Goldpreis steigt – GFMS sieht ihn Richtung 1500$ wandern, weil Aktien riskant werden

Der Goldpreis hat gestern sogar kurzfristig die 1360$ überschritten, notiert am frühen Freitag Morgen im europäischen Handel immer noch stabil über der 1350$-Linie, zuletzt sogar bei 1353$/oz. Der Goldpreis in Euro notiert durch den starken Euro bedingt bei 1087 Euro/oz.

Banker in Davos sehen Aktiencrash kommen

Gleich mehrere Top-Banker dieser Welt haben bei Reden beim Weltwirtschaftsforum in Davos/Schweiz die aktuelle Lage an den Finanzmärkten dahingehend beschrieben, dass ein Zusammenbrechen der als überhöht geltenden Aktienmärkte unausweichlich ist. Spätestens dann, wenn die Zentralbanken die Zinsen auf ein normales Niveau heben. Auch Axel Weber, früherer Bundesbankvorstand, heutiger UBS-Chef hatte sich dahingehend geäußert. Daraufhin hatten gestern massive Goldkäufe an den Märkten eingesetzt, die zu Kurssteigerungen führten.

GFMS sieht Goldpreis Richtung 1500$ marschieren

Für starke Goldkäufe sorgte auch eine Veröffentlichung der Goldanalysten von GFMS, die den Goldkurs Richtung 1500$ marschieren sehen. Unnatürlich hohe Aktienkurse geben dem Goldpreis die Chance, in 2018 noch einen Höchststand von 1500$ zu erreichen, so die GFMS-Experten. Mit 1359$ sei gestern bereits ein 3-Jahres-Höchststand erreicht worden, was die GFMS-Einschätzung steigender Goldpreise untermauere. Die Goldanlage in China werde zunehme, Indien werde eine stabile Goldnachfrage beisteuern. In den USA hätten Investoren vermehrt auf Kryptowährungen gesetzt, dort sei die Investmentgoldnachfrage gefallen.

Goldgeschäft auch für Großbanken interessant

In den USA scheinen auch die Großbanken im physischen Goldhandel eine Zukunft zu sehen: Für ScotiaMocatta, einen der weltweit größten Goldhändler aus Kanada, der zum Verkauf steht, interessieren sich gerade auch die beiden Häuser Goldman Sachs und die Citi-Group, die gerade in Due-Dilligence-Prüfungen stecken, so wird am Londoner Goldmarkt kolportiert. JP Morgan ist mit dem Verkauf des kanadischen Goldhändlers betraut worden.

Krügerrand und Maple Leaf meistnachgefragt

In den letzten 24h waren im Edelmetall-Onlinehandel die beiden Goldmünzen Krügerrand und Maple Leaf meistnachgefragt. Anleger orderten größere Stückzahlen der 1-Unzen-Goldmünzen.

Der Maple Leaf gehörte gestern wieder zu den meist nachgefragtesten Goldmünzen der Geldanleger.

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Goldmünzen-Nachfrage steigt um 12% – Goldpreis in Euro steigt

Das Kaufen von Goldmünzen wird immer populärer, nunmehr hat es auch das Analyseinstitut GFMS/Thomson Reuters festgestellt: Im dritten Quartal 2017 lag die Nachfrage nach Goldmünzen bei 54 Tonnen, dies ist 12% mehr als im vergleichbaren Vorjahresquartal 2016 (48 Tonnen Gold).

Insgesamt sei die Goldnachfrage in Q3 2017 um rund 7% höher als im Vorjahr, was der starken Goldmünzennachfrage und der guten Goldschmuckproduktion (+13%) zu verdanken sei.

Mehr Goldmünzen, weniger Goldbarren

Die Anleger gehen gemäß Statistik des GFMS dazu über, bei physischen Investments mehr Goldmünzen als Goldbarren zu kaufen. Während die Goldmünzennachfrage um 12% gestiegen sei, gingen die Käufe von Goldbarren um 5% zurück (157 Tonnen in Q3 2017 statt 164 Tonnen in Q3 2016).

Goldminenproduktion leicht rückläufig

Die Goldminenproduktion ist leicht rückläufig, konnte nicht gesteigert werden: In Q3 2017 wurden weltweit 841 Tonnen Gold aus Goldminen gefördert, das sind 3 Tonnen weniger als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Und dies trotz immenser Investitionen in neue Goldminen.

Goldpreis in Euro zieht an

Während der Goldkurs in US-Dollar etwas schwächelt (zuletzt 1271$/oz), zieht der Goldpreis in Euro am Montag vormittag im europäischen Handel an, hat die Grenze von 1090 Euro pro Feinunze Gold überschritten und notierte um die Mittagszeit bei 1093 €/oz.

ABN Amro sieht auf 1450$/oz steigenden Goldpreis

Die ABN Amro Bank denkt, dass der jüngste Goldpreisrücksetzer beendet ist und der Goldpreis nunmehr einen Anlauf zur Überschreitung der 1300$-Linie nehmen wird (aktuell 1271$/oz). ABN Amro sieht die folgende Goldpreisentwicklung:

  • Goldpreis geht auf 1350$/oz zwischen Januar und März 2018
  • Goldpreis steigt bis Ende 2018 auf 1450$/oz im Schnitt

Auch für den Goldkurs in Euro würde dies mindestens 100 Euro höhere Notierungen pro Unze Gold bedeuten. Die ABN Amro sieht einen langfristig positiven Trend für den Goldpreis und ist negativ für den US-Dollar eingestimmt, teilte Georgette Boele aus dem Analyseteam für Edelmetalle der ABN Amro mit.

 

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