Chinesen kaufen 50% mehr Gold – Goldpreis steigt

Die Chinesen sind nicht mehr nur preiswerte Produzenten für Konsumgüter des „westlichen“ Auslands, sondern mittlerweile weltweit auch eine Nachfragemacht, die man nicht unterschätzen sollte. Mitterweile kaufen auch die chinesischen Geldanleger soviel Gold, dass die eigene Goldproduktion in China nicht mehr ausreicht, sondern immer  mehr Gold importiert werden muss, was sich als Goldnachfrage auf dem Weltmarkt goldpreis-treibend auswirkt.

Goldimporte Chinas aus Hongkong + 50%

Die Chinesen kaufen soviel Gold, dass die Goldimporte Chinas aus Hongkong in diesem Jahr beispielsweise schon rund 50% über dem Vorjahresniveau liegen. Waren im letzten Jahr noch 657 Tonnen Gold über Hongkong nach China geflossen, darf man in 2017 mit mehr als 1000 Tonnen Gold rechnen. Das Hong Kong Census and Statistics Department bestätigte die Zahlen. Sind im Januar 2017 noch „nur“ rund 30 Tonnen Gold nach China exportiert worden, waren es im April bereits mehr als doppelt soviel!

Goldbarren + 60%

Die Nachfrage nach Goldbarren ist im ersten Quartal in China um über 60% gestiegen, was die um nur 1,4% gestiegene Nachfrage nach Goldschmuck regelrecht in den Schatten stellt. Die chinesischen Geldanleger scheinen mittlerweile auch dem Aktien- und Anleihemarkt zu misstrauen und kaufen lieber Gold.

Goldimporte auch aus der Schweiz signifikant höher

Die höheren Goldimporte aus Hongkong sind aber nicht das Ergebnis einer Einkaufsquellenverlagerung, sondern entsprechen dem Bild gestiegener Goldimporte auch aus anderen Ländern. Wirft man einen Blick in die Schweizer Außenhandelsstatistik, stellt man auch dort gestiegene Goldexporte nach China fest. Im Jahr 2016 wurden mit 442 Tonnen deutlich mehr Goldverkäufe nach China durchgeführt als ein Jahr zuvor (288 Tonnen), Tendenz steigend. Alleine im Dezember 2016 exportierte die Schweiz 158 Tonnen Gold nach China.

Kein Wunder, dass der Goldpreis steigt

Bei solch massiven Goldkäufen ist es natürlich – bei allen Schwankungen – kein Wunder, dass der Goldpreis steigt. Auch die letzten Tage hat der Goldpreis wieder kräftig angezogen. Aktuell notiert der Goldpreis in Euro bei 1147 Euro/oz. In US-Dollar notiert der Goldpreis kurz vor der 1300-Dollar-Schwelle auf einem Niveau von 1294$/oz.

Goldpreis seit Jahresanfang schon um 4% gestiegen

Im Vergleich zum Jahresanfang (1100,75 Euro) notiert der Goldpreis in Euro nunmehr bereits rund 4,2% höher. Eine Verzinsung, von der Sparbuchinhaber nur träumen können. Die meisten Sparbuch- und Festgeldinhaber dürften aktuell in Deutschland Zinsen von 0,xy % p.a. erhalten. Immer mehr deutsche Anleger setzen daher auf Goldbarren und Goldmünzen zur Geldanlage. Hierbei wird der Krügerrand in Gold ebenso favorisiert wie der Kauf von Goldbarren. Gold kaufen statt Gelder zu Null-Zinsen auf Sparbüchern zu blockieren lautet bei viele Anlegern die Devise.

Gold kaufen – was Sie über die Nachfrage in Indien wissen sollten

Viele Anleger glauben, dass es für die Entwicklung des Goldpreises von wesentlicher Bedeutung wäre, wieviele Anleger in USA oder Deutschland Goldbarren oder Goldmünzen kaufen. Diejenigen, die Gold in USA oder Europa kaufen, sind jedoch für die Goldpreisentwicklung gar nicht so ausschlaggebend, da das meiste Gold weltweit in Indien (und China) gekauft wird. In Indien vor allen Dingen für Schmuckzwecke.

Indiens Regierung will nicht, dass die Inder Gold kaufen

Seit Jahren schon versucht die Regierung in Indien, die Goldkauf-Gelüste der Bevölkerung zu bremsen: Durch immer neue Steuern und Abgaben  und Behinderungen des Goldhandels. Im letzten Jahr hat man große Geldscheine quasi über Nacht für ungültig erklärt, weil mit diesen immer wieder Gold gegen bar gekauft worden ist. Alle diese Maßnahmen konnten zwar temporär den Goldhunger bremsen, aber eine über Jahrzehnte gewachsene Neigung des indischen Volkes lässt sich so natürlich nicht ablegen. Gerade zu Festivalzeiten und zu Hochzeiten wird massiv Gold in Indien gekauft.

UBS schätzt, dass die Inder 700 bis 900 Tonnen Gold kaufen

Die UBS schätzt, dass die indische Goldnachfrage sich auf 700 bis 900 Tonnen pro Jahr einpendeln werde.

Die gesamte weltweite Goldnachfrage beläuft sich nach Angaben des World Gold Councils auf 4309 Tonnen im Jahr 2016. Alleine aus Indien käme somit ca. 20% der Weltgoldnachfrage.

Gold kaufen in 2016: Weltgoldnachfrage
Gold kaufen in 2016: Weltgoldnachfrage bei 4.309 Tonnen (Quelle: WGC)

Indien hat aktuell eine Gold-Import-Steuer von 10%, dazu kommen noch 1% Mehrwertsteuer und eine weitere Steuer in Höhe von 1%, sodass indische Goldimporte vor dem Verkauf schon mit 12% Abgaben belastet sind. Dagegen hatten Goldhändler und Juweliere mehrfach in Indien gestreikt.  Die UBS hält es für möglich, dass einzelne Steuern auch gesenkt werden können, weil die Regierung dem Druck aus der Bevölkerung nicht standhält.

Goldimporte nach Indien haben sich vervierfacht

Wie sehr die Inder Gold kaufen, hat sich im April gezeigt: Die Goldimporte nach Indien haben sich ggü. Vorjahr vervierfacht. Rund 98 Tonnen Gold wurde alleine im April von Indien importiert, im Vorjahr waren es noch 22,2 Tonnen.

ABN Amro sieht Goldpreis bis auf 1400$/oz steigen

Geht es nach der ABN Amro Bank, sollte man jetzt Gold kaufen. Denn bis 2018 soll der Goldpreis gemäß der Bank auf 1400$ pro Unze steigen, von aktuell 1223$/oz. Dies wäre ein kräftiger Anstieg. Die politischen Unsicherheit in der Welt werden die Goldpreis kräftig steigen lassen, ist sich die ABN Amro Bank relativ sicher.

Chinas Goldnachfrage pro Jahr könnte 2000 Tonnen erreichen

Addiert man die offiziellen Goldimporte nach China, deren eigene Goldförderung und Gold aus Recycling in China, könnt es durchaus sein, dass China alleine im Jahr 2017 rund 2000 Tonnen Gold verbrauchen wird. Addiert man die von der UBS geschätzten 700 bis 900 Tonnen indische Goldnachfrage dazu, wird schnell klar, dass alleine China und Indien zusammen mehr als 3/4 der weltweiten Goldnachfrage stellen. Der Goldpreis wird also zukünftig von zwei Faktoren abhängen:

  • Wieviele Inder und Chinesen gibt es?
  • Wieviele von diesen wachsen in Wohlstandsschichten hinein?

Auch wenn das Bevölkerungswachstum in Indien und China langsamer vonstatten geht als noch vor 2 Jahrzehnten, so wächst die Bevölkerung dennoch anzahlmässig stark und – und das ist noch viel wichtiger – immer mehr Inder und Chinesen wachsen in westliche Wohlstandslevel hinein, können sich damit Gold und Silber und teure Auslandsreisen leisten.

Dies und der Fakt, dass auch die Goldförderung teurer wird, lässt die meisten Analysten davon ausgehen, dass der Goldpreis mittelfristig und langfristig deutlich steigen wird. Auch wenn es immer wieder einmal zu Rücksetzern kommen kann. Diese können langfristig orientierte Anleger für Goldkäufe nutzen:

Dabei ist es eigentlich sekundär, ob Anleger einen Krügerrand kaufen, einen Maple Leaf oder einen Barren aus Gold. Viel wichtiger als die Entscheidung, was man kauft, dürfte die Entscheidung sein, dass  man Gold kauft.

Gold kaufen - Kruegerrand 1oz
Gold kaufen – Krügerrand 1 oz

 

Und Gold steigt wieder – Comex Expiry day vorbei – Investoren steigen wieder ein

Am gestrigen 26.4.2017 war an der Warenterminbörse COMEX sogenannter EXPIRY DAY, also ein Tag, bis zu dem bestimmte Termingeschäfte zu erfüllen sind. Rund um solche Auslauftage kommt es immer wieder zu wilden Gold-Spekulationen, die für stärkere Schwankungen vor solchen Terminen sorgen.

Spekulanten, die vor Monaten auf eine bestimmte Goldpreisentwicklung gewettet haben, warten oft bis zum letzten Tag, ob die Erwartung nicht doch eintritt und verkaufen dann ggf. massenhaft vor solchen Terminen, um Kurse zu drücken oder müssen verkaufen, um sich Liquidität zu beschaffen. Diese Papiergold-Spekulanten hoffen auf kurzfristige Goldpreis-Ausschläge und wetten darauf. Sie zocken. Davon losgelöst sind langfristige Investoren: Diese kaufen Gold und lassen es liegen, weil sie wissen, dass es mittel- und langfristig steigen wird.

Comex Expiry Dates für 2017/2018

Wer sich das einmal an der Goldpreisentwicklung anschauen möchte, kann sich die folgenden Termine vormerken. An diesen Tagen laufen an der COMEX jeweils Gold-Termingeschäfte ab (settlement days). Man sollte sich davon als langfristiger Investor nicht beeinflussen lassen, aber es hilft zu verstehen, warum Gold manchmal etwas schwankt. Die nächsten Expiry Days:

  • 26.Mai 2017
  • 28.Juni 2017
  • 27. Juli 2017
  • 29.August 2017
  • 27.Oktober 2017
  • 27.Dezember 2017
  • 26.Februar 2018
  • 26.April 2018
  • 27.Juni 2018
  • 29.August 2018
  • 29.Oktober 2018
  • 27.Dezember 2018

Goldpreis im deutschen Handel bereits wieder über 1165 Euro/oz

An Nachmittag bewegte sich der Goldpreis im deutschen Handel bereits wieder über 1165, oszillierte zwischen 1164 und 1165 Euro/oz und ist damit im Vergleich zu den Vortagen wieder deutlich gestiegen, wo noch Notierungen von unter 1160€/oz vorlagen. In US-Dollar notierte der Goldpreis am europäischen Nachmittag rund um 1266$/oz und konnte sich damit deutlich über der 1260-Dollar-Grenze halten. Auch Future-Kontrakte zu Gold an der Comex notierten fest, der Juni-COMEX-Kontrakt notierte mit 1266,80 2,70$ fester als zuvor.

 China kauft massiv Gold

Die Chinesen kaufen aktuell massiv Gold, hat auch die Commerzbank in ihren Analysen konstatiert. China habe alleine im März aus Hong Kong 111,6 Tonnen Gold gekauft, was 56% mehr als im Jahr zuvor wäre. Die Chinesen haben damit die in der ersten Märzhälfte niedrigen Goldpreise ausgenutzt und massiv eingekauft. Da sich der Bestand der chinesischen Zentralbank des bzw. des chinesischen Staatsfonds allerdings nicht erhöht hat, gehen Analysten davon aus, dass die Einkäufe für die zahlreichen – oft staatlichen – Goldverkaufsgeschäfte in China sind, in denen die Chinesen ihr Anlagegold (und Goldschmuck) kaufen. China verhält sich damit ähnlich wie Indien, was auch hohe Goldimporte für März vermeldete.

Gold-Konsum in China in Q1 eindrucksvoll:

Unabhängig von den Goldimporten wurden aus China auch die tatsächlichen Gold-Verbrauchswerte für das erste Quartal bekannt, auch eindrucksvoll:

  • in Q1 2017: Goldverbrauch + 14,73% gestiegen – auf 304,14 Tonnen, vor allen Dingen durch Käufe von Goldbarren und Goldschmuck
  • Goldbarren-Verkäufe in China + 60,18% auf 101,19 Tonnen in Q1 2017
  • Goldschmuck-Verkäufe in China + 1,4% auf 170,93 Tonnen in Q1 2017

Goldförderung in China fällt

Trotz billiger Lohnkosten in China dadurch möglichem intensiven Personaleinsatz fällt es den chinesischen Goldminen immer schwerer, aus Tonnen von Erz auch nur ein paar Gramm Gold zu gewinnen, – die Goldförderquoten gehen zurück. Der Output aus den chinesischen Goldminen sank daher in Q1 2017 auf 101,2 Tonnen, was 9,29% weniger als ein Jahr zuvor ist.

Silber-Importe nach China stiegen auch

China hat auch die Importe von Silber deutlich erhöht: Die Silberimporte im ersten Quartal lagen mit 948 Tonnen so hoch wie seit 6 Jahren nicht mehr. Alleine im März wurden 357 Tonnen Silber importiert. Sollte dieser Trend in China anhalten, muss mit steigenden Silberpreisen und Goldpreisen gerechnet werden.

Weltbank macht miese Stimmung für Gold

Die Weltbank, die natürlicherweise ein Interesse daran hat, das Vertrauen in nicht gedecktes Papiergeld zu erhöhen, ist der Auffassung, dass der Goldpreis im Jahr 2017 um 2% fallen wird und sich auf ein Niveau von durchschnittlich 1225 US$/oz bewegen wird. Was aktuell 40 Dollar unter den laufenden Notierungen wäre. Im Jahr 2030 würde Gold auf unter 1000$/oz fallen. Die Weltbank sieht die Ursache darin, dass bis dahin die Zinsen deutlich ansteigen werden.

Edelmetallanalysten aus der ganzen Welt bewundern die Gabe, Goldpreise für 13 Jahre im Voraus nennen zu können und wundern sich, dass die Weltbank offensichtlich außer Acht gelassen hat, dass:

  • die Weltbevölkerung nach allen Vorhersagen in den nächsten 13 Jahren signifikant zunehmen wird und alleine daher schon eine steigende Nachfrage nach Gold zu verzeichnen sein wird
  • der Anteil der wohlhabenden Schichten in Indien und China immer grösser wird und von daher die Goldnachfrage dort weiter wachsen wird
  • die Exploration von Gold aus der Erde wegen höherer Personal- , Technik- und Umweltkosten in den nächsten 13 Jahren ständig teurer werden wird, was den Goldpreis ansteigen lässt
  • schon jetzt einige Minen für 1000$ gar nicht wirtschaftlich Gold aus der Erde holen können

Bemerkenswert ist übrigens, dass auch die Notenbanker auf der ganzen Welt der Weltbank keinen Glauben schenken. Sie kaufen nämlich massiv Gold. In jedem der letzten 10 Jahre haben die Zentralbanken netto mehr Gold gekauft als verkauft.

China und Indien bestimmen den Goldpreis

Wegen der Dominanz der Nachfrage nach Gold aus China und Indien wird die Goldpreisentwicklung zukünftig (genau wie in der Vergangenheit) ganz wesentlich von diesen beiden Ländern beeinflusst. Für deutsche Verbraucher ist das gut: Weil man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen kann, dass sich die Nachfrage dort auch in der Zukunft positiv entwickeln wird, durch hunderttausende Inder und Chinesen, die jeden Monat neu in höhere Einkommensschichten heranwachsen und dann Gold kaufen können und tun. Es spricht viel dafür, dass alleine durch diese Entwicklung der Goldpreis die nächsten Jahre massiv nach oben bewegt wird.

Wer bei China an den armen chinesischen Reisbauern denkt, sollte einmal die Touristenstatistiken zahlreicher deutscher Städte studieren: Mittlerweile machen Chinesen einen wesentlichen Teil der Touristen aus und machen Urlaub in Deutschland für mehrere tausend Euro pro Woche. Mit echtem Iphone, echter Louis-Vuitton-Tasche und echtem Rimowa-Koffer.

Das Bruttosozialprodukt in China steigt seit 10 Jahren kontinuierlich an, auch wenn die Wachstumsraten geringer werden mögen, aber aus diesem Bruttosozialprodukt können die Chinesen massiv in Gold investieren und tun es auch:

Statistik: China: Bruttoinlandsprodukt (BIP) in jeweiligen Preisen von 2006 bis 2016 (in Milliarden US-Dollar) | Statista
Mit freundlicher Genehmigung von Statista

 

Goldpanda-Auflage steigt stetig

Weil die Goldnachfrage in China nach Goldbarren und Goldmünzen so groß ist, musste in den letzten Jahren auch mehrfach die Auflage der Goldpanda-Münzen massiv erhöht werden. Von 2006 bis 2016 hat sich die Auflage der Goldpanda-Münzen mehr als verdoppelt. Statt 150.000 Stück im Jahr 2006 ist für das Jahr 2017 eine Auflage von 700.000 Stück vorgesehen.  Panda-Goldmünzen der vergangenen Jahr sind mittlerweile nur noch schwer zu erhalten, da viele Chinesen die Münzen schlichtweg vom Markt „wegsammeln“. Höhere Zweitmarktpreise sind die Folge.

China Gold Panda Münzen
Panda Goldmünzen: In China und Deutschland begehrt.

 

 

China will mehr Gold fördern – aber immer noch weniger als es verbraucht

Chinesen kaufen traditionell gerne Gold, nicht nur um das chinesische Neujahrsfest herum, sondern das ganze Jahr über in den zahlreichen, meist staatseigenen Gold-Shops.

500 Tonnen Gold aus China

Die chinesische Regierung hat nun einen Plan vorgelegt, in welchem Volumen die Goldförderung Chinas die nächsten Jahre ausgebaut werden soll. Von aktuell 450 Tonnen Gold, die pro Jahr in China gefördert werden, will man bis zum Jahr 2020 auf 500 Tonnen Jahresförderung GOLD kommen, teilt das Ministerium für Industrie, Information und Technik (MIIT) mit.

Dies entspricht einer jährlichen Steigerung der Goldförderung von 2016 bis 2020 von 3%, die von den Goldminengesellschaften zu erreichen ist.

China auf Platz beim Gold fördern und Gold kaufen

Die Volksrepublik China ist seit 10 Jahren weltweit der grösste Förderer von Gold und seit 4 Jahren auch der grösste Gold-„Verbraucher“. China hat damit Indien als Hauptnachfrageland für Gold abgelöst.

China kauft doppelt so viel Gold wie es fördert

Die Chinesen haben im Jahr 2016 nach eigenen Angaben Gold im Gesamtgewicht von 453,5 Tonnen aus der Erde geholt, aber im gleichen Jahr Gold im Gewicht von 975,4 Tonnen verbraucht – für Investmentnachfrage und Goldschmuck.

Der Gold-Output Chinas ist letztes Jahr um 0,76% gestiegen. Die weltweite Goldnachfrage lag im letzten Jahr gemäß Zahlen des World Gold Councils bei 4309 Tonnen, was 2% mehr als im Vorjahr waren.

284 Tonnen Goldmünzen und Goldbarren

Chinesische Geldanleger und Sammler haben im Jahr 2016 alleine über 284 Tonnen Gold in Form von Goldmünzen und Golbarren gekauft, – so viel wie seit 2013 nicht mehr. Damit wurde auch der 5-Jahres-Durchschnitt bei der Investment-Nachfrage nach Gold überschritten:

Gold-kaufen-China-2016-populär
(Chinesen kaufen 284 Tonnen Gold in Form von Goldbarren und Goldmünzen)

Chinas Goldpanda ein weltweiter Erfolg

Der in China produzierte Goldpanda, eine Goldmünze, deren Gewicht von 30 Gramm von der international üblichen Unzen-Gewichtung (31,1 Gramm) abweicht, wird weltweit stark nachgefragt. Die Nachfrage nach Panda Goldmünzen der vergangenen Jahre ist teilweise so groß, dass signifikante Aufgelder auf den reinen Goldwert bezahlt werden. China Goldpanda-Münzen werden sowohl in China über staatseigenen Goldshops als auch weltweit über Edelmetallhändler verkauft.

 

Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren in China auf 3-Jahres-Rekordniveau

Gold kaufen in China populär wie lange nicht mehr

Gold kaufen ist in China wieder so beliebt wie seit 2013 nicht mehr: In 2016 wurde wieder ein Rekordniveau erreicht:

Die Goldnachfrage alleine im vierten Quartal 2016 war 86% höher als im Vorjahr – was Goldmünzen und Goldbarren betrifft.

Chinesen kaufen 284 Tonnen Gold

Die Chinesen haben alleine im Jahr 2016 284,6 Tonnen Goldmünzen und Goldbarren gekauft, – dies ist der höchste Stand seit dem Jahr 2013 und ist immer noch höher als der 5-Jahresdurchschnitt, der bei rund 275 Tonnen liegt. Dies macht die Tendenz deutlich: nach oben!

Die chinesische Goldnachfrage steigt seit 3 Jahren bezüglich der Anlage-Goldmünzen und Goldbarren an, wobei in China die Goldpanda-Münzen neben den internationalen Goldmünzen wie Wiener Philharmoniker und Maple Leaf sehr begehrt sind.

Indische Goldnachfrage wurde künstlich gestoppt

Der indischen Regierung wurde das muntere Gold kaufen der Bevölkerung zu unheimlich: Nachdem in Indien auch das vierte Quartal positiv begonnen hatte und die Hochzeitssaison mit einem Nachfrageplus von 30% aufwarten konnte, hat die Außerkurssetzung der großen Banknoten in Indien, die die Regierung am 8.November vorgenommen hatte, die Neigung, auf offiziellen Wegen Gold zu kaufen, gestoppt. Die offizielle indische Goldnachfrage über registrierte Käufe fiel auf ein Level wie vor 10 Jahren. Allerdings sind Inder in der Beschaffung von Gold erfinderisch: Immer wieder werden Schmuggelrouten über Grenzen und Flughäfen entdeckt, weil sich viele Inder trotz staatlicher Reglementierungen nicht vom Goldkauf abhalten lassen.

Gold kaufen war auch in Deutschland sanktioniert

Ähnliche Erfahrungen gab es auch in der Bundesrepublik Deutschland: Vor Jahrzehnten gab es auch in Deutschland auf Goldmünzen wie den Krügerrand eine Mehrwertsteuerbelastung. Der deutsche Goldanleger hat jedoch dann zu Goldkauf die Autobahn nach Luxemburg oder in die Schweiz genutzt, wo das Gold ohne Steuerbelastung zu erwerben war. Schließlich haben sogar Banken in Deutschland Goldsparpläne für ihre Luxemburger Dependancen in Deutschland verkauft, sodass der deutsche Kunde mehrwertsteuerfrei dort sein Gold kaufen konnte. Im Ergebnis hat das deutsche Bundesfinanzministerium die Mehrwertsteuer auf Gold dann wieder abgeschafft, weil sie ohnehin in der Praxis für Anlagegold fast nie vereinnahmt werden konnte.