Streicht Russland die Steuer auf Gold?

Das russische Finanzministerium hat ein Ende der russischen Mehrwertsteuer auf Gold oder mindestens eine Reduzierung des Satzes schon seit Jahresbeginn auf der Agenda, aber jetzt scheint es seitens des Ministeriums einen neuen Anlauf zu geben, die Steuern abzuschaffen.

Regierung hat noch nicht bestätigt

Finanzminister Alexei Moiseev hatte angekündigt, die Steuern senken, bzw. abschaffen zu wollen, bis vor kurzem hatte die russische Regierung einen entsprechenden Beschluss allerdings noch nicht unterschrieben.

US-Sanktionen stören Gold-Raffinerie

Die von den USA im April verhängten Sanktionen würden auch Gold-Raffinerien in Russland hart treffen, was das Ministerium zu einem erneuten Anlauf zu einer Steuerbefreiung in Sachen Gold führte, um den Goldabsatz dann wenigstens im Inland zu beflügeln, wenn schon Geschäfte mit dem Ausland aufgrund von Sanktionen erschwert werden.

Good Delivery Status aberkannt

Störend dürfte auch wirken, dass die London Bullion Market Association (LBMA) den Good Delivery – Status einer Raffinerie in Ekaterinburg ausgesetzt hat, was den russischen Oligarchen Viktor Vekselberg kaum erfreut haben dürfte.

Tausch US-Dollar gegen Gold

Zahlreiche Banken und Geschäftsleute hätten überdies große US-Dollar Bestände und würden diese gerne in Gold umtauschen, – wenn denn die Mehrwertsteuer wegfiele. 

Russen würden vermutlich mehr Gold kaufen, als in Russland geschürft wird

Experten rechnen damit, dass russische Anleger pro Jahr mehr Gold kaufen würden, als in Russland selbst geschürft wird,  wenn denn die Mehrwertsteuer auf Gold wegfiele. Damit würde die Nachfrage auf den internationalen Goldmarkt überschwappen und vermutlich zu einem Goldpreisanstieg führen. In den vergangenen Jahren trat regelmäßig zudem die Bank of Russia als starker Goldkäufer für die eigenen Zentralbankbestände auf. 

China importiert mehr Gold direkt und nicht mehr über Hong Kong

Während in früheren Jahren China viel Gold über die Drehscheibe Hong Kong importiert hat, importieren die Chinesen nunmehr viel mehr Gold direkt, z.B. aus der Schweiz. Dies wiesen die offiziellen Import- und Exportzahlen auf.

400 Tonnen Gold aus der Schweiz nach China

In der Schweizer Exportstatistik tauchen alleine im Zeitraum Januar bis Oktober 2018 rund 400 Tonnen Gold auf, die man direkt nach China ausgeführt hat, dies sind 60% mehr als im Jahr zuvor in diesem Zeitraum.

Gold-Importe über Hong Kong nehmen ab

Im Oktober wurden nur noch 29,6 Tonnen Gold aus Hong Kong nach China verschickt, das sind 36% weniger als im Jahr zuvor. Dennoch fielen von Januar bis Oktober 439 Tonnen Gold an, die von Hong Kong nach China verschickt wurden, das sind 22% weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Chinesen kaufen also viel mehr Gold in China als sie über Hong Kong weniger importieren, der Goldmarkt in China wird immer liberaler und der Hang zum Gold immer größer: Ob Goldschmuck oder Goldmünzen: Die Nachfrage in China nimmt ständig zu.

Zentralbanken kaufen seit Jahren Gold hinzu

Während die Zentralbanken dieser Welt Anfang der 2000er-Jahre noch netto Gold verkauft haben, hat sich das Blatt spätestens seit dem Jahr 2010 gedreht: Die Zentralbanken kaufen seitdem per saldo jedes Jahr mehr Gold als sie verkaufen. Aus der Lektion Lehman Brothers scheinen die Notenbanker gelernt zu haben, dass Papiergeld und Zertifikate im Zweifel nur soviel wert sind, wie das Papier, auf dem sie gedruckt sind, während Gold seit Jahrtausenden einen hohen Wert hat. Der mag schwanken, aber geht nicht auf Null.

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Zentralbanken kaufen seit Jahren tonnenweise Gold hinzu (Quelle: WGC 11.2018)

 

10% des milliardenschweren Flossbach-Fonds sind in Gold

Auch der Vermögensverwalter Flossbach hält Gold aktuell für ein gutes Investment: im rund 12,6 Milliarden schweren Flossbach von Storch Multiple Opportunities-Fonds sind aktuell rund 10% in Edelmetallen investiert, allen voran in GOLD. Für ein Investment in Gold gebe es zwei Gründe, meint Philipp Vorndran, der Kapitalmarktstratege beim Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch:

  1. Spekulation auf einen steigenden Goldpreis
  2. Goldanlage als Versicherung für das sonstige Vermögen/Depot

Besonders in den Krisenjahren 2007 bis 2011 haben sich der Versicherungscharakter des Goldes gezeigt: Anleger haben damals das Vertrauen in Geld und Banken verloren, was zu einem Goldpreisanstieg bis auf 1800$ pro Feinunze führte.

Aktuelle Goldunzen-Preise

Aktuell ist der Preis für eine Feinunze Gold bei rund 1076 Euro, respektive in Dollar bei 1214 $/oz. Mit Preisen um die 1100 Euro pro Feinunze kann man daher die gängigen Anlage-Goldmünzen wie Krügerrand, Maple Leaf und Co. erwerben.

 

Zentralbanken kaufen so viel Gold wie lange nicht mehr

Die letzten zwei Jahre, insbesondere in 2018 haben die Zentralbanken dieser Welt so viel Gold wie lange nicht mehr gekauft.

Ungarn kaut seit 32 Jahren zum ersten Mal Gold

Das betrifft nicht nur die Zentralbank von Ungarn, die seit 32 Jahren zum ersten Mal wieder Gold gekauft hat und dabei  die eigenen Bestände gleich verzehnfacht hat.

16 Zentralbanken haben Goldbestände signifikant erhöht

Nach einer Auswertung des World Gold Councils haben gleich 16 Zentralbanken seit 2017 ihre Goldbestände signifikant erhöht.

148 Tonnen Gold im Quartal gekauft

Im letzten Quartal ( Q3 2018) haben Zentralbanken netto ihre Bestände um 148,4 Tonnen Gold erhöht, das ist die größte Erhöhung pro Quartal seit 2015. Die Gesamterhöhung für dieses Jahr schätzen Experten auf rund 450 Tonnen Gold. Dieser Wert wäre deutlich größer als die Werte der Vorjahre, in denen die Zentralbanken ihre Goldbestände um 390, bzw. 375 Tonnen Gold erhöhten, vornehmlich durch Kauf großer Goldbarren. Das absolute Hoch an Notenbanken-Käufen der letzten Jahre war übrigens im Jahr 2013, als die Zentralbanken netto 646 Tonnen Gold kauften.

Russland ist einer der größten Käufer von Gold

Die Bank of Russia, Russlands Zentralbank ist weltweit einer der führenden Käufer von Gold unter den Zentralbanken. Dieses Jahr erhöhte man die Staatsbestände bereits um über 158 Tonnen Gold. Aber auch die Notenbanken Kasachstans oder der Türkei waren in den letzten Jahren sehr aktiv. Auch die Notenbank Polens hatte zuletzt 14 Tonnen Goldbarren gekauft. Für Aufsehen hatte die Erhöhung der staatlichen Bestände Ungarns gesorgt: Von 3,1 Tonnen Goldbestand auf einen Goldberg von 31,5 Tonnen, – nachdem man seit 1986 kein Gold mehr gekauft hatte. Statt 1% hält man jetzt 4,4% der Währungsreserven in Gold.

Selbst Indien kauft Gold

Bemerkenswerterweise kauft auch die Zentralbank Indiens Gold für den Eigenbestand. Die indische Regierung hatte die letzten Jahre in zahlreichen Kampagnen versucht, der Bevölkerung das Gold kaufen abspenstig zu machen, da durch die hohen Goldimporte ein Handelsbilanzdefizit entsteht. Aber für sich selber hält die indische Zentralbank Gold als Anlage-Asset wohl doch für vernünftig und kaufte bislang dieses Jahr 21,8 Tonnen Gold. In 2009 hatte die indische Zentralbank übrigens schon einmal mit 200 Tonnen Gold eine Riesenmenge gekauft, – damals erworben vom Internationalen Währungsfonds IWF.

Verkauf US Staatsanleihen gegen Kauf von Gold

Für die US-Regierung könnte die Tendenz bei Notenbanken, Staatsanleihen zu verkaufen und Gold zu kaufen, zu einem Problem werden. Einer muss schließlich die Schulden der USA finanzieren. Russland hatte zuletzt in großem Stil US-Staatsanleihen verkauft und Gold gekauft, dito auch Japan.

Brexit führt zu Goldkäufen

Mit dem bevorstehenden Brexit, bislang terminiert auf März 2019, werden die internationalen Finanzmärkte noch einmal durcheinandergewirbelt. Niemand kann die Auswirkungen komplett abschätzen, zumal wesentliche Teile eines Brexit-Abkommens noch nicht ausverhandelt sind. Einige deutsche Politiker haben bereits ‚das Zusammenhalten der EU und der Euro-Zone‘ als die größte Aufgabe der nächsten Jahre bezeichnet. Große Krisen werden in Europa nicht gelöst, sondern wegdiskutiert. Dadurch löst sich aber eine zu große Verschuldung in Griechenland ebenso wenig wie eine Bankenkrise/Staatskrise in Italien.

Diese Krisen scheinen den Zentralbanken bewusst zu sein und deshalb wird in großem Stil Gold gekauft. Kein Wunder, dass immer mehr Privatanleger denselben Weg gehen. Zwar nicht mit Kauf von 400-Unzen-Goldbarren (ca. 12,5 Kilogramm), wie dies Notenbanken i.d.R. tun, aber mit Goldbarren und Anlagemünzen wie dem Krügerrand oder dem Maple Leaf.

Goldmünze Maple Leaf
Notenbanken kaufen 12,5 Kilo Goldbarren, Privatanleger eher Goldmünzen wie Maple Leaf, Krügerrand oder kleinere Goldbarren

 

 

 

 

Europäer kaufen 10% mehr Goldmünzen und Goldbarren

Das World Gold Council hat die Verkaufszahlen für Goldmünzen und Goldbarren in Europa ermittelt und mit den Vorjahren verglichen. Demnach wurden im 3.Quartal 2018 (Q3) 10% mehr Goldmünzen/Goldbarren in Europ nachgefragt als im Vorjahr.

Insgesamt wurden 51,1 Tonnen Goldmünzen und Goldbarren im dritten Quartal in Europa verkauft.

Deutschland kauft mehr als die Hälfte des Goldes

Bemerkenswert: In Deutschland wurde mehr als die Hälfte des in Europa verkauften Goldes verkauft: Von den insgesamt in Europa verkauften 51,1 Tonnen gingen alleine in Deutschland 28,4 Tonnen Gold über die Ladentheke (in Form von Goldbarren und Goldmünzen), was ebenfalls eine Steigerung von rund 10% bedeutet.

Deutschland deckt fast 10% der weltweiten Nachfrage ab

Von den weltweit insgesamt in Q3 verkauften 298,1 Tonnen Gold (in Form von Goldmünzen und Goldbarren), macht die deutsche Nachfrage mit 28,4 Tonnen fast 10% aus.

China wichtigstes Gold-Kaufland

In China wurden in Q3 über 86 Tonnen Gold in Form von Barren und Münzen verkauft, ca. 3x so viel wie in Deutschland. Die Nachfrage im Land des Lächelns nach Goldbarren und -münzen ist um 25% gestiegen.

Die Chinesen lieben nicht nur den Goldpanda, sondern kaufen auch Goldbarren und ausländische Goldmünzen, insgesamt über 86 Tonnen Gold in Q3 2018

 

 

Gold zum Weltspartag

Am 30.Oktober ist Weltspartag, der vor allen Dingen in Sparkassen gefeiert wird. Vor allen Dingen Kinder bringen Geld zur Sparkasse, erhalten dafür ein Lineal aus Plastik und ein Malbuch und das Geld wird auf ein Sparbuch eingezahlt, wo es aktuell Null Prozent Zinsen oder etwas mehr, aber insgesamt viel zu wenig bringt.

Ursprünglich sinnbehaftet

Bei der Einführung in 1925 mag dies noch Sinn gemacht haben. Der erste Weltspartag wurde am 31.Oktober 1925 begangen, eingeführt vom Weltinstitut der Sparkassen auf dem internationalen Sparkassenkongress in Mailand. Kinder sollten an den Gedanken herangeführt werden, dass man sich einen Notgroschen zurücklegt und dafür auch noch von der Sparkasse mit Zinsen belohnt wird, die das Vermögen mehren.

Mittlerweile Vermögensvernichtung

Mittlerweile allerdings erhält man im Regelfall auf dem Sparbuch keinen Zins oder einen Zins, der die Inflation deutlich unterschreitet. Das Geld auf dem Sparbuch wird also nicht mehr wert, sondern weniger.

Rund 62% der Deutschen zahlen jedoch immer noch auf ein Sparbuch ein, so eine Statistik aus 2017:

Infografik: Deutsche Sparer setzen immer noch aufs Sparbuch | Statista (Infografik von Statista)

Immerhin 20,3% nutzen auch schon andere Formen der Geldanlage, wie z.B. Edelmetalle aus Gold und Silber.

Andere leben noch in der Welt der 70er und 80er-Jahre, in denen es 3 bis 4% Zinsen auf Sparbücher gab. Aktuell liegen Verzinsungen bei 0,00 bis 0,x% und damit unter der Inflationsrate von 2,x% p.a. Damit sind Sparbücher für die meisten eigentlich unattraktiv.

Gold zum Weltspartag?

Der eine oder andere denkt sicher darüber nach, ob man mittlerweile zum Weltspartag nicht einfach auch mal kleine Goldbarren kauft und den Kindern so beibringt: „Immer wenn Ihr genug Geld zusammen habt“, könnt Ihr Euch davon einen kleinen Goldbarren kaufen. Als goldene Reserve. Und wenn einmal Not am Mann ist, kann man diese auch wieder zu Geld machen. So können sich Kinder und Jugendliche schon einen kleinen Goldschatz anhäufen.

Goldbarren bringen keine Zinsen, aber…

Goldbarren bringen zwar auch keine Zinsen, aber es besteht die begründete Hoffnung, dass der Goldpreis im Laufe der Zeit weiter steigt und so die Inflation oder wenigstens einen Teil davon ausgleicht. Kostete eine Unze Gold Anfang der 2000er-Jahre noch unter 300 Euro, so erhält man heute dafür mehr als das Dreifache.

Der Markt bietet eine Vielzahl von kleinen Goldbarren an, die teilweise auch in bunten Verpackungen präsentiert werden, um Freude beim Beschenkten zu verstärken. Natürlich ist ein kleiner Goldbarren pro Gramm Gold etwas teurer als ein 12 Kilogramm-Goldbaren, – so wie auch ein Zentner Zucker in der Metro preiswerter ist als 500 Gramm beim Kaufmann um die Ecke. Aber mit den kleinen Goldbarren kann man junge Leute an Geldanlage in Sachwerte heranführen. Oftmals werden solche Goldbarren ein ganzes Leben als eiserne Reserve verwahrt und man erinnert sich noch Jahrzehnte später an den Schenker. Ein bleibendes Geschenk.

 

 

Indische Zentralbank verkauft US-Staatsanleihen und kauft GOLD

Auch bei der indischen Regierung scheint sich die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass Gold ein gutes Investment ist. Zumindestens verkauft die indische Zentralbank aktuell in großem Stil US-Staatsanleihen und kauft im Gegenzug GOLD.

US-Bonds von 157 auf 140 Milliarden zurückgeführt

Die Reserve Bank of India hat alleine von März bis Ende August 2018 den Bestand von US-Staatsanleihen im Eigenbestand von ehemals 157 Milliarden US-Dollar auf 140 Milliarden US-Dollar abgebaut. Ein solcher massiver Verkauf von US-Staatsanleihen dürfte Amerika wehtun. Auch der anschließende Verkauf der US-Dollar gegen Rupie, der die indische Währung stützen sollte, dürfte US-Präsident Trump ein Dorn im Auge sein.

Goldbestände aufgebaut

Einen Teil der Verkaufserlöse hat die indische Notenbank wohl auch zum Gold kaufen benutzt, denn der indische Goldbestand in den Büchern der Reserve Bank of India (RBI) ist von März bis August 2018 von 18,01 Millionen Unzen auf 18,64 Millionen Goldunzen angewachsen.  Man hat also 630.000 Unzen Gold hinzugekauft. Nach aktuellem Goldpreis ist das ein Gegenwert von ca. 778 Millionen US-Dollar und damit schon ein gewaltiges Gold-Invest. Angesichts der zuletzt deutlich gestiegenen Goldpreise haben die Inder damit auch ein glückliches Händchen bewiesen.

US-Anleihen werden weltweit abgebaut

Indien ist aber beim Abbau der US-Staatsanleihen nicht alleine, auch die großen Bestandshalter China und Japan haben die Bestände deutlich reduziert. Ebenso die Türkei und Russland.

 

 

Russland kauft tonnenweise Gold und verkauft US-Staatsanleihen

Die russische Staatsbank Bank of Russia hat ihre Goldreserven weiter ausgebaut: Im September addierte man weitere 37 Tonnen Gold zu den staatlichen Beständen, – der bislang größte monatliche Zuwachs dieses Jahr. Russlands Notenbank sitzt damit – nach eigenen Angaben – auf 2037 Tonnen Gold, alleine dieses Jahr ist dieser Bestand um fast 200 Tonnen gestiegen.

An den Währungsreserven Russlands hat Gold mittlerweile einen Anteil von über 16%.

US-Staatsanleihen werden abgebaut

Im Gegenzug zu der Verstärkung der Gold-Position hat Russland die amerikanischen Staatsanleihen verkauft und den Bestand an US-Staatsanleihen drastisch reduziert. War Russland im Jahr 2011 mit 180 Milliarden Dollar an Staatsanleihen noch einer der größten Gläubiber der USA, so hält Russland aktuell nur noch rund 14 Milliarden Dollar an Staatsanleihen, mithin weniger als ein Zehntel wie in vergangenen Jahren. Aktuell befindet sich Russland nur noch auf Platz 54 der größten Gläubiger der USA. Damit geht Russland in dieselbe Richtung wie China, die auch nunmehr im vierten Monat nacheinander den Bestand an US-Staatsanleihen reduzierten.

Mehr Gold als Bund-Anleihen gehandelt

Mittlerweile wird weltweit auch mehr Gold als BUND-Anleihen oder Dow-Jones-Aktien gehandelt, wie ein Vergleich des World Gold Councils zeigt. Das tägliche Handelsvolumen für Gold in US$ übersteigt den US-Aktienhandel und den Handel mit deutschen Staatsanleihen um ein Vielfaches:

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(Vergleich Volumen Goldhandel versus Aktien/Bund-Anleihen, Quelle: WGC)

Goldschmuck noch immer wesentlicher Absatzkanal

Der Marktanteil von Goldschmuck beim ‚Verbrauch‘ von Gold ist immer noch signifikant: Mit 47% fast die Hälfte des Gesamtmarktes, dominiert von chinesischer und indischer Goldnachfrage. Bei steigender Population in diesen Ländern und steigendem Wohlstand wird auch zukünftig mit stabiler Nachfrage nach Gold aus Asien zu rechnen sein, was hinsichtlich des Goldpreises eher für weiter steigende Notierungen spricht.

Indische Regierung will Goldmarkt lockern

Die indische Regierung hat signalisiert, die strenge Regulierung des Goldmarks in Indien, wo eine zehnprozentige Gold-Einfuhrsteuer den Goldhandel erschweren soll, zu lockern. Aktuell laufen noch Gespräche mit der indischen Goldindustrie und dem Schmuckhandel. Die starken Goldeinfuhren nach Indien führen in dem Land zu einem Handelsbilanzdefizit. Mit strengeren Gesetzen und höheren Abgaben hat man zwar den Goldimport leicht eindämmen können, aber die indische Bevölkerung glaubt weiter an die Stabilität von Gold und kauft Goldschmuck und Goldmünzen in so großen Mengen, dass weiterhin ein Handelsbilanzdefizit ensteht, weil das Gold aus dem Ausland eingeführt werden muss. 80% der indischen Goldschmuck-Exporte gehen übrigens in die Vereinigten Arabischen Emirate.

100 Tonnen Gold im August eingeführt

Alleine im August 2018 führte Indien über Importe 100 Tonnen Gold ins Land ein. Auch die Juli-Importe waren mit +23% und 75 Tonnen bemerkenswert. Das ist deshalb bemerkenswert, weil in Indien gehandeltes Gold zwischen 13 und 28% teurer ist als im Umland, was an 10% Einfuhrabgaben, 3% zusätzlichen Steuern und häufig bis zu 15% im Rupien-Wechselkurs begründet ist. Dennoch hält die Bevölkerung – besonders zur Festival-Saison – an Goldkäufen fest. In weiten Teilen Indiens ist es auch häufig so, dass bei Hochzeiten die Frau massiv Gold geschenkt bekommt, weil Gold im Falle in einer Scheidung das Einzige ist, was sie behalten darf. Daher bestehen Brautväter in traditionellen indischen Familien i.d.R. auf auskömmlichen Goldgeschenken für die Braut.

 

 

 

 

Was der britische Schatzkanzler Gordon Brown mit Gold falsch machte

Der frühere britische Schatzkanzler (zu vergleichen mit dem deutschen Finanzminister) Gordon Brown hat im Zeitraum von 1999-2002 die Hälfte der britischen Goldreserven verkauft. Dafür hatte er damals im Schnitt 275 Dollar pro Unze bekommen (210 GPB). Aktuell wird Gold zu mehr als dem VIERFACHEN Preis notiert, nämlich zu rund 1200 $/oz.

Hätte der britische Schatzkanzler Brown das Gold also behalten und heute erst verkauft, hätte er viermal so viel Geld dafür bekommen. Aktuell hält die britische Zentralbank noch rund 310 Tonnen Gold. Deutschland hält einen ca. 10x so großen Bestand mit 3373 Tonnen Gold. Ursprünglich saß Großbritannien auf einem Goldschatz von 715 Tonnen, den Gordon Brown mehr als halbierte.

Die Nachfrage nach dem britischen Gold hatte damals das Angebot um das Fünffache überstiegen, Brown hatte das Gold verauktionieren lassen. Zu früh, wie man aus heutiger Sicht feststellen kann.

Goldverkauf der Briten stieß damals schon auf Kritik

Der Goldverkauf durch Gordon Brown stieß damals schon auf scharfe Kritik: Zahlreiche Politiker hatten den Verkauf als zu früh bezeichnet und Kritik wurde laut, dass damit der Goldpreis sinken könnte, was Goldminen unrentabel macht und damit Arbeitsplätze in Südafrika koste. Der Schatzkanzler muss sich nun vorwerfen lassen, die Hälfte des britischen Tafelsilbers viel zu billig verscherbelt zu haben.  Die Bank of England wäre heute vermutlich froh, mehr Gold in den Zentralbankreserven zu haben. Aber verkauft ist verkauft.

 

 

 

Wenn Zentralbanken Gold kaufen, warum soll das für den Privatanleger falsch sein?

Die Zentralbanken dieser Welt kaufen Gold, um die eigene Währung stabil zu halten. Teilweise halten oder kaufen sie massive Mengen Gold. Gleichzeitig bemühen sich Banken teilweise, den Privatanlegern Gold als Anlagemedium schlecht zu reden. Es bringe keine Zinsen, man kann es nicht essen und schwanken tut der Kurs auch.

Warum kaufen es die Notenbanken trotzdem?

Seit 10 Jahren kaufen Zentralbanken massiv Gold

Seit Ausbruch der Lehman-Krise vor 10 Jahren kaufen Zentralbanken jedes Jahr massiv Gold. Der Netto-Bestand der Zentralbanken steigt ausweislich von Auswertungen des World Gold Councils jedes Jahr.

Gold kaufen aus Sorge um den Dollar

Galt der US-Dollar früher als weltweit starke Währung, hat man in den letzten Jahren die Lektion gelernt, dass das auf tönernen Füssen steht. Der Dollar hat gegenüber zahlreichen Währungen an Außenwert verloren. Die Wirtschaft hatte Probleme und die Welt gelernt: Auch große Banken können zusammenbrechen und wenn man hinter die Bankbilanzen guckt, verstecken sich da teilweise enorme Risiken. Amerika als Staat ist mehrmals an die Schuldenobergrenze gestoßen. Um das zu beseitigen, hat man – statt die Schulden zu reduzieren – einfach die Grenze nach oben verschoben.

Das ist vergleichbar, als wenn man Leute mit 2 Promille als nüchtern bezeichnen würde. Dann hat man in der Statistik zwar deutlich weniger Unfälle wegen Trunkenheit, weil ja alle unter 2 Promille nüchtern sind, aber das Problem wegen alkoholbedingter Unfälle ist damit trotzdem nicht behoben.

Goldwert steigt – Papiergeld-Wert sinkt

Nach dem 2.Weltkrieg wurde der Goldwert auf 35 Dollar pro Unze Gold festgesetzt, die Währungen hatten einen festen Kurs zum US-Dollar. Als Ende der 60er-Jahre dann die Leute anfingen, Gold für ihre Dollars haben zu wollen, brach das System zusammen. Später haben Zentralbanken teilweise auch Gold verkauft, bis zum Ausbruch der Lehman Krise in 2008. Da hat man gemerkt, dass das falsch war und wieder angefangen, massiv zu kaufen.

Heute steht der Goldpreis pro Unze nicht mehr bei 35 $, sondern bei 1200$. Daraus kann man schließen, dass Papiergeld immer wertloser geworden ist, oder Gold eine gute Geldanlage ist. Oder beides.

Zentralbanken kaufen 11 Millionen Unzen Gold

In 2017 haben Zentralbanken rund 11 Millionen Unzen Gold hinzugekauft. Das machen Sie, weil sie dem Gold eine stabilisierende Wirkung zusprechen und für den Notfall gerüstet sein wollen. Russland hat seit 2005 seine Goldbestände jedes Jahr massiv aufgestockt, China hat in den letzten 10 Jahren ebenfalls massiv Gold gekauft.

Was für Zentralbanken richtig ist, ist auch für Anleger richtig

Zentralbanken legen seit jeher ihr Geld eher konservativ an. Sie kaufen Gold. Sie werden nur wenige Zentralbanken finden, die Tigerfonds, Ost-Immobilien oder Flugzeug-Leasingfonds in den Beständen haben. Zentralbanken setzen auf Werterhaltung, Stabilität und agieren vorsichtig. Deswegen kaufen oder halten sie massiv Gold.

Wenn Privatanleger Geld anzulegen haben, ist daher ein Goldkauf in einem Umfeld von Niedrigzinsen, überbewerteten Aktienkurse und teilweise deutlich gestiegenen Immobilienpreisen, überlegenswert.

Warum will manch Bank-Berater kein Gold verkaufen?

Zunächst einmal: Der Bank-‚Berater‘ ist eine extrem seltene Spezies. Angestellte, die in einer Bank arbeiten, haben als Arbeitgeber die Bank und sind im Prinzip Verkäufer der Bank. Eine instituts- oder anlagenübergreifende Beratung ist daher seltenst zu erwarten. Im Focus stehen häufig Produkte, die für das Institut besonders ertragsbringend oder wichtig sind. Das kann mal der Bausparvertrag, mal die Versicherung oder aber ein Investmentfonds sein, an dem man dann ein entsprechendes Agio (gerne auch 5%) verdient. Im Edelmetallhandel sind die Margen aber traditionell sehr niedrig, häufig sogar deutlich unter 1%. Das ist für viele Banken schlichtweg unrentabel. Daher rät man schon einmal zu Anlagen, die einen höheren Profit für das Bankhaus abwerfen.

Gold kann man nicht ‚drehen‘

Wenn ein Bankberater einem Kunden Investmentfondsanteile verkauft, kann er an diesem Portfolio immer wieder Geld verdienen: Einmal beim ersten Verkauf durch das Agio/Aufgeld beim Erstkauf, dann durch die jährlichen Depotgebühren und der Berater kann den Kunden (teilweise auch mehrmals im Jahr) anrufen und ihm einen neuen, jetzt viel besseren Fonds vorschlagen, der natürlich wieder einen Ausgabeaufschlag kostet.

Kauft der Kunde hingegen Goldbarren oder Goldmünzen und verwahrt diese zuhause oder im Schließfach, entzieht sich dieses Vermögen dem Bankberater und noch schlimmer: Die meisten Kunden sind froh, dass sie das gekauft haben und wollen es einfach behalten und nicht dauernd ‚drehen‘, d.h. verkaufen und wieder etwas anderes kaufen. Warum auch? Gold mag zwar schwanken, auch unterjährlich und mal ein Jahr nach oben oder unten gehen, aber mittelfristig ist die Wahrscheinlichkeit eines Zuwachses doch außerordentlich groß. Alleine schon deshalb, weil es immer mehr Menschen auf der Welt gibt und immer weniger Gold, was man noch neu fördern könnte. Das zu fördern, wird zudem jedes Jahr teurer, weil die Lohn- und Explorationskosten jedes Jahr steigen.

Von Beginn der 2000er-Jahre bis 2018 ist die Unze Feingold von rund 300 Euro auf über 1000 Euro gestiegen, man hat sein Geld in Gold mehr als verdreifachen können. Der langfristig orientierte Anleger sieht es daher gelassen, wenn es mal 100 Euro rauf- oder runtergeht. Die Wahrscheinlichkeit eines langfristigen Anstiegs ist einfach zu hoch.

Geld, was man nicht braucht, kann man in Gold anlegen

Viele Reiche legen daher einen Teil ihres Geldes, den sie b.a.w. voraussichtlich ohnehin nicht benötigen, in Gold an. Als eine Art Versicherung für schlechte Zeiten. Mit der Erwartung, dass Gold langfristig Schwankungen bei anderen Anlagen wie Aktien, Immobilien oder Währungen ausgleicht. In der Vergangenheit konnten sich mit dieser Strategie viele reiche Anleger auch durch schwere Zeiten retten. Durch Börsencrashs und Zusammenbrüche großer Bankhäuser.

Goldmünzen oder Goldbarren?

Zentralbanken kaufen häufig Gold in großen 400-Unzen-Goldbarren im Wert einer Eigentumswohnung und stapeln dies dann. Das übersteigt die Regel-Geldanlage der Privatanleger häufig. Was soll der Privatanleger dann kaufen? Goldbarren oder Goldmünzen?

Diese Entscheidung ist eigentlich sekundär. Wichtig ist die Entscheidung, überhaupt Gold zu kaufen und zwar goldpreisnah. Dazu eigenen sich Goldbarren genauso wie Gold-Anlagemünzen (z.B. Krügerrand, Maple Leaf, Känguru, Philharmoniker, Britannia etc.)

Natürlich sind große Barren pro Gramm Gold günstiger als kleine Barren. Ein 1kg-Goldbarren kostet pro Gramm Gold auch weniger als eine 1-Unzen-Goldmünze. Aber: Im 1kg-Goldbarren sind gleich über 30.000 Euro ‚am Stück‘ gebunden, die ich auch nicht nur zum Teil wieder zurückgeben kann.

Mischung aus Barren und Münzen

Daher mischen viele Anleger 1-Unzen-Goldmünzen ihrer Wahl mit Goldbarren bis hin zur 250-Gramm-Größe. Gold kaufen soll ja auch Freude machen, also kaufen viele Anleger auch schöne Motive auf Münzen und erfreuen sich damit zusätzlich am Gold.

Foto: Bundesbank/Nils Thies

Papiergold-Besitzer stoßen ETF-Anteile ab – Nachfrage nach physischem Gold in Deutschland stabil

Nicht jeder Goldanleger kauft Gold direkt in physischer Form, z.B. in Form von Goldmünzen oder Goldbarren. Einige Investoren bevorzugen sogenannte Gold-ETFs, sogenanntes Papiergold. Man erwirbt damit einen Anteilsschein an einem Finanzkonstrukt und glaubt, dass dieses Konstrukt auch tatsächlich mit physischem Gold hinterlegt ist.

ETF-Goldbestände fallen um 45 Tonnen im August

Wie die Commerzbank in einer jüngsten Analyse konstatiert, wurden die Goldbestände in ETFs alleine im August um gut 45 Tonnen reduziert, die ETF-Bestände in Silber blieben stabil und bei Platin und Palladium gab es sogar Zuflüsse.

Deutsche kaufen Goldbarren und Goldmünzen

In Deutschland bleibt die Nachfrage nach direktem Goldbesitz in Form von Goldbarren und Goldmünzen jedoch stabil. Sowohl online als auch bei Tafelgeschäften vor Ort ist eine stabile Goldnachfrage auf hohem Niveau zu verzeichnen, sowohl nach Gold in Barrenform als auch nach Goldmünzen, vor allen Dingen Krügerrand Gold.

US Präsident Trump will auch keine Abschaffung der Zölle

Die EU hat US-Präsident Trump die Abschaffung der Autozölle angeboten: Die EU ist bereit, alle Zölle auf die Einfuhr von US-Fahrzeugen auf 0% zu setzen, also abzuschaffen. Die Antwort von US-Präsident Trump kam sofort: Dies reiche ihm nicht, die Europäer würden immer noch nicht genug US-Autos kaufen, sondern ihre nach USA importieren. Der Handelskrieg mit den USA geht also weiter.

BNP Paribas sieht Rückgang Aktien und Anleihen

Die BNP Paribas sieht in den nächsten 12 Monaten einen Rückgang der Aktien- und Anleihe-Notierungen, – dagegen könne man sich mit dem Kauf von Gold wappnen. Er bezeichnet dies Hedge. Zu sehen ganz am Ende des Videobeitrags bei bloomberg (englisch).

Gold-Erdogan in Wiesbaden abgebaut

Der ‚goldene‘ Erdogan, eine Statue, die in Wiesbaden im Rahmen einer Kunstaktion aufgestellt worden war, wurde wieder abgebaut. In Wiesbaden, wo Anlagegold24 auch einen Goldverkauf/Goldankauf betreibt, hat das Aufstellen der Figur für Kritik gesorgt.