Goldpreis macht Rücksetzer – Schnäppchenjäger greifen zu

US-Anleger kaufen zur Zeit massiv Dollar und Dollar-Anleihen, vertrauen offensichtlich auf die Stärke der US-Wirtschaft und den US-Präsidenten, gleichzeitig gibt der türkische Präsident Erdogan bekannt, dass er Gold für ca. 3 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt hat, um die Krise in der Türkei zu überwinden. Gemeint ist damit vermutlich ,dass er das Gold verkaufen könne, um damit am Markt türkische Lira zu erwerben, die er stärken möchte.

Goldpreis geht unter charttechnisch wichtige Marke von 1180$/oz

Der Goldpreis bewegt sich aktuell (16.8.2018) kurz unter der charttechnisch wichtigen Marke von 1180$/oz, was bei einem Euro-/Dollar-Kurs von 1,1362 bedeutet, dass der Goldkurs in Euro bei ca. 1037 Euro/Unze liegt. Basierend auf diesen niedrigen Goldpreisen konnten Anleger heute Goldunzen teilweise deutlich unter 1100 Euro kaufen.

Krügerrand und Maple Leaf besonders gefragt

Die Goldmünzen Krügerand und Maple Leaf waren bei Anlegern gestern und heute besonders gefragt. Auf reduzierter Kursbasis kam es zu massiven Einkäufen deutscher Anleger, die die niedrigen Preise für einen Einkauf nutzten. Neben zahlreichen Online-Goldkäufen waren besonders in der Filiale Wiesbaden Goldmünzen und Goldbarren stark gefragt (Goldankauf-Wiesbaden).

 

Chinesische Währung fällt, türkische Lira fällt

Nicht nur die türkische Währung fiel massiv, zuletzt litt auch die chinesische Währung Renminbi, die gegenüber dem US-Dollar weiter abwertete. Nunmehr will eine chinesische Delegation in die USA reisen, um dort bei US-Präsident Trump auszuloten, wie man die verhängten Handelszölle wieder beseitigen könne.

Milliardär Ray Dalio setzt mit seinem Hedgefonds Bridgewater weiter auf Gold

Der US Milliardär Ray Dalio setzt – trotz gesunkener Kurse mit seinem Hedgefonds Bridgewater weiterhin auf das Edelmetall Gold. Als Vermögensverwalter, der über 100 Millionen US-Dollar Anlegergeld verwaltet, ist er in den USA rechenschaftspflichtig und muss berichten, wo er welche Anteile hält: Hier stellte sich raus, dass er zuletzt 3,9 Millionen Anteile am SPDR Gold-Fonds und 11,3 Millionen Anteile am iShares Gold Trust ETF besitzt. Die beiden Kontruktionen gelten als die beiden größten Gold-ETFs der Welt.

Während mach kleinerer Anleger sich von Gold getrennt hat, sammelt der Milliardär offensichtlich auf niedrigem Niveau Gold ein und hält sein Gold.

Erdogan kann sein Gold nur einmal verkaufen

Am Markt wird gebetsmühlenartig die alte Weisheit wiederholt: Gold kann man nur einmal verkaufen. Das gilt auch für den türkischen Präsident Erdogan. Er könne zwar das türkische Gold gesamthaft auf den Markt werfen, um Liquidität zu gewinnen. Das würde auch den Goldpreis für ein paar Wochen nach unten drücken, aber dann ist sein Gold weg und er könne nichts mehr hinterher werfen. Der Goldpreis fange dann durch die natürliche Nachfrage wieder an zu steigen. Insoweit raten auch erste Banken wieder auf jetzigem Niveau zu Goldkäufen, da man das niedrige Goldpreis-Niveau gut für Einkäufe nutzen könne.

Alan Greenspan: Gold wichtigste Währung

Einige Anleger erinnern sich an die Aussage des früheren Notenbankchefs der USA, Alan Greenspan, der gesagt hat ‚Gold ist die wichtigste Währung der Welt, an die keine andere Währung herankommt – inclusive des Dollars“. Die aufgeblähte Bilanzsumme der US-Notenbank FED nannte er ‚einen Haufen Brennholz‘ und dies aus dem Munde eines Zentralbankchefs.

 

 

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Wieviel Gold könnte die Türkei verkaufen – um Trump etwas entgegen zu setzen?

In der Türkei kämpft man an allen Fronten gegen einen weiteren Verfall der türkischen Lira: Mit Ankündigung von Strafzöllen auf Stahl und Aluminium auf Importe aus der Türkei hat US-Präsident Trump die türkische Währung weiter auf Talfahrt geschickt.

Gegenmaßnahmen der türkischen Zentralbank beinhalten auch Gold

Die türkische Zentralbank hat gestern dann Gegenmaßnahmen angekündigt, die auch Gold betreffen. In Ankara gab die Notenbank bekannt, dass man 10 Milliarden türkische Lira, 6 Milliarden US-Dollar und 3 Milliarden Dollar in Gold zur Verfügung gestellt habe, um die türkische Währung zu stützen.

Zu wenig sagen Experten

Experten halten dieses Paket für zuwenig. Selbst wenn die Türkei die 6 Milliarden US-Dollar in einem Aufwasch auf den Markt werfen würde, würde der Kurs der Lira allenfalls kurzfristig marginal steigen, um dann weiter zu fallen.

Was ist mit türkischen Goldverkäufen?

Angegeben hat die Zentralbank, dass man Gold für 3 Milliarden US-Dollar zur Verfügung stelle, um z.B. Lira zu kaufen. Doch hat die türkische Notenbank überhaupt so viel Gold und was würde das bewirken?

3 Milliarden Dollar = 78 Tonnen Gold

Ausgehend von einem aktuellen Goldkurs von 1196 $/oz wären 3 Milliarden US-Dollar ca. 78 Tonnen Gold, 78.000 Kilo oder 2,5 Millionen Goldunzen.

 Frage 1: Hat die Türkei überhaupt so viel Gold?

Ja, zumindestens, wenn man den Eigenangaben der Vergangenheit Glauben schenken darf. Zuletzt gab die Türkei an, 231 Tonnen Gold zu besitzen. In den letzten 2 Jahren will man massiv Gold gekauft haben. Stimmen diese Angaben, könnte die Türkei davon 78 Tonnen (rund ein Drittel) verkaufen.

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Goldbestände der Türkei seit 2000 – in 2017 und 2018 stark aufgebaut.

Frage 2: Wie oft könnte die Türkei eine solche Menge Gold verkaufen?

Knapp dreimal, dann wäre alles Gold im Staatsbesitz der Türkei verkauft. Die Marktteilnehmer kennen diese Zahlen und wissen das. Insoweit dürfte ein Goldverkauf allenfalls einen kurzfristigen Effekt haben

Frage 3: Beginnt die Türkei bereits mit Goldverkäufen?

Die türkische Zentralbank wird klug genug sein, solche Goldverkäufe so zu platzieren, dass dies kein Aufsehen erregt, aber große Verkaufsvolumen sind geeignet, kurzfristige Bewegungen am Goldmarkt auszulösen. Da die letzten 24h der Goldpreis in Euro von über 1060 auf ein Niveau von 1045-1048 gefallen ist, kann es durchaus sein, dass bereits eine große Menge Gold verkauft worden ist. Allerdings tritt der Goldpreis-Drück-Effekt nur solange ein, wie große Verkaufsorders im Markt liegen. Sobald die Menge abverkauft ist, zieht der Goldpreis dann in der Regel wieder an. Die ‚Munition‘ kann die Zentralbank also nur einmal verschießen. Nach zweimal ‚Nachladen‘ ist dann Schluss.

Frage 4: Soll man jetzt Gold kaufen?

Diese Frage muss jeder für sich beantworten. Die grundsätzliche globale Lage hat sich nicht geändert. Es gibt nach wie vor eine hohe Verschuldung der Staaten, Probleme in Europa und im Euroraum, einen US-Präsidenten, der Handelszölle für ein geeignetes Mittel der Politik hält und zahlreiche Krisenherde in der Welt. Garniert mit einer Nullzinspolitik in Europa und Banken, die hohe Risiken in den Bilanzen tragen. Nunmehr kommt nur noch ein weiterer Unsicherheitsherd hinzu.

Wer statt Nullzinsen von der Bank lieber auf Gold setzt und darauf vertraut, dass Gold dabei hilft, Vermögenswerte in die Zukunft zu transferieren und damit auch durch schwierige Zeiten zu kommen, kann dies natürlich bei gesunkenen Preisen desto günstiger tun.  Der langfristig orientierte Anleger wird ohnehin regelmäßig Gold kaufen, – unabhängig davon, wo gerade welche Krise neu ausbricht. Langfristig orientierte Anleger waren mit Gold die letzten 5000 Jahre auf der sicheren Seite.

Türkische Lire auf die Hälfte gefallen

Während man im September letzten Jahres nur 3,38 türkische Lira für einen US-Dollar aufbringen musste, bewegt sich der Kurs heute zwischen 6,42 und 6,96 Lira pro Dollar. Türken haben also die Hälfte des Außenwerts ihrer Währung seit September verloren. Wer rechtzeitig Dollars oder Gold gekauft hat, blieb von dieser Entwicklung verschont. Allerdings hat er dann exakt das Gegenteil von dem gemacht, was Präsident Erdogan gefordert hatte: Geht es nach ihm, sollten die Türken Dollar und Gold verkaufen und dafür die türkische Währung Lira kaufen.

Gratis-Tee für Gold-Verkäufer

Einige Gold- und Dollar-Ankäufer werben aktuell mit ‚Gratis-Tee‘ und ‚Gratis-Haarschnitten‘  in Ankara und Istanbul um Kunden, die ihnen Dollar und Gold verkaufen sollen. In der Türkei, wo ein kostenloser Tee ohnehin häufig zur gelebten Gastfreundschaft gehört, sicher kein Angebot, was Menschen, die ihr Vermögen vor Wertverlust schützen wollen, auf die andere Seite der Straße bringt.

Hat die Türkei nicht viel mehr Gold?

Bei der Zentralbank lagern noch mehr als 300 weitere Tonnen Gold, dabei handelt es sich aber um Gold, welches Geschäftsbanken dort als eine Art Sicherheit hinterlegt haben, im Rahmen der sogenannten Reserve Option Mechanicsm – Geschäfte. Dieses Gold kann die Zentralbank zwar theoretisch auch verkaufen, hat dann aber ein Problem gegenüber den Geschäftsbanken, die das Gold lediglich als Sicherheit hinterlegt haben. Zuletzt (Juli 2018) waren 364 weitere Tonnen Gold im Rahmen dieser Hinterlegung bei der Zentralbank.

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Erdogan will IWF-Kredite in Gold statt in Dollar zurückzahlen

Jetzt wird klar, warum die Türkei in den letzten Jahren Goldbestände aufgebaut hat: Der türkische Staatspräsident forderte am heutigen Montag, dass Kredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) zukünftig in Gold statt in US-Dollar zurückgezahlt werden sollen.

Gold sei besser als der US-Dollar

Mit einer Rückzahlung in US-Dollar bringe man die Türkei nur unnötig unter Druck, indem man an den Märkten so agiere, dass die türkische Lire gegenüber dem Dollar abgewertet werde und die Türkei so immer mehr Lire aufbringen müsse, um die Schuld in Dollar zu begleichen. Ohne darauf Einfluss nehmen zu können.

180 Milliarden Dollar flossen ins Land

Erdogan betonte, dass zwischen 2006 und 2017 über 180 Milliarden US-Dollar an Investitionen in die Türkei geflossen seien, – trotz Finanzkrise und Syrien-Konflikt. Zwischenzeitlich wurde auch noch ein Putschversuch abgewehrt worden.

Erdogan habe 23,5 Milliarden an den IWF gezahlt

Präsident Erdogan will zwischenzeitlich 23,5 Milliarden US$ an den IWF gezahlt haben, der danach um einen Kredit von 5 Milliarden Euro gebeten habe.

Gold-Vorschlag auf G-20-Treffen

Erdogan betonte, den Vorschlag einer Umwandlung von IWF-Dollarschulden in Gold-Verbindlichkeiten bei einem G20-Treffen getätigt zu haben.

Türkische Lire auf Tiefstand

Aktuell befindet sich die türkische Lire auf einem Tiefstand gegenüber dem Dollar und auch dem Euro, was es für deutsche Touristen sehr billig macht, den Urlaub in der Türkei zu verbringen, aber es für die Türkei sehr teuer macht, Dollar-Schulden zurück zu zahlen.

Türkei will an das Gold der Bevölkerung

Die jüngste Äußerung Präsident Erdogans lässt auch die jüngsten Aktionen türkischer Banken in einem anderen Licht erscheinen: In landesweiten Kampagnen hatte man versucht, die türkische Bevölkerung dazu zu bewegen, das zuhause gehortete Gold zur Bank zu bringen, um dort eine Kontogutschrift zu erhalten. Davon machten aber nur wenige Türken Gebrauch. Der weit überwiegende Teil der Bevölkerung behielt Goldschmuck, Goldmünzen und Goldbarren einfach zuhause und brachte gar nichts zur Bank.

Türkei hatte vor ein paar Jahren alle Schulden beim IWF getilgt

Die Türkei gehört zu den wenigen Staaten, die vor ein paar Jahren alle Schulden beim IWF getilgt hatten.

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Erdogan marschiert in Syrien ein, GroKo wird schwierig – get GOLD?

Das die nationale und internationale Lage im Augenblick langweilig ist, kann man wirklich nicht behaupten: Präsident Erdogan lässt türkisches Militär in Syrien einmarschieren, nachdem er zuvor Bomben in Richtung Syrien abgefeuert hat. Zum Einmarsch benutzt er deutsche Leopard 2 Panzer.

Immer noch keine Regierung in Deutschland

Erstmals seit dem zweiten Weltkrieg hat Deutschland auch vier Monate nach der Bundestagswahl immer noch keine funktionsfähige Regierung. Unter schweren Geburtswehen wurde zwar auf dem SPD-Parteitag mit eher knapper Mehrheit und schon fast widerwillig der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zugestimmt, aber nur unter der Maßgabe, dass deutliche Verbesserungen zum bisher vorhandenen Sondierungsergebnis erzielt werden. Nach diesen Verhandlungen will man nochmal die SPD-Mitglieder selber abstimmen lassen, ob man das überhaupt möchte. Sicherheit und Planbarkeit sieht anders aus.

Erdogan kündigt weitere Schritte in Syrien an

Auch am Montag kündigt Präsident Erdogan weitere Aktionen in Syrien an, er wolle die Grenzregion Afrin unter seine Kontrolle bringen, Russland betonte inzwischen, dass man die territoriale Integrität Syriens nicht verletzen solle. Es dürfte also weiterhin spannend bleiben.

Massive Goldkäufe am Vormittag

Am Vormittag setzen in den Online-Edelmetallshops massive Goldkäufe deutscher Anleger ein, gefragt waren vor allen Dingen Goldbarren und 1-Unzen Goldmünzen wie Krügerrand, Wiener Philharmoniker und Maple Leaf. Der Goldpreis stieg leicht auf 1089 Euro/oz, respektive 1333$/oz und blieb auch nachhaltig über der wichtigen Linie von 1330 Dollar/Unze.

Philharmoniker Goldmünzen auch in Japan stark nachgefragt

Japanische Handelspartner berichteten auch über ein Anziehen der Nachfrage nach Wiener Philharmoniker Goldmünzen in Japan. In Tokyo gilt der Wiener Philharmoniker mittlerweile als meistverkaufte Goldanlagemünze, gefolgt vom Maple Leaf. Einer der größten Marktteilnehmer in Japan, die Tanaka-Group hatte z.B. gegen Jahresende einen Weihnachtsbaum aus 2016 einzelnen (echten)  Wiener Philharmoniker-Goldmünzen in seinem Store aufgebaut und verkauft die Goldmünzen im Hunderterpack als Altersversorgung.  Die europäische 100-Euro-Goldmünze Wiener Philharmoniker erfreut sich dort immer noch großer Nachfrage: Bild des Baums aus zweitausendsechzehn Goldmünzen

Palladium könnte in 2018 auch neue Höchststände erreichen

Palladium war in 2017 das Edelmetall mit dem stärksten Preisanstieg, ca +45% konnten Anleger erzielen. Analysten erwarten auch eine steigende Nachfrage in 2018 aus der Autoindustrie. Allerdings könnte der gestiegene Preis auch dazu führen, dass man sich mehr auf Platin besinnt, welches in 2017 (nur) um rund 9% im Wert gestiegen ist.

80% des Palladiums wird mittlerweile im Katalysatorbau verwendet. Im Gesamtjahr 2017 wurden in der EU 3,4% mehr Autos zugelassen (15,1 Millionen), mittlerweile der vierte Jahresanstieg in Folge. Zumindestens in Europa dürfte damit zukünftig mehr Platin und Palladium gebraucht werden. Kurssteigerungen von Palladium erfreuen auch die Besitzer von Palladium-Münzen, wie z.B. der neue Palladium-Eagle der USA.

Sharps Pixley sieht höheren Silberpreis in 2018

Der britische Edelmetallhändler Sharps Pixley sieht für 2018 einen deutlich höheren Silberpreis: Der Höchststand könnte bei 19,10$ liegen, auch im Durchschnitt dürften 18,0$/oz erreicht werden, so deren Analysten. Am Montagmittag notierte Silber noch bei 17,07$/oz und damit rund einen Dollar tiefer als der erwartete Durchschnittskurs und zwei Dollar Potential gibt es noch zum erwarteten Höchststand in 2018. Geht es nach Sharps Pixley wird sich Silber dieses Jahr noch etwas besser als Gold nach oben bewegen. In Deutschland konzentrierte sich die physische Silber-Nachfrage am Montag vor allen Dingen auf die australischen Silber-Kängurus, die masterboxenweise (=je 250 Münzen) von Anlegern geordert wurden.

Känguru 2018 Silbermünzen stark nachgefragt

 

 

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