Türkei will das Gold der Bevölkerung einsammeln und Papiere dafür aushändigen

Die Türkei möchte, geht es nach dem stellvertretenden Ministerpräsident Mehmet Simsek, das Gold der Türken in der Türkei einsammeln und Ihnen dafür Papiere zurück geben, eine sogenannte Gold-Anleihe.  Nach Schätzungen der türkischen Regierung liegt Gold im Wert von mehr als 300 Milliarden Türkischen Lire unter den Kopfkissen der Türken, bzw. in deren Wohnungen und Häusern.

Türken sitzen angeblich auf 2.200 Tonnen Gold

Nach Schätzungen der türkischen Regierung haben die Türken rund 2.200 Tonnen Gold im Privatbesitz. Die türkische Regierung hätte dieses Gold gerne. Sie gibt an, ab Anfang Oktober Anleihen auszugeben, die im Gegenzug zur Abgabe des Goldes ausgehändigt werden. Eine erste Ausgabe solcher sogenannten Leasingzertifikate soll bereits in der ersten Oktoberwoche 2017 ausgegeben werden. Die türkische Regierung gibt an, dass die türkischen Bürger Gold abgeben können und im Gegenzug Geld bekommen, welches sie in die Wirtschaft investieren können. So würde die Wirtschaft in der Türkei angekurbelt. So könnte man die in Gold angelegten Ersparnisse der Bürger der Wirtschaft zuführen, – so die Argumentation.

Staatseigene Ziraat Bank bewertet Gold und gibt Anleihen aus

Experten der staatseigenen Ziraat Bank würden das Gold bewerten und dann Anleihen im entsprechenden Wert aushändigen. Man fängt in Istanbul an, will die Aktion aber über das ganze Land ausdehnen.

Rückzahlung in 1kg-Goldbarren oder Goldmünzen

Allerdings hat der türkische Bürger keinen Anspruch auf Rückgabe des Goldes, welches er abgegeben hat, sondern ggf. solle Gold in Form von 1kg Goldbarren oder aber Goldmünzen (voraussichtlich: Viertelunzen)  der türkischen Münzprägeanstalt zurück gegeben werden.

Ministerpräsident Simsek habe die technischen Voraussetzungen für die Ausgabe solcher Finanzinstrumente bereits geschaffen und sei in der Lage viele Tonnen Gold der Bevölkerung einzusammeln. Die letzten gesetzgeberischen Maßnahmen dazu würden in Kürze beschlossen.

Goldanleihen nach dem Vorbild Indiens

Die Türkei bezieht sich bei dem Einsammelversuch von Goldbarren und Goldmünzen auf das Vorbild Indien. Dort würden solche Anleihen und Zertifikate auch ausgegeben. Was der türkische stellvertretende Ministerpräsident  jedoch verschweigt, ist die Tatsache, dass diese Anleihen in Indien außerordentlich unbeliebt sind und von der Bevölkerung kaum angenommen werden.

 

Känguru Silbermünze 1 Kilogramm 2017 – nur 300x weltweit

Die Perth Mint hat eine moderne Rarität aufgelegt: Von dem in 2016 eingeführten Känguru-Motiv, mit dem 1oz-Silbermünzen Känguru erschienen sind, gibt es in 2017 nun eine streng limitierte Sonderauflage einer 1-Kilogramm-Silbermünze Känguru.

1kg Känguru Silber 2017: Rarität mit nur 300 Exemplaren

Erstaunlich ist die niedrige Auflage, die die Perth Mint herstellt. Für die ganze Welt wurden nur 300 Exemplare hergestellt. Angesichts der Beliebtheit der silbernen Kängurus in der 1-Unzen-Größe, die millionenfach verkauft werden, eine ziemlich niedrige Zahl. Die Münze ist natürlich offizielles Zahlungsmittel in Australien.

Känguru 1kg Silber 2017 Perth Mint
Känguru 1 kg Silber 2017 Perth Mint

PP-Prägung mit Zertifikat: Das Kilo-Känguru 2017

Die Münze wird in der höchstmöglichen Prägequalität PROOF hergestellt, die in Deuschland häufig als PP bezeichnet wird. Untergebracht ist die rare und damit auch wertvolle Silbermünze im Gewicht von 1 Kilogramm in einem repräsentativen Etui. Die Münze wird begleitet von einem Zertifikat, welches durch Durchnummerierung garantiert, dass weltweit nur 300 dieser Exemplare existent sind. Die meisten Exemplare dürften naturgemäß an australische Kunden verteilt worden sein. Die Perth Mint Kängurus haben aber auch Freunde in Japan, USA und natürlich auch in Europa.

Känguru Kilogramm 2017 im Etui - 1kg Silber
Känguru Kilogramm 2017 im Etui – 1kg Silber

Technische Details 1kg Känguru Silber zusammengefasst:

  • Land: Australien
  • Jahr: 2017
  • Nennwert: 30 Dollar (Australien)
  • Prägequalität: Proof
  • Metall: Silber
  • Feinheit: 999,9/1000
  • Auflage: 300
  • Verpackung: Etui
  • Design: Red Kangaroo
  • Durchmesser: 10,06 cm
  • Gewicht: 1kg
  • Zertifikat: ja

Kilo-Känguru 2017 in Silber kaufen

Die australische Perth Mint vertreibt in Europa die Kilo-Känguru-Silbermünzen 2017 über ein Netzwerk an offiziellen Distributoren. In Deutschland kann die Kilo-Känguru-Silbermünzen hier gekauft werden: 1kg Känguru Silber 2017 kaufen, allerdings nur, solange der Vorrat reicht.

 

Indien verdreifacht Gold-Importe

Der Goldhunger einer der weltgrößten Goldnachfrager-Nationen scheint weiter zu wachsen. Nach den Zahlen des indischen Handelsministeriums sind die Goldimporte Indiens in der Periode April bis August 2017 auf das dreifache Niveau des Vorjahres gestiegen. Für 15,24 Milliarden Dollar wurde Gold importiert.

Inder kaufen immer mehr Gold

Alleine im August haben die Inder Gold für 1,88 Milliarden US-Dollar importiert, im Vorjahresaugust (2016) waren es noch nur 1,11 Milliarden Dollar.

Weil die Inder Gold lieben, hat Indien ein Handelsbilanzdefizit

Der indischen Regierung sind die Goldkäufer seit Jahren ein Dorn im Auge, weil sie für ein Handelsbilanzdefizit sorgen. Mangels eigener Goldvorkommen, muss fast alles Gold importiert werden, was für ein Defizit in der Handelsbilanz sorgt. Im August betrug das Handelsbilanzdefizit 11,64 Milliarden Dollar – gegen 7,7 Milliarden Dollar im August 2016.

Ende September startet Festivalsaison und dann ist wieder Gold-Time

Die Festival-Saison, zu der traditionell besonders viel Gold gekauft wird, startet in Indien Ende dieses Monats. Erfahrungsgemäß wird im Vorfeld noch einmal besonders viel Gold vom indischen Großhandel eingekauft/importiert.

Indien hatte vor kurzem steuerverkürzenden Gold-Importen aus Südkorea einen Riegel vorgeschoben, kann aber die Goldimporte seit Jahren nicht stoppen, weil die Bevölkerung trotz aller Maßnahmen, auch steuerlicher Natur, dennoch Gold kaufen will.

Nachfrage in China auch weiter auf hohem Niveau

Die Goldnachfrage in China ist auch weiter auf hohem Niveau. In 2016 wurden dort alleine Goldbarren im Gewicht von 1970 Tonnen verkauft. In 2017 wurden bis Juli bereits 1129 Tonnen Gold dort nachgefragt, was 3% über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum liegt. China hat in 2017 bisher auch schon rund 400 Tonnen Gold über Hong Kong importiert. Im ganzen Zeitraum von 2004 is 2008 wurden über diesen Weg beispielsweise nur 339 Tonnen Gold importiert. China und Indien gelten weltweit als die größten Gold-Nachfragernationen, was auch zukünftig den Goldpreis maßgeblich mit beeinflussen dürfte.

Chinas Notenbank hat 185 Tonnen Gold gekauft

Die Peoples Bank of China hat die letzten Jahre ca. 185 Tonnen Gold für die staatlichen Bestände gekauft und weist nunmehr 1843 Tonnen Gold aus. Damit ist China mittlerweile weltweit der fünftgrößte Goldbestandshalter und hat noch mehr Goldbarren als die Bank of Russia (1729 Tonnen).

 

Ex-UBS Banker wegen Vorwurf der Goldpreis-Manipulation festgenommen

Banken haben früher alle Vorwürfe einer Goldpreis-Manipulation oder gar künstlichen Goldpreis-Drückung weit von sich gewiesen, aber immer wieder wurden einzelne Banker wegen Teilnahme an illegalen Preisabsprachen verhaftet oder verurteilt. Die US-Behörden haben nun einen Ex-UBS-Goldhändler festgenommen, als er seine Freundin in New Jersey besuchen wollte.

Andre Flotron hatte für die Bank in der Schweiz und auch in Stamford, Connecticut gearbeitet. US-Behörden sind auf ihn gestoßen, als sie Ungereimtheiten bei der Preisfeststellung für Gold, Silber und andere Edelmetalle untersuchten. Ihm wird nun Betrug bei der Goldpreisfestsetzung vorgeworfen und ihm drohen bis zu 25 Jahre Haft.

Gefesselt im Bundesgericht vorgeführt

Der 54jährige Flotron wurde gefesselt einem Bundesgericht in Newark vorgeführt und kann vorerst nicht in die Schweiz zurückkehren, weil die Richter Fluchtgefahr sahen. Eine erste Anhörung soll am 22.September in Connecticut stattfinden. Sein Anwalt Marc Mukasey ist zuversichtlich, seinem Mandanten helfen zu können und verweist darauf, dass die Handlungsweise seines Mandanten in der Branche üblich gewesen sei, auch wenn der Staat dies nun kriminalisiere.

Raffinierte Methode mit großen Scheinorders

Vorgeworfen wird ihm, dass er zum Schein sehr große Orders in den Markt legte, die später aber storniert wurden. Die großen Orders entfalteten Wirkung, die dadurch genutzt wurde, um auf der Gegenseite Orders günstig ausführen zu können. Beispielsweise soll durch das In-den-Marktlegen riesiger Verkaufsorders der Goldpreis gedrückt worden sein, um dann günstig Gold einzukaufen. Nach den ausgeführten Einkäufen sei dann die künstlich erzeugte große Verkaufsorder wieder aus dem Markt genommen wurden. Hierbei hätte Flotron mit Verbündeten zusammen gearbeitet.

Anderer UBS-Mitarbeiter hat gezwitschert

Ein anderer UBS-Mitarbeiter habe den Justizbehörden im Rahmen eines Deals zahlreiche Informationen gegeben, die nunmehr zu den Ermittlungen gegen den festgenommenen UBS-Banker Flotron führten. Ähnlich wie bei der Kronzeugenregelung hat sich der ehemalige Kollege so eigene Strafmilderung erhofft. Nach Angaben des Kronzeugen habe Flotron bereits in 2008 ihm gezeigt, wie er – vermeintlich gesetzeswidrig – vorgehe, um den Goldpreis zu beeinflussen.

Flotron überrascht bei Festnahme

Flotron, der bereits vor 3 Jahren bei einer internen Untersuchung kooperativ gewesen sein will, war erstaunt, als er bei einem seiner Besuche bei seiner Freundin nunmehr festgenommen wurde. Er war in den letzten Jahren häufig zwischen Europa und USA gependelt und nie festgenommen worden.

Im Juni war bereits David Liew, ein früherer Deutsche Bank Händler, in Chicago schuldig gesprochen worden ebenfalls bezüglich illegaler Praktiken bei der Goldpreis-Feststellung.

Vor einer Verurteilung gilt natürlich immer die Unschuldsvermutung. Im konkreten Fall hat der vermeintliche Täter wohl die Taten eingeräumt, hat nur eine vom Gericht abweichende Auffassung hinsichtlich der Strafbarkeit.

CPM Group: Goldpreis geht auf 1700$/oz

Jeff Christian, Direktor der in New York ansässigen CPM Group geht davon aus, dass der Goldpreis die nächsten 3-5 Jahre auf über 1700$/oz steigen wird. Die alten Höchststände aus 2012, wo Gold auf bis zu 1670$ gestiegen sei, würden damit noch überrundet werden.

Die CPM Group ist ein Beratungs- und Analysten-Unternehmen, welches den Focus auf Edelmetalle und Rohstoffe gelegt hat. Bemerkenswert ist die Aussage, da die CPM Group in den vergangenen Jahren eher neutral gegenüber Gold eingestellt war und eine auch tatsächlich eingetretene Seitwärtsbewegung vorhergesagt hatte. Nunmehr glaubt CPM, dass der Goldpreis steigen wird. In einem TV-Interview wird dies deutlich:

(Interview Jeff Christian durch Kitco)

Goldpreis in Dollar geht über 1700$

Der Goldpreis in Dollar solle in den nächsten 3 bis 5 Jahren (bis 2020/2022) im Jahresschnitt auf deutlich über 1700$/oz steigen. Dies würde bei Beibehaltung der heutigen Dollar-Euro-Relation einen Goldpreis in Euro von über 1400 €/oz bedeuten. Ausgehend von einem aktuellen Goldkurs von 1112 Euro/oz wäre dies eine Steigerung von mehr als 25% und damit deutlich über den zu erwartenden alternativen Zinseinnahmen auf Festgelder, Festverzinslichen oder Sparbüchern.

27-30% in Gold zu halten sei optimal

Die Analysen der letzten Jahrzehnte durch die CPM Group haben ergeben, dass der alte Satz, 5-10% in Gold zu halten, wohl auf frühere Perioden wie die 60, 70 oder 80er-Jahre zugetroffen habe, aber wenn man die letzten 5 Jahrzehnte betrachtet, wäre eine optimale Geldanlage mit 27 bis 30% Goldanteil das Nonplusultra gewesen. Neben 70% Anlage in Aktien und Festverzinslichen hätte sich 30% in Gold zu halten, bewährt. Und zwar empirisch in der Vergangenheit der letzten 50 Jahre. Das müsse nicht heißen, dass das jeder so haben sollte, aber es sei erwiesen, dass dies der für eine deutlich positive Wertentwicklung richtige Anteil gewesen wäre. Die CPM Group empfiehlt dazu, physisches Gold zu kaufen (Goldbarren oder Anlage-Goldmünzen).

 

Gold oder Bitcoins – 11 Gründe, warum ein Goldbarren besser ist

Ein Bitcoin hat in 2016 noch unter 600 Dollar gekostet, im Herbst 2017 gibt es schon Bitcoin-Notierungen von über 4000$ pro Bitcoin. Das lockt so manchen Anleger in Bitcoins. Jeder ist da seines eigenen Glückes Schmied. Wir sagen Ihnen, warum wir glauben, dass Gold das bessere Investment ist:

Bitcoin-versus-gold-aliexpress
Bitcoins sind nicht aus Gold, sondern nur virtuell

11 Gründe, warum Gold besser ist als Bitcoins:

  1. Gold ist seit mehr als 5000 Jahren bewährt und wertvoll. Bitcoins können noch nicht einmal auf 50 Jahre zurückblicken. Was 5000 Jahre wertvoll war, hat eine große Wahrscheinlichkeit, auch zukünftig wertvoll zu sein. Bei Bitcoins weiß keiner, ob es die in 5 Jahren überhaupt noch gibt.
  2. Goldbesitz kann man verbieten, nicht aber verhindern. Bei Bitcoins ist das anders. Wenn Sie Goldbarren oder Goldmünzen gekauft haben und haben diese im Keller gut versteckt, weiß dies im Zweifel niemand. Auch dann nicht, wenn ein Goldverbot kommen sollte. Bitcoins sind virtuelles Geld, welches nur auf Konten existiert. Da Bitcoins eine Konkurrenz zu herkömmlichen Geldsystemen darstellen, wäre ein staatliches Verbot leicht denkbar und auch durchsetzbar, weil die Bitcoin-Währung (so sie denn eine ist) nur in Buchungen und auf Konten existiert. Und alle Konten kann man sperren und einsehen. Wollen Sie das?
  3. Gold kann man nicht künstlich herstellen, Bitcoins schon. Gold ist eben deshalb wertvoll, weil man es nicht produzieren kann. Im Gegensatz dazu lassen sich Papiergeld und Bitcoins künstlich produzieren. Wissen Sie als Laie, wer wo wieviele Bitcoins erschaffen hat? Bitcoins sind zwar durch einen Algorithmus auf 21 Millionen Stück beschränkt, aber haben Sie den Überblick, wer wann wo welche Bitcoins herstellt und hat?
  4. Für Gold gibt es einen hochliquiden Markt: Gold kann man rund um den Globus überall verkaufen, praktisch Tag und Nacht. Es gibt einen hochliquiden und auch transparenten Markt. Goldpreise sind von allen Börsen weltweit abrufbar. Die Erfahrung lehrt: In allen Zeiten, ob Krise oder nicht Krise, war es stets einfach, Gold wieder zu verkaufen. Ob 1 Gramm, 10 Gramm oder 10 Kilogramm Gold: In jedem zivilisierten Land der Welt können Sie Gold schnell wieder zu Geld machen: Ob in USA, Japan, Australien, Kanada, Luxemburg, Österreich oder der Schweiz. Bei Bitcoins sind Sie auf Online-Börsen angewiesen, die auch schon mal zusammenbrechen, nicht ausreichend Käufer aufweisen, Opfer von Straftaten oder Unterschlagungen werden, etc. Wollen Sie das?
  5. Gold kann man auch anonym verkaufen. Bitcoins nicht, allenfalls pseudoanonym. In vielen Ländern der Welt, so auch in Deutschland können Sie mit einem 1oz Goldbarren oder Krügerrand zu einem Edelmetallhändler gehen und erhalten im Gegenzug Bargeld. Ohne Registrierung. Bitcoins sind zwar pseudoanonym, dennoch lassen sich für staatliche Ermittler Überwachungswege finden und wo es sie noch nicht gibt, können Sie noch beschlossen werden. Zahlreiche Darknet-Transaktionen mit Zahlung von Bitcoins sind auch schon Gegenstand von Strafverfahren.  Für Bitcoin-Konten braucht man einen 50 Zeichen langen Private Key als Schlüssel. Wer den hat, z.B. weil sie ja irgendwo notieren, hat Zugriff auf die Bitcoins und ggf. auf die Transaktionen.
  6. Gold können Sie auch als Schmuck tragen. Ihr Partner/Partnerin freut sich. Ein Bitcoin-Kontoauszug um den Finger gewickelt sieht weit weniger schön aus.
  7. Gold, welches Sie an einem sicheren Ort aufbewahren, kann nicht unterschlagen werden. An einigen Krypotwährungs-Tauschplätzen gab es schon Unterschlagungen und extreme Verluste für Anleger. Wollen Sie das?
  8. Gold wächst kontinuierlich, nicht blasenhaft. Es gab schon viele tolle Wertentwicklungen in der Vergangenheit – wie auch bei Bitcoins in den letzten 12 Monaten. Allen bisherigen wie z.B. japanischen Immobilien, Dot.com-Aktien, Neuen Markt-Aktien, Immobilien in Spanien ist eines gemeinsam: Die Märkte sind nach einem starken Anstieg zusammen gebrochen. Auf einen Bruchteil des ursprünglichen Wertes. Wollen Sie das?
  9. Das Gesetz der Reihe zählt nicht bei Bitcoins: Nur weil Bitcoins jetzt 12 Monate stark im Wert gestiegen sind, müssen sie nicht die nächsten 12 Monate weiter steigen. Wenn im Spielcasino 6x rot kommt, muss auch die siebte Kugel nicht auf rot fallen. Sie fällt auf rot, schwarz oder auf die Null. Der Bitcoin-Markt der Zukunft ist nur schwer vorhersehbar: Er kann steigen oder fallen.
  10. Niemand hat eine Glaskugel. Auch wir nicht. Auch wir können keine Zukunft vorhersagen. Wir wissen nicht, wo der Goldpreis in 10 Jahren ist. Wir wissen auch nicht, ob es in 10 Jahren überhaupt noch Bitcoins gibt. Was wir aber wissen ist, dass nach allen jetzt vorliegenden Erkenntnissen die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß ist, dass in 10 Jahren der Goldpreis höher ist als jetzt. Für Bitcoins können wir das nicht vorher sagen. Die Menschen, die Gold aus der Erde holen, werden in 10 Jahren deutlich mehr Geld verdienen als jetzt, was den Goldpreis tendenziell verteuern dürfte. Ob Bitcoins wegen fortschreitender Technik in 10 Jahren billiger produziert werden oder gar von Regierungen verboten worden sind, weiß heute niemand. Auch wir nicht.
  11. Mt.Gox-Zusammenbrüche sind bei Gold nicht möglich: Über Mt.Gox, eine der grössten Bitcoin-Börsen wurden teilweise 60% der Transaktionen abgewickelt. Die Plattform ist zusammengebrochen und musste Insolvenz anmelden. Viele User konnte nicht auf Vermögen zugreifen oder verloren es. Bei Gold undenkbar. Siehe: Mt.Gox auf Wikipedia

Wir wissen, dass sich ein Krügerrand oder ein Goldbarren in der Hand sehr angenehm anfühlt. Ein Gefühl, welches nur noch von mehreren Goldbarren oder mehreren Krügerrands getoppt werden kann. Probieren Sie es aus: Nehmen Sie einen 250 Gramm-Goldbarren und streicheln langsam darüber. Machen Sie dasselbe mit ihrem Bitcoin Kontoauszug: Sie werden zum Goldkäufer.

Wir wissen auch, was passiert, wenn Sie 1kg Gold in Ihrem Garten vergraben und in 30 Jahren Ihre Kinder das wieder ausgraben: Es ist immer noch 1kg Gold. Was nach 30 Jahren mit ihren Bitcoins und Ihrem Bitcoin-Kontoauszug im Garten passiert, wissen wir nicht. Möglicherweise gibt es das dann gar nicht mehr.

Krügerrand Goldmünze 2017 auch in 5 oz und 50 oz – moderne Raritäten

Der Krügerrand ist mit seiner Einführung im Jahre 1967 diejenige Gold-Anlagemünze, die die längste Tradition hat. Alle anderen, wie Maple Leaf, Känguru und Wiener Philharmoniker kamen erst später auf den Markt. Zum 50-jährigen Jubiläum hat die South African Mint als Münzprägestätte zwei besonders große Krügerrand Goldmünzen auf den Markt gebracht:

Krügerrand 5 oz und 50 oz in Gold

Für den normalen Gold-Anleger hat es seit 1967 keine größere als die 1-Unzen-Goldmünze Krügerrand aus Südafrika gegeben, aber zum 50.Jubiläum gibt es in kleiner Auflage zwei Sonderausgaben:

Krügerrand 5 oz Goldmünze 2017

In einer Kleinauflage von nur 500 Stück erscheint der 5-Unzen-Krügerrand 2017. Und zwar ausschließlich in der Sammlerqualität PROOF, bei der die Münzoberfläche besonders glänzt. Der 5 oz Krügerrand enthält natürlich auch das zusätzlich Signet zum 50-jährigen Jubiläum über der weltbekannten Antilope.

Krügerrand 5 oz 2017 Goldmünze Proof PP
Krügerrand 5 oz 2017 Goldmünze Proof PP

Die Münze wird natürlich in einem hochwertigen Etui präsentiert:

Krügerrand Etui für 5 oz Goldmünze
Krügerrand Etui für 5 oz Goldmünze

 

Krügerrand 50 oz Goldmünze 2017

Die Krügerrand 50 Unzen Goldmünze ist noch etwas exclusiver. Es gibt sie nur 50x weltweit und der Erstausgabepreis liegt deutlich über 100.000 Euro, dennoch gibt es weltweit eine starke Nachfrage nach dieser Goldmünze. Auch wenn es die teuerste Krügerrand Goldmünze aller Zeiten ist. Es ist auch die Seltenste.

Kruegerrand 50 oz 2017 Goldmuenze
Krügerrand 50 oz 2017 Goldmünze

Große Nachfrage nach dem 1-Unzen-Krügerrand

Im Jubiläumsjahr so stark nachgefragt wie lange nicht mehr ist übrigens der normale 1-Unzen-Krügerrand des Jahres 2017, der nach Einschätzung der südafrikanischen Münzprägestätte dieses Jahr voraussichtlich in einer Stückzahl von 1 Million Exemplaren verkauft wird, neben den zahlreichen Sonderausgaben aus Südafrika.

Ausverkauft in Südafrika: Krügerrand in Platin

Ausverkauft ist in Südafrika übrigens auch schon die Platinausgabe des Krügerrands. Erstmals hat die Münzprägestätte einen Platin-Krügerrand herausgegeben. Die nur in einer Auflage von 2017 erschienene Platinmünze war nach kurzer Zeit bei der South African Mint ausverkauft uns ist dort nicht mehr erhältlich. Die komplette Auflage wurde über die ganze Welt verteilt.

Auch ausverkauft bei der South African Mint sind folgende Sonderausgabe zum 50.Jubiläum des Krügerrands:

  • Krügerrand 1 oz Silber 2017 PROOF
  • Krügerrand 1967-2017 Vintage Set 3 Münzen
  • Krügerrand 1967-2017 Vintage Set 5 Münzen

Ausverkauft ist auch:

  • 2017 Krügerrand Proof Fractional Set 3 Münzen

Einige der in Südafrika bereits ausverkauften Krügerrand-Ausgaben haben wir noch in kleiner Stückzahl am Lager, siehe: Krügerrand Goldmünzen

 

Goldpreis geht Richtung 1400$ – EZB lässt Zinsen auf Niedrigniveau

Im frühen Vormittagshandel in London wurde der Goldpreis mit bis zu 1358$/oz gehandelt, nachdem die Europäische Zentralbank am Vorabend beschlossen hatte, erstmal nichts zu beschließen. Die Zinsen blieben auf niedrigem Niveau, Banken zahlen weiterhin Negativzinsen an die EZB und die EZB werde auch weiterhin Anleihen im Volumen von 60 Milliarden Euro im Monat aufkaufen.

Goldkäufer griffen zu

Kaum war die Nachricht von der EZB-Tatenlosigkeit über die Nachrichtenkanäle bekannt geworden, setzten am Vorabend schon massive Käufe von Gold ein. Sowohl von institutioneller wie auch von privater Seite wurde massiv Gold gekauft. Auch der Goldpreis in Euro zog wieder auf über 1120 €/oz an, bewegte sich am Freitagmorgen zuletzt um 1122.83 Euro pro Unze Feingold.

In US-Dollar kam der Goldpreis damit auf ein 13-Monatshoch. Mit fast 1,21 ist das Dollar/Euro-Verhältnis so hoch wie seit 2015 nicht mehr. Auch wenn Draghi sich gestern in seiner Rede besorgt über den starken Euro zeigte, konnte er einen weiteren Höhenflug nicht verhindern. Eine Zinserhöhung hätte den Euro noch stärker werden lassen.

USA setzten Schuldenobergrenze aus

US-Präsident Trump hatte sich mit den Demokraten geeinigt, die Schuldenobergrenze der USA erst einmal bis zum 15.Dezember 2017 auszusetzen. Eigentlich wären die USA pleite und dürften Gehälter für Lehrer und Polizisten etc. nicht mehr zahlen, Parks müssten schließen, öffentliche Einrichtungen ihren Betrieb reduzieren etc.

US-Präsident Trump hat das Problem der zu hohen Verschuldung nicht gelöst, sondern nur zeitlich verschoben. Sollte die FED auch noch die Zinsen erhöhen, würde das dem US-Staatshaushalt den Todesstoß versetzen. Höhere Zinsen können sich die USA schlichtweg nicht leisten. Mit den bisherigen niedrigen stoßen die USA immer wieder an die gesetzliche obere Schuldengrenze.

Was genau hat die EZB am Donnerstag beschlossen und verkündet?

  1. Die EZB lässt den Leitzins weiterhin bei NULL Prozent. Damit werden Sparer auf Sparbüchern und Festgeldern auch weiterhin Null Prozent Zinsen bekommen oder Minizinsen, die nicht der Rede wert sind.
  2. Die EZB wird weiterhin im Milliarden-Volumen Anleihen aufkaufen, z.B. Staatsanleihen. Das Volumen wird dabei bei 60 Milliarden Euro im Monat belassen. Damit betreibt die EZB indirekt Staatsfinanzierung, was ihr eigentlich untersagt ist
  3. Die EZB hat KEIN Ausstiegs-Szenario aus den Staatsanleihen angekündigt, noch nicht mal angekündigt, dass Sie dies tun könnte. Es wurde lediglich avisiert, dass man darüber nachdenken wolle.
  4. Halten Geschäftsbanken Gelder auf Konten bei der EZB, müssen sie auch weiterhin dafür 0,4% Strafgebühren bezahlen, sogenannte Negativzinsen

 

Was will die EZB damit bewirken?

Die EZB will mit diesen Maßnahmen die Inflation anheizen. Die EZB strebt eine Inflationsrate von 2% an. Die Theorie der EZB ist, dass dauerhaft zu niedrige Preise Unternehmer daran hindern, Investitionen zu tätigen, weil sie ja nicht genug Geld für die produzierten Produkte erhalten. Eine weitere Theorie ist, dass die Banken, wenn sie sich Geld bei der EZB für NULL Prozent leihen können, diese leichter an Unternehmen und Verbraucher ausleihen, damit diese investieren und konsumieren können. In der Praxis funktioniert dies allerdings nicht oder nur bedingt. Unternehmen haben es nach wie vor schwer, ohne Sicherheit Geld von der Bank geliehen zu bekommen. Banken leihen sich zwar von der EZB für Null Prozent Geld, – spekulieren dann aber damit, – statt es Unternehmern mit günstigen Zinsen zu leihen.

Wann wird die EZB die Zinsen erhöhen?

Damit rechnen Analysten nicht so schnell. Mario Draghi, der EZB-Präsident hat angedeutet, dass man in der EZB schon über mögliche Optionen gesprochen habe, aber ein Großteil der Entscheidungen werde erst später getroffen, z.B. im Oktober. Banker erwarten für Oktober eine Ankündigung, dass das Anleihenkaufprogramm auf etwas reduziertem Niveau weiterlaufen wird, also etwas weniger als 60 Milliarden Euro pro Monat. Mit einer Zinserhöhung der EZB sei vermutlich erst für 2019 zu rechnen, war aus Bankerkreisen in Frankfurt zu hören. Wenn überhaupt, da man den Euro auch nicht zu stark machen könne. Aktuell verlöre der Dollar an Wert, was den Euro stärkt. Ein zu starker Euro sei aber auch nicht wünschenswert.

Die nächste EZB-Sitzung mit Pressetermin ist für den 26.Oktober vorgesehen.

Die komplette EZB-Pressekonferenz vom 7.9.2017 sehen Sie hier:

Was heißt das für den Goldpreis?

Niedrige Zinsen, wie sie wohl auch weiterhin vorherrschen werden, sind nach alter Lehre gut für eine positive Goldpreisentwicklung. Anleger erhalten auf Spareinlagen wenig bis keine Zinsen und sind daher eher gewillt, in Gold zu investieren. Ein weiteres Kaufen von Unternehmens- und Staatsanleihen im Volumen von 60 Milliarden Euro pro Monat (!) zeigt die Zerbrechlichkeit und Instabilität des Finanzsystems, was weitere Investoren ins Anlagemedium Gold drängen wird. Die Zeichen für einen weiter steigenden Goldpreis in Euro sollten also auf grün stehen.

(Video&Bild: EZB)

 

 

Geht der Goldpreis wirklich auf 5000$ oder 10.000$ ?

In letzter Zeit tauchen immer mehr Finanzanalysten und Hedgefonds-Manager auf, die anküdigen, der Goldpreis werde die Regionen von 5000$ oder gar 10.000$ pro Unze erreichen. Im Vergleich zu den aktuellen Goldkursen von rund 1338$/oz wäre dies eine exorbitante Steigerung.

Doch wer sind diese Auguren und worauf fußen deren Prognosen?

Goldpreis geht auf 10.000 $/oz – sagt Jim Rickards

Jim Rickards, der eigentlich James G. Rickards heißt, ist ein amerikanischer Rechtsanwalt, der 35 Jahre an der Wall Street gearbeitet hat, u.a. für große Hedge Fonds. Er hat die Bankenkrise, die durch den Zusammenbruch der Lehman Brothers ausgelöst wurde, vorhergesagt. Als Autor und Analyst wird er immer wieder im US-Fernsehen und US-Zeitungen zitiert.

Er sieht den Goldpreis in der nächsten Bankenkrise auf 10.000 Dollar klettern und diese wird in den nächsten Jahren kommen. Die letzten Bankenkrisen in 1998 und 2008 seien ja auch passiert, was die meisten Marktteilnehmer vorher für unmöglich gehalten haben.

Er weist auch auf die 40er-Jahre hin, wo in den USA die Aktienbörsen für 5 Monate geschlossen worden sind. Wer damals Aktien hatte, konnte diese nicht zu Geld machen. Das könne in einer zukünftigen Krise wieder passieren, deswegen sei Gold das bessere Investment.

In den letzten beiden Finanzkrisen, die ja immerhin 2x in den letzten 20 Jahren vorkamen, hätten Zentralbanken und Regierungen so gerade noch die Kurve bekommen, Banken verstaatlicht oder mit selbst gedrucktem Geld aufgefangen… in der nächsten Bankenkrise wird dies nur noch schwer möglich sein, dann könne der Goldpreis leicht auf 10.000 $/oz gehen.

In u.a. Interview erläutert Rickards seine Position (Interview auf Englisch):

Goldpreis steigt auf 5.000$ – sagt Eric Sprott

Eric Sprott ist ein kanadischer Milliardär, der zunächst Analyst bei Merrill Lynch war und später Fonds-Manager wurde. Sprott hat den Anlegern vor der Finanzkrise in 2008 massiv geraten, Gold zu kaufen, weil eine Finanzkrise kommen würde und hatte damit nicht nur Recht, sondern großen Erfolg. Aktuell empfiehlt er, 90% seines Vermögens in Gold und Silber zu halten. Er sieht den Goldpreis über kurz oder lang auf 5000$/oz steigen.

Er glaubt, dass der Goldpreis und Silberpreis sehr schnell explodieren könne. Gold könne nicht künstlich hergestellt werden, Regierungen können Gold nicht einfach drucken wie den US-Dollar.

Er hält den US-Finanzmarkt für bankrott, sowohl die Staats- wie auch die Unternehmensfinanzierung seien auf tönernen Füssen aufgebaut. Auf Schulden, Schulden, Schulden, die nur durch NULL-Zinsen überhaupt leistbar seien.

Alle US-Papiere, ob Aktien oder Festverzinsliche Wertpapiere können schnell im Wert fallen, wenn der US-Dollar noch schwächer werde, dies komme Gold zugute. Ca bei Minute 9.50 des folgenden Videos sieht er den Goldpreis auf 5000 bis vielleicht 10.000 Dollar die Unze steigen. Auch bei Bitcoins hätten die meisten solche Steigerungen für unmöglich gehalten und doch sei der Wert von Bitcoins von 1000$ auf über 4000$ im Jahr 2017 gestiegen.

Fazit: Goldpreis geht nach oben

Beide Analysten haben große Erfahrungen und haben Finanzkrisen vorhergesagt und mit eigenem Geld erfolgreich diese Krisen gemeistert. Für die nächsten 10 Jahre sehen beide die Wahrscheinlich als sehr groß, dass Finanzsysteme erneut zusammen brechen, was für den Goldpreis einen enormen Auftrieb bedeuten würde. Davon würde sowohl der Goldpreis in Dollar als auch der Goldpreis in Euro profitieren.

Auch wenn Gold nicht ganz so stark steigt, wie die beiden Analysten vorhersagen, könnte Gold eine gute Absicherung gegen Finanzkrisen sein. Dabei ist es sekundär, ob man Goldmünzen kauft oder Goldbarren. Entscheidend wird sein, dass man in Gold investiert ist.

Auch Russland liefert immer mehr Gold nach China – Goldpreis steigt

Der Hunger der Chinesen nach Gold scheint gewaltig zu sein. Auch wenn die chinesische Staatsbank die letzten Monate offiziell keine Aufstockung der staatseigenen Bestände vermeldet hat, so melden doch immer mehr und mehr Drittparteien größere Lieferungen von Gold nach China. Entweder kaufen die chinesischen Anleger mehr Gold, was auch die Statistiken des World Gold Councils aussagen oder aber die Peoples Bank of China hortet doch heimlich mehr Goldbarren als sie offiziell verlauten lässt.

Sberbank liefert tonnenweise Gold nach Russland

Die größte russische Bank Sberbank hat nun offiziell bestätigt, dass sie den Handel mit Gold an China forciert. In einem ersten Deal habe man bereits 200 Kilogramm Gold über eine Schweizer Tochtergesellschaft nach China exportiert. In 2017 seien bereits 3-5 Tonnen Gold für China eingeplant und in 2018 will man 10 bis 15 Tonnen Gold nach China liefern. Goldexporte von Gold, was zumeist aus heimischen Minen stammt, dienen Russland der dringend notwendigen Devisenbeschaffung.

China und Russland haben große Goldreserven

China und Russland verfügen beide über große Goldreserven, die bei über 1800, bzw. über 1600 Tonnen liegen dürften. Deutschland führt in seinen Büchern über 3300 Tonnen auf, wovon rund die Hälfte auch in Deutschland lagert.

Dem Markt entzogenes Gold erhöht den Goldpreis

Das Gold, was aus Russlands Goldminen direkt nach China wandert, steht dem Weltmarkt nicht zur Verfügung und verknappt somit das dortige Angebote, was zu Goldpreis-Steigerungen führen könnte.

Goldpreis ohnehin auf 11-Monatshoch

Der Goldpreis in US$ befindet sich aktuell ohnehin auf einem 11-Monats-Höchststand und daran dürfte nicht nur Nordkoreas Diktator Kim schuld sein. Zwar hat das Säbelgerassel zwischen den USA und Nordkorea sicher einige Safe-Haven-Käufe von Gold ausgelöst, aber auch das Vorgehen der EZB, die Zinsen erstmal niedrig zu belassen und weiterhin Anleihen aufzukaufen, sorgt zunehmend für Goldhunger bei den Anlegern. Der EZB ist schlichtweg die Inflation noch nicht hoch genug. Und auf Inflation haben Goldkäufer prinzipiell wenig Lust. Durch den Kauf von Goldbarren oder das Kaufen von Goldmünzen sichern sich Anleger gegen Inflationsverluste in Papiergeld-Währungen ab.

Am Donnerstag dieser Woche steht wieder ein EZB-Meeting mit anschließender Pressekonferenz des Präsidenten Mario Draghi an.

Anleihen-Kaufen jetzt keine Alternativ – eher der Goldkauf

Das Kaufen von Anleihen ist aktuell weder im Dollar-Raum noch in Euro eine Alternative. Einjährige Anleihen bringen beispielsweise in den USA aktuell ca. 1% Rendite, – selbst bei 30 Jahren kommt man nicht über 3%. Doch sobald die US-Notenbank die Zinsen anhebt, sinken sofort die Kurse der gekauften Anleihen  und man fährt bei einem etwaigen Verkauf Verluste ein. Ähnlich ist es in Europa. Daher setzen aktuell viele Anleger, die sonst Anleihen-affin sind, auf Gold und kaufen Goldbarren oder Goldmünzen.

Anleihen auch nicht mehr sicher

Was man auch bedenken sollte: Viele Staaten und Unternehmen halten sich aktuell nur mit Schulden über Wasser. Mit Schulden, die zu sehr niedrigen Zinsen aufgenommen worden sind. Sobald die Zinsen deutlich steigen, dürften einige Unternehmen und auch Staaten erheblich ins Straucheln kommen.

Die Bank of America will analysiert haben, dass 50 der 600 größten europäischen Unternehmen nicht mehr überlebensfähig sind, wenn die EZB deren Anleihen nicht mehr  direkt oder indirekt aufkauft.

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Was machen Unternehmen, wenn Mario Draghi Ihnen kein Geld mehr für Null oder wenig Zinsen leiht?

Goldpreis in Euro stabil über 1120 €/oz

Der Goldpreis in Euro notierte am Dienstagnachmittag stabil bei ca. 1122 €/oz, der Goldkurs in Dollar lag bei 1336 $/oz. Aus dem amerikanischen Handel kamen nach dem Feiertag auch starke Orders an die europäischen Börsenplätze. Offensichtlich ist man auch in den USA nervös, was Nordkoreas weiteres Vorgehen anbelangt. Staatsführer Kim hat nach Angaben aus Südkorea Interkontinentalraketen-Abschußanlagen an den westlichen Rand Nordkoreas verlegen lassen. In wenigen Tagen jährt sich die Staatsgründung Nordkoreas, – traditionell lässt die Führung dort Waffen vorführen und startete in den vergangenen Jahren auch schon einmal die eine oder andere Rakete, um zu demonstrieren, was man alles kann. Sorgenvoll dürften die US-Geheimdienste sich die nächsten Tage die Landkarte Nordkoreas betrachten.

Indische Goldimporte sorgen für stabile Nachfrage nach Gold

Ein Grund für die positive Goldpreisentwicklung der letzten Tage dürfte auch die Bekanntgabe der indischen Goldimporte sein. Im August 2017 wurde dreimal soviel Gold nach Indien importiert wie im Jahr zuvor. 60 Tonnen Gold wurden alleine offiziell importiert – nach 22,3 Tonnen im Vorjahr. Dazu kommen die vielen illegalen Goldimporte zur Umgehung der Goldeinfuhrsteuer (10%). Deutliche Importe hat es diesbezüglich wohl vor allen Dingen aus Südkorea gegeben. Die Experten von GFMS sehen alleine dieses Jahr schon offizielle Goldimporte von 617,5 Tonnen (bis August 2017). Üblicherweise steigen im September in Indien die Importe wegen der Festivalsaison noch einmal an. Es könnte damit ein guter Monat für den Goldpreis werden.