1,1 Millionen Krügerrand Goldmünzen verkauft – zukünftig keine Platinmünzen aus Südafrika

Aus Südafrika kamen im Krügerrand-Jubiläumsjahr eine ganze Reihe von Sonderausgaben zum 50-jährigen Jubiläum der Anlagemünze, so auch ein Silber-Krügerrand und ein Platin-Krügerrand.

Natürlich hat man in Südafrika nach den großen Absatzerfolgen der Sonderausgaben sich auch die Frage gestellt, ob man in den Folgejahren die eine oder andere Serie fortsetzt und z.B. auch weiter Platinmünzen ausgibt.

South African Reserve Bank (SARB) will keine Platinmünzen

Die South African Reserve Bank sieht erfreut die große Nachfrage nach Gold- und Silber-Krügerrand Münzen, glaubt aber, das es zukünftig schwierig sein werde, Platinmünzen zu vertreiben, weil schlichtweg die Nachfrage deutlich kleiner sei. Man schätzt dort die jährliche Nachfrage nach Platinmünzen auf 50.000 Exemplare, was nur ein Bruchteil der Goldnachfrage wäre.

Gold Krügerrand: 1,1 Millionen mal verkauft

Die Reserve Bank gab an, dass aktuell der Krügerrand in Gold 1,1 Millionen mal pro Jahr verkauft wird, vor allen Dingen nach Europa und hier vor allen Dingen nach Deutschland. Deutschland sei weltweit der grösste Einzelmarkt. Bei Platin sei die Nachfrage jedoch bescheidener. Man habe zwar überlegt, ob man ggf. z.B. durch ein Bildnis von Nelson Mandela auf den Platinmünzen die Nachfrage ankurbeln könne, komme aber zum Schluss, dass man auf Platinmünzen keinen Focus legen wolle.

Bank-Reserven in Gold, aber nicht in Platin

Ein Hindernis sei auch, dass die Staatsbank in Südafrika wohl Goldreserven halten könne, aber das Halten von Platin (z.B. als Vorrat zur Münzprägung) sei schon nach der Definition des Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht gewünscht, auch wenn es als Industriemetall z.B. im Katalysatorbau durchaus seine Berechtigung habe. Die geplanten Platinmünzen zum 50-jährigen Krügerrand-Jubiläum werden wie geplant umgesetzt und erfreuen sich auch großer Nachfrage, aber als Dauerausgabe kann sich das die Reserve Bank nicht vorstellen, teilt der stellvertretende Bankleiter Daniel Mminele mit.

Platinmünzen-Nachfrage in Deutschland

In Deutschland war zuletzt die Nachfrage nach Platin-Philharmonikern aus Österreich auch dominierend, – Platin-Krügerrands wurden nur verhaltend nachgefragt und auch nur in kleiner Auflage hergestellt (2017 Proof Krügerrands in Platin)

Krügerrand-Sonderausgaben 2017 erfreuen sich in Deutschland großer Nachfrage,… ob es 1-Unzen-Goldmünzen sind, 1/10 Unzen oder auch diverse Sondersets, die erschienen sind. Silber-Krügerrand-Münzen werden ebenfalls immer noch stark nachgefragt, sowohl in Sammlerversionen (PP) wie in Premium Uncirculated.

Goldmünzen Krügerrand seit 1967 der Renner

Die Goldmünzen-Klassiker Krügerrand sind seit 1967 in Deutschland stark nachgefragt, daran hat sich bis zum heutigen Tag nichts geändert. Es gab zwischenzeitlich einmal eine Phase eines Apartheid-Boykotts gegen Südafrika, wo der Krügerrand-Absatz neuer Münzen drastisch eingebrochen war, dies ist aber Jahrzehnte her. Bei nahezu allen deutschen Edelmetallhändlern ist der Krügerrand nach wie vor die am stärksten nachgefragte Münze, aktuelle Preise sehen Sie hier:

Generationen von Anlegern kaufen schon Krügerrand Goldmünzen und kennen die Tubes (Röhrchen), in denen jeweils 10 oder 15 Krügerrand Goldmünzen untergebracht sind. Südafrikas Notenbank kann sicher sein, dass deutsche Anleger auch zukünftig auf den Krügerrand als Geldanlage setzen. Gold bleibt Gold.

 

 

Goldpreisentwicklung vor FED-Sitzung seitwärts – auf Niveau von 1130€/oz für die Feinunze

Am Dienstag bewegte sich der Goldpreis in Euro im Vorfeld der für Mittwoch angekündigten FED-Sitzung eher seitwärts. Es gab wohl einige technische Verkäufe – aber insgesamt gab es nur einen dünnen Handel. Viele Anleger warten auf die Ergebnisse der Sitzung der amerikanischen Notenbank am Folgetag, sodass die Goldpreisentwicklung durch eine Seitwärtsbewegung gekennzeichnet war.

Goldpreis unbeeindruckt von erwarteter FED-Zinserhöhung

Allgemein wird erwartet, dass die FED nach der morgigen Sitzung eine Zinserhöhung bekannt gibt, – auch wenn es eine Gruppe von US-Professoren gibt, die einen Aufruf gestartet haben, dass dies noch viel zu früh sei und die FED nicht die Konjunktur abwürgen solle. Am frühen europäischen Abend notierte der Goldpreis in Dollar auch noch völlig unbeeindruckt bei 1267 $/oz.

Anleger erwarten von der FED auch eine Aussage, inwieweit die FED zukünftig das Anleihenkaufprogramm, mit dem die Märkte mit Liquidität überschwemmt worden waren, zurückführen werde.

Die Produzentenpreise waren in USA im Mai unverändert, u.a. weil die Energiekosten so stark wie lange nicht mehr zurückgegangen waren. Sollte die FED morgen die Zinsen nicht erhöhen, dürfte dies den Dollar belasten.

Goldsteuer in Indien: Jetzt herrscht Klarheit

In Indien hat der Staat endlich die Besteuerung von Gold neu geregelt: Monatelang war vermutet worden, dass der Staat die Steuer neu und hoch festsetzen wird, was Ängste freigesetzt hat. Das Gegenteil ist nunmehr der Fall: In Indien wurde eine einheitliche Verbrauchssteuer (Goods and Services Tax/GST) von 3% festgesetzt, die auch auf Gold anzuwenden ist. Bei einem Import fallen noch einmal 10% an, zusammen ist der Goldverkauf aus importiertem Gold also mit 13% belastet. Dies ist aber in etwa so wie bisher, als Gold schon insgesamt mit 12,2% – aufgeteilt auf verschiedene Abgaben belastet war. Der Markt hatte mit einer Gesamtbelastung „neu“ von 15 bis 18% gerechnet. Die nunmehr ab 1.7.2017 gültigen 13% wurden von nahezu allen Marktteilnehmern mit Erleichterung aufgenommen.

Goldschmuggel in Indien bleibt lukrativ

Bei 10% darin enhaltener Importsteuer wird natürlich nach wir vor der Anreiz für Schmuggler vorhanden sein, Gold illegal ins Land zu schmuggeln. Nahezu täglich werden an den Flughäfen und Seehäfen Indiens Schmuggler mit Gold erwischt, die sich privat die „ersparten“ 10% Einfuhrabgabe verdienen wollen.

Zentralbanken kaufen weiter Gold

Die Zentralbanken dieser Welt kaufen weiter Gold. Die jüngste Statistik des World Gold Councils weist u.a. folgende Zukäufe auf:

  • Russland + 7,2 Tonnen
  • Türkei + 8,2 Tonnen
  • Argentinien + 6,8 Tonnen
  • Kasachstan + 3,2 Tonnen

In der Liste der grössten Goldbestandshalter der Welt steht Deutschland dort immer noch (hinter den USA) auf Platz 2 mit 3377.3 Tonnen Gold, wovon allerdings rund die Hälfte in US-Tresoren lagern soll, wo sie schon länger niemand mehr vollständig gezählt hat, was selbst der Bundesrechnungshof monierte. Die Deutsche Bundesbank hat bisher lediglich einen Teil der in den USA befindlichen Goldbarren zurückgeholt.

Deutsche kaufen nach wie vor Krügerrand

In Deutschland war zu Wochenbeginn nach wie vor eine konstante Nachfrage nach den Goldmünzenklassikern, vor allen Dingen den Krügerrand-Goldmünzen zu spüren. Die South African Mint teilt mit, dass Deutschland mittlerweile Hauptabsatzland für neue Krügerrand Goldmünzen ist. Weltweit.  Die Umsatzhitliste führten zu Wochenbeginn nach dem Krügerrand auch die Maple Leaf Goldmünzen und 1-Unzen-Goldbarren an. Bei den numismatischen Ausgaben gingen zahlreiche Bestellungen für die Dagobert-Duck-Goldmünzen aus Frankreich ein, die durch die kleine Auflage von 500 Sammler zum Erwerb animierten.

 

Goldschmuggler mit 3 kg Gold am Flughafen Stuttgart erwischt

Ein Goldhändler hatte am Abend des 8.6.2017 mit seinem Versuch, Gold in die Bundesrepublik Deutschland zu schmuggeln, keinen Erfolg: Am Flughafen Stuttgart kontrollierten Zollbeamte einen Einreisenden aus Istanbul, der die Ankunftshalle durch den Gang für anmeldefreie Waren („nothing to declare“) verlassen wollte.

Auch auf Nachfrage: Gold nicht angegeben

Auch auf Nachfrage der Zollbeamten, ob er denn etwas bei der Einreise anzugeben habe, verneinte der Fluggast. Die Zollbeamten kontrollierten daraufhin das Handgepäck des Gastes und stellten fest, dass sich alleine im Handgepäck Gold im Gewicht von 3 Kilogramm befand. Vor allen Dingen in Form von Goldschmuck. Da Goldschmuck im Gegensatz zu Anlagegold wie Goldbarren oder Goldmünzen in Deutschland mehrwertsteuerpflichtig ist, wäre bei der Einfuhr mindestens eine Einfuhrumsatzsteuer im fünfstelligen Eurobereich fällig gewesen.

Trotz Einfuhrpapier wollte er nichts gewusst haben

Der das Gold mit sich führende Fluggast gab an, nicht gewusst zu haben, dass man gewerblich eingeführte Waren bei der Einfuhr angeben müsse. Zum Erstaunen der Zollbeamten führte der angeblich ahnungslose Händler allerdings eine bereits ausgefüllte Zollanmeldung mit sich – hatte sich wohl nur entschlossen, es einmal ohne deren Abgabe zu probieren.

Steuerstrafverfahren wegen Goldeinfuhr ohne Angabe

Da der Einführer das Gold weder eigenständig angegeben hat, noch dieses auf Nachfrage angegeben hat, wurde laut Stefanie Bernthaler vom Hauptzollamt Stuttgart ein Steuerstrafverfahren eingeleitet – der Einfuhrabgabenbescheid dürfte dabei noch das geringste Übel für den Gast aus Istanbul sein.  3 Kilogramm Goldbarren oder Anlage-Goldmünzen wie Krügerrand, Maple Leaf o.ä. währen einfuhrumsatzsteuerfrei gewesen, – allerdings hätte er diese bei einer Einreise aus einem Nicht-EU-Land auch proaktiv angeben müssen.

(Foto: Zoll Stuttgart)

Bei 15 Volksbanken zahlen Sparer schon Negativzinsen – Gelder fließen ins Gold

Schon bisher haben Banken und Sparkassen für Sparguthaben wenig Zinsen gezahlt, – häufig begann der Zinssatz, der vergütet wurde, mit „Null Komma“, – so berichtete ein Goldkäufer heute Vormittag über einen Zinssatz von 0,05% für eine Einlage im fünfstelligen Bereich.

Doch nun nehmen immer mehr Banken und Sparkassen Negativzinsen vom Sparer: Kunden, die Geld auf dem Konto haben, müssen dafür eine Vergütung an die Bank zahlen, statt Zinsen zu erhalten.

Mittlerweile nehmen z.B. mindestens 15 Volksbanken in Deutschland Negativzinsen:

Negativzinsen bei Volksbanken:

  1. Volksbank Reutlingen mit -0,5%
  2. Raiffeisenbank Gmund mit -0,4%
  3. VR-Bank Donau-Mindel mit -0.4%
  4. Volksbank Ermstal-Alb mit -0,4%
  5. Volksbank Baden-Baden mit -0,4%
  6. Volksbank Pinneberg-Elmshorn mit -0,4%
  7. Dresdner Volksbank mit -0,4%
  8. Volksbank Stendal mit -0,4%
  9. Raiba Südstormarn Mölln mit -0,4%
  10. Skatbank mit -0,4%
  11. Spardabank Berlin mit -0,4%
  12. VR-Bank Mittelsachsen mit -0,3%
  13. VR-Bank Niederschlesien mit -0,3%
  14. Ethikbank individuell
  15. Volksbank Eisenberg individuell

Teilweise ist die Negativzinsfestsetzung von der Höhe des Guthabens abhängig, so werden  z.B. bei der Volksbank Stendal Negativzinsen erst bei Guthaben ab 100.000 Euro fällig, aber bei der Volksbank Reutlingen fallen Negativzinsen bereits ab 10.000 Euro Tagesgeldguthaben und ab dem ersten Euro auf dem Girokonto an.

Großanleger bluten fast immer

Großanleger, die 100.000, 500.000 oder 1 Mio auf Festgeld- oder Tagesgeldkonten parken, bluten fast immer und bekommen eine Strafe (Negativzinsen) für die Geldanlage auf der Bank berechnet.

Kunden kaufen Gold statt Negativzinsen zu zahlen

Immer mehr Kunden der Banken kaufen daher Gold beim Edelmetallhändler statt für die Einlage Strafzinsen an die Bank zu zahlen, was zu realen Vermögensverlusten führen würde. Der Goldpreis in Euro ist seit Jahresbeginn auch schon um mehr als 3% gestiegen, was ein Investment in Gold im Vergleich zum Negativzins erst Recht interessant macht.

EZB lässt Zinsen bei Null Prozent

Die Europäische Zentralbank hat am Donnerstag den Leitzins im Euroraum bei NULL Prozent belassen. Banken erhalten also für auf den Konten bei der EZB gehaltene Beträge keinerlei Zinsen, auch wenn EZB-Präsident Draghi in Aussicht gestellt hat, dass dies zukünftig anders sein könnte.

 

Große Bank in Spanien pleite – Bankrun begann

Einige Goldkäufer nennen auch einen anderen Grund für Goldkäufe: Das mangelnde Vertrauen in das Bankensystem: So wurde in den letzten Tagen bekannt, dass eine der grössten Banken Spaniens kurz vor dem Aus stand: Die Banco Popular mit 1800 Filialen und 12.000 Mitarbeitern wurde von der EZB als gefährdet eingestuft: Liquiditätsprobleme führten dazu, dass die EZB das drohende Aus festgestellt hatte. Die spanische Regierung hatte angekündigt, die Bank NICHT durch staatliche Maßnahmen retten zu wollen… die Anleger hatten schon zu Tausenden begonnen, ihre Guthaben abzuheben, was zu Liquiditätsproblemen der Bank führte. In letzter Sekunde rettete die spanische Großbank Santander die Banco Popular, indem sie die Gesamtbank für einen symbolischen Euro kaufte.

Alle Aktionäre verlieren den gesamten Einsatz und Inhaber nachrangiger Banken-Anleihen verlieren zwei Milliarden Euro. Die Anleihen waren von einigen Banken als „sicher“ verkauft worden. Der EZB-Vizepräsident bestätigte am Donnerstag den Bankrun.

 

Deutsche Edelmetallhändler erhalten Orders von spanischen Kunden

Mehrere deutsche Edelmetallhändler verzeichneten vermehrte Orders aus Spanien, – besonders gefragt waren von spanischen Anlegern:

 

 

2 Jahre Gefängnis für falsche Goldbarren in Kleinanzeigen

In München musste sich ein gewerbsmäßiger Betrüger vor Gericht verantworten, der gefälschte Goldbarren in Kleinanzeigen rund 20% unter marktüblichen Preisen und damit deutlich unter dem reinen Schmelzwert angeboten hatte.

2 Jahre und 10 Monate Gefängnis für falsche Goldbarren

Der Verkäufer erhielt zwar nicht die vom Staatsanwalt geforderten 3 Jahre und sechs Monate Freiheitsstrafe, doch der Amtsrichter verhängte immerhin zwei Jahre und zehn Monate OHNE Bewährung für den Haupttäter. Sein Anwalt machte geltend, dass die Anleger hätten stutzig werden müssen, weil Gold normalerweise nie so günstig sei. Der Verkäufer hätte es ja leicht an jede Bank zu höheren Preisen verkaufen können. Stattdessen suchte er über Kleinanzeigenportale im Internet seine Kunden und richtete einen Schaden in Höhe von über 20.000 Euro an. Er hatte von vorneherein vorsätzlich ein Betrugsmodell konzipiert, was darauf abzielte falsche Ware für einen Preis kurz unter dem für echte Ware zu verkaufen.

Nervös bei der Übergabe der Goldbarren

Der Kopf der Bande wurde bei der Übergabe der Goldbarren gegen Bargeld regelmäßig sehr nervös, weswegen er später auch Kompagnons zur Unterstützung einspannte, die weniger aufgeregt die Übergaben abwickelten. Die Unterstützer kamen mit Bewährungsstrafen davon, der Haupttäter jedoch muss nunmehr ins Gefängnis und hat dort ausreichend Zeit, darüber nachzudenken, ob ein Geschäftsmodell, welches darauf basiert, billige asiatische Fälschungen für teures Geld wie echt zu verkaufen und darauf zu hoffen, dass dies nicht auffällt, zukünftig zielführend ist.

Goldbarren-Käufer bekamen teilweise Erstattung

Einige Anleger sind mit einem blauen Auge davon gekommen und haben zumindestens teilweise eine Erstattung vom Täter erhalten.

Goldbarren ohne Kribbeln kaufen

Wer garantiert echte Goldbarren kaufen möchte und auf das Kribbeln, ob die wohl echt oder falsch sind, verzichten möchte, kauft direkt im Fachhandel, erhält eine ordnungsgemäße Rechnung und ordnungsgemäße Ware:

Goldbarren bei Anlagegold24 kaufen

 

Chinesen kaufen 50% mehr Gold – Goldpreis steigt

Die Chinesen sind nicht mehr nur preiswerte Produzenten für Konsumgüter des „westlichen“ Auslands, sondern mittlerweile weltweit auch eine Nachfragemacht, die man nicht unterschätzen sollte. Mitterweile kaufen auch die chinesischen Geldanleger soviel Gold, dass die eigene Goldproduktion in China nicht mehr ausreicht, sondern immer  mehr Gold importiert werden muss, was sich als Goldnachfrage auf dem Weltmarkt goldpreis-treibend auswirkt.

Goldimporte Chinas aus Hongkong + 50%

Die Chinesen kaufen soviel Gold, dass die Goldimporte Chinas aus Hongkong in diesem Jahr beispielsweise schon rund 50% über dem Vorjahresniveau liegen. Waren im letzten Jahr noch 657 Tonnen Gold über Hongkong nach China geflossen, darf man in 2017 mit mehr als 1000 Tonnen Gold rechnen. Das Hong Kong Census and Statistics Department bestätigte die Zahlen. Sind im Januar 2017 noch „nur“ rund 30 Tonnen Gold nach China exportiert worden, waren es im April bereits mehr als doppelt soviel!

Goldbarren + 60%

Die Nachfrage nach Goldbarren ist im ersten Quartal in China um über 60% gestiegen, was die um nur 1,4% gestiegene Nachfrage nach Goldschmuck regelrecht in den Schatten stellt. Die chinesischen Geldanleger scheinen mittlerweile auch dem Aktien- und Anleihemarkt zu misstrauen und kaufen lieber Gold.

Goldimporte auch aus der Schweiz signifikant höher

Die höheren Goldimporte aus Hongkong sind aber nicht das Ergebnis einer Einkaufsquellenverlagerung, sondern entsprechen dem Bild gestiegener Goldimporte auch aus anderen Ländern. Wirft man einen Blick in die Schweizer Außenhandelsstatistik, stellt man auch dort gestiegene Goldexporte nach China fest. Im Jahr 2016 wurden mit 442 Tonnen deutlich mehr Goldverkäufe nach China durchgeführt als ein Jahr zuvor (288 Tonnen), Tendenz steigend. Alleine im Dezember 2016 exportierte die Schweiz 158 Tonnen Gold nach China.

Kein Wunder, dass der Goldpreis steigt

Bei solch massiven Goldkäufen ist es natürlich – bei allen Schwankungen – kein Wunder, dass der Goldpreis steigt. Auch die letzten Tage hat der Goldpreis wieder kräftig angezogen. Aktuell notiert der Goldpreis in Euro bei 1147 Euro/oz. In US-Dollar notiert der Goldpreis kurz vor der 1300-Dollar-Schwelle auf einem Niveau von 1294$/oz.

Goldpreis seit Jahresanfang schon um 4% gestiegen

Im Vergleich zum Jahresanfang (1100,75 Euro) notiert der Goldpreis in Euro nunmehr bereits rund 4,2% höher. Eine Verzinsung, von der Sparbuchinhaber nur träumen können. Die meisten Sparbuch- und Festgeldinhaber dürften aktuell in Deutschland Zinsen von 0,xy % p.a. erhalten. Immer mehr deutsche Anleger setzen daher auf Goldbarren und Goldmünzen zur Geldanlage. Hierbei wird der Krügerrand in Gold ebenso favorisiert wie der Kauf von Goldbarren. Gold kaufen statt Gelder zu Null-Zinsen auf Sparbüchern zu blockieren lautet bei viele Anlegern die Devise.

 

Goldmünze Lutherrose: Prägebuchstaben D und A am gefragtesten

Die Goldmünze Lutherrose ist noch keine 14 Tage am Markt und schon wird es selbst am Zweitmarkt immer schwieriger, Münzen nachzubeschaffen. Die Auflage von 150.000 Stück (30.000 Stück pro Prägestätte) ist ohnehin wohl bewusst unterhalb der Nachfragemenge angesetzt worden.

Lutherrose aus München und Berlin (D und A) am beliebtesten

Zahlreiche Sammler und Kunden entscheiden sich beim Kauf entweder für komplette Sätze (ADFGJ) mit dann fünf Goldmünzen oder aber für die Lutherrose aus der Prägestätte in Berlin (A) oder München (D). Dies führt am Zweitmarkt zu Aufgeldern für diese beiden Prägebuchstaben. Kann man sich die Nachfrage nach „D“ noch durch eine traditionell in Süddeutschland (Bayern) starke Nachfrage nach Goldmünzen erklären, so verbleibt für die starke Nachfrage nach A-Goldmünzen der Lutherrose nur das Hauptstadt-Argument: Sammler wollen eine Goldmünze aus der Bundeshauptstadt.

Da alle fünf deutschen Münzprägestätten (Berlin, München, Stuttgart, Karlsruhe und Hamburg) jedoch jeweils dieselbe Menge hergestellt haben, nämlich je 30.000 Goldmünzen, gibt es bei den A- und D-Prägungen einen besonders großen Nachfrageüberhang, was sich auch im Anziehen des Preises auf dem Zweitmarkt bemerkbar macht.

Martin Luther dürfte sich über die Goldmünze wundern

Martin Luther (1483-1546) dürfte sich heute über die Goldmünze mit der Lutherrose wundern, wurde er doch zu Anbeginn seiner Reformationsbewegungen auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands bekämpft und kritisiert. Nunmehr ziert die von ihm verwendete Lutherrose mit dem charakteristischem Herz in der Mitte einer Rosenblüte eine offizielle deutsche Goldmünze, die überdies auch noch so beliebt ist, dass am Zweitmarkt die Preise steigen und sich Sammler beschweren, wenn sie statt gewünschter 2 oder 5 Münzen nur eine bekommen haben.

Wo bekommt man die begehrten Lutherrosen Goldmünzen?

Anlagegold24 bemüht sich, durch ständiges Nachkaufen am Zweitmarkt, alle fünf Prägebuchstaben der Lutherrose in Gold anbieten zu können, so gibt es z.B. auch die

Im Herbst noch eine Luther-Goldmünze aus Deutschland

Mit Spannung darf man da auch einer weitere Luther-Goldmünze aus Deutschland entgegen sehen: Im Herbst wird eine 100-Euro-Goldmünze zur Luther-Geburtsstadt Eisleben/Wittenberg erscheinen. Auch hier dürfte die Nachfrage größer als das Angebot sein.

1,2 Millionen Unzen Silber aus Australien verkauft – Perth Mint auf Erfolgskurs

Die australische Perth Mint hat im Juni 2017 alleine 1.215.071 Unzen Silber verkauft, vor allen Dingen in Form von Känguru Silbermünzen zu 1oz. Dies ist der zweithöchste Wert des Jahres, – nur im Januar wurden noch mehr verkauft.

Die Goldverkäufe der Perth Mint gingen im Juni etwas zurück, aber es wurden immerhin noch 19.259 Unzen Gold verkauft, vor allen Dingen in Form der Känguru Goldmünzen, aber auch in Barrenform.

Indien will Goldsteuer einführen – Goldkäufer sind der Regierung ein Dorn im Auge

Der indischen Regierung sind die eigenen Einwohner, die seit Generationen massiv Gold kaufen, ein Dorn im Auge. In den letzten Jahren hat man immer wieder versucht, durch gesetzliche Regularien, den Hang der Inder zum Gold zu bremsen. Die Inder kaufen soviel Gold, dass sich die Goldimporte massiv auf die Leistungsbilanz des Landes auswirken, weil mehr Gold für die Inder benötigt wird, als im eigenen Land gefördert werden kann. Erst im letzten Jahr hat man die großen Banknoten in Indien abgeschafft, mit denen gerne Gold gekauft worden war.

Neue Goldsteuer in Indien soll ab 1.7.2017 greifen

Eine neue Steuer auf Goldkäufe soll in Indien ab 1.7.2017 greifen, – nur über den Satz ist man sich noch nicht einig geworden. In der Diskussion sind Sätze zwischen 1 und 5% auf Gold, was zu einem Rückgang der Goldkäufe führen soll. Bei Regierungssitzungen in der letzten Woche konnte man sich aber noch nicht auf einen Satz für die „goods and services sales tax“ bezüglich Gold einigen. Als wahrscheinlich gilt nunmehr eine Festlegung bei einer Regierungssitzung am 3.6.2017

Starke Goldkäufe im Juni wahrscheinlich

Wenn Anfang Juni tatsächlich ein Steuersatz für die Goldkäufe ab Anfang Juli festgesetzt wird, darf damit gerechnet werden, dass der Großhandel für Gold in Indien im Juni zahlreiche Käufe auf den Juni vorzieht, die er sonst ggf. später vorgenommen hätte, um die Steuer zu vermeiden.

Inder kaufen 20% des Goldes (für Schmuck) in der Welt

Die indischen Goldschmuckkäufe machen nach einer Statistik des World Gold Councils (WGC) rund 20% der weltweiten Goldschmucknachfrage aus. Alleine im ersten Quartal 2017 betrug die Nachfrage nach Goldschmuck in Indien 92,3 Tonnen, während die USA beispielsweise nur 22,9 Tonnen in Form von Goldschmuck als Verkäufe verbuchen konnte.  In Indien wird Gold – auch als Geldanlage – traditionell in Form von Goldschmuck gekauft, oft zu Festen oder Hochzeiten verschenkt.

Inder kaufen mehr Goldmünzen und Goldbarren als Amerikaner

Aber die Inder kaufen mittlerweile auch mehr Goldmünzen und Goldbarren als die Einwohner der USA. Während in Indien die Nachfrage nach Münzen und Barren aus Gold im ersten Quartal 2017 bereits bei 31,2 Tonnen lag, wurden in den USA „nur“ 16,2 Tonnen Goldmünzen und Goldbarren nachgefragt.

Wozu führt eine Steuer auf Gold?

Eine Steuer auf Gold führt in der Regel im Wesentlichen zu Umgehungstatbeständen: In Indien werden bereits jetzt nahezu täglich Goldschmuggler an Flughäfen und auf Booten erwischt, die Gold in verschiedenen Körperöffnungen, in Taschen, Paketen oder sonstwie in das Land schmuggeln wollen, weil die Umgehung der Steuer – aus krimineller Sicht – lukrativ ist.

Auch in Deutschland gab es in den 80er-Jahren eine Mehrwertsteuer auf Gold, z.B. auch auf Goldbarren und Goldmünzen. Im Ergebnis hat das dazu geführt, dass die deutschen Anleger über die Grenze in die Schweiz oder nach Luxemburg gefahren sind, um dort Gold mehrwertsteuerfrei zu kaufen. Auch haben Banken Goldsparpläne ihrer Luxemburger Filialen in Deutschland verkauft, sodass man per Unterschrift in Deutschland in Luxemburg steuerfrei Gold kaufen konnte. Zahlreiche Münzhändler aus Frankfurt, Hamburg, Wien und anderen Städten haben zudem gesetzeswidrig Gold im Ausland steuerfrei eingekauft und in Deutschland zu höheren Preisen verkauft – ohne die Steuer abzuführen. Dies führte teilweise zu Gefängnisstrafen.

Goldschmuggel für 135 Millionen Mark alleine in Trier

Alleine die Zollfahndung in Trier konnte im Jahr 1985 Schmuggelgold im Wert von 135,7 Millionen Mark identifizieren und schätzte, dass nur rund jeder zehnte Schmuggler dabei aufgefallen ist. Käufe in Luxemburg waren zu der Zeit mehrwertsteuerfrei möglich.

Anlagegold wurde steuerfrei

Da in der Praxis in Deutschland kaum jemand Mehrwertsteuer auf Gold zahlte, sondern entweder kein Gold kaufte oder aber dieses im Ausland mehrwertsteuerfrei erwarb, hat das Bundesfinanzministerium die Mehrwertsteuer auf Anlagegold wieder abgeschafft. Auch um die Geldanlage in Gold nicht gegenüber einer Anlage auf einem Sparbuch oder Bausparvertrag zu diskriminieren: Wer Geld auf einem Sparbuch anlegt, zahlt ja auch keine Mehrwertsteuer.

Anlagegold europaweit steuerfrei

Zwischenzeitlich wurde mit der Eu-Richtlinie 98/80/EG Anlagegold in der gesamten EU mehrwertsteuerfrei gestellt. Europäische Bürger können seitdem in allen EU-Staaten Goldmünzen zur Geldanlage mehrwertsteuerfrei erwerben, wenn:

  • Goldbarren mindestens eine Feinheit von 995/1000 haben
  • Goldmünzen mindestens eine Feinheit von 900/1000 haben, nach 1800 geprägt wurden, in ihrem Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sind oder waren und nicht mehr als 180% des reinen Goldwertes kosten.

 

Klassische Goldmünzen steuerfrei kaufbar

Die Klassiker der Goldmünzen sind seitdem in Europa steuerfrei kaufbar. Wer Gold kaufen will, greift in Deutschland vor allen Dingen zu den Klassikern:

Aber auch darüber hinaus kann man eine ganze Reihe Goldmünzen kaufen, die von der Steuer befreit sind, da sie die Bedingungen der EU-Richtlinie erfüllen.

 

Goldsteuer in Deutschland nur schwer vorstellbar

Eine neue Steuer auf Goldmünzen ist in Deutschland nur schwer vorstellbar, aber nicht ausgeschlossen. Da man die Erfahrung gemacht hat, dass eine Steuer ohnehin nicht voll durchsetzbar wäre und Anleger ggf. in Nicht-EU-Länder wie die Schweiz ausweichen würden, ist eine Steuer im signifikanten Bereich in Deutschland oder der EU nur schwer vorstellbar, aber man kann Goldkäufe natürlich durch Regularien erschweren:

  • Verbot von Bargeschäften ab einer gewissen Größenordnung (jetzt schon z.B. in Italien, Frankreich und Griechenland)
  • Aufzeichnungspflichten gemäß Geldwäsche-Vorschriften (ab Ende Juni 2017 voraussichtlich bereits ab 10.000,- statt 15.000,-€)

Goldpreis bricht nach oben aus – darauf haben Anleger gewartet

Die einen Anleger kaufen, wenn der Goldpreis fällt oder vermeintlich unten ist, die anderen kaufen dann, wenn der Goldpreis anfängt zu steigen oder lange gestiegen ist. Viele deutsche Anleger folgen dem Herdentrieb: Erst warten sie, bis der Goldpreis fällt. Ist er dann gefallen, sind sie nicht sicher, ob er nicht weiter fällt und warten mit Kaufen ab. Steigt er dann, haben sie Angst, dass er auch wieder fallen könnte. Steigt er nachhaltig, kaufen sie auch Gold, weil sie glauben, dass der Goldpreis jetzt weiter nach oben geht. Da ist viel Psychologie dahinter, aber in der Tat stellen Edelmetallhändler einen klaren Zusammenhang zwischen Kaufaktivität der Goldkäufer und Bewegungen beim Goldpreis fest.

Massive Goldkäufe, weil der Goldpreis das Tief verlassen hat

Aktuell setzen wieder massive Goldkäufe physischer Goldkäufer in Deutschland ein, weil der Goldpreis das „Preis-Tal“ von unter 1120 Euro/oz verlassen hat und der Goldpreis in Euro pro Unze wieder über 1130 €/oz notiert.

Betrachtet man den Goldpreis seit Anfang Mai, stellt man fest, dass sich der Preis pro Feinunze – nach einer kleinen Korrektur – bereist seit Anfang Mai erholt. Am Freitag letzter Woche wurde nunmehr auch der Widerstand bei 1265 $/oz gebrochen, sodass jetzt der Weg frei ist bis zur 1295$-Marke.

Goldpreis in Euro heute 1133/1134 €/oz

Am heutigen Nachmittag wurde Gold relativ stabil um ein Niveau von 1133-1134 €/oz gehandelt. Meist verkaufte Goldmünzen waren heute der kanadische Maple Leaf (1oz) und das australische Gold-Känguru, dicht gefolgt vom Krügerrand und der neuen deutschen 50-Euro-Goldmünze Lutherrose, die Sammler gleich häufig von allen fünf deutschen Münzprägestätten kauften (A, D, F, G und J). Bei den Goldbarren war der 1-Unzen-Goldbarren die meistverkaufte Größe.

Goldförderung in Australien geht leicht zurück

Das Fördern von Gold aus der Erde wird immer schwieriger und auch teurer, weil man immer tiefer graben muss, um noch Gold zu finden und immer grössere Tonnagen von Gestein zermalmen muss, um ein Gramm Gold zu finden. Die grössten Goldförderer der Welt sind China mit rund 463 Tonnen in 2016 und Australien mit 298 Tonnen. Im ersten Quartal 2017 hat man in Australien jedoch nur noch 71,5 Tonnen Gold fördern können, was einen Rückgang von 8% gegenüber dem letzten Quartal (77,5 Tonnen) bedeutet. Hier muss man allerdings das nächste Quartal abwarten, um auszuschließen, ob der Rückgang nicht etwa nur Klimagründe (viel Regen) hatte.

Goldräuber in Berlin vor Gericht

In Berlin standen heute die Goldräuber vor Gericht, die einen Goldhändler in Berlin in der Budapester Straße überfallen hatten. Ein Bulgare und ein Syrer räumten die Taten gleich zu Beginn der Verhandlung ein. Im Oktober 2016 hatten sie einen Händler überfallen und sich dazu zunächst als tatteriger Rentner mit Krückstock und Schnurrbart verkleidet. Die Polizei kam den Tätern jedoch schnell auf die Schliche und konnte diese festnehmen. Da half es auch nicht, dass die Maske für den Überfall in Brasilien bestellt wurde. Die Täter wechselten auch SIM-Karte und das Handy und dennoch dauerte es nur knapp 2 Monate, bis die Polizei die Täter festnehmen konnte.

Flossbach von Storch setzt auch auf Gold kaufen

Auch die Fondsmanager der Vermögensverwaltung von Flossbach von Storch setzten weiter auf das Kaufen von Gold. Edelmetalle sind mit rund 11% im Portfolio dort gewichtet, die Profis von Flossbach von Storch setzen neben Aktien klar auf GOLD zur Geldanlage.