EZB lässt Zinsen auf NULL – inflationsbedingt verlieren Sparer Geld

Die Europäische Zentralbank EZB hat heute bekannt gegeben, dass der Leitzins weiter auf NULL Prozent bleibt und Banken auch weiterhin Zinsen ZAHLEN müssen, wenn sie bei der EZB Geld auf dem Konto haben, sogenannte Negativzinsen. Diese bleiben bei 0,4%

EZB finanziert Wirtschaft, Staaten und Banken mit 60 Milliarden im Monat

Weil selbst diese Hilfe dem Finanzmarkt und den Banken offensichtlich noch nicht genug hilft, kauft die EZB auch weiterhin (zusammen mit nationalen Notenbanken) monatlich (!) für rund 60 Milliarden Euro (!) Wertpapiere am Markt auf, zum größten Teil Staatspapiere. Im letzten Dezember hatte man das Volumen von monatlich 80 Milliarden auf monatlich 60 Milliarden gesenkt.

Inflation soll weiter steigen

EZB-Präsident Draghi möchte, dass die Inflation und damit wohl auch die Geldentwertung noch weiter steigt. An einer steigenden Inflation könne man das Anziehen der Wirtschaft ablesen. Die Wirtschaft in der Währungsunion erhole sich, aber es sei noch eine stärkere Inflationsdynamik erforderlich, so Draghi.

Niedrige Energiepreise würden aktuell die Inflation noch niedrig halten, deswegen werde die EZB weiter massiv monetär die Wirtschaft unterstützen müssen, d.h. die Märkte mit billigem Geld fluten.

Kritik an der EZB-Politik

Kritiker bemängeln, dass der von der EZB angedachte Effekt „Die EZB leiht den Banken billig Geld, damit diese es billig der Wirtschaft leihen, damit es denen gut geht und die Konsumenten viel Geld ausgeben können“ nicht funktioniert. Die Banken wären sehr restriktiv mit der Kreditvergabe an Private und Unternehmen und geben auch die niedrigen Zinsen nicht 1:1 weiter. Überdies gibt der deutsche Sparer sein Geld in Nullzinsphasen nicht vermehrt aus, sondern spart noch mehr oder kauft Sachwerte wie Gold, aber fährt deswegen nicht 4 x im Jahr in Urlaub und kauft auch nicht jedes Jahr 2 neue Autos.

Auch Japan lässt die Zinsen niedrig

Zuvor hatte bereits die japanische Zentralbank die Niedrigzinspolitik fortgesetzt. Auch dort gibt es Negativzinsen (Strafzinsen) auf Einlagen. Die Höhe wurde bei 0,1% belassen, teilte die Notenbank von Japan nach Ihrer Sitzung mit. Bei zehnjährigen Staatsanleihen will man in Japan an einer Rendite von 0% festhalten. Das Inflationsziel von 2% will man in Japan im Jahr 2019 erreichen.

Trump will FED-Chefin Janes Yellen ablösen

Aus den USA gibt es Berichte, dass US-Präsident Trump mit der Geld-Politik der FED-Chefin Janet Yellen unzufrieden ist und diese durch seinen Berater Gary Cohn ablösen wolle. Cohn war früher Banker bei Goldman. Cohn und Yellen lehnten Kommentare dazu ab. Im Juni hatte Cohn noch geäußert, er sei glücklich in seinem Job als Wirtschaftsberater für Trump. Yellens reguläre Amtszeit endet im Februar 2018, Trump hatte sie mehrfach kräftig kritisiert und scheint ihre Niedrigzinspolitik nicht für richtig zu halten.

Gary Cohn hatte bei Goldman Sachs als Goldhändler begonnen und ist dann dort in das Management aufgestiegen.

 

Was bedeutet die Nullzins-Politik der EZB für Anleger?

Zunächst einmal ist davon auszugehen, dass die Niedrigzinspolitik noch eine ganze Weile anhält, die EZB und die FED wollen dies offensichtlich in die Länge ziehen. Möglicherweise wird man das Anleihen-Kaufprogramm betraglich reduzieren, aber auch wenn man statt 60 Milliarden Euro nur noch 40 Milliarden Euro im Monat (!) für Anleihen von Staaten und Unternehmen ausgibt, ist das dramatisch zu viel und eine Geldschwemme, die den Euro und den Dollar entwertet. Damit werden auch Sparer und Sparguthaben entwertet.

Aktuell ist die Inflationsrate deutlich höher als die Rate der vereinnahmten Zinsen, was in der Praxis dazu führt, dass klassische Sparer (Festgeld, Sparbuch, Sparbrief etc.) jedes Jahr Geld verlieren. Sie bekommen nicht nur keine oder so gut wie keine Zinsen, sondern das Geld, was da ist, verliert noch an Wert.

Gold kaufen bleibt sinnvolle Alternative

Bei allen Kursschwankungen bleibt das Kaufen von Gold eine sinnvolle Alternative für Sparer. Gold kann durch Regierungen oder die EZB /FED nur schwerlich entwertet werden. Regierungen und Zentralbanken können Gold (im Gegensatz zu Euroscheinen und Dollarscheinen) nicht beliebig drucken, deswegen ist Gold wertstabiler als Papiergeld.

Die Zentralbanken dieser Welt drucken ja mittlerweile noch nicht einmal die Papiergeldscheine, sondern sie schöpfen Geld aus dem Nichts, indem sie es über Nacht auf Konten entstehen lassen und Banken gegen NULL Zinsen zur Verfügung stellen

Goldpreis aktuell günstig

Der Goldpreis in Euro ist mit Goldkursen unter 1100 Euro/Unze aktuell so günstig, dass einige Goldminen wegen Unwirtschaftlichkeit schon schließen mussten. Für den Anleger bieten sich also aktuell günstige Möglichkeiten, sein Vermögen mit Goldkäufen gegen Wertverluste zu versichern. Allem Anschein nach wird die EZB und auch die FED die Niedrigzinspolitik noch eine ganze Weile weiter betreiben müssen.

Es wird für die beiden großen Zentralbanken dieser Welt auch schwierig, das viele dem Markt zur Verfügung gestellte Geld wieder einzusammeln. Das dürfte ähnlich schwer werden wie Zahnpasta zurück in die Tube zu drücken oder einem Drogenabhängigen zu sagen, er möge die Dosis reduzieren. Ein Rezept, wie man dies macht, haben weder FED noch EZB.

Euro schwächer nach EZB-Statement

Der Euro fiel nach der EZB-Bekanntgabe gegenüber dem Dollar etwas ab, was das Gold kaufen in Euro für den Anleger ein paar Euro preiswerter machte. Die USD/EUR-Parität lag am Abend bei 1,1626, der Goldpreis in Euro lag bei 1069,60 €/o und der Goldpreis in Dollar bewegte sich um 1244 $/oz.

Käufer klassischer Goldmünzen der 1-Unzen-Klasse  kauften heute vor allen Dingen Maple Leaf Goldmünzen und Krügerrand Gold, sowie Goldbarren von 100 Gramm bis 1kg

Foto: © European Central Bank 2017

Gold kaufen – das sicherste Investment in diesen Zeiten!

Die USA und die Welt haben zwar mit Ronald Reagan einen eher übersichtlich begabten Western Schauspieler überlebt, auch ein Ernussfarmer (Jimmy Carter) an der Spitze der USA hat die Welt nicht untergehen lassen, aber mit Präsident Trump scheint eine neue Qualität Präsident auf einem der wichtigsten Stühle der Welt zu sitzen, was vielen Anlegern Sorge bereitet.  Vermögensverwalter Jörg Jubelt aus Düsseldorf bezifferte die Wahrscheinlichkeit, dass er vorzeitig seinen Sessel verlassen muss und dies zu Verwerfungen führt, auf 40%.

Nach der US-Wahl kauften die Deutschen massiv Gold

50 bis 100% mehr Goldkäufe waren in Deutschland bei den Edelmetallhändlern direkt nach der Wahl des US-Präsidenten zu verzeichnen. Die Deutschen setzen auf das Krisenmetall Gold. Auch wenn es mal schwankt, kurzfristig nach unten oder oben ausschlagen kann. Langfristig fühlen sich viele Anleger mit dem gelben Metall auf der sicheren Seite. Ist es doch seit Beginn des Jahres 2000 bereits auf DREIFACHE des damaligen Preises in Euro gestiegen. Von rund 300 Euro pro Unze auf ca. 1100 Euro pro Unze – und war zwischenzeitlich sogar noch viel höher.

Weltgefüge stimmt nicht mehr – Krisenmetall Gold profitiert

Das Weltgefüge ist nich mehr so wie es vor ein paar Jahren noch war: In den USA agiert jetzt ein Präsident, der kurz vorher von den USA unterzeichnete Verträge einfach einseitig aufkündigt, sei es Klimaabkommen oder Kuba betreffend.  Der eher auf Krawall gebürstet ist – statt auf Diplomatie. Ein solches Staatsoberhaupt am roten Knopf für Atomwaffen sitzen zu haben, macht einigen Anlegern Angst. Vor dem anstehenden G20-Gipfel äußern sich nahezu alle anderen Teilnehmerstaaten kritisch über die USA, der einer mehr diplomatisch, der andere offen. Dem türkischen Präsidenten hat man im Vorfeld gleich einen öffentlichen Auftritt verboten, was dieser mit mangelndem Demokratieverständnis in Deutschland kritisierte. Es schwelt und brodelt auf der Welt. Seit mehr als 5000 Jahren setzen die Menschen auf der Welt in solchen Zeiten auf GOLD. Gold ist von Regierungen und Währungen unabhängig. Regierungen und Währungen kommen und gehen. Gold bleibt. Gold bleibt auch dann, wenn Währungen verändert, verwässert oder abgeschafft werden. Das macht mancher Bank Angst, gibt aber dem Anleger, der Gold besitzt, Sicherheit.

Alan Greenspan, US-Notenbank-Präsident, empfiehlt Gold

Selbst der ehemalige US-Notenbankpräsident, empfiehlt Gold als das „ultimative Zahlungsmittel auf der Welt – Gold wird überall akzeptiert“. In seiner aktiven Amtszeit war es seine Aufgabe, den Anlegern die Sinnhaftigkeit einer Anlage in Papiergeld (US-Dollar) schmackhaft zu machen. Nach seinem Ausscheiden aus der FED darf er sagen, was er denkt und was er für richtig hält. Nicht umsonst kaufen auch fast alle Notenbanken dieser Welt Gold – oder haben bereits Berge davon gekauft. In jedem der letzten Jahre haben Notenbanken per saldo Gold zugekauft, d.h. die Zukäufe haben die Abverkäufe deutlich überragt. Was für Notenbanken richtig ist, sollte auch für das Privatvermögen richtig sein: Gold kaufen!

goldreserven-welt-2016
Goldreserven der Zentralbanken: Russland und China kaufen massiv Gold

Totschlag-Argumente gegen Gold

Die Argumente, die regelmäßig gegen Gold aufgebracht werden, lassen sich allesamt leicht entkräften, werden aber dennoch seit Jahrzehnten regelmäßig wiederholt. Aber getretener Mist wird breit und nicht fest: Wenn man Unrichtiges ständig wiederholt, wird es dadurch nicht besser:

  1. Gold kann man nicht essen. Das stimmt, aber man kann auch einen Investmentfondsanteil oder Bargeld nicht essen. Ebenso ein Sparbuch. Dieses Argument ist also nicht nur falsch, sondern auch noch dumm. Das Gegenteil ist richtig: Es hat sich in allen Krisen und Kriegen dieser Welt gezeigt, dass man mit Gold im Krisenfall (oder auch im Krieg) immer weiter kommt: Man kann es gegen Dinge, die man benötigt eintauschen, sich z.B. auch etwas zum Essen besorgen. Gegen Gold gibt ein Landwirt auch Fleisch, Milch oder Getreide ab. Gegen ein Sparbuch einer geschlossenen Bank oder gegen Papiergeld einer inflationären Währung wird er dies eher ungern tun.
  2. Gold bringt keine Zinsen. Das ist richtig: Gold, welches sie im Schließfach eingeschlossen haben, bekommt keine Kinder, es vermehrt sich nicht. Braucht es aber auch nicht. Das Gold wird langfristig mehr wert und transferiert ihr Vermögen in die Zukunft. Wenn Sie im Jahr 2000 eine Goldunze für 300 Euro gekauft haben und diese im Jahr 2017 für 1100 Euro verkauft haben, haben Sie ihr Vermögen viel stärker vermehrt, als jemand, der seine 300 Euro im Jahr 2000 bei einer Bank gegen Zinsen angelegt hat. Bei den aktuellen Mini-Zinsen bis Minus-Zinsen gilt das erst recht. Aktuell könnten Sie auch noch entgegen: Sparbücher bringen auch keine Zinsen (oder nur MICRO-Zinsen)
  3. Gold ist vom US-Dollar abhängig. Auch das ist für den deutschen Anleger: Quatsch. Natürlich werden weltweit viele Gold-Kaufverträge in US-Dollar geschlossen, aber auch viele in chinesischen Yuan oder in Euro oder in Pfund. Entscheidend für den deutschen Anleger ist die Wertentwicklung in Euro. Und in Euro hat sich Gold die letzten 17 Jahre ca. verdreifacht. Da kann der Goldpreis in US-Dollar sich bewegt haben wie er will. Das kann einem Euro-Anleger ziemlich egal sein. Im Übrigen ist auch eine BMW-Aktie vom US-Dollar oder dem US-Markt abhängig. Wenn Donald Trump beschließt, dass in den USA keine BMWs mehr gekauft werden dürfen oder nur durch Zoll verteuert, leidet auch die deutsche BMW-Aktie.
  4. Die Verwahrung von Gold kostet so viel Geld. Auch das ist Quatsch. Anleger, die Gold kaufen, können dies preiswert verwahren lassen. Wer beispielsweise 3 Kilogramm Gold (Gegenwert im Bereich > 100.000 Euro) kauft, erhält Gold im Volumen von 3 Tafeln Schokolade. Die kann man im kleinsten Schließfach der Bank aufbewahren, was oftmals nicht wesentlich mehr als 100 Euro pro Jahr kostet. Wer für 100.000 Euro Aktienfonds kauft, zahlt häufig schon 5000 Euro davon an AGIO an die Fondsgesellschaft und Depotgebühren noch dazu. Viele Privatleger verwahren ihr Gold an einem sicheren Versteck zuhause auf, was angesichts der hohen Wertdichte leicht möglich ist.  Jeder Hausbesitzer kann Gold im Volumen von 3 Tafeln Schokolade leicht im Haus verstecken…und wenn er es einmauern müsste.  Selbst ein Tresor der VdS-Klasse 3, den jede Hausratversicherung  mit Kusshand bis 100.000 oder 200.000 Euro versichert, kostet unter 1000 Euro am Markt. Einmalig und billiger als jeder Provisionsanteil, den sich sonst bei Fondsanteilen eine Bank einstreicht.

 

Gold kaufen beruhigt und lässt ruhig schlafen

Wer Gold hat, schläft besser: Wer Gold gekauft hat, der kann allen Krisen dieser Welt entspannt entgegen sehen. Ob wieder eine Bank in Italien pleite geht, eine deutsche Bank vom Staat gerettet werden muss oder Banken mal für Wochen schließen oder die Auszahlungen beschränken, wie in einigen Eurostaaten ja schon passiert: Wer Gold hat, sieht das tiefenentspannt. Wer sich mit seinen Großeltern über Währungsreformen unterhält und wie es war, als jeder nur 40 Mark bekommen hatte und neu anfangen musste, kann das beruhigende Gefühl von Goldbesitz nachvollziehen.  Auch in Indien, wo Bargeldbesitzer vor kurzem über Nacht vom Staat erfahren mussten, dass die beiden größten Banknoten für ungültig erklärt werden, waren Goldbesitzer auf der lachenden Seite.

Inder und Chinesen werden den Goldkurs treiben

Aktuell sieht es auf der Welt so aus, dass Indien und China die beiden grössten Goldkaufnationen der ganzen Welt sind. In Indien und China wird mehr Gold als in USA oder Deutschland gekauft und es gibt immer mehr Inder und Chinesen. Und was noch entscheidender ist: Immer mehr wachsen in die Wohlstandsgesellschaft, verdienen und erwerben Vermögen, machen Weltreisen und kaufen Gold. Wer sich einmal ein Bild von reichen Chinesen machen möchte, dem kann ein Ausflug nach Titisee empfohlen werden. Im früher verschlafenen Schwarzwaldörtchen werden täglich mehr hochpreisige RIMOVA-Koffer an chinesische Touristen verkauft als im Kaufhof in Köln. Das ein Koffer gerne auch mal knapp 1000 Euro kostet, juckt die chinesischen Touristen nicht. Sie haben Geld genug. Das sieht man auch in Chinas Goldgeschäften: Hier stehen chinesische Kunden häufig in Dreierreihen Schlange, um Gold zu kaufen. Dies wird für die zukünftige Goldpreisentwicklung eine wesentliche Stütze werden.

Gold kann steigen, auch wenn der Zins steigt

Die US-Notenbank hat in der letzten Zeit 3x den Leitzins angehoben. Früher hätte so mancher Ökonom gesagt „Steigen die Zinsen, fällt Gold“. Dies ist aber zu kurz betrachtet. Es kommt immer auf den Realzins an. Was nützt es einem Anlegerhaushalt, wenn er sein Geld zu 1% anlegen kann, aber 2% Inflation sein Vermögen netto schrumpfen lässt? Auch die Sicherheit einer festverzinslichen Staatsanleihe muss sicher differenzierter betrachtet werden. Nach Rückzahlungsproblemen bei argentinischen und griechischen Staatsanleihen gelten selbst Staatsanleihen nicht mehr als sicher. Was ist überdies „sicher“. Lehman Brothers galten als todsicher. Deutsche Anleger, die solche „todsicheren Lehman-Zertifikate“ erworben hatten, erlitten einen Totalverlust.

Gold ist kein Versprechen eines Dritten. Gold ist nicht von Regierungen oder Unternehmen abhängig. Gold kann nicht künstlich hergestellt werden. Nicht von Regierungen, nicht von Zentralbanken. Gold ist in sich wertvoll, weil es selten ist.

Maßanzug für eine Unze Feingold

Man hat vor 2000 Jahren im alten Rom für eine Unze Gold eine Maß-Tunika bekommen. Für eine Unze Gold konnte man auch 1920, 1940 und 1960 einen Maßanzug erhalten. Und für eine Unze Gold erhalten Sie auch im Jahr 2017 einen Maßanzug. Gold mag schwanken, aber eine Unze Gold bleibt eine Unze Gold. Für einen 1-Millionen-Mark-Schein aus der Inflationszeit in Deutschland erhalten Sie heute noch nicht mal ein Rosinenbrötchen. Überlegen Sie selber, was Sie für Ihre Nachkommen lieber im Garten vergraben würden: eine Kiste mit Gold oder eine Kiste mit Papiergeld? Im Zweifel existiert die aufgedruckte Währung beim Ausgraben gar nicht mehr. Wie unschön sich Währungen entwickeln können, sieht man z.B. auch am US-Dollar: Um die Jahrtausendwende 1899/1900 erhielt man für 1000 US-Dollar noch ca. 1,5 Kilogramm Gold. Im Jahr 2017 gibt es für 1000 US-Dollar noch nicht einmal eine Unze (31,1 Gramm) Gold. Wer da langfristig auf Papiergeld zur Geldanlage setzt, könnte einen entscheidenden Fehler begehen.

Goldreserven in den Minen reichen vielleicht noch für 15 Jahre

Das Jahr 2017 wird von vielen Experten als das Jahr gesehen, von dem ab die Goldminenproduktion stetig bergab gehen wird. Das Gold in den Goldminen dieser Welt ist unter vertretbarem ökonomischem Aufwand vielleicht noch 15 Jahre lang abbaubar, dann sind die letzten Reserven abgebaut. In Asien fing man im letzten Jahr schon an, unter dem Mehr nach Gold zu suchen, weil die an Land befindlichen Goldminen in absehbarer Zeit erschöpft sein werden.

Größte Goldförderländer der Welt (2016):

  1. China: 463,7 Tonnen
  2. Australien: 287,3 Tonnen
  3. Russland: 274,4 Tonnen
  4. USA: 225,7 Tonnen
  5. Peru: 166,0 Tonnen
  6. Südafrika: 165,6 Tonnen
  7. Canada: 162,1 Tonnen
  8. Mexico: 128,4 Tonnen
  9. Indonesien: 107,9 Tonnen
  10. Brasilien: 96,8 Tonnen

In China, Russland, Peru, Südafrika, Mexico, Indonesien und Brasilien muss man überdies damit rechnen, dass zukünftig Goldförderung massiv teurer wird, da zu den bisherigen Dumpinglöhnen die Arbeiter sicher nicht die nächsten Jahre arbeiten werden. Überdies wird die Einhaltung von Umweltauflagen immer härter überwacht, was zusätzliche Kosten verursacht

Goldnachfrage höher als die Förderung

Die Goldnachfrage ist seit Jahren weltweit höher als die Neuförderung aus den Minen, kann nur durch Umschichtungen und Recycling gedeckt werden. Alleine im ersten Quartal 2017 wurde laut World Gold Council (WGC) Gold im Gewicht von 1034,5 Tonnen weltweit gekauft.  Auch die Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen stiegt zuletzt gemäß WGC um 9%

9% Nachfrageplus bei Goldbarren und Goldmünzen (WGC Grafik)
9% Nachfrageplus bei Goldbarren und Goldmünzen (WGC Grafik)

Notenbanken fluten die Märkte – wie kommt die Zahnpasta wieder in die Tube?

Die Notenbanken dieser Welt, allen voran die US-Notenbank FED und die EZB haben die Märkte mit Geld geflutet. Früher hätte man gesagt: Die haben einfach Geld gedruckt – ohne Gegenwert. Heute schöpft man über Nacht Buchgeld auf Konten, was vorher gar nicht da war. Aus nichts. Das führt dazu, dass das Geld, was bereits im Umlauf ist, immer weniger wert wird.

Die US-Notenbank FED hat Billionen US-Dollar in den Kreislauf gepumpt, Staatanleihen und Privatanleihen gekauft. Ein Notenbanker bezeichnete einmal den Versuch, dieses Geld wieder einzusammeln, mit dem Versuch „Zahnpasta zurück in die Tube zu drücken“. Probieren Sie es einfach einmal heute Abend mit Ihrer Zahnpasta: Es geht nicht. Die größten Notenbanken dieser Welt haben in den letzten 10 Jahren die Liquidität an den Märkten auf das VIERFACHE ausgedehnt. Dieses Geld der Wirtschaft und den Banken wieder zu entziehen, wird nicht nur schwierig, – es wird schlichtweg nicht gelingen – oder zu einer Katastrophe führen.

 

Es muss nicht immer Gold sein

Selbstverständlich muss man kein Gold kaufen, um sich gegen solche Weltwirtschaftskrisen und -verwerfungen abzusichern. Es gingen auch andere Sachwerte, z.B. Immobilien, Diamanten, Autos, Weine, Kunstwerke etc.

Alles hat sicher seinen Reiz und seine ganz individuellen Vorteile. Bei Gold überzeugt aber vor allen Dingen die hohe Flexibilität, die weltweite Akzeptanz und die Mobilität. Sie können Gold praktisch an jedem Tag an jedem Ort der Welt wieder zu Geld machen. Wenn Sie Goldbarren oder Goldmünzen von renommierten Herstellern und einwandfreier Qualität besitzen, wird diese nicht nur der Bäcker, Metzger oder Landwirt in einer Krise gerne entgegen nehmen, sondern auch ein Aufkäufer in Luxemburg, der Schweiz, Japan, Australien oder Kanada. Z.B. auch nach einer Auswanderung. Gleiches gilt ggf. noch für zertifizierte Diamanten, die auf noch kleinerem Raum große Werte komprimieren können.

Wer aber einmal versucht hat, schnell eine Immobilien zu verkaufen, weiß, was dies heißen kann: Entweder geht es nicht oder nur mit Abschlägen. Ähnliches gilt für Oldtimer. Auch ein echter van Gogh mag über die Jahre wertvoller werden, aber versuchen Sie mal gegen ein 1 qm großes Gemälde ein Mettbrötchen zu kaufen oder auch nur eine Kuh vom Landwirt. Mit kleinen Goldbarren/Goldmünzen oder auch Silbermünzen  (als kleine Einheiten) werden Sie es wesentlich einfacher haben.

Die vielen Vorteile von Gold lassen deshalb viele Anleger zum Sachwert Gold als Krisenvorsorge greifen: 

  • jederzeit schnell kauf- und verkaufbar
  • weltweit anerkannt und genormt
  • verrottet nicht, rostet noch nicht einmal, hält ohne Wartung und Instandsetzung Jahrtausende
  • Hoher Wert auf kleinem Raum
  • Leicht versteckbar
  • Reisefähig

Typische Klassiker bei der Geldanlage in Gold

Der deutsche Anleger kauft klassischerweise die folgenden Goldprodukte, wenn er in Gold anlegt, die allesamt weltweit schnell wieder zu Geld tauschbar sind:

(Goldmünze Maple Leaf aus Kanada – Video der Münzprägestätte in Englisch)

 

Diamanten kaufen – als Ergänzung zur Goldanlage

Diamanten kaufen Geldanlage
(Diamant in Zertifikatskarte – als Geldanlage)

 

Wer sein Vermögen neben Gold noch etwas diversifizieren möchte und trotzdem mobil bleiben möchte, für den kommen Anlagediamanten in Frage.  Durch den Kauf eines kleinen, aber wertvollen Diamanten lassen sich fünf- und auch sechsstellige Summen auf kleinstem Raum anlegen, was für Aufbewahrung und Transport von vielen als Vorteil gesehen wird. Moderne Anlagediamanten haben die Zertifikatsnummer auf dem Diamanten eingeschliffen und können so z.B. am Zielort einer Reise/Auswanderung leicht wieder bei entsprechenden Händlern zu Geld gemacht werden, sofern erforderlich. Beim Kaufen von Diamanten zur Geldanlage erspart man sich natürlich das Aufgeld, was sonst ein Juwelier für das Einfassen oder die Verarbeitung zu Schmuck berechnen würde.

 

 

 

Griechenland wird im siebten Jahr nochmal „gerettet“ – mit 8,5 Milliarden Euro

Die Finanzminister der EU-Staaten haben sich am Donnerstag darauf geeinigt, Griechenland noch einmal 8,5 Milliarden Euro zu leihen. Seit 7 Jahren wird Griechenland nunmehr von einem Jahr zum anderen „gerettet“. Griechenland müsste eigentlich im Juli Schulden von 7,5 Milliarden Euro zurückzahlen, kann dies aber nicht. Also leiht man Griechenland 7,5 Milliarden Euro, damit es die geliehenen 7,5 Milliarden zurückzahlen kann.  Das wäre so, als wenn Sie bei der Bank einen Kredit über 10.000 Euro aufnehmen, den Sie nicht zurückzahlen können und verhandeln dann mit der Bank a la „Wenn Sie mir 10.000 weitere Euro leihen, dann zahle ich Ihnen die ersten 10.000 geliehenen Euros zurück“.

Damit Griechenland dann nicht einen Tag später wieder auf der Matte steht, legt man gleich noch eine Milliarde Euro drauf. Auf eine ursprünglich von Bundesfinanzminister Schäuble vorgesehene Einbindung des Internationalen Währungsfonds IWF hat man offensichtlich verzichtet. Dieser beteiligt sich bis dato nicht an der Finanzierung Griechenlands, äußert nur, dass man dies erwägen könne.

Griechenlands Rentner werden noch einmal zur Kasse gebeten

Man bürdet dem griechischen Volk noch einmal Lasten auf: Die griechischen Rentner, deren Renten im Verlauf der Krise ohnehin schon um rund 25% gekürzt worden sind, sollten ab 2019 poch einmal 9% weniger Rente erhalten, – allerdings erhält fast die Hälfte der griechischen Rentner ohnehin schon eine Rente von unter 700 Euro im Monat. Steuern sollen noch einmal in Griechenland erhöht werden.

Die Rückzahlung bestehender Schulden in Griechenland soll überdies um weitere 15 Jahre nach hinten verschoben werden, – es dürfte allerdings zweifelhaft sein, ob Griechenland sie dann zahlen kann. Der IWF fordert, dass die EU-Staaten Griechenland sogenannte „Schuldenerleichterungen“ gewähren soll, d.h. z.B. das Streichen von Schulden oder die Verschiebung von Rückzahlterminen. Dagegen wenden sich aber bislang die EU-Staaten. Der IWF will Griechenland aber erst dann Geld geben, wenn die EU-Staaten Schulden erlassen haben.

 

Goldpreis bei 1124 Euro/oz

Der Goldpreis hat auf die FED-Zinserhöhung nur leicht reagiert. Er ging von 1130 auf 1124 Euro/oz zurück. Der Goldpreis in Dollar notierte am Freitagmorgen bei 1256 $/oz. Die weltweiten Unsicherheiten, auch die Unklarheiten im Euroraum (von Griechenland über den Brexit bis hin zu schwächelnden Banken) dürften auch zukünftig für massive Goldkäufe sorgen. Die weltweit stärksten Goldkauf-Nationen China und Indien haben zuletzt ohnehin vermehrt Gold gekauft, sodass Analysten von guten Chancen auf einen weiter steigenden Goldpreis ausgehen. In Euro und in US-Dollar. Deutsche Anleger nutzen dies und kaufen vor allen Dingen die klassichen Gold-Anlagemünzen wie Krügerrand und Maple Leaf. Die South African Mint hat diese Woche noch einmal bestätigt, dass die deutschen Goldkäufer weltweit den größten Anteil an den 1,1 Millionen jährlich verkauften Krügerrand Goldmünzen aufnehmen.

 

Indien verdreifacht Goldimporte

In Indien scheint der Goldhunger unstillbar zu sein. Im Mai wurden alleine 115 Tonnen Gold importiert, eine Verdreifachung gegenüber den 37 Tonnen im Vorjahr. Indien kämpft seit Jahren gegen die Gold-Kauflust seiner Bevölkerung, weil durch die hohen Goldimporte in Indien ein Außenhandelsbilanzdefizit entsteht. Im Mai betrug dieses 13,84 Milliarden Dollar und ist damit auf dem höchsten Stand seit 2,5 Jahren.

Auch der Vergleich der Periode Januar bis Mai gegenüber Vorjahr zeigt einen deutlichen Anstieg: In den ersten fünf Monaten diesen Jahres importierte Indien 438 Tonnen Gold, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum (208 Tonnen) mehr als eine Verdoppelung darstellt.

 

FED erhöht Zinsen um 0,25%

Die US-Notenbank FED hat – wie erwartet – die Zinsen diese Woche um 0,25% erhöht. Die FED-Funds-Rate liegt nunmehr im Bereich 1 bis 1,25% und damit immer noch sehr niedrig. Zuletzt wurde im März eine kleine Erhöhung vorgenommen, der jetzige Zinsschritt ist der vierte in Folge. Ausgeblieben ist jedoch bei der Verkündung ein Hinweis auf den Zeitpunkt der nächsten Erhöhung. Ein Risiko „allzu rascher Maßnahmen sei zu vermeiden“ sagte FED-Chefin Yellen. Die US-Notenbank kündigte an, noch im Jahr 2017 voraussichtlich mit dem Abbau ihrer gigantischen 4,5 Billionen-Bilanz zu beginnen. In der Vergangenheit hat die US Notenbank in gigantischem Ausmaß Staatsanleihen und anderen Anleihen gekauft und so auch den US-Haushalt finanziert, sowie Banken und Industrie mit Liquidität versorgt.

Eine Rücknahme dieser Aktionen werde Jahre dauern, verkündete die FED, man werden Monat für Monat weniger Milliarden für Staatsanleihen und Wirtschafts-Anleihen ausgeben und so den Bestand langsam abbauen.

 

 

Goldpreisentwicklung vor FED-Sitzung seitwärts – auf Niveau von 1130€/oz für die Feinunze

Am Dienstag bewegte sich der Goldpreis in Euro im Vorfeld der für Mittwoch angekündigten FED-Sitzung eher seitwärts. Es gab wohl einige technische Verkäufe – aber insgesamt gab es nur einen dünnen Handel. Viele Anleger warten auf die Ergebnisse der Sitzung der amerikanischen Notenbank am Folgetag, sodass die Goldpreisentwicklung durch eine Seitwärtsbewegung gekennzeichnet war.

Goldpreis unbeeindruckt von erwarteter FED-Zinserhöhung

Allgemein wird erwartet, dass die FED nach der morgigen Sitzung eine Zinserhöhung bekannt gibt, – auch wenn es eine Gruppe von US-Professoren gibt, die einen Aufruf gestartet haben, dass dies noch viel zu früh sei und die FED nicht die Konjunktur abwürgen solle. Am frühen europäischen Abend notierte der Goldpreis in Dollar auch noch völlig unbeeindruckt bei 1267 $/oz.

Anleger erwarten von der FED auch eine Aussage, inwieweit die FED zukünftig das Anleihenkaufprogramm, mit dem die Märkte mit Liquidität überschwemmt worden waren, zurückführen werde.

Die Produzentenpreise waren in USA im Mai unverändert, u.a. weil die Energiekosten so stark wie lange nicht mehr zurückgegangen waren. Sollte die FED morgen die Zinsen nicht erhöhen, dürfte dies den Dollar belasten.

Goldsteuer in Indien: Jetzt herrscht Klarheit

In Indien hat der Staat endlich die Besteuerung von Gold neu geregelt: Monatelang war vermutet worden, dass der Staat die Steuer neu und hoch festsetzen wird, was Ängste freigesetzt hat. Das Gegenteil ist nunmehr der Fall: In Indien wurde eine einheitliche Verbrauchssteuer (Goods and Services Tax/GST) von 3% festgesetzt, die auch auf Gold anzuwenden ist. Bei einem Import fallen noch einmal 10% an, zusammen ist der Goldverkauf aus importiertem Gold also mit 13% belastet. Dies ist aber in etwa so wie bisher, als Gold schon insgesamt mit 12,2% – aufgeteilt auf verschiedene Abgaben belastet war. Der Markt hatte mit einer Gesamtbelastung „neu“ von 15 bis 18% gerechnet. Die nunmehr ab 1.7.2017 gültigen 13% wurden von nahezu allen Marktteilnehmern mit Erleichterung aufgenommen.

Goldschmuggel in Indien bleibt lukrativ

Bei 10% darin enhaltener Importsteuer wird natürlich nach wir vor der Anreiz für Schmuggler vorhanden sein, Gold illegal ins Land zu schmuggeln. Nahezu täglich werden an den Flughäfen und Seehäfen Indiens Schmuggler mit Gold erwischt, die sich privat die „ersparten“ 10% Einfuhrabgabe verdienen wollen.

Zentralbanken kaufen weiter Gold

Die Zentralbanken dieser Welt kaufen weiter Gold. Die jüngste Statistik des World Gold Councils weist u.a. folgende Zukäufe auf:

  • Russland + 7,2 Tonnen
  • Türkei + 8,2 Tonnen
  • Argentinien + 6,8 Tonnen
  • Kasachstan + 3,2 Tonnen

In der Liste der grössten Goldbestandshalter der Welt steht Deutschland dort immer noch (hinter den USA) auf Platz 2 mit 3377.3 Tonnen Gold, wovon allerdings rund die Hälfte in US-Tresoren lagern soll, wo sie schon länger niemand mehr vollständig gezählt hat, was selbst der Bundesrechnungshof monierte. Die Deutsche Bundesbank hat bisher lediglich einen Teil der in den USA befindlichen Goldbarren zurückgeholt.

Deutsche kaufen nach wie vor Krügerrand

In Deutschland war zu Wochenbeginn nach wie vor eine konstante Nachfrage nach den Goldmünzenklassikern, vor allen Dingen den Krügerrand-Goldmünzen zu spüren. Die South African Mint teilt mit, dass Deutschland mittlerweile Hauptabsatzland für neue Krügerrand Goldmünzen ist. Weltweit.  Die Umsatzhitliste führten zu Wochenbeginn nach dem Krügerrand auch die Maple Leaf Goldmünzen und 1-Unzen-Goldbarren an. Bei den numismatischen Ausgaben gingen zahlreiche Bestellungen für die Dagobert-Duck-Goldmünzen aus Frankreich ein, die durch die kleine Auflage von 500 Sammler zum Erwerb animierten.

 

Draghi lässt die Zinsen unten, Trump plaudert und der Goldpreis steigt

EZB-Präsident Mario Dragi hat kürzlich in einer Rede vor dem niederländischen Parlament geäußert, dass es noch zu früh sei, die Zinsen wieder anzuheben. Die ultralockere Geldpolitik der europäischen Zentralbank dürfte also noch eine Weile anhalten. Damit auch die niedrigen Zinsen für Geldanleger, die für Spareinlagen und Festgelder keine Zinsen oder nur sehr sehr niedrige bekommen. Einzelne Banken haben ja auch in Deutschland bereits begonnen, für große Guthaben bereits Strafzinsen zu berechnen: Wer seiner Bank Geld leiht (und nichts anderes ist eine Anlage auf einem Sparbuch ja), der muss dafür Strafe zahlen. Verkehrte Welt, die noch eine Weile anhalten soll – so derjenige, der es in der Hand hat: EZB-Präsident Draghi.

Deutsche kaufen 13% mehr Gold

Kein Wunder, dass immer mehr Deutsche von Ihrem Geld auf nahezu zinslosen Konten Gold kaufen. Die Umsätze der Anleger, die Goldmünzen kaufen oder Goldbarren kaufen, haben in Deutschland gemäß einer Auswertung des World Gold Councils um einen zweistelligen Prozentsatz zugelegt. Die Deutschen kaufen mit +13% überdurchschnittlich viel Gold. Die europäische Goldnachfrage im ersten Quartal hat um 9% gegenüber Vorjahr zugelegt. Insgesamt wurden im ersten Quartal 2017 in Europa 60,8 Tonnen von Anlegern in Form von Goldbarren und Goldmünzen gekauft. Hersteller von Barren und Münzen freuen sich. Auch aktuell im Mai ist die Nachfrage wieder sehr hoch, da günstige Kurse zum Positionsaufbau einladen.

EZB flutet weiter mit Geld – gut für Gold

Die EZB hatte erst auf letzten Sitzung Ende April daran festgehalten, die Märkte auch weiterhin mit Geld zu fluten. Früher hätte man gesagt „Sie drucken einfach Geld“. Heute wird das Geld noch nicht einmal gedruckt. Es wird über Nacht auf Knopfdruck auf Konten geschaffen und Banken zu 0 % zur Verfügung gestellt. Bundesfinanzminister Schäuble hatte – auch wenn sein Haushalt von geringerem Zinsaufwand für Staatsschulden profitiert – die Niedrigzinsen moniert, – diese würden der Finanzbranche „außergewöhnliche Probleme“ bescheren. Die Geldentwertung durch immer mehr Geld sollte sich mittelfristig erhöhend auf den Goldpreis auswirken, der dann die Geldentwertung wiederspiegelt.

US-Präsident Trump unter Beschuss

US-Präsident Trump steht in den USA unter Beschuss, was zu einer Dollarschwäche/Eurostärke geführt hat und zu steigenden Goldpreisen.

Trump hatte offensichtlich nicht nur versucht, FBI-Ermittlungen zu bremsen, die ihn belasten könnten, sondern auch sicherheitsrelevante Informationen an seine russischen Gesprächspartner weiter gegeben, – insbesondere wohl israelische Quellen geoutet, was Israels Geheimdienst als suboptimal empfinden dürfte. Trump hat die Weitergabe der Informationen mittlerweile eingeräumt. Nach Bekanntwerden der Zusammenhänge sank die US-Dollar-Parität und der Euro erstarkte. Für einen Euro erhält man nun statt 1,06$ wie noch vor wenigen Tagen 1,11 US$. Der Goldpreis stieg auf 1245 US$/oz, was wegen des erstarkten Euros aktuell „nur“  einen Goldpreis in Euro von 1120 €/oz ausmacht.  Die Nachfrage nach Gold war im frühen europäischen Handel sehr groß.

US-Banken kaufen Gold

Nunmehr wurde bekannt, dass nicht nur US-Hedgefonds stark auf Gold setzen, sondern auch US-Banken Gold kaufen: Morgan Stanley erweiterte seine Goldpositionen im ersten Quartal um 20%, der weltweit größte Vermögensverwalter Black Rock hat alleine 16,8 Millionen Gold-ETF-Anteile im ersten Quartal gekauft und JP Morgen Chase verdoppelte sein Gold-Investment. Damit signalisieren diese institutionellen Investoren ein nur geringes Vertrauen in die Politik von US-Präsident Trump und setzen offenbar selber lieber auf Gold. Ein Investment, welches Banker sonst gerne den eigenen Kunden ausreden, aber für sich selber offensichtlich ganz gerne tätigen.

Charttechnik spricht für steigende Goldpreise

Am 3.Mai fiel der Goldpreis rund 30 US$ nach unten und durchbrach auch die charttechnisch wichtige 200-Tage-Linie. Eine Abwärtstrendlinie bei 1240$ wurde jedoch mit den jetzigen Kursen um die 1245$/oz nach oben durchbrochen und könnte für steigende Preise sprechen. Die 200-Tage-Linie scheint wieder nach oben durchbrochen zu werden. Solange Gold nicht dauerhaft wieder unter 1238$ fällt, ist der Weg über die 1255$-Grenze und dann nach oben frei.

Goldpreis-Explosion ante portas?

Die Lage rund um Niedrigzinsen, politische Schwierigkeiten und Goldnachfrage erinnert an den Zeitraum 1978/1979, bevor sich der Goldpreis innerhalb anderthalb Jahre mehr als versiebenfacht hat. Eine solche Explosion wird in der Dimension von den meisten Experten für unwahrscheinlich gehalten, aber den jährlichen Kaufkraftverlust, den es durch die Nullzinspolitik real gibt, hat die Bevölkerung schon wahrgenommen. Mittlerweile wird er auch von den konservativen Politikern nicht mehr bestritten. Man darf gespannt sein, wie sich der Sachwert Gold weiter entwickelt. Wie die Zahlen des World Gold Councils weltweit bestätigen, fließt bereits mehr Geld in Gold als zuvor. Viele Anleger haben aber den Ernst der Lage noch nicht erkannt und nehmen Nullzinsen auf der Bank und damit eine reale Vermögensminderung in Kauf.

Papiergold-Verkäufe (ETF) haben Goldpreis gedrückt – geht es jetzt wieder aufwärts?

Neben den Anlegern, die auf den direkten physischen Besitz von Gold setzen, indem sie z.B. Goldbarren oder Goldmünzen kaufen, gibt es weltweit eine ganze Reihe von Spekulanten, die auf „Papiergold“ setzen. Sie kaufen Optionen, die sie berechtigen, später Gold von jemandem zu kaufen, der gar nicht nachweisen muss, dass er es hat oder kaufen Zertifikate oder sonstige Papiere, die einen Lieferanspruch auf Gold darstellen sollen und hoffen, bei einem späteren Wunsch auf Lieferung, auch Gold zu bekommen.

Solche „Papiergold“-Besitzer haben in der letzten Woche massiv Gold-Positionen verkauft und damit den Goldpreis nach unten gedrückt.

ETF Gold: Massive Abflüsse

Der weltgrösste Gold-ETF, der SPDR Gold Shares, der mit einem Börsenwert von über 34 Milliarden Dollar die Spitzenposition einnimmt, hat alleine in der letzten Woche Anteilseigner für 217 Millionen US-Dollar verloren.

Auch der auf Goldminen spezialisierte ETF vanEck Vectors Gold Miners musste einen Abzug von über 700 Millionen US-Dollar(!) hinnehmen

Goldpreis auf 6-Wochen-Tief

Der Goldpreis ist unter die wichtige 200-Tage Linie gerutscht, notiert im frühen Freitagshandel in Deutschland bei 1123 Euro/oz, respektive 1234 US$/oz. Damit notiert er bereits wieder 6 Euro höher als am gestrigen Abend, als er auf 1117 Euro/oz gefallen ist. Anleger führten den Preisrutsch gestern auf die US-Notenbank FED zurück, die zwar keine Zinsen erhöht hat, dies aber für die Juni-Sitzung für möglich gehalten hat. Die FED konstatierte zwar ein schwaches Wachstum der US-Wirtschaft, deutete aber an, dass dies auch nur temporär sein könnte und blieb damit bei einer positiven Einschätzung der US-Konjunktur, die damit auch durchaus kleinere Zinsanhebungen möglich machen würde – wenn sie denn tatsächlich anzieht – die US-Konjunktur.

9% mehr Goldbarren und Goldmünzen verkauft, aber weniger ETFs

Das World Gold Council, eine Gold-Produzentenvereinigung, hatte zudem gestern die Statistiken für das erste Quartal 2017 veröffentlicht. Dort ist zu entnehmen, dass die globale Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren um 9% zugenommen hat. Starke Nachfrage vor allen Dingen in Deutschland, Europa und China. Aber dadurch, dass Gold-ETFs 68% verloren hätten, relativiert sich die weltweite Gesamtgoldnachfrage (incl. ETFs) auf minus 18%.

Physisches Gold in Form von Goldmünzen und Goldbarren wird also deutlich stärker nachgefragt. Die institutionellen Anleger, die Konstruktionen wie Gold-ETFs bevorzugen, haben sich im ersten Quartal aber zurück gehalten.

Goldpreis kann trotz Zinserhöhungen der FED steigen

Betrachtet man die letzten vier Zinserhöhungszyklen der FED, so ist rein statistisch zu konstatieren, dass in drei von vier Fällen der Goldpreis gestiegen ist und zwar um 10 bis 20%. Insoweit lehrt die Geschichte, dass steigende Zinsen der FED nicht zwangsläufig sinkende Goldpreise zur Folge haben müssen. Letztendlich ist Gold eine Absicherung gegen Inflation und der REALZINS, d.h. Verzinsung abzüglich Inflation ist ein entscheidender Faktor.

Das Umfeld für Goldanlagen ist immer noch positiv. Anleger, die auf niedrige Kaufkurse gewartet haben, finden jetzt zahlreiche günstige Angebote vor.

Goldmünzen zu niedrigen Preisen kaufen

Goldbarren zu niedrigen Preisen kaufen

Gold kaufen: 4 Gründe, warum Sie es jetzt tun sollten

Vielleicht haben Sie sich  schon einmal damit beschäftigt, ob Sie jetzt erstmalig oder als Ergänzung Ihres Portfolios Gold kaufen sollten. Wir nennen Ihnen 4 Gründe, warum wir glauben, dass Sie dies jetzt tun sollten:

  1. FED
  2. TRUMP
  3. EU/Euro
  4. Goldpreis

1. Gold kaufen, weil die FED die Realzinsen negativ macht

Die US Notenbank FED hält seit Jahren die Zinsen niedrig, die EZB in Europa macht dasselbe. Die Zinsen sind bei NULL Prozent oder kurz darüber. Auch nach viel diskutierten Zinserhöhungen in USA und auch denen, die noch kommen können, sind die Zinsen niedrig. So niedrig, dass nach Abzug der Inflationsrate eine NEGATIV-Verzinsung übrig bleibt. Der Realzins ist negativ. Die Menschen werden also kalt enteignet, indem ihr Geld immer wertloser wird. Wer da nicht in Sachwerte, wie z.B. Gold investiert, läuft Gefahr, sein Realvermögen zu vermindern.

2. Gold kaufen, weil TRUMP unberechenbar ist

Eine der scheinbar mächtigsten Nationen der Welt mit einem Verteidigungshaushalt der grösser ist als der von zig anderen Ländern zusammen, hat einen Präsidenten, der unberechenbar ist und dem Entscheidungen vorschweben, die vorher kein US-Präsident getroffen hat. Er will Krankenversicherungen abschaffen, Zäune und Mauern bauern, droht Korea mit Krieg, lässt Bomben in Syrien abwerfen und droht der deutschen Industrie, keine Aufträge mehr zu erteilen: AMERICA FIRST

Hier ist schlichtweg nicht kalkulierbar, ob er irgendwann nicht doch auf ein Knöpfchen drückt und kriegerische Auseinandersetzungen einläutet, die sich dann unvorhersehbar entwickeln. Niemand weiß, ob er nicht doch Handelszölle die EU oder Deutschland betreffend einführt. Auch wenn es ihm letztendlich selber schaden würde, schadet er zunächst einmal auch der deutschen oder europäischen Industrie, wenn er so etwas tut. Er hat vor der Wahl viel versprochen und steht unter dem Druck, davon auch einiges umsetzen zu müssen, um nicht das Gesicht zu verlieren.

3. Gold kaufen, weil der Euro und EU an Stabilität verlieren

Das 50 Euro nicht mehr so viel wert sind wie früher 100 DM, hat sicher auch der letzte bemerkt. Aber mittlerweile droht auch das Konstrukt EU und der Euro auseinander zu fliegen. Nicht nur, dass sich in vielen Ländern schon Parteien zum Austritt aus dem Euro gebildet haben und zweistellige Wahlergebnisse erzielen: Mit Großbritannien gibt es das erste große EU-Mitgliedsland, was aus der EU austritt. Niemand weiß, wie lange es dauert, bis Nachahmerländer einen ähnlichen Weg gehen. Die Griechenlandfrage ist auch noch nicht gelöst: Man hat Schulden erlassen, Schuldentilgungen gestreckt, neue Kredite bewilligt und die Probleme sind immer noch da. Wenn man aber nicht sicher sein kann, ob der Euro in 5 Jahren noch Bestand hat, sollte man sich durch Sachwerte absichern. Hier ist der Kauf von Gold wegen seiner Fungibilität empfehlenswert: Gold ist jederzeit auf der ganzen Welt wieder zu Geld zu machen. Wenn Sie eine Krügerrand Goldmünze wieder zu Geld machen wollen, gelingt Ihnen das in jedem Land der Erde innerhalb von 24 Stunden. Versuchen Sie das einmal mit einer Immobilie, einem Oldtimer oder eine Sammlung alter Weine. Vom Transportproblem ganz abgesehen.

4. Der Goldpreis ist aktuell günstig: Gold jetzt kaufen könnte klug sein

Niemand kann den Goldpreis für 1 Jahr vorhersagen. Noch nicht einmal für eine Woche. Auch wir nicht. Wir können jedoch schauen, was war in der Vergangenheit und welche Entwicklungen dürfen als wahrscheinlich gelten. Der Goldpreis ist im Vorfeld der Wahl in Frankreich auf über 1200 Euro/Unze gestiegen, befindet sich aktuell nach der Wahl wieder bei 1158€/oz und bietet damit eine deutlich tiefere Einstiegsmöglichkeit für Investoren. Die grundsätzlichen Probleme in der Welt haben sich nicht geändert. Diese Woche Mittwoch ist auch COMEX-Termin, wo Goldoptionen auslaufen. Kurz vor solchen Terminen kommt es häufig zu Ausschlägen nach oben oder unten, die sich danach wieder umgekehrt bewegen. Den aktuellen Ausschlag nach unten kann man ggf. für Käufe nutzen.

Warum wir auch glauben, dass der Goldpreis mittel- bis langfristig weiter steigt?

  • Gold wird vor allen Dingen aus Minen tief unter der Erde in Südafrika oder China gefördert. Das wurde früher zu Hungerlöhnen von einfachen Arbeitern gemacht – unter Missachtung von Umweltvorschriften. Hier ist man heute schon einen Schritt weiter, aber immer noch nicht auf westlichem Standard. Ein chinesischer Arbeiter wird in 5 Jahren nicht mehr einen Monat unter Tage für 200 Euro im Monat arbeiten. Durch die Steigerung der Lohnkosten werden die Preise für das geförderte Edelmetall steigen
  • Gold wird langsam knapp: Die Ausbeute aus den Goldminen wird immer knapper: Man muss immer tiefer graben, um an Gold zu kommen. In China eröffnet man jetzt die ersten Goldminen im Meer, unter der Wasseroberfläche, um sicherzustellen, dass man auch zukünftig noch Gold fördern kann
  • Die Goldnachfrage wird weltweit im Wesentlichen aus Indien und China bestimmt. Ein Großteil des weltweiten Goldes wird von dort konsumiert. Die Bevölkerungswachstumsraten sind dort immer noch enorm und noch viel wichtiger: Immer grössere Teile der existierenden Bevölkerung dort wachsen in Wohlstandsschichten hinein, die auch Gold als Schmuck oder Investment kaufen
  • US-Dollar und Euro gelten nicht mehr als sicher: Die Zentralbanken dieser Welt gehen daher seit Jahren dazu über, ihr Geld zur Sicherheit in GOLD anzulegen und sind seit mehr als 10 Jahren jedes Jahr NETTO-KÄUFER von Gold, kaufen tonnenweise Gold

Welches Investment in Gold ist zu empfehlen?

Wir empfehlen, folgendes Gold zu kaufen:

Diese Goldmünzen und Goldbarren können Sie jederzeit auf der ganzen Welt wieder zu Geld machen, weil sie weltweit anerkannt sind. Gleichzeitig haben Sie Stückelungen, die klein genug sind, wenn Sie flexibel irgendwann etwas zurückgeben wollen.

Goldbarren kaufen 100 Gramm
Goldbarren, z.B. von Heraeus zur Vermögensabsicherung

Gold kaufen weiter populär – FED-Chefin Yellen will die Wirtschaft nicht abwürgen

Um 22 Uhr MEZ gestern Abend hielt FED-Chefin Janet Yellen eine Rede in Michigan, die Goldhändler in der ganzen Welt mit Aufmerksamkeit verfolgten. Die Chefin der US-Notenbank hat aber offensichtlich erkannt, dass weder die amerikanische Regierung noch die US-Wirtschaft über Zinserhöhungen erfreut wären und deshalb auch keine konkreten angekündigt.

Sie blieb nebulös und teilte nur mit, dass die US-Wirtschaft ziemlich gesund sei, aber man das Wirtschaftswachstum auch nicht durch Zinserhöhungen abwürgen dürfe. Allerdings könne die FED auch nicht allzu lange damit warten, die Geldpolitik wieder etwas straffer zu gestalten. Bis Ende 2017 wolle man mit dem Geldeinsammeln beginnen. Die FED plant, den hohen Bestand an Staatsanleihen abzubauen. FED-Chefin Yellen betonte die Sinnhaftigkeit der Unabhängigkeit der Zentralbank von der Regierung.

Goldpreis unbeeindruckt von Yellen

Die Rede der FED-Chefin hatte keinerlei nennenswerte Auswirkung auf den Goldpreis: Im europäischen Vormittagshandel notierte Gold nach der Rede der FED-Chefin mit Preisen um 1184 Euro/oz, respektive 1257 US$/oz fest, 0,2% höher als am Vortag. Signifikante Goldkäufe von Anlegern sorgen weiterhin für einen stabilen Goldpreis.

Saxo Bank empfiehlt GOLD KAUFEN

Die Saxo Bank sieht festere Goldpreise bis zum Jahresende. Ole Hansen, Chef-Stratege für Edelmetalle bei der Bank, sieht den Goldpreis Ende des Jahres bei 1325 $/oz, mithin eine Steigerung von 5,4% bis zum Jahresende. Damit würde die Wertsteigerung von Gold wieder einmal die Inflation bei weitem überschreiten.

Bei klassischer Sparanlage wie Sparbuch oder Festgeld ist dieses Jahr real eher mit Vermögensverlusten zu rechnen, da die Inflation mit Werten um 2% deutlich höher sein dürfte als der vereinnahmte Zins, was zu Netto-Vermögensverlusten führen würde.

Ole Hansen von der Saxo-Bank sieht überdies die Möglichkeit eines Silberpreis-Anstiegs auf 19$/oz. Am Dienstag notierte Silber noch bei 17,95 US$/oz.

(Papier-) Gold kaufen in Dubai und China leichter

Die Dubai Gold and Commodities Exchange (DGCX) als Edelmetallbörse in Dubai kündigte die Auflegung eines speziellen Gold-Kontrakts in der chinesischen Währung Yuan an, um internationalen Anlegern dollarunabhängig die Möglichkeit des Investments in Gold zu geben. Insbesondere hat man es auf die chinesischen Investoren abgesehen. Mit dem DGCX Shanghai Gold Futures (DSGC) kann man in Gold, basierend auf der Yuan-Notierung an der Shanghai Gold Exchange (SGE) investieren. Die Kontraktgröße beträgt 1 kg Gold, – der Kontraktpreis wird aber in Yuan pro Gramm Gold ausgewiesen. Man möchte damit vor allen Dingen institutionelle Anleger ansprechen, die das Gold dann in 55 zertifizierten Goldaufbewahrorten verwahren lassen können.  Die Shanghai Gold Exchange gilt mittlerweile als weltweit größter Goldmarkt in der Welt. Indien und China sind zusammen die größten Goldabnehmerländer weltweit.

RAK Bank sieht Goldpreis bei 1400$

Die in Dubai und im arabischen Raum präsente RAK Bank sieht die Goldpreisentwicklung noch positiver. Jeffrey Rhodes von der RAK Bank sieht Gold als best performende Anlage in diesem Jahrhundert. Er verwies auf den Goldpreisanstieg um 320% seit dem Sommer 2001. Anleger könnten mit einem Investment in Gold ihr Vermögen vor Verlusten schützen. 4 Jahre Unsicherheit unter Trump stünden vor den Anlegern. Gold könnte da leicht auch die 1400-Dollar-Preismarke überschreiten. Anleger seien gut beraten, Gold zu kaufen

Deutsche Anleger kaufen physisches Gold

Die Anleger in Deutschland setzten nach wie vor auf physisches Gold und kaufen Krügerrand Goldmünzen der unterschiedlichsten Jahrgänge und klassische Goldbarren LBMA zertifizierter Hersteller. Im Hinblick auf Ostern waren auch verstärkte Käufe kleinerer Goldbarren der Following Nature Serie von Heraeus zu verzeichnen.

Goldbarren Following Nature Serie - Gold kaufen
Gold kaufen für Ostern : Following Nature Goldbarren von Heraeus

 

 

Goldpreis weiter fest – FED bewirkt Goldkurs-Anstieg

Damit hatte die US-Notenbank FED wohl nicht gerechnet: Sie erhöhte die Leitzinsen und trotzdem stieg der Goldpreis. Gestern Abend notierte er bis zu 1150 Euro/Unze, heute morgen mit 1138 €/oz wieder etwas ruhiger, aber immer noch rund 20 Euro höher als vor der FED-Entscheidung letzte Woche.

Goldpreis geht trotz FED nach oben

Einige Anleger fanden diese Entwicklung ungewöhnlich, da sie bei steigenden Zinsen einen Goldpreisrückgang erwartet hatten. Aber hier muß man auch zwischen den Zeilen lesen. In den Kommentaren der FED war nicht herauszuhören, dass man weiterhin aggressiv die Zinsen erhöhen werde und auch nicht, dass dies kurzfristig erfolgen könnte. Wohl wurden zwei weitere Zinserhöhungen für dieses Jahr in Aussicht gestellt. Aber das hatten die Investoren in den Goldpreis ohnehin schon eingepreist. Nur von den eingepreisten Erwartungen abweichende Ankündigungen hätten dem Goldpreis schaden können.

Inflation führt zu höheren Goldpreisen

Unabhängig vom Zinsniveau führt Inflation und auch nur die Angst vor Inflation zu Goldkäufen und damit zu höheren Goldpreisen. Anleger kaufen Goldmünzen und Goldbarren oder Gold-ETFs, um Vermögen vor inflationsbedingten Verlusten zu schützen. Wichtig ist nicht nur der FED-Zins, sondern der Realzins, den Anleger erzielen können: Also Zins von der Bank minus Inflationsrate. Aktuell ist dies NEGATIV, d.h. Anleger, die klassisch bei der Bank auf Sparbüchern oder Festgeldern Geld anlegen, verlieren jedes Jahr Vermögen. Daher fliegen viele in den sicheren Hafen Gold, indem Sie Goldbarren und Goldmünzen kaufen. Im letzten Jahr hatten diese Gold-Anleger damit 10% Wertsteigerung erzielt. Selbst bei einer Inflation bleibt noch eine Netto-Vermögenserhöhung von 8%.

In den USA liegt das Zinsniveau bei unter 1%, für Februar wurde aber schon 2,7% Inflation vermeldet. Hier werden also Anleger netto entreichert.

Gold beendete die letzte Woche mit 1228,4 $/oz, notiert heute im frühen Handel leicht darüber. Der US-Dollar notierte schwächer, die Renditen von US-Staatsanleihen ebenso.

Deutsche kaufen Gold – aus Angst vor Inflation

Die Edelmetallhändler in Deutschland berichten fast einhellig von stärkeren Goldkäufen. Deutsche Anleger kaufen nach der FED-Entscheidung letzte Woche wieder vermehrt Goldmünzen und Goldbarren. Einzelne Bundesländer hatten auf den massiven Anstieg der Inflation in Deutschland aufmerksam gemacht, die Entwicklung deutlich nach oben wird in folgender Tabelle des Statistikamtes in Baden-Württemberg besonders deutlich:

Inflation in Deutschland lässt Goldpreis steigen
Inflation in Deutschland lässt Goldpreis steigen

 

Auch Silber wird teurer – parallel zu Gold

Auch die Besitzer von Silbermünzen und Silberbarren dürfen sich freuen: Nach der FED-Bekanntgabe letzte Woche stieg auch der Silberpreis wieder. Letzte Woche Donnerstag sprang Silber wieder über 17$/oz und konnte in der Gesamtwoche ein Plus von 1,7% aufweisen. So viel wie manch Sparer im ganzen Jahr nicht von seiner Bank bekommt.

ETF-Käufer kauften alleine in der letzten Woche ca. 50 Tonnen Silber. Silber bewegte sich nahezu parallel zu Gold, behielt auch eine Gold-Silber-Ration von knapp über 70:1 bei. Da sich das Silberangebot einiger Minengesellschaften verknappt, könnte dies zukünftig den Silberpreis – unabhängig von der Goldpreisentwicklung – positiv entwickeln. Der Photovoltaikbedarf an Silber scheint weiter stetig zu steigen, was ein weiteres positives Signal für den Silberpreis wäre.

Die 200-Tage-Chartlinie liegt bei 17,14 $/oz, Silber notiert am frühen Dienstagmorgen mit 17,44 $/oz deutlich darüber. Der Silberpreis in Euro am Dienstag liegt bei 16,06 €/oz.

Deutsche Investoren kaufen Silbermünzen

Deutsche Silber-Anleger setzen traditionell weiter auf die bekannten Silber-Anlagemünzen wie Maple Leaf, Känguru und Wiener Philharmoniker und nutzen die differenzbesteuerten Angebote der Edelmetallhändler

 

Platinpreis auf Einkaufs-Niveau?

Der Platinpreis erreichte ein 11-Wochen-Tief. Nach Verlusten in den letzten Wochen wurde das Tief bei 932 $/oz erreicht, Platin konnte sich danach auf 940$ beruhigen. Im europäischen Dienstagshandel notiert Platin wieder mit 960 $/oz deutlich fester. Nach der FED-Entscheidung letzte Woche stieg Platin sogar kurzfristig bis auf 971$/oz.

Charttechnisch muss nun der Widerstand bei 985$ durchbrochen werden, um die 1000$-Grenze zu erreichen.

Das World Platinum Investment Council meint einen Angebotsüberhang von Platin feststellen zu können, was die Kurse wohl gedrückt hatte. In Südafrika konnte die Exploration von Platinmetallen zuletzt um 3% gesteigert werden, hier muss abgewartet werden, ob die Automobilindustrie nicht eine noch stärkere Nachfrage auslöst. Noch immer gibt es kein ernsthaft konkurrenzfähiges Substitut für Platin im Katalysatorbau.

 

 

Goldpreis geht nach oben – nachdem FED die Zinsen um 0,25% erhöht hat.

Tagelang starrten die Goldhändler auf den Goldpreis und beobachteten wie er sich wohl verändert – im Hinblick auf die FED-Zinsentscheidung am heutigen Tag.  Bereits seit dem heutigen europäischen Vormittag kam es zu verstärkten Goldkäufen in Deutschland – vor allen Dingen von privaten Anlegern.

Im Goldpreis eingepreist: Analysten hatten Zinsanhebung vorhergesagt

Nunmehr hat die FED die Zinsanhebung heute tatsächlich bekannt gegeben: Der Zentralbankzins steigt in den USA um 0,25% auf 0,75 bis 1% p.a.

Exakt diesen Anstieg hatten Analysten vorhergesagt. Im Vorfeld der FED-Sitzung war es am Markt zu Gewinnmitnahmen und damit leichten Kursrückgängen bei Gold gekommen. Direkt nach der Bekanntgabe der FED-Erhöhung stieg der Goldpreis gleich um mehrere Dollar auf 1215,90 US$/oz, respektive 1136 Euro/oz.

Goldkauf-Orders in den Onlineshops deutscher Händler nehmen zu

Die Online-Kaufaufträge für Goldmünzen und Goldbarren haben bereits den ganzen Tag ein höheres Niveau als das der Vortage erreicht, am Nachmittag berichteten einige Händler über massiven Ordereingang.

Wie ist die FED-Entscheidung zu deuten ?

Die FED hat nunmehr das zweite Mal in drei Monaten den Zentralbank-Zins um einen Viertel-Prozentpunkt (0,25%) erhöht und damit Vertrauen in die US-Wirtschaft signalisiert. Offensichtlich hält die FED die US-Wirtschaft für robust.

Höhe und Zeitpunkt der Erwartung entsprechen exakt den Vorhersagen der Mehrheit der Analysten und waren im Goldpreis bereits enthalten. Der neue Zins für Übernacht-Geldleihen in Höhe von 0,75 bis 1 % befindet sich in der Vorhersage-Bandbreite fast aller Analysten.

Am Markt sanken als Folge zunächst die Renditen für Staatsanleihen und Aktien gingen leicht nach oben.

Einige Marktteilnehmer hatten wohl befürchtet, dass schlimmere Zinserhöhungen kommen könnten und waren nunmehr beruhigt.

FED kündigt weitere Zinserhöhungen an

Die FED hatte bereits im Dezember angekündigt, dass es in 2017 zu bis zu 3 Zinserhöhungen kommen können. Analysten erwarten daher für das Jahre 2017 noch zwei weitere – ebenfalls in Höhe von jeweils 0,25%.

Wirtschaftswachstum in den USA rund 2,1%

Die Wirtschaftsexperten der Trump-Regierung sehen ein Wirtschaftswachstum in 2017 von 2,1% und für 2018 nochmal denselben Satz (2,1%), der sich dann aber später auf 1,8% reduzieren werde. Da Trump aber noch überhaupt keine wesentlichen, postiven Wirtschaftsimpulse gesetzt hat, sondern diese bislang nur avisiert hat, ist die Vorhersage des US-Wirtschaftswachstums auf die Nachkommastelle genau nahezu unmöglich. Eine protektionistische Politik, der die US-Industrie zwingt, alles in USA einzukaufen und nicht am preiswerteren Weltmarkt, macht Produkte amerikanischer Firmen erst einmal teurer und damit schwerer absetzbar. Eine denkbar schlechte Voraussetzung für ein Wachstum.

Zinsen selbst am Jahresende noch niedrig – Gold bleibt interessant

Selbst wenn die US-Notenbank die Zinsen noch zweimal bis zum Jahresende erhöht, bleibt das Gesamtzinsniveau niedrig und die Inflationsgefahr ist nicht gebannt. Daher wird Gold auch weiterhin für viele Anleger interessant bleiben und auch in Form von Goldbarren und Goldmünzen gekauft werden. Der Goldpreis dürfte also – wie es die Bank of America kürzlich auch prognostiziert hat – weiter steigen.