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Offizielle Goldbestände der Zentralbanken per Juli 2017 – wer hat wie viele Goldbarren?

Fast alle Zentralbanken dieser Welt setzen auf GOLD als Geldanlage und haben Goldbarren in den eigenen Tresoren, um der eigenen Papierwährung Stabilität zu verleihen. Hier eine Liste, welche Zentralbanken der Welt zum 30.6.2017 wie viel Gold als Besitz in ihren Büchern aufgeführt haben.

Ob das Gold auch tatsächlich in deren Tresoren liegt, bezweifelt der eine oder andere Kritiker. Hier die aktuelle Aufstellung der grössten 20 Goldbarren-Besitzer unter den Zentralbanken:

Offizielle Goldbestände 30.6.2017 in Tonnen

  1. USA     8.133,5
  2. Deutschland     3.375,6  
  3. IWF     2.814,0
  4. Italien     2.451,8
  5. Frankreich 2.435,9
  6. China     1.842,6
  7. Russland      1.706,8
  8. Schweiz     1.040,0
  9. Japan     765,2
  10. Niederlande     612,5
  11. Indien     557,8
  12. EZB     504,8
  13. Türkei     441,3
  14. Taiwan     423,6
  15. Portugal     382,5
  16. Saudi-Arabien     322,9
  17. Großbritannien     310,3
  18. Libanon     286,8
  19. Spanien     281,6
  20. Österreich     280,0

….

Das hoch verschuldete Griechenland steht übrigens auf Platz 32 der Liste mit immerhin noch 112,9 Tonnen Gold, die in Form von Goldbarren im Besitz der Bank of Greece stehen.

 

Grösste Veränderungen bei den Goldreserven

Die grösste Veränderung bei den Goldreserven gab es bei Russland, wo sich der Bestand im Vergleich zur letzten Meldung um 19,5 Tonnen auf 1706,8 Tonnen erhöht hat. Auch die Goldreserven der Türkei haben sich um 5,3 Tonnen erhöht, daneben gab es viele kleinere, eher unbeachtliche Veränderungen. China hat seine Goldbestände die letzten Monate nicht verändert oder aber eine Veränderung nicht oder noch nicht gemeldet.

Die Zahlen werden regelmäßig vom World Gold Council (WGC), einer Goldproduzentenvereinigung zusammen getragen. Teilweise liegen der Aufstellung aber ein bis drei Monate zurückliegende Meldungen der Zentralbanken zugrunde.

Chinesisches Papiergeld statt Gold bei der EZB

Die EZB hat im ersten Halbjahr 2017 statt in Gold in chinesisches Papiergeld investiert und im Gegenwert von 500 Millionen Euro (!) in chinesische Renminbi investiert. Damit wurde ein Beschluss des EZB-Rates vom 20.1.2017 umgesetzt. Damit besitzt die EZB als Währungsreserven nunmehr US-Dollar, japanische Yen, GOLD, Sonderziehungsrechte und chinesische Renminbi. Umgangssprachlich wird im Westen die Währung Chinas häufig mit Yuan bezeichnet, was aber im eigentliche Sinne nur die Einheiten der Währung meint. So weisen chinesischen 1-Unzen-Silberpandas (und auch die zu 30 Gramm) ein Nominal von 10 Yuan auf, während die 1-Unzen-Goldpandas (und auch die zu 30 Gramm) einen Nennwert von 500 Yuan aufweisen.

 

 

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