 1x dieses Jahr die Zinsen erhöhen und vielleicht 3x im nächsten Jahr. Aber jeweils nur leicht und einzelne FED-Mitglieder ließen Zweifel laut werden, ob dies schon der richtige Zeitpunkt sei und ob die US-Wirtschaft wirklich schon robust genug sei, Zinserhöhungen ohne Abwürgeffekt auszuhalten.
  2. Veröffentlichung indischer Goldimport-Zahlen: Aus Indien wurden Zahlen bekannt, dass Indien die Goldimporte in der Saison 2017/2018 im Verhältnis zu 2016/2017 mehr als verdoppelt habe. So berichtet die Times of India von einem Anstieg von Goldimporten im Volumen von 6,88 Milliarden US$ auf 16,95 Milliarden US$. Indien ist nach China der weltweit zweitgrößte Goldkonsument. Indische Goldimporte und deren Veränderungen sind also wesentlich preisbestimmend für den Goldpreis. Die indischen Goldimporte haben trotz einer 10%igen Einfuhrbesteuerung zugenommen. Der indische Staat versucht, den Goldhunger der Bevölkerung durch allerlei Maßnahmen zu reduzieren, weil die ständigen Goldimporte die Handelsbilanz des Staates negativ beeinflussen.

Neue deutsche 100 Euro Goldmünze Luther sehr begehrt

Die Anfang Oktober neu erschienene 100 Euro Goldmünze Luther (Luthergedenkstätten Eisleben/Wittenberg) der Bundesrepublik Deutschland wird aktuell von Sammlern und Geldanlegern häufig geordert. Die Halbunzen-Goldmünze ist bei der staatlichen Verteilstelle für Goldmünzen bereits ausverkauft, einige wenige Exemplare dieses neuen Goldeuros aus Deutschland sind noch im Handel erhältlich.

100 Euro Luthergedenkstätten Goldmünze 2017
Neue 100 Euro Goldmünze Luther 2017 sehr begehrt

Kookaburra 2018 und Känguru 2017 bei Silber der Renner

Bei den Silbermünzen sind der neue Kookaburra 2018 der australischen Perth Mint und die bewährten Känguru Silbermünzen 2017 aktuell der Absatzrenner.

Verhältnis Goldkäufer zu Goldverkäufer

Aktuell gibt es wie auch in den Vorwochen kaum Goldrückgaben, auf 100 Käufer von Gold kommen statistisch weniger als 1 Verkäufer von Goldmünzen oder Goldbarren.

Goldbarren-Nachfrage in China steigt um 51% im ersten Halbjahr 2017

Der Goldhunger der Chinesen scheint unstillbar: In den ersten 6 Monaten stieg die Nachfrage nach Goldbarren in China um 51%, teil die China Gold Association mit.

158.400 Kilo Goldbarren verkauft

In China wurden alleine im ersten Halbjahr 2017 158,4 Tonnen Gold in Form von Goldbarren verkauft, was 51% mehr als im Vorjahr ist. Aber auch die gesamte Goldnachfrage Chinas (incl. Goldmünzen, Goldschmuck etc.) stieg um 10% auf 545,2 Tonnen im ersten Halbjahr.

Alle Wege führen nach China

Das Gold für China nimmt mittlerweile viele Wege: Die Exporte aus der Schweiz nach China sind ebenso gestiegen wie der Handel mit der ehemaligen Kronkolonie Hong Kong.

Chinesen kaufen 1000 Tonnen Gold in 2017

Experten gehen daher davon aus, dass die Chinesen im Gesamtjahr 2017 über 1000 Tonnen Gold nachfragen werden, aufgeteilt auf Goldbarren, Goldmünzen, Goldmedaillen, Goldschmuck und sonstige Verwendungszwecke. Dies wäre soviel wie seit 4 Jahren nicht mehr.

Goldpreis könnte weiter steigen, da Eigenproduktion sinkt

Da die gestiegene Goldnachfrage auf eine gesunkene Goldproduktion in China trifft, könnte dies positive Auswirkungen auf den Goldpreis haben. Ein weiteres Ansteigen dürfte da wahrscheinlicher sein als ein Goldkurs-Rückgang. Die Goldminenproduktion in China fiel im ersten Halbjahr um 6% auf ca. 241 Tonnen. Höhere Umweltauflagen und ausgeschöpfte Goldminen seien die Ursache, sagte ein Experte für den Goldhandel in China.

Was heißt das für europäische Anleger?

China und Indien sind gemäß World Gold Council (WGC) weltweit die größten Goldnachfrager. Geht dort die Nachfrage wesentlich nach oben, hat dies eine immense Auswirkung auf den Goldmarkt. Wird die stärkere Nachfrage in diesen Ländern nicht durch negative Effekte in anderen Ländern kompensiert, sollte der Goldpreis eher nach oben als nach unten gehen. Europäische Investoren kaufen daher weiterhin Goldbarren und Goldmünzen zur Geldanlage. Beim Gold kaufen kommen die günstigen Goldpreise aktuell den Anlegern entgegen. Der Goldpreis in Euro lag am Freitag Vormittag bei 1074 Euro/oz.

 

Credit Suisse sieht Goldpreis auf über 1300$ steigen

Geht es nach der Schweizer Großbank Credit Suisse, sollte die Goldpreisentwicklung in 2017 positiv verlaufen und Gold auf über 1300 Dollar/Unze steigen.

Goldpreis steigt auf 1313 $/oz

Die Analysten der Credit Suisse sehen in der zweiten Jahreshälfte 2017 den Goldpreis auf 1313 Dollar je Unze steigen (von jetzt aktuell 1242 $/oz). Das ist etwas weniger optimistisch, als man in früheren Vorhersagen war (1388 $/oz), aber immer noch deutlich positiv für Gold.

Comex Verkäufe drückten Goldkurs im Juni

Die Credit Suisse führt den aktuell eher weicheren Goldpreis zurück auf 16 Millionen verkaufte Goldunzen an der Comex seit Juni, als die FED Zinserhöhungsmöglichkeiten für die Zukunft avisierte. Mittlerweile hätten aber Wirtschafts- und Inflationsdaten eher enttäuscht. In einer starken asiatischen Goldnachfrage (vor allen Dingen aus China) sieht man den Grund für weiter steigende Goldpreise.

Goldminen würden 3% weniger produzieren

Die Analysten sehen weniger ergiebige Goldquellen im Recycling, aber eine starke Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen in China, die Förderung aus Goldminen würde dort voraussichtlich um 3% dieses Jahr sinken. Die Goldschmucknachfrage sollte dieses Jahr – nach einem schwachen 2016 – wieder stärker werden. All das führe zu steigenden Goldpreisen.

Silberpreis geht auf 17,50$ im zweiten Halbjahr

Auch für Silber ist man optimistisch: Ausgehend von aktuellen Silberpreisen im Bereich von 16,30$/oz sieht die Schweizer Bank im zweiten Jahr einen Silberpreisanstieg auf 17,50 $/oz. Besitzer von Silbermünzen dürften sich dann über steigende Preise freuen.

Goldnachfrage steigt im In- und Ausland

Die Goldnachfrage bei deutschen Edelmetallhändlern ist nach wie vor auf hohem Niveau. Kunden kaufen auch in grösseren Mengen Goldmünzen und Goldbarren. Im benachbarten Großbritannien verzeichnen Händler ebenfalls eine deutlich gestiegene Nachfrage, ein Shopbetreiber nannte nach einem Vorjahresumsatz von 40 Millionen britischen Pfund im vergangenen Jahr das Überschreiten der Marke von 100 Millionen für dieses Jahr als wahrscheinlich. Nicht nur in Deutschland macht man sich also Sorgen um den Brexit, die EU und die Stabilität des Euros oder anderer Währungen.

Sprott sieht Goldpreis in 2017 Richtung 1400$ steigen – Aktien dagegen fallen

Der Vermögensverwalter Sprott, der aktuell 9,7 Milliarden Dollar Vermögen managt, sieht gute Chancen dafür, dass sich der Goldpreis bis Jahresende Richtung 1400$/oz bewegt. Sprott begründet dies mit einem voraussichtlichem Rückgang der US-Aktien.

US-Wirtschaft wird weniger stark wachsen – Goldpreis steigt

Sprott sieht die US-Wirtschaft weit weniger wachsen, als die FED oder der US-Präsident dies annehmen. Dies wird dazu führen, dass Aktienkurse zurückgehen und Geld in Goldkäufe fließt, was den Goldpreis steigen lassen wird. Seit Anfang Juni sei der Goldpreis zwar ca. 5% zurück gegangen, die kanadische Zentralbank habe kürzlich den Leitzins erstmals seit 2010 angehoben, die US-Notenbank FED und die EZB hätten auch angekündigt, Zinsen weiter anheben zu können, aber dennoch seien die Wirtschaftsdaten noch nicht so fest, dass man die Zinsen deutlich anziehen könne, ohne die Konjunktur abzuwürgen.

Die in Toronto sitzenden Experten von Sprott sehen daher gute Chancen für den Goldpreis, sich Richtung 1400 US$/oz zu bewegen. Bei gleichen Währungsparitäten entspräche dies einem Goldpreis in Euro von 1209 €/oz.

Aktuell notiert am Dienstagnachmittag Gold in Euro bei rund 1073 Euro/oz, der Goldkurs in US$ liegt  bei 1242 $/oz.

 

Bank of England sieht größere Systemrisiken als 2008

Die englische Zentralbank hat in den letzten Tagen Warnungen verlautbaren lassen, dass aktuell die Systemrisiken im Bankensystem größer als im Krisenjahr 2008 seinen. Bei simulierten Stresstests kam man zum Schluss, dass gerade im europäischen Anleihenmarkt größere systemische Risiken als in 2008 lägen, dies teilt die Bank of England in einer Notiz „Stimulating Stress Across the Financial System“ mit. Auch die britische Regulierungsbehörde „Prudential Regulation Authority“ bezeichnete es jüngst als „dünnes Eis“, auf dem sich die europäischen Finanzmarktteilnehmer aktuell bewegten – insbesondere hinsichtlich der immer noch dünnen Kapitalhinterlegung. Eigenkapitalerfordernisse werden teilweise nur durch „Rechentricks“ erreicht. Sollten die Rückgaben von Finanzmarktpapieren auch nur 1/3 höher sein als üblich, kämen viele Marktteilnehmer schon ins Straucheln.

Goldpreis wieder über der 200-Tage-Linie

Der Goldpreis bewegte sich die letzten Tage wieder nachhaltig über der 200-Tage-Linie (1229 $), aktuell mit über 1240$/oz deutlich darüber. Wenn jetzt die 100-Tage-Linie bei 1248$/oz noch nachhaltig geknackt wird, gilt das bei Chartisten als eine gute Voraussetzung für einen Bullenmarkt mit steigenden Goldkursen.

Papiergold nahezu unverändert – leichte Abgaben

Bei den Freunden von Papiergold-Investments sind aktuell nahezu keine Veränderungen bemerkbar, grössere Abgaben sind nicht auffällig. Der weltgrösste Gold-ETF, der SPDR Gold Trust wies gestern 827,07 Tonnen Gold auf, nach zuletzt 828,84 Tonnen letzte Woche. Damit ist nahezu keine Bestandsveränderung beim Stand des Goldbesitzes gegeben(./. 0,21%), aber dieser Wert stellt den niedrigsten Wert seit ca. 4 Monaten dar.

ING sieht Goldpreis auch steigen

Auch die ING Bankengruppe sieht den Goldpreis steigen, zunächst auf ein Niveau von 1300$/oz im dritten Quartal 2017, als Begründung gibt man die starke indische Goldnachfrage an. Dies werde für eine positive Goldpreisentwicklung sorgen. Experten vermuten, dass Indien dieses Jahr bis zu doppelt so viel Gold kaufen wird wie im vergangenen Jahr. Bis Anfang Juli hat man in Indien jedenfalls schon mehr Gold gekauft als im gesamten Vorjahr.

Trump scheitert erneut

US-Präsident Trump ist es trotz vollmundiger Ankündigungen nicht gelungen, die von Obama eingeführte Krankenversicherung für Millionen von Amerikanern (Obamacare) zu beenden und durch seine, wesentlich weniger umfängliche Trumpcare-Kontruktion zu ersetzen. Die Demokraten und auch ein paar Republikaner konnten sich den Trump-Vorschlägen nicht anschließen. An den Edelmetallmärkten wird dies als ein weiteres Zeichen der Instabilität der USA gewertet, was für gewöhnlich dem Goldpreis zugute kommt.

Känguru Goldmünzen gefragt

Im deutschen Edelmetallhandel waren am Dienstag die Goldmünzen des Typs Känguru der Perth Mint besonders gefragt, überdies gab es grössere Orders für Goldbarren der 1-Unzen-Klasse und 1/10 oz Krügerrand-Goldmünzen. Auf 90 Käufer von Goldbarren oder Goldmünzen kam statistisch ein Verkäufer von Gold.

 

 

 

 

 

UBS hält trotz Goldpreis-Rücksetzer an Kursziel 1300$/oz für Gold in 2017 fest

Trotz der Zinserhöhungen der FED und der jüngsten Goldpreisentwicklung hält die UBS an ihrem Ziel eines Goldpreises in Höhe von 1300 $/oz für das Jahr 2017 fest. Angesichts aktueller Goldpreise von 1211 $/oz (respektive 1062 €/oz) vom heutigen Nachmittag wäre dies eine deutliche Nachoben-Bewegung, die die UBS für dieses Jahr beim Gold noch sieht.

Große Goldnachfrage sollte Goldpreis stützen

Auch wenn sich die UBS bewusst ist, dass der Goldpreis sich auch seitwärts oder abwärts bewegen könnte, geht sie von steigenden Goldpreisen aus, weil die Goldnachfrage, die die nächsten Monate am Markt wirken würde, den Goldpreis voraussichtlich wieder nach oben gehen lasse. Am Donnerstag dieser Woche hat die UBS die jüngste Analyse zum Goldmarkt veröffentlicht.

Weicherer Dollar stützt Goldpreis

Ein weicherer US-Dollar sollte zukünftig den Goldpreis stützen, meint die UBS. Natürlich sei es schwierig, politische Risiken vorherzusagen, die den Goldpreis auch nach oben befördern könnten. Aber gerade wegen dieser Risiken sei es auch sinnvoll, dem Portfolio Gold zur Absicherung beizumischen.

Silberpreis sollte auch steigen

Auch wenn die UBS die Vorhersage für die Silberpreisentwicklung leicht zurück genommen hat, so glaubt sie dennoch, dass sich Silber im Laufe des Jahres 2017 weiter nach oben entwickeln werde. Den Silber-Durchschnittspreis sieht die UBS in 2017 bei 18$ (vormals 18,50) pro Unze. Auf der Basis der aktuellen Silberpreise rund um 15,60$/oz ergeben sich damit aber noch interessante Steigerungspotentiale für Anleger, die jetzt Silber kaufen. Silber werde weiterhin dem Goldpreis folgen und Auf- und Abwärtsbewegungen tendenziell mitmachen.

Platinpreis sollte steigen – glaubt die UBS

Die UBS geht auch von steigenden Platinpreisen in 2017 aus. Vom jetzigen Niveau von 901 $/oz werde Platin in 2017 auf 980 $/oz im Schnitt steigen, ist die Auffassung der UBS-Strategen.

Jetzt tiefe Goldpreise zum Nachkaufen nutzen

Wer jetzt die niedrigen Edelmetallpreise zum Nachkaufen nutzen möchte und dabei die UBS-Prognosen im Kopf hat, kann dies hier tun:

 

Foto: (c) UBS

 

Vermögensverwalter Jörg Jubelt: Goldpreis kann bis Jahresende 2017 deutlich zulegen

Die jetzigen Goldpreise sind Kaufkurse, meinen nicht nur langjährige Goldkunden, sondern auch Analysten und Vermögensverwalter.

Jörg Jubelt, Vermögensverwalter vom PMP Vermögensmanagement in Düsseldorf, der nach Stationen bei der Deutschen Bank und der UBS für die Verwaltung großer Vermögen bei der Düsseldorfer Vermögensverwaltung verantwortlich zeichnet, sieht gute Chancen für einen steigenden Goldkurs bis Jahresende. Dies hat er ggü. Investment.com geäußert. Angesichts volatiler Märkte kann er sich bis Jahresende einen deutlich zulegenden Goldpreis vorstellen, der auch wichtige Widerstandsmarken bricht.

Gründe für mögliche positive Goldpreisentwicklung

Jubelt sieht die Gründe eines möglichen Goldpreis-Anstiegs vor allen Dingen in dem weiteren Schicksal des US-Präsidenten, Problemen in Italien (politisch und im Bankensystem), der Krise in Korea und einem Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien, was auch Einfluss auf den Ölpreis haben könnte.

40% Wahrscheinlichkeit für Trump-Absetzung

Jubelt sieht die Wahrscheinlichkeit einer vorzeitigen Trump-Absetzung, die zu Verwerfungen und einem deutlichen Anstieg des Goldpreises führen dürfte, bei 40%.

Goldman Sachs erhöht Goldpreisprognose für 2017

Die fast schon standardmäßig negativ für Gold eingestellte US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Goldpreisprognosen angehoben.  Bisher hatte die US-Bank für drei, sechs und zwölf Monate Prognosen für den Goldpreis in Höhe von 1200 $, 1180 $ und 1150 $ gestellt, was deutlich unter dem jetzigen Niveau wäre. Offensichtlich hat die Bank gemerkt, dass dies an der Realität vorbeigehen dürfte und hat die Prognosen auf immer noch bärige 1260 $, 1261 $ und 1250 $ angehoben, was in der Praxis bedeutet, dass Goldman Sachs einen weiteren Goldpreis-Rücksetzer für unwahrscheinlich hält und deshalb die Vorhersage der Goldpreisentwicklung um je ca. 50-60$ je Unze angehoben hat.

Goldman Sachs begründet die positivere Einschätzung für Gold mit den niedrigen Zinsen in den USA, fehlenden Alternativen am Kapitalmarkt der schlechten Rendite von Anleihen und der wohl nicht mehr ausbaubaren Minenkapazität im Bereich der Goldminen.

Preise für physisches Gold steigen in Indien

Wegen der großen Nachfrage nach Gold stiegen in den letzten Tagen die Aufgelder für physisches Gold in Indien auf einen 7-Monats-Höchststand. Ab 1.7. soll in Indien eine neue Steuer auf Gold eingeführt werden, vorher brach noch eine Riesen-Nachfragewelle in Indien über die Goldhändler herein. Auf Gold soll zukünftig eine 3%-Steuer (goods and services tax) erhoben werden, die eine bisherige 1,2%-Steuer ablöst.

Die Aufgelder auf eine Feinunze Gold waren in Indien auf 10$ über dem Weltmarktniveau gestiegen, weil die Nachfrage so groß war. Indien musste alleine im Mai 103 Tonnen Gold importieren, was VIERMAL so viel wie im Vorjahr war, um der Nachfrage Herr zu werden. Indien gilt als weltweit zweitgrößte Goldkauf-Nation (nach China).

Auch in China stiegen die Aufgelder für physisch vorhandenes Gold auf ca. 10$ über Weltmarktniveau, weil die Nachfrage so groß ist.

Gold kaufen auf niedrigem Niveau auch in Deutschland

Auch in Deutschland nutzten zahlreiche Anleger die letzten Tage die niedrigen Goldpreise zum Positionsaufbau und zur Erweiterung des persönlichen Goldbestands. Vor allen Dingen Tubes mit Krügerrand Goldmünzen und Maple Leaf Goldmünzen wechselten zahlreich den Besitzer. Die Käufer von Goldbarren hielten sich in etwa die Waage mit denjenigen Anlegern, die einen Kauf von Goldmünzen vorzogen.

Commerzbank: Bis Jahresende geht der Goldpreis noch richtig hoch

Die Commerzbank sieht das aktuelle 4-Wochen-Tief beim Goldpreis als eine gute Kaufgelegenheit für Goldbarren und Goldmünzen, denn bis Jahresende sieht man noch eine Goldpreisrallye kommen. Der Goldpreis in Dollar solle auf mindestens 1300 US$/oz steigen, was bei dem aktuellen Niveau von 1250 $/oz ein Plus von mindestens 4% wäre. Ein Zinssatz, den aktuell kein Sparer in Deutschland für sein Festgeld oder Sparbuch erhält.

FED-Diskussion hätte Goldpreisentwicklung gehemmt

Die FED-Diskussionen der amerikanischen Notenbank um mögliche Zinserhöhungen habe eine frühzeitigere positive Goldpreisentwicklung gehemmt und den Goldpreis etwas zurückfallen lassen, – bis Jahresende sollte der Goldpreis aber wieder steigen. Dies würde aktuell eine günstige Kaufgelegenheit für Gold bedeuten. Der US-Dollar ist auf ein 7-Monats-Tief zum Euro gefallen und Experten erwarten für dieses Jahr nur noch eine weitere Zinserhöhung, wenn überhaupt. Der starke Euro dürfte auch den Goldpreis stützen.

Chinesen und Inder kaufen massiv Gold

Die Commerzbank verwies in ihrer positiven Einschätzungen zum Goldpreis auch auf die robuste Nachfrage nach Gold in China und Indien. Die asiatischen Länder kaufen massiv Gold, – zumindestens deren Bevölkerung. In Indien mehr Goldschmuck, in China mehr Investmentgold. Die Commerzbank sieht daher eine steigende Investmentnachfrage nach Gold in den nächsten Monaten, die den Goldpreis antreiben würde. Ebenso wie weltpolitische Unsicherheiten. Dies würde den Zinseffekt aus steigenden FED-Zinsen überflügeln. Steigende Zinsen in den USA lösen weder politische noch ökonomische Probleme in den USA, machen Unsicherheiten rund um den US-Präsidenten nicht wett und beenden weder Terror noch Kriege, noch lösen um 0,25% gestiegene US-Zinsen die Flüchtlingsproblematik oder die Schuldenprobleme Griechenlands.

Silberpreis wird auf 18$ steigen

Den Silberpreis sieht die Commerzbank nach einem Rückfall auf 16,50$/oz bis auf 18$ je Unze steigen – bis zum Jahresende. Die positive Goldpreisentwicklung zieht Silber dann zum Jahresende mit nach oben, – so die Einschätzung der Commerzbank.

Krügerrand Preis dürfte profitieren

Der Preis für eine Krügerrand Goldmünze dürfte bis zum Jahresende damit auch deutlich steigen, was jetzige Kurse für den Krugerrand als günstige Einstiegspreise erscheinen lassen. Für den Investor ist es dabei sekundär, ob er einen Krügerrand „diverser Jahre“ vom Sekundärmarkt oder einen Krügerrand aus 2017 kauft, – entscheidend wird vielmehr sein, dass man in Gold investiert hat. Deutsche Investoren bevorzugen dabei bei Goldmünzen-Käufen die Krügerrand Goldmünze. Ein Investment in Gold durch Käufe von Goldbarren oder anderen Bullionmünzen wie Maple Leaf, Känguru oder Wiener Philharmoniker ist natürlich genauso sinnbehaftet.

Aktuelle Preise Krügerrand

Die aktuellen Preise zum Kauf von Krügerrand-Goldmünzen können Sie hier ersehen:

Steigt Gold über 1300 US$ – Analyst Bill Baruch sieht das so

Geht es nach dem Chefstrategen von iiTrader, Bill Baruch, sollte Gold zunächst über 1270 US$ steigen und dann die 1300 US$ erreichen, die durchbrochen werden können.  Die Unsicherheiten bei den bevorstehenden Wahlen in Frankreich würden zum einen den Euro drücken und zum anderen Gold als Safe-Hafen-Investment interessanter machen. Dies führe durch vermehrte Käufe von Goldbarren und Goldmünzen zu einem steigenden Goldpreis.

Türkei importiert mehr Gold im März

Auch die Türkei hat im März bei den Goldimporten zugelegt. Mit 28,2 Tonnen Gold wurde mehr als im Februar und mehr als im Vorjahres-März importiert. Von Februar auf März konnten die Goldimporte um 18 Tonnen gesteigert werden, Ausdruck der politischen Unsicherheit in der Türkei. Im März des vergangenen Jahres hatte die Türkei sogar nur 1,7 Tonnen Gold importiert.

Goldmünzen-Preise werden auch von Inlandstürken zum Kauf genutzt

Die aktuellen Preise für Goldmünzen und Goldbarren werden auch von den in Deutschland lebenden Türken oder Deutschen mit türkischen Wurzeln  zum Kauf genutzt, darauf lassen zumindest die Namen bei Bestellungen schließen, teilte ein Goldversender in Deutschland mit.  Angesichts der politischen Unruhen in der Türkei kaufen Türken offensichtlich sowohl im Inland wie im Ausland vermehrt Gold, was der Islam auch erlaubt, wie der Shariah-Standard für Gold darlegt. Strenggläubige Anhänger des Islams müssen auf den Goldbesitz allerdings jährlich 2,5% Abgabe an Bedürftige zahlen.

63,4% erwarten Goldpreisanstieg

Bei einer jüngst durchgeführten Umfrage des Börsenverlags erwarteten 63,4% der Befragten eine Goldpreis-Rally mit steigenden Preisen, 60,1% glaubten an einen Goldpreisanstieg von 20% im Jahr 2017. Erfüllt sich diese Erwartung, liegt der Krügerrand Preis binnen Jahresfrist noch über 1400 Euro, ausgehend von jetzigen Krügerrand Preisen im Bereich um 1200 Euro.

Ob man zum Mitnehmen dieser Goldpreisentwicklung Goldbarren oder Goldmünzen kauft, ist letztendlich sekundär. Entscheidend wird sein, dass man Gold kauft.

Goldpreis um 1171 Euro/oz

Der Goldpreis in Euro oszilliert am frühen europäischen Nachmittag um die 1172€/oz und liegt damit fast 100 Euro höher als zu Jahresbeginn. Eine schöne Goldpreisentwicklung für alle Besitzer von Goldmünzen und Goldpreisen.

Goldmünzen Maple und Krügerrand Spitzenreiter

Bei den heutigen Käufen führen die Goldmünzen Maple Leaf und Krügerrand die Umsatzhitlisten an. Sobald der Goldpreis im Laufe des Tages 2-3 Euro pro Unze fällt, wird Goldmünzen kaufen wieder zum Volkssport für Kapitalanleger.