Goldpreis: Unberechenbarkeit von Trump dürfte ihn auch zukünftig stützen

Der Goldpreis startete mit 1215 US$/oz rund 5 US-Dollar fester in die Woche als er die letzte Woche beendet hatte. In Euro notierte der Goldpreis gegen Montagmittag bei 1130,75 Euro/oz, ebenfalls fester als er ins Wochenende ging.

Der neue US-Präsident Trump ist erst 3 Tage im Amt und schon geht es in den USA mächtig rund. Trump behauptet, bei seiner Einsetzungsfeier wären so viele Besucher wie noch nie anwesend gewesen, Medien berichteten mit Luftaufnahmen unterlegt das Gegenteil: Es waren deutlich weniger Menschen als bei Obama zu sehen. Trumps Pressesprecherin lieferte den Medien „alternative Fakten“ zur Berichterstattung, – ein Fernsehsender in den USA wies dies als „Fake-News“ zurück, die man nicht verbreiten wolle.

Trump monierte, er sei hinsichtlich seiner Kritik am CIA von den Medien missverstanden worden, er findet den CIA großartig. Seine eigenen Twitter-Postings unterlegen jedoch eine gegenteilige Auffassung. Außer einem Rückruder-Dekret in Sachen Obamacare, was staatlichen Stellen, wenn sie „über Gebühr belastet werden“ zukünftig freistellt, Leistungen nach Obamacare zu leisten oder nicht, hat Trump noch nichts Wesentliches beschlossen, sodass man seine Wirtschaftspolitik nicht abschliessend einschätzen kann.

Goldpreis wird durch Safe-Haven-Buying gestützt

Als sicher darf jedoch gelten, dass extreme Unsicherheiten an den Märkten über seine zukünftigen Handlungen vorhanden sind. Solche Unsicherheiten waren in der Vergangenheit immer ein Garant für einen stabilen Goldpreis, weil die Anleger Gold als sicheren Hafen betrachten und im Zweifel dann lieber Gold als Staatsanleihen oder Aktien kaufen.

Notenbank FED kann Goldpreis nicht schwächen

Die US-Notenbank-Chefin Janet Yellen hielt letzten Mittwoch wieder eine der gewohnten „Wir-können-auch-die-Zinsen-anheben“-Reden und stellte dar, dass die USA nunmehr fast Vollbeschäftigung und Preisstabilität erreicht hätte, – deswegen könne man in der Zukunft die Zinsen bis auf 3% anheben. Natürlich nur schrittweise und die 3% könne man so bis zum Ende des Jahrzehnts erreichen, – das wäre  je nach Definition in 3 bis 4 Jahren. Der Goldpreis ging nach dieser Bekanntgabe nur kurz ein paar Dollar nach unten, um dann am Wochenende wieder relativ fest zu schließen. Da vermutlich auch die FED nicht weiß, was Trump vorhat, kann die FED auch noch nicht wissen, wie sie auf eventuelle Programme oder Gesetze des neuen Präsidenten reagieren soll.

Unsicherheit führt zum Gold kaufen

Die Investoren in Form von großen institutionellen Anlegern weltweit sind verunsichert und können allenfalls ahnen, was Trump wohl vorhat. Unsicherheit ist traditionell ein gutes Futter für den Goldpreis. In unsicheren Zeiten kaufen Anleger vermehrt Gold, was den Preis beflügeln dürfte.

Goldpreis muss 1220$ durchbrechen

Der Goldpreis (aktuell bereits über 1210 US$/oz) muss nun zunächst aus charttechnischer Sicht die Widerstandslinie bei 1220 US$ nach oben durchbrechen, dann ist der Weg weiter nach oben möglich. Je nach Nachrichtenlage aus dem Trump-Lager könnte dies bereits diese oder nächste Woche möglich sein.

Stabile Goldnachfrage in Deutschland

Die Goldnachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren bei den führenden Händlern in Deutschland ist weiter auf einem stabilen, hohen Niveau. Bei Kursrücksetzern setzt sofort eine verstärkte Neigung zum Gold kaufen ein.

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