Platin Krügerrand in Südafrika ausverkauft – 2017er-Sonderausgabe

Erstmals hatte die South African Mint im Jahr 2017 einen Platin-Krügerrand auf den Markt gebracht – zum Jubiläum der bis dahin nur in Gold bekannten Krügerrand-Goldmünze, die seit 1967 ununterbrochen den Weltmarkt erobert hat. Aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums der Krügerrand Münzen wurden 1967 Exemplare des Platin-Krügerrands in der höchstmöglichen Prägequalität PROOF hergestellt.

1967 Platin Krügerrand Münzen mit Jahreszahl 2017 AUSVERKAUFT

Alle 1967 Platin-Krügerrand Münzen wurden von der South African Mint zwischenzeitlich über ihr bestehendes Distributionsnetzwerk abverkauft, – die Nachfrage war weltweit sehr groß. Der Platin-Krügerrand, der ausschließlich in der PROOF-Qualität hergestellt wird, ist in einem aufwändigen Etui mit Echtheitszertifikat verpackt:

Platin Kruegerrand 2017 Etui
Der Platin Krügerrand 2017 ist im hochwertigen Etui mit Echtheitszertifikat verpackt.

Platin-Philharmoniker versus Platin-Krügerrand

Der Platin-Philharmoniker, den die Münze Österreich nunmehr im zweiten Jahr erfolgreich auf dem Markt hat, hat von der Nachfrage nach den Platin-Krügerrand Münzen ebenfalls profitiert: Viele Kunden haben gleich beide Platinmünzen bestellt, – wobei der Platin-Philharmoniker eine reine Bullionmünze in Stempelglanz-Qualität ist, die unlimitiert ausgegeben wird, wohingegen der Platin-Krügerrand eine PROOF-Sammlermünze ist, die eine extrem niedrige Auflage hat. 1967 Exemplare für die ganze Welt war seitens der South African Mint bewusst unter der vermeintlichen Nachfragemenge angesetzt.

Krügerrand Goldmünze – weltweit erfolgreich

Der Krügerrand als Goldmünze dürfte weltweit zu den meistverkauften Goldmünzen gehören. Bei einigen Edelmetallhändlern in Europa sind mehr als 50% aller verkauften Gold-Anlagemünzen Krügerrand Goldmünzen. Zurückzuführen ist dies auf die Bekanntheit der Münze, die bereits seit 1967 am Markt ist.

South African Mint

Der South African Mint als Tochterunternehmen der Reserve Bank of South Afrika und damit als Münzprägestätte der Zentralbank ist mit dem Programm zum 50.Jubiläum des Krügerrands ein echter Erfolg gelungen. Weltweit wurden und werden die Sonderausgaben zum 50.Jahrestag der Krügerrand Münzen stark nachgefragt. Einige Ausgaben wie z.B. die Silber-Krügerrand-Münzen in PROOF haben bereits exorbitante Zweitmarkt-Wertsteigerungen an den Tag gelegt. Auch der Silber-Krügerrand in der `Normal Ausführung` Premium Uncirculated erfreut sich sehr großer Nachfrage.

Einen Einblick in die südafrikanische Münzprägestätte gewährt dieses kurze Video aus 2015:

WGC sieht Goldpreis bei 1400$ – Nordkorea lässt Goldkurs steigen

Nach dem Säbelrasseln zwischen Nordkorea und USA ist der Goldpreis in Euro wieder über die 1100-Euro-Marke gestiegen, notiert am Dienstag Vormittag bei 1105€/oz. Der Goldkurs in US-Dollar konnte auch über 1300$ steigen, notiert aktuell bei 1305$/oz. Auslöser war die Mitteilung Nordkoreas, dass die USA den Krieg erklärt hätten. Nordkorea sei auch bereit, Kampfflugzeuge der USA abzuschießen, die außerhalb des Hoheitsgebiets, aber in der Nähe Nordkoreas flögen. Die USA haben eine Kriegserklärung dementiert, aber militärische Schläge nicht ausgeschlossen.

Zuvor hatten die USA Kampfbomber in der Nähe Nordkoreas aufsteigen lassen, was den Diktator wohl provoziert hat. Der Goldpreis quittierte dies mit einem prompten Anstieg.

World Gold Council sieht Goldpreis bei 1400$

Der Vorsitzende des World Gold Councils WGC sieht den Goldpreis die nächsten 12 Monate auf 1400$/oz steigen, – aus fundamentalen Gründen. Weltweite Unsicherheiten würden für eine steigende Nachfrage sorgen, die starke asiatische Nachfrage führe zu einer positiven Goldpreisentwicklung.  Basierend darauf sollte auch der Goldpreis in Euro auf ein Niveau von 1200€/oz steigen, was rund 100 Euro pro Unze mehr wären als die aktuelle Notierung.

Goldpreis-Entwicklung besser als Aktien-Chart

Betrachtet man die Entwicklung des Goldpreises seit dem Jahr 2000 im Vergleich zum Aktienindex SP 500, den größten US-Aktien, hat sich der Goldpreis deutlich besser entwickelt. Trotz aller Schwankungen, denen der Goldpreis oder die Aktiennotierungen unterliegen. Am langen Ende war das Goldinvestment das Bessere:

goldpreis-versus-aktienindex-seit 2000
(Goldpreis versus Aktienindex S&P 500 seit 2000, Quelle: WGC)

Gold hat sich in diesem Zeitraum um 86% besser entwickelt als der Aktienindex, wie sich empirisch nachweisen lässt.

Eine Entwicklung in der Vergangenheit muss sich so nicht in der Zukunft wiederholen, aber aktuell sind viele Aktien-Indexe nahe am Höchststand und Gold ist deutlich unter den früheren Höchstständen, – insoweit sehen Analysten auch zukünftig für Gold gute Chancen, besser zu performen als Aktien.

Goldschmuck-Importe in die USA ziehen an

Eine weitere Entwicklung spricht für eine positive Entwicklung des Goldpreises in den nächsten Jahren: Nicht nur die Nachfrage nach Goldschmuck in Indien und China wächst, sondern seit mehreren Jahren wächst auch die Goldschmuck-Nachfrage in den USA, was jährlich steigende Importe zur Folge hat. In 2016 waren die USA weltweit schon der drittgrößte Goldschmuck-Markt der Welt mit einem Verbrauch von 118 Tonnen Gold, – dies ist ein Gegenwert von ca. 5 Milliarden US-Dollar. Die Gold-Exporte in die USA haben seit dem Jahr 2013 um ca. 30% zugenommen:

goldexporte-in-die-usa-goldpreis-foerdernd
Goldexporte in die USA: +30% seit 2013 sollte eine positve Goldpreisentwicklung fördern (WGC)

Zentralbanken kaufen seit 2008 jedes Jahr Gold

Während früher Zentralbanken Goldverkäufer waren, kaufen Zentralbanken seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 massiv Gold. Jedes Jahr. Weil sie gemerkt haben, dass bunt bedrucktes Papier anderer Länder, was diese `Geld`nennen, im Zweifel wertlos ist. Die folgende Graphik zeigt eindrucksvoll, in welchem Volumen Zentralbanken seit 2008 Gold gekauft haben. Was für Zentralbanken gut ist, sollte auch für den privaten Anleger gut sein.

zentralbanken-kaufen-gold-seit-2008
Zentralbanken kaufen seit 2008 massiv Gold. Quelle: WGC

Anonym Gold kaufen in Indien abgeschafft – Steuernummer muss angegeben werden

In Indien sind die Goldkäufe der Inder der Regierung schon lange ein Dorn im Auge: Die Inder kaufen soviel Gold, welches dafür aus dem Ausland importiert werden muss, dass in Indien sogar ein Handelsbilanzdefizit entsteht.

Gold kaufen nur noch gegen Steuernummer

Seit Ende August (genau: 23.8.2017) ist das Kaufen von Gold in Indien nur noch gegen Bekanntgabe und Speicherung der Steuernummer möglich. Davon ausgenommen sind nur Kleinstbeträge unter 50.000 Rupien, was mit rund 646 Euro (Stand 25.9.2017) noch nicht mal den anonymen Kauf einer Goldunze ermöglicht. Jede bessere Goldkette oder jedes bessere Goldarmband kann damit nur noch gegen Bekanntgabe der individuellen Steuernummer erworben werden.

Bereits vor dieser Änderung lag die Grenze mit 200.000 Rupien (2584 Euro) relativ niedrig, hat aber den Kauf einzelner Goldunzen sowie üblichen Goldschmucks ermöglicht, ohne, dass festgehalten werden musste, wer wann was gekauft hat.

Die indische Zentralbank hat in einer Veröffentlichung explizit auch Gold-, Silber- und Platin-Geschäfte einbezogen, ohne die Form (Goldmünzen, Goldbarren, Goldschmuck o.ä. ) zu spezifizieren. Damit sind alle Formen erfasst. Neben dem Kauf von Goldbarren und Goldmünzen war und ist es in Indien sehr populär Goldschmuck nahe am Goldpreis als Geldanlage zu kaufen.

Die KYC (Know your client)- Regel macht aktuell den Juwelieren und Goldhändlern in Indien das Leben schwer.

Goldschmuggel blüht in Indien

Der Goldschmuggel nach Indien blüht: Erst am Dienstag war wieder ein Passagier einer Egyptian Air-Machine aus Dubai mit 10 kg Gold-Schmuggelgut in Neu Delhi aufgefallen. Er hatte sie in seine Jeans-Hose eingenäht und ist durch seine Nervosität bei der Zollkontrolle aufgefallen. Beinahe jeden Tag werden solche Großfunde an indischen Flughäfen gemacht, wein Einfuhrabgaben auf Gold und eine restriktive Verkaufspolitik unter Festhaltung der Steuernummer einige Marktteilnehmer in Versuchung bringen, Gewinne außerhalb des Systems zu generieren.

Indien versucht Goldkäufe gegen Bargeld zu unterbinden

Indien hatte nicht nur zur Abwehr von Goldkäufen eine höhere Steuer auf Gold beschlossen, sondern im letzten Jahr sogar die größeren Geldscheine außer Verkehr bringen lassen. Der Eintausch größerer Geldscheine war nur noch auf Banken in registrierter Form zulässig -incl. Begründung, wo denn das Geld herkommt. Vormals hatte die Inder gerne Gold gekauft und mit großen Geldscheinen bezahlt. Das wurde über Nacht verboten.

Aber: Sowohl das Bargeld-Verbot, die Goldsteuer als nunmehr auch die Steuernummer-Registrierungspflicht für Käufe oberhalb von 50.000 Rupien haben bisher den Goldhunger der Inder nicht wesentlich geschmälert. Die Importe nach Indien sind auf Rekordniveau.

Einzelne Händler sprechen davon, dass nunmehr vor der Festivalsaison die Umsätze niedriger als sonst sind, aber hier gilt es abzuwarten, ob dies auch tatsächlich passiert.

In Deutschland NOCH bis 10.000 Euro möglich

In Deutschland kann man noch bis 9999,99 Euro anonym Gold kaufen, – ohne Bekanntgabe der Steuernummer. Die Grenze war dieses Jahr von 15.000 Euro auf 10.000 Euro gesenkt worden. Es gibt aber schon Gesetzesinitiativen, dies noch weiter zu senken.  In Spanien gibt es beispielsweise schon eine Bargeldgrenze von 2.500 Euro. Spanische Verbraucher können damit noch nicht einmal einen 100 Gramm Goldbarren anonym kaufen.

 

Deutschland hat gewählt – Goldpreis steigt

Nun ist die Bundestagswahl vorbei, aber die Probleme in Deutschland sind damit noch nicht nicht gelöst. Die Union hat zwar die meisten Stimmen erhalten, aber im Vergleich zur letzten Bundestagswahl deutlich verloren:

Infografik: So hat Deutschland gewählt | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Spannende Wochen in Deutschland

Die nächsten Wochen dürften spannend in Deutschland werden:

  • Die CDU kann nur mit CSU, FDP und den Grünen eine Mehrheitsregierung bilden
  • Martin Schulz hat für die SPD erklärt, dass die SPD sich an einer Regierung nicht beteiligt, also für eine Koalition nicht in Frage kommt
  • Die CSU stellt die gemeinsame Fraktion mit der CDU in Frage und will darüber abstimmen lassen, zudem dürfte die CSU schon wieder im Wahlkampfmodus für die nächste Landtagswahl sein und wird sich ggü. der CDU profilieren müssen
  • Die Grünen und die FDP haben teilweise deutlich von der bisherigen CDU-Politik abweichende Vorstellungen, hier wird es entscheidend auf die Kompromißfähigkeit aller Beteiligten ankommen
  • Frauke Petry von der AfD hat heute morgen die Bundespressekonferenz mit der Erklärung verlassen, dass sie nicht bei der AfD-Fraktion im Bundestag teilhaben werde

Goldpreis in Euro steigt

Der Goldpreis in Euro ist am Montag morgen gestiegen. Am frühen Mittag notierte er mit 1089 Euro/Unze rund 5 Euro höher als am Vortag. Der Dollar-Goldkurs bewegte sich am Morgen bis auf 1297,10 $/oz und oszillierte um die 1295 Dollar/Unze.  An den internationalen Finanzmärkten machte schnell die Runde, dass Deutschland gewählt hat, die amtierende Bundeskanzlerin wohl die meisten Stimmen bekommen hat, aber es schwierig werden könnte, mit den zur Verfügung stehenden möglichen Koalitionspartnern eine funktionierende Mehrheitsregierung hinzubekommen. Bis zur Bildung einer neuen Regierung könnten Monate vergehen, die durch Koalitionsverhandlungen geprägt werden.

Der Euro fiel gegen Dollar auf 1,1887 – man sieht die Eurozone durch die unsicheren Zeiten in Deutschland geschwächt.

Russland hat 500.000 Unzen Gold gekauft

Die russische Zentralbank hat auch im August wieder massiv Gold gekauft: 500.000 Unzen Gold (15,6 Tonnen) wurden der Bank of Russia zugeführt, die damit die staatlichen Goldbestände auf 1745 t Gold erhöht. Nur noch knapp 100 Tonnen weniger als China (1842,6 Tonnen). Damit hat Russland dieses Jahr schon rund 129 Tonnen Gold gekauft.

Anleger kaufen massiv Gold wegen ungelöster Probleme

Nicht nur in der EU, sondern auch global warten zahlreiche Probleme/Aufgaben auf eine Lösung. Anleger kaufen aus Sorge um Instabilitäten weiterhin massiv Gold. Insbesonders folgende Aufgabenstellungen führen zu Sorgenfalten auf der Stirn so mancher Anleger:

  • Der französische Präsident Macron möchte mehr EU und mehr Europa, der mögliche CDU-Koalitionspartner FDP sieht lieber Deutschlands Eigenständigkeit betont
  • Die Brexit-Verhandlungen haben noch keinen wirklichen Fortschritt gebracht: Die Briten würden gerne austreten, aber alle Vorteile möglichst lange beibehalten, ohne Nachteile zu erleiden. Zwischen den finanziellen Forderungen und der Zahlungsbereitschaft aus UK klaffen Riesenlücken
  • Die USA flogen zuletzt mit Jagdbombern in der Nähe der nordkoreanischen Küste. Der Konflikt ist noch ungelöst
  • Juncker möchte, dass alle EU-Staaten den Euro bekommen, dies dürfte den Deutschen nur schwer vermittelbar sein
  • Die EU-Außengrenzen sind weder dicht, noch geschützt, alternative Flüchtlingsrouten entwickeln sich, weil auch die Bekämpfung der Fluchtursachen noch nicht abschließend geregelt ist
  • Rückführung von nicht anerkannten Flüchtlingen in Deutschland scheitert immer noch an der Nichtaufnahme ihrer vermeintlichen Heimatländer
  • US-Staatsverschuldung ist so hoch, dass die Schuldenobergrenze temporär außer Kraft gesetzt werden musste
  • Niedrigstzinsen entwerten das Vermögen von Millionen Sparern, da die Inflation höher ist als der Zins auf dem Sparbuch

Maple Leaf und Krügerrand die Umsatz-Spitzenreiter

Bei den Goldmünzen waren am Montagvormittag die Maple Leaf Goldmünze 1oz und der Krügerrand in Gold die Umsatzspitzenreiter. Die South African Mint hat mitgeteilt, dass der Krügerrand in Silber zwischenzeitlich ausverkauft sei. Damit ist die Auflage von 1 Million Exemplaren abverkauft.

 

 

 

Gold-Splitter zum Wochenende – was macht der Goldpreis?

Der Goldpreis ist am Donnerstag erstmals im September unter die 1300$-Linie gefallen. Die FED hatte die Zinsen diese Woche auf dem alten Niveau belassen, aber eine Erhöhung noch in diesem Jahr avisiert, voraussichtlich im Dezember.

Heute kämpft sich der Goldpreis wieder von unten an die 1300$-Linie, kam bis 1299,20$/oz.

Commerzbank sieht stabilen Goldpreis um 1300$/oz

Die Commerzbank hat in einer jüngsten Analyse den Goldpreis stabil bis zum Jahresende eingeschätzt und sieht auch am Jahresende einen Goldpreis um die 1300$ und keine Absturzgefahr.

Dollar um 1,20$

Der Euro hat ein bisschen Boden gewonnen und notierte wieder bei 1,20, nachdem er am Mittwoch noch bei 1,19$ notierte. Die US-Arbeitslosenzahlen sanken im September, allerdings dürften die USA auch weiterhin unter den Hurrikan-Schäden in Florida und Texas leiden. Die Wochenzahlen bei den neu angemeldeten Arbeitslosen fielen um 23.000 auf 259.000. Die Arbeitslosenrate ist aktuell auf dem niedrigsten Stand von 4,3%

Goldpreis in Euro bei 1080€/oz

Der Goldpreis in Euro bewegte sich am Freitagnachmittag um die 1080 Euro pro Feinunze Gold und bot damit die Gelegenheit zur Positionsverbilligung und zum Positionsaufbau, da damit Goldbarren und Goldmünzen wieder preiswerter als noch vor einer Woche zu kaufen waren.

Russland kaufte 15,55 Tonnen Gold im August

Auch im August hat Russland nochmal die Goldreserven verstärkt. 15,55 Tonnen Gold, respektive rund 500.000 Unzen Feingold wurden den staatlichen Reserven der Bank of Russia hinzugefügt. Russlands Goldbestand liegt nunmehr bei 1744,9 Tonnen. Im Gesamtjahr sind 130 Tonnen Gold in Russland hinzugekommen.

COMEX erhöht Margins

Für den Handel mit Gold-Futures an der New Yorker Warenterminbörse COMEX hat die dort zuständige CME Group die Margins erhöht, d.h. die Teilnehmer müssen bei Handel mit Gold-Optionen mehr Sicherheiten hinterlegen, was den Goldhandel dort traditionell lähmt/einschränkt.

Die Margin-Anforderungen wurden mit Wirkung  von diesem Freitag um rund 9% erhöht. Anfang September fand zuletzt bereits eine Erhöhung der Margins statt. Kritiker monieren, dass mit solchen Margin-Erhöhungen das Kaufen von Gold an der Terminbörse erschwert wird und dass diese Margin-Erhöhungen bewusst eingesetzt werden, um den Goldpreis zu bremsen.

Demonetarisierung des US-Dollars könnte zum Gold-Run führen

Der US-Autor Katusa hält einen Gold-Rush für möglich, da immer mehr Handelsgeschäfte nicht mehr in Dollar abgewickelt werden. Insbesondere die jüngsten Initiativen, Öl in Yuan und in Gold zu handeln, könnten zu einem Run auf Gold führen und den Dollar empfindlich schwächen:

 

 

Russland ist der größte offizielle Goldkäufer der Welt

Unter den staatlichen Goldkäufern ist Russland mittlerweile zum weltweit größten Käufer von Gold geworden. Kein Staat der Welt, keine Zentralbank der Welt hat mehr Goldbarren gekauft als die Bank of Russia.

2016 kaufte Russland 201 Tonnen Gold

Im Jahr 2016 hat die russische Zentralbank 201 Tonnen Gold zu den staatlichen Reserven hinzugefügt. Selbst der Riesenstaat China, der auf dem zweiten Platz der weltweit größten staatlichen Goldkäufer steht, kam nur auf vergleichsweise geringe 80 Tonnen Gold.

1250 Tonnen Goldbarren in zehn Jahren

In der letzten Dekade hat Russland 1250 Tonnen Gold den staatlichen Reserven hinzugefügt, dies ist eine gewaltige Menge an Goldbarren, die Russland nunmehr mit über 1700 Tonnen Gold im Staatsbesitz zu der sechstgrößten Goldbesitznation macht. Zumindestens, was den staatlichen Goldbesitz betrifft.

Gold ist das effektivste Anlagemedium

Wie aus einer Institution unter dem russischen Finanzministerium Gokhran of Russia verlautete, ist Gold für die Russen das effektivste Finanzinvestment. Gold habe sich in den letzten 15 Jahren im Wert verfünfacht. 

Russland drittgrößter Gold-Produzent

Russland ist nicht nur staatlicherseits der weltweit größte Goldnachfrager, sondern mittlerweile auch weltweit der drittgrößte Goldproduzent. Das Land verfügt über zahlreiche Goldminen. Seit 1995 konnte man die jährliche Goldproduktion verdoppeln. Alleine in den letzten 10 Jahren holte man in Russland mehr als 2000 Tonnen Gold aus der Erde. Die Goldexploration in 2017 wird auf über 300 Tonnen geschätzt, geht es nach Sergey Kashuba, dem Vorsitzenden der russischen Goldproduzentenvereinigung.

Russische Goldminen teilweise privatisiert

Russland konnte die Goldminen-Förderung steigern, weil sie einige zuvor staatliche Goldminen privatisiert hatte, die daraufhin effektiver und mit weniger Schwund arbeiteten. Die fünf größten russischen Goldminengesellschaften (Polyus, Polymetall, Kinross, Petropavlovsk und Nordgold) produzieren alleine schon mehr als 120 Tonnen Gold im Jahr.

Sieben russische Gold-Raffinerien haben LBMA-Zulassung

Mittlerweile stehen auch sieben der acht großen russischen Gold-Raffinerien auf der LBMA-good-delivery-Liste in London. Der good-Delivery-Status ermöglicht es, am Interbanken-Handel mit 400-Unzen-Goldbarren teilzunehmen.

18% Mehrwertsteuer auf Gold in Russland

Die russische Regierung hält den privaten Gold-Hunger der Anleger in Russland klein, indem sie 18% Mehrwertsteuer auf Gold erhebt, wenn private Anleger Gold kaufen wollen. Dies ist einer der höchsten Steuersätze auf Gold weltweit. Selbst in Indien, wo die Goldkäufe der eigenen Bevölkerung ein immenses Handelsbilanzdefizit für den Staat hervorrufen, wird weniger besteuert.

In Russland ist nur die Regierung, die Bank of Russia und das Geschäftsbanken-System von der Mehrwertsteuer ausgenommen. Der private Anleger muss sie aber zahlen. Russische Goldhändler und Vertreter der Goldindustrie hatten in der Vergangenheit bereits mehrere Anläufe unternommen, den Golderwerb auch für private Anleger steuerfrei zu gestalten, – bisher allerdings ergebnislos.

In Deutschland kann man Anlagegold nach einer EU-Regelung mehrwertsteuerfrei erwerben, dies betrifft sowohl Goldbarren zur Geldanlage als auch den Kauf von Goldmünzen.

Inflation in Russland um die 4%

Die Inflation in Russland liegt um die 4% p.a., wenn die offiziellen Zahlen der russischen Zentralbank stimmen. Zuletzt hatte Elvira Nabiullina, Chefin der Bank of Russia den Leitzins in Russland auf 8,5% heruntergesetzt. Die russische Zentralbank will die Inflation bei ca. 4% einfrieren. Im Juni hatte sie noch bei 4,4% gelegen. Wegen der hohen Inflation gibt es in Russland eine hohe Neigung in der vermögenden Bevölkerung, in Sachwerte wie Immobilien oder Edelmetalle zu investieren.

Foto: Bank of Russia

FED lässt Zinsen niedrig – Goldpreis lädt zum Kaufen ein

Die US-Notenbank FED hat gestern die Zinsen – wie erwartet – niedrig gelassen und nicht verändert. Die sogenannte Fed Funds Rate liegt damit auch weiterhin in einer Range von 1 bis 1,25%, ließen die Zentralbanker gestern in Washington verkünden.

Zins geht evtl. im Dezember nochmal hoch

Die FED hat sich vorbehalten, dieses Jahr die Zinsen ggf. noch einmal anzuheben, dies wird voraussichtlich im Dezember erfolgen. Große Schritte erwartet der Markt jedoch nicht. Damit bleibt die FED bei der zuletzt im Juni geäußerten Einschätzung.

FED will hohe Bilanz reduzieren

Die FED will überdies mit dem Abbau ihrer viel zu großen Bilanz beginnen. Die Bilanz der FED war auf 4,5 Billionen (!) Dollar angewachsen, weil die US-Zentralbank Milliarden an Anleihen vom Markt gekauft habe, vor allen Dingen auch Staatsanleihen der USA und damit indirekt den Staat USA finanziert habe, der aktuell an der Schuldenobergrenze agiert, die – weil sie nicht eingehalten werden konnte – temporär zunächst ausgesetzt wurde. Angesichts der Gesamt-Bilanz der FED mit 4,5 Billionen ist der Abbau allerdings relativ niedrig angesetzt: Man wolle mit einer Reduzierung von 10 Milliarden pro Monat beginnen und und diese pro Quartal um 10 Milliarden erhöhen. Nach einem Jahr wolle man dann regelmässig die Bilanz um 50 Milliarden Euro pro Monat reduzieren. Seit 2008 hatte die US Notenbank FED wie wild Anleihen aufgekauft und so Liquidität in die Märkte gepumpt, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Die FED glaubt, dass die US Wirtschaft und der Arbeitsmarkt sich in 2018 und 2019 besser entwickele als bisher angenommen.

Der letzte FED-Zinserhöhungsschritt war im Juni vorgenommen worden, als die FED die Zinsen um 0,25% erhöht hat.

Goldpreis macht Schlenker nach unten

Der Goldpreis machte nach der FED-Veröffentlichung einen kleinen Schlenker nach unten und lädt damit in Euro investierende Anleger wieder zum Kaufen von Gold ein. Der Goldpreis in Euro notierte im frühen europäischen Handel heute bei 1088 Euro/oz. Der Goldkurs in US-Dollar notierte bei 1295$/oz und tauchte damit unter die 1300$-Linie. Zum Kaufen von Goldbarren oder dem Erwerb von Goldmünzen stellt dies im Vergleich zur letzten Woche eine günstige Gelegenheit dar.

Krügerrand und Lunar Hund Goldmünzen der Renner

Diese Woche sind die Spitzenreiter bei der Goldmünzen-Nachfrage – wie gewohnt – der Krügerrand 1 Unze Gold und (neu:) die Lunarmünze Hund aus Australien.

Die Nachfrage nach Gold ist auf unverändert hohem Niveau, zu Rückgaben kam es kaum (unter 1% der Geschäfte).

Nach Indien will auch die Türkei Gold einsammeln

Am Markt für Aufsehen sorgen Äußerungen aus den Regierungskreisen in der Türkei, dass man nun – nach dem Vorbild Indiens – das Gold der Bevölkerung einsammeln wolle. Die Anleger werden eingeladen, Gold abzugeben und erhalten dafür ein Zertifikat. Es bleibt abzuwarten, ob dies die türkische Bevölkerung in dem Maße mitmacht, wie sich die Regierung das erhofft.

 

Türkei will das Gold der Bevölkerung einsammeln und Papiere dafür aushändigen

Die Türkei möchte, geht es nach dem stellvertretenden Ministerpräsident Mehmet Simsek, das Gold der Türken in der Türkei einsammeln und Ihnen dafür Papiere zurück geben, eine sogenannte Gold-Anleihe.  Nach Schätzungen der türkischen Regierung liegt Gold im Wert von mehr als 300 Milliarden Türkischen Lire unter den Kopfkissen der Türken, bzw. in deren Wohnungen und Häusern.

Türken sitzen angeblich auf 2.200 Tonnen Gold

Nach Schätzungen der türkischen Regierung haben die Türken rund 2.200 Tonnen Gold im Privatbesitz. Die türkische Regierung hätte dieses Gold gerne. Sie gibt an, ab Anfang Oktober Anleihen auszugeben, die im Gegenzug zur Abgabe des Goldes ausgehändigt werden. Eine erste Ausgabe solcher sogenannten Leasingzertifikate soll bereits in der ersten Oktoberwoche 2017 ausgegeben werden. Die türkische Regierung gibt an, dass die türkischen Bürger Gold abgeben können und im Gegenzug Geld bekommen, welches sie in die Wirtschaft investieren können. So würde die Wirtschaft in der Türkei angekurbelt. So könnte man die in Gold angelegten Ersparnisse der Bürger der Wirtschaft zuführen, – so die Argumentation.

Staatseigene Ziraat Bank bewertet Gold und gibt Anleihen aus

Experten der staatseigenen Ziraat Bank würden das Gold bewerten und dann Anleihen im entsprechenden Wert aushändigen. Man fängt in Istanbul an, will die Aktion aber über das ganze Land ausdehnen.

Rückzahlung in 1kg-Goldbarren oder Goldmünzen

Allerdings hat der türkische Bürger keinen Anspruch auf Rückgabe des Goldes, welches er abgegeben hat, sondern ggf. solle Gold in Form von 1kg Goldbarren oder aber Goldmünzen (voraussichtlich: Viertelunzen)  der türkischen Münzprägeanstalt zurück gegeben werden.

Ministerpräsident Simsek habe die technischen Voraussetzungen für die Ausgabe solcher Finanzinstrumente bereits geschaffen und sei in der Lage viele Tonnen Gold der Bevölkerung einzusammeln. Die letzten gesetzgeberischen Maßnahmen dazu würden in Kürze beschlossen.

Goldanleihen nach dem Vorbild Indiens

Die Türkei bezieht sich bei dem Einsammelversuch von Goldbarren und Goldmünzen auf das Vorbild Indien. Dort würden solche Anleihen und Zertifikate auch ausgegeben. Was der türkische stellvertretende Ministerpräsident  jedoch verschweigt, ist die Tatsache, dass diese Anleihen in Indien außerordentlich unbeliebt sind und von der Bevölkerung kaum angenommen werden.

 

Känguru Silbermünze 1 Kilogramm 2017 – nur 300x weltweit

Die Perth Mint hat eine moderne Rarität aufgelegt: Von dem in 2016 eingeführten Känguru-Motiv, mit dem 1oz-Silbermünzen Känguru erschienen sind, gibt es in 2017 nun eine streng limitierte Sonderauflage einer 1-Kilogramm-Silbermünze Känguru.

1kg Känguru Silber 2017: Rarität mit nur 300 Exemplaren

Erstaunlich ist die niedrige Auflage, die die Perth Mint herstellt. Für die ganze Welt wurden nur 300 Exemplare hergestellt. Angesichts der Beliebtheit der silbernen Kängurus in der 1-Unzen-Größe, die millionenfach verkauft werden, eine ziemlich niedrige Zahl. Die Münze ist natürlich offizielles Zahlungsmittel in Australien.

Känguru 1kg Silber 2017 Perth Mint
Känguru 1 kg Silber 2017 Perth Mint

PP-Prägung mit Zertifikat: Das Kilo-Känguru 2017

Die Münze wird in der höchstmöglichen Prägequalität PROOF hergestellt, die in Deuschland häufig als PP bezeichnet wird. Untergebracht ist die rare und damit auch wertvolle Silbermünze im Gewicht von 1 Kilogramm in einem repräsentativen Etui. Die Münze wird begleitet von einem Zertifikat, welches durch Durchnummerierung garantiert, dass weltweit nur 300 dieser Exemplare existent sind. Die meisten Exemplare dürften naturgemäß an australische Kunden verteilt worden sein. Die Perth Mint Kängurus haben aber auch Freunde in Japan, USA und natürlich auch in Europa.

Känguru Kilogramm 2017 im Etui - 1kg Silber
Känguru Kilogramm 2017 im Etui – 1kg Silber

Technische Details 1kg Känguru Silber zusammengefasst:

  • Land: Australien
  • Jahr: 2017
  • Nennwert: 30 Dollar (Australien)
  • Prägequalität: Proof
  • Metall: Silber
  • Feinheit: 999,9/1000
  • Auflage: 300
  • Verpackung: Etui
  • Design: Red Kangaroo
  • Durchmesser: 10,06 cm
  • Gewicht: 1kg
  • Zertifikat: ja

Kilo-Känguru 2017 in Silber kaufen

Die australische Perth Mint vertreibt in Europa die Kilo-Känguru-Silbermünzen 2017 über ein Netzwerk an offiziellen Distributoren. In Deutschland kann die Kilo-Känguru-Silbermünzen hier gekauft werden: 1kg Känguru Silber 2017 kaufen, allerdings nur, solange der Vorrat reicht.

 

Indien verdreifacht Gold-Importe

Der Goldhunger einer der weltgrößten Goldnachfrager-Nationen scheint weiter zu wachsen. Nach den Zahlen des indischen Handelsministeriums sind die Goldimporte Indiens in der Periode April bis August 2017 auf das dreifache Niveau des Vorjahres gestiegen. Für 15,24 Milliarden Dollar wurde Gold importiert.

Inder kaufen immer mehr Gold

Alleine im August haben die Inder Gold für 1,88 Milliarden US-Dollar importiert, im Vorjahresaugust (2016) waren es noch nur 1,11 Milliarden Dollar.

Weil die Inder Gold lieben, hat Indien ein Handelsbilanzdefizit

Der indischen Regierung sind die Goldkäufer seit Jahren ein Dorn im Auge, weil sie für ein Handelsbilanzdefizit sorgen. Mangels eigener Goldvorkommen, muss fast alles Gold importiert werden, was für ein Defizit in der Handelsbilanz sorgt. Im August betrug das Handelsbilanzdefizit 11,64 Milliarden Dollar – gegen 7,7 Milliarden Dollar im August 2016.

Ende September startet Festivalsaison und dann ist wieder Gold-Time

Die Festival-Saison, zu der traditionell besonders viel Gold gekauft wird, startet in Indien Ende dieses Monats. Erfahrungsgemäß wird im Vorfeld noch einmal besonders viel Gold vom indischen Großhandel eingekauft/importiert.

Indien hatte vor kurzem steuerverkürzenden Gold-Importen aus Südkorea einen Riegel vorgeschoben, kann aber die Goldimporte seit Jahren nicht stoppen, weil die Bevölkerung trotz aller Maßnahmen, auch steuerlicher Natur, dennoch Gold kaufen will.

Nachfrage in China auch weiter auf hohem Niveau

Die Goldnachfrage in China ist auch weiter auf hohem Niveau. In 2016 wurden dort alleine Goldbarren im Gewicht von 1970 Tonnen verkauft. In 2017 wurden bis Juli bereits 1129 Tonnen Gold dort nachgefragt, was 3% über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum liegt. China hat in 2017 bisher auch schon rund 400 Tonnen Gold über Hong Kong importiert. Im ganzen Zeitraum von 2004 is 2008 wurden über diesen Weg beispielsweise nur 339 Tonnen Gold importiert. China und Indien gelten weltweit als die größten Gold-Nachfragernationen, was auch zukünftig den Goldpreis maßgeblich mit beeinflussen dürfte.

Chinas Notenbank hat 185 Tonnen Gold gekauft

Die Peoples Bank of China hat die letzten Jahre ca. 185 Tonnen Gold für die staatlichen Bestände gekauft und weist nunmehr 1843 Tonnen Gold aus. Damit ist China mittlerweile weltweit der fünftgrößte Goldbestandshalter und hat noch mehr Goldbarren als die Bank of Russia (1729 Tonnen).